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Das Haus der Vereine

Ein Haus der Vereine gab es Mitte der 1980-er Jahre nur für kurze Zeit in Betzenhausen; trotzdem war es etwas besonderes und wir wollen kurz an den kleinen Vorläufer vom heutigen Bürgerhaus am Seepark erinnern.

Vorausgegangen war ein langes Ringen zwischen der Stadt Freiburg und dem Bürgerverein, vertreten durch den damaligen Vorsitzenden Willy Kapp: dessen Anliegen war es, dem Vereinsleben in Betzenhausen eine Wirkungsstätte anzubieten. Im Krieg war Betzenhausen in hohem Maße zerstört worden; unter den zerstörten Gebäuden waren auch diejenigen, welche die Vereine gern für ihre Treffen nutzten. Und auch 40 Jahre nach dem Krieg war dafür noch kein richtiger Ersatz gefunden. Nach Ansicht des Bürgervereins mit ein Grund, warum sich das Vereinsleben nicht wieder in der Form entwickelt hatte, wie es vormals gewesen war.

Dann fand sich die Lösung durch ein Haus, das vorher von der Firma Pleuger als Büro- und Blumenhalle genutzt worden war (in der heutigen Ricarda-Huch-Strasse). Eigentlich war schon ein Abriß vorgesehen, zumal ja auch in der Umgebung schon Wohnbebauung geplant wurde. Nach diversen Gesprächen kam es zur Einigung mit der Stadt und der Stiftungsverwaltung als Inhaber des Grundstücks: mit wenig Aufwand für Umbauten klappte der Übergang aus der vorherigen Nutzung in ein relativ gemütliches Vereinsheim. Unter Regie der Stadt hatten sich verschiedene Vereine mit Eigenleistungen beteiligt; was auch die Miete für die Vereine in übersichtlicher Größe halten sollte.

Im April 1985 war es dann so weit: als kleine inoffizielle Eröffnung konnte der Bürgerverein erstmals seine Jahreshauptversammlung im Haus der Vereine abhalten (in den Jahren davor war man noch wenige Meter weiter in der früheren Vereinsgaststätte der Eintracht untergekommen). Die offizielle Einweihung folgte im Oktober mit vielen Ehrengästen: Oberbürgermeister Böhme, diverse Stadträte, die Leitungsebene mehrerer Ämter und auch Vertreter aus den Bürgervereinen unserer Nachbarstadtteile wollten mitfeiern. Es war das erste Bürgerhaus in Freiburg überhaupt und das allein war ja schon etwas Besonderes. Musiker der lokalen Band “Rainbow” sorgten für die Unterhaltung.

Etwa zeitgleich mit der Eröffnung gründete sich auch wieder ein Musikverein Betzenhausen, der hier zu proben begann (heute vor allem bekannt in Form der Orchestergemeinschaft). Auch zu dieser Wiedergründung hatte der Bürgerverein bzw. Willy Kapp den Anschub gegeben.

Natürlich traf sich hier der Vorstand des Bürgervereins in den Folgejahren zu seinen Sitzungen; hier wurde auch erstmals zum Neujahrsempfang eingeladen. Aber in der Breite kam das Haus der Vereine dann wohl doch nicht so richtig zum Laufen, u.a. weil es in einem Wohngebiet stand, ein Teil des Hauses noch bewohnt war und damit einige Nutzungsmöglichkeiten wegfielen. Trotz der Eigenleistungen beim Umbau führten hohe Nebenkosten im Laufe der Zeit zu Fragen der Finanzierung. Die Kosten und deren Verteilung waren am Ende auch ein zentraler Punkt, warum die Anmietung der Räume nach 4 Jahren nicht mehr verlängert wurde. So gab es im März 1989 dort die letzte Jahreshauptversammlung des Bürgervereins und ein Nachfolger war ja auch schon in Sicht…

