Aktuelle Infomationen zum Stadtteil Betzenhausen

Neues von der IG Obergrün

Aktuelles: Kuchenstand im Obergrün am 16. Oktober ab 14 Uhr.

Ansonsten aktuelle Infos wie üblich auf www.igobergruen.de


Ein kleiner Rückblick: Vogelführung zum Neuntöter im Obergrün, So. 19. Juni, morgens

Beitrag im Bürgerblättle Aug./Sept. 2022:

Wenn dieser Vogel einen Ort zu seinem Zuhause erklärt, dann wissen wir, dass die Natur dort noch in Ordnung ist: Der Neuntöter braucht eine reich strukturierte Wiesen- und Heckenland­schaft mit vielen Insekten und ausgedehntem dornigen Dickicht, wohinein er sein Nest baut. Diese idealen Bedingungen findet er bei uns im Obergrün und sie führen dazu, dass er dieses Jahr zum vierten Mal in Folge im dort brütet!

Daher luden wir am Sonntag, den 19. Juni 2022 gemeinsam mit Ralf Schmidt, Vorsitzender des NABU Freiburg, und Kerstin Geigenbauer vom Vorstand des Vereins Bauernhoftiere für Stadtkinder um 7 Uhr morgens zur Vogelführung durch’s Obergrün ein. Das Interesse ist riesengroß, eine Gruppe von ca. 30 Menschen macht sich auf ins Gelände, wo durch die jahrelange Beweidung mit Schafen und Ziegen ein halboffenes Mosaik entsteht.

Allerorten gibt es Rendezvousplätze für Insekten, es gibt hohe und niedrige Bereiche und viele Randflächen – gerade die Ränder sind es, an denen die Artenvielfalt am größten ist. Wir hören und sehen die Mönchsgrasmücke, die Rabenkrähe, die Ringeltaube, den Stieglitz, Stare, Kohlmeisen, Mehlschwalben, Alpensegler, den Haussperling, den Girlitz, Saatkrähen und Mauersegler, den Graureiher und den Mäusebussard. Im Winter schlagen Gruppen von mehr als 100 Bluthänflingen ihr Nachtquartier hier auf. Und dann: der Neuntöter! Er sitzt auf einem Zaunpfahl und wartet geduldig, bis alle Menschen ihn im Fernglas ins Visier genommen haben. Sein auffälliger schwarzer Augenstreif am grauen Oberkopf ist deutlich zu sehen, in der Sonne leuchtet sein rotbrauner Rücken. Der Name Neuntöter beruht auf der Erzählung, er spieße zur Vorratshaltung neun erbeutete Insekten auf Dornen auf. Und wir erfahren, dass auch Bergmolche und Erdkröten im Obergrün wohnen, sowie Mauer- und Zauneidechsen – und staunen wirklich über diese große Artenvielfalt auf kleinster Fläche.

Einen ausführlicheren Bericht finden Sie auf unserer Webseite: www.igobergruen.de/aktuelles/


Juni 2022: Übergabe 2.641 Unterschriften an OB (Beitrag im Bürgerblättle Aug./Sept. 2022):

Am 22. Juni 2022 standen wir mit großem Transparent im Rathaus, um Herrn OB Horn und Herrn Baubürgermeister Haag die 2.641 Unterschriften unserer Petition zum Erhalt des Obergrün zu übergeben. Auch Mascha Klein von Parents 4 Future sowie BUND und Herr Stadtrat Winkler waren gekommen.

Herr OB Horn dankte uns für unser Engagement und erwähnte anerkennend die Arbeit des Vereins Bauernhoftiere für Stadtkinder e. V. In der Sache allerdings bissen wir auf Granit, die Bebauung sei eben nötig.

Einen ausführlicher (kritischer) Bericht zur Übergabe ist zu finden auf der IG-Webseite: www.igobergruen.de/aktuelles/


Beitrag im Bürgerblättle Febr./März 2022:

Das Gewann Obergrün ist die letzte naturnahe Freifläche in Betzenhausen-Bischofslinde und ein Gebiet mit ländlichem Charme. Es vereint Naherholung, Naturschutz, Artenvielfalt, Bildung und Spielotop für Kinder in einer Fläche. Da dort gebaut und viel Grünland zerstört werden soll, hat sich im vergangenen Oktober die Interessengemeinschaft Gesamterhalt Obergrün, kurz IG Obergrün, gegründet. Wir sind da ganz auf dem Kurs von Baubürgermeister Haag, der im Herbst 2021 anlässlich der Verleihung des Labels „StadtGrün naturnah“ in Gold sagte: “… wir wollen beständig daran arbeiten, Biodiversität im öffentlichen Grün zu erhalten und zu fördern.“

Seither hat sich einiges getan. Ende November berichtete die Badische Zeitung ausführlich über die IG-Gründung. Wir haben einen schönen Flyer erstellt und verteilt sowie emsig an der Webseite gearbeitet, die im Januar online ging: www.igobergruen.de.

Im Dezember versendeten wir einen elektronischen Adventskalender: Vom 1. bis zum 24.12. öffnete sich allmorgendlich ein Fenster in das Gewann Obergrün, und zwar jeweils im Büro des OB und der Bürgermeister:in, des Stadtplanungsamtes sowie der Gemeinderatsfraktionen. Sie alle erhielten täglich eine einladende E-Mail mit Fotos, Filmen, Informationen und persönlichen Texten zum Obergrün. Vielleicht machen sie ihnen ja Lust, sich das Gelände mal anzuschauen. Auf jeden Fall rufen sie den Widerstand gegen das Bauprojekt in der Bürgerschaft in Erinnerung. Diese Aktion war nur möglich, weil viele IG-Mitglieder mit kreativen Ideen zum Gelingen beitrugen – herzlichen Dank an alle!

Und neuerdings können Sie sich sogar in einer online Petition für den Erhalt des Obergrüns einsetzen: Link dazu ist auf unserer Webseite oder direkt unter chng.it/q5xTwSDDCy. In der ersten Woche unterschrieben bereits weit mehr als 600 Menschen! Es wäre hilfreich, wenn auch Sie im Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis Werbung für unsere Petition machen könnten.

Die IG Obergrün hat inzwischen bereits mehr als 100 Mitglieder. Darüber hinaus unterstützen uns auch etliche Organisationen ideell. Das ist gut, denn je mehr wir sind, desto mehr Gewicht hat unsere Stimme. Möchten auch Sie Mitglied werden? Wir würden uns freuen, schreiben Sie uns: igobergruen@posteo.de

Susanne Schlatter (IG Obergrün)


Gründung der “Interessen Gemeinschaft Obergrün” (IG Obergrün)

Beitrag aus Bürgerblättle Dez. 2021/Jan 2022:

Wo finden sich im Freiburger Westen noch Neuntöter, Wendehals und Klappergrasmücke, Mauer- und Zauneidechse, Gottesanbeterin, wo kreisen Mäusebussarde und Milane? Wo können Kinder noch auf Bäume klettern und direkt vor ihrer Haustür regelmäßigen Kontakt zu Eseln, Schafen, Ziegen, Schweinen, Pferden und Hühnern haben? Oder aus ihrer Grundschule oder Kita heraus direkt in die Natur ausschwärmen?

Als Einwohner:innen von Betzenhausen-Bischofslinde haben Sie die Antwort vermutlich schon auf den Lippen: im Gewann Obergrün! Vielleicht haben Sie ja sogar selbst als Kind dort schon gespielt. Und als Anlieger:innen sind Sie durch das Bürgerblättle und die Lokalpresse über die Bebauungsvorhaben der Stadt und des Investors Treubau informiert. Seit Jahren werden die vorgesehenen neuen Wohnblocks größer und höher und rücken immer dichter an das Vereinsgelände mit den Bauernhoftieren heran. Im kommenden Frühjahr soll die Offenlage sein. Da klingt es wie Hohn, dass die Stadt Freiburg im September 2021 das Label „StadtGrün naturnah“ in Gold erhalten hat – Baubürgermeister Haag: “… wir wollen beständig daran arbeiten, Biodiversität im öffentlichen Grün zu erhalten und zu fördern“.

Es gibt viele Bürger:innen, die diese Entwicklung seit langem entsetzt verfolgen. Anfang Oktober 2021 sind sie in die Offensive gegangen und haben die „Interessengemeinschaft Gesamterhalt Obergrün“ gegründet. Sie nutzen das Obergrün für Naherholung und Naturerlebnis, brauchen es dringend für ihre Lebensqualität und möchten es schützen. Auch die Arbeit des Vereins „Bauernhoftiere für Stadtkinder e. V.“ ist bedroht durch diese Neubaupläne. Profitiert die Stadtgesamtgesellschaft denn nicht ungleich mehr von einer Erhaltung des Obergrüns in seinem jetzigen Umfang, als wenn dort wenige hochpreisige Wohneinheiten entstehen? Was sollen 43 Wohnungen ausgerechnet an diesem empfindlichen Standort angesichts der Tatsache, dass der gesamte Freiburger Westen massiv verdichtet und zugebaut wird: neue Stusie-Wohnheime, Zinklern, Dietenbach, Kleineschholz – alles in allem Wohnraum für ca. 20.000 Menschen! Wohnbau ist Trumpf, Wohnbau sticht Ökologie, sticht Klima, sticht Kinderglück mit Schaf und Esel?

Das ist die Denke von gestern. Das nehmen die Menschen der IG Obergrün nicht länger hin. Arten- und Klimaschutz, Grünflächen und Spazierwege für Anwohner*innen, pädagogische Arbeit mit Kindern, die Pflege ökologisch hochwertigen Naherholungsraums – das ist ihnen elementar wichtig, dafür setzen sie sich ein. Informieren Sie sich über Aushänge im Gelände und auf unserer Website www.igobergruen.de.

Gerne können auch Sie sich engagieren, sprechen Sie uns an: igobergruen@posteo.de. Wir freuen uns sehr auf weitere neue Mitglieder und darauf, im Herbst/Winter gemeinsam einige fröhliche Aktionen umzusetzen. Unterstützt werden wir auch vom BUND, der den großen ökologischen Wert der Fläche schon lange kennt. Vielleicht sehen wir uns bald?

Gisela Fischer (IG Obergrün)


Weiter Unterlagen:

 

 

Aktuelle Ausstellungen

Hier finden Sie aktuelle Ausstellungen in Betzenhausen oder mit Bezug zu unserem Stadtteil.


Fotoausstellung heimische Wildbienen

Eröffnung So, 30. Okt. 14 – 17 Uhr, Ökostation im Seepark

Im zentralen Ausstellungsraum bietet die Ökostation ca. 20 beeindruckende große Fotografien zu heimischen Wildbienen im A2 Format an.

Die kostenlose Ausstellung ist anschließend noch bis zum 16.12.2022 anzuschauen (Mo – Fr, 9 – 17 Uhr). Weitere Infos auf  www.oekostation.de

Foto: Christian Steinhauser

 


Rückblick auf frühere Ausstellungen

Evas Pflanzenpoesie: Ausstellung von Eva Ehret im Stadtteiltreff (Juni/Juli 2022). Beim Ecoprint werden Pflanzenblätter und -blüten gepresst und erhitzt und geben ihre natürlichen Farben und Formen an den Stoff bzw. das Papier ab. Wie beim natürlichen Wollefärben wird das Material vorher gebeizt.”

Fotografien zu heimischen Libellen: Im zentralen Ausstellungsraum bietet die Ökostation große Fotografien im A-2 Format an (Nov./Dez. 2021)

Ausstellung „Sehnsuchtsorte“: Malereien aus der heilpädagogischen Kunsttherapie des Refugiums (1. Okt. bis 30. Nov. 2021, Stadtteiltreff).

Fotoausstellung „Heimische Orchideen“: große Fotografien zu 24 heimischen Orchideen im A-2 Format (April – Juni 2021, Ökostation)

Fotoausstellung Thema „Wege“: Bilder von Helmut Schiemann (März – Sept. 2021 Stadtteiltreff)

„Tiere, Blumen und Maritimes“. Heike Ketzner, eine leidenschaftliche Hobbyfotografin aus dem Stadtteil, stellt ihre Naturmotive von unterwegs aus (Febr.- März 2021 Stadtteiltreff).

