Einladung zum Orchesterkonzert am 26.04.24

 

Das Kammerorchester Landwasser lädt zu seinem diesjährigen Orchesterkonzert ein. Am Freitag, den 26. April um 19:30 Uhr im Glashaus im Rieselfeld sowie am Sonntag, den 28. April um 17:00 im Gemeindesaal der Zachäusgemeinde in Landwasser.

Zur Eröffnung erklingt die Ouvertüre zur Oper „die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Die nachfolgenden Stücke haben zwar einen geringeren Bekannheitsgrad, was im Vergleich zu Mozarts Opern ja auch nicht verwundert. Es sind aber ebenfalls musikalische Meisterwerke der Romantik: Die Sammlung von Tänzen unter dem Titel „Masques et Bergamasques“ von Gabriel Fauré sowie die „Tschechische Suite“ von Anton Dvořák haben sehr seelenhafte Melodien und sind zu selten in den Orchester-Repertoires zu finden.

Wir freuen uns, Sie zu einem der Konzerttermine begrüßen zu dürfen. Der Eintritt ist, wie immer, frei.

P.S. Wenn Sie selbst ein Streichinstrument spielen, sind Sie bei uns herzlich willkommen. Es braucht nicht unbedingt professionelle Fähigkeiten, sondern vor allem Freude an der Musik”.

 

 

Film “Tun wir was dazu” in Betzenhausen

„Pazifisten, Widerständige, Visionäre – Freiburger*innen in Zeiten von Krieg und Frieden“; ein Film zu sehen in Betzenhausen am:

Die. 14. März 2023, 20:00 Uhr, Eintritt frei, Albertsaal, Sundgauallee 9.

Zum 900-jährigen Jubiläum der Stadt Freiburg haben elf Engagierte aus neun Freiburger Friedens-, Menschenrechts- und Umweltgruppen gemeinsam mit dem Filmemacher Stefan Ganter einen Film produziert, der in acht Kapiteln den Blick lenkt auf meist wenig bekannte oder vergessene Menschen, Orte und Geschichten in unserer Stadt. Und er stellt den Freiburger*innen in der heutigen Zeit zwischen Krieg und Frieden die Frage: „Und was tun wir dazu?“

Der Film begleitet zwei junge Leute auf ihrer Suche nach Spuren von Menschen in Freiburg, die sich in der Geschichte der Stadt für Gerechtigkeit und Frieden sowie für Freiheit oder den Schutz der Natur eingesetzt haben. Auf ihrem Weg durch Freiburg begegnen sie Pazifisten, Widerständigen und Visionären und fragen sich: Was hat diese Menschen motiviert, so zu handeln? Was ist aus ihnen geworden und welchen Preis haben sie für ihr Engagement womöglich bezahlt? Und: Gibt es solche Menschen auch heute noch?

Eine der Geschichten ist dem mutigen Stadtschreiber Franz Ferdinand Mayer gewidmet, der 1713 im Kugelhagel französischer Truppen die weiße Fahne schwenkt und dadurch die Stadt vor Plünderung und Zerstörung bewahrt. Auch die Kirche St. Albert, die kleine Bischofskreuz-Kapelle und vor allem der Betzenhauser Friede fehlen nicht im Film.

Anfang 2022 wurde der Film schon mit großem Erfolg im Kino Harmonie gezeigt; jetzt etwa ein Jahr nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine auch direkt hier in Betzenhausen.

Die Vorführung des Films ist eine Kooperation von Bildungswerk St. Albert, Matthäusgemeinde und Bürgerverein. Filmemacher Stefan Ganter und Mitglieder des Autor*innen-Teams werden anwesend sein und stehen auch für Gespräche zur Verfügung. Wir möchten ganz herzlich dazu einladen (Eintritt frei).

Ein Beitrag aus Bürgerblättle Febr./März 2023.


Sonstiges:

Mehr zur Veranstaltung siehe bei erwachsenenbildung-freiburg.de .

Mehr zum Film bei www.ganter-film.de. Dort zu finden ist als PDF insbesondere auch ein Flyer zum Film.

Hier zusätzlich ein SWR-Beitrag zur Filmpremiere 2022 unter www.swr.de/swraktuell.

 

Pontonbrücke im Seepark

Titelbild und Beitrag aus Bürgerblättle Febr./März 2023.


Der bisherige Winter 2022/23 war sehr kurz: aber für einige Tage hat es doch gereicht, um ein “Sahne-Hütchen” bzw. “Puderzuckerguss” auf die blauen Kugeln der Pontonbrücke im Seepark zu zaubern. Über diesen Schwimmsteg aus Zeiten der Landesgartenschau 1986 gibt es viel zu erzählen: Hier nur eine Zusammenfassung.

Haben Sie schon mal die Zahl der blauen Kugeln gezählt?

Es sind 28 und sie haben einen Durchmesser von 2,5 Metern. Über jeweils drei Rohre (unser Titelbild) stützen die Kugeln einzelne Brückenelemente, die gelenkig miteinander verbunden sind. Seile ankern zusätzlich die Brücke am Boden, damit sich die Rundung ergibt und auch erhalten bleibt. Die Planung der Brücke erfolgte zur LGS 1986 vom Architekten Jochen Schilling (Pfullendorf).

Klar ist: man “muss” einfach immer wieder darüber gehen und immer wieder gibt es neue Eindrücke. Natürlich auch abhängig von der Jahreszeit. In gewisser Weise ist es ja auch immer ein Spaziergang über das Wasser.

Heute wird man begleitet durch unzählige Liebesschlösser am Geländer, die es gefühlt schon sehr lange dort gibt. Aber so richtig kam dieser Trend erst vor etwa 15 Jahren aus Italien zu uns herüber: Bestseller-Romane machten es populär. Doch der Hype scheint allmählich etwas abzuflachen. Bei unserem Pontonsteg ist das Zusatzgewicht der Schlösser zumindest noch nicht kritisch wie bei anderen Brücken.

Ein Bild aus etwas älteren Zeiten: so hoch war der Schnee im Dezember 2022 dann doch nicht.

Am nördlichen Ende der Brücke war zur LGS eine drei Meter hohe Bronzestatue zu sehen, der sog. “Stelzengeher”: Ein Gastgeschenk der Partnerstadt Innsbruck.

Südlich endet die Brücke an einer künstlichen Insel: Sie wurde mit Material der Umgebung aufgeschüttet, denn insbesondere für die nahegelegene Wiese (heute ein sehr beliebter Treffpunkt im Sommer) musste man einiges vom ursprünglichen Ufer abtragen. Auf der Insel selbst steht eine sog. “Rotunde”, die von den Erschaffern bewusst offen gehalten wurde. Fenster und Tür sind nur symbolisch und sollen unterschiedliche Ausschnitte der umgebenden Landschaft zeigen.

In der kleinen, halbkreisförmigen Bucht auf der anderen Seite der Insel wurden zur LGS unterschiedliche Arten von Seerosen gepflanzt: Sie sind ja auch heute noch zu bewundern. Aber auch viele Seeschildkröten haben dort inzwischen ihr Zuhause gefunden: anfangs wohl ausgesetzt von Privat-Personen. Die Holzbrücke über diese Bucht ist leider schon mehrere Jahre aus Sicherheitsgründen gesperrt: im Herbst 2023 soll aber endlich was Neues entstehen.


Siehe auch weitere Infos in unserem Beitrag Seepark und Flückiger See .

Passend dazu auch unser Beitrag über Kunstwerke im öffentlichen Raum mit einigen Werken aus der Zeit der Landesgartenschau 1986.

Aktuelle Ausstellungen

 


Rückblick auf frühere Ausstellungen

Fuhrleute und Wetterhexen Ausstellung vom 1. Febr. – 21.Febr. 2023 in der Meckelhalle, Sparkasse Freiburg, KaJo.

Aus Alt macht Neu von Ursula Herms: Ausstellung im Stadtteiltreff (Januar – März 2023) Aus recycelten Materialien und Sammelgut von Strand und Natur schafft die Künstlerin Ursula Herms aus Betzenhausen neue Werke in Bild und Gestalt. Schauen Sie doch einfach mal vorbei und lassen sich von der Kreativität inspirieren!

Kunterbunt von Caro Grethler aus Betzenhausen: Ausstellung im Stadtteiltreff (Nov. 2022 – Jan. 2023) mit liebevollen Illustrationen und handgemachten Stempeln.

Evas Pflanzenpoesie: Ausstellung von Eva Ehret im Stadtteiltreff (Juni/Juli 2022). Beim Ecoprint werden Pflanzenblätter und -blüten gepresst und erhitzt und geben ihre natürlichen Farben und Formen an den Stoff bzw. das Papier ab. Wie beim natürlichen Wollefärben wird das Material vorher gebeizt.”

