Aktuelle Infomationen zum Stadtteil Betzenhausen

Neugestaltung Betzenhauser Torplatz

Blick auf den neugestalteten Torplatz

Aktueller Stand April 2021:  Anfang März wurde der Torplatz fertig, etwa einen Monat danach auch der gegenüberliegende Platz vor dem NKD.  Gleich die ersten Tage haben viele Bewohner die Gelegenheit genutzt um einwenig in der Sonne zu sitzen. Die “Einweihungsfeier” war Corona-bedingt sehr klein: Baubürgermeister Martin Haag kam als Vertreter der Stadt um zusammen Beate Diezemann und Ralf Ulrich am 20.4. einen kleinen Spaziergang über den neuen Platz zu machen (Erinnerungsfoto inklusive).

Der Platz wurde deutlich aufgewertet und bei den Planungen wurden die Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibenden von Beginn an mit einbezogen. Es entsteht ein attraktiver öffentlicher Raum und die Nahversorgung wird gestärkt. Der Umbau schafft damit einen großen Mehrwert für den Stadtteil“, sagt Baubürgermeister Martin Haag. Siehe auch offizielle Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 26. April 2021.

Einen abschliessenden Bericht gab es auch in der Badischen Zeitung (ggf. mit Zugriffs-Einschränkungen). Natürlich werden wir auch im nächsten Bürgerblättle noch etwas darauf eingehen.


Hintergründe

Die Umgestaltung des Betzenhauser Torplatzes ist ein Teilabschnitt im Zentrenaktivierungskonzept (ZAK) für Betzenhausen-Bischofslinde (siehe auch Dokumentation zum Torplatz und ZAK bei der Stadt Freiburg).

Holzinstallationen 1986 von Hans Dieter Schaal

Eine Besonderheit sind hier bisher die bisherigen Holzkunstwerke, die im Rahmen der Landesgartenschau 1986 entstanden sind, aber eigentlich auch nur als temp. Installation gedacht waren (auch für den Architekten und Künstler Hans Dieter Schaal, der sie zu damaliger Zeit entworfen hatte). Da die mächtigen Holz-Installationen aber nicht wieder abgebaut wurden, entwickelte sie sich zu einem charakterischen Merkmal für den Stadtteil Betzenhausen. Nachteil: der Torplatz selbst wurde kaum noch als Platz wahrgenommen und im Laufe der Jahre verfielen die Holz-Installationen auch zusehens (hier ein Rückblick mit zusätzlichen Bildern).

Anregungen durch den Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde und Untersuchungen des Verkehrsplanungsbüros Dr. Baier  legten nahe, den Betzenhauser Torplatz gestalterisch besser mit der gegenüberliegenden Straßenseite zu verknüpfen. Insbesondere auch, um die trennende Wirkung der Sundgauallee zu verringern und gleichzeitig eine attaktive Platzsituation mit Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Visualisierung Betzenhauser Torplatz (aus APS Drucksache BA-18/007)

Die Umbauten an der Stadtbahnhaltestellen Betzenhauser Torplatz, die beidseitige Reduzierung der Auto-Fahrspuren von vier auf zwei Fahrspuren waren dafür die ersten Schritte (siehe Freigabe Sundgauallee im Jahr 2016).

Blieb als zusätzliche Aufgabe, den Platz selbst auch neu zu gestalten, zusammen mit der gegenüberliegende Nord-Seite mit dem Platz vor dem NKD. Es wurden verschiedene Varianten erarbeitet, wobei auch immer zu berücksichtigen war, dass der Platz als südlicher Haupteingang zum Seeparkgelände eine wichtige Verbindungsfunktion erfüllt.

Die Erarbeitung der Varianten in Workshops und resultierenden Ideen vom Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS) wurden am 26.09.2017 im Bürgerhaus am Seepark vorgestellt, siehe Dokumentation zur Bürgerveranstaltung(PDF). Letztendlich wird ohne die bisherigen Holzkunstwerke ein offener Platz entstehen, der zur neu gestalteten Straßenbahnhaltestelle passt und auch den vorhandenen Baumbestand weit besser zur Geltung kommen läßt.


Rückblick auf die Entwicklung des Projektes in den letzten Jahren

Mai 1997

Jetzt gibt es einen Bauernmark auf dem Betzenhauser Torplatz. Und doch wird der Platz auf der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins im Folgejahr als “Sorgenkind” bezeichnet, da sich die großen Kunstobjekte in einem wenig attraktiven Zustand befänden (also schon gut 10 Jahre nach der Errichtung).

Sept. 1998

Einige schadhafte Stellen des Kunstwerks wurden von der Stadt ausgetauscht. Aber insgesamt werden die Kunstwerke als “trist und verwahrlost” empfunden, wie es die BZ berichtet. So kam die Idee auf, die Kunstwerke mit einem neuen Anstrich zu versehen. Allerdings ergab Rücksprache mit dem Künstler Dieter Schaal, dass dies nicht seinem Wunsch entspricht: eher sei der Verwitterungsprozess Bestandteil seiner Arbeit.

Juli  2002

Der Betzenhauser Torplatz soll die Menschen von Betzenhausen zusammenführen. Deshalb findet der traditionelle Bürgerhock jetzt erstmal auf dem Torplatz statt (bisher auf dem Platz vor der St. Thomas Kirche). Für einige Jahre ist das auch gelungen; siehe Bericht hier.

Okt. 2004

Schon im Bürgerblättle März/Juni 2004 stellte der Bürgerverein fest: “Einst war dies … ein ansehnliches Kunstwerk… Doch heute, und dies schon seit einigen Jahren, ist es eher ein Schandfleck geworden.”

Im Oktober berichtet sogar die BZ darüber, dass der Zustand des Platzes und insbesondere der Kunstwerke von Dieter Schaal “in den letzten Jahren viel Kritik geerntet” hat. Es wurden zwar immer wieder faulende Holzteile ausgewechselt, die Gesamtsituation hat das aber kaum verändert. Aus diesem Grunde hat sich jetzt ein Initiative gebildet (u.a. mit Beteiligung der Bürgervereins), die den Platz attraktiver machen will, damit er von den Bürgern gern angenommen wird. Erster Schritt war ein Putzaktion und ein neuer Abfalleimer.


Juni 2014: Bürger-Workshop in den Räumen von St. Albert

Die Neugestaltung des Betzenhauser Torplatzes ist Teil des ZAK geworden. Zentrale Ziele: stadträumliche und gestalterische Aufwertung des Platzraums, Erhöhung der Aufenthaltsqualität und vielfältige und flexible Nutzung (im Alltag, an Markttagen und auch für Stadtteilfeste).

Im Febr. 2014 hatte es im Bürgerhaus eine Veranstaltung zu den Planungen für die Sundgauallee und die Haltestelle am Torplatz gegeben, die ja im ersten Schritt realisiert werden sollten (siehe Bericht dazu). Dabei wurden wurden aber auch erste Ideen gesammelt für die Gestaltung des Platzes selbst. Der Bürgerverein schlug vor, diese Ideenfindung in einem eigenen Workshop fortzusetzen.

So kam es im Juni 2014 zu parallelen Workshops mit den Einzel-Themen: Plastiken, Funktion des Platzes und zukünftige Gestaltung. Siehe Protokolle Workshop-Ziele , Präsentation zum Workshop und Bericht im Bürgerblättle 227. Auch nach den Workshops gab es weitere Abstimmungen (z.B. mit Jugendlichen vom Chummy).

