Aktuelle Infomationen zum Stadtteil Betzenhausen

Vier Entwürfe für die Kugel

Update: seit dem 3. Aug. ist die Ausstellung im Stadtteiltreff geöffnet. Auch Baden-TV berichtete inzwischen darüber (der Beitrag vom 7.8.2020 ist auch online abrufbar).


Ausstellung “Dark Side of the Moon”: Vier Entwürfe für die Kugel, Kurator: Prof. Harald Roser, HfT Hochschule für Technik, Stuttgart

Die Gedanken sind frei – und studentische Entwürfe sowieso. Das zeigt eine sehr sehenswerte kleine Ausstellung, die gemeinsam mit Prof. Harald Roser von der Hochschule für Technik (HfT) in Stuttgart konzipiert wurde und ab dem 3. August im Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde zu sehen ist. Vier Architekturstudenten haben sich in den vergangenen Monaten überlegt, wie man die stillgelegte Freiburger Gaskugel als Planetarium und Ausstellungshaus umnutzen und baulich erweitern könnte. Das war das Thema ihrer Masterarbeit, mit der sie ihr fünfjähriges Architekturstudium abschließen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ziel war nicht, eine Architektur für eine sanfte Nutzung des Industriedenkmals zu entwerfen, wie sie der Bürgerverein entwickelt hat (siehe www.betzenhausen-bischofslinde.de/gaskugel).

Schon aus didaktischen Gründen heraus hat Prof. Harald Roser die Aufgabe beträchtlich erweitert: Ein Planetarium mit 200 Sitzplätzen und einer Sternwarte sollte geplant werden, ein Café, ein Bürotrakt sowie Seminar-, Technik- und Lagerräume, außerdem ein ausgedehnter Ausstellungsraum mit einer Fläche von 1.000 m2. Es ist eine Aufgabenstellung, die es in sich hat und die zu vier unterschiedlichen Lösungen führte. Was allen gemeinsam ist: Alle vier Entwürfe lassen die Außenhaut des imposanten Industriedenkmals weitgehend unangetastet, wollen einen Eindruck von der Dimension des Kugelbauches vermitteln und beziehen den umgebenden Park mit ein.


Wie eine größere Zwillingskugel

Julian Kessler setzt neben die Gaskugel ein Gewölbe, das flach aus dem Boden ragt, als wäre dort eine zweite, viel größere Kugel vergraben. Entstanden ist ein weitläufiger Kuppelraum, der durch eine Aufzugsröhre mit der Gaskugel verbunden ist.

Ein anderer, direkter Zugang in die Gaskugel erfolgt von unten, von wo aus spiralförmig eine freihängende Treppe durch den freien Raum führt, begleitet von großen Projektionen, die auf die Innenwände der Gaskugel geworfen werden. Der Kugelbauch beherbergt zudem eine kleinere, dritte Kugel, in der sich ein Veranstaltungsraum und das Planetarium befinden. Ganz oben ist auf einer frei hängenden Plattform die Sternwarte untergebracht.


Drei ineinandergreifende Ringe

Markus Kienzler legt drei ineinandergreifende ringförmige Anbauten um den Fuß der Kugel, mit markanten Fassaden aus Stahl- und Glasbändern, die sich leicht schräg der Erde zuneigen. Der größte schiebt sich in leicht asymmetrischer Position direkt unter die Kugel, hier befindet sich der Ausstellungsbereich.

Im zweiten, kleineren Ring sind die Büros- und Nebenräume untergebracht, im dritten das Café. Das Foyer liegt ebenerdig unter der Kugel, ein heller Raum, umschlossen von einer Glasmanschette. Im Inneren der Kugel ist ein Veranstaltungsraum vorgesehen. Darüber befindet sich das Planetarium, das von einem breiten Gang umfasst wird, von dem aus man einen freien Blick auf das Gewölbe hat.


Ein Zylinder um die Kugel

Lukas Tritschler hat ein zylindrisches Außenskelett konstruiert, an dem sich Treppen um die Kugel herum nach oben schrauben, hin und wieder den Blick durch Fenster ins Innere der Kugel ermöglichen und schließlich zu einem über der Kugel „schwebenden“ Panorama-Ring führen.

Dort oben befinden sich eine Bar, die Sternwarte und ein exponierter Büroraum. Ebenerdig führen Treppen direkt in den Kugelbauch und zu den großen Ausstellungsflächen, die sich als Galerien über vier Etagen erstrecken. Sie sind nach innen offen, so dass man über die Brüstung in den freien Raum blicken kann. Das Planetarium ist in der obersten Ebene untergebracht. Das ebenerdige Gartencafé öffnet sich zum Park und zur Dreisam hin.


Ein Treppenturm wie ein Schornstein

Ronny Alber hat der Gaskugel einen vertikalen und einen horizontalen Baukörper zur Seite gestellt. Der schornsteinartig aufragende Aufzugsturm, der von einer Sternwarte bekrönt wird, betont den industriellen Charakter des Bauwerks. In dem langgestreckten Gebäuderiegel sind die Büros und das Café, das über eine breite Fensterfront und einen Balkon verfügt.

Unterhalb der Kugel erstreckt sich ein großer unterirdischer Ausstellungsbereich. Auf diese Weise konnte die Kugel selbst weitgehend leer bleiben: Hier befinden sich das Planetarium und darüber eine Plattform, die den unverstellten Blick in das imposante Bauwerk freigibt. Den Fuß der Kugel umschließt eine Glasrotunde, die einen hellen Innenraum unter der Kugel schafft.