Fotografien zu heimischen Libellen: Im zentralen Ausstellungsraum bietet die Ökostation große Fotografien im A-2 Format an (Nov./Dez. 2021)

Ausstellung „Sehnsuchtsorte“: Malereien aus der heilpädagogischen Kunsttherapie des Refugiums (1. Okt. bis 30. Nov. 2021, Stadtteiltreff).

Fotoausstellung „Heimische Orchideen“: große Fotografien zu 24 heimischen Orchideen im A-2 Format (April – Juni 2021, Ökostation)

Fotoausstellung Thema „Wege“: Bilder von Helmut Schiemann (März – Sept. 2021 Stadtteiltreff)

„Tiere, Blumen und Maritimes“. Heike Ketzner, eine leidenschaftliche Hobbyfotografin aus dem Stadtteil, stellt ihre Naturmotive von unterwegs aus (Febr.- März 2021 Stadtteiltreff).

… und auf besondere Ereignisse sollte man auch mal ausführlicher zurückblicken:

Ausstellung “Dark Side of the Moon” (Aug.-Okt. 2020) mit Modellen und Plänen zur Gaskugel, die vier Architekturstudenten im Rahmen ihrer Masterarbeit erarbeitet haben.

Figurentheater Gregor Schwank: unter dem Titel “Magische Figuren und Fantasie-Welten” war im Sept. 2020 eine Ausstellung zu sehen, die es so noch nicht gegeben hat.

Eröffnung der Ausstellungsreihe Kunst im Stadtteil“  im Jahr 2016.

Für einen Besuch empfehlen möchten wir auch das Atelier in der StuSie, siehe unseren ausführlichen Beitrag zu 10 Jahre “Kunstatelier 50” in der StuSie .

CHORart: der sympathische Projektchor

Aktuelles (Sept. 2022): Gospelprojekt Joy of Gospel

Der Projektchor CHORart Freiburg sucht für sein nächstes Gospelprojekt Joy of Gospel noch Sängerinnen und Sänger in allen Stimmlagen. Aufführungen sind:

  • 11.12.2022 im Bürgerhaus Müllheim
  • 16.12.2022 in der Markuskirche Freiburg (vorauss. 20:00).

Musikalisch begleitet wird das Konzert von einer Gospelband und einer Solistin. Geprobt wird immer dienstags von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr im Bürgerhaus Seepark Freiburg. Vorsingen ist nicht notwendig.

Musikalische Leiterin von CHORart ist Beata Veres-Nonnenmacher. Kontakt: Hans-Jürgen Sobotta, Mobil: 01785852769, E-Mail sobottahj@gmail.com


Hintergrund: In einer lockeren Serie möchten wir Musik-Initiativen, -Vereine und -Projekte bei uns im Stadtteil Freiburg-Betzenhausen vorstellen (siehe unseren Beitrag Musik im Stadtteil). Der Projektchor „CHORart“ trägt dies sogar im Namen.

Die Anfänge von Chorart…

liegen im Jahr 2012, als der Vorstand des Gesangvereins „Liederkranz Freiburg-Betzenhausen/Bischofslinde e.V.“ und Dirigentin Beata Veres-Nonnenmacher beschlossen, im Stadtteil neue musikalische Wege zu gehen.

Seither hat CHORart (meistens im Jahresrhythmus) sehr unterschiedliche Programm erarbeitet und erfolgreich aufgeführt: im Stadtteil (Bürgerhaus, Kirche Heilige Familie etc.) aber auch in Badenweiler, Lörrach und Müllheim. Häufig begleitet durch erfahrene Bands und Tanzgruppen.

Als Dirigentin und Chorleiterin ist Beata Veres-Nonnenmacher seit über 30 Jahren in Betzenhausen aktiv. Ihr musikalisches Können, ihre Begeisterung für den Gesang und ihr Humor sind ideale Voraussetzung um die ca. 50 Sänger*innen des Projektchors immer wieder neu zu motivieren (auch für schwierige Stücke).

Ein kleiner Rückblick auf Projekte

  • Gospelmesse „Glory“ von Harry Schröder (Nov. 2012).
  • Hollywood meets Broadway“ (Jan. 2014), eine Reise durch fast 100 Jahre Musical- und Filmmusik.
  • „Something Latin“ (2015); temperamentvolle Lieder als Ausdruck amerikanischer Lebensfreude.
  • „Sing and Swing“ (Juni 2016) führte in die Welt des Swing.
  • Gospelmesse „Kyrie“ (Jan. 2018), ein Werk des Berliner Komponisten Stephan Zebe.

Neuere Chor-Projekte

Unterstützt vom Kulturamt reiste CHORart im Mai 2018 in Freiburgs Partnerstadt Padua. Nach Empfang im Rathaus plus Ehrenmedaille durfte der Chor sein Gospelprogramm im Teatro Excelsior präsentieren.

Musikalisches Highlight im Nov. 2018: die Mitwirkung beim Musical „Pop-Oratorium LUTHER“ von Michael Kunze und Dieter Falk, aufgeführt im Konzerthaus Freiburg und gewidmet dem 500. Reformations-Jubiläum.

Im Febr. 2020 dann „Tango Cantando“ mit Stücken von Astor Piazzolla: begleitet von einer temperamentvollen Band, Solo-Musikern und exzellentem Tanzpaar. Also alles für Lebensgefühl und Leidenschaft des Tango-Argentino.

Auch CHORart musste eine längere Corona-Pause einlegen und erst seit Anfang 2022 wird wieder geprobt. Ausgefallen sind durch diese Zeit aber auch einige Sänger*innen: folglich sah man beim Festival „Chorwärts – Freiburg singt“ (Juli 2022) nur eine kleinere Chorgemeinschaft. Aber der Anfang ist getan!

Nach den Sommerferien 2022 folgt mit „Joy of Gospel“ ein neues Gospel-Projekt mit Aufführungen im Dez.  2022. Nach dem Motto: „Singen macht glücklich und verbindet“.

Kontakt

Musikalische Leiterin von CHORart ist: Beata Veres- Nonnenmacher

Vorsitzender des Vereins: H.-J. Sobotta, Tel. 0178 5852769, sobottahj@gmail.com

Aktuelles Infos zum Chor gibt es auf Facebook unter www.facebook.com/chorart.freiburg

Anfragen zu Konzerten unter: 0761 / 61 25 91 48 oder per E-Mail: mail@chorart-freiburg.de


Rückblick auf Liederkranz Freiburg-Betzenhausen/Bischofslinde e.V

Wie gleich zu Beginn erwähnt, bildet dieser traditionelle Betzenhausener Verein die Grundlage für Chorart heute.

Gegründet wurde der Liederkranz schon 1924, damals als reiner Männer-Gesangsverein. Doch es gibt auch noch eine Vorgeschichte, denn es war wohl im Febr. 1883, als die gemeinsame Freude am Gesang einige Männer aus Lehen und Betzenhausen im Bierhäusle von Lehen zusammenführte. Ergebnis war die Gründung vom “Männergesangsvereins Lehen-Betzenhausen”. Nach vielen erfolgreichen Jahren dann 1924 der Entschluss zu mehr Eigenständigkeit mit getrennten Chören (in Lehen wurde es der Männergesangsvereins Lehen und den gibt es ja auch heute noch).

Der Name eines Dirigenten muss hier unbedingt erwähnt werden: Richard Kniehl übernahm diese Aufgabe schon im Jahr 1927 und 40 Jahre später (also 1967) war er immer noch dabei: für das Jubiläums-Fest im Juni wurde ein Festzelt für 1.200 Personen in den Hoffmannsmatten aufgebaut (etwa der Ort der heutigen Haltestelle Paduaallee).

Das spätere 50er-Jubiläum des Vereins gab es dann wie viele weitere Anlässe in der Bundschuhhalle in Leben. Runde Geburtstage wurden natürlich immer gefeiert. Erst recht der 75te Geburtstag im Jahr 1999 im Bürgerhaus am Seepark. Damals gab es auch im Bürgerblättle eine Sonderbeilage (PDF) mit Schwerpunkt auf die Geschichte.

Über Jahrzehnte war der Verein ein prägender Teil im Vereinsleben von Betzenhausen mit Auftritten bei vielen Veranstaltungen; natürlich auch beim großen Fest zu 1.000 Jahre Betzenhausen im Jahr 1973.

