Freiluft-Konzerte auf der Seebühne


Seit vielen Jahren organisiert die Stadt Freiburg im Sommer „Konzerte im Freien“ mit Freiburger Musikvereinen auf der Seebühne. Die Konzerte sind jeweils sonntags, sie sind kostenlos und gehen üblicherweise von 15:00 bis 16:15 Uhr.

Hier eine (vorläufige) Übersicht:

  • 15.05.2022: Musikzug der Feuerwehr Freiburg
  • 05.06.2022: Skyline Big Band MV Landwasser
  • 26.06.2022: Musikverein Opfingen
  • 10.07.2022: Musikverein Freiburger Verkehrs AG
  • 24.07.2022: Skyline Big Band Musikverein Landwasser
  • 31.07.2022: Musikverein Zähringen „SymBadisch”
  • 14.08.2022: Rathausmusik Freiburg
  • 04.09.2022: Musikverein Zähringen „SymBadisch“
  • 01.10.2020: Gamelangruppe Akaishi-Daiko
  • 01.10.2022: Rathausmusik Freiburg
  • 16.10.2022: Orchestergemeinschaft Seepark

Weitere „Konzerte im Freien“ sind auf den Bühnen im Stadtgarten (Musikpavillon) und am Waldsee zu hören. Hier gibt es die Gesamtliste: www.freiburg.de/konzerteimfreien


Kurzvorstellung einiger Musikvereine, die regelmäßig dabei sind:

Soulfamily ist ein Ensemble von Sängerinnen und Sängern aus Freiburg, die unter der Leitung von Joel Da Silva brasilianischen Soul, Pop, Bossa Nova und Gospel präsentieren. Mehr zum Ensemble gibt es auf der Facebook-Seite der Soulfamily.

Der Musikverein Freiburg-Hochdorf hat eine lange Tradition und ist regelmäßig auf Veranstaltungen in Freiburg zu sehen. Alles Weitere siehe hier: www.mvhochdorf.de

Auch die Skyline Big Band Musikverein Landwasser kommt seit Jahren regelmäßig auf die Seebühne. Die Big Band wurde 1990 durch den Musikverein Freiburg-Landwasser e.V. gegründet. Etwa 20 Musiker und Musikerinnen mit Saxophon-, Posaunen-, Trompetensatz und Rhythmusgruppe bilden eine typische, klassische Big Band Besetzung. Zum 30. Geburtstag der Band im Mai 2020 haben wir die Musiker auch im Bürgerblättle vorgestellt (Ausgabe 261). Alles Weitere siehe hier: www.skylinebigband.de

Im Musikverein Freiburg-Zähringen spielen ca. 55 Musikerinnen und Musiker Originalkompositionen für Blasmusik. Im Laufe der Jahre gab es mehrmals Zusammenarbeit mit internationalen Jazzmusikern. Siehe: www.musikverein-zähringen.de

Zum Freizeitmusikkorps der Polizei siehe www.polizeimusik-freiburg.de

Die Gamelangruppe Anggur Jaya spielt balinesische Gamelan-Musik. Siehe: www.gamelan-freiburg.de

Die Rathausmusik Freiburg wurde 1998 gegründet; heue besteht Blaskapelle aus 25 Musiker. Im Programm sind z. B. Polka,Walzer, Marsch u.a.

Das Freiburger Blasorchester e. V.  stellt sich vor unter  www.freiburger-blasorchester.de

Erste Anfänge vom Musikverein der Freiburger Verkehrs AG liegen im Jahr 1981, als fünf Mitarbeiter sich einfach mal trafen zum gemeinsamen Musizieren. Im Jahr 2022 gibt es eine Reihe von Kozerten, denn da werden 40 Jahre des Vereins gefeiert. Alles Weitere hier: www.vag-musik.de

Der Musikverein Opfingen besteht aus einem großen Orchester und einer Jugendkapelle mit Schwerpunkt Blas- und Unterhaltungsmusik; dazu viele Möglichkeiten der Ausbildung (von musikalischer Früherziehung bis kompletter Instrumentenausbildung). Alles Weitere hier: www.mv-opfingen.de

Der Musikverein Freiburg-Waltershofen stellt sich vor unter www.mvfrw.de

Die Orchestergemeinschaft Seepark ist ja hier in Betzenhausen zuhause und bestens bekannt. Damit erübrigt sich eigentlich auch die Vorstellung; hier unser Beitrag zu 20 Jahre Orchestergemeinschaft Seepark

Die Straßen von Betzenhausen

Auszug FreiGIS mit Stadtteilgrenzen

Der Titel erinnert ein wenig an die Krimi-Fernsehserie “Die Straßen von San Francisco”, die in den 1970er-Jahren einen gewissen Kult-Status erreichte. Einer der Hauptdarsteller war Michael Kirk Douglas, dessen Karriere damit im Grunde begann. Spätestens seit der Serie wusste man als ZDF-Zuschauer, dass die Polizei-Sirenen in den USA anders klingen als hierzulande.

So spannend geht es auf den Straßen von Betzenhausen natürlich nicht zu; aber es gibt doch immer wieder kleine “Geheimnisse” zu entdecken: das beginnt in vielen Fällen schon beim Namen einer Straße, über den man sich in den wenigsten Fällen mal Gedanken gemacht hat. Es können aber auch Ereignisse in der Geschichte sein oder versteckte Kunstwerke: Darauf wollen wir hier eingehen.

Der Stadtteil Freiburg-Betzenhausen ist heute begrenzt durch die Güterbahnlinie im Südosten, die Dreisam im Südwesten, die Paduaallee im Nordwesten in Richtung Lehen und in Richtung Mooswald über das nordöstliche Ufer des Flückigersees bzw. der Ensisheimer Strasse. In diesem Bereich haben wir also nach Strassennamen gesucht; nachfolgende als Liste und mit Dingen, die wir bemerkenswert finden.

Hinweis: Auf einen Link auf die jeweilige Lage z.B. in google-maps haben wir bewusst verzichtet (bitte ggf. in Ihrem Kartentool eingeben). Die Grafik rechts oben führt direkt zu FreiGIS, dem Geo-Informationssystem der Stadt Freiburg mit vielen Möglichkeiten der Auswertung inkl. der Stadtteil-Grenzen.