Ein reizvolles Thema für Architekten

„Dark Side of the Moon“ ist der Titel dieses ambitionierten Studienprojektes, eine Hommage an das gleichnamige Album der Rockgruppe Pink Floyd von 1973, das gegenwärtig von der Tribute Band Omma Gomma in verschiedenen Planetarien mit bildgewaltigen 360°-Visualisierungen aufgeführt wird. Dass sich an dem Projekt nur männliche Studenten beteiligt haben, ist Zufall, wie Professor Roser erläutert, denn im Architekturstudium hat der Frauenanteil über die letzten Jahrzehnte stark zugenommen und liegt jetzt bei fast 60 Prozent. „Der Umgang mit Bestandsbauten, insbesondere mit brachliegenden Industrie- und Infrastrukturbauten, ist ein wichtiges und reizvolles Thema für uns Architekten“, erklärt der Architekturprofessor, der schon über 40 Jahre in Freiburg lebt. „Ich kenne und schätze die an der Dreisam und dem Zubringer Mitte liegende markante Gaskugel und sehe im Erhalt ein riesiges Potential für die Stadt.“ Das komplexe Raumprogramm für die Masterarbeiten war den Studienanforderungen geschuldet, aber als Kunstfreund möchte er jede überzeugende künstlerische Konzeption unterstützen und hofft als Freiburger, eines Tages selbst den einmaligen Raum in der Kugel erleben zu dürfen. Wir auch!

Abbildungen: HfT Stuttgart

Dr. Heike Piehler

Ausstellung “Dark Side of the Moon”: Vier Entwürfe für die Kugel
Kurator: Prof. Harald Roser, HfT Hochschule für Technik, Stuttgart
Eine Veranstaltung des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde e.V.
Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde, Am Bischofskreuz 4, Freiburg
Ausstellung 03.08. – 15.10.2020
geöffnet Mo. 10 – 13 Uhr, Di. 14 – 18 Uhr, Do. 9 – 12 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel. 0761 / 89758315
(geschlossen 24.08. – 31.08. und 07.09.2020)

Weitere Informationen: siehe www.betzenhausen-bischofslinde.de/gaskugel


Quelle: Beitrag aus Bürgerblättle 262, Aug./Sept. 2020 (in Teilen hier erweitert).

VAG Sommerbaustelle für Linie 3 und 1

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) nutzt die Zeit der Sommerferien, um Gleise und Weichen im Abschnitt „Runzmattenweg“ – „Bissierstraße“ zu erneuern (denn die sind inzwischen über 25 Jahre alt, teilweise sogar verlegt im Jahr 1985). Gleichzeitig werden die Haltestellen „Bissierstraße“, „Rohrgraben“ und „Bugginger Straße“ barrierefrei ausgebaut. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Vorgesehen ist ein Zeitraum zwischen 25. Juli und 13. September für die zentralen Umbauten.

Aus diesem Grunde wird vermutlich bis zum 5. September die Stadtbahnlinie 3 nicht ins Gewerbegebiet Haid fahren, sondern zur Paduaallee (also über die Strecke der Linie 1). Vom Runzmattenweg bis zur Munzinger Straße ist in dieser Zeit ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet (teilweise mit allen üblichen Haltestellen, teilweise auch Eilbusse, die dann die Haltestellen „Rohrgraben“, „Bugginger Straße“ und „Am Lindenwäldle“ auslassen.

Da in dieser Zeit die Buswendeschleife an der Bissierstraße nicht zur Verfügung steht, fahren die Buslinien 10 und 22 stattdssen zum Runzmattenweg. Die Linie 36 fährt dann nur zwischen Hochdorf und Landwasser (gleichzeitig wird Fahrplantakt der Linie 10 erhöht für den Mooswald).

In einer zweiten Bauphase zwischen 5. bis zum 13. September wird dann auch die Stadtbahnlinie 1 unterbrochen für Erneuerungsarbeiten am Abzweig zwischen Linie 1 und 3. Ab dann enden beide Linien 1 und 3  an der Haltestelle „Runzmattenweg“ (aus der Stadt kommend). In dieser Zeit gibt es für Linie 1 ein Schienenersatzverkehr zwischen Runzmattenweg und Moosweiher und auch der SEV für die Stadtbahnlinie 3 bleibt wie für die erste Bauphase beschrieben.

Die Haltestelle Bissierstrasse dürfte erst wieder Anfang Oktober vollständig zur Verfügung stehen (vorher provisorischer Ein-/Ausstieg.


Für mehr Details – auch Fahrplan zum SEV – siehe Hinweise auf der Homepage der VAG.

Einen Bericht “Runderneuerung mit Recycling” und Fotos über die Bauarbeiten gab es auch im der BZ am 28. Aug 2020 (ggf. mit eingeschränktem Zugriff).

Das Bürgerblättle vor 40 Jahren (1980)

Vor 40 Jahren: das Bürgerblättle erschien in den ersten Jahren monatlich und hatte meistens 8 Seiten (siehe Details zur Geschichte des Bürgerblättle hier). Im Jahr 2020 haben wir dann in einer Serie 40 Jahre zurück geschaut, und die wichtigsten Themen des Jahres 1980 in Stichworten zusammengefasst (denn PDF gab es zu der Zeit ja wirklich noch nicht).

Ja, unser kleines Stadtteil-Magazin gibt es wirklich schon so lange. Um es exakt zu sagen: Januar 1976 gabe es die Erstausgabe.


Es gab also auch zwei Ausgaben an der Jahreswende 1979/1980.