Schwer getroffen wurde natürlich auch der Liederkranz in den Kriegsjahren, insbesondere beim Fliegerangriff im Nov. 1944: Das vormalige Vereinslokal “Zur Krone” wurde zerstört und damit auch vieles vom Vereinsvermögen. Erst 1948 nahm der Verein seine Tätigkeit wieder auf, um gleich im Folgejahr auf 25 Jahre zurückzuschauen: das zugehörige Fest stand unter dem Motto “Das zerstörte Betzenhausen singt wieder”.

Im Jahr 1977 dann “Neugründung” als “Männer- und Frauenchor Liederkranz” (1998 geändert in “Gesangsverein Liederkranz Freiburg-Betzenhausen/Bischofslinde e.V.”).

Beeindruckend: auch die heutige Chorleiterin Beata Veres-Nonnenmacher ist schon seit 1990 dabei!

Kultur- und Geschichtskreis (KuGe)

Aktuelles: Kultur und Geschichte im Freiburger Westen – Eigene Ideen umsetzen? Einladung zur Gesprächsrunde am Freitag, 20. Jan. 2023 – 18.30 Uhr, Stadtteiltreff, Am Bischofskreuz 4.

Themen am Abend: Was ist KuGe? / Ideen zu Kultur und Geschichte / Programm für 2023.

Der Vorstand des KuGe freut sich, wenn Sie recht zahlreich kommen. Es gibt schon einige gute Ideen. Anmeldung gern bei Rolf Baiker (Tel. Nr. weiter unten).

Hintergrund: Der Kultur- und Geschichtskreis (KuGe) wird nächstes Jahr 25 Jahre alt – da gibt es etwas zu feiern. In dieser Zeit sind gute und wichtige Projekte in unserem Stadtteil durchgeführt worden: Feiern, Veranstaltungen, Vorträge und Exkursionen –und zwei Buchveröffentlichungen.

Welche Vorstellungen und Ideen haben die Menschen im Stadtteil, die sich für Kultur und Geschichte interessieren? Wie können wir den Verein wieder stärker beleben? Welche Ideen gibt es zu Kultur und Geschichte im Stadtteil? Wer kann selbst etwas anbieten zu Kultur und Geschichte?

Im Stadtteilmagazin „Bürgerblättle“ haben wir mit regelmäßigen Artikeln begonnen und möchten Sie zum Mitmachen motivieren (siehe Hefte Juni und August 2022). Auch beim Gaskugel-Projekt wollen wir weiter dabei bleiben. Das 2-tägige Fest bei der Gaskugel beim Denkmalstag im September war ein voller Erfolg.

Mehr Infos zum Verein auf www.kuge-freiburg.de oder nehmen Sie gern direkt Kontakt auf zu: Rolf.Baiker@web.de / Telefon 0761-89 26 33.

Nachfolgend einige Beiträge mit Aktivitäten des KuGe aus vergangenen Jahren


Aug. 2019: Vorstellung des Vereins im Bürgerblättle 257 Aug./Sept. 2019

Der Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde (KuGe)

Heute möchte ich den Kultur- und GeschichtsKreis Betzenhausen-Bischofslinde vorstellen. Vielen Geschichtsinteressierten unseres Stadtteils ist er schon lange bekannt. Aber für andere könnten diese Zeilen ein Anreiz sein, sich mehr für uns zu interessieren.

Vor mehr als 20 Jahren – genau gesagt im Jahre 1998 – entstand der Kultur und –GeschichtsKreis Betzenhausen-Bischofslinde als Ausgründung des Bürgervereins. Was war damals geschehen?

Dr. Franz Flamm, der bekannte Erforscher unserer Lokalgeschichte, wollte damals sein umfangreiches Archiv dem Bürgerverein anvertrauen. Um seine Arbeit weiterzuführen und auszuweiten und darüber hinaus eigene Akzente zu setzen, gründeten Dr. Thomas Hammerich und Nicolai Bischler den KuGe (Kurzform für den Kultur- und GeschichtsKreis). Eine äußerst produktive Phase seiner Kerngruppe von etwa 4-6 Personen nahm damit ihren Anfang. Die Gesamt-Mitgliederzahl wuchs bis auf ungefähr 40 Personen an. Und die folgenden Highlights wurden während 15 Jahren den Mitgliedern und anderen Interessierten geboten:

  • 1999-2000: der Feier-Zyklus zum 700-jährigen Frieden vom Bischofskreuz mit Verpflanzung des Bischofkreuz-Originals in die St. Albertkirche, Vorträgen, einem ökumenischen Gottesdienst und der Veröffentlichung einer Festschrift.
  • 2004: Ausstellung und Buch über die fast völlige Zerstörung Betzenhausens durch die Bombardierung im Jahre 1944.
  • 2008: Festakt, Ausstellung und Veröffentlichung eines Buches aus Anlass “100 Jahre Betzenhausen bei Freiburg 1908-2008” (Jubiläum der Eingemeindung Betzenhausens zu Freiburg).
  • 2013: ein Festzyklus gemeinsam mit Lehen anlässlich der 500-jährigen Wiederkehr des Bundschuh-Aufstandes

Daneben gab es viele Exkursionen: beispielsweise zur Burg Liechtenberg (Elsass), nach Villingen zur  Sonderausstellung 1000 Jahre Marktrecht, nach Schussenried zur Landesausstellung mit dem Schwerpunkt Säkularisierung und Reichsdeputationshauptschluß von 1803 oder nach Vörstetten ins Alemannenmuseum und nach Konstanz zur Konzilsausstellung. Natürlich hat der KuGe auch eine Anzahl Sonderführungen in Freiburg besucht. Darunter waren ein Stadtrundgang mit dem Thema Freiburg im Nationalsozialismus 2016 und der Besuch der dazugehörigen Ausstellung im Jahr 2017 um nur 2 besonders eindrucksvolle Führungen zu nennen.

Dieser kurze Abriss lässt erahnen, mit wie viel Freude und Herzblut der „harte“ Kern des Kultur- und GeschichtsKreises in den letzten 2 Jahrzehnten nicht nur die Lokalgeschichte vielen Menschen zugänglich machte.

Brigitte Hammerich


Ergänzend noch ein Hinweis auf die Beitrags-Serie “Als wär’s gestern gewesen” in der Badischen Zeitung zum 500-Jahre-Jubiläum des Bundschuh-Bauernaufstands um Rädelsführer Jos Fritz (2013). In dieser Serie berichtete die BZ im Stile von heute über Gegenbenheiten mit geschichtlichem Hintergrund: Als Beispiel hier der Beitrag Eine große Razzia in Freiburgs Umland, Untertitel “Pläne für einen Bauernaufstand in Betzenhausen und Lehen aufgedeckt” (ggf. mit eingeschränktem Zugriff).


Übergabe Forschungswerk von Dr. Franz Flamm an den KuGe (1998)

Ein Beitrag aus Bürgerblättle 145 (Juni 1998) zur Übergabe der Sammlung von Dr. Franz Flamm an den KuGe

Franz Flamm übergibt sein Werk an den Kultur- und Geschichtskreis: Festlicher Akt aufgeschichtsträchtigem Boden

Zu einem ersten Höhepunkt für den wenige Monate bestehenden “Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen- Bischofslinde” wurde der kleine Festakt anläßlich der Übergabe des gesamten Forschungswerkes von Franz Flamm an Thomas Hammerich, den Vorsitzenden des Vereins in dem nach Albert dem Großen benannten Saal des Gemeindezentrums St. Albert in Bischofslinde. Auch dieser Gelehrte des Mittelalters stand im Mittelpunkt des Werkes von Franz Flamm. Die schlichte Feier, an der viele interessierte Bürgerinnen und Bürger, auch aus Alt- Betzenhausen, teilnahmen, wurde durch das Jugendorchester St. Albert unter der Leitung von Gabriele Kling musikalisch umrahmt.

Thomas Hammerich erinnerte in seinen Grußworten, sie galten ganz besonders dem inzwischen weit über 90 Jahre alten Ehrengast Franz Flamm, an den geschichtsträchtigen Boden im Raum Betzenhausen und dem in den sechziger Jahren rund um das alte Bischofskreuz entstandenen neuen Stadtteil Bischofslinde. Mit der wesentlichste Grund für die Entstehung des Kultur- und Geschichtskreises, so meinte Thomas Hammerich, sei die Würdigung, Bewahrung und Drucklegung des gesamten Werkes von Franz Flamm für die Zukunft, ebenso aber auch die Weiterführung sowie die Aufnahme gegenwärtigen Geschehens für die Nachwelt. Neben den Werken über die Sozialarbeit in ganz Deutschland in Anlehnung an die aktive Zeit von Franz Flamm als Leiter des Sozial- und Jugendamtes seien, so meinte Hammerich, stellvertretend die Veröffentlichungen aus neuerer Zeit wie der Kunstführer von St. Albert, das Werk über Albert den Großen, den Frieden vom Bischofskreuz oder die zahlreichen noch nicht zusammengefaßten Manuskripte über die Geschichte von Betzenhausen in enger Verbindung zur Stadt Freiburg genannt.