Sept. 2017: Vorstellung der Pläne zur Umgestaltung

Bürgerveranstaltung mit Präsentation der Ergebnisse aus den bisherigen Workshops durch das Büro Henne Korn im Bürgerhaus am Seepark; siehe Dokumentation(PDF). Letztendlich soll ohne die bisherigen Holzkunstwerke ein offener Platz entstehen, der zur neu gestalteten Straßenbahnhaltestelle passt und auch den vorhandenen Baumbestand weit besser zur Geltung kommen läßt.

März 2018 Bau-Ausschuss

Vorstellung der Umgestaltungspläne im Bau-Ausschuss (siehe Informationsvorlage).

Nov. 2018: Umgestaltung des Betzenhauser Torplatzes verzögert sich

Die bisher angedachte Umgestaltung am Betzenhauser Torplatz ist leider nicht wie geplant möglich. Hintergrund ist der Umstand, dass rund ein Drittel der Fläche des Platzes im Privatbesitz ist, in diesem Fall in Händern einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Seit 2012 hatte das Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS) mit der Wohnungseigentümergemeinschaft verhandelt. Aber das APS konnte keine Zustimmung der Eigentümergemeinschaft zur Umgestaltung erzielen (was auch immer die Gründe einzelner Bewohner waren). Dabei wären die zur Umgestaltung anfallenden Kosten von Bund, Land und Stadt übernommen worden.

Der Bürgerverein wird sich zusammen mit dem Markverein beim Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS) dafür einsetzen, dass zumindest für den Rest-Platz ein Lösung gefunden wird, die z.B. auch für den (bisher) kleinen Bauernmarkt eine Zukunfts-Perspektive bietet (Fertigstellung bis Frühjahr 2021 scheint nach aktuellen Planungen möglich).


Mai 2020: Der vorgesehene Termin Do, 14. Mai, um 17 Uhr entfällt wegen Coronavirus!

Anlässlich des diesjährigen Tages der Städtebauförderung war ein öffentlicher Rundgang über den Betzenhauser Torplatz angekündigt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung wollten die aktuellen Planungen zur Umgestaltung des Platzes vorstellen, Fragen beantworten und informieren über das weitere Vorgehen informieren.

Rückblick: Das Sanierungsgebiet Betzenhausen-Bischofslinde wurde 2012 in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Seither hat die Stadt im Rahmen ihres Zentren-Aktivierungs-Konzepts (ZAK) Teile der Sundgauallee und den Platz am Bischofskreuz neu gestaltet. Dies geschah mit Unterstützung durch Fördermittel von Bund und Land. Nach Zustimmung des Gemeinderates beginnt noch diesen Herbst die Umgestaltung des Betzenhauser Torplatzes. Bei zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen des ZAK konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger bereits ihre Ideen einbringen.

Mehr zum Tag der Städtebauförderung steht auf www.tag-der-staedtebaufoerderung.de.

Autor: Stadt Freiburg


Juni 2020: Der Gemeinderat hat in seinen Sitzungen vom 26. und 27. Mai 2020 der Umgestaltung Betzenhauser Torplatzes zugestimmt. Damit liegen die Planungen im aktuellen Zeitplan: vorraussichtlich können im letzten Quartal 2020 die Umbauarbeiten beginnen. Neben dem Torplatz ist ja auch die gegenüberliegende Seite betroffen (Platz vor dem NKD), also Nord- und Südseite. Die Umbauten werden wahrscheinlich zeitlich entkoppelt, d.h. nacheinander erfolgen.

Aus dem Protokoll: “Ohne Debatte beschlossen hat der Rat, den Betzenhauser Torplatz umzugestalten. Das Projekt ist ein Baustein des schon seit dem Jahr 2012 laufenden Zentren-Aktivierungs-Konzept Betzenhausen-Bischofslinde und soll den Platz attraktiver machen. Verzögert worden ist die Planung dadurch, dass nicht der gesamte Bereich des Platzes öffentliches Gelände ist, wodurch auch nur dieser Teil umgestaltet werden kann. Die Holzplastiken werden zurückgebaut, zur Sundgauallee hin wird ein größerer Solitärbaum gepflanzt und Sitzbänke installiert. Die Kosten der Umgestaltung liegen bei rund 600.000 Euro, ein Teil der Kosten wird von Bund und Land getragen.”

Hier geht es zu den Unterlagen der Beschlussvorlage und weiteren Details inklusive dem Entwurf (PDF)  zur Umgestaltung. Grundlage dies Entwurfs sind die Überlegungen, die anfangs für die Gesamtgestaltung des Platzes vorgesehen waren. Es gilt also annähernd die Visualisierung, wie sie weiter unten auf dieser Seite abgebildet ist, wobei der Privat-Bereich erhalten bleibt und der öffentliche Bereich so gestaltet wird, dass keine optischen Brüche entstehen (z.B. beim Pflaster und im bisher schon vorhandenen Baumbereich). Auch deshalb hat der aktuelle Entwurf Abweichungen gegenüber der Animation unten.

Sehr erfreulich aus Sicht des Bürgervereins ist, dass auch besondere Details in die Planung aufgenommen wurden: z.B. Barrierefreiheit, Trinkwassersäule wie auf dem Platz der Alte Synagoge, günstige Stelle für Christ-/Narrenbaum, neu konzipierte Beleuchtung zur Vermeidung von Angsträumen u.a. Etwas Besonderes sind auch die modernen technischen Lösungen für Strom- und Wasserversorgung als Unterflurelemente. Der zukünftigen Nutzung im Rahmen von Bauernmarkt oder Stadtteil-bezogenen Veranstaltungen steht also nichts mehr im Wege.

Okt. 2020: Die Umgestaltungsarbeiten am Betzenhauser Torplatz haben begonnen (siehe auch Beitrag im Bürgerblättle Aug./Sept. 2020). Zunächst erfolgte  der Umbau des Torplatzes nördlich der Sundgauallee (Anfang März abgeschlossen, danach wird südlich der Sundgauallee gearbeitet). Der Wochenmarkt wurde im ersten Bauabschnitt auf die Südseite der Sundgauallee verlegt (vor den NKD) und wird danach wieder auf die  bisherige Seite unmittelbar vor den Kastanienplatz zurückkehren (also auch etwas näher an die Sundgauallee als vorher).

Im Rahmen der Baumaßnahme werden die vorhandenen hölzernen Kunstwerke abgebaut. Der Bodenbelag und die angrenzenden Grünflächen werden erneuert, bleiben in der Höhenlage aber größtenteils bestehen. Im südlichen Bereich werden zudem Poller den neugestalteten Platz vor unerlaubtem Befahren sichern. Bei dem neuen Belag handelt es sich vorwiegend um Beton- und Natursteinpflaster, einzelne Bereiche werden aber auch als wassergebundene Wegefläche sowie als Pflanz- und Rasenflächen hergestellt. Weiterhin werden zwei bepflanzte Sitzelemente aus Betonfertigteilen angebracht. Die vorhandenen Bäume bleiben bestehen.” (Stadt Freiburg)

April 2021: im März war der Torplatz fertig, etwa einen Monat danach auch der gegenüberliegende Platz vor dem NKD.  Gleich am ersten Tag haben viele Bewohner die Gelegenheit genutzt um einwenig in der Sonne zu sitzen. Die “Einweihungsfeier” war Corona-bedingt sehr klein: Baubürgermeister Martin Haag kam vorbei um zusammen mit Beate Diezemann und Ralf Ulrich am 20.4. einen kleinen Spaziergang über den neuen Platz zu machen (Erinnerungsfoto inklusive).