Am Bischofskreuz Nach dem sog. Bischofskreuz, dass für den Straßburger Bischof Conrad von Lichtenberg errichtet wurde, der in der Schlacht bei Betzenhausen schwer verletzt wurde und an den Folgen starb (siehe Beitrag Kriegerische Zeiten).
Am Mühlbach Nach dem gleichnamigen Bach, der in vergangenen Zeiten weit größer war und die Basis für allerlei Gewerbe in Betzenhausen bildete (z.B. mehrere Mühlen, siehe Beitrag Der Mühlbach).
Angelus-Silesius-Straße Benannt nach dem Dichter Angelus Silesius (1624-1677), dessen tiefreligiösen, der Mystik nahestehenden Epigramme zu den bedeutendsten lyrischen Werken der Barockliteratur gezählt werden (mehr bei Wikipedia).
Aschenbrennerstraße Benannt nach Dr. Thomas Aschenbrenner (1885 – 1963). Domdekan und Begründer badischer Baugenossenschaften, u.a. Mitbegründer der gemeinnützigen Baugenossenschaft Familienheim. Aschenbrenner erhielt 1958 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Berliner Allee Nach der Bundeshauptstadt.
Betzenhauser Torplatz Ein Platz, der im Zuge der Landesgartenschau 1986 entstand; auf dem gleichnamigen Platz standen über viele Jahrzehnte Holz-Skulpturen, die als Eingangstor zur Ausstellung gedacht waren.
Betzenhauser Steg
Die Überquerung des “Autobahnzubringers Mitte” auf Höhe der Gaskugel in Richtung Weingarten; heute ist es nur noch ein Rad- und Fußgängerweg. Eröffung war am 3. Mai 1986 mit viel Prominenz wie z.B. Oberbürgermeister Rolf Böhme. Dabei hatte auch der “Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V.” seinen ersten Auftritt: er war erst im März des gleichen Jahres gegründet worden (heute eher bekannt unter dem Projektnamen “Orchestergemeinschaft”).
Bissierstraße Julius Heinrich Bissier (1893 – 1965) war ein deutscher Maler und ist geboren in Freiburg: Er war Mitglied der Akademie der Künste Berlin und hatte weltweite Ausstellungen wie z.B. in New York, Brüssel, Jerusalem und Chicago. Zahlreiche Werke von Bissier sind heute im Museum für Neue Kunst hier in Freiburg zu sehen (mehr bei Wikipedia). Wer nicht gleich ins Museum will: sein (flächenmäßig) größtes Werk ist an einer Wand im Innenhof der alten Universität zu sehen (Bertoldstrasse, früher der Gasthof “Erzherzog Albrecht”, jetzt “Schwarzwald erleben”).
Brandensteinstraße Er erinnert an die Herren zu Brandenstein, die im 17. und 18. Jahrhundert in Betzenhausen ansässig waren. Sie wohnten im ehemaligen Beyerschlössle, einem der beiden damaligen Freihöfe von Betzenhausen. Ein solcher Freihof hatte besondere Rechte beim Weidgang und war von Steuern und Abgaben befreit. Von beiden Höfen ist heutige nichts mehr erhalten: nur noch das Wappen des Beyer-Schlössle ist zu finden am Eckhaus Sundgauallee/Dietenbachstraße.

Für weitere historische Hintergründe zur Straße siehe Beitrag im Bürgerblättle Ausgabe 204.

Charlottenburger Straße Nach einem Bezirk in Berlin
Dietenbachstraße Nach dem alten Gewann “Dietenbach”.
Edith-Stein-Straße Edith Stein (1891 – 1942) war Philosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft, . In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie „als Jüdin und Christin“ zum Opfer des Holocaust (sie starb im KZ Auschwitz-Birkenau). Sie gilt als Brückenbauerin zwischen Christen und Juden (mehr bei Wikipedia).
Einsiedelnweg Nach Schweizer Klostergemeinschaft Einsiedeln“. Hintergrund: Im Jahr 972 wurde das Dorf „Bezenhusa“ in einer Schenkungsurkunde von Otto II. an dieses Kloster erwähnt. Diese Kaiserurkunde ist somit das erste noch erhaltene Dokument über das Bestehen von Betzenhausen. Betzenhausen bieb für ca. 250 Jahre in den Händen des Klosters und wurde regional über ein königliches Kammergut zu Riegel verwaltet. Die gleiche Urkunde enthielt auch die heutige Partnergemeinde Tenigen als „Deninga“ (siehe auch Blick in die Geschichte von Betzenhausen).
Elisabeth-Hettich-Straße Elisabeth Hettich lebte in Betzenhausen und wurde im Jahr 1670 Opfer des Hexenwahns, der im 16. und 17. Jahrhundert vielen Frauen das Leben kostete: vermutlich allein schon 41 Frauen in Freiburg. Elisabeth Hettich war die letzte vermeintliche Hexe, die vor Gericht stand und die gerichtliche Untersuchung gegen sie im Jahr 1670 ist gleichzeitig der am besten dokumentierte Fall (sie wurde aber glücklicherweise nicht zum Tode verurteilt, mehr im Beitrag der Badischen Zeitung vom Aug. 2020).
Elisabeth-Selbert-Straße Elisabeth Selbert (1896 – 1986) war eine deutsche Politikerin und Juristin. Als SPD-Abgeordnete im Parlamentarischen Rat 1948/1949 war sie eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“. Die Aufnahme der Gleichberechtigung in die Grundrechte der bundesdeutschen Verfassung ist zum großen Teil ihr Verdienst (mehr bei Wikipedia).
Elisabeth-Walter-Straße Elisabeth Walter (1897 – 1956) war eine badische Lehrerin und sozial engagierte Schriftstellerin; zeitweise war sie auch Lehrerin in Betzenhausen (mehr bei Wikipedia).
Else-Lasker-Schüler-Weg Elisabeth „Else“ Lasker-Schüler (1869 – 1945) war eine deutsche Dichterin und gilt als Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus in der Literatur (mehr bei Wikipedia).
Emma-Herwegh-Straße Emma Charlotte Herwegh (1817 – 1904) war eine deutsche Revolutionärin und eine frühe Vorkämpferin der Frauenrechtsbewegung, sie kämpfte u.a. in der Revolution 1848/49 für demokratische Rechte (mehr bei Wikipedia).
Ensisheimer Straße Ensisheim (elsässisch Anze) ist eine französische Gemeinde an der Ill, etwa 15 Kilometer nördlich von Mülhausen. Sie war lange Regierungssitz von Vorderösterreich (Anbindung an die Residenz in Innsbruck, Erzherzogtum Österreich) .
Falkenbergerstraße
Fischermatte Nach dem Gewann “Fischermatte” (nahe der Dreisam). An dieser kleinen Straße liegt auch die Gaskugel.
Flurstraße
Nach der Lage in der früheren Feldflur.
Freytagstraße Dr. Gustav Freytag (1816 – 1895) war einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts (mehr bei Wikipedia)..
Gaußstraße Nach Carl Friedrich Gauß, der z.B. den elektromagnetischen Telegrafen erfunden hat.
Gerhart-Hauptmann-Straße Nach dem Dichter Gerhart Hauptmann (1862-1946), an der Straße liegt auch die gleichnamige Schule (mehr zum Dichter auch auf Wikipedia).
Gruberhof Dr. Karl Gruber (1885 – 1966) war Architekt, Stadtplaner, Architekturhistoriker. Von 1919-1925 war es Stadtbaumeister von Freiburg und leitete u.a. den Umbau des Augustinermuseum (vormals ein Kloster mit Nutzung vom Theater Freiburg, mehr bei Wikipedia).
Grenzstraße
Nach ihrer Lage an der früheren Gemarkungsgrenze zwischen Freiburg und Betzenhausen.
Hofackerstraße
Nach dem früheren Flurnamen “Hofacker”
Hauriweg Im Bereich des heutigen Bezirks Bischofslinde fand 1299 ein bemerkenswertes Gefecht statt, beim der kriegerische Bischof von Straßburg (Konrad von Lichtenberg) in einer Schlacht um Freiburg durch einen Freiburger Metzger names Hauri verletzt wurde und später daran verstarb. Zur Erinnerung dient das Bischofskreuz.
Husserlstraße Benannt nach dem Philosophen und Mathematiker Edmund Husserl (1859-1938), der als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts gilt. Ab 1916 war er Dozent an der Uni Freiburg; zu seinen Schülern gehörten u.a. Edith Stein und Martin Heidegger. Ab 1933 wurde er verfolgt; er verstarb in Freiburg (mehr bei Wikipedia).
Idingerstraße
Nach dem früheren Gewann “Idinger”
Johann-Fraider-Weg Johann Fraider war der letzte Bürgermeister von Betzenhausen vor Eingemeindung zum Stadteil von Freiburg im Jahr 1908.
Kußmaulstraße Der Mediziner Prof. Dr. Adolf Kußmaul (1822-1902), der zeitweise in Freiburg lebte und arbeitete. Zur Tagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Gastroenterologie wird seit 1991 jährlich der Adolf-Kußmaul-Pries speziell an junge Wissenschaftler verliehen (mehr bei Wikipedia).
Lehener Straße
Nach dem Ort “Lehen”, zu dem die Straße früher führte (heute teilweise ersetzt durch die Sundgauallee). In früheren Zeiten ein zentraler Teil der Verbindung zwischen Freiburg und Breisach.