Der neugebildete Kreis sei für alle Interessierten offen, er lade zur Mitarbeit ein.

Franz Flamm, ein stets Suchender

Seit mehr als 20 Jahren widmet sich Franz Flamm mit wissenschaftlicher Genauigkeit dem Freiburger Westen, ganz besonders aber der Geschichte von Betzenhausen, stets aber im Kontext mit den Verflechtungen zur Stadt Freiburg.

Ausgehend von der Schenkungsurkunde Otto II. im Jahre 972, wonach Bezenhusa an das Kloster Einsiedeln kam, schilderte Franz Flamm beim Festakt seinen Hörern anhand markanter Urkunden und Bilder einige tiefgreifende historische Ereignisse, die für Betzenhausen, seine Bewohner, Fluren und Gewässer von großer Bedeutung waren. Er konnte dabei in erstaunlicher Frische stets aus dem Füllhorn seines reichen Wissens schöpfen. Er erwähnte auch die Menschlichkeitsklausel in dieser Schenkungsurkunde, die später nie mehr übernommen wurde und für das Wohl der Menschen doch so wichtig gewesen wäre. Mit Land und Leuten kaufte Freiburg 1381 das Dorf Bezenhusa, die Bewohner gingen in die Leibeigenschaft über. Der Kontaverplan von 1683 zeigte neben der gesamten Gemarkung auch das damalige Betzenhausen und Lehen mit dem Mittelweg, der damals wichtigsten Verbindung zur Stadt. 145 Grenzsteine, so sagte Franz Flamm, seien in diesem Plan eingezeichnet. Sehr interessant wußte der Redner auch die Hirten- und Weideordnung von 1457 zu schildern, die der Stadt alle, dem “Bur” hingegen kaum Rechte einräumte. Eng verbunden war die Geschichte von Betzenhausen und Lehen, so sagte Franz Flamm, zur Zeit des Bauernaufstands im Bundschuh mit den harten Folgen für die Aufständischen. Auch in den darauffolgenden Jahrhunderten sei es zu großen Schlachten auf der Betzenhausener Gemarkung gekommen, Tausende mußten ihr Leben lassen, Verwüstung und Not waren die Folgen.

Doch zu den von Franz Flamm an den Kultur- und Geschichtskreis übergebenen Werken gehören auch zwei Bände der Stadtgeschichte vom Bischofskreuz mit dem so bedeutungsvollen Frieden von Bischofslinden. Auch das hiesige Internierungslager ab 1945 wurde von Franz Flamm ebenso wie das spätere Flüchtlingsdurchgangslager genau erforscht und nachgezeichnet. Etwa 30 000 Heimatvertriebene sind durch dieses Lager gegangen. Heute, so meinte Franz Flamm abschließend, wohnen auf der einstigen Gemarkung von Betzenhausen rund 20 000 Menschen. Mit sehr herzlich gehaltenen Dankesworten nahm Thomas Hammerich das Gesamtwerk von Franz Flamm unter großem Beifall der Besucher in die Obhut des Kultur- und Geschichtskreises auf.

Harald Albiker


Zur Person Dr. Franz Flamm (1905 – 2003)

Dr. Flamm war viele Jahre Leiter des Freiburger Sozial- und Jugendamtes (früherWohlfahrtsamt). Er war ausserdem bekannt durch eine Vielzahl an Veröffentlichungen insbesondere zur sozialer Gerechtigkeit. Dafür und für seine berufliche Tätigkeit erhielt er Auszeichnungen von unterschiedlichen Organisationen (u.a. Verdienstorden der Bundesrepublik).

Mit Aufbau des neuen Bezirks Betzenhausen-Bischofslinde in den 1960-er Jahren fand Dr. Flamm seine persönliche Heimat hier in Betzenhausen und begann, nach den geschichtlichen Hintergründen seiner Heimat zu forschen: z.B. zur Geschichte vom Bischofskreuz in seiner unmittelbaren Nähe, aber auch weiter gefasst über die ehemaligen Dörfer im Freiburger Westen von ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. Veröffentlicht wurden daraus eine Reihe von heimatkundlichen Werken, die später in den Besitz des Kultur- und Geschichtskreises von Betzenhausen gingen: Dort wurde er 2001 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Hier der Nachruf auf Franz Flamm (verstorben 2003) in der Badischen Zeitung: Ein Diener der Schwachen (evtl. mit eingeschränktem Zugriff).

Pavillon im Seepark (Tempelchen)

Der Pavillon, auch als Tempelchen bezeichnet, wurde entworfen von Star-Architekt Prof. Robert Krier (“Rob Krier”, Luxemburg, 1986, siehe www.robkrier.de)

Kuppel, Säulen und Rundbögen hinterlassen einen historischen und fast romantischen Eindruck: Also ein wenig Belvedere im Seepark (Rob Krier nannte es wohl “garden pavilion”). Über dem Gewölbe im unteren Bereich befindet sich ein Kuppelraum; eine Rundtreppe führt außen dort hinauf.

Das Tempelchen ist sicher eines der beliebtesten Objekte im Seepark, vor allem auch als Foto-Motiv: von hier aus bietet sich ein schöner Blick auf den See bzw. das Ufer zur Seebühne. Vor einigen Jahren war es ziemlich vermalt, verkritzelt und zugemüllt: deshalb initiierte der Bürgerverein 2014 eine Aktion zur Säuberung und Entfernung der Malereien.

Der Architekt und Stadtplaner Rob Krier wurde 1938 in Luxemburg geboren, er war über 20 Jahre als Dozent an der TU Wien tätig und gilt als scharfer Kritiker “moderner” Architektur. Rob Krier betreute städtebauliche Projekte in ganz Europa, aber vor allem in den Niederlanden. Seit 1997 ist er Ehrenmitglied im Bund Deutscher Architekten (siehe Wikipedia-Eintrag). Schwerpunkt seiner Arbeit war die städtebauliche Wiederherstellung urbaner Strukturen, wobei er nach Anknüpfungen an historische Vorbilder suchte (mit einer Vielzahl an Publikationen dazu).

Nebenbei ist Rob Krier auch als  Bildhauer tätig und realisiert vor allem  Skulpturen für öffentlichen Raum, die in ganz Europa zu finden sind. Seine Verbindung zu historischen Hintergründen spiegelt sich ja auch im Tempelchen wieder. Insofern steht dieses kleine Bauwerk auch beispielhaft für seine Vorstellung von einer Verbindung aus alt und neu: dieser Grundgedanke hätte wohl auch so manch anderer Gestaltungs-Idee in der Architektur der letzten Jahre gut getan.


Ausstellungskatalog zur Landesgartenschau 1986

Über den Pavillon gäbe es noch viel zu berichten. Glücklicherweise wurde das Bauwerk auch schon im Ausstellungskatalog ausführlich als “Tempelchen” beschrieben. Wir zitieren:

Skizze aus dem Ausstellungskatalog zur LGS 1986

Dieses kleine Belvedere des Wiener Professors Rob. Krier schiebt sich auf einer künstlichen Halbinsel in den See. Von seiner oberen Terrasse aus kann man die Wasserbuchten gut überblicken.

Der Pavillon wächst aus einer ihn umfassenden Treppenanlage hervor, die Stufen führen weiter in den unteren Gewölberaum hinauf. Das leicht aus der Mitte gerückte Gewölbe wird an von einem dicht gestellten Stürzenbündel aufgefangen.

Der Raum verengt sich grottenartig zum Gewölbeauge hin. Ein Statuenpaar wird dort von einem spärlichen Lichtbündel fahl beleuchtet. Die Figuren kauern zwischen den sie einsperrenden Säulen und blicken suchend zum Licht hinauf. Wasser tropft von einem Gitterrost auf die Skulpturen und in ein Wasserbecken, in dem sie stehen. Das Aufklatschen der Tropfen und die herrschende Feuchtigkeit steigern diese Höhlenatmosphäre. Das überlaufende Wasser fließt in einer zart gemeisselten Rinne über die Stufen in den See.

Die Treppe zum oberen Kuppelraum schmiegt sich asymmetrisch um den achtgeteilten Zentralbau, dessen Basis massiv gestaltet ist, und der sich nach oben skelettartig auflöst. Das Achteck ist im ersten Obergeschoß durch kräftige, runde Säulen betont, die von sechzehn zarten Stützen überlagert werden. Aus ihrer Stellung ergibt sich die sechzehnteilige Kuppel mit ihrem zentralen Oberlicht.