Aktuelle Ausstellungen

Hier finden Sie aktuelle Ausstellungen in Betzenhausen oder mit Bezug zu unserem Stadtteil.


Ökostation: Fotoausstellung „Heimische Orchideen“

In unserem Ausstellungsraum bietet die Ökostation beeindruckende große Fotografien zu 24 heimischen Orchideen im A-2 Format an.

Bildautoren sind die vier ambitionierten Hobby-Fotograf*innen Heinz Hauenstein, Andrea Hagemann-Raffs, Wolfgang Henke, Frowalt Janzer

Bildautor des Frauenschuhs: Frowald Janzer

Dauerhaft vom 1. April bis 30. Juni. 2021, jeweils von 9:00 bis 17:00 (Öffnung ist aber abhängig von den aktuellen Inzidenz-Werten, eine Registrierung über die Luca-App ist möglich).

Weitere Infos unter www.oekostation.de/orchideen


Fotoausstellung Thema „Wege“

mit Bildern von Helmut Schiemann im Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde (Am Bischofskreuz 4).

Voraussichtliche Dauer: vom 15. März bis 10.Mai 2021

Zu besichtigen sind die Ausstellungen jeweils während den Sprechzeiten des Stadtteiltreffs.



Rückblick auf vergangene Ausstellungen

März – Mai 2021 Stadtteiltreff: Fotoausstellung Thema „Wege“, Bildern von Helmut Schiemann

Febr.- März 2021 Stadtteiltreff: „Tiere, Blumen und Maritimes“. Heike Ketzner, eine leidenschaftliche Hobbyfotografin aus dem Stadtteil, stellt ihre Naturmotive von unterwegs aus.

… und auf besondere Ereignisse sollte man auch mal ausführlicher zurückblicken:

Ausstellung “Dark Side of the Moon” (Aug.-Okt. 2020) mit Modellen und Plänen zur Gaskugel, die vier Architekturstudenten im Rahmen ihrer Masterarbeit erarbeitet haben.

Figurentheater Gregor Schwank: unter dem Titel “Magische Figuren und Fantasie-Welten” war im Sept. 2020 eine Ausstellung zu sehen, die es so noch nicht gegeben hat.

Eröffnung der Ausstellungsreihe Kunst im Stadtteil“  im Jahr 2016.

 

20 Jahre Orchestergemeinschaft Seepark

Aktuelles:

Musik, Wein & mehr – Eine Online-Veranstaltung zur Eröffnung des Jubiläumsjahres. Stoßen Sie mit uns an auf 20 Jahre gemeinsame Musik von 2001 bis 2021 im sinfonischen Blasorchester der Orchestergemeinschaft Seepark aus Freiburg im Breisgau.

„Vino Musica Digitale” am Samstag 10. April 2021, 20 Uhr 

Wir öffnen gemeinsam 3 leckere badische Weine vom Weingut Hercher (Baden Tuniberg) und lassen uns von Winzer Manuel Hercher den Anbau, den Ausbau und den Geschmack dieser drei edlen Tropfen erklären. Zum „Vino“ gibt es jede Menge „Musica“, also musikalische Unterhaltung durch das große sinfonische Blasorchester der Orchestergemeinschaft Seepark, sowie spannende Einblicke in 20 Jahre Orchestergeschichte.

Alles weitere unter www.vinoemusica.de.

Eine Veranstaltung der Orchestergemeinschaft Seepark


Hintergründe Orchestergemeinschaft

Im Januar 2001 war es grosser Schritt, als beim Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde ein neuer Dirigent gesucht werden musste: die Gründung der “Orchestergemeinschaft Seepark”  als gemeinsames Projektorchester zusammen mit dem Musikverein Freiburg-Mooswald e.V. Ein wenig nach der Devise: “zusammen sind wir stark”. Aus zwei eher kleinen Orchestern sollte etwas größeres werden und das ist ganz sicher gelungen. Die Orchestergemeinschaft spielt anspruchsvolle sinfonische Blasmusik  und hat sich ein vielfältigen Repertoire zugegelegt, das von klassischen Werken über Filmmusik und Musicals bis zu Swing und Pop-Hits führt.

Die Orchestergemeinschaft besteht aus einem Hauptorchester (über 60 Mitwirkende) und einem Jugendorchester (ca. 30 junge Musikern). Die eigene Musikschule organisiert eine musikalische Ausbildung für Kinder und Erwachsene; sowohl neu Neu- als auch Wiedereinsteiger sind gern gesehen (für alle Instrumente eines sinfonisches Blasorchesters).

Willkommen bei der Orchestergemeinschaft Seepark

Die Orchestergemeinschaft ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und hat u.a. bemerkenswerte Veranstaltungen organisiert. Auftritte gibt es mehrfach im Jahr, vor allem natürlich im Bürgerhaus am Seepark oder auf der Freiluftbühne. Es gab eine Reihe von Gala-Konzerten, diverse Gemeinschaftskonzerte mit anderen Musikvereinen, Benefiz-Konzerte, z.B. für die Renovierung der St. Thomas Kirche, und auch die musikalische Weinverkostung „Vino Musica“ (siehe ausführliche Liste hier).

Seit der Gründung 2001 ist Michael Schönstein Dirigent und musikalischer Leiter des Orchesters. Über Themen des Vereins berichtet seit 2005 einmal im Quartal die eigene Vereinszeitschift “Seepark aktuell“. Auch im Bürgerblättle ist die Orchestergemeinschaft regelmäßig mit Beiträgen vertreten.

Auch nach Gründung der Orchestergemeinschaft blieben im Hintergrund beide Gründungsvereine als organisatorische Einheiten bestehen. Vereinsvorsitzender war über mehr viele Jahre Mathias Gutsche. Seit 2020 gibt es für beide Vereine ein gemeinsames Vorstandsquartett, aufgeteilt nach den Verantwortungsbereichen „Musik & Orchester“, „Jugend & Ausbildung“, „Finanzen & Öffentlichkeit“ sowie „Orga & Events“.


Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde: etwas zur Geschichte

25 jahre Musikverein Betzenhausen-Lehen

Alte Unterlagen zeigen, dass ab 1888 eine Dorfkapelle Betzenhausen exitierte und für gute Stimmung sorgte: in Betzenhausen, aber natürlich auch im nahen Lehen (etwa 10 Musiker dürften es gewesen sein). Daraus entstand 1906 der “Musikverein Betzenhausen-Lehen”: ein schönes Foto gibt es vom  25-er Jubiläum im Jahre 1931. Mit den Wirren des 2. Weltkriegs ging der Verein unter und Betzenhausen blieb lange ohne eigene Kapelle.

Im Jahre 1985 ergriff endlich der damalige Vorsitzende des Bürgervereins – Willy Kapp – die Initiative, um die Trandition einer Blaskapelle wieder aufleben zu lassen. Aufrufe in der Badischen Zeitung und natürlich im Bürgerblättle führten zum Erfolg: etwa 10 Musiker fanden sich zusammen und mit Werner Hirth wurde ein erster Dirigent gefunden. Geprobt wurde zunächst im damaligen Haus der Vereine in der Ricarda-Huch-Str., das auch gerade in dieser Zeit eröffnet werden konnte.

Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V.Die offizielle Gründung erfolgt als “Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V.” im März 1986. Erste Vorsitzende wurde Monika Karczewski (und sie blieb es für fast 20 Jahre) und Werner Hirth wurde als Dirigent bestätigt.