Die Lehener Straße war auch über lange Zeit der Weg der Betzenhauser Bauern zum Markt in Freiburg. Bis zur Eingemeindung von Betzenhausen im Jahr 1908 mussten sie dabei einen Wegezoll an der Stadtgrenze zahlen (im sog. Oktroyhaus). Das alte „Zoll“-Häuschen ist heute noch an der Lehener Straße zu sehen. Siehe Beitrag beim Kultur&Geschichtskreis.

Lichtenbergstraße Nach dem Straßburger Bischof Conrad von Lichtenberg, der an der Stelle des Bischofskreuzes in der Schlacht bei Betzenhausen 1299 gefallen ist; siehe unser Blick in die Geschichte von Betzenhausen.
Linnéstraße
Max-Rieple-Weg Max Rieple (1902-1981) war ein deutscher Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer aus dem Französischen ins Deutsche.
Meckelhof Carl Anton Meckel (1875 – 1938) war Architekt und seine Entwürfe in gewisser Weise sogar prägend sogar für das Bild Freiburgs vor dem Zweiten Weltkrieg. Auch die die ehemalige Kassenhalle im Gebäude der Sparkasse Freiburg gehört zu seinen Entwürfen; heute heist sie Meckelhalle und wird für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt (mehr bei Wikipedia).
Opitzstraße Nach dem Dichter Martin Opitz (1597-1639), einem bedeutenden Theoretiker des Barock und des Späthumanismus (mehr bei Wikipedia)
Paduaallee Nach der französischen Stadt Padua, einer Partnerstadt von Freiburg.
Platz am Bischofskreuz In der Nähe des Platzes steht das Bischofskreuz in Erinnerung an Kampf der Freiburger Bürger gegen den Straßburger Bischof Conrad von Lichtenberg, der an der Stelle des Bischofskreuzes 1299 gefallen ist (siehe Beitrag Kriegerische Zeiten).
Ricarda-Huch-Straße Ricarda Octavia Huch (1864 – 1947) war eine deutsche Schriftstellerin, Philosophin und Historikerin. Sie hat als eine der ersten Frauen im deutschsprachigen Raum promovieren können (Fach Geschichte). Sie schrieb Romane und historische Werke (mehr bei Wikipedia).
Runzmattenweg Nach dem Namen des alten Gewann “Runzmatten”. Bis 1956 wurde die Straße “Im Kanzler” genannt.
Schlettstadter Straße
Nach der Stadt im Elsass.
Schlippehof Dr. Joseph Schlippe (1885 – 1970) war Architekt, Stadtplaner, Baubeamter und über viele Jahr Oberbaudirektor der Stadt Freiburg. Für die durch Bombardierung 1944 beschädigte Altstadt entwickelte Schlippe einen Wiederaufbauplan, der im Wesentlichen die Beibehaltung der alten Straßenzüge vorsah (als historisches Denkmal des Mittelalters). Die offene Laubengänge in den Häuserfassaden der Kaiser-Joseph-Straße gehen auf seine Ideen zurück und sollten anfangs auch den Raum für Autoverkehr schaffen. Es sprach sich klar gegen moderne Stahl- und Glasarchitektur in der Innenstadt aus, andererseits aber auch gegen manche Gründerzeitarchitektur und sorgte so z.B. für den Abriss der neogotischen Giebelaufsätze des Schwabentors (mehr bei Wikipedia).

Der ehemaliger BZ-Redakteur Wulf Rüskamp hat das Wirken von Joseph Schlippe in einem Buch kritsch beleuchtet; siehe “Fassaden für die Volksgemeinschaft – Stadtbild und Ideologie: Das Beispiel des Freiburger Stadtplaners Joseph Schlippe 1925 bis 1951”, Rombach Verlag, Freiburg 2022.

Schongauerweg Benannt nach dem Maler und Kupferstecher Martin Schongauer (ca. 1450 – 1491), der in Colmar geboren wurde und dort auch lange Zeit lebte. Schongauer gilt als einer der bedeutendsten Graphiker vor Albrecht Dürer, den er auch entscheidend beeinflusste. Von ihm stammen u.a. Wandmalereien im Münster von Breisach (mehr bei Wikipedia).
Sigsteinstraße Im 14. Jahrhundert war Betzenhausen zeitweise im Besitz des Freiburger Patrieziergeschlecht der Geben-Sigstein. Von dort kaufte die Stadt Freiburg im Jahre 1381 das Bauerndorf als erste Erweiterung ihres Territoriums. Ganze 425 Jahre dauerte die Grund- und Ortsherrschaft der Stadt Freiburg über Betzenhausen (siehe auch unser Blick in die Geschichte von Betzenhausen).
St.-Thomas-Platz Der Platz vor der gleichnamigen Kirche, die als das älteste Gebäude im Stadtteil gilt; siehe auch Beitrag zur St. Thomas Kirche.
Stockmattenweg Nach dem alten Gewann “Stockmatten”.
Sudermannstraße Hermann Sudermann (1857 – 1928) war ein deutscher Dramatiker, Schriftsteller und Bühnenauto. Sudermanns erfolgreichstes Stück wurde Heimat (1893) mit der Geschichte einer jungen Frau, die sich den Heiratsplänen ihres Vaters widersetzt und als berühmte Opernsängerin in ihre Heimat zurückkehrt.Viele seiner Werke wurde später auch verfilmt (mehr bei Wikipedia).
Sundgauallee Nach dem südlichsten Landschaftsteil im benachbarten Elsaß, gehörte ehemals auch zu Österreich.
Thannhauserstraße Dr. Siegfried Thannhauser (1885-1962) war ab 1930 Direktor der Medizinischen Klinik Freiburg, wurde aber 1934 von den Nationalsozialisten aus dem Amt vertrieben und zum Hilfsarbeiter degradiert. Er konnte später in die USA emigrieren. Seit 1953 war er korrespondierendes Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, nach ihm benannt ist der Thannhauser-Preis. (mehr bei Wikipedia).
Tränkestraße Nach den Gewann-Namen “Tränkematten” und “Tränkeäcker”.
Wiechertstraße Nach dem ostpreussischen Schriftsteller Ernst Wiechert (1887-1950).
Wilmersdorfer Straße Nach dem Berliner Stadtbezirk.
Wilhelm von Möllendorff Str. Der Mediziner Prof. Dr. Wilhelm von Möllendorff (1887 – 1944) war von 1919 bis 1922 und von 1927 bis 1933 Professor für Anatomie in Freiburg. 1933 war er kurzzeitig Rektor der Universität Freiburg, trat jedoch aufgrund nationalsozialistischer Presseangriffe gegen ihn nach wenigen Tagen vom Amt zurück. 1935 übernahm von Möllendorff eine Professur in Zürich und wurde Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (mehr bei Wikipedia).