Von den Materialien her war der Sockel schwer und massiv aus Mauerwerk geplant, die Kuppel und die sie tragenden Säulen leicht und somit aus Holz. Entgegen allen Erwartungen und die wirtschaftliche Vernunft lagen die Angebote der Maurer und Zimmerleute weit über dem vorgesehenen Budget. Nur die Betonbauer konnten den Preis garantieren. Nun wird der Pavillon wie aus einem Guß als Monolith in rotgefärbtem Beton hergestellt.


Werkstoff Beton?

Unser historisch angehauchte Pavillon ist aus Beton gefertigt (Firma Dr. Armbruster Bau): das erscheint überraschend und vor allem ein Widerspruch zu sein, gilt doch Beton als der moderne Baustoff schlechthin. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: schon die alten Griechen bzw. die Phönizier hatten den Beton erfunden. Die Römer konnten ihre Beton-Varianten auf fast geniale Weise optimieren (z.B. durch Verwendung von Vulkan-Asche). Aus dem römischen Beton sind viele Gebäude, die wir heute bewundern: auch das Kolosseum in Rom gehört dazu und das ist nach mehr als 2.000 Jahren ja immer noch ganz sehenswert (in einer ZDF Doku zu Superbeton ist erklärt, was das Koloseums so haltbar gemacht hat).

Dagegen scheint das Haltbarkeitsdatum mancher Architektur und Baukunst der Moderne eher bescheiden…

Nach diesem Ausflug in die Baustoffgeschichte empfiehlt sich wohl wieder eine bekannte Werbebotschaft: „Es kommt drauf an, was man draus macht“.


Direkt vor dem Tempelchen hatte zur Landesgartenschau ein Schiffsmodellbauclub seinen Boots-Hafen.

Bei der Gelegenheit auch noch ein Hinweis auf unseren Beitrag Kunstwerke im öffentlichen Raum mit einer Reihe von anderen Dingen, die im Seepark zu finden sind.


 

Bücherei Hl. Familie

Aktuelles (Okt. 2022)

Auch in diesem Jahr wieder: Der große Bücherflohmarkt. 14. Oktober 2022, 16:00 – 20:00 Uhr, Großer Saal im Pfarrgemeindehaus Hl. Familie , Hofackerstr. 29.

Buch-Spenden für den Flohmarkt sind noch bis zum 14.10. willkommen (abzugeben 10-12 Uhr). Der Erlös des Flohmarktes wird wir zum Erwerb neuer Medien verwendet!

Hintergrund

In unserem Stadtteil Freiburg-Betzenhausen gibt es keine eigene Bücherei. Aber in unmittelbarer Nachbarschaft im Stadtteil Mooswald befindet sich die Bücherei Hl. Familie, die wir hier kurz vorstellen wollen (darüber hinaus ist im Mooswald bei den Wentzinger-Schulen zusätzlich die Stadtteilbibliothek Mooswald zu finden).


Kontaktdaten zur Bücherei Hl. Familie: Hofackerstr. 29 (UG), 79110 Freiburg, Tel 0761 / 809 321

Die Bücherei ist z.Z. an drei Tagen in der Woche geöffnet (Öffnungszeiten und alles Weitere siehe WebSeite der Bücherei).

Die Bücherei ist im Untergeschoß, hat aber barrierefreien Zugang über Aufzug. Die Ausleihe ist üblicherweise kostenlos für Dauer von 4 Wochen.

Zur Auswahl stehen neben Büchern auch Hörbücher und Zeitschriften, insbesondere auch Lesestoff für Kinder (auch z.B. Brettspiele). Der ganze Bestand ist  online verzeichnet unter www.bibkat.de/koeb-heilige-familie-freiburg (mit Infos über Verfügbarkeit und Möglichkeit für Recherchen).

Im Laufe der Jahre gibt es unterschiedliche Veranstaltungen wie Literarischer Abend und insbesondere ein großer jährlicher Bücherflohmarkt im Herbst.

In unserem Stadtteilmagazin Bürgerblättle berichten wir regelmäßig über Neuerungen im Angebot und aktuelle Veranstaltungen.

 

Orchestergemeinschaft Seepark

Aktuelles: Einladung zum Gala-Konzert am 10.12.2022 im Bürgerhaus, 19:30Uhr.

Kennen Sie „moderne Blasmusik“? Was stellen Sie sich vor, wenn jemand davon spricht? Sicher nicht das, was Sie von uns zu hören bekommen in einem spannenden Gala-Konzert am Sa. 10. Dezember 2022 um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Seepark.

In Form eines Doppelkonzertes werden die Trachtenkapelle Münstertal und die Orchestergemeinschaft Seepark echte „moderne Blasmusik“ auf die Bühne bringen. Das sind Werke die von Komponisten original für die Besetzung eines „sinfonischen Blasorchesters“ komponiert oder arrangiert wurden. Also eine „Blasmusik“, die so umfangreich und groß besetzt ist, dass man dann von einem „Blasorchester“ spricht. Und „sinfonisch“, weil es in der Besetzung auch Platz hat für „Kontrabass“, für „Klavier“, für „Harfe“, für „Oboe, Englischhorn, Fagott“ und viele weitere Instrumente mehr, die man in einer „traditionellen Blasmusik“ nicht finden würde. Das Programm verspricht ein spannender und mitreißender Abend voll Musik zu werden. Denn endlich heißt es wieder „Vorhang auf“ im Bürgerhaus am Seepark für die über 90 aktiven Musikerinnen und Musiker.

Zur Einstimmung auf das Konzert sind Sie ab 18.30 Uhr zum Sektempfang eingeladen.

Sichern Sie sich frühzeitig Ihre Eintrittskarten unter: E-Mail: info@orchestergemeinschaft.de oder Telefon: 0761 – 8 58 97 (Michael Kott) oder bei allen aktiven Musikern der Orchestergemeinschaft Seepark (Preise: Ermäßigt: 9,- EUR, Vorverkauf: 12,- EUR, Abendkasse: 14,- EUR, Eintrittspreis inkl. Sektempfang).

Michael Kott (Orchestergemeinschaft)


Hintergründe zur Orchestergemeinschaft

Im Januar 2001 war es grosser Schritt, als beim Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde ein neuer Dirigent gesucht werden musste: die Gründung der “Orchestergemeinschaft Seepark”  als gemeinsames Projektorchester zusammen mit dem Musikverein Freiburg-Mooswald e.V. Ein wenig nach der Devise: “zusammen sind wir stark”. Aus zwei eher kleinen Orchestern sollte etwas größeres werden und das ist ganz sicher gelungen. Die Orchestergemeinschaft spielt anspruchsvolle sinfonische Blasmusik  und hat sich ein vielfältigen Repertoire zugegelegt, das von klassischen Werken über Filmmusik und Musicals bis zu Swing und Pop-Hits führt.

Die Orchestergemeinschaft besteht aus einem Hauptorchester (über 60 Mitwirkende) und einem Jugendorchester (ca. 30 junge Musikern). Die eigene Musikschule organisiert eine musikalische Ausbildung für Kinder und Erwachsene; sowohl neu Neu- als auch Wiedereinsteiger sind gern gesehen (für alle Instrumente eines sinfonisches Blasorchesters).

Die Orchestergemeinschaft ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und hat u.a. bemerkenswerte Veranstaltungen organisiert. Auftritte gibt es mehrfach im Jahr, vor allem natürlich im Bürgerhaus am Seepark oder auf der Freiluftbühne. Es gab eine Reihe von Gala-Konzerten, diverse Gemeinschaftskonzerte mit anderen Musikvereinen, Benefiz-Konzerte, z.B. für die Renovierung der St. Thomas Kirche, und auch die musikalische Weinverkostung „Vino Musica“ (siehe ausführliche Liste hier).

Seit der Gründung 2001 ist Michael Schönstein Dirigent und musikalischer Leiter des Orchesters. Über Themen des Vereins berichtet seit 2005 einmal im Quartal die eigene Vereinszeitschift “Seepark aktuell“. Auch im Bürgerblättle ist die Orchestergemeinschaft regelmäßig mit Beiträgen vertreten.

Auch nach Gründung der Orchestergemeinschaft blieben im Hintergrund beide Gründungsvereine als organisatorische Einheiten bestehen. Vereinsvorsitzender war über mehr viele Jahre Mathias Gutsche. Seit 2020 gibt es für beide Vereine ein gemeinsames Vorstandsquartett, aufgeteilt nach den Verantwortungsbereichen „Musik & Orchester“, „Jugend & Ausbildung“, „Finanzen & Öffentlichkeit“ sowie „Orga & Events“.