Schon im Jahr der Gründung gab es erste Auftritte der Kapelle bei Einweihung des Betzenhauser Stegs über die Dreisam und auf der Landesgartenschau (beides Juni 1986). Von Anfang an legte man Wert auf eine gute Ausbildung: so waren Ende 1986 neben den 15 aktiven Musikern auch schon 12 Auszubildende dabei.

Im Januar 2001 dann ein grosser Schritt, als ein neuer Dirigent gesucht werden musste: die Gründung der Orchestergemeinschaft Seepark als gemeinsames Projektorchester zusammen mit dem Musikverein Freiburg-Mooswald e.V.

 

 

Besser kicken am Seepark

Der Bolzplatz am Ost-Ufer des Seeparks in Richtung Mooswald wird saniert und umgestaltet. Aus dem bisher überbreiten Platz sollen drei Kickplätze mit neuen Toren und schattenspendenden Bäumen entstehen. Auch der Rasen wird erneuert in der Hoffnung, dass er in Zukunft besser durch den Sommer kommt.

Sanierung und Umbau sind ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Freiburg mit dem SC Freiburg, der als „Bolzplatz Förderer“ über die Hälfte der Kosten übernimmt.

Baubeginn ist am Mittwoch, 3. März. Die Arbeiten dauern etwa drei Wochen. Gespielt werden kann auf den neuen Plätzen aber wohl erst im Juni wieder. Damit ein dichtes Grün entsteht, braucht der Rasen Zeit, um neu anzuwachsen. Zudem muss er regelmäßig gemäht werden. Bis dahin bleibt der Platz gesperrt.

Hintergründe zum Bolzplatz

Der Platz am Seepark ist bei vielen Sportlerinnen und Sportlern sehr beliebt. Doch die intensive Nutzung und die trockenen Sommer hinterlassen ihre Spuren: Der Rasen ist stark strapaziert, der Platz zudem in die Jahre gekommen.

Das Garten- und Tiefbauamt wird den Bolzplatz in den kommenden Wochen deshalb grundlegend erneuern. Bei einem neuen Rasen wird es jedoch nicht bleiben – der ganze Platz wird aufgewertet: Der vorhandene Ballfangzaun wird erweitert, außerdem werden neue Tore aufgebaut. Die größte Veränderung wird allerdings eine neue Aufteilung sein, so dass in Zukunft drei Bolzplätze zum Kicken einladen. Der jetzige Bolzplatz ist groß, erinnert von den Proportionen aber nicht an einen Fußballplatz. Dafür ist er deutlich zu breit. Mit dem neuen Konzept ändert sich das. Er wird schmaler gemacht – und neben der neuen Außenlinie entstehen zwei kleinere eigene Bolzplätze. Heißt: Aus eins mach drei. So können mehr Gruppen gleichzeitig Spaß haben.

Neben der sportlichen gibt es auch eine klimatische Aufwertung. Die Umgestaltung trägt das Motto „11 neue Klimafreunde“, deshalb werden elf großkronige Bäume um den Platz gepflanzt. Sieben Linden bilden künftig die natürliche Grenze zwischen dem großen und den beiden kleineren Plätzen. Neben den kleinen Plätzen stehen bereits Ahornbäume, hier werden vier weitere gepflanzt. Die grüne Elf spendet Schatten, damit sich die Sporttreibenden künftig auf neuen Sitzbalken ausruhen können. Auch der Rasen bekommt durch die Bäume mehr Verschnaufpausen und kann länger grün bleiben. Denn er wird durch Sonneneinstrahlung und Hitze strapaziert, Schatten und verbessertes Kleinklima kommen ihm künftig zugute.

 „Bolzplatz-Förderer“ SC Freiburg

Beim Hinrundenspiel gegen den FSV Mainz 05 liefen die Bundesligaprofis dafür mit einem Sondertrikot und der Aufschrift „Bolzplatz-Förderer“ auf. Möglich war das Projekt, da SC-Hauptsponsor Schwarzwaldmilch und Ärmelpartner Rose Bikes bei diesem Spiel auf ihre Werbepräsenz verzichtet hatten. Zudem konnten sich Mitglieder des Fördervereins Freiburger Fußballschule auf dem Sondertrikot verewigen – ein Anreiz für viele Mitglieder und Fans, dieses besondere Trikot zu erwerben. Dessen Verkauf nutzte der SC Freiburg für die Sanierung und Aufwertung des Bolzplatzes am Seepark. Nun übernimmt er über die Hälfte der Gesamtkosten des Projekts, die sich auf 75.000 Euro belaufen.

„Wir wollen die Sportbegeisterung bei allen Menschen in Freiburg und der Region entwickeln und fördern. Hierzu passt die Sanierung des Bolzplatzes am Seepark. Wir freuen uns, dass wir so Jung und Alt bessere Möglichkeiten zum Kicken ermöglichen können“, sagt Tobias Rauber, Leiter Gesellschaftliches Engagement des SC Freiburg. Dabei bringt sich der Sport-Club auch inhaltlich ins Projekt ein.

Zur Eröffnung der neuen Bolzplätze ist (sofern es die Pandemie zulässt) ein Training mit dem SC Freiburg geplant. Zu den Details werden Sport-Club und Stadt Freiburg gesondert informieren.

„Die Zusammenarbeit von Stadt und Sport-Club schafft im Seepark einen tollen Ort für die großen und kleinen Fußballfreunde der Stadt. Ein großes sportliches Danke an den SC für sein Engagement”, so Baubürgermeister Martin Haag. Die Stadt ist weiter auf der Suche nach Freundinnen und Freunden von Bolzplätzen. Um möglichst viele Kickplätze aufzuwerten, sind Interessierte eingeladen, den Ball anzunehmen, den der SC Freiburg ins Rollen gebracht hat. So könnten aus den „11 Klimafreunden“ im Laufe der Jahre „11 Freiburger Bolzplätze“ werden.

Die Redaktion (mit Auszügen aus einer Pressemitteilung der Stadt Freiburg 1.3.2021)

Störche in Betzenhausen

Ab Febr. eines Jahres sind unsere Gäste auf dem Turm der St. Thomaskirche üblicherweise zurück aus dem Winterquartier. Meist taucht zunächst Vater Storch auf: vermutlich um den Horst aus dem Vorjahr wieder für sich und sein Partnerin zu reservieren (die Beringung hat gezeigt, dass es sich häufig um die gleichen Paare handelt, die bei uns zu Gast sind). Andererseits gibt es im Febr. doch noch so machen Wintereinbruch mit Schnee sogar in Freiburg und Temperaturen weit unter Null. Aber Störche sind dagegen eher unempfindlich (bekommen also keine kalten Füsse). Kritisch ist es lediglich, wenn sie parallel über mehrere Tage keine Nahrung finden. Mit zwei Wochen Verzögerung folgt üblicherweise die Partnerin (haüfig aus dem Vorjahr).

In der Brut-Saison (ca. März bis August) ist das Leben der Störche live zu erleben über unsere Storchenkamera/WebCam. Vielleicht ja auch schön anzuschauen für Kinder, die wegen Corona-Krise noch immer zuhause bleiben müssen.

Für diese diese Saison haben wir eine neue Kamera installiert. Und auch das zugehörige Regenschutz-Gehäuse wird erneut verbessert, um allen Belastungen Stand zu halten: auch im letzten Jahr hatten die Storch-Eltern das Gehäuse wieder als zusätzlichen Aussichtspunkt genutzt.


Hintergründe

Mitte der 70er Jahre gab es in Baden-Württemberg nur noch 15 Weißstorch-Paare, der Bestand war seit Beginn der 50er Jahre kontinuierlich zurück gegangen. Im Jahr 2002 wurden aber dann schon wieder rund 200 Brutpaare gezählt, was etwa dem Stand der 50er Jahre entsprach.