Die Strasse war vor 2018 nach dem Chrirurgen Erich Lexer benannt.

Windausstraße Prof. Adolf Windaus (1876-1959) war (Bio-)Chemiker. Er arbeite und lehrte zeitweise in Freiburg, wo er 1903 mit einer Arbeit über Cholesterin habilitierte. Windows erhielt im Jahr 1928 den Nobelpreis für Chemie (mehr bei Wikipedia).
Zehntsteinweg Nach dem dortige Gewann “Zehntstein”. Die Straße ist aber auch eine Erinnerung an vergangene Jahrhunderte, in denen die Bürger von Betzenhausen grundherrschaftliche Abgaben zu entrichten hatten (Zehnt). Erst mit dem Zehntablösungsgesetz im Nov. 1833 erfolgte auch für Betzenhausen die Ablösung des Zehnten (siehe auch unser Blick in die Geschichte von Betzenhausen).

 

Unsere Aufstellung bzw. die Anmerkungen sind sicher noch unvollständig, aber wir arbeiten dran…

 

 

Graffiti in Betzenhausen

In Ausgabe 341 (Febr. 2022) unseres Stadtteil-Magazins hatten wir Graffiti mit Christian Streich als Titelseite genommen: Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum des Trainers beim SC Freiburg. Das Ergebnis war wirklich aufgefallen und viele Bewohner haben uns darauf angesprochen. Ins Archiv des SC hat es unser Magazin damit auch erstmals geschafft. Also gute Gründe, das Thema Graffiti in Betzenhausen in einem eigenen Beitrag zusammenzufassen.

Zugegeben: Graffiti ist ein Phänomen unserer Zeit, das durchaus kontrovers diskutiert werden kann. Für die einen ist es eine moderne, junge Kunstform und auch Ausdruck urbanen Lebens; für andere geht es hier einfach nur um Schmierereien. So unterschiedlich die soziale und künstlerische Bewertung ist, so unterschiedlich ist auch die rechtliche: es gibt legale Flächen für Graffiti und es gibt illegale Graffiti auf privaten oder öffentlichen Gebäuden oder auch auf Fahrzeugen wie z.B. Straßenbahnen oder Zügen der Bundesbahn. Die Beseitigung illegaler Graffiti verursacht große Kosten, die am Ende leider häufig die Gesellschaft zu tragen hat, zugehörige Verursacher werden zwar strafrechtlich verfolgt, sind aber eher selten zu ermitteln. Graffiti als Kunst oder Vandalismus? Ein ziemlicher Spagat auf jeden Fall.

Kunst oder Vandalismus?

Andere Aspekte: das Grau in Grau unserer “modernen” Architektur stört viele Menschen; auch dies ist ein Sozial-Faktor und die zugehörige Tristesse geht sicher auch manchmal auf unsere Laune. Aber Architekten lieben offensichtlich die “dezente” Farbgestaltung: lebensfrohe Farben könnten ja am Ende irgendjemandem nicht gefallen (z.B. bei nächsten Gebäudeverkauf). Also bleibt man lieber “zurückhaltend”. Auch dagegen wollte die Graffiti-Szene immer angehen und phantasievoll Farbe zurück bringen in unser Umfeld.

Graffiti in Freiburg-Betzenhausen

Teilweise haben ganze Städte wie Linz oder die chilenische Hafenstadt Valparaiso auf den Trend zu Street-Art gesetzt und wurden nicht zuletzt über entsprechende Kunstprojekte sogar zu Touristenattraktionen. Auch Hundertwasser als Architekt und Künstler hat Farbe für unsere Städte eingefordert: zum Wohle ihrer Bewohner.

Eine fundierte Unterscheidung zwischen Street-Art und Graffiti wollen wir garnicht erst versuchen, aber vielleicht ein paar Anhaltspunkte nennen. Üblicherweise trifft man bei Straßen-Graffiti auf verfremdete Buchstabenkombinationen, denn der Ursprung liegt hier im Schreiben. Es geht also mehr um die kreative Gestaltung/Verfremdung von Schrift als um Malen oder Zeichnen. Die Buchstabenkombinationen als Leitthema zu wählen ist auch wieder ein Punkt, an dem sich die Geister des Gefallens oder Nicht-Gefallens scheiden. Zur Verfremdung dienen häufig geometrische Grundformen wie Kreise, Rechtecken, Rauten, Dreiecken oder Linien, natürlich auch Punkte. Der jeweilige Style bzw. das Design stehen im Mittelpunkt, aber am Ende bleiben die Buchstaben doch noch erkennbar. Häufigstes Werkzeug zur Gestaltung ist immer die Spraydose. Nicht zu vergessen: Straßen-Graffiti sind temporäre Kunstwerke, die nach gewisser Zeit durch andere Künstler wieder übermalt werden.

Von Street-Art könnte man immer sprechen, wenn eine Kunstform den Innenraum verlässt: auf die öffentliche Straße geht und dann auch ganz andere Inhalte und Motive haben kann als den Bezug auf Buchstaben. Insofern wäre Graffiti eigentlich eine Untergruppe von Steet-Art.


Street-Art Projekte

Auch in Freiburg gab es in den letzten Jahren einige prominente Street-Art Projekte. Allen voran die über 300 Meter lange Wand an der neuen Haltestelle zum SC Stadion. Ganz starke Diskussionen hatte in 2016 ein Haus in der Wiehre (Kirchstrasse) ausgelöst, das komplett mit einem Wandgemälde versehen wurde: neben schön oder nicht hatte hier vor allem der Denkmalschutz argumentiert (siehe Beitrag in Wikipedia). In beiden Fällen war der Freiburger Künstler Tom Brane aktiv (siehe www.tombrane.de).

Ein breites und ähnlich imposantes Kunstwerk hat seit 2019 auch die Gerhart-Hauptmann-Schule an einer Aussenwand zu bieten. Es ist eine Arbeit von Kindern mit dem Künstler Fabian Bielefeld (hier etwas verzerrt, denn es war gar nicht so leicht, das Bild hier in voller Breite wiederzugeben):

Siehe mehr dazu im Beitrag Kunstwerke im öffentlichen Raum.