Nach Ende der Landesgartenschau, also ab 1987, wurde das heutige Bürgerhaus am Seepark für die weitere Nutzung hergerichtet, denn auf der Landesgartenschau war es “nur” eine Ausstellungshalle. Die weitere Nutzung bzw. der Umbau führten aber zunächst zu allerlei Diskussionen, insbesondere über die Aufteilung in unterschiedliche Raumgrößen. Man stimmte sich ab mit den Kollegen im Mooswald und fragte die beteiligten Vereine nach ihrem Bedarf (und das war vor allem der Wunsch nach kleinen Räumen für Treffen bzw. Proben statt nur einer grossen Halle). 1988 wurde der Umbau planmäßig abgeschlossen; im April 1989 folgte die offizielle Einweihungsfeier der Stadt Freiburg. So konnte das heutige Bürgerhaus am Seepark zur neuen Heimat z.B. für den Musikverein/die Orchestergemeinschaft werden.

Das Gebäude in der Ricarda-Huch-Straße stand nicht mehr lange: an gleicher Stelle sieht man heute Holzhäuser, errichtet von den ersten Baugruppen in Freiburg (also noch einmal etwas Neuartiges an diesem Ort).

Bilder: Harald Albiker

Aus der Geschichte Betzenhausens

Hintergrund

Zwischen Nov. 1976 und Aug. 1978 wurde viel über Ereignisse in der Geschichte von Betzenhausen zusammengetragen und in einer langen Beitragsserie im Bürgerblättle veröffentlicht (mit insgesamt 19 Fortsetzungen). Auch wenn diese Ausgaben selbst schon “lange her” sind: die Erkenntnisse zur Vorgeschichte von Betzenhausen bleiben doch bestehen.

Schon damals bedankte sich der Bürgerverein herzlich bei Frau Ingrid Pult für die Überlassung des Manuskriptes. Dieser Dank bezieht sich heute zusätzlich auch auf die Online-Version, die wir hier vorstellen.

Damit der wissenschaftliche Charakter der Arbeit nicht verloren ging, waren in den damaligen Bürgerblättle auch die relevanten Quellenangaben enthalten: darauf haben wir hier verzichtet um den Text möglichst leserlich zu halten (interessierte Leser mögen sich bitte beim Bürgerverein melden: wir haben alle Beiträge in unserem Archiv).


Inhaltsübersicht

Hier also eine Übersicht zum Inhalt (inkl. Link auf die zugehörigen Abschnitte):

I. Naturraum und Siedlungsbild (lesen…)

II. Herrschafts- und Besitzverhältnisse (lesen…)

  • Herrschaft
  • Besitzverhältnisse
  • Grenzstreitigkeiten

III Die Gemeinde und ihre Einrichtungen (lesen…)

  • Allgemeine Verwaltung
  • Gericht
  • Frondienste an die Ortsherrschaft
  • Armenhaus
  • Schule
  • Kirche
    • a) Kirchliches Leben
    • b) Zehnt
    • c) Das Bischofskreuz
  • Gasthäuser

IV. Bevölkerung (lesen…)

V Kriege und Unruhen (lesen …)

  • Kriegerische Zeiten
  • Unruhen – Der Bundschuh in Lehen

Vl. Wirtschaft (lesen…)

  • Landwirtschaft
  • Fortswirtschaft
  • Wasserwirtschaft

Online-Version

Der Online-Auftritt des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde wurde im Bürgerblättle 180 (Okt. 2006) erstmals vorgestellt. U.a. mit dem Hinweis, hier aktueller zu sein, als es mit einem Stadtteil-Magazin sein kann, das “nur” alle zwei Monate erscheint.

Aber auch die Komponente des Erhaltens wurde bei der Vorstellung des Web-Auftritts betont:  “Hier ist auch Platz für Dinge, die es wert sind, längerfristig in der Öffentlichkeit gehalten zu werden“. Für dieses Ziel sind die hier vorgestellten Unterlagen zur Geschichte von Betzenhausen aus den Jahren 1976 bis 1978 ein wunderbares Beispiel.

10 Jahre Jugendzentrum CHUMMY

Ein Fest zum Jubiläum hat Corona in diesen Jahr leider verhindert. Aber jetzt zum Jahresende haben die Chummy-Mitarbeiter:innen noch ein schönes Jubiläumsheft erstellt (weiter zum PDF-Download).