… und auf besondere Ereignisse sollte man auch mal ausführlicher zurückblicken:

Ausstellung “Dark Side of the Moon” (Aug.-Okt. 2020) mit Modellen und Plänen zur Gaskugel, die vier Architekturstudenten im Rahmen ihrer Masterarbeit erarbeitet haben.

Figurentheater Gregor Schwank: unter dem Titel “Magische Figuren und Fantasie-Welten” war im Sept. 2020 eine Ausstellung zu sehen, die es so noch nicht gegeben hat.

Eröffnung der Ausstellungsreihe Kunst im Stadtteil“  im Jahr 2016.

Für einen Besuch empfehlen möchten wir auch das Atelier in der StuSie, siehe unseren ausführlichen Beitrag zu 10 Jahre “Kunstatelier 50” in der StuSie .

Musik im Stadtteil

Herauszufinden, in welcher musikalischen Gemeinschaft man sich wohlt fühlt, ist manchmal garnicht so einfach. Erster Schritt ist natürlich die Frage, welche lokalen Angebote überhaupt vorhanden sind (z.B. mit Instrument oder als Stimme im Chor). Zumindest den Versuch einer Übersicht wollen wir hier unternehmen.

Einleitend an dieser Stelle zunächst ein Verweis auf unseren generellen Beitrag über Vereine und Institutionen im Stadtteil.

Die Auflistung hier ist natürlich noch unvollständig (aber wir arbeiten dran…).


Orchestergemeinschaft Seepark

Dieses Orchester muss hier einfach an an erster Stelle stehen als gemeinsames Projekt der beiden Musikvereine Betzenhausen-Bischofslinde e.V.  und Mooswald als das Blasorchester in Freiburg für unterhaltende und anspruchsvolle sinfonische Blasmusik. Im Repertoire sind klassische Werke, Filmmusik, Musicals, Swing und Pop-Hits. Derzeit sind rund 65 aktive Musikerinnen und Musiker im Hauptorchester tätig. Die musikalische Leitung liegt seit 2001 bei dem Dirigenten Michael Schönstein.

Neben großen Gala-Konzerten im Bürgerhaus am Seepark gibt es weitere Unterhaltungskonzerte in und um Freiburg.

Die Musikschule der Orchestergemeinschaft Seepark organisiert eine musikalische Ausbildung für Kinder und Erwachsene. Das Jugendorchester besteht aus rund 30 jungen Musikern, die durch eine intensive Ausbildung in der eigenen Musikschuledes Orchesters, einer innovativen Probenarbeit und viel Freizeitspaß die Orchester-Aufgaben und den Spaß am gemeinsamen Musizieren erlernen.

Vorstand Öffentlichkeit: Michael Kott, Käferweg 11, 79110 Freiburg, Tel: 8 58 97, info@orchestergemeinschaft.de

Alles Weitere hier: www.orchestergemeinschaft.de oder www.orchesterschule-freiburg.de


Chorart Freiburg

Ein moderner Projektchor mit Tradition: hervorgegen aus dem Gesangsverein „Liederkranz Freiburg-Betzenhausen/Bischhofslinde e.V.“, der schon im Jahre 1924 hier in Betzenhausen gegründet wurde.  Die einzelnen Projekte kommen mehrmals zur Aufführung, z.B. in Orten wie Freiburg, Lörrach und Bad Bellingen. Beispiel-Projekte wären: „Something Latin“ und „Sing and Swing“, “ Gospel from Heart to Heaven“.

Siehe auch unsere ausführliche Vorstellung des Chores.


Freiburger Gospel Chor

Hier ist der Name schon das Programm; gegründet 1986 von Carsten Schulz und auch heute noch unter seiner Leitung. Der Chor tritt regelmäßig im Stadtteil auf, deshalb wollen wir ihn hier auch vorstellen (z.B. Auftritte im Bürgerhaus am Seepark). Auftritte sind häufig auch mit grosser Band.

Kreativität und Unternehmungslust der Sänger beschränken sich nicht nur auf die obligatorischen Weihnachtsfeiern.

Alles Weitere hier: www.freiburg-gospel-choir.de


Chorgemeinschaft St. Albert

Hier liegt der Schwerpunkt ist die klassische Chormusik: mal a capella oder auch mal mit Pauken und Trompeten. Geprobt wird Do. 20:15 – 22:00 Uhr: Gäste immer willkommen.

Kontakt: Chorleiterin Katharina Denger, Tel 48990072, k.denger@gmx.de, siehe auch Web-Seite hier.


Kirchenchor Hl. Familie – St. Cyriak

Die Kirchenchöre der Pfarrgemeinden Hl. Familie und St. Cyriak schlossen sich im Jahr 2006 zusammen. Der Chor St. Cyriak hatte schon eine mehr als 350–jährige Geschichte Tradition, während der Chor der Hl. Familie erst 1977 (wieder-)gegründet wurde. Seit 2021 hat Sophia Kirstein die Chorleitung.

Proben sind im halbjährlichen Wechsel immer mittwochs um 20:00 Uhr im Cyriaksaal (1. Halbjahr) und im Pfarrgemeindehaus Hl. Familie (2. Halbjahr). Jährlich gibt es einen Ausflug um auch Zeit ausserhalb der Proben zusammen zu verbringen. Dem geselligen Beisammensein dient auch der monatliche Stammtisch.


MontagsChor Lehen e.V.

Dies ist ein Frauenchor mit ca. 30 Sängerinnen, die nicht nur aus dem Freiburger Ortsteil Lehen kommen, sondern auch aus der näheren Umgebung. Gegründet wurde der MontagsChor bereits im Jahr 1989: Die Gründungsmitglieder – Frauen, die im Kirchenchor sangen – wollten gerne außerhalb der Kirche etwas Flottes und Fröhliches singen.

Geprobt wird im Cyriaksaal in Freiburg-Lehen, Kirchbergstraße 6. Gäste zum “Reinschnuppern” sind immer willkommen; und das geht auch ohne Vorsingen und Notenkenntnisse.

Alles Weitere unter www.montagschor-lehen.de


different voices

Noch einmal ein Chor mit Heimat in Lehen: der “Der Chor nicht nur fürs Ohr” zieht aber auch immer wieder Sängerinnen und Sänger aus Betzenhausen an.

Der Singspaß spiegelt sich auch im Repertoire mit: Songs von Sting, den Beach Boys, Robbie Williams, italienischen Evergreens, Abstechern ins Alemannische; aber auch Deutsches wird mit  Begeisterung gesungen, ggf. bis zu 8-stimmig. Dazu Arrangements je nach Fall mit Piano oder Gitarre, mit Geige, Percussion oder eben a cappella.

Alles weitere auf: www.different-voices-freiburg.de, Kontakt: d.voices@web.de


Männergesangverein Lehen e.V. (MGV)

Regelmäßige Auftritte bei lokalen Festen (z.B. Feuerwehrfest Lehen oder Freiburger Weinsommer). Dazu kirchliche Auftritte in Absprache mit den Katholischen und Evangelischen Kirchengemeinden; ggf. auch zusammen mit anderen Chören. Begleitung beim Totengedenken in Lehen (November).

Alles Weitere auf www.mgv-lehen.de .


Badischen Schalmeienkapelle

Mitreißend und unverwechselbar, klangvoll und rhythmisch, oft laut aber manchmal auch leise und gefühlvoll – das ist die Musik der Badischen Schalmeienkapelle. Seit Jahren bereichert sie die Musiklandschaft Freiburgs nicht nur zur Fasnet-Zeit, auch weit über die Grenzen der Stadt begeistern die Musiker ihr Publikum; z.B. zu hören bei der inzwischen traditionellen Narrenmesse in St. Albert, aber auch bei der Fronleichnamsprozession.

Die Badische Schalmeienkapelle wurde im Jahr 1979 gegründet. Eine Schalmei ist ein volkstümliches Blasinstrument und eigentlich ist es kein närrisches Instrument: im Mittelalter nutzten es die Spielleute für Auftritte auf den Jahrmärkten. Daraus entwickelten sich dann auch Blechblasinstrumente. Die Schalmei wird nach Zahlen gespielt, das Instrument ist leicht erlernbar (ohne Notenkenntnisse).

Kontakt: Michael Barth, Tel. 445767, 79114 Freiburg, info@badische-schalmeienkapelle.de, www.badische-schalmeienkapelle.de

Siehe auch Bericht im Bürgerblättle 261 April/Mai 2020.


Eine weitergehende Übersicht speziell zu Chören in Freiburg gibt es auf www.choere.de

Orchestergemeinschaft Seepark

Aktuelles: Einladung zum 10. Freiburger Oktoberbierfest, So. 09. Okt. 2022

Am Sonntag, den 09. Oktober  heißt’s  von 11-18 Uhr im Bürgerhaus am Seepark wieder „O’zapft is“. Um 11.00 Uhr wird Stadtrat und neuer 1. Vorsitzender des Bürgervereins Freiburg-Mooswald, Stefan Schillinger, das 10. Freiburger Oktoberbierfest mit dem Fassanstich eröffnen.

Die Jugend der Orchestergemeinschaft Seepark lädt eine und lässt keine Wünsche offen. Fürs leibliche Wohl gibt’s viele Schmankerln der bayrischen Küche, für den Durst bestes Festbier und für die gute Laune sorgt wieder ein buntes Programm aus Blasmusik und Stimmung. Alles Weitere unter www.oktoberbierfest.de .

Nebenbei: am 16. Oktober gibt es die Orchestergemeinschaft auch wieder auf der Seebühne zu erleben.


Hintergründe zur Orchestergemeinschaft

Im Januar 2001 war es grosser Schritt, als beim Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde ein neuer Dirigent gesucht werden musste: die Gründung der “Orchestergemeinschaft Seepark”  als gemeinsames Projektorchester zusammen mit dem Musikverein Freiburg-Mooswald e.V. Ein wenig nach der Devise: “zusammen sind wir stark”. Aus zwei eher kleinen Orchestern sollte etwas größeres werden und das ist ganz sicher gelungen. Die Orchestergemeinschaft spielt anspruchsvolle sinfonische Blasmusik  und hat sich ein vielfältigen Repertoire zugegelegt, das von klassischen Werken über Filmmusik und Musicals bis zu Swing und Pop-Hits führt.

Die Orchestergemeinschaft besteht aus einem Hauptorchester (über 60 Mitwirkende) und einem Jugendorchester (ca. 30 junge Musikern). Die eigene Musikschule organisiert eine musikalische Ausbildung für Kinder und Erwachsene; sowohl neu Neu- als auch Wiedereinsteiger sind gern gesehen (für alle Instrumente eines sinfonisches Blasorchesters).

Die Orchestergemeinschaft ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen und hat u.a. bemerkenswerte Veranstaltungen organisiert. Auftritte gibt es mehrfach im Jahr, vor allem natürlich im Bürgerhaus am Seepark oder auf der Freiluftbühne. Es gab eine Reihe von Gala-Konzerten, diverse Gemeinschaftskonzerte mit anderen Musikvereinen, Benefiz-Konzerte, z.B. für die Renovierung der St. Thomas Kirche, und auch die musikalische Weinverkostung „Vino Musica“ (siehe ausführliche Liste hier).

Seit der Gründung 2001 ist Michael Schönstein Dirigent und musikalischer Leiter des Orchesters. Über Themen des Vereins berichtet seit 2005 einmal im Quartal die eigene Vereinszeitschift “Seepark aktuell“. Auch im Bürgerblättle ist die Orchestergemeinschaft regelmäßig mit Beiträgen vertreten.

Auch nach Gründung der Orchestergemeinschaft blieben im Hintergrund beide Gründungsvereine als organisatorische Einheiten bestehen. Vereinsvorsitzender war über mehr viele Jahre Mathias Gutsche. Seit 2020 gibt es für beide Vereine ein gemeinsames Vorstandsquartett, aufgeteilt nach den Verantwortungsbereichen „Musik & Orchester“, „Jugend & Ausbildung“, „Finanzen & Öffentlichkeit“ sowie „Orga & Events“.