Natürlich geht es auch kleiner, wenn z.B. Ameise, Biene und Co einen Stromkasten schmücken (hier Beispiel an der Ecke Runzmattenweg/ Zehntsteinweg). Dies war eine Ferienaktion für Jugendliche im Jahr 2020 als Kooperation zwischen Ökostation und Nachbarschaftstreff Zehntsteinweg. Eingerahmt wurde die Aktion mit einem Workshop zu Insektensterben und Artenvielfalt.

Auch ein schönes Projekt ganz in der Nähe bot eine graue Garagenwand im Jahr 2019: zusammen mit Graffiti-Künstler Andreas Ernst (www.inzoolo.de) wurde sie nach Ideen vieler Kinder mit bunten Phantasie-Bildern neu gestaltet. Das ganze erfolgte mit Unterstützung der Freiburger Stadtbau als Vermieter der Häuser hier.

An dieser Stelle auch noch ein Hinweis auf den Verein Achtung Frisch Gestrichen in Freiburg mit dem Ziel, “gemeinsam mit Künstlern, An- und Bewohnern öffentliche Kunst zu schaffen, um zur Stadtverschönerung beizutragen und die Kommuniktion des Umfeldes zu fördern”.

Öffentliche Flächen

In keinem Stadtteil von Freiburg wurden so viele öffentlicher Flächen freigegeben für Graffiti, wie in Betzenhausen: Das sind vor allem die Unterführungen der Sundgauallee und Berliner Straße. Intensiv genutzt wird auch die Fläche bei der Brücke der Paduaallee über die Dreisam. Auf www.freiburg.de/graffiti sind alle Freiflächen für Graffiti-Kunst aufgeführt und welche Regeln dabei zu beachten sind. Gefördert werden legale Street-Art- und Kunstprojekte vom Verein “Sicheres Freiburg e. V.” (www.sicheres-freiburg.de). Sogar die Telekom unterstützt Graffiti auf ihren Verteilungskästen (siehe dortige Aktion “Aus Grau wird Bunt”).

Aber der Verein “Sicheres Freiburg e. V.” geht mit Unterstützung der Stadt auch regelmäßig gegen illegale Graffiti vor (wie andere Kommunen auch): Laut einer Studie des Deutschen Städtetags summieren sich die Schäden bundesweit alljährlich auf 200 Millionen Euro (das sind vor allem Kosten für Beseitigung). Als Beispiel wurde im Jahr 2018 von der Stadt Freiburg rund 238.000 Euro für die Beseitigung der Schäden allein auf eigenen Objekten ausgegeben. Auch der Bürgerverein von Betzenhausen hat in den vergangenen Jahren mehrmals Aktionen zur Entfernung illegaler Graffiti unterstützt (siehe unser Beitrag Entfernen von Graffiti).


Weitere Quellen zum Thema Graffiti

Siehe auch weitere Hintergründe zum Thema auf Wikipedia, erläutert sind insbesondere auch unterschiedliche künstlerische Graffiti-Techniken zur Wandgestaltung.

Bekannt in Freiburg ist Graffiti-Künstler Andreas Ernst (aka Zoolo); er berichtete schon 2009 in zwei Videos über die Hintergründe.

Ein Tipp, der einfach sein muss: Kunst in Katakomben, das Street-Art-Museum in Neuf-Brisach. Bei Interesse hier einfach die Vorstellung im Magazin Chilli. Zitat von dort: “Das Museum MAUSA Vauban präsentiert Street-Art auf Weltniveau“. Und das auch noch ganz in der Nähe (muss man schon sagen).

Wir sprachen hier häufiger von Graffiti als Alternative zur neuzeitlichen GrauInGrau-Architektur: Auch Aussenbegrünung ist ein Versuch, Tristesse zu vertreiben. Siehe unseren Beitrag Das grüne Gebäude zur Freiburger Initiative “Stadtgrün statt grau”.

Graffiti-Beispiele in Freiburg-Betzenhausen

Nachfolgend eine Sammlung mit Graffiti, die an verschiedenen Plätzen in Betzenhausen gefunden wurden.

 

 

Rettung von Kulturdenkmalen

Wir wollen an dieser Stelle gelegentlich auf Veranstaltungen der Arge-Stadtbild hinweisen, insbesondere natürlich dann, wenn sie sogar einen Bezug zu Betzenhausen haben.

Aktuell (Febr. 2022): “Zugochse zu verkaufen, gut eingefahren” – Freiburg in den 50er Jahren (Mi., 23.2.2022 , 19.30 Uhr)

Ein Streifzug durch die turbulente Zeit der Freiburger 1950er Jahre – mit Anzeigen, Stilblüten und Fotos aus damaligen Zeitungen. Sie erfahren, warum man noch 1954 mit 140 km/h im Auto durch Freiburg rasen durfte, wie im Kino “Sensationen und Leidenschaften” die Gemüter bewegten und warum man sich “auf eine Frau, die Taschenmesser, Bindfaden und Schraubenschlüssel mit sich führt” unbedingt verlassen konnte. Historische Fotografien von längst verschwundenen Behelfsbauten, aber auch großen neu errichteten Gebäudekomplexen runden den Vortrag ab.

Ein kostenloser Online-Bildvortrag der Volkshochschule Freiburg in Kooperation mit Vistatour und der ARGE Freiburger Stadtbild. Alles weitere (z.B. Anmeldeinformationen) bei den Veranstaltungterminen der Arge-Stadtbild.


Historische Schätze im Keller?

Wir haben immer wieder Themen im Bürgerverein mit einem Hintergrund, bei dem auch historische Fotos von Betzenhausen hilfreich wären. Insbesondere sind wären das natürlich Bilder/Fotos von Alt-Betzenhausen und auch die die Zeit vor der Sundgauallee. Deshalb hier unsere Bitte, falls sie noch solche historischen Schätze besitzen: melden Sie sich einfach bei uns!

Natürlich sind uns auch sonstige Unterlagen zum gesamten Stadtteil (Bilder, Berichte, Zeitungsausschnitte…) jederzeit willkommen. Danke schon jetzt für eine E-Mail an redaktion@Betzenhausen-Bischofslinde.de.


Rettung von Kulturdenkmalen

Passend zum Theme ein Beitrag aus Bürgerblättle 263, Okt./Nov. 2020:

Die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild e.V. hat eine Initiative gestartet, um gemeinsam mit den Bürgervereinen Gebäude und städtebauliche Situationen in den Stadtteilen zu identifizieren, die als besonders schützenswert angesehen werden. „Rettung von Kulturdenkmalen“ heißt das nach allen Seiten vernetzte Projekt, das auch die Zusammenarbeit zwischen Organisationen, Einzelpersonen, dem Verein, der Stadt und dem Denkmalschutz voranbringen möchte.