 

Seit in den 1960er Jahren der Stadtteil Bischofslinde gegründet wurde, gab es Bestrebungen aus der Bürgerschaft auch einen Treffpunkt für die Kinder und Jugendlichen zu gestalten. Zu Beginn wurden Jugendräume im Kellergeschoß des neugebauten Gemeindehauses von St. Albert angedacht. Mitte/Ende der 1970er Jahre gab es beim Bau der Matthäuskirche einen zweiten Anlauf, Räume für ein Jugendzentrum zu schaffen. Beide Vorhaben kamen zum damaligen Zeitpunkt jedoch leider nicht zustande.

So gab es vor etwa 20 Jahren, zum Zeitpunkt des ersten Freiburger Jugendrates, keine Einrichtung für die Jugend des Freiburger Stadtteils Betzenhausen-Bischofslinde. Sebastian Hammerich machte, als damaliger Jugendrat aus dem Stadtteil, gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Frau Petzold auf den großen Bedarf für ein Jugendzentrum aufmerksam.

Daraufhin machte der Bürgerverein die Einrichtung eines Jugendtreffs zu seinem Thema: Mit Vertreter_Innen aller für dieses Vorhaben relevanten Institutionen im Stadtteil wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, um einen geeigneten Standort zu finden und eine Konzeption zu entwickeln. Ende der 1990er Jahre wurde schließlich ein eigener Trägerverein gegründet und mittels eines Wettbewerbes an der Anne-Frank-Grundschule der Name „Chummy“ gefunden.

Der „Trägerverein von Chummy Jugendzentrum in Betzenhausen-Bischofslinde e.V.“, unter seinem damaligen Vorsitzenden Thomas Hammerich, organisierte in angemieteten Räumen der katholischen Kirchengemeinde St. Albert und der evangelischen Matthäus-Gemeinde die ersten Anfänge einer nicht kirchlichen, nicht gebundenen Jugendarbeit im Stadtteil. Die angebotene Tanzgruppe und die Offenen Treffs fanden rasch regen Anklang unter der jungen Zielgruppe. Diese „Übergangsphase“ dauerte schlussendlich jedoch fast 10 Jahre.

Einweihung Chummy am 23.07.2010

Erst als der Ältestenrat der Matthäusgemeinde sich dafür entschied, die Kellerräume der Matthäuskirche langfristig an den Chummy-Trägerverein zu vermieten, konnte das Chummy im Jahr 2009 dort einziehen und die Räume im Juli 2010 offiziell eröffnen (siehe Bild).

Spätestens seitdem ist das Chummy Jugendzentrum offizieller Teil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Freiburg und bietet Kindern und Jugendlichen, aus dem Stadtteil aber auch stadtweit, an fünf Tagen in der Woche eine Anlaufstelle und einen Treffpunkt.

Neben der Offenen Tür und geschlechterspezifischen Gruppenangeboten werden Tagesausflüge gemacht, Ferienbetreuungen angeboten und Ferienfreizeiten bzw. Hüttenwochenenden durchgeführt. Längst lässt sich nicht alles was bisher an Projekten und Aktionen durchgeführt wurde hier in Kürze wiedergeben. Wichtig ist jedoch:

Kindertreff kreativ

Bei alldem sollte und soll weder der Spaß noch die (informelle) Bildung zu kurz kommen! Genau das macht die Offene Kinder- und Jugendarbeit und mit ihr das Chummy zu etwas besonderem. Denn das Jugendhaus bietet eine Lern- und Erfahrungswelt, wie sie Kinder und Jugendliche heutzutage nur noch selten finden. Es gibt wenig vorgegebenen Inhalt, Regeln und Pflichten werden mit den Besucherinnen und Besuchern gemeinsam ausgearbeitet. So werden selbstbestimmte Möglichkeiten für die Persönlichkeitsentwicklung geschaffen.

Wer sich genauer über die pädagogische Arbeit und die dahinterstehenden Konzepte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit informieren möchte, kann dies auf der Website der AG OKJA (Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Freiburg) www.okja-freiburg.de  oder der AGJF (Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Baden-Württemberg) www.agjf.de  tun.