Der Bürgerverein hatte einen langjährigen Vorsitzenden: er hieß Willy Kapp und war schon damals für die einleitenden Worte im Bürgerblättle verantwortlich. Seine zeitlosen Wünsche zum Jahreswechsel möchten wir direkt an unsere heutigen Leser weitergeben (siehe Abdruck der damaligen Titelseite). Spannend sind aber auch die weiteren Themen, die angesprochen wurden. Hier eine Auswahl:

Es gab kurzzeitig die Idee für einen Wochenmarkt im Stadtteil Bischofslinde. In der Ausgabe zuvor hatte es schon eine Umfrage im Bürgerblättle gegeben. Ergebnis: „Die Resonanz war sehr gering. Der Vorstand des Bürgervereins hat deshalb … beschlossen, das Projekt nicht weiter zu verfolgen“. Ein paar Monate später kam das Thema dann doch wieder auf und es wurde sogar ein Antrag bei der Stadt gestellt. Das fand aber dort erst recht keinen Gefallen, weil es ja auch in Weingarten nicht funktionieren würde…

Auch Gewann Obergrün war ein Thema: „Im Zusammenhang mit einer öffentlichen Fraktionssitzung der CDU… hatte auch der Bürgerverein … Gelegenheit, sich zu der Absicht zu äußern, inwieweit das Gewann Obergrün bebaut werden soll. Der Bürgerverein hat keine Einwendungen dagegen, daß das Obergrün nicht voll verbaut wird, damit auch ausreichende Grünflächen erhalten bleiben“. Kaum zu glauben, dass es
grad heute wieder aktuell ist.

Aus den Neujahrswünschen in der Ausgabe zum Januar 1980: „… den allumfassenden Frieden zu erstreben: diesen Frieden, der noch nie so notwendig war wie in dieser durch die heutigen Vernichtungswaffen gefährdeten Zeit. Wir müssen auch an die Zukunft der nach uns kommenden Generationen denken und ihnen einen lebenswerten Lebensraum überlassen.“ Den Worten von Herrn Kapp ist wohl kaum etwas hinzuzufügen.

Zum Abschluss aber doch noch etwa aus dem Humor-Kästchen. Überschrift „So etwas…“: „Vorhin hat ein Bettler bei uns geklingelt. Ich habe ihm einen Teller Suppe und eine Mark gegeben. – Hat er die Suppe gegessen? – Natürlich! – Dann hat er sich die Mark auch verdient!“


Themen der Ausgabe Febr. und März 1980

Schon zu diesem Zeitpunkt gab es erste Sitzungen zur Idee einer Landesgartenschau: „Die Chancen sind … günstig, daß Freiburg 1986 bzw. innerhalb des Zeitraums von 1986 bis 1990 von der Landesregierung den Zuschlag erhält“ – „Das Gelände der LGS soll als Gebrauchs- und Volkspark konzipiert werden und überwiegend der Erholung, des Sports und der Freizeitgestaltung des Bürgers dienen“.
Es folgte eine äußerst detaillierte Beschreibung von Ideen, die zum großen Teil später auch realisiert wurden. Und es hat auch geklappt mit dem Jahr 1986: die LGS wurde Grundlage für den Seepark, wie wir ihn heute kennen.

Die Padua-Allee war in Bau, aber eine Fußgängerunterführung an der Brücke über die Dreisam war anfangs nicht vorgesehen: „Der Bürgerverein setze sich für eine Fußgängerunterführung im Bereich Padua-Allee/Zinklern ein. Der Bauausschuß des Stadtrats stimmte diesem Wunsch zu, wie die Stadt mit Schreiben vom 4.12.79 mitteilte“. Ausdrückliches Ziel dahinter: „… dass die Padua-Allee Betzenhausen und das Gewann Zinklern nach Fertigstellung des Ausbaus nicht zu stark abtrennt.“

Mit Bezug auf das Gründungsdatum 20. April 1910 wurde an 70 Jahre Bürgerverein Betzenhausen Bischofslinde erinnert: „Im Stadtarchiv Freiburg befindet sich nämlich unter der Nummer C 4 VII/3412 die offizielle Mitteilung der Gründung als Lokalverein, wie der Bürgerverein ursprünglich hieß“. Es folgte der Text des Briefes, den man heute auch auf unserer Homepage nachlesen kann. Die 70 Jahre von damals erinnern auch daran, dass der Bürgerverein heute bei 110 Jahren angekommen ist.

Zum Abschluss wieder etwas aus dem damaligen Humor-Kästchen; Überschrift So etwas…: Was ist der Unterschied zwischen Geiz und Sparsamkeit? fragt der Sohn den Vater.„Wenn ich meinen Wintermantel schone, um ihn nächstes Jahr noch tragen zu können, dann bin ich sparsam, aber wenn ich deine Mutter bitte, ihren Wintermantel noch ein weiteres Jahr zu tragen, dann bin ich geizig.“


Themen der Ausgabe April und Mai 1980

Der Titel lässt es schon anklingen: im Zentrum der April Ausgabe stand ein Rückblick auf die Jahreshauptversammlung 1980 des Bürgervereins; damals abgehalten in der Gaststätte der „Eintracht“ (gibt es heute nicht mehr). Erwähnt wurde ein “zügig vorgetragener Rückblick” und (schon damals) ein “Vortrag zur Energieeinsparung”.

Dann im Mai ging es wieder um den Verkehr in der Dietenbachstrasse: Sperrschilder für Lkw und Omnibusse waren auf Drängen des Bürgervereins aufgestellt worden, aber das Fahrverbot wurde nicht ausreichend eingehalten. Zur Erinnerung: die Westrandstrasse war noch im Bau und die Dietenbachstr. fungierte als Durchgangs-Strasse (1970 wurden 4.700 Fahrzeuge am Tag gezählt, 1980 dann schon unglaubliche 12.300).