Jubiläumsjahr 2021: 20 Jahre Orchestergemeinschaft Seepark

Leider hat Corona in diesem Jubiläumsjahr 2021 nur wenig Veranstaltungen erlaubt. Und doch gab es zwei Highlights, die wir hier nachträglich noch erinnern wollen:

10. April 2021: „Vino Musica Digitale“: Musik, Wein & mehr – Eine Online-Veranstaltung zur Eröffnung des Jubiläumsjahres.

11.Dez. 2021: Jubiläums-Konzert zu “20 Jahre Orchestergemeinschaft Seepark” im Bürgerhaus Seepark nach dem Motto „Zurück in die Zukunft”. „Back to the Future“ ist nicht nur der Name der Science-Fiction-Film-Trilogie, es war auch das passendes Motto zur Geschichte und aktuellen Situation der Orchestergemeinschaft.

Siehe auch vorherige Ankündigung auf www.orchesterschule-freiburg.de.

Im Juli 2022 dann zusätzlich ein besonderer Erfolg: Die Orchestergemeinschaft holt Gold beim World Music Contest (WMC) in Kerkrade (NL); auch dazu ein ausführlicher Bericht auf www.orchesterschule-freiburg.de. Wir gratulieren ganz herzlich!


Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde: etwas zur Geschichte

25 jahre Musikverein Betzenhausen-Lehen

Alte Unterlagen zeigen, dass schon ab ca. 1888 eine Dorfkapelle Betzenhausen exitierte und für gute Stimmung sorgte: in Betzenhausen, aber natürlich auch im nahen Lehen (etwa 10 Musiker dürften es gewesen sein). Daraus entstand 1906 der “Musikverein Betzenhausen-Lehen”: ein schönes Foto gibt es vom  25-er Jubiläum im Jahre 1931. Mit den Wirren des 2. Weltkriegs ging der Verein unter und Betzenhausen blieb lange ohne eigene Kapelle.

Im Jahre 1985 ergriff endlich der damalige Vorsitzende des Bürgervereins – Willy Kapp – die Initiative, um die Tradition einer Blaskapelle wieder aufleben zu lassen. Aufrufe in der Badischen Zeitung und natürlich im Bürgerblättle führten zum Erfolg: etwa 10 Musiker fanden sich zusammen und mit Werner Hirth wurde ein erster Dirigent gefunden. Geprobt wurde zunächst im damaligen Haus der Vereine in der Ricarda-Huch-Str., das auch gerade in dieser Zeit eröffnet werden konnte.

Die offizielle Gründung erfolgt als “Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V.” im März 1986. Erste Vorsitzende wurde Monika Karczewski (und sie blieb es für fast 20 Jahre); Werner Hirth wurde als Dirigent bestätigt.

Schon im Jahr der Gründung gab es erste Auftritte der Kapelle bei Einweihung des Betzenhauser Stegs über den Autobahnzubringer Mitte nach Weingarten und auf der Landesgartenschau (im Mai bzw. Juni 1986). Von Anfang an legte man Wert auf eine gute Ausbildung: so waren Ende 1986 neben den 15 aktiven Musikern auch schon 12 Auszubildende dabei. In den nachfolgenden Jahren folgten regelmäßig Auftritte bei Festen in Betzenhausen, den Nachbarstadtteilen oder dem Weinfest in Freiburg. Als besonderes Ereignis sei noch die 850-Jahres-Feier von Lehen im Jahr 1989 erwähnt. Schon ab 1986 folgten regelmäßige Jahreskonzerte im Bürgerhaus am Seepark; dazu noch regelmäßig das eigene Sommerfest im Hof der Gerhard-Hauptmann-Schule: häufig auch zusammen mit Partner-Orchestern.

Im Januar 2001 dann der nächste grosse Schritt, als ohnehin ein neuer Dirigent gesucht werden musste: die Gründung der Orchestergemeinschaft Seepark als Projektorchester gemeinsam mit dem Musikverein Freiburg-Mooswald e.V.

Wie geht es weiter mit der Gaskugel?

Aktuelles (Sept. 2022): Die Gaskugel beim bundesweiten “Tag des offenen Denkmals”

Am 11. Sept. war die Gaskugel erstmal dabei mit Info-Tag und einem kleinen Hock am Abend davor. Viele hundert Besucher sind gekommen und glücklicherweise hatten wir am Sonntag auch passendes, sommerlichers Wetter: so wurde es fast schon ein kleines Gaskugel-Fest. Siehe unser Bericht zum Tag des offenen Denkmals. Auch die BZ berichtete ausführlich darüber unter der Überschrift Die Gaskugel hat viele Fans (ggf. mit eingeschränktem Zugriff).

Wir hoffen, das lässt sich im nächsten Jahr wiederholen und wir hoffen auch, dass wir dann auch die Unterstützung der Badenova haben, damit ggf. auch Grundstück bzw. die Gaskugel offen werden (danach haben jetzt schon viele Besucher:innen gefragt). Damit es ein „Tag des offenen Denkmals“ wird im eigentlichen Sinne des Wortes.

Ab jetzt besteht auch die Möglichkeit, Kugel-Pate zu werden. Alles Weitere auf der Seite des Gaskugel-Projektes: Jetzt KUGEL-Pate werden!


Zusammenfassung mit aktuellem Stand

Die Gaskugel in Betzenhausen

Die Gaskugel in Betzenhausen ist ein Erkennungszeichen für unseren Stadtteil aber auch für ganz Freiburg und sie ist seit Juli 2019 ausser Betrieb; eine Projektgruppe erarbeitet ein Konzept für die weitere Nutzung.

Im Laufe des Jahres 2022 wird die Stadtverwaltung in Abstimmungen mit der Badenova gehen bzgl. Gaskugel. Parallel dazu sollen Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie „Dreisam-Revitalisierung“ vorliegen: ggf. wäre die Gaskugel in ein attraktives Naherholungsangebot eingebunden, das im Zusammenhang mit dem neuen Stadtteil Dietenbach geplant ist.

Seit Sept. 2020 ist die Arbeitsgruppe zur Erhaltung der Gaskugel unter einer eigenen Web-Adresse zu finden; siehe www.gaskugel-freiburg.de. Dort führen Links zahlreichen Presse- und TV-Beiträgen sowie Meldungen in chronologischem Blog. Es gibt inzwischen vielfältige Unterstützung für das Projekt: zu nennen ist vor allem das große Netzwerk von Partner-Institutionen und Expertinnen und Experten. Auch überregional wird das Projekt wahrgenommen, das zeigt z.B. die Unterstützung der Ingenieurkammer BW, der Denkmalstiftung BW und die inzwischen 8 Hochschul-Kooperationen. In der Zeitschrift Industriekultur (Ausgabe 4.2021) erschien ein Beitrag; dem folgte eine Einladung zum TICCIH-/AIPAI-Kongress in Rom im Juni 2022.

Die Arbeitsgruppe selbst hat zusammen mit Herrn Dipl. Ing. Richard Funk (ehemaligen Technischen Vorstand der FEW) die spannende Geschichte der Freiburger Gas-Nutzung aufgearbeitet und in einem Buch zusammengefasst(seit Juli 2021 erhältlich). Siehe Beitrag in unserem Stadtteil-Magazin, Ausgabe 267 (Juni 2021).

Die Stiftung BauKulturerbe gGmbH in Freiburg hat Interesse, die Gaskugel zu übernehmen. Eine entsprechende Anfrage liegt inzwischen bei der Badenova (bzw. bnNETZE) und der Stadt Freiburg. Erklärtes Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist es, historische Gebäude und die besonders schützens- und erhaltenswerte Bausubstanz in Freiburg und darüber hinaus zu bewahren.

Das Landesamt für Denkmalpflege hatte Ende 2019 das Industriewahrzeichen von Freiburg und Betzenhausen unter Denkmalschutz gestellt (verkündet von Martin Horn bei “OB vor Ort” im Bürgerhaus am Seepark). Das war eine wichtige Weichenstellung. Vorher – im Juli 2019 – wurde die Gaskugel außer Betrieb genommen; Hier gibt es Hintergründe zur Geschichte der Gaskugel.

Ein Arbeitskreis für das Wahrzeichen von Freiburg und Betzenhausen

Schon im August 2019, also kurz nach Betriebsende, hat sich in Betzenhausen eine Initiative gegründet, die sich für den Erhalt der Gaskugel als Wahrzeichen des Freiburger Westens einsetzt. Beteiligt sind der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V., der Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild e.V.