Nicht zuletzt bedarf es für eine gelingende Jugendarbeit oftmals einer Kooperation mit anderen Vereinen und Institutionen aber auch einzelnen Mitbürgern (aus dem Stadtteil). Daher möchten wir uns an dieser Stelle bei all denen bedanken, die uns in den vergangenen 10 Jahren in unterschiedlichster Art und Weise unterstützt haben und hoffen auch in den nächsten 10 Jahren auf so viele tolle Menschen zu treffen.

Michael Muschiol (Chummy Hausleitung)

Beitrag im Bürgerblätte 263, Okt 2020


Mehr über die Arbeit im Jugendzentrum ist auf der Homepage des Chummy zu finden, siehe www.chummy-jugendzentrum.de; oder einfach mal vorbeischauen in der Sundgauallee 31.

Hier zwei kleine Erinnerungen an die Umbau-Maßnahmen im Jahr 2010:

Gestaltung Aussenbereich

Streichaktion Thekenbereich

 

 

 

 

 

 

 

Und hier noch Eindrücke von den Räumen im Innenbereich heute.

Billiard-Raum

Hauptraum mit Theke

 

Wohnen für Hilfe

Update Nov. 2020: Frau Nicole Krause ist Leiterin des Projektes Wohnen für Hilfe beim Studierendenwerk Freiburg. Sie konnte die Ideen und ihre Arbeit kürzlich auch im ARD-Büffet vorstellen (gleich in den ersten 10 Minuten der Sendung).

Hier als Hintergrund ein Beitrag von Beate Diezemann im Bürgerblättle 255, April / Mai 2019


Bei meiner Mitarbeit im Nachbarschaftstreff Zehnsteinweg des Caritasverbandes und durch die Thematik allgemeiner Wohnungsnot (nicht nur) der Studierenden habe ich mich an das Programm „Wohnen für Hilfe“ erinnert.

Ausgangssituation:

  • Ältere Menschen im Stadtteil verfügen, nachdem die Kinder aus dem Haus sind und evtl. ein Partner verstorben ist, oft über sehr viel Wohnraum. Andererseits nehmen dadurch die Vereinsamung und die Beschwerlichkeit im Alltag zu. Diese Menschen möchten verständlicherweise ihre großen Wohnungen/Häuser nicht aufgeben, wobei die Größe sie oft an die Grenze ihrer körperlichen Möglichkeit eines selbständigen Wohnens bringt.
  • Aber auch Familien mit Kindern und Berufstätige können oftmals Hilfe im Haushalt oder bei der Kinderbetreuung gut gebrauchen.
  • Studierende andererseits suchen dringend nach günstigen Wohnmöglichkeiten und wären gerne bereit, hierfür kleinere Hilfeleistungen zu erbringen.

Hier die Idee des Programms: „Wohnen für Hilfe“ des Studierendenwerks Freiburg-Schwarzwald, Wohnpartnerschaften mit Studierenden

Senioren, Familien oder sonstige Interessierte bieten Studierenden ein Zimmer, möglicherweise auch eine Einliegerwohnung. Dazu wird zwischen Vermietern und den Studierenden ein ganz normaler Mietvertrag zu einer vereinbarten reduzierten Miete geschlossen. Die Studierenden erbringen frei vereinbarte und freiwillige Hilfsleistungen für die Vermieterinnen und Vermieter.

Vertragsgestaltung Vertragspartner sind nach erfolgreicher Vermittlung ausschließlich Vermieter und Mieter. Dabei ist hervorzuheben, dass das Studierendenwerk nicht die Vertragsgestaltung übernimmt, sondern lediglich berät.

Vermittlung Ansprechpartner für Mieter/innen und Vermieter/innen ist das Studierendenwerk. Die Vermieterangebote werden beim Studierendenwerk in einer Vermieterliste geführt und geben u. a. Auskunft über:

  • Wohnangebot: Wohnort / Stadtteil, Zimmergröße, Gartennutzung, Badnutzung, Küchennutzung etc.
  • Art und Umfang der gewünschten Hilfe
  • Wünsche des Vermieters an seine/n Mitbewohner/in (Geschlecht / Interesse an Studierenden aus dem Ausland / Interessen und Hobbies)
  • Kontaktdaten der Vermieter bei Interesse nur auf Anfrage!