20 Jahre Orchestergemeinschaft Seepark (Jubiläumsjahr 2021)

Leider hat Corona in diesem Jubiläumsjahr 2021 nur wenig Veranstaltungen erlaubt. Und doch gab es zwei Highlights, die wir hier nachträglich noch erinnern wollen:

10. April 2021: „Vino Musica Digitale“: Musik, Wein & mehr – Eine Online-Veranstaltung zur Eröffnung des Jubiläumsjahres.

11.Dez. 2021: Jubiläums-Konzert zu “20 Jahre Orchestergemeinschaft Seepark” im Bürgerhaus Seepark nach dem Motto „Zurück in die Zukunft”. „Back to the Future“ ist nicht nur der Name der Science-Fiction-Film-Trilogie, es war auch das passendes Motto zur Geschichte und aktuellen Situation der Orchestergemeinschaft.

Siehe auch vorherige Ankündigung auf www.orchesterschule-freiburg.de.

Im Juli 2022 dann zusätzlich ein besonderer Erfolg: Die Orchestergemeinschaft holt Gold beim World Music Contest (WMC) in Kerkrade (NL); auch dazu ein ausführlicher Bericht auf www.orchesterschule-freiburg.de. Wir gratulieren ganz herzlich!


Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde: etwas zur Geschichte

25 jahre Musikverein Betzenhausen-Lehen

Alte Unterlagen zeigen, dass schon ab ca. 1888 eine Dorfkapelle Betzenhausen exitierte und für gute Stimmung sorgte: in Betzenhausen, aber natürlich auch im nahen Lehen (etwa 10 Musiker dürften es gewesen sein). Daraus entstand 1906 der “Musikverein Betzenhausen-Lehen”: ein schönes Foto gibt es vom  25-er Jubiläum im Jahre 1931. Mit den Wirren des 2. Weltkriegs ging der Verein unter und Betzenhausen blieb lange ohne eigene Kapelle.

Im Jahre 1985 ergriff endlich der damalige Vorsitzende des Bürgervereins – Willy Kapp – die Initiative, um die Tradition einer Blaskapelle wieder aufleben zu lassen. Aufrufe in der Badischen Zeitung und natürlich im Bürgerblättle führten zum Erfolg: etwa 10 Musiker fanden sich zusammen und mit Werner Hirth wurde ein erster Dirigent gefunden. Geprobt wurde zunächst im damaligen Haus der Vereine in der Ricarda-Huch-Str., das auch gerade in dieser Zeit eröffnet werden konnte.

Die offizielle Gründung erfolgt als “Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V.” im März 1986. Erste Vorsitzende wurde Monika Karczewski (und sie blieb es für fast 20 Jahre); Werner Hirth wurde als Dirigent bestätigt.

Schon im Jahr der Gründung gab es erste Auftritte der Kapelle bei Einweihung des Betzenhauser Stegs über den Autobahnzubringer Mitte nach Weingarten und auf der Landesgartenschau (im Mai bzw. Juni 1986). Von Anfang an legte man Wert auf eine gute Ausbildung: so waren Ende 1986 neben den 15 aktiven Musikern auch schon 12 Auszubildende dabei. In den nachfolgenden Jahren folgten regelmäßig Auftritte bei Festen in Betzenhausen, den Nachbarstadtteilen oder dem Weinfest in Freiburg. Als besonderes Ereignis sei noch die 850-Jahres-Feier von Lehen im Jahr 1989 erwähnt. Schon ab 1986 folgten regelmäßige Jahreskonzerte im Bürgerhaus am Seepark; dazu noch regelmäßig das eigene Sommerfest im Hof der Gerhard-Hauptmann-Schule: häufig auch zusammen mit Partner-Orchestern.

Im Januar 2001 dann der nächste grosse Schritt, als ohnehin ein neuer Dirigent gesucht werden musste: die Gründung der Orchestergemeinschaft Seepark als gemeinsames Projektorchester zusammen mit dem Musikverein Freiburg-Mooswald e.V.

Freiwillige Feuerwehr Freiburg-Lehen

Aktuelles: Das Sommerfest in Lehen findet wieder statt, Fr. 29. und Sa. 30. Juli 2022, Bundschuhwiese unter den Eichen. Hinweis der Freiwilligen Feuerwehr Lehen:

Nach zwei Jahren Festpause steckt die Freiwilligen Feuerwehr Lehen wieder in den Vorbereitungen für ein Festwochenende. Am 29. und 30.07.2022 veranstalten wir auf der Bundschuhwiese unter den Eichen ein Fest, welches wir mit zahlreichen musikalischen Highlights planen. Die französische Band Cafe Musical, der Musikzug der Feuerwehr, der Lehener Musikverein, die Eckepfätzer und der Sänger Mike Furtwängler beleben das Sommerfest nach zwei sehr stillen Jahren.

Machen Sie sich ein dickes Kreuz in den Kalender und feiern Sie mit uns.

Wir freuen uns auf Sie.
Ihre Freiwillige Feuerwehr Lehen


Insgesamt 18 Freiwilligen Einsatz-Abteilungen unterstützen die Freiburger Berufsfeuerwehr im Stadtgebiet: Dazu gehört auch die Feuerwehr in Lehen mit Einsatzgebiet im Freiburger Westen, insbesondere auch Betzenhausen. Einsätze ergeben sich nicht nur bei Bränden, sondern z.B. auch über Unwetter mit Sturm oder Hochwasser.

Die Feuerwehr in Lehen besteht aus einer aktiven Einsatzabteilung, einer Jugendfeuerwehr und natürlich gibt es auch eine Ehrenabteilung. Aktuell in Planung ist ein neues Feuerwehrhaus. Die Aktiven der Feuerwehr trainieren ein- bis zweimal monatlich für den Ernstfall; begleitet von erfahrenem Kollegen der Berufsfeuerwehr.

Aber glücklicherweise geht es nicht immer nur um die Feuerwehr und mögliche Einsätze, sondern z.B. auch um Geselligkeit und Zusammenhalt: Man ist beteiligt am Lehener Hock und anderen Festen (auch in Betzenhausen). “Legendär” ist das Sommerfest der Freiwilligen Feuerwehr und natürlich «Bergle on fire».

Noch etwas Historie: Eine gemeinsame Feuerwehr von Lehen und Betzenhausen gibt es schon lange, z.B. belegt durch ein gemeinsames “Spritzenhaus” in Lehen. Siehe auch unseren Rückblick auf die Geschichte von Betzenhausen, Beitrag Die Gemeinde und ihre Einrichtungen .


Alles Weitere auf der WebSeite der Feuerwehr www.feuerwehr-lehen.de

 

Kunstwerke im öffentlichen Raum

Der Anlass

Die Corona-Zeit hat sicher für den ein oder anderen zusätzlichen Spaziergang durch unseren Stadtteil Freiburg-Betzenhausen gesorgt. Dabei haben Sie vielleicht auch Dinge entdeckt, die Ihnen vorher entgangen waren: versteckte Kunstwerke zum Beispiel. Anlass für uns, einige davon hier einfach mal vorzustellen (ggf. auch als Anregung für den nächsten Spaziergang…).

Seit Mitte 2021 werden ausgewählte Kunstwerke auch über eine kleine Serie in unserem Stadtteil-Magazin Bürgerblättle vorgestellt. Hier wie dort: noch ist die Zusammenstellung unvollständig (aber wir arbeiten dran…).

Ergänzend dazu: In Betzenhausen gibt es auch mehrere legale Plätze für Graffiti-Künstler. Grund für uns, auch diesem Thema einen eigenen Beitrag zu gönnen; siehe Graffiti in Betzenhausen.

Kunst am Bau

So einige Kunstwerke in Betzenhausen sind über die Initiative “Kunst am Bau” entstanden, in der namhafte Kunstschaffende im Auftrag des Staates ihre Werke erschaffen können. Und das seit inzwischen 70 Jahren: Mehr dazu unter www.kunstambau-freiburg.de

Im Seepark

Da der Seepark durch seine Vergangenheit als Landesgartenschau 1986 besonders viele “versteckte” Kunstwerte besitzt, wollen wir sie hier auch im Block vorstellen (auch diese Liste soll nur ein erster Eindruck sein, siehe aber auch unser Beitrag zum Seepark und Flückigersee). Eine Reihe der Plastiken wurde für den Wettbewerb „Park, Kunst und Utopie“ zur Landesgartenschau 1986 entworfen und nach der Ausstellung auch dort belassen. Dazu gehörten auch die großen Holzkunstwerke auf dem Betzenhauser Torplatz, die erst mit der Neugestaltung dort Ende 2020 entfernt wurden. Im damaligen Wettbewerb (beteiligt war auch Prof. Klaus Humpert als ehemaliger Leiter des Stadtplanungsamtes) sollten vor allem plastische Qualitäten relevant sein; deshalb waren insbesondere auch junge und renomierte Architekten zur Teilname eingeladen (z.B. Krier, Ungers, Hilmer/Sattler und Heinz Mohl).


Forsthaus Seepark, Architekt Heinz Mohl (Karlsruhe, 1986)

Hierbei handelt es sich um eine spektakuläre, öffentlich zugängliche Konstruktion aus Douglasien-Holz am Ufer des Flückiger Sees. Das sog. Forsthaus ist entstanden zur Landesgartenschau 1986 und trägt gelegentlich auch den Titel ,,Der liegende Turm” (36 Meter lang): es wurde explizit geplant “ohne besondere Nutzung”.

Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf den See, die gegenüberliegende Anhöhe mit dem Seeparkturm und den Stadtteil Mooswald dahinter.


Seeparkturm auf dem Rebberg, Architekten Heinz Hilmer und Christoph Sattler (München, 1986),

Der Holz-Turm mit markantem Schnecken-Design ist etwa 18 Meter hoch und bietet eine schöne Aussicht über den gesamten Park, bzw. auf die Silhouette von Freiburg mit Panorama von Schwarzwald und Kaiserstuhl/Vogesen (je nach Wetter natürlich). Mehr Hintergründe auch auf Wikipedia.

Im Jahr 2003 wurde der Holzturm leider Opfer von Brandstiftung und musste komplett abgerissen werden. Doch innerhalb eines Jahres wurde der Turm unter Leitung des Architekten Richard Kramer nahezu orginalgetreu wieder gebaut. Das war eine beachtliche Leistung, denn leider hatte die frühere Baufirma ihre Pläne kurz vor dem Brand entsorgt. Also musste der Architekt den Turm im Grunde Stück für Stück neu konstruieren: frühere Fotos halfen dabei, aber z.B. auch der Zimmerer, die schon bei der ersten Ausführung beteiligt waren.

Seit 2015 ist Suwon in Südkorea eine Partnerstadt von Freiburg. In Anlehnung an den Seeparkturm hat man dort im Gwanggyo Lake Park ein ähnliches Bauwerk errichtet: allerdings um einiges größer, so dass ein Museum und Umweltbildungszentrum integriert werden konnten (siehe Bericht der BZ dazu).


Pavillon (Tempelchen) entworfen von Prof. Robert Krier (“Rob Krier”, Luxemburg, 1986, www.robkrier.de)

Kuppel, Säulen und Rundbögen hinterlassen einen historischen und fast romantischen Eindruck: Also ein wenig Belvedere im Seepark (Rob Krier nannte es wohl “garden pavilion”). Über dem Gewölbe im unteren Bereich befindet sich ein Kuppelraum; eine Rundtreppe führt außen dort hinauf.

Das Tempelchen ist sicher eines der beliebtesten Objekte im Seepark, vor allem auch als Foto-Motiv: von hier aus bietet sich ein schöner Blick auf den See bzw. das Ufer zur Seebühne. Vor einigen Jahren war es ziemlich vermalt, verkritzelt und zugemüllt: deshalb initiierte der Bürgerverein 2014 eine Aktion zur Säuberung und Entfernung der Malereien.