„Wir wollen die Gaskugel als Industriedenkmal erhalten, sie aber nicht einfach leer stehen lassen, sondern neu nutzen“, sagt die Vorsitzende des Bürgervereins, Beate Diezemann. Die drei Institutionen haben im Arbeitskreis ein „sanftes“ Nutzungskonzept entwickelt. Es sieht vor, dass die Gaskugel als solche erhalten bleibt, ebenso der Park mit dem alten Baumbestand. „Wir wünschen uns hier einen lebendigen Treffpunkt für alle Freiburger/innen, mit einem Gartencafé, das an die Kugel angedockt werden könnte.“ Ein solcher Treffpunkt fehlt bislang im Freiburger Westen, obwohl die Gaskugel inmitten des beliebten Naherholungsgebietes an der Dreisam und gegenüber dem Dietenbachsee liegt. Hier führen gleich drei überregionale Radwege vorbei.

Dr. Heike Piehler, Projektleiterin

Die Arbeitsgemeinschaft wünscht sich ein niedrigschwelliges und familienfreundliches Gartencafé, das zur Dreisam hin ausgerichtet ist und v. a. Spaziergänger/innen und Fahrradfahrer/innen anlocken soll. Schließlich befindet sich die Gaskugel an der Schnittstelle von vier Stadtteilen und ist von diesen fußläufig zu erreichen: Sie steht im Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde, grenzt im Norden an Lehen, im Westen an Rieselfeld bzw. den neuen Stadtteil Dietenbach und im Süden an Weingarten.

Weitere Informationen und Newsletter-Abonnement unter www.gaskugel-freiburg.de.

Kontakt:


Nachfolgend die wichtigsten Projekt-Schritte seit Sommer 2019 in zeitlicher Reihenfolge.

2019 Juli: Die Gaskugel wird stillgelegt

Im Juli 2019 wurde die Gaskugel – ein Erkennungszeichen von Betzenhausen – außer Betrieb genommen: nach 54 Jahren Betrieb als Reservespeicher für Freiburg und die Region. Siehe Pressemitteilung Badenova . Herzlichen Dank auch ans “Friburger Bobbele” für das nette Video zum Ruhestand der Gaskugel. Das Betriebsende war inzwischen auch mehrfach Thema in der Badischen Zeitung; siehe z.B. Berichte am 28. Juni, 26. Aug., 7. Sept. und 18.Dez.2019. Den Denkmalschutz nahm auch das Magazin Chili zum Anlass für einen Bericht im Dez. 2019.

Kurz nach Ende der Nutzung als Gas-Vorratsbehälter gründet sich eine Projektgruppe zur Erhaltung des Wahrzeichens.

2019 Nov.: Konzept zur weiteren Nutzung der Gaskugel

Unsere ausführliches Konzept zur weiteren Nutzung der Gaskugel ist jetzt verfügbar. Weitere Details siehe www.gaskugel-freiburg.de/nutzungskonzept.

Innerhalb kürzester Zeit fanden sich viele Unterstützer für die Initiative. Eine Auswahl: adfc Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (Kreisverband Freiburg / Emmendingen / Breisgau-Hochschwarzwald),  AFB Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine, Architekturforum Freiburg e.V., Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Institut für Neue Musik, Hochschule für Musik Freiburg, O.-Studio – KlangObjekt-Studio Freiburg, mehrklang Gesellschaft für Neue Musik Freiburg e.V., NaturFreunde Freiburg e.V., Obertonchor Freiburg & Experimentalchor Freiburg, Partnergemeinde Teningen, VDI Verein Deutscher Ingenieure (Bezirksverein Schwarzwald e.V.), und andere.

Dass eine solche Nutzung sorgfältige Planungen, Investitionen und viel Rückhalt erfordert, ist dem sechsköpfigen Arbeitskreis bewusst. Neben Beate Diezemann und Dr. Heike Piehler arbeitet hier auch Dr. Diana Wiedemann (ARGE Freiburger Stadtbild e.V.) sowie Dr. Stefan Grugel (KuGe) mit. „Wir wollen etwas anschieben – wohl wissend, dass ein solches Vorhaben Zeit, Geduld und Energie braucht. Es gibt wenige Projekte im Freiburger Westen und vielleicht auch in ganz Freiburg, die spontan so große Unterstützung finden“, erklärt Beate Diezemann, die für Ideen und Rückmeldungen immer ein offenes Ohr hat.


2019 Dez.: Die Gaskugel steht jetzt unter Denkmalschutz!

Bei seinem Besuch am 16.Dez. in Betzenhausen als “OB vor Ort” konnte Martin Horn die gute Nachricht verkünden: das Landesamt für Denkmalpflege hat das Industriewahrzeichen von Betzenhausen unter Denkmalschutz gestellt. Die Besucher beim Bürgergespräch hat es sehr gefreut. Nach dieser wichtigen Weichenstellung ist ein Abriß keine Option mehr. Welche weiteren Rahmenbedingungen sich ansonsten ergeben, will die Badenova im Januar abklären. Auf die Zukunft der Gaskugeln angesprochen, erklärt OB Martin Horn, auch er würde sich freuen, “wenn wir da perspektivisch etwas hinbekommen. Wir sind erst am Anfang eines Prozesses.”

Es ist nebenbei das erste Industriedenkmal, das in Freiburg unter Denkmalschutz gestellt wurde. Weitere Details siehe hier: Die Gaskugel steht unter Denkmalschutz.


2020 Febr.: Fernsehbeitrag Baden TV

ein schöner Fernsehbeitrag von Baden TV zum aktuellen Stand der Gaskugel (Ausstrahlung war 21. Febr. 2020); der Beitrag wird vermutlich 3 Monate online verfügbar sein.

In Lahr ist es anders gekommen, denn dort wird die Gaskugel (Baujahr 1974) bald verschwunden sein: sie ging schon 2018 ausser Betrieb und wird aktuell zurück gebaut bzw. zerlegt. Hier der Bericht in der Lahrer Zeitung.


2020 Aug. – Okt.: Ausstellung

Seit dem 3. Aug. ist die Ausstellung “Dark Side of the Moon” (Vier Entwürfe für die Kugel) im Stadtteiltreff geöffnet. Gezeigt werden Ideen von vier Architekturstudenten der Hochschule für Technik Stuttgart, die sie im Rahmen ihrer Masterabschlüsse entwickelten.

Auch Baden-TV berichtete am 7.Aug.2020 über die Ausstellung. Der Fernsehbeitrag ist online verfügbar.


2020 Sept.: Eigene Web-Adresse

Die Projektgruppe zur Gaskugel ist jetzt unter einer eigenen Web-Adresse erreichbar, siehe www.gaskugel-freiburg.de

2020 Nov.: Stiftung BauKulturerbe möchte die Gaskugel übernehmen

Siehe Bericht im Bürgerblättle 264 Dez. 2020 / Jan. 2021

Klaus Grundmann, Geschäftsführer der Stiftung

Die Stiftung BauKulturerbe wurde 2019 als gemeinnützige GmbH in Freiburg gegründet mit dem Ziel, historische Gebäude und die besonders schützens- und erhaltenswerte Bausubstanz in Freiburg und darüber hinaus zu bewahren. Dabei möchte sie sich nicht nur ideell, sondern auch konkret praktisch für unser Baukulturerbe einsetzen. Als Nonprofit-Unternehmen versteht sie sich als unabhängige Plattform zur Vernetzung von Akteuren und Organisationen. Die Stiftung verfolgt satzungsgemäß die Zielsetzung, unser Baukulturerbe zu erhalten, das allgemeine Bewusstsein für dieses Baukulturerbe zu schärfen, einen adäquaten Umgang mit alter Bausubstanz zu vermitteln und das gesellschaftliche und bürgerliche Engagement für Baukultur zu stärken.

Die Stiftung BauKulturerbe ist im Sommer dem „Arbeitskreis Gaskugel“ beigetreten, der sich 2019 um den Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V. formiert hat. Die Stiftung hat unser bürgerschaftliches Engagement und die Entwicklung unseres Nutzungskonzepts von Beginn an mitverfolgt und mitgeprägt. Nun geht es um dessen Umsetzung: Wir wollen, wie berichtet, die Gaskugel als Kulturdenkmal würdigen, sie begehbar machen und mit dem sie umgebenden Areal einer „sanften“ Nutzung zuführen. Wir wünschen uns hier einen lebendigen Treffpunkt mit einem Gartencafé, das an die Kugel angedockt und zur Dreisam hin ausgerichtet sein könnte, niedrigschwellig und familienfreundlich, vor allem für die vielen Spaziergänger/innen und Fahrradfahrer/innen.