Zu dieser schönen Entwicklung hat auch das Nest auf dem Turm der St. Thomas Kirche in Alt-Betzenhausen seinen kleinen Beitrag geleistet, siehe weitere Hintergründe.

Im Frühjahr und Sommer zeigt unsere Storchenkamera das Leben auf dem Turm der St. Thomas Kirche. Hier geht es zur WebCam….

Als Trost für die Herbst- und Wintermonate haben wird ein einige Impressionen aus den letzten Jahren gesammelt.

Wie das Lebensjahr eines Storchs typischerweise aussieht, haben wir in einem eigenen Beitrag unter dem Titel “Das Jahr der Störche” zusammengefasst.

Alle weiteren Informationen, speziell über die Entwicklung im Breisgau, liefert der Verein Weissstorch Breisgau e.V..

Unabhängig von unserem Storchennest: eine schöne Seite mit vielen Bildern und Informationen zum Weißstorch bietet auch der Fotograf Gerhard Brodowski in Hamburg, siehe hier.

Der Idinger Hof

Architektur und Leben

Der Idinger Hof ist Ergebnis eines Architekturwettbewerbs im Jahr 1971, bei dem die Freiburger “Architektengruppe F 70” als Sieger hervor ging. Der Bauverein realisierte das Projekt: Spatenstich war am 1. April 1973 und gut drei Jahre später war der Idinger Hof fertiggestellt. Später wurde im Keller ein modernes Blockheizkraftwerk aufgebaut.

Der Wohnkomplex bildet im Grundriß ein Achteck, das einen park-ähnlichen Innenhof umschließt, wobei zwei Seiten des Achtecks offen sind. Eine Besonderheit dieser fünf- bis siebengeschossigen Anlage mit über 200 Wohnungen ist sicher die durchgängige Klinker-Aussenfassade, kombiniert mit hellen Balkonen. Zur besseren Orientierung, insbesondere für Kinder, die im Innenhof spielen, sind über den zentralen Hauseingängen unterschiedliche Blüten aufgemalt.

Die Klinkerfassade ist eigentlich eine für Freiburger Verhältnisse ungewöhnliche Ausstattung und doch zeigt sich nur wenige hundert Meter entfernt an der Ecke Berliner Allee / Sundgauallee die ehemaligen OPD (Oberpostdirektion) ebenfalls als imposanter Klinkerbau.

Im Innenhof steht seit 1976 ein Brunnen von Hans-Peter Wernet, einem Künstler aus Betzenhausen: er schuf auch den Bischofsbrunnen auf dem Platz am Bischofkreuz. Rund ist der Brunen und steht somit im Kontrast zum umgebenden, kantigen Wohnblock. Aber auch hier die Zahl Acht: so viele Wasserbögen bietet der Brunnen und sie zeigen genau in die entsprechenden Gebäude-Richtungen. Das Wasser läuft im Kreislauf (also kein Trinkwasser) und macht den Brunnen spätestens an heißen Sommertagen zum idealen Treffpunkt.

Im Arbeitskreis Idinger Hof gestalten ehrenamtlich engagierte Mieter*innen seit den 1990er-Jahren das nachbarschaftliche Miteinander. Sie sind Ansprechpartner für viele Themen des Zusammenlebens und organisieren z.B. Kinder- und Nachbarschaftsfeste im Innenhof (auch im Bürgerblättle haben wir regelmäßig berichtet). Während der Sommermonate ist regelmäßig das Spielmobil im Park zu Gast.


Etwas zur Geschichte

Seit 1908 ist Betzenhausen ein Stadtteil von Freiburg: bereits gut 10 Jahre später, nach Ende des  ersten Weltkriegs (ab 1919) wurden erste Häuser in dem Bereich gebaut, in dem heute der Idinger Hof steht. Schon damals war es eine verkehrsgünstige Lage, denn die Lehener Strasse diente als zentrale Verbindung zwischen Betzenhausen und Freiburg. Anfangs waren es Einfamilienhäuser, später kamen Reihenhäuser mit Garten und Kleintierstall hinzu: aus heutiger Sicht möchte man fast von einer Vorstadt-Idylle sprechen. Bauher war anfangs eine Gemeinnützige Siedlungsgenossenschaft, die später mit dem Bauverein Breisgau fusionierte, Freiburgs ältester Wohnungsbaugesellschaft.

In dieser Zeit entstand auch die Idingerstraße: der Namen ist angelehnt an das Gewann Idinger, das aber eigentlich etwas nördlicher liegt. Auch die spätere folgende Flurstraße erinnert noch an die frühere landwirtschaftliche Nutzung. Durch die Güterbahn in der Nähe zog es einige Eisenbahner in die Häuser (z.B. Schaffner und Maschinisten).

Die Gebäude waren in erster Linie aufgrund der Wohnungsnot entstanden, die dem ersten Weltkrieg folgte. Von Seiten der Stadt Freiburg war das wohl auch nicht so vorgesehen bzw. geplant: konsequenterweise gab es z.B. auch noch keine Kanalisation (sondern nur Trockenklosetts). “Aus der Not entstanden” war wohl auch ein Grund, warum die Siedlung in den 1930er-Jahren kaum größer wurde.

Die Bombennacht von 1944 zerstörte große Teile von Betzenhausen und auch die meisten Gebäude im Bereich der Lehener Straße mit Flur- und Idingerstraße. Nur wenige Häuser waren noch bewohnbar, einige wurde provisorisch wieder hergerichtet. Wegen hoher Sanierungskosten und noch immer fehlendem Kanalisationsanschluss war aber ansonsten erst mal Stillstand: eine Neuplanung schien sinnvoller. Im Jahr 1969 hatte man auch für die letzten Familien eine Ersatzwohnung gefunden und es kam zum Abriß der Rest-Häuser.

Ein Architekturwettbewerb im Jahr 1971 sollte in die Zukunft weisen und führte zum Gebäudekomplex wie oben beschrieben.


Sonstiges

Bericht Vorstadtidylle mit Trockenklosett in der Badischen Zeitung vom 4.Juni.2012 im Entwicklung des Bebietes ab 1920 (evtl. mit eingeschränktem Zugriff).

Hintergrund: der Text gehört zu einer Beitrags-Serie über Markante Gebäude in Freiburg-Betzenhausen.

Erweiterung Anne-Frank-Schule und Kita Fang-die-Maus

Aktueller Stand und Zusammenfassung:

Seit Frühjahr 2019 wird am Erweiterungsbau gearbeitet (geplantes Ende für das Gesamtprojekt ist 2024). Stand Febr. 2021 ist der Anbau auf der Südseite der Anne-Frank Schule in Richtung Obergrün-Park fertiggestellt. Jetzt wird die Schule abschnittsweise saniert. Teil des 2. Bauabschnittes wird auch ein kleiner eingeschossiger Anbau auf der Haupteingangsseite sein, in dem der Verwaltungsbereich und das Lehrerzimmer untergebracht werden.

Einen ausführlichen Bericht darüber gibt es im Freiburger Amtsblatt vom 26. Febr. 2021. Auch die Badische Zeitung berichtete am 13. Febr. 2021 ausführlich darüber (Online Ausgabe evtl. nur eingeschränkt abrufbar).