Star-Architekt und Stadtplaner Rob Krier wurde 1938 in Luxemburg geboren, er war über 20 Jahre als Dozent an der TU Wien tätig und gilt als scharfer Kritiker “moderner” Architektur. Rob Krier betreute städtebauliche Projekte in ganz Europa, aber vor allem in den Niederlanden. Seit 1997 ist er Ehrenmitglied im Bund Deutscher Architekten (siehe Wikipedia-Eintrag). Schwerpunkt seiner Arbeit war die städtebauliche Wiederherstellung urbaner Strukturen, wobei er nach Anknüpfungen an historische Vorbilder suchte (mit einer Vielzahl an Publikationen dazu).

Nebenbei ist Rob Krier auch als  Bildhauer tätig und realisiert vor allem  Skulpturen für öffentlichen Raum, die in ganz Europa zu finden sind. Seine Verbindung zu historischen Hintergründen spiegelt sich ja auch im Tempelchen wieder. Insofern steht dieses kleine Bauwerk auch beispielhaft für seine Vorstellung von einer Verbindung aus alt und neu: dieser Grundgedanke hätte wohl auch so manch anderer Gestaltungs-Idee in der Architektur der letzten Jahre gut getan.


Boden-Sonnenuhr in der Nähe des Bürgerhauses, eine Konstruktion von Prof. Heinz Schumacher (Freiburg, 1986)

Als Zeiger dient der Mensch, dessen Schatten auf die Markierungen für Stunden trifft: um die Zeit anzuzeigen, muss man sich auf den Punkt der Kalenderskala stellen, der dem aktuellen Datum entspricht. Wer das Schild in der Nähe der Boden-Sonnenuhr aufmerksam liest und den Anweisungen folgt, kann zusätzlich sogar die Stelle von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ermitteln.

Die Sonnenuhr im Seepark wurde entworfen von Prof. Heinz Schumacher (1909 – 1998), der in den Jahren von 1949 bis 1974 die Meisterschule für Steinbildhauer und Steinmetze in Freiburg leitete. Den Sonnenuhren galt immer sein besonderes Interesse: Er verfasste mehrere Fachbucher und Anleitungen zu deren Konstruktion. Den Arbeitskreis Sonnenuhren in der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie (DGC) leitete Schumacher von 1976 bis 1985 als Vorsitzender.

Wer sich für weitere Sonnenuhren interessiert, für den ist der Ort Bernau im Schwarzwald eine gute Adresse: Dort gibt es eine Vielzahl mit unterschiedlichen Ausführungen und sie werden auch explizit von der Stadt beworben. Schon im Jahr 1985 hatte Prof. Heinz Schumacher eine Broschüre herausgegeben, in der fünfzehn Bernauer Sonnenuhren aufgelistet waren (hier eine verkürzte Doku(pdf) ).

Alt trifft Neu: Ende 2020 wurde direkt neben der Sonnenuhr eine kleine Säule als “geodätischer Referenzpunkt” aufgestellt: die genaue Positionsangabe dort erlaubt es, die Genauigkeit des eigenen Navis oder Smartphones zu überprüfen (GPS-Referenzpunkt).


Lichtturm, Platz vor dem Bürgerhaus (Regioplatz), Oswald Mathias Ungers (Köln, 1986).

Auf einem vierstufigen Unterbau ragt ein kantiger Turm mit rostbraunem Klinker für 17 Meter in die Höhe. Der Unterbau mit 4 Stufen ist ein beliebter Sitzplatz mit Blick auf das Geschehen rund um das Bürgerhaus. Am oberen Ende schliesst der Turm ab mit quadratischen Öffnungen, die das Licht aus allen Himmelsrichtungen durchlassen: daher wohl der Name des Bauwerks.

Auf der West-Seite in Richtung Japanischer Garten ist eine Inschrift von Lina Ritter zu finden:

Worum trennt uns e Rhi? Ass mir zeige chenne, Wie me Brucke bäut“.

Der Architekt Oswald Mathias Ungers (1926 – 2007) sah sich Entwurfs- und Gestaltungsprinzipien verpflichtet, die er aus der Vergangenheit ableitete, weiterentwickelte und in seinen Bauten jenseits aller Moden und Schulen als in seiner Sicht zeitgemäßen Ausdruck allgemeiner menschlicher Ordnungen zu verwirklichen suchte (so sagt es Wikipedia) und weiteres zum Architekten…).


Seeparksäule, Nähe Bürgerhaus am sog. “Platz des Handwerks”, Dieter Schindler (1986).

Die knapp 5 Meter hohe Marmor-Säule zeigt von unten nach oben die unterschiedlichen Schritte in der Arbeit eines Bildhauers: vom grob-kantigen Stein bis zur fein geschliffenen Oberfläche. Ursprünglich lief Wasser von der oberen Abschlussplatte hinab entlang den verschiedenen Stufen des Schaffens. Wer mag, darf die “Metamorphose des Steins” von umgebenden Bänken auf sich wirken lassen.

Am Boden ist die Säule umgeben von Mosaiken zur Darstellung unterschiedlicher Gewerke des Handwerks.


Promenade auf der Wiese neben dem Bürgerhaus, Bernd Hennig (1986)

Rotbraun gestrichene Eisenplastik, deren einzelne Elemente symbolisch für Teile des Parks stehen sollen. Die Plastik wurde entworfen für den Wettbewerb „Park, Kunst und Utopie“ zur Landesgartenschau.

Bernd Hennig (geb. 1952 in Heilbronn) ist als freier Bildhauer und Objektkünstler tätig und erstellte vor allem in den ersten Jahren seines Schaffens gern große Skulpturen aus Stahl. Er hat seit 1994 eine Professur im Fachbereich Design an der Fachhochschule Anhalt in Dessau-Roßlau (alles weitere  siehe Wikipedia).


Die Ente, Bronze-Plastik am Ostufer des Flückigersees, Elsa Gerhard (Datum der Aufstellung noch unbekannt)

Wer nicht gleich drauf kommt: die Ente hat ihren Kopf nach hinten gedreht um sich mit dem Schnabel einen Flügel zu putzen . Eine weiche, geschwungene Bronze-Plastik, die eigentlich auch von Henry Moore oder Maritta Winter sein könnte.

Die Künstlerin Elsa Gerhard stammt aus Hamburg, hat später aber lange in Freiburg gelebt: dort starb sie auch in den frühen 1990er Jahren. Sie ist mit mehreren Skulpturen im Stadtbild vertreten: ganz in der Nähe des Seeparks, im Aussenbereich des Wentzinger Gymnasiums, ist beispielsweise eine kleine Eule aufgestellt (siehe Hügel an der Ecke Falkenbergstr. / Elsässerstr.). Im Innenhof des Technischen Rathauses findet man einen Schwan von ihr.


Erwachsener Adam, Bronzefigur im Rosengarten am Seepark, Wilhelm Gerstel (München, 1932/34)

Dargestellt wird Adam kurz nach der Schöpfung: noch etwas verschlafen wirft er erste Blicke in die Welt und tastet sich hinein.

Die ursprüngliche Figur aus den Jahren 1932/34 hatte Wilhelm Gerstel in Gibs gestaltet. Sie galt in der nationalsozialistischen Zeit als „entartet“ und durfte z.B. bei einer Ausstellung in München über Berliner Kunst nicht gezeigt werden. Die heutige Bronzefigur wurde zur Landesgartenschau 1986 im Rosengarten aufgestellt.

Der Bildhauer Wilhelm Gerstel (1879-1963) arbeite viele Jahre in Berlin; im Jahr 1948 (nach seinem offiziellen Ruhestand) zog es ihn nach Freiburg; hier war er noch für viele Jahre Leiter der Bildhauerklasse an der Freiburger Kunstakademie. 1955 erhielt Gerstel das Bundesverdienstkreuz als Anerkennung für seine Arbeiten (siehe auch Beitrag zu Wilhelm Gerstel bei Wikipedia) .

In Freiburgs Altstadt an der Treppe zwischen Greifeneggring und Insel steht eine weitere Figur von Wilhelm Gerstel: der „Aufwärtsstebende“.


Fliesen-Sonnenuhr (Landesgartenschau, 1986)

Wenn man am Ufer vor dem Westbad schlendert, sieht man diese wunderschöne Sonnenuhr: ein Geschenk von Freiburgs Partnerstadt Besançon, dem Zentrum der französischen Uhren-Industrie. Eine solche Uhr nennt man fachgerecht „Analemmatische Bodensonnenuhr“ (siehe Wikipedia).

Um die Uhr zu nutzen, muss man sich selbst auf das aktuelle Sternzeichen in die Mitte stellen und der Schatten liefert die Uhrzeit (6:00 bis 18:00 Uhr). Historische Gebäude aus Besançon bilden die Markierungen der Stunden. Der Innenbereich der Uhr (Zifferblatt) zeigt einen Stadtplan von Besançon aus dem 18.Jahrhundert: dort wird die Altstadt von einer Schleife des Doubs umflossen, darüber ragt die Zitadelle.

Diese schönen und wertvollen Uhr haben wir einen eigenen Beitrag gewidmet, siehe Die französische Fliesensonnenuhr im Seepark.


Bacchus am Fuß des Weinbergs im Seepark (Kurt Lehmann, Staufen, 1970 )

Bacchus symbolisiert den Gott des Weines. Die Bronze-Figur stand zunächst auf dem Freiburger Schlossberg (Kanonenplatz) und wurde erst zur Landesgartenschau 1986 in den Seepark umgesiedelt.

Die gleiche Figur ist auch in Staufen am Fuße des Schlossbergs zu finden am Eingang zur Stadt (dort seit 1996).

Kurt Lehmann (1905 – 2000) war ein deutscher Bildhauer. Geboren in Koblenz lebte und arbeitete er viele Jahre in Kassel und Hannover: dort sind auch diverse Werke von ihm aufgestellt. Lehmann hatte u.a. eine Professur an der Technischen Hochschule Hannover. Mit der Pensionierung ging er nach Staufen (1970 bis 1998), wo ebenfalls mehrere Werke von ihm im Stadtbild zu finden sind (siehe auch Wikipedia).


Der Bleistift (1986); Nähe Bürgerhaus

An dieser Stelle hatte zur LGS 1986 die Architektenkammer ihren Infomationsstand. Und sie wählte einen Bleistift (oder Buntstift) als Erkennungsmerkmal: Gedacht wohl auch als Symbol für Kreativität in der Architektur. Erfreulich, dass der Bleistift geblieben ist und auch schön, dass er vor kurzem einen neuen Anstich erhalten hat.

Fraglich allerdings, ob das mit der Kreativität in der Architektur seit damals (1986) wirklich gelungen ist, erwecken doch heutige Alltags-Projekte häufig den Eindruck von Zweck-Bauten mit wenig Ideen (oder gar banalem Plattenbau-Design). So wurde und wird Hunderwasser von der Allgemeinheit bewundert für seine Kreativität, für sein Bauen mit menschlichem und künstlerischem Charakter (und ist sogar ein guter Grund, nach Wien zu fahren…). Aber er bleibt nun wirklich eine Ausnahme.


Andere Fundstellen im Stadtteil

Wir beginnen in der Bissierstraße, kurz vor der Güterbahn-Brücke, wo seit Ende der 1980er Jahre das „Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg“ zuhause ist, speziell die Abteilung für Lebensmittelkontrolle. Haben Sie sich schon mal gefragt, ob die gefärbten Ostereier im Supermarkt wirklich ungefährlich sind oder ob der Spargel auch wirklich aus heimischem Anbau stammt? Auf solchen Fragen der Lebensmittelqualität sucht man in diesem Institut die Antworten. Und draußen vor der Tür findet man zwei beeindruckende Installationen: „Schmetterling“ und „Lotusbrunnen“.

Vier Stelen im Lotusbrunnen, Chemische Landesuntersuchungsanstalt, Bissierstraße, Wolfgang Glöckler (1988)

Mit dem Lotosbrunnen sollte ein Gegenstück zum naturwissenschaftlich orientierten Denken am Institut entstehen: freistehenden Stelen/Säulen, die einfach nur da sind und nach oben zeigen. Die Säulen au Betonguß  sind mit Platten aus Karlsruher Majolika verkleidet: bemalt mit blauen Linien, die an Schlingpflanzen erinnern.