Dann direkt danach die zeitlose Überschrift Radfahren ist „in mit dem Hinweis: “Die Stadtverwaltung ist an die Bürgervereine herangetreten, Vorschläge zu machen, wo Radwege ausgebaut werden sollten”. Enttäuscht zeigte man sich aber an anderer Stelle darüber, dass es “bei den innerstädtischen Verkehrsstraßen keine Hinweisschilder auf Betzenhausen  gäbe”.

Mit den Ausgaben im Frühjahr 1980 begann eine Serie von Beiträgen zur Entwicklung der „Stadtbahn in den Westen“, die wir heute als Linie 1 kennen (eingeweiht 1983). Enthalten ist einiges, was heute skurril wirkt, insbesondere wenn es um die Querung des Bahnhofs geht: Favorit war für einige Zeit eine Lösung in Hochlage („Stelzenlösung“) über den Bahnhof und auch gleich über die Escholzstraße bis zur Fehrenbachallee. Dieses Vorhaben stieß aber im Stühlinger auf wenig Gegenliebe. So kam die Idee auf, den Bahnhof auf einer Länge von ca. 1 km zu untertunneln (von der Universitätskirche bis Escholzstrasse). Letztendlich waren es dann vor allem finanzielle Gründe, die zum Kompromiß in Form der heutigen Stadtbahnbrücke geführt haben (zum Glück möchte man sagen). Wer mehr wissen möchte: die Beitrags-Serie zur Stadtbahn in den Westen im Bürgerblättle 1980 ist zum Nachlesen hier abgelegt.


Themen der Ausgabe Juni bis Sept. 1980

Auf dem Titelbild der Juli Ausgabe findet man ein Bild von Störchen auf dem Turm der St. Thomas Kirche. Also absolut passend zu unserem heutigen Bericht an anderer Stelle. Bemerkenswert aber auch der Text dazu: „Nach vielen Jahren nisten wieder einmal Störche auf dem Betzenhauser Kirchturm. Hoffentlich fühlen sie sich auf dem Hock als „Ehrengäste“ und überstehen ihn, wie sie das Unwetter am 21. Juni überstanden haben.“ Gleichzeitig im Heft natürlich die Einladung zum jährlichen Hock, der von diversen Vereinen aus dem Stadtteil organisiert wurde (später auf dem Betzenhauser Torplatz).

In der Sept. Ausgabe dann der Bericht über den Hock, der gelungen und besonders gut besucht war, aber leider nicht mit bestem Wetter gesegnet. Ob die Störche es ertragen haben, ist leider nicht dokumentiert. Aber dass es überhaupt in diesem Jahr Störche gab, war Initial-Zündung für weitere Aktivitäten und letztendlich Basis für die erfolgreiche Rückkehr.

Auch bemerkenswert: der Sportpark Sonnland erhielt in diesem Jahr 1980 erstmalig einen Sonderpreis beim Landeswettbewerb „Vorbildliche Campingplätze in der Landschaft“.

Hinweis: diese Zusammenfassung haben wir in Ausgabe 262 von Aug./Sept. 2020 gedruckt und passende dazu ein Titelbild mit St. Thomas Turm erstellt, das aus der gleichen Position wir vor 40 aufgenommen wurde.


Themen der Ausgabe Okt. bis Dez. 1980

Ein letztes Mal schauen wir zurück.

Zentrales Thema im Okt. 1980 waren aufkommende Zweifel, ob die Westrandstrasse wirklich fertiggestellt wird (z.B. fehlte überhaupt noch die Anbindung an den Zubringer). Es gab Kompetenzstreitigkeiten zur weiteren Finanzierung und die Bedenken beim waren so stark, dass man sich zusammen mit anderen Bürgervereinen aus dem Westen über eine Resolution an die zuständigen Stellen wandte, um dem Weiterbau Nachdruck zu verleihen (Landesministerium Verkehr, Regierungspräsidium und Stadt Freiburg).

Parallel wurde endlich die Sperrung der Dietenbachstrasse für LKWs von der Stadt bestätigt. Dafür hatte sich der Bürgerverein längere Zeit eingesetzt. Man erinnere sich: diese schmale Strasse wurde genutzt, um über die Dreisam zu kommen (und das waren dann teilweise über 12.000 Kfz am Tag).

Berichtet wurde auch vom Fortschritt bei Renovierungsarbeiten in der St. Thomas Kirche, wobei u.a. Verzierungen aus der Barockzeit freigelegt wurden. Die Orgel wurde abgebaut und in die Werkstatt eines Orgelbaumeisters gebracht.

Im November berichtete die SV Eintracht von der Übergabe des neuen Hartplatzes in der Tränkestrasse an den Verein (heute gibt es den Platz ja nicht mehr). Gleichzeitig wurde der Rasenplatz an der Gaskugel in das Rekultivierungsprogramm 1981 aufgenommen. Mit Dank wurde registriert, dass die Stadt “ein offenes Ohr für die Probleme des Vereins” zeigte.

Das Titelbild der Dez. Ausgabe des Bürgerblättle zierte “Der neue Barockaltar aus der St. Thomas-Kirche” als ein “künstlerisches Kleinod Betzenhausens”: das ist glücklicherweise auch heute noch so.

 

Bänke streichen in Betzenhausen

Schleifen und Pinseln nach dem Motto „Schöne Bänke in Freiburg“

Das Garten- und Tiefbauamt stellt Mal-Utensilien bereit.