Auch Bürgermeister Martin Haag freut sich, dass der Erweiterungsbau „in Betrieb“ gehen kann, sobald die Schulen pandemie-bedingt wieder öffnen können. „Besonders gefällt mir die ansprechende Holzfassade, die sich im Endausbau an den Gebäudeteilen entlangziehen wird. Ich freue mich auch, dass der Zeit- und Kostenrahmen bisher eingehalten werden konnte.” Siehe passend dazu eine aktuelle Pressemitteilung (12.2.2021) der Stadt Freiburg.

Bei der Gelegenheit: eine angemessene Bebauung mit Holz haben wir uns ja auch kürzlich für das Baugebiet Obergrün gewünscht.


Mai 2019: Spatenstich Erweiterung Anne-Frank-Schule und Kita Fang-die-Maus

Am 28. Mai 2019 war Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung von Schule und Kita an der Wilmersdorfer Straße. Jetzt folgt rege Bautätigkeit, die mehrere Jahre dauern wird.  Im Herbst 2024 soll das anno 1971 errichtete Gebäude dann optisch, baulich und energetisch den aktuellen Ansprüchen entsprechen. Die Schule wird um Unterrichtsräume und Ganztagesräume umfangreich erweitert. Am Ende wird es auch eine große Mensa geben, und Kreativräume, einen Forscherraum, einen Ruheraum, Spielezimmer und mehr. Aus der zweigruppigen Kita „Fang die Maus“ wird eine sechsgruppige Einrichtung werden.

Beim Spatenstich anwesend waren u.a. Baubürgermeister Martin Haag und Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, sowie Vertreter aus Bauverwaltung, Schulverwaltung, Schulleitung, Bürgerverein und Lokalpolitik. Architekt Cornell Fuchs vom Waldkircher Büro fuchs.maucher.architekten.bda erläuterte seinen Entwurf, mit dem er 2017 die europaweite Ausschreibung gewonnen hatte.  Die dreigeschossige Erweiterung in Richtung Süden wird unmittelbar an den Bestand der Schule angebaut. Somit reicht ein Aufzug, um beide Gebäudeteile barrierefrei zu machen.

An die Nordseite des Bestandsbaus wird der Verwaltungsbereich der Schule angebaut und an die Westseite der größte neue Bauteil: die Cafeteria, der zweigeschossige Ganztagesbereich der Schule und die dann auf sechs Gruppen erweiterte Kita Fang die Maus. Da die Schule und die Kita seit jeher eng zusammen arbeiten, ist es sinnvoll, neben jenen Bereichen, die notwendigerweise optisch und akustisch zu trennen sind, auch gemeinsam nutzbare Bereiche einzurichten.

Auf dem Gelände der Schule fallen der Betrachterin gleich der reiche Baumbestand und die schützenswerte Blumenwiese auf. Allerdings wird es notwendig sein, einige Bäume zu fällen, auch um die rückwärtig liegende, besonders schützenswerte Wiese zu schonen. Ende 2020 wird das Gebäudemanagement hier einige Großbäume umpflanzen; und die Ersatzpflanzungen für die gefällten Bäume kommen allesamt wieder auf das Gelände der Schule.

Die Gesamtkosten für dieses Bauprojekt betragen rund 27,6 Millionen Euro (ohne Ausstattung). Davon entfallen 15,2 Millionen auf die Schulerweiterung, 6,4 Millionen auf die Schulsanierung und 6 Millionen auf den Kita-Neubau.


Eine Bitte von Frau K. Schiafone, Rektorin der Anne-Frank-Schule (Bürgerblättle 257, Aug./Sept. 2019):

Die Baujahre werden natürlich auch mit Lärm und Gefahren verbunden sein. Die Baustellen-Zufahrt wurde auf der Seite „Am Bischofskreuz“ eingerichtet. Jede Baustellenzufahrt ist natürlich auch eine Gefahrenzone. Natürlich weisen wir Eltern und Kinder immer wieder auf diese Gefahrenstelle hin.

Gerne würden wir aber zu den Hauptzeiten, an denen die Kinder kommen und gehen, ehrenamtliche Verkehrshelfer einsetzen, die mit dafür Sorge tragen, dass die Laster und Bagger und die Kinder heil aneinander vorbei kommen.

Wer hätte Lust morgens zwischen 7.30 und 8.00 Uhr und / oder mittags zwischen 12.55 und 13.20 Uhr einen Einsatz als Verkehrshelfer bei uns zu machen?

Die Stadt Freiburg wäre bereit, für ein solches Engagement eine Aufwandsentschädigung zur Verfügung zu stellen.

Bei Interesse können Sie sich im Sekretariat melden (Tel. 201-7508 oder Mail sekretariat.afsvn@freiburger-schulen.bwl.de).


Die Anne-Frank-Schule

Im Sommer 1971 wurde die Schule fertiggestellt. Eingezogen sind damals zunächst neun Grundschulklassen und zusätzlich sieben Gymnasialklassen (letztere wechselten nach einem Jahr zum Schulzentrum West, dem heutigen “Wentzinger-Gymnasium”).

Inhaltlich entwickelte sich die Schule ab den 1980 Jahren immer mehr in Richtung Reformpädagogik; entsprechend diesem Konzept wurden z.B. ab Mitte der 1990er Jahre die ersten jahrgangsübergreifenden Familienklassen gebildet. Gleichzeitig wurde aber in dieser Zeit auch der Platz bereits knapp: Abhilfe konnten zusätzliche Pavillonräume schaffen.

Seit den 1990er-Jahren wird der Schulbetrieb durch eine Kernzeitbetreuung ergänzt: anfangs ein Angebot der Caritas, inzwischen betreut von einem privaten Trägerverein AUB. Wenig später wurde das schulische Angebot durch eine Hausaufgabenbetreuung ergänzt.

Im Jahr 2001 suchte das Schulamt eine Schule, die bereit war, gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung durchzuführen. Entsprechend dem Konzept der Reformpädagogik fanden sich an der Anne-Frank-Schule wieder Lehrer*innen, die bereit waren, diese ersten Gedanken an Inklusion aufzunehmen.

Die Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten war der Schule in all den Jahren seit Gründung besonders wichtig. Zum Ausdruck kam dies auch im Umbau des Schulhofs im Jahr 2008/09, der vorher eher ein tristes Dasein fristete und jetzt eine “Bewegungslandschaft” mit vielen Spielgeräten bietet.

Seit vielen Jahren gibt es eine schöne Kooperation mit dem benachbarten Verein “Bauernhoftiere für Stadtkinder“. Hinter der Anne-Frank-Schule wurde Ende der 1980-Jahre am Mühlbach ein Feuchtbiotop angelegt, für das die Anne-Frank-Schule ab 1998 eine Bachpatenschaft übernommen hat (siehe Bericht zur Übergabe der Urkunde im Bürgerblättle 148). Gemeinsam mit den Freiburger Bachpaten und fleißigen Eltern wird das “Schulbiotop” regelmäßig gepflegt (siehe z.B. Bericht im Bürgerblättle 183 vom April 2007).

Die Erweiterung der Anne-Frank-Schule – zusammen mit dem Kindergarten “Fang die Maus” – ist eine konsequente Fortsetzung der bisherige Geschichte.

Für mehr Informationen siehe www.annefrankgrundschule.de

Die Kita “Fang die Maus”

Die Kindertagesstätte (Kita) „Fang die Maus“ ist einen Einrichtung der “Freiburger Kinderhausinitiative”.

Seit Gründung im 1989 ist sie Containern neben der Anne-Frank-Schule untergebracht; wunderschön umgeben von einem großen, mit vielen Bäumen und Sträuchern bewachsenes Außengelände (siehe Fotogalerie der Kita). Im Gebäude gibt es 2 Gruppenräume, mehrere Funktionsräume und Aktionsbereiche, die zum pädagogischen Konzept gehören (zusätzlich auch eine Küche). Das Team besteht aus ca. 8 pädagogischen Fachkräften.