Wasser ist hier ohnehin ein wichtiges Element: Im kantigen Becken wachsen u.a. Seerosen, deren Lotos-Blüte im buddhistischem Umfeld ja eine besondere Bedeutung hat. Wolfgang Glöckler hatte zahlreiche Reisen nach Asien (speziell Indien) unternommen und setzte Mythen und Vorstellungen aus diesem Kulturkreis gern künstlerisch um. Nebenbei bildet das Wasser-Becken auch eine thematische Verbindung zum nahegelegenen Runzbach.

Schmetterling, Chemische Landesuntersuchungsanstalt, Bissierstraße, Jürg Franz Häusler (1988)

Die Skulptur entstand 1988 im Rahmen eines Wettbewerbs “Kultur am Bau”. Der Künstler sah sein Werk als Versuch einer Synthese von Natur und Technik. Die Skulptur sollte auch im Kontrast zur Architektur der Landesuntersuchungsanstalt stehen.

Erstellt mit viel Eisen und Beton ist es ein gewichtiges (tonnenschweres) Kunstwerk geworden, das trotzdem leicht wirkt (also wie ein Schmetterling).


Drei Schirme, Aluminium-Skulpturengruppe im Innenhof des Regierungspräsidiums, Bissierstr. 7, Stephan Hasslinger (Merzhausen, 2003)

Wer den Innenhof des Regierungspräsidiums  betritt, steht unmittelbar vor den metallisch glitzernden Schirmen des Bildhauers Stephan Hasslinger aus Merzhausen. Ein kleines Ballett scheinen die goldenen und hellblauen “Drei Schirme” dort im viereckigen Teich des Innenhofs aufzuführen; fast scheinen sie dort zu schwimmen oder sich einfach treiben lassen. Und mit immer neuen Spiegelbildern, je nach Stand des Betrachters und der Sonne (1. Preis im Wettbewerb “Kunst am Bau” 2003).

Dass es Schirme geworden sind in dem damaligen Wettbewerb trägt durchaus auch einen Hintergedanken: hat doch das Regierungspräsidium auch in gewissem Sinne eine Schirmherrschaft als Aufgabe. Ergänzend dazu ist der von allen vier Seiten “abgeschirmte” Innenhof mit angrenzender Kantine ein richtiges Refugium mit Zügen einer Gartenlandschaft, in dem sich Mitarbeitende und Besucher gern aufhalten.

Wir hatten die Skulpturen auch als Titelbild unseres Stadtteil-Magazins im März 2005.


Brunnen im Wohnblock „Idinger Hof“, Hans-Peter Wernet (Freiburg, 1976)

Im Innenhof steht seit 1976 ein Brunnen von Hans-Peter Wernet, einem Künstler aus Betzenhausen (er schuf auch den Bischofsbrunnen auf dem Platz am Bischofskreuz). Ganz rund ist das Wasserbecken des Brunnens und steht so im Kontrast zum umgebenden Wohnblock mit seinem kantigen, achteckigen Grundriß. Aber auch beim Brunnen findet sich die Zahl Acht wieder: so viele Wasserbögen hat er und sie zeigen auf jeweils eine Seite des umgebenden Gebäudes. Das Wasser des Becken wird immer wieder hoch gepumt (also kein Trinkwasser) und aber spätestens an heißen Sommertagen ist es der ideale Treffpunkt für Bewohner, um im geschützten Innenhof “die Füße baumeln” zu lassen. Siehe auch Beitrag zum Idinger Hof.


Bischofsbrunnen, Platz am Bischofskreuz, Hans-Peter Wernet (Freiburg, 1980)

Von Bildhauer Hans-Peter Wernet stammt der Sandsteinbrunnen, der auf dem Platz am Bischofskreuz steht. Markant für den Brunnen ist die Säule mit vier Wasserspeiern. An der Spitze zu erkennen ist eine Bischofsmütze umgeben von vier Pferdeköpfen: eine Erinnerung an die legendäre Schlacht zur Verteidigung Freiburg von 1299, die hier in der Nähe stattgefunden haben muss. (siehe Historisches zu Bischofslinde).

Der Brunnen ist dreistufig aufgebaut: unten das achteckige Wasserbecken, wobei sich die achten Ecken auch im Querschnitt der Mittelsäule wiederfinden. Die mittlere Ebene hat vier Wasser-speienden Köpfe: sie sollen an Krieger erinnern, die von damaligen Geschehen der Schlacht berichten (mit dem sprudelden Wasser als “Redefluß”). Die Spitze bildet eine Bischofsmütze.

Zur Aufstellung des Brunnens schrieb die Badische Zeitung am 1. März 1980: EIN SANIISTEINBBUNNEN wurde jetzt im Stadtteil Bischofslinde aufgestellt. Auf Anregung von Stadtplanungschef Humpert finanzierte die Genmeinnützige Wohnstättenbau diesen Brunnen, der vom Freiburger Bildhauer Hans Peter Wernet geschaffen wurde. Der Brunnen besteht aus Trog und einer Säule mit vier Wasserspeiern einem Kapitel mnit vier Pferdeköpfen, in deren Mitte eine Bischofsmütze zu erkennen ist. Die Bischofsmütze weist auf ein historisches Erreignis hin, bei dem ein Bischof an dieser Stelle in einer Schlacht getötet wurde.


Spaziergang mit Hund (oder auch “Frau mit Hund”), an der Sporthalle der Anne-Frank-Schule, Aiga Müller (Berlin, 1971)

Die drei bunten Figuren wurden schon 1971 mit Fertigstellung der Anne-Frank-Schule aufgestellt und sind entstanden über einem Wettbewerb „Kunst am Bau”: im Jahr 2021 durften Sie also wie die Schule ihren 50-ten Geburtstag feiern (siehe Bericht im Bürgerblättle 268, Aug. 2021). Über viele Jahre standen die Figuren etwas versteckt zwischen Bäumen vor dem Rektorenzimmer; erst mit Start der Erweiterungsarbeiten 2019 wurden sie versetzt und stehen nun auf der kleinen Wiese vor der Turnhalle. Da dort direkt ein Rad- und Fußweg vorbei führt, sind sie jetzt auch auffälliger. Grad noch schaut man auf den Weg und plötzlich entdeckt man im Augenwickel: da steht doch jemand…

Im gleichen Wettbewerb „Kunst am Bau” erstellte Aiga Müller auch ein Fries (Bild) mit Zoomotiven an der Einfahrt zur Tiefgarage der Anne-Frank-Schule, die aber leider in den Bauarbeiten zum neuen Erweiterungsbau untergegangen sind.

Auch die Windrose auf der Gaskugel von Betzenhausen stammt von Aiga Müller und ist Ergebnis eines Wettbewerbs aus den frühen 1980er Jahren: immer wieder eine gute Gelegenheit um die Himmelsrichtungen mit dem eigenen Eindruck abzugleichen (ist da wirklich Norden…). Vielleicht ist es ja der größte “Kompass” der Welt.

Aiga Müller (1944 – 2011) galt als vielseitige Malerin und Künstlerin: insbesondere setzte sie ihre Figuren und Bilder häufig aus Scherben zusammen. Bekannt sind ihre Arbeiten mit Porzellan-Resten und Scherben, die sie in Berliner Trümmerbergen des Zweiten Weltkrieg sammelte. Die Künstlerin lebte und arbeitete zeitweise in London. Im Jahr 1971, in dem die drei Figuren an der Anne-Frank-Schule aufgestellt wurden, war sie Meisterschülerin in der Außenstelle der Karlsruher Akademie in Freiburg.


Gerhard Hauptmann Schule: Graffiti an der Aussenwand der Schule.

Es ist ein wunderschöner, farbenfreudiger Abschluss für die Sammlung hier. Das etwa 30 Meter breite Bild entstand im August 2019 über ein gemeinsames Projekt von Kindern der Schulkindbetreuung zusammen dem Künstler Fabian Bielefeld.  Die Kinder hatten Ideen und Motive eingebracht, Fabian Bielefeld hat sie an der Wand umgesetzt. Der Graffiti-Künstler lebte und studierte einige Jahre in Freiburg, er ist heute bekannt für die Gestaltung großflächiger Graffitiaufträge im Auftrag von Unternehmen aber auch in Schulprojekten; alles Weitere auf www.graffitigestaltung.com.

Das Werk kann man nicht über ein einziges Foto erfassen, dafür ist die Mauer zu lang. Also haben wir mehrere Fotos erstellt und nachträglich aneinander gereiht. Das funktionierte nicht ganz ohne kleine Brüche, aber vielleicht gerade passend als Anregung, einfach selbst mal an der Schule vorbeizuschauen (Hofackerstrasse 75).


Überhaupt gibt es eine Vielzahl an legaler Graffiti in Betzenhausen, z.B. an den Wänden der Unterführungen zur Sundgauallee. Grund genug für uns, diesem Thema einen eigenen Beitrag zu gönnen. Siehe Graffiti in Betzenhausen.


Kunst-Atelier in der StuSie

Im öffentlichen Raum steht auch das einzige Kunst-Atelier in unserem Stadtteil: Zu finden in einem der neuen StuSie-Gebäude (Haus 74), wenige Meter von der Sundgauallee entfernt, gegenüber der Tankstelle. In der Semester-Zeit gibt es dort am Donnerstag Abend Workshops ab 18:00 Uhr: Natürlich sind auch Besucherinnen und Besucher aus unserem Stadtteil gern gesehen, eine aktive Teilnahme ist allerdings nur für Studierende möglich.

Das Atelier ist eine Idee von Hartmann Litschel, Künstler hier in Betzenhausen: er will dort einen Raum schaffen, um Studentinnen und Studenten die Kunst näher zu bringen (insbesondere die Kunst, sich über das Malen auszudrücken).

Siehe unseren ausführlichen Beitrag zu 10 Jahre “Kunstatelier 50” in der StuSie .

Bei der Gelegenheit auch noch einen passenden Hinweis auf unseren regelmäßig aktualisierten Beitrag über Ausstellungen im Stadtteil.

 


Lärm und Müll im Seepark

Aktuelles (Juli 2022):

Jetzt wird von der Stadt eine “Lösung” vorgestellt, die das Management öffentlicher Plätze und die Konfliktpräventation an zentraler Stelle bündeln sollen. Sie ausführlicher Bericht im Amtsblatt vom 15. Juli. 2022. Zentraler Baustein des Konzeptes sollen sog. “Nachtmediatoren” sein, die zwischen feiernden und Anwohnern vermitteln sollen, die sich gestört fühlen. Es handelt sich um vier 50-Prozent-Stellen. Als weiteres will die Stadt Veranstaltungen auf verschiedene Stellen lenken. Ein Aufstockung des VD ist ausdrücklich NICHT im Paket enthalten.

Der Bürgerverein bezweifelt, dass es sich hier um eine tragfähige Lösung handelt. Eine ausführliche Stellungnahme soll noch folgen.


Im Laufe von 2022 haben verschiedene Fraktionen im Gemeinderat sich des Themas angekommen. Die CDU Fraktion war mit mehreren Vertretern z.B. zu einem “Aktionstag” am 24. Juni in den Seepark gekommen, um das Gespräch dort zu suchen. Was nicht mitspielte war das Wetter mit viel Regen schon am Nachmittag. Also war auch die östliche Wiese kaum besucht. Trotzdem kamen einige Anwohner um ihre Probleme vor allem mit nächtlichem Lärm zu beschreiben: auch die BZ berichtete darüber, siehe dortiger Beitrag Das Ringen um mehr Rücksichtnahme (ggf. mit eingeschränktem Zugriff).