Das Team von „Freiburg packt an“ lädt Hobbymaler und Hobbymalerinnen dazu ein, die Sitzbänke auf öffentlichen Flächen mit einer neuen Lasur zu verschönern. Malutensilien wie Pinsel, Farbe oder Schleifpapier stellt „Freiburg packt an“ vom Garten- und Tiefbauamt (GuT) bereit.

Wenn Bretter an den Bänken fehlen oder marode sind, tauscht das Amt diese vor der Streichaktion aus. Die Lasur ist farbneutral und umweltverträglich.

Weitere Informationen zu dieser oder zu vielen anderen Aktionen gibt es beim Garten- und Tiefbauamt:

Telefonnummer 0761/201-4712 oder per Mail an fpa@stadt.freiburg.de.


Der Bürgerverein möchte Bürger*Innen im Stadtteil gern aufrufen, an dieser Aktion teilnehmen. Für eine größere Gemeinschaftsaktion ist das Malen in Zeiten von Corona sicher nicht geeignet, aber wenn zum Schluss einige Bänke eine Auffrischung erhalten, können sich später alle daran erfreuen.

Die Redaktion

Parkplatz für Schwerbehinderte

Beitrag “Zugeparkt” aus Bürgerblättle 262, Aug./Sept. 2020 (Ring der Körperbehinderten)


„Wenn Sie mir schon den Parkplatz für Schwerbehinderte wegnehmen, dann nehmen Sie bitte auch meine Behinderung.“

Es ist für Betroffene schwierig und ärgerlich, wenn Behindertenpark­plätze durch nicht berechtigte Verkehrsteilnehmer belegt sind, sei es aus Bequemlichkeit, Gedankenlosigkeit oder Dreistigkeit. Wir wollen hier nicht gleich nach den härtesten Mitteln Anzeigen oder Abschleppen greifen lassen, sondern ein entsprechendes Bewusstsein schaffen. Dafür haben wir eine Karte entwickelt, die mit einem Cartoon von Phil Hubbe und entsprechenden Informationen auf die Problema­tik aufmerksam macht. Diese Karte kann man einem Falschparker hinter den Scheibenwischer klemmen.

Parkkarte Vorderseite

Parkkarte Rückseite

 

Wer einen Schwerbehindertenausweis hat, darf damit nicht automatisch auf ausgewiesenen Behindertenparkplätzen parken. Um hier parken zu dürfen, benötigt man einen besonderen blauen Parkausweis, der durch die örtlichen Gemeinden und Städte ausgestellt wird. Grundsätzliche Voraussetzung zum Erhalt dieses blauen Parkausweises ist ein Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen aG (außergewöhnlich gehbehindert) oder Bl (blind).

Von nichtbehinderten Verwandten oder Bekannten darf der Parkausweis nur benutzt werden, wenn die berechtigte Person als Beifahrer dabei ist, bzw. ein- oder ausgeladen wird.

Mehr Informationen erhalten Sie beim Ring der Körperbehinderten e.V., Meckelhof 1, 79110 Freiburg, Tel. 0761/88186-0, info@ring-freiburg.de.

Rainer Bernhard, Klemens Winter

Notfallbox vom Stadtseniorenrat

Beitrag aus Bürgerblättle 262, Aug./Sept. 2020 (Notfalldose)


Der Stadtseniorenrat informiert, dass ab sofort das Büro des Stadtseniorenrates in der Schusterstraße 19 wieder geöffnet ist.

Öffnungszeiten: Di, Mi, und Do jeweils von 9 – 12 Uhr

Der Stadtseniorenrat Freiburg e.V. ist ein von der Stadt Freiburg unterstützter, ehrenamtlich geführter Verein zur Stärkung des Wohlergehens und der Interessen älterer Menschen in unserer Stadt. Seine Mitglieder sind nahezu alle wichtigen Organisationen, die sich um soziale Probleme, Gesundheit, Kultur und Bildung, Politik, Religion, aber auch stadtteilspezifische Interessen für Seniorinnen und Senioren kümmern.

Nicht nur für allein lebende ältere Menschen ist es wichtig, im Notfall dem Helfenden schnell Auskunft/Information zu den medizinischen Sachverhalten geben zu können, oder auch, welche Personen kontaktiert werden sollten. Aus diesem Grund hat sich der Stadtseniorenrat entschlossen, gegen eine kleine Spende die „NOTFALLBOX“ zur Verfügung zu stellen.

In der Notfallbox, einem kleinen, auffälligen Kunststoffbehälter, werden alle medizinisch relevanten Informationen der Betroffenen, wie Vorerkrankungen, Allergien, erforderliche Medikamente usw. gesammelt und stehen somit im Ernstfall schnell zur Verfügung.

Diese Notfallbox sollte in der für jeden am schnellsten und einfachsten erreichbaren Stelle der Wohnung, nämlich im Kühlschrank, aufbewahrt werden. Ein spezieller Aufkleber an der Wohnungstür und am Kühlschrank macht den Notarzt/Helfenden auf die Notfallbox aufmerksam und ermöglicht so eine schnelle, fallgerechte Hilfe.

Die Notfallbox ist ab sofort außer in der Schusterstraße 19 auch bei uns im Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde erhältlich (wünschenswert ist eine kleine Spende von 2,50 Euro je Stück).

Beate Diezemann

 

Corona-Virus

Die Entwicklungen zur Ausbreitung des Corona-Virus haben sich in den letzten Wochen überschlagen. Deshalb hier kurze Hinweise mit Bezug auf Betzenhausen.