Für mehr Informationen siehe Kita “Fang die Maus”.

40 Jahre Stadtteilbibliothek Mooswald

Seit 1. Febr. 1981 gibt es die Stadtteilbibliothek Mooswald, die leicht erreichbar in der benachbarten Wentzingerschule zu finden ist. Im Febr. 2021 gibt es also 40 Jahre zu feiern!

Historischer Bus als Fahrbibliothek (Archiv der Stadtbibliothek)

Davor gab es eine Fahrbibliothek mit Haltestelle an der Gerhart-Hauptmann-Schule (siehe Bild vom historischen Bücherbus).

Aus Anlaß des Jubiläums sind jetzt Menschen gesucht, die in diesen vier Jahrzehnten dabei waren: teilen Sie mit uns Ihr kuriosestes Erlebnis, Ihre netteste Begegnung, kleine Anekdoten …

  • Welche Lieblingsbücher hatten Sie früher?
  • Waren Sie als Kind schon in der Bibliothek?
  • Was hat Ihnen besonders gefallen?
  • Wer hat den ältesten Leseausweis?
  • Kennen Sie noch den Bücherbus oder haben Sie alte Fotos?

Zum Jubiläum im Februar 2021 möchte die Stadtteilbibliothek Mooswald eine kleine Broschüre herausgeben und Ihre Kommentare auf der Homepage veröffentlichen. Wenn Sie noch eine kleine Erinnerung an den Bücherbus oder die Stadtteilbibliothek früher und heute mitteilen möchten, melden Sie sich bitte bis zu den Weihnachtsferien.

Schreiben Sie uns ein paar Zeilen an stadtbibliothek-mooswald@stadt.freiburg.de oder rufen Sie an 0761/201-2280

Das Team der Stadtteilbibliothek Mooswald: Gerlinde Muckenhirn, Elke Gerdesmeier, Barbara Waller

Hier schon mal eine Auswahl von Rückmeldungen vorab:

  • Der Bücherbus hielt an der Elsässerstraße/Almendweg auf der Tour nach Landwasser. Wir haben immer gewartet, bis er kam. 50 Pfennig pro Monat für Kinder hab ich mir vom Taschengeld abgespart und erst später meiner Mama gebeichtet. Mein Lieblingsbuch war „Die Welt in meiner Hand“ von Irene Rodrian. Vielleicht wurde ich deshalb Krankenschwester. Nach meinem eigenen Schlaganfall half mir Gabi Kösters Hörbuch „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“. Zum 80. Geburtstag bekam meine Mama einen Tolino, weil die Augen nachließen. Sie war die älteste Leserin der Bibliothek.“
  • „Ich bin als Kind auf Karl May gestoßen und habe mich festgelesen…“
  • „Mit 3 Kindern ist die Büchertasche immer voll! Vorlesestunden für Kinder und zufällige Treffen mit anderen Familien sind schön“
  • „Mein magischer Moment war der Besuch einer Grundschulklasse, die spontan zur Ruhe gekommen ist, als ein Kind angefangen hat, leise ein Weihnachtslied zu summen“

Hintergrund: in unserem Stadtteil-Magazin Bürgerblättle berichten wir regelmäßig über Neuerungen in der Stadtteilbibliothek Mooswald, die leicht erreichbar in der benachbarten Wentzingerschulen zu finden ist. Hier eine allgemeine Vorstellung als Beitrag in Bürgerblättle 245 (Aug. 2017).

 

 

 

Pressemitteilung Aussenbecken Westbad

Aus gegebenem Anlass nachfolgend eine Presse-Mitteilung des Bürgervereins zum Projekt “Aussenbecken Westbad” vom 22. Jan. 2021.


Mit großer Enttäuschung reagiert der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde darauf, dass die Verwaltung die Wiederherstellung des Außenbeckens im Freiburger Westbad aus dem Entwurf des Doppelhaushalts 2021/2022 gestrichen hat.

„Wenn es dabei bleibt, dass das Freibecken im Westbad nicht in den neuen Haushalt kommt, dann verschiebt sich der Bau des Beckens auf Jahre hinaus“, befürchtet die Bürgervereinsvorsitzende Beate Diezemann.

„Damit werden Familien und Kinder benachteiligt – genau die, die sowieso von der Corona-Pandemie am stärksten betroffen sind“, ärgert sich Beate Diezemann.

Gerade in Corona-Zeiten wäre ein Freibecken im Westbad im Sommer ein wichtiger Beitrag, um gut durch die Krise zu kommen. Wenn man diesen Sommer noch kein Freibad haben könne, dann sei es umso wichtiger, jetzt alle Schritte zu unternehmen, um den Neubau möglichst bald verwirklichen zu können.

Kritisiert wird vom Bürgerverein auch, dass die Verwaltung schon im März 2020 an sich vorgesehene Maßnahmen zur Vorbereitung still und leise gestoppt habe, obwohl hier sicherlich einiges an Kosten schon entstanden sei.

„Es fällt leider immer schwerer, der Verwaltung zu glauben, dass sie die Verwirklichung des Freibads wirklich will“, meint Beate Diezemann.

Der Bürgerverein hat eine klare Botschaft an die Verantwortlichen: „Wir fordern von der Stadt Freiburg und vom Gemeinderat, alles zu tun, um eine schnellstmögliche Umsetzung des dringend benötigten Freibadbaus zu schaffen. Noch eine Verschiebung um Jahre hinaus ist dem Freiburger Westen nicht zuzumuten.“

Beate Diezemann bringt die Forderung des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde auf den Punkt: „Das Freibad muss im Haushalt 2021/2022 bleiben und der Bau ab diesem Jahr umgesetzt werden!“

Ralf Ullrich, Arbeitskreis Bauen und Wohnen.


Ergänzung 1.Febr. 2021:

Die Vorsitzenden der Bürgervereine Betzenhausen-Bischofslinde, Brühl- Beurbarung, Landwasser, Stühlinger und Mooswald wenden sich in einem gemeinsamen Brief an Herrn Oberbürgermeister Horn und die Stadträtinnen und Stadträte des Freiburger Gemeinderates. Nachzulesen auf Mooswald.org.

Vorher hatte sich auch schon die Dachorganisation der Freiburger Bürgervereine (AFB) für das Projekt ausgesprochen.


Für Hintergründe siehe Beitrag Ausssenbecken Westbad. Hier auch ein Beitrag vom Freundeskreis Freibad West im Bürgerblättle 265 Febr./März 2021:

Kein Baustopp beim Westbad-Freibecken 

Aus der Tagespresse mussten wir erfahren, dass die Stadtverwaltung vorschlägt, das neue Freibecken beim Westbad vorerst nicht zu bauen.