Im Januar 2022 war es gelungen, einen interfraktionellen runden Tisch zu organisieren, in dem sich die Teilnehmenden über alle Parteigrenzen und – interessen hinweg, einig waren, dass sich die Eskalationen der letzten beiden Jahre nicht wiederholen sollte. Im April ging ein interfraktioneller Brief dazu vom Gemeinderat an den Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung. Ansonsten ist die Dringlichkeit auch daran zu erkennen, wie sehr dieses Thema in verschiedenen Medien der letzten Monate vertreten war; hier beispielhaft ein Bericht im Magazin Chilli.

Wir hoffen, dass die Stadtverwaltung bald ein Konzept zur Deeskalation dieser Problematik in den Gemeinderat einbringen wird: Zumindest zum Thema Müll gibt es ja inzwischen die Initiative augenauf! freiburg. Damit ist schon mal sicher gestellt, dass in den aktuellen Sommermonaten zusätzliche Müll-Container an zentralen Stellen im Seepark zur Verfügung stehen.

Kurzer Rückblick: Im Sept. 2021 waren ca. 50 Anwohnerinnen und Anwohner zu einem Vorort-Termin mit Vertretern der CDU-Fraktion zusammen gekommen. Sie konnten die Sitution des letzten Sommers ausführlich beschreiben: insbesondere die Lärm-Probleme in der Nacht. Im Kontrast dazu zitierte ein Besucher zwischenzeitlich einfach aus der Polizeiverordnung von Freiburg (siehe auch Hinweis weiter unten auf der Seite hier). Hier geht es zum zugehörigen Bericht in der Badischen Zeitung (ggf. mit eingeschränktem Zugriff).

Zuvor hatte sich der Bürgerverein schon gegen die Kürzung des Vollzugsdienstes (VD) in Freiburg ausgesprochen (siehe früherer Beitrag hier). Diesen wieder aufzustocken war dann wohl auch die Forderung von der Polizeipräsident Franz Semling in einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Freiburg am 09. Mai 2022 (hier z.B. Beitrag der Freien Wähler dazu).


Beitrag aus Bürgerblättle 268 (Juli/Aug. 2021):

Hotspot Seepark

Die Nutzung des Seeparks war berechtigterweise Diskussions-Thema der letzten Wochen in Freiburg. Hier im Westen Freiburgs, im Speziellen im Seepark, ist dies ein großes Problem. Bei halbwegs gutem Wetter finden sich abends sehr viele Leute im Seepark ein, um zu feiern. Dies ist den aktuellen Umständen entsprechend verständlich und schön. Leider bleiben einige Gruppen jedoch bis spät in die Nacht und stören durch laute Musik, Geschrei und Gejohle die Nachtruhe der Anwohner. Hierzu gab es auch viele Beschwerden beim Bürgerverein. Vor allem seit den ersten Lockerungen der Corona-Regeln gibt es Klagen von Anwohner über massive nächtliche Ruhestörungen und auch die Vermüllung.

Nicht ohne Grund legt der Paragraf 3 der Polizeiverordnung der Stadt Freiburg fest, dass zwischen 22 Uhr und 6 Uhr Nachtruhe zu herrschen hat. Alle Betätigungen, die diese Nachtruhe stören, sind verboten. Der Seepark ist aufgrund der direkten dichten Wohnbebauung nach unserer Meinung kein geeignetes Partyareal, sondern ein Familien- und Freizeitgelände, auf dem man durchaus auch gemütlich mit Freunden den Abend genießen kann – jedoch ohne Laut zu sein und die Anwohner zu stören. Deswegen muss hier vor allem die Nachtruhe sichergestellt sein.

Wir freuen uns über die ersten frühen Schritte der Stadt, nach Lösungen für das allgemeine Lärmproblem zu suchen, wie z.B. auch das Glasflaschenverbot in der Innenstadt, das Aufstellen zusätzlicher Abfallcontainer – auch im Seepark – und verstärkte Kontrollen.  Leider sehen wir mit diesen kurzfristigen Ansätzen – selbst nach Ende von Corona – langfristig keine Möglichkeit auf eine allgemeine Besserung des Problems. Durch die zunehmende Nachverdichtung im Freiburger Westen werden die Einwohnerzahlen in den kommenden Jahren noch weiter steigen. Dies ist durch die Stadt erwünscht und gefördert, ohne dass aber gleichzeitig in Freiflächen investiert wird. Die dadurch entstehenden Probleme werden auch noch durch die Kürzung der Gelder für den kommunalen Vollzugsdienst oder das Verschieben der Planung des Westbad Freibeckens verstärkt. Für uns nicht nachvollziehbare Entscheidungen.

Wir hoffen daher, dass die Stadt nun dieses Lärmproblem deutlicher angeht. Die Nachverdichtung im Westen muss einhergehen mit mehr Möglichkeiten für die Bevölkerung im Freien den Abend zu genießen und auch Party zu machen – hierzu müssen Flächen geschaffen und offengehalten werden, die dies ermöglichen ohne dass Anwohner in Ihrer Nachtruhe gestört sind. Den interfraktionellen Antrag begrüßen wir hier sehr und hoffen, dass er langfristig zu einer Verbesserung der Lage führt. Gleichzeitig muss aber bereits jetzt sichergestellt werden, dass die die Nachtruhe in Gebieten wo Anwohner gestört sind, von Polizei und Vollzugsdienst durchgesetzt wird. Anwohner, die sich in der Nachtruhe gestört fühlen, sind deswegen dazu angehalten, entweder direkt den Vollzugsdienst (Tel. 201-4923) anzurufen oder sich außerhalb der Dienstzeiten an die zuständige Polizeidienststelle zu wenden (in diesem Fall Polizei Revier Nord, Tel. 88 24 221).

AK Soziales


Beitrag aus Bürgerblättle 263 (Okt./Nov. 2020):

Ein Sommer im Seepark.

Gefühlt hatte dieses Jahr 2020 einen Jahrhundert-Sommer mit enorm vielen Sonnentagen. Und bedingt durch Corona waren auch besonders viele Menschen zuhause geblieben. Ganz logisch, dass an der Dreisam und den Seen der Region viel los war, insbesondere auch im Seepark bei uns: die Anzahl an Besuchern hier zeigt ja auch die Bedeutung, die der Seepark für Betzenhausen und die ganze Stadt hat.

Zuerst etwas Positives: die Wasserqualität scheint unter dem Ansturm nicht gelitten zu haben. Glücklicherweise gibt es regelmäßige Kontrollen der Stadt dazu. Anders z.B. am kleinen Opfinger See mit einer Bade-Warnung Anfang September (dort wegen Auftreten des Bakteriums „Enterokokken“).

Tragisch und auch schwer zu verstehen, dass eine Nichtschwimmerin Ende August durch unglückliche Umstände im See ertrunken ist. Trotz Einsatz eines Rettungsschwimmers aus Frankreich, der zufällig anwesend war. Also hier der be-gründete Hinweis: selbst ein vermeintlich ruhiger See birgt Gefahren; für Nichtschwimmer z.B. durch rutschiges und manchmal steil abfallendes Ufer.

Enttäuscht sind wir vom Verhalten einiger Mitmenschen, die am See ihre Freizeit verbringen und dabei recht rücksichtslos sind z.B. gegenüber denjenigen, die in der Nähe wohnen. Einige Beispiele:

  • Bei zu viel Alkohol wird es laut in größeren Gruppen und dann auch gleich noch bis tief in die Nacht (in Einzelfällen sogar aggressiv gegenüber Anwohnern).
  • Viel Mensch ergibt viel Müll, muss das sein? (Kronenkorken, Zigarettenkippen, Verpackungsmüll…)
  • Bewaldete Bereiche oder Hecken als Toilette zu verwenden ist absolut daneben.
  • Das Türmchen zeitweise als Schwerpunkt einer Party-Szene. Das „Forsthaus“ wurde glücklicherweise in diesem Sommer wieder ab 20:00 geschlossen (die Nutzung dort war ja vorher schon in Diskussion).
  • Der Japanische Garten ist kein Abenteuerspielplatz und auch kein Picknick-Bereich. Es sollte ein Ort der Ruhe sein und ganz besonders frei von Müll.

Der Bürgerverein ist im Kontakt mit der Stadt um Verbesserungs-Möglichkeiten auszuloten. Die beiden vorhandenen öffentlichen Toiletten (am Bürgerhaus und hinter der Ökostation) sind aktuell zu schlecht ausgeschildert und auch recht weit weg vom südöstlichen Ufer, an dem sich besonders viele Besucher treffen. Dort gibt es jetzt zusätzlich auch den neuen Mehrgenerationen-Spielplatz mit viel Wasser. Unabhängig davon: in vielen Fällen ist es leider das persönliche Auftreten / Verhalten von Besuchern, das den Schaden für die Allgemeinheit verursacht. Und das sollte sich doch auch verbessern lassen.

Dann doch noch einmal Positives zum Schluss: Eine Gruppe von Anwohnern ist inzwischen mit gutem Beispiel vorangegangen und sammelt selber Müll ein. Natürlich ist Unterstützung dabei sehr willkommen, z.B. bei der nächsten Aktion am 27.Sept., ab 10:00 Uhr. Alles Weitere in Facebook-Gruppe „Seepark -Wisch&Weg“.

AK Soziales


Da es hier um Müll, aber vor allem auch um Lärm in der Nacht geht, scheint es uns ganz hilfreich, einfach mal entsprechende Passagen aus der Polizeiverordnung Freiburg (PDF) zu zitieren:

§ 1 Benutzung von Rundfunkgeräten, Musikinstrumenten und dergleichen:

(1) Rundfunk- und Fernsehgeräte, Lautsprecher, Tonwiedergabegeräte und Musikinstrumente dürfen nur in solcher Lautstärke betrieben oder gespielt werden, dass unbeteiligte Personen nicht erheblich belästigt oder gestört werden. Dies gilt insbesondere, wenn die Geräte oder Musikinstrumente bei offenen Fenstern oder Türen, auf offenen Balkonen, in Park- oder Freizeitanlagen oder in Kraftfahrzeugen betrieben oder gespielt werden.

§ 3  Schutz der Nachtruhe: Die Nachtruhe in der Stadt Freiburg i. Br. dauert von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr. In dieser Zeit sind alle Betätigungen verboten, die geeignet sind, die Nachtruhe zu stören.

§ 16 Ordnungswidrigkeiten: (1) Ordnungswidrig im Sinne von § 26 Abs. 1 Polizeigesetz handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

1. entgegen § 1 Abs. 1 Rundfunk- und Fernsehgeräte, Lautsprecher, Tonwiedergabegeräte oder Musikinstrumente in solcher Lautstärke betreibt oder spielt, dass andere erheblich belästigt oder gestört werden;

2. entgegen § 2 nichtgewerbliche Arbeiten, die geeignet sind, die Ruhe anderer zu stören, durchführt;

3. entgegen § 3 durch Lärm die Nachtruhe stört;

21. entgegen § 12 Abs. 1 Nr. 3 auf öffentlichen Straßen, in öffentlichen Anlagen oder öffentlichen Einrichtungen außerhalb öffentlicher Toilettenanlagen seine Notdurft verrichtet;


Hobbykünstler-Markt Bürgerhaus

Aktuelles: 14. Hobbykünstler-Markt, Sonntag, 3. Juli im Bürgerhaus am Seepark von 11-17 Uhr. Der Eintritt ist frei! 

Beitrag auf Bürgerblättle 343 Juni/Juli 2022:


Foto aus dem Jahr 2019, Michael Kott

Ein Feuerwerk der Kreativität nach zwei Jahren Pandemieunterbrechung erwartet Sie am Sonntag, den 03.07.2022 im Bürgerhaus am Seepark von 11 -17 Uhr!

Seit 25 Jahren stellen zahlreiche Kunsthandwerker aus der Region für Sie aus  beweisen jedes Jahr von Neuem ,wieviel Einfallsreichtum, originelle Ideen, seltene Techniken und fast vergessene Handarbeiten sie anzubieten haben.

Auch in diesem Jahr zeigen ca. 40 Aussteller diese Vielfalt. Ein breit gefächertes Angebot von Schmuckkreationen ,Schönes mit Nadel und Faden, besondere Lampen ,Papierarbeiten aller Art und Dekorationen, aber auch Holz – Filz –Strickarbeiten wird Sie begeistern.