Quartiersarbeit: Besonders Menschen, die zu einer der Corona-Risikogruppen gehören, müssen geschützt werden. Deshalb haben die Mitarbeiterinnen im Stadtteiltreff Angebote der Nachbarschaftshilfe zusammengestellt, die z.B. Einkäufe und weitere Besorgungen für diese Personengruppen übernehmen. Auch Einzelhändler aus Betzenhausen-Bischofslinde, die Lieferdienste anbieten, werden dort geführt. Bitte auf das Schaufenster des Stadtteiltreffs achten oder telefonisch nach dem aktuellen Stand fragen (Tel. 0761/89 75 83 15).

Die Evangelische Pfarrgemeinde West hat eine Telefon-Nummer eingerichtet für Mitbürger, die Unterstützung benötigen (z.B. ältere Menschen oder Menschen in Quarantäne), Telefon 0761/276642.

Die Sprechstunden des Stadtteiltreffs Betzenhausen-Bischofslinde finden seit Juli 2020 wieder statt.  Selbstverständlich können Sie sich jedoch auch weiterhin telefonisch oder per Mail beraten lassen. Weitere Informationen werden im Schaufenster des Stadtteiltreffs ausgehängt (Am Bischofskreuz 4).

Der Mittagstisch findet allerdings bis auf weiteres nicht statt.

Persönliche Sprechzeiten: Mo 10-13 Uhr, Di 14-18 Uhr, Do 9-12 Uhr., Tel. 0761/89 75 83 15, stadtteiltreff-bb@caritas-freiburg.de

Bürgerverein: Einladung zum Gespräch am 1. Samstag eines Monats im Stadtteiltreff entfällt bis auf weiteres.

Cafe und mehr” am Dienstagnachmittag findet vorerst nicht mehr statt.

Das Spielmobil ist seit Juni mit einem angepassten Programm unterwegs, z.B. am Mi. 29. Juli 15:00-18:00 bei der Anne-Frank-Schule. Siehe weitere Planung hier.


Generelle Informationen

Die Stadt Freiburg hat das Portal www.freiburghaeltzusammen.de ins Leben gerufen als neues Stadtnetzwerk #fhz. ins Leben gerufen. Es soll insbesondere in der Corona Nachbarschaftshilfe helfen und vermitteln: hier können Helfende und Hilfesuchende zueinander finden (gegliedert nach Stadtteilen, es liegt also insbesondere Priorität auf der lokalen Ebene).

Aktuelle Informationen zur Gesamt-Situation in Freiburg (z.B. zu Verhaltensregeln, Absage von Veranstaltungen, Schulschliessungen) gibt es auf der Homepage der Stadt-Freiburg. Die Badische Zeitung hat einen frei zugänglichen Newsblog eingerichtet, in dem neuesten Nachrichten zu Corona verfügbar sind. Und hier gibt es die aktuellen Informationen der Bundesregierung. Die häufigsten Fragen zum Coronavirus (COVID-19) und zugehörige Anworten finden sich beim Robert Koch Institut.

Der AGJ-Freiburg hat ein gutes Papier zum Thema Elternwissen in Zeiten von Corona veröffentlich; im folgenden link gibt es mehr dazu.

Warnung der Polizei

Die Corona Krise bringt es leider mit sich, dass auch Betrüger versuchen werden, hilfsbedürftige und schwache Menschen im „Windschatten“ der Krise zu betrügen. Aus diesem Grunde hier im Anhang einige Hinweise der Polzei für Hilfesuchende: Nachbarschaftshilfe, Hilfe annehmen? Aber sicher!

 

 

 

 

 

 

 

Mensch und Tier am See

Im Seepark mit dem Flückiger haben viele Tiere ihre Heimat gefunden (was uns allen ja auch gefällt). Da kann es – speziell in der Brutzeit – natürlich auch zu Konflikten kommen, auch zwischen Mensch und Tier.

Aus diesem Grunde möchten wir eine aktuelle Mitteilung der Stadt Freiburg aufgreifen und zitieren, bei der es insbesondere um den Schutz der Schwäne an Badeseen geht.

Reviere respektieren, Abstand halten

Zur Freude vieler Naturliebhaber ziehen Schwäne an den größeren Seen und Weihern im Stadtgebiet majestätisch ihre Bahnen. So auch am Flückigersee, am Dietenbachsee und am Opfinger Baggersee, wo sie sich ihr Revier mit zahlreichen Bade- und Picknickgästen teilen. Damit dieses Zusammenleben harmonisch bleibt, bitten das Forstamt und das Garten- und Tiefbauamt darum, sich an folgende Verhaltensregeln zum Schutz der großen Vögel zu halten:

Wie alle heimischen Vogelarten brüten Schwäne im Frühjahr und behüten sorgfältig und gewissenhaft die Eier in ihrem Nest, das sich meist in Ufernähe befindet. Wenn Menschen dem Nest zu nahe kommen, verteidigen die männlichen Vögel ihr Revier und ihren Brutplatz mit Drohgebärden wie Fauchen und Flügelschlagen. Zeigt dies keine Wirkung, können sich Schwäne auch aggressiv verhalten und zum Angriff übergehen. Aufgrund ihrer Größe kann das für Passanten durchaus unangenehm werden.

Vollkommen falsch wäre es, zum Gegenangriff über zu gehen und zu versuchen, den Schwan zu vertreiben. Aufgrund seines angeborenen Schutzinstinkts wird sich der Schwan nicht vertreiben lassen und sich zum Kampf stellen. Nach dem Motto “Der Klügere gibt nach” ist es ratsam, einen großen Bogen um den Schwan zu machen oder einen Umweg in Kauf zu nehmen. Hunde sind, wie es die Polizeiverordnung vorschreibt, unbedingt an der kurzen Leine zu halten.