In der Vergangenheit gelang es dem 1967 gegründeten Verein bereits, zahlreiche Gebäude in Freiburg vor dem Abriss zu bewahren und die Verantwortlichen ebenso wie die Bürger*innen für diese Problematik zu sensibilisieren. Es geht darum, historische und kulturell bedeutsame Orte zu erhalten, die eine besondere Atmosphäre ausstrahlen und den städtebaulichen Charakter eines Stadtteils prägen. Das können Baudenkmäler sein, aber auch Bauten, die nicht unter den Denkmalschutz fallen, Grünanlagen oder Plätze, die den großen Modernisierungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte trotzen konnten. Für die Bürger*innen sind solche Orte identitätsstiftend, und sie werden immer rarer.

Projektleiter Joachim Scheck baut systematisch eine Datenbank auf, die Informationen über potenziell gefährdete Gebäude bündelt. Auch in der Vergangenheit abgebrochene Objekte werden darin erfasst. „Wir wollen nicht erst recherchieren, wenn es schon zu spät und der Abriss schon beschlossen ist, sondern schon im Vorfeld“, erläutert er. „Zusammen mit den Bürgervereinen wollen wir frühzeitig Wissen vermitteln.“ Dank Zuschüssen der Paul-Mathis-Stiftung konnte für zwei Jahre eine Mitarbeiterstelle für die Datenerfassung eingerichtet werden. Mit im Boot ist die Stadt, die die ARGE bei ihrer Arbeit mit Plänen und sonstigen Materialien im Bereich möglicher städtebaulicher Erhaltungssatzungen unterstützt. Im Gegenzug stellt die ARGE der Stadt die Ergebnisse ihrer Recherchen für die weitere Diskussion und rechtliche Umsetzung zur Verfügung. Auch das Stadtarchiv und das Vermessungsamt unterstützen die Arbeit.

Abbildungen: Blick in die Sundgauallee, 1929 (aus Sammlung Hans-Jürgen Oehler) und heute (von Joachim Scheck)

So können Sie mitmachen: Welche Orte machen den Charme von Betzenhausen-Bischofslinde aus? Bürger*innen können Vorschläge für besonders schützenswerte Gebäude und das Stadtbild prägende Orte einreichen, gern zusammen mit näheren Informationen, falls vorhanden:

ARGE Freiburger Stadtbild e.V., Stichwort „Rettung von Kulturdenkmalen“, Wallstr. 12, 79100 Freiburg
Ansprechpartner bei Rückfragen: Joachim Scheck, scheck@arge-stadtbild.de, Tel. 0179 / 649 4116, www.arge-stadtbild.de

Dr. Heike Piehler

 

1050 Jahre Betzenhausen

Im Jahr 2022 kann Betzenhausen auf 1050 Jahre zurückblicken.

Auf die historischen Hintergründe werden wir im Laufe des Jahres noch ausführlicher eingehen; insbesondere auch im Stadtteil-Magazin Bürgerblättle. Hier zunächst eine Kurzform:

Im Jahr 972 wurde das Dorf „Bezenhusa“ in einer kaiserlichen Schenkungsurkunde von Otto I. („Otto der Große“) erstmals erwähnt. Die gleiche Urkunde enthielt übrigens auch unsere heutige Partnergemeinde Tenigen als „Deninga“: eine durchaus bemerkenswerte Gemeinsamkeit. Verschenkt wurde Betzenhausen damals an die Schweizer Klostergemeinschaft „Einsiedeln“, die sich erst einige Jahrzehnte zuvor gegründet hatte (südlich vom Zürichsee). Heute ist dieses Kloster als Benediktinerabtei ein bekannter Wallfahrtsort in der Schweiz. Das Bauerndorf Betzenhausen blieb dort für ca. 250 Jahre; die Stadt Freiburg kam erst einiges später „ins Spiel“.

Wie es weiter ging ist jetzt zu lesen in unserem etwas ausführlicheren Blick in die Geschichte von Betzenhausen.


Natürlich möchten wir die 1050 Jahre von Betzenhausen im Laufe des Jahres auch angemessen feiern; den ausgefallenen Neujahrs-Empfang gilt es ja auch noch nachzuholen. Wir freuen uns, wenn auch Sie Ideen dazu haben oder sich beteiligen möchten: Melden Sie sich einfach bei uns oder kommen Sie z.B. zum neuen Stammtisch des Bürgervereins (siehe Einladung an anderer Stelle).

Bücherschrank / Büchertausch / Bücherflohmarkt

In Deutschland werden jährlich weit über 250 Millionen Bücher verkauft. Auch die “Revolution” der elektronischen Reader hat bisher das gedruckte Buch nicht hinweggefegt. Bei den genannten Zahlen sammelt sich im Laufe der Jahre doch so Einiges im Haushalt der jeweiligen Kunden an. Natürlich: man hebt gern auf, was man gelesen hat. Auch aus Respekt vor dem Autor bzw. seinen wohlformulierten Worten will man ein Buch nicht gleich wegwerfen wie eine Tages-Zeitung. Und natürlich ist das schön gebundene Buch auch eine Zierde in der eigenen Bibliothek. Aber zweimal lesen kommt trotzdem eher selten vor. Also stellt sich spätestens beim nächsten Umzug eine Frage mit Gewicht: behalten oder nicht?

Aus diesem Grunde gibt es schon recht lange Tauschbörsen oder auch Flohmärkte speziell für Bücher, organisiert z.B. von Büchereien oder Kirchengemeinden. Aber schon in den 1990er Jahren entwickelten sich auch erste öffentliche Bücherschränke mit der Idee, dort den kostenlosen Austausch zu ermöglichen: Geben und Nehmen ohne weitere Vermittlungsinstanz. Resourcen-schonend ist ein mehrfaches Lesen ohnehin.

Allerdings ganz ohne ordnende Hand geht es bei den Bücherschränken meist auch nicht: wenn das Angebot wild durcheinander steht, ist es unwahrscheinlich etwas Passendes zu finden. Ladenhüter gibt es auch hier, die nach gegebenen Zeit wirklich zu entsorgen sind. Ein öffentlicher Bücherschrank muss Leben haben in Form von regem Zugang und Abgang: denn das ist ja letztendlich das eigentliche Ziel (auch wenn der ein oder andere Bücherschrank nebenläufig sogar als Kunstobjekt betrachtet werden kann).

Eine Karte mit Bücherschränken haben fleissige Beobacher auf www.lesestunden.de zusammengestellt. Natürlich sind dort auch einige der Freiburger Bücherschränke zu finden. Eine Liste öffentlicher Bücherschränke für Baden-Württemberg (also auch Südbaden) ist auch auf Wikipedia zu finden (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).


Bücherschränke und Tauschbörsen in Betzenhausen

Bücherschrank Tränkestraße 23 (siehe Beitrag unten)

Bücherregal im Stadtteiltreff (siehe unser Beitrag zu Quartiersarbeit Betzenhausen ).

Bücherregal im Eingangsbereich der Gemeinde St. Albert, Sundgauallee 9.

Jährlicher Bücher-Flohmarkt in der Pfarrgemeindehaus Hl. Familie, Hofackerstr. 29 (üblicherweise im Okt./Nov., siehe Hinweise im Bürgerblättle)


Bücherschrank Tränkestraße

Reinschauen – Reinlesen – Mitnehmen – Genießen … Und natürlich die schon gelesenen Schätze einstellen!