Zu den Fakten: Das alte Außenbecken beim Westbad wurde vor über 17 Jahren stillgelegt. Grund war, dass wegen Mittelknappheit die notwendige Sanierung unterblieb. Aus den Bürgervereinen, der Stadtpolitik und über unseren Verein  gab es seitdem viele Vorstöße, eine Wiedereröffnung des Freibads zu erreichen. Auf Antrag mehrerer Fraktionen des Gemeinderats wurde dann endlich vor zwei Jahren der Neubau des Freibads beschlossen und die notwendigen Gelder im Haushalt eingestellt. Vorangegangen waren jahrelange Diskussionen auf allen Ebenen. Unterschiedliche Betriebsmodelle und die Variante „Naturbad“ wurden untersucht, eine Machbarkeitsstudie gefertigt und die Planung des Freibads ausgeschrieben. Alle Argumente und Meinungen sind dabei vielfach gehört und ausgetauscht worden- vermutlich wird es im Freiburger Raum kein Vorhaben  dieser Größenordnung geben, dass derart intensiv erörtert und von allen Seiten durchleuchtet worden ist. Sowohl OB Horn wie auch BM Breiter haben schließlich noch Anfang des Jahres 2020 öffentlich versichert, dass die Massnahme planmäßig vorangeht, in diesem Jahr rd. 1 Mio EUR für die Planung eingesetzt werden und das Bad im Sommer 2022 geöffnet sein wird.

Offensichtlich ist aber nichts vorangegangen. Den lang überfälligen und vom Gemeinderat beauftragten Bau des Freibads jetzt noch kippen zu wollen – mit genau dem gleichen „Kein Geld da“ -Argument wie vor über 17 Jahren – das versteht niemand mehr. Denn: Noch nie war das Freibad so wichtig wie jetzt – das haben wir doch alle spätestens in diesem Sommer lernen dürfen. Weil die Menschen Luft und Licht suchen. Und keinen Platz in den Bädern finden können. Damit Kinder schwimmen lernen. Und Familien wenigstens eine Art von Ersatzurlaub machen können. Und die vermeintliche Alternative Baggersee lebensgefährlich sein kann. Die so vielfach anerkannten und dringenden Bedürfnisse der Menschen müssen jetzt endlich Priorität haben und dürfen nicht wieder unter die Räder kommen. Das Bad nur als Kostenfaktor zu betrachten – das ist komplett verkehrt. In anderen Orten hat man die Bedeutung erkannt: z.B. in Breisach oder in Vogtsburg; dort werden die Freibäder saniert.

Es wird wohl leider keinen anderen Weg geben: Der Gemeinderat muss diesen Einsparvorschlag nochmals korrigieren. Damit die Forderung nach dem Freibad eine breite Basis hat, brauchen wir Ihre Unterstützung: Geben Sie Ihre Stimme oder Meinung unserem gemeinsamen Anliegen. Schreiben Sie einen Leserbrief. Sprechen Sie Mitglieder des Gemeinderats an. Bitte helfen Sie mit, damit wir unser gemeinsames Ziel endlich erreichen.

Joachim Kerrmann, Freundeskreis Freibad West e.V.

 

 

 

 

Die Ökostation am Seepark

Was es schon eine “ökologische Utopie” auf der Landesgartenschau 1986, die sich in diesem Gebäude widerspiegelte? Denn eine Woche nach Eröffnung der Ausstellung kam es in Tschernobyl zur Kernschmelze: der Supergau mit verstrahlten Menschen und verstrahlter Natur. Zur Erinnerung: die Grünen hatten erst drei Jahre zuvor den Bundestag erreicht.

Dabei hatte gerade diese Landesgartenschau erstmals mit dem Thema Ökologie punkten wollen und eine der Hauptattraktionen war das uriges Holzhaus, das sich Ökostation nannte. Ein Naturhaus mit Lehmwänden, einem Grasdach, einer Solaranlage und einem Bio-Garten zur Selbstversorgung. Die Leitung für dieses ökologische Modelprojektes hatte der Landesverband des BUND. Architekt war Udo Falk-Grab aus Münstertal, anspruchsvoll waren wohl auch die Aufgaben des Statikers Harald Rheinberger, vor allem in Bezug auf die außergewöhnliche Rundholzkonstruktion des Daches.

Auf der Landesgartenschau 1986

Während der Ausstellung lief ein buntes Veranstaltungsprogramm um ökologisches Leben erfahrbar zu machen: man konnte etwas erfahren über Ökolandbau, gesunde Ernährung, Energiesparen uvm. Es gab einen ökologischen Waschtag und sogar Brotbacken war ein Thema (wie heute noch regelmäßig): wobei damals die Brötchen wohl teilweise etwas zu hart daherkamen. Es waren all die Themen, die auch das Angebot der Ökostation in den Jahrzehnten danach prägen sollten (bis heute).

Die Ökostation zählte auf der Landesgartenschau zu den größten Attraktionen und wurde während der Dauer der Ausstellung von über 1 Mio. Gästen besucht. Am Ende waren es vor allem auch die positiven Rückmeldungen der Besucher, die das Überleben des Experiments Ökostation erst ermöglichten: sie veranlasste den BUND Landesverband, die Ökostation als Bildungsstätte weiter zu betreiben.

Ein Leben nach der LGS

Doch dieses (erste) Leben war sehr kurz: im Febr. 1987 zerstörte ein Brand die Ökostation. Insbesondere OB Rolf Böhme war es zu verdanken, dass die Stadt Freiburg sich für den Neuaufbau engagierte. Auch wenn es am Ende mehrere Jahre dauerte: im September 1991 war eine neue Ökostation fertiggestellt. In Grundaufbau wie die erste Version, aber doch auch mit einigen technischen Neuerungen und angepasst an modernere Umwelttechnikstandards (Architekt diesmal das Freiburger “Planungsbüro Ökologisches und Gesundes Bauen Möhrle”).

Und das neue Haus überzeugte mit dem “Charme einer perfekten Baubiologie” wie Peter Heller es als damaliger Umweltbürgermeister beschrieb. Ab dann folgten Fachseminare, Exkursionen und viele Ausstellungen zum ökologischen Bauen, zur Abfallvermeidung, Naturschutz uvm. Im Jahr 1992 wurde Freiburg zu Ökohauptstadt und besonders viele Besucher wollten die Ökostation am Seepark erleben.

Die Ökostation beseht aus einer Rundholzkonstruktion, bei der man nur einheimische Bäume verwendete. Und Wiederverwertung wurde versucht: ein Großteil der verwendeten Backsteine und Ziegel stammte aus abgerissenden Häusern (sogar bei Glas). Lehm wurde verwendet bei nichttragenden Wänden. Solarkollektoren wurden installiert und Kollektorn für Heizungswärme. Insgesamt wurde die Ökostation so fast energieautark.

Wichtiger Bestandteil der Einrichtung sind die Naturgärten. Sie wurden mit der ersten Ökostation 1986 angelegt und bedecken eine Fläche von etwa 2500 m². Sie sind wichtiger Bestandteil im pädagogischen Programm, z.B. als Basis für das “grüne Klassenzimmer”. Wie alle Teile der Ökostation sind auch die Gärten für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Jährlich kommen rund 15.000 Menschen in die Ökostation und in den angrenzenden 3000 m² großen Biogarten mit Streuobstwiesen. Sie zählt zu den ältesten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland.

Ein tragisches Ereignis aus den Anfangsjahren dürfen wir hier nicht vergessen: im Nov. 1995 wurde ein Praktikantin Opfer eine Mordanschlags bei der Ökostation. Solidarität und Rückhalt in Freiburg Bevölkerung waren groß. Es folgte eine Pause für 3 Monate, in dem auch Teile des Aussenbereichs abgerissen oder umgebaut wurden; letztendlich wurde der Bereich um die Okostation herum freier und besser überschaubar. Der Vorplatz erhielt Licht. Zur Erinnerung pflanzte man vor der Ökostation eine Linde.


Hier zum Abschluss natürlich ein Link auf die Web-Seite der Ökostation: www.oekostation.de

Hintergrund: der Text gehört zu einer Beitrags-Serie über Markante Gebäude in Freiburg-Betzenhausen.