Das Forstamt und das Garten- und Tiefbauamt bitten alle Bürgerinnen und Bürger, das Revierverhalten der Schwäne zu akzeptieren und diesen auszuweichen, wo es erforderlich ist. Die Schwäne verteidigen lediglich ihren Nachwuchs, an dem sich bei Spaziergängen und Wanderungen alle erfreuen. Auch das Naturschutzgesetz verbietet es, die Tiere beim Brüten zu stören und zu beeinträchtigen.

Weitere Informationen zum Umgang mit Wildtieren in der Stadt gibt es in der Broschüre des Forstamtes “Wilde Tiere in der Stadt” und unter www.wildtiere-stadt.wildtiere-bw.de.

10 Jahre Bauernhoftiere für Stadtkinder

Im Mai 2020 gibt es Bauernhoftiere für Stadtkinder e.V. seit genau zehn Jahren!

Hier der Beitrag aus Bürgerblättle 261 Ausgabe April / Mail 2020.


Seit 2010 bieten wir qualifizierte tiergestützte Pädagogik und Naturpädagogik für Kinder an, haben viele Kooperationen mit Schulen und Kitas durchgeführt, Kindergruppen angeboten, unzählige Kontakte geknüpft. Vor allem haben wir viele, viele Kinderaugen durch Tierkontakt, Naturerlebnis und die Erfahrung der „Selbstwirksamkeit“ zum Leuchten gebracht und ihre Herzen höher schlagen lassen.

Seit zehn Jahren kämpfen wir unermüdlich für die ökologische Aufwertung und die langfristige Erhaltung des Gewann Obergrüns als Naherholungsgebiet und Naturerlebnisraum, schreiben Briefe, Berichte, Artikel, setzen uns mit Stadtverwaltung und Gemeinderat auseinander.

Begonnen hatte es 2010 alles mit den Ziegen Tiffi und Lorenz und vier zahmen Hühnern. Inzwischen leben sage und schreibe 28 Bauernhoftiere im Gewann Obergrün. Zu den Ziegen kamen 2011 vier Schafe hinzu, inzwischen sind es acht (Molly, Wanda, Susa, Lotte, Lullu, Katja-Vanille, Bella und Pünktchen). Wir begannen einzelne Flurstücke in der verbrachten Wiesenlandschaft zu pachten und diese mit den Ziegen und Schafen zu beweiden. Im Jahre 2012 kam der erste Esel Otto dazu. Bald darauf der zweite, der Esel Jakob.

Wir begannen, mit Unterstützung der Familie Pleuger, unsere Landschaftspflege auf die Wiesen- und Weideflächen Richtung Sonnland auszuweiten. Im Jahre 2013 haben wir dort gemeinsam zum ersten Mal selbst Heu gewonnen. Was für ein Erlebnis für Groß und Klein! Seitdem heuen wir regelmäßig selbst und produzieren wertvolles Futter auf den wertvollen Wiesen direkt vor Ort. Apropos Erlebnis: 2012 wurde der GEO-Tag der Artenvielfalt unter Leitung der Ökostation im Gewann Obergrün durchgeführt. Das hatte der Stadtverwaltung gar nicht gefallen, war doch damals der Tenor aus dem Rathaus, das Obergrün sei keine ökologisch wertvolle Fläche. So war dies bis heute auch der erste und einzige Geo-Tag, an dem kein Freiburger Bürgermeister ein Grußwort sprach. Das machte uns aber nichts. Viele große und kleine Forscher hatten innerhalb weniger Stunden über 600 Tier- und Pflanzenarten gefunden, trotz windigem Wetter. Heute ist die ökologische Wertigkeit der Fläche im Rathaus bekannt. Es gibt hier wertvolle Magere Flachlandmähwiesen, strukturreiche Weiden, Wäldchen, zahllose Insekten, Zauneidechsen und viele Vogelarten. 2019 brütete sogar der Neuntöter hier. Wir haben inzwischen einen Großteil der Flächen gepachtet, werten diese in aufwendiger Wechselweide ökologisch auf und stehen in konstruktivem Austausch mit der Stadtverwaltung.

Doch zurück zu den Tieren: 2014 wurden die Schweine Nelly und Franz angeschafft, 2015 die Kühe, damals Konrad, Rita und Fridolin. Heute sind noch Rita und Adelheid da. Seit 2016 gibt es wieder Pferde und Ponys im Gewann Obergrün, wie schon früher, als die Familie Pleuger auf den Wiesen ihre Trakehner-Pferde weiden ließ. Es war uns immer wichtig, an Vorhandenes anzuknüpfen. Unsere Großpferde Nando (Freiberger) und Nero (Appaloosa) weiden mit den Shettys Rasputin und Fedor.

Es gab immer auch Wechsel und Abschiede. Vor allem bei den Hühnern und bei den Kaninchen gibt es naturgemäß immer wieder Verluste und Neubeginne. Aktuell lebt bei uns das Deutsche Riesen-Kaninchen Kurt mit dem Widder-Zwergkaninchen Pumpernickel. Unsere Hennen heißen Schneewittchen, Frau Holle, Lovis, Olga und Uschi und werden von dem verschmusten Zwerghahn Gustav begleitet. Er liebt es, von Kinderhänden vorsichtig gestreichelt zu werden.