Mit dem neuen Bücherschrank vor dem Haus Tränkestraße 23 ist das seit Anfang Juli in Betzenhausen wieder möglich. Michael Rapp ergriff die Initiative, denn der Vorgänger hatte den Witterungsverhältnissen im vergangenen Winter nicht mehr standgehalten. Daraufhin hatte Herr Rapp auf einem Plakat um Unterstützung gebeten. Mein Mann und ich boten finanzielle Hilfe an und so stand der Anschaffung außer einer längeren Lieferfrist nichts im Wege. Gegen die ersten starken Regenfälle hat sich der neue, überdachte Schrank bereits behaupten können und wir hoffen, dass er dem Wetter lange trotzt.

Wir sind alle drei begeisterte Leser:innen und wollen verhindern, dass einmal gelesene Bücher weggeworfen werden. Der Bücherschrank soll sie stattdessen vielen interessierten großen und kleinen Menschen zugänglich machen. Unserer Meinung nach ist Papier wertvoll und bedrucktes Papier hat doppelten Wert!

Unsere Bitte an Sie: Stellen Sie nur gut erhaltene Bücher und Spiele in den Schrank und beachten Sie die Hinweise zur Nutzung, damit sich viele Leser:innen an der Büchervielfalt erfreuen können – danke!

Astrid Kühnemann

Bericht aus Bürgerblättle 268, Aug. 2021

Happy Birthday: 20 Jahre Wikipedia

Welch ein Erfolg: über 50 Millionen Seiten sind heute in Wikipedia zu finden. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass dies möglich ist. Am 16. März 2001 wurde die deutsche Version unter Web-Adresse www.wikipedia.de vorgestellt; zwei Monate zuvor hatte die engl. Version das Licht der Web-Welt erblickt. Zum Jubiläum gibt es natürlich eine Sonderseite 20.wikimedia.de mit vielen Online-Veranstaltungen und Glückwünschen prominenter Wissenvermittler wie Jean Pütz, Ralph Caspers und Ranga Yogeshwar.

Wikipedia ist eine der meistbesuchten Seiten im Internet und dabei eher „unscheinbar“: keine blinkenden Animationen und Bilder, nur ein Logo und Schrift in Schwarz und Blau. Glaubhafte Information steht im Mittelpunkt. Wikipedia sieht damit auch ein wenig aus wie „von gestern“, denn das Design hat sich in den letzten 20 Jahren kaum geändert. Wikipedia ist also inzwischen eine verlässliche Konstante in unserer kurzlebigen Internet-Zeit!

Hinter dieser freien Enzyklopädie steckt kein mächtiger Konzern, sondern eine Stiftung mit Sitz in San Francisco: kein Google, kein Facebook (sie sind sogar mit eigenen Initiativen gescheitert). Es sind freiwillige Autorinnen und Autoren, die weltweit für das „freie Wissen“ schreiben. Im Grunde also ehrenamtlich Tätige. Dabei hätte der Gründer Jimmy Wales mit der Idee des „Online-Lexikons“ sehr reich werden können. Aber die Idee war ihm wichtiger: anfallende Kosten werden bis heute über Spenden gedeckt und das sind nicht wenige (bei fast 100 Millionen Dollar jährlich liegt der Aufwand inzwischen).

Wer schaut heute noch in einem Brockhaus nach? (Pflege eingestellt seit 2014). Junge Menschen wüssten vermutlich kaum noch, wie darin etwas zu finden wäre. Nur ein Beispiel dafür, wie Wikipedia unser Denken und Handeln beeinflusst hat.

Hier geht es zur Geburtstagsseite 20.wikipedia.de und die liefert auch gleich noch ein paar beeindruckende Zahlen zum Geburtstagskind: mehr als 55 Millionen Artikel weltweit, davon ca. 2.5 deutschsprachig, 1.000.000.000 Aufrufe allein für deutsch Artikel pro Monat, ca. 80.000 Mitglieder im Verein Wikipedia Deutschland…

Ein Thema von Betzenhausen ?

Aber warum machen wir den Geburtstag dieses globalen Unternehmens hier zum Thema? Ganz einfach, weil es bei Wikipedia auch so viel über unseren Stadtteil zu entdecken gibt!

Was wir noch anfügen möchten…

In unserem Land wird viel gelesen und geschrieben: vielleicht ist deshalb die deutsche Ausgabe von Wikipedia auch die viertgrößte der Welt. Doch leider sind auch bei uns nur ca. 10% der Schreibenden Frauen (wobei die Zahl geschätzt ist, da häufig mit Pseudonym geschrieben wird). Und dabei sucht Wikipedia schon lange intensiv nach weiblicher Verstärkung! Ein großes Ungleichgewicht gibt es leider auch in der geografischen Verteilung: die Autor*innen und Leser*innen stammen überwiegend aus den Industrie-Nationen der westlichen Welt.

Bei dieser Größe bleibt es nicht aus, dass auch mal Inhalte falsch sind. Überraschenderweise kam das aber bisher eher selten vor im Vergleich zur unglaublichen Menge an Themen, die behandelt werden. Und wenig auch im Vergleich zu dem, was sonst an „alternaiven Wahrheiten“ bewusst und unbewusst inzwischen in die Welt gesetzt wird. Das zeigt auch, wie wirksam inzwischen das interne Qualitätssystem bei Wikipedia geworden ist.

Doch diese Qualität hat auch ihren Preis bzw. bedeutet Aufwand, z.B. durch verpflichtende Quellenangaben, durch ein eingespieltes, gegenseitiges Korrektur-System und viele Regeln. Glaubwürdigkeit und Wahrheit als erklärte Ziele können sehr anstrengend sein für die Beteiligten einer Diskussion. Leider hat dieses Streben nach dieser Qualität auch einen weiteren Nachteil: in Ländern und Sprachen mit wenig niedergeschriebenen Quellen, ist auch Wikipedia weniger gut vertreten. Dort haben es auch die Wikipedia-Autor*innen schwerer (z.B. im gesamten Afrika). Fast schon zu erwarten: auch so manchem politischen System ist diese Informationsbreite und Qualität nicht geheuer (Wikipedia dort also gesperrt).

Fazit: Wikipedia ist sicher die größte Wissenssammlung, die je zusammengetragen wurde. Manche sprechen sogar von einem „Weltwunder“. Geschaffen fast ausschließlich in ehrenamtlicher Arbeit von einer Gemeinschaft, die überwiegend aus Nicht-Profis besteht (bisher haben sich über 3,5 Millionen Autor*innen registriert).

Die Redaktion

Die Gaskugel auf Baden TV

Vom 3. Aug. bis 15. Okt. 2020 ist die Ausstellung “Dark Side of the Moon” (Vier Entwürfe für die Kugel) im Stadtteiltreff geöffnet. Baden-TV berichtete am 7.8.2020 darüber. Dieser Fernsehbeitrag ist jetzt auch online verfügbar. Siehe  www.baden-tv-sued.com

Hintergrund:  Die Gaskugel im Freiburger Westen ist ein reizvolles Industriedenkmal. Seit ihrer Abschaltung ist nun eine Debatte um eine Umnutzung des Gebäudes und der dazugehörigen Umgebung am Ufer der Dreisam im Gange. Eine Ausstellung des “Arbeitskreises Gaskugel” und der Hochschule für Technik Stuttgart zeigt die Ideen von vier Architekturstudenten, die sie im Rahmen ihrer Masterabschlüsse entwickelten: Ronny Alber, Julian Kessler, Markus Kienzler und Lukas Tritschler. Kurator der Ausstellung ist Professor Harald Roser.