Einige der Aussteller führen den Arbeitsablauf ihrer Hobbys vor – interessant –denn wer kennt schon Encaustik, kann Tiffany herstellen oder Holz bearbeiten. Mit viel Liebe zum Detail werden auch Lampen aus Maulbeerbaumpapier nach koreanischer Art, Schmuck aus japanischem Papier und Kimonostoff , Kreuzstickerei und Karten aus handgeschöpften Papier hergestellt.

Der Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde wird Sie wie gewohnt mit kleinen Speisen, Getränken, einer reichhaltigen Kuchentheke, Kaffee und Tee bewirten. Musikalisch wird Sie Ralf Volk mit seiner Drehorgel den Tag über begleiten.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß, gute Unterhaltung und einen erlebnisreichen Tag, der Sie inspiriert für Geschenke und Mitbringsel für Ihre Lieben.

Der Eintritt ist frei!

Michael Kott (Orchestergemeinschaft Seepark)

Terminvorschau: am So. 27. Nov. 2022 ist dann auch wieder der vorweihnachtliche Advents- und Hobbybasar geplant.


Hintergründe

Seit 1997 gibt es den Hobbykünstler-Markt im Bürgerhaus am Seepark (Gerhart-Hauptmann-Str. 1, 79110 Freiburg): veranstaltet vom “Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V.”, heute mehr bekannt über die “Orchestergemeinschaft Seepark” in Zusammenarbeit mit dem Musikverein Mooswald. Anfangs war es eine Veranstaltung nur in der Vorweihnachtszeit, seit 2004 gibt es auch eine Ausgabe im Sommer (jetzt also zweimal pro Jahr). In der akuten Corona-Zeit waren natürlich auch diese Veranstaltungen ausgefallen.

Üblicherweise sind zwischen 40 und 50 Aussteller mit handgefertigten Arbeiten zu sehen. Der Musikverein Betzenhausen-Bischofslinde gestaltet ein “Rahmenprogramm” mit kleinen Speisen, Getränken, Kuchentheke, Kaffee u.a.

Gelegentlich spielt auch schon zur Eröffnung das Hauptorchester der Orchestergemeinschaft Seepark auf der Seebühne. Tagsüber regelmäßig dabei Ralf Volk an der Drehorgel.

Hier ein liebevoller Bericht in der BZ vom Juli 2019 (ggf. mit eingeschränktem Zugriff).

24-Stunden-Lauf für Kinderrechte

Aktuelles: nach zweijähriger corona-bedingter Pause gab es am Sa. 25. und So. 26. Juni 2022 wieder ein 24-Stunden-Lauf für Kinderrechte im Seepark ausgetragen; wie in den vergangenen Jahren veranstaltet von der FWTM und dem Deutschen Kinderhilfswerk. Laut Veranstalter waren 28 Teams beteiligt: Schulen, die VAG, Polizei, Kinder und Jugendzentren u.a. Natürlich wie bei jedem Mal auch mit Begleitprogramm in Form von Essen und Trinken, oder auch der Spielkiste Freiburg. Insgesamt 15.963 Runden wurden gezählt und so ergaben sich am Ende über 23.000 Euro an Spendengeldern. Einen herzlichen Dank an die Unterstützer an dieser Stelle!

Eine Besonderheit war in diesem Jahr die Beteiligung eine Gruppe von geflüchteten Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine. Alles Weitere im Bericht der BZ unter dem Titel Ein abenteuerliches Benefiz-Event (ggf. mit eingeschränktem Zugriff).


Hintergrund

© FWTM/Berthold-Krieger

Ziel des Freiburger 24hLauf ist es, auf die UNKinderrechtskonvention von 1989 aufmerksam zu machen und die zentralen Themen Kinderrechte und Kinderschutz in die Öffentlichkeit zu tragen. Daher fließen die in den 24 Stunden „erlaufenen“ Spendengelder zu 100 Prozent in lokale Kinder und Jugendprojekte (über die Verwendung entscheidet eine Jury): Auf der Webseite des 24h-Laufs unter www.24hlauf-freiburg.de/spenden gibt eine Übersicht mit den geförderten Projekten Projekten der letzten Jahre. Natürlich sind auch spontane Zuschauer-Spenden gern gesehen.

Es können 10- bis 50-köpfige Teams auf der 400-Meter-Bahn im Seepark-Stadion laufen, gehen oder Rollstuhlfahren. Teilnehmen können Firmen, Vereine, Hobbygruppen, Schulen, Kitas, Jugendtreffs und natürlich auch Gruppen von Einzelpersonen.

Der Kinderlauf wird organisert von der Freiburger FWTM GmbH & Co.KG, unterstützt durch das Deutsche Kinderhilfswerk und weitere Partner / Sponsoren. Üblicherweise gibt es auch ein schönes “Begleitprogramm”, mit dabei ist z.B. die Spielkiste Freiburg.

Den 24-Stunden-Lauf gibt es seit 2005 im Seepark: also auch dies schon eine beachtliche Tradition und über 500.000 Euro Spendengelder sind im Laufe der Jahre zusammengekommen.

Ablauf

© FWTM/Berthold-Krieger

Beim 24h-Lauf für Kinderrechte laufen die Teams in einer frei einteilbaren Staffel auf der 400m-Bahn im Freiburger Seeparkstadion ihre Runden und das Ganze 24 Stunden am Stück: also auch in der Nacht!

Die 10- bis 50-köpfige Teams können auf der 400-Meter-Bahn im Seepark-Stadion laufen, gehen oder Rollstuhlfahren. Ziel ist es, einen festen Spenden-Betrag pro Runde zu gewinnen.

Jedes Team sollte seine Unterstützer und Sponsoren selbst ansprechen: Diese können sich mit einem festen Betrag oder einer dynamischen Spende, wie z.B. 0,10 Euro pro Runde, beteiligen. Die Runden werden für jedes Team gezählt und somit die zurückgelegte Strecke und die entsprechenden Spendengelder ermittelt.

Je nach Anzahl der Läufer_innen kann hier gemeinsam oder auch einzeln gelaufen werden. Wichtig ist, dass der Staffelstab in Bewegung bleibt und somit die Runden und zurückgelegten Kilometer gesammelt werden können.

Natürlich können Firmen auch direkt eine Spende abgeben. Auch alle Zuschauerinnen und Zuschauer und sonstige Beteiligte sind dazu aufgerufen, zugunsten lokaler Projekte für die Stärkung der Kinderrechte Spenden zu sammeln und / oder selbst zu spenden.


Alles Weitere hier: www.24hlauf-freiburg.de

Hier eine Pressemitteilung mit Rückblick (pdf) auf die Veranstaltung im Jahr 2019.

Baugebiet Obergrün

Aktueller Stand und Zusammenfassung:

Im Okt. 2021 hatte sich eine Interessengemeinschaft “IG Obergrün” gegründet, die den naturnahen Park Obergrün als Gesamtes erhalten möchte und sich damit klar gegen eine Bebauung ausspricht (www.igobergruen.de). Eine Unterschriften-Sammlung Anfang 2022 ergab über 2.600 Stimmen gegen die Bebauung; die Liste wurde im Juni 2022 an OB Horn und Baubürgermeister Haag übergeben.

Ein Bericht zum Stand Mai 2021 ist in der Badischen Zeitung vom 22.5.2021 zu finden (evtl. mit Einschränkungen beim Zugriff).

Im Frühjahr 2020 wurde ein Entwurf vorgelegt, der nochmals eine höhere Bebauung vorsieht als zuvor. Jetzt sind es 43 Wohneinheiten, aufgeteilt auf 26 Reihenhäuser und 3 Mehrfamilienhäuser. Geförderten Wohnungsbau soll es auf 20% des Baulandes geben.  Dazu 55 Tiefgaragenplätzen und 14 oberirdische Stellplätze. Die Abstände zu Nachbarbauten und Grundstücken sind bei dieser Bebauung weiterhin gering.

Der Bürgerverein hatte im Juni die Möglichkeit im Bauausschuss Stellung zu nehmen. Unsere Bedenken konnten nicht überzeugen: weder den Bauausschuss, noch den Gemeinderat, der Ende Juni dem Entwurf fast einstimmig zugestimmte.

Im Herbst wurde ein Geruchsgutachten erstellt,  um einen sinnvollen Abstand zwischen Wohnhäusern und dem angrenzenden Verein “Bauerhof für Tiere” zu ermitteln. Offensichtlich mit dem Ergebnis, dass eine Häuserzeile wegfallen müsste. Jetzt kommt von der Stadt bzw. Mitgliedern des Gemeindesrates aber die Idee, stattdessen das Gelände des Vereins umzusiedeln. Dagegen sprechen viele Gründe; wir betrachten dies aktuell also nicht als eine sinnvolle Lösung.

Der Verein Bauerhof für Tiere hat alle Fraktionen des Gemeinderates eingeladen, sich die Situation vorort erläutern zu lassen. Wir unterstützen dieser Vorgehen ausdrücklich und gehen davon aus, das ein Kompromiss gefunden werden kann. Es gibt auch erste Fraktions-Vetreter, die der Einladung gefolgt sind. Einen ausführlichen Bericht vom Verein Bauerhof für Tiere zur Situation gibt es auch im Bürgerblättle 264 vom Dez. 2020.

Überhaupt fragen wir uns, ob sich für dieses kleine Baugebiet nicht ein Baustil empfehlen würde, der zum ländlich anmutenden Park passt. Vielleicht sogar mit Menschen, die gern in einem Umfeld mit Tieren wohnen würden. Also einfach mal etwas Besonderes versuchen, statt 08.15-Bauweise. Bauen mit Holz könnte dabei doch z.B. ein Ansatz sein.


Bebauungsplan „Obergrün“, Plan-Nr. 5-112 (Betzenhausen-Bischofslinde)

Im Dezember 2015 hatte der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans Obergrün im Stadtteil Betzenhausen beschlossen (Plan-Nr. 5-112). Vorgesehen war eine aufgelockerte Bebauung entsprechend dem bisherigen Umfeld (Entwürfe mit max. 26 Wohneinheiten). Anfang 2019 konnte sich die Treubau mit den Eigentümerinnen und Eigentümern über eine mögliche Entwicklung des Areals einigen.

Ein Entwurf im Frühjahr 2019 enhielt dann 35 Reihenhäuser (also weit mehr als in den anfänglichen Überlegungen 2015) und durchgängige Tiefgarage. Der Entwurf folgt damit einer Linie, die offensichtlich vom Bauausschuss vorgegeben wurde. Siehe auch Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 9.4.2019. Hier ein Link auf die zugehörigen Bebauungspläne im Verfahren Obergrün.

Vom 15. April bis 17. Mai 2019 war der vorläufige städtebauliche Entwurf im technischeen Rathaus zur Einsicht ausgelegt. Mehrere Anwohner haben die Möglichkeit genutzt, um ihre Einwendungen zur formulieren.

Das Baugebiet liegt in direkter Nachbarschaft zum Verein „Bauernhoftiere für Stadtkinder“: gedacht ist an einen Abstand von fünf bis neun Metern plus Gartenzone.

Heutige Anwohner beklagen u.a. die stark erhöhte Baudichte, die zu erwartene Verkehrssituation, die unmittelbare Nähe zur Tiefgaragen-Einfahrt und gleichzeitig fehlende Besucherparkplätze.

Das Baugebiet führt nach heutiger Planung auch zu einer Änderung vorhandener Rad- und Gehwege.

Im Sommer 2020 dann ein Entwurf, bei dem kritische Punkte leicht geändert wurden und eine neue Aufteilung gefunden wurde: jetzt sind es 26 Reihenhäuser und 3 Mehrfamilienhäuser. Geförderten Wohnungsbau soll es auf 20% des Baulandes geben. Die Begeisterung der Anwohner hielt sich sehr in Grenzen. Der Bürgerverein konnte eine kritische Stellungnahmen vor dem Bauausschuss abgeben; aber wohl wenig bewirken.