Die entsprechenden Anfragen der Stiftung liegen der Badenova bzw. bnNETZE und der Stadt Freiburg vor. Nun geht es darum, ob und zu welchen Konditionen eine Übernahme der Gaskugel und eine nachhaltige zukünftige Betreiberschaft möglich und sinnvoll wäre. Es könnte alles passen! (Dr. Heike Piehler)


2021 Jan.: neuer Seniorpartner im Gaskugel-Team

Dipl. Ing. Richard Funk

Der „Arbeitskreis Gaskugel“ bekommt fachkundige Unterstützung durch Dipl. Ing. Richard Funk, den ehemaligen Technischen Vorstand der FEW – Freiburger Energie- und Wasserversorgung AG. Der Wahl-Freiburger, der in Zähringen zuhause ist, begleitet unsere Initiative für den Erhalt und eine neue Nutzung der Gaskugel mit großem Interesse und stellt uns dankenswerterweise sein Wissen zur Verfügung.

Richard Funk war von 1964 bis zu seinem Ruhestand 1994 für die Freiburger Gasversorgung und Wasserversorgung verantwortlich und damit auch für die Umstellung von der Gaseigenerzeugung aus Kohle auf den Bezug von Ferngas / Erdgas, was auch den Bau der Freiburger Gaskugel 1964/65 umfasste.

Siehe Bericht im Bürgerblättle 265 Febr./März 2021


2021 Juni: Das Buch zur Kugel; “Freiburger Gasgeschichte(n)”

Die Arbeitsgruppe zur Weiternutzung der Gaskugel hat die spannende Geschichte der Freiburger Gas-Nutzung aufgearbeitet und in einem Buch zusammengefasst (erhältlich ab 1.7.2021 erhältlich). Siehe Beitrag in unserem Stadtteil-Magazin “Bürgerblättle”, Ausgabe 267 (Juni 2021).

2021 Aug.: Betriebskonzept und Info-Abend

Das Betriebskonzept der Arbeitsgruppe Gaskugel ist fertig und wurde inzwischen z.B. an politische Vertreter verteilt; zum Inhalt siehe Betriebskonzept Gaskugel.

Viel Interesse auch am 12. August bei einem Informations- und Diskussionsabend direkt an der Gaskugel mit Vertretern des Arbeitskreises. Aktuelle Infos wie immer unter www.gaskugel-freiburg.de/blog.


2021 Okt.: Interfraktioneller Antrag aus dem Gemeinderat

Über das Betriebskonzept ergaben sich einige Gepräche mit Vertretern der Freiburger Fraktionen, die großes Interesse an dem Projekt zeigten. Als direkte Folge davon wurde Anf. Oktober 2021 ein interfraktioneller Antrag im Bauausschuss gestellt, um von der Stadtverwaltung zu erfahren, welche Planungen aktuell für das Areal und die Kugel bestehen. Insbesondere geht es um offene Punkte zur Finanzierung, möglichen Bundes- oder Landesförderungen, die Pläne der Badenova mit dem Areal und viele weitere Punkte.


2022 Jan.: Anwort des Baubürgermeisters zum interfraktioneller Antrag

Inzwischen gibt es zum Antrag eine Anwort von Herrn Baubürgermeister Prof. Dr. Martin Haag mit erfreulichen Tendenzen (10. Jan. 2022):

Die Bauverwaltung stehe dem Konzept des Arbeitskreises Gaskugel und der Stiftung BauKulturerbe gGmbH, aus dem Kulturdenkmal einen Ort der Kultur zu inszenieren und zu etablieren, grundsätzlich positiv gegenüber, teilt er mit. Die Verwaltung werde 2022 in weitere interne Abstimmungen mit der badenova gehen, mit dem Ziel, das Vorhaben des Arbeitskreises und der Stiftung bestmöglich zu unterstützen.

Die Bauverwaltung sieht die Gaskugel und deren Grundstück in einem größeren planerischen Kontext; sie soll in die Überlegungen für ein attraktives Naherholungsangebot für den neuen Stadtteil Dietenbach entlang der Dreisam einbezogen werden“. Die Ergebnisse einer entsprechenden Machbarkeitsstudie „Dreisamrevitalisierung“ sollen dem Gemeinderat noch in diesem Jahr vorgestellt werden. Ein solche Vorhaben würde sicher in allen angrenzenden Stadtteilen gern gesehen, bzw. im gesamtem Westen.

Mehr zu den Planungen des Baubürgermeisters auf der WebSeite des Gaskugel-Projekts.


2022 Mai: Preis im Pitch-Wettbewerb der Freiburger Bürgerstiftung

Das Gaskugel-Projekt belegt beim Pitch-Wettbewerb der Freiburger Bürgerstiftung (17. Mai 2022) mit 18 teilnehmenden Initiativen den zweiten Platz der Jury. Natürlich freuen wir uns sehr über diesen Erfolg. Herzlichen Dank in diesem Fall an Sven Hinz aus dem Think Tank des Gaskugel-Projektes, der mit seiner gelungenen Mitmach-Show um Unterstützung geworben hatte und dabei schon einen Eindruck von der Akustik im Inneren der Kugel vermitteln konnte. Mehr dazu auf www.gaskugel-freiburg.de.


2022 Juni: Fachkongress in Rom

Das Gaskugel-Projekt wurde Mitte Juni beim “2° Stati Generali del Patrimonio Industriale” in Rom einer internationalen Fachöffentlichkeit vorgestellt: diese Fachkongress mit Industriekulturerbe als Hauptthema findet alle drei Jahre statt.  Neue Nutzungen von stillgelegten Gasbehältern sind europaweit ein Thema, das gerade in den Blick rückt. Gemeinsam mit Dr. Barbara Berger von der ETH Zürich durfte Projektleiterin Dr. Heike Piehler das Konzept in Rom präsentieren. Mehr dazu gibt es bald auf www.gaskugel-freiburg.de .

2022 Juni: Besuch der Bundesstiftung Baukultur

Am 24. Juni waren Vertreter der Bundesstiftung Baukultur ( www.bundesstiftung-baukultur.de ) mit ihrer Sommertour hier in Freiburg: morgens im “Zentrum Holzbau Schwarzwald” in Menzenschwand, am Nachmittag bei der Gaskugel, um sich vorort über das Projekt zu informieren. Kurz zum Hintergrund: Die Bundesstiftung gibt es seit 2007 und wurde explizit gegründet, um die Bundesregierung zum Thema Baukultur zu beraten. Den Leitspruch möchten wir hier einfach anbringen: Räume prägen Menschen. Menschen prägen Räume. In diesem Zusammenhang ist auch die Industiekultur ein wichtiges Thema der Bundesstiftung. Anwesend waren z.B. auch Vertreter des Gemeinderates und der Stadt, verschiedene Projektbeteiligte und Partner erläuterten Ihre Ideen.

Mehr dazu gibt es bald auf www.gaskugel-freiburg.de .


2022 Juli: Projekt „Mit 2,5 Metern pro Stunde um die Sonne“

Eigentlich präsentiert das Planetarium Freiburg in den Sommermonaten ohnehin schon ein besonders attraktives Programm. Doch diesmal gibt es noch weitere Unterstützung durch ein Projekt „Mit 2,5 Metern pro Stunde um die Sonne“ der Kunststudentin Elisa Peyker. Hintergrund: Angenommen die Gaskugel in Betzenhausen wäre eine Sonne, so wäre unsere Erde im Vergleich dazu eine blaue Kugel von 30 Zentimetern. Auch spannend, wo diese Erde ihre Kreise ziehen würde in Freiburg. Das ganze ist zu sehen seit dem 27. Juli im Foyer des Planetariums (mehr dazu …).


2022 Sept.: Die Gaskugel beim bundesweiten “Tag des offenen Denkmals”

Am 11. Sept. war die Gaskugel erstmal dabei mit Info-Tag und einem kleinen Hock am Abend davor. Viele Besucher sind gekommen und glücklicherweise hatten wir am Sonntag auch passendes, sommerlichers Wetter und so wurde es fast schon ein kleines Gaskugel-Fest. Siehe ausführlichen Bericht zur Veranstaltung. Wir hoffen, das lässt sich im nächsten Jahr wiederholen und wir hoffen auch, dass wir dann Unterstützung der Badenova haben, damit ggf. auch Grundstück bzw. die Gaskugel offen ist (danach haben jetzt schon viele Besucher:innen gefragt). Damit es ein „Tag des offenen Denkmals“ wird im eigentlichen Sinne des Wortes.