Im “Arbeitskreis Gaskugel” engagieren sich der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde, der Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde und die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild e.V. für den Erhalt und die Neunutzung der Gaskugel und des sie umgebenden Parks.

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.betzenhausen-bischofslinde.de/vier-entwuerfe-fuer-die-kugel/


Bereits Anfang 2020 hatte Baden-TV in einem Fernsehbeitrag über die Gaskugel berichtet. Der Sendebeitrag wurde am 21. Febr. ausgestrahlt und ist wahrscheinlich für drei Monate online verfügbar. Siehe www.baden-tv-sued.com.


Alle weiteren Hintergründe gibt es wie bisher schon in unserem Beitrag hier: www.betzenhausen-bischofslinde.de/gaskugel/


 

Die Gaskugel steht unter Denkmalschutz

Zum Jahresausklang gab es Anlass zur Freude: Das Landesamt für Denkmalpflege hat die stillgelegte Freiburger Gaskugel unter Denkmalschutz gestellt. Sie ist nun als Kulturdenkmal gemäß § 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG) anerkannt. Damit ist die Sorge, dass das Wahrzeichen des Freiburger Westens abgerissen werden könnte, vom Tisch.

Der Erhalt des 1964/65 erbauten Hochdruck-Kugelgasbehälters liegt fortan „aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse“, wie das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart mitteilte. In der Begründung werden die besondere Bauweise und die moderne Speichertechnik, aber auch der gute Erhaltungszustand gewürdigt:

[…] Für die Konstruktion des Freiburger Kugelgasbehälters wurde die Meridianaufteilung (Zoneneinteilung) gewählt, da man so beim Bau leichter die durch die Horizontalschnitte gegebenen Kreise nachmessen konnte. […] Gleichzeitig veranschaulicht er die modernere Form der Kugelgasbehälter, die aufgrund weiter entwickelter Schweißtechniken auf genietete Konstruktionen verzichteten. Er ist ein Dokument für die Geschichte der Energieversorgung der Stadt Freiburg in den 1960er Jahren, als man den Schritt vollzog, auf eine eigene Gasproduktion zu verzichten und sich dem Ferngasnetz anzuschließen.

Der Hochdruck-Kugelgasbehälter hat Zeugniswert für die Geschichte der Gasversorgung der Stadt Freiburg und allgemein für die Gasversorgung der 1960er Jahre — vielerorts haben die nicht mehr zeitgemäßen Hochdruck-Kugelgasbehälter ausgedient und werden bereits deutschlandweit abgebrochen. Das öffentliche Erhaltungsinteresse besteht zudem wegen seiner Originalität und Integrität, die sich in der guten Überlieferung des ursprünglichen Baubestandes zeigt, der im Laufe der Jahrzehnte sorgfältig instand gehalten wurde, ohne das ursprüngliche konstruktive und formale Konzept zu beeinträchtigen. Formalen Anspruch zeigt der Kugelgasbehälter nicht zuletzt durch die V-förmigen Doppelstützen.“

Offiziell verkündet wurde die Neuigkeit von OB Martin Horn beim Bürgergespräch am 16. Dezember im Bürgerhaus am Seepark, was ihm spontanen Applaus einbrachte. Mit dem Denkmalschutz ist ein wichtiges Etappenziel erreicht. Bis zu einer „sanften“, denkmalverträglichen Nutzung der Kugel und des dortigen Naturraums, wie sie das vom Arbeitskreis entwickelte Konzept vorsieht, ist es allerdings noch ein weiter Weg. Vor der Weihnachtspause haben wir einen entsprechenden Appell an knapp 80 Adressaten aus Politik und Verwaltung sowie an den Betreiber, die bnNETZE und die Badenova, gerichtet. Dr. Roland Weis, Pressesprecher der Badenova, bestätigte: „Wenn die Politik entsprechende Ziele verfolgt und planungsrechtlich möglich macht, ist bnNETZE bereit, Kugel mitsamt Grundstück zu veräußern.“ Wir sind guten Mutes!

Dr. Heike Piehler


Einen schönen Fernsehbeitrag von Baden TV zum aktuellen Stand der Gaskugel wurde am 21. Febr. 2020 ausgestrahlt; der Beitrag wird vermutlich 3 Monate online verfügbar sein.

Einen Bericht zum Denkmalschutz gibt es z.B. auch bei www.industrie-kultur.de.

Hintergründe zur Gaskugel in Betzenhausen haben wir hier zusammengestellt: Die Gaskugel hat ausgedient. Wie geht es weiter?

Weihnachtskonzert St. Thomas Kirche

Drei Chöre sorgten gemeinsam für Weihnachtsstimmung in der St. Thomas Kirche, Betzenhausen, am Sa. 14. Dezember, 17:00 Uhr

Im Rahmen der Stadt-Land Partnerschaft zwischen Betzenhausen-Bischofslinde und der Gemeinde Teningen hatte der Bürgerverein in die St. Thomas Kirche eingeladen.

Das Motto des Abends: Ein Stern geht auf – Lieder (nicht nur) zum Advent

Gleich drei Chöre hatten sich vorgenommen, gemeinsam einen besinnlichen und auch vergnüglichen Abend zu gestalten:

Die „Vokalisatoren“ sind ein weit über die lokalen Grenzen hinaus bekanntes A-capella-Männerdoppelquartett, das sich dem modernen, klassischen und auch ironischem Chorgesang verschrieben hat.

Unter Leitung von Katharina Roser war ein facettenreiches Programm geboten: heiter und doch auch besinnlich.

 

 

Der Chor „Kalinka“ aus Freiburg singt mit Begeisterung seit 15 Jahren russische Volkslieder, geistliche Literatur und Lieder von russischen Komponisten. Also stimmte der Chor einige russische Weihnachtslieder-Lieder an; Melodien für die Seele.

Hier waren gleich drei Generationen im Chor vertreten.

 

Der „Gemischte Chor Nimburg“ hat eine große Tradition; das Repertoire umfasst weltliche und geistliche Chorliteratur von überwiegend zeitgenössischen Komponisten. Er präsentierte überwiegend Lieder zur Weihnachtszeit in einem modernen Gewand.

Da Nadja Schell sowohl den Chor Kalinka, als auch den Gemischten Chor Nimburg leitet, konnten die Besetzungen und Aufführungen fließend ineinander übergehen.

Der Bürgerverein möchte sich ganz herzlich bei den vielen Besuchern bedanken.  Auch die Musiker waren begeistert und werden sicher wieder kommen. Das “Kleinod” St. Thomas Kirche“ war genau der richtige Rahmen für diesen vorweihnachtlichen Nachmittag.