Wir werden versuchen, kritsche Punkte in die weiteren Diskussionen mit der Stadt einzubringen.


Zusammenfassung der Entwicklung seit Anfang 2019

Stand Juni 2019: Stellungnahme Bürgerverein

Auch die AG Bauen des Bürgervereins hat sich mit dem Baugebiet beschäftigt. Wir wollen nicht bezweifeln, dass eine Bebauung von Obergrün in Abwägung mit dem dringenden Bedarf an Wohnraum in Freiburg vertretbar ist. Wir sehen aber eine Reihe kritischer Punkte, die sich vor allem aus der geplanten Dichte der Bebauung ergeben. Hier eine Zusammenfassung der Stellungnahme, die wir gegenüber dem Stadtplanungsamt abgegeben haben.

Ausgangslage und mögliche Beeinträchtigungen

Das Gewann Obergrün ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bürgerinnen und Bürger von Betzenhausen-Bischofslinde. Es ist insbesonders wegen seiner landschaftlichen Vielfalt und des ländlichen Charakters sehr beliebt (Wiesen, Weiden, Hecken, verschiedene Einzelbäume, Mühlbach, Tiere). Das Gebiet ist sehr artenreich (eine Auflistung ist in unserer Stellungnahme enthalten). Es ist damit ideal geeignet um Kindern die Themen Artenvielfalt und Naturschutz mitten in der Stadt nahezubringen. Dafür spricht auch die Nähe zur Anne Frank Schule.

Das Baugebiet liegt in direkter Nachbarschaft zum Verein „Bauernhoftiere für Stadtkinder“, der die bisherigen Fläche schonend beweidet u. a. mit Ziegen und Schafen. Für den Verein geht wertvolles Weideland ohne adäquaten Ersatz verloren.

Für die direkten Anwohner kritisch sind Zufahrt zur Tiefgarage, Organisation der Müllabführ und auch die Anzahl geeigneter Standorte von Besucherstellplätzen. Wir haben auch Zweifel, dass die Thannhauser Str. das weitere Verkehrsaufkommen tragen kann.

Angemessene Bebauung

Im heutigen Entwurf sind 35 Reihenhäuser vorgesehen, also weit mehr als in den anfänglichen Überlegungen aus dem Jahr 2015: damals gab es 3 Entwürfe zwischen 20 und max. 26 Wohneinheiten. Eine Dichte von 35 Wohneinheiten auf der kleinen Fläche stellt einen Fremdkörper dar, der sich nicht in das umgebende Gebiet einfügt, das einen insgesamt ländlichen Charakter hat, Bebauung mit Satteldächern etc.

Die Dichte erfordert offensichtlich eine Tiefgarage mit einer kritischer Einfahrt, fehlenden sonstigen Parkmöglichkeiten u.a. Es werden also den bisherigen Anwohnern unverhältnismäßige Beeinträchtigungen zugemutet. Durch die hohe Dichte sind auch die Abstände zu den Nachbargrundstücken durchweg zu gering: sowohl zur bisherigen Wohnbebauung, als auch gegenüber Bauernhoftiere für Stadtkinder mit den spezifischen Aktivitäten sowie Tiergerüchen und -geräuschen.

Alternativentwurf

Da sich kritische Punkte vor allem aus der hohen Dichter ergeben, erscheint der Planaufstellungsbeschluss aus dem Jahr 2015 weit angemessener als der heutige Ansatz.

Zusätzlich hat die AG Bauen des Bürgervereins eine Kompromisslösung auf Basis des aktuellen städtebauliche Entwurf vorgelegt: die Alternative enthält eine Bebauung des Gebiets mit 27 anstelle der diskutieren 35 Wohneinheiten. Eine aufgelockerte Bebauung ermöglicht oberirdische Stellplätze und gemeinschaftliche Anlagen wie allgemeine Freiflächen, Mülleimer etc., die dann nicht mehr an den Rand zu den Nachbarn gedrängt werden müssten, sondern innerhalb des geplanten Baugebiets Platz fänden. Sogar vorhandener Baumbestand könnte  erhalten bleiben.


Hier eine Anfrage zum Baugebiet durch “Freiburg Lebenswert” am 4.7.2019 bei Oberbürgermeister Horn: Anfrage Obergrün


Stand Juli 2019: Informationsveranstaltung organisiert vom Stadtplanungsamt

Die Veranstaltungen am 22. Juli 2019 im Margarethe-Ruckmich-Haus mit über 100 Teilnehmern sehr gut besucht (19:00 bis 21:00). Aus Seite des Stadplangsamtes anwesend waren Herr Jerusalem und Herr Fabian, sowie weitere Sachbearbeiter. Mit der Info-Veranstaltung wollte das Amt über den aktuellen Verfahrensstand informieren, obwohl eine solche öffentliche Veranstaltung im beschleunigten Verfahren eigentlich nicht notwendig gewesen wäre: zeigt aber nach Worten von Herrn Jerusalem die Bereitschaft, über die weitere Schritte im Dialog zu bleiben.

Das Projekt wurde von Herrn Fabian in den bisherigen Planungen vorgestellt. Auch mit den Varianten aus 2015. Die höhere Dichte ist nach Worten von Herrn Jerusalem auf zwei Punkte zurück zu führen: zum einen war anfangs auch das Gelände der heutigen Gärtnerei eingeschlossen, zum anderen gab es zwischenzeitlich einen Beschluss im Bauausschuss, der in Anbetracht der Freiburger Wohnsituation eine höhere Dichte forderte . Die Treubau habe unter diesen Umständen versucht, einen dazu passenden Entwurf zu erstellen (z.B. mit Tiefgarage, die 2015 noch nicht vorgesehen war).

Die beteiligten Nachbarn/Anwohner konnten ihre Ansichten vorbringen (etwa die Themen, die auch oben erwähnt sind). Teilweise wurde es eine durchaus emotionale Diskussion. Anwalt Werner stellte sich vor als Vertreter einer Anwohnergemeinschaft. Als klare Linie war zu erkennen: die Entwürfe von 2015 würden Zustimmung finden; der heutige Entwurf findet unter den Anwesenden nur Ablehnung. Diese Nachricht sollte auch bei den Vertretern des Stadtplanungsamtes angekommen sein. Herr Jerusalem versprach, über die weitere Schritte zu informieren.

Ansprechpartner im Stadtplanungsamt ist Herr Fabian: E-Mail: stadtplanungsamt@stadt.freiburg.de, Tel. 0761/201-4150, www.freiburg.de/stadtplanung

Bedauerlicherweise war vom Bauausschuss niemand anwesend: nach unseren Kenntnissen hatten z.B. Frau Buchen und Herrn Friebis vor einigen Monaten für die stärkere Verdichtung  votiert. Wäre also gut, sie würden sich auch einwenig mit den Konsequenzen beschäftigen.


Stand Dezember 2019: OB vor Ort

Die Pläne werden aktuell überarbeitet und in unterschiedlichen Varianten dem Bauausschuß bzw. Gemeinderat neu zur Diskussion vorgelegt. OB Horn ließ erkennen, dass die kritisierte dichte Bebauung auf eine Initiative im früheren Bauausschuß zurück ging (also nicht aus der Verwaltung kam und auch dort kritisch gesehen werde).  Ausserdem würden aktuell die letzten Gutachten erstellt, die dann Basis sein sollen für die weitere Bewertung und Anzahl möglicher Wohneinheiten.


Juni 2020: Sitzungen Bauausschuss und Gemeinderat

Alle, die gehofft hatten, dass es bei dem Konzept vielleicht doch noch Änderungen in gewünschter Richtung geben könnte, wurden inzwischen enttäuscht. Es gibt neue Pläne, die laut Stadt auch auf Eingaben der Anwohner eingehen würden (z.B. leicht zurückgezogene und überdachte Tiefgarageneinfahrt, ein Privatweg, auf dem evtl. ein Durchgang “möglich sein könnte” …), grundlegend hat sich aber an der Dichte nichts geändert. Es hat sich die Situation eher noch verschäft, denn der aktuelle Entwurf besteht jetzt aus 43 Wohneinheiten, aufgeteilt auf 26 Reihenhäuser und 3 Mehrfamilienhäuser. Geförderten Wohnungsbau soll es auf 20% des Baulandes geben.  Dazu 55 Tiefgaragenplätzen und 14 oberirdische Stellplätze. Die Abstände zu Nachbarbauten und Grundstücken sind bei dieser Bebauung weiterhin gering.

Der Bürgerverein hatte im Juni die Möglichkeit im Bauausschuss Stellung zu nehmen zur Bebauung. Leider konnte sich niemand im Bauausschuss unseren Bedenken anschliessen: Dichte und Tiefgarage entsprechen nach Ansicht der Mitglieder den heutigen Erfordernissen in Anbetracht der Wohnungssitution. Ende Juni hat dann auch der Gemeinderat dem Entwurf fast einstimmig zugestimmt: lediglich Herr Winkler von Freiburg Lebenswert zeigte Verständnis für die Argumente der Anwohner und des Bürgervereins und hat dies auch im Gemeinderat so vorgetragen. Seine wichtigsten Punkte sind auch im Amtsblatt vom 3. Juli als Fraktionsbeitrag von Freiburg Lebenswert nachzulesen. Für diese Unterstützung möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken!

Die politischen Gremien haben klar entschieden, bleibt also die Frage, wie es weiter geht, denn im Jahr 2021 soll Realisierung erfolgen. Einer der nächsten Schritte ist die Offenlage zum aktuellen Entwurf. Die wird vermutlich Anfang 2021 sein und wir werden auch darauf hinweisen. Dann sind wieder Eingaben von Bürger*innnen möglich.

Zur Info hier zusätzlich auch noch Hinweis auf den zugehörigen Bericht der Badischen Zeitung vom 3. Juli 2020 (evtl. mit Einschränkungen beim Zugriff).

Nov. 2020: Geruchsgutachten und Abstand

Inzwischen wurde ein Geruchsgutachten erstellt,  um einen sinnvollen Abstand zwischen Wohnhäusern und dem angrenzenden Verein “Bauerhof für Tiere” zu ermitteln. Offensichtlich mit dem Ergebnis, dass eine Häuserzeile wegfallen müsste. Jetzt kommt von der Stadt bzw. Mitgliedern des Gemeindesrates aber die Idee, stattdessen das Gelände des Vereins umzusiedeln. Dagegen sprechen viele Gründe; wir betrachten dies aktuell also nicht als eine sinnvolle Lösung.

Der Verein Bauerhof für Tiere hat alle Fraktionen des Gemeinderates eingeladen, sich die Situation vorort erläutern zu lassen. Wir unterstützen dieser Vorgehen ausdrücklich und gehen davon aus, das ein Kompromiss gefunden werden kann. Es gibt auch erste Fraktions-Vetreter, die der Einladung gefolgt sind. Einen ausführlichen Bericht vom Verein Bauerhof für Tiere zur Situation gibt es auch im Bürgerblättle 264 vom Dez. 2020.

Mai 2021: Bauernhoftiere in Freiburg werden von Neubauten bedrängt

Hier ein Bericht zum aktuellen Stand in der Badischen Zeitung. (evtl. mit Einschränkungen beim Zugriff).

Okt. 2021: Gründung der IG Obergrün

Jetzt hat sich eine Interessengemeinschaft gegründet, die den naturnahen Park Obergrün als Gesamtes erhalten möchte und sich damit klar gegen eine Bebauung ausspricht (www.igobergruen.de). In der Dez. 2021 Ausgabe des Bürgerblättle haben die IG Obergrün vorgestellt; siehe Bericht.

Übergabe Unterschriftenliste

Anfang 2022 begann die IG Obergrün, Unterschriften zu sammeln gegen die Bebauung; die Liste mit über 2600 Unterschriften wurde im Juni 2022 an OB Horn und Baubürgermeister Haag übergeben. Die Badische Zeitung berichtete am 25.6.2022 darüber unter dem Titel Wenig Chancen für Obergrün (ggf. mit eingeschränktem Zugriff).