Es ist so viel geschehen in den vergangenen zehn Jahren, es lässt sich nicht alles niederschreiben. Positives wie Negatives, es gab ruhige und sehr aufregende Jahre. Vor allem die Bautätigkeiten haben uns stets umtrieben und werden dies wohl auch zukünftig. Davon lassen wir uns jedoch nicht unterkriegen. Wir betreiben den Verein hauptsächlich ehrenamtlich neben unseren Berufen und unseren Familien, es ist tatsächlich viel Arbeit. Wir sind aber glücklich und dankbar, in unserem geliebten Stadtteil die Möglichkeit zu haben, in Zeiten von Naturentfremdung und Artensterben tätig sein zu können und etwas an die Gesellschaft und die Natur zurückgeben zu können.

Es lässt sich abschließend sagen, dass unser Verein ebenso wächst und gedeiht wie unser Tierbestand. An dieser Stelle wollen wir uns ganz, ganz herzlich bei unseren Mitgliedern und Mitbürgern bedanken, die uns in der Vergangenheit durch ihre Mitgliedsbeiträge, Geld- oder Sachspenden, Mithilfe bei der Tierversorgung oder Aktionstagen, netten Zaungespräche und positiven Worte unterstützt haben! Ohne Sie und Euch wäre uns dies alles nicht möglich gewesen! Danke! Wir freuen uns auf die nächsten zehn Jahre mit Ihnen und Euch!

Cora Geigenbauer und Kerstin Geigenbauer

Freiluft-Konzerte 2020 auf der Seebühne

Gerade noch rechtzeitig für die Auftritte bei “Freiburg stimmt ein” konnte das Dach auf der Seebühne rechtzeitig wieder hergestellt werden (20.09.2020). Sturm Sabine hat es ja im Februar hinweggefegt. Siehe Programm bei www.freiburgstimmtein.de/seepark/.

Aktualisierung im Juli: nach unserem Kenntnisstand sind dagegen die untern genannten Sommer-Konzerte abgesagt aufgrund von Corona.


Wie in jedem Jahr bietet die Stadt Freiburg auch in diesem Sommer wieder regelmäßig Open Air – Konzerte auf der Seebühne im Seepark mit Freiburger Musikvereinen.

Alle Konzerte sind jeweils sonntags, sie sind kostenlos und gehen üblicherweise von 15:00 bis 16:15 Uhr. Hier eine Übersicht:

  • 10.05.2020: Soulfamily, Leitung von Dirigent Joel Da Silva (abgesagt)
  • 17.05.2020: Musikverein Freiburg-Hochdorf, Leitung Marlon Zickgraf (abgesagt)
  • 24.5.2020: Skyline Big Band Musikverein Landwasser, Leitung Thomas Bauser (abgesagt)
  • 14.06.2020: Musikverein Freiburg-Zähringen, Leitung Thierry Abramovici
  • 21.06.2020: Skyline Big Band Musikverein Landwasser, Leitung Thomas Bauser
  • 28.06.2020: Freizeitmusikkorps der Polizei, Leitung Susanne Lavori
  • 19.07.2020: Gamelangruppe Anggur Jaya, Leitung Martin Winter
  • 09.08.2020: Rathausmusik Freiburg, Leitung Arcadie Romaniuc
  • 13.09.2020: Freiburger Blasorchester e. V., Leitung Johannes Stert
  • 27.09.2020: Musikverein Freiburg-Waltershofen, Leitung Christian Baier
  • 11.10.2020: Musikverein Freiburg-Zähringen, Leitung Thierry Abramovici

Kann sein, dass es in diesem Jahr besondere “Freiluft-Konzerte” werden: Sturm Sabine hat ja leider im Februar das Dach der Seebühne hinweggefegt.


Hier eine Kurzvorstellung der Musikvereine, die in diesem Jahr auftreten:

Soulfamily ist ein Ensemble von Sängerinnen und Sängern aus Freiburg, die unter der Leitung von Joel Da Silva brasilianischen Soul, Pop, Bossa Nova und Gospel präsentieren. Hier die Facebook-Seite von Soulfamily.

Der Musikverein Freiburg-Hochdorf hat eine lange Tradition und ist regelmäßig auf Veranstaltungen in Freiburg zu sehen; siehe Homepage www.mvhochdorf.de .

Auch die Skyline Big Band Musikverein Landwasser kommt seit Jahren regelmäßig auf die Seebühne. Die Big Band wurde 1990 durch den Musikverein Freiburg-Landwasser e.V. gegründet. Etwa 20 Musiker und Musikerinnen mit Saxophon-, Posaunen-, Trompetensatz und Rhythmusgruppe bilden eine typische, klassische Big Band Besetzung. Zum 30. Geburtstag der Band im Mai 2020 haben wir die Musiker auch im Bürgerblättle vorgestellt (Ausgabe 261). iehe auch www.skylinebigband.de.

Im Musikverein Freiburg-Zähringen spielen ca. 55 Musikerinnen und Musiker Originalkompositionen für Blasmusik. Im Laufe der Jahre gab es mehrmals Zusammenarbeit mit internationalen Jazzmusikern. Auf www.musikverein-zähringen.de gibt es mehr dazu.

Zum Freizeitmusikkorps der Polizei siehe www.polizeimusik-freiburg.de

Die Gamelangruppe Anggur Jaya spielt balinesische Gamelan-Musik. Siehe auch www.gamelan-freiburg.de .

Die Rathausmusik Freiburg wurde 1998 gegründet; heue besteht Blaskapelle aus 25 Musiker. Im Programm sind z. B. Polka,Walzer, Marsch u.a.

Das Freiburger Blasorchester e. V.   stellt sich vor unter  www.freiburger-blasorchester.de .

Der Musikverein Freiburg-Waltershofen stellt sich vor unter www.mvfrw.de


Weitere Freiluft-Konzerte gibt es am Waldsee und im Stadtgarten (Musikpavillon), siehe ausführliche Liste auf www.freiburg.de.