Ablauf Die Vermittlung der Wohnpartnerschaften erfolgt nach einem bestimmten Konzept: Der persönliche Kontakt, umfassende Information der Interessenten über das Projekt sowie eine intensive Beratung und Betreuung der Studierenden und der Vermieter sind für eine erfolgreiche Vermittlung unerlässlich. Die Mitarbeiterin macht nach Vereinbarung einen persönlichen Gesprächstermin oder einen Hausbesuch bei den Vermietern, erläutert das Programm, klärt anhand einer Checkliste die wichtigsten Fragen und erstellt ein detailliertes Angebotsprofil.

Die Studierenden bewerben sich zunächst mit einem Bewerberbogen unverbindlich für die Teilnahme an Wohnen für Hilfe. Nach Abgabe des Bogens und Prüfung der Kriterien werden die Interessenten in die Datei aufgenommen und erhalten den Zugang zu der Liste mit den Vermieterangeboten. Daraus wählen sie aus, welche Angebote für sie interessant sind und fragen die Kontaktdaten beim Studierendenwerk nach, um dann einen persönlichen Kennenlerntermin mit den Vermietern zu vereinbaren. Parallel wird eine Kopie des Bewerberbogens an die angefragten Vermieter gesendet, um sie zu informieren, wer sich für ihr Angebot interessiert.

Informationen und Kontakt

Studierendenwerk Freiburg, Schreiberstr. 12 – 16, 79098 Freiburg Ansprechpartner für Studierende und Vermieter: Nicole Krauße, Tel. (0761) 2101-353, E-Mail: krausse@swfr.de, Sprechzeiten: Di und Do 9:00-12:00 Uhr und nach Vereinbarung

Der Bürgerverein sieht in diesem seit Jahren bewährten Programm eine von vielen Möglichkeiten der Vereinzelung der Menschen im Stadtteil entgegen zu wirken. Alt und Jung könnten sich auf diese Art gewinnbringend helfen. Aber auch junge Familien könnten für eine familiäre Entlastung und damit mehr Zeit für entspannteres Miteinander schaffen.

Beate Diezemann, Arbeitskreis Soziales


 

Weihnachtsbäume in Betzenhausen

Im Dez. 2020 gibt es wegen der Bauarbeiten am Betzenhauser Torplatz nur einen Weihnachtsbaum auf dem Platz am Bischofskreuz. Gern hätten wir auch wieder eine schöne Aktion gemacht mit Schulkindern wie im letzten Jahr: wegen der Corona-Situation werden wir aber wohl darauf verzichten.

In diesem Jahr unterstützen Familienheim Freiburg und die IG SuBi das Aufstellen des Weihnachtsbaums mit Spenden: ganz herzlichen Dank dafür auch an dieser Stelle!


Hintergrund: seit 2006 läst der Bürgerverein jedes Jahr zwei große Weihnachtsbäume am Betzenhauser Torplatz und auf dem Platz am Bischofskreuz aufstellen und beleuchten (Siehe unten Berichte aus vergangenen Jahren).

Natürlich sind diese beleuchteten Bäume auch mit nennenwerten Kosten versehen. Insofern freud sich der Bürgerverein immer über Spenden zu für diesen Zweck. Bei dieser Gelegenheit direkt einen herzlichen Dank an Familienverein Freiburg, Bauverein Freiburg, die IG SuBi und Frischemärkte DANNER (alles Organisationen, die sich in den vergangenen Jahren regelmäßig an den Kosten beteiligt haben).


Schulkinder schmückten unsere Weihnachtsbäume

Rückblick Dez. 2019: Die alljährlich vom Bürgerverein aufgestellten zwei Weihnachtsbäume wurden in diesem Jahr erstmalig von Schulkindern mit selbstgebasteltem Baumschmuck aus Gefundenem und Abfall verschönert. Wir trafen uns am

Mi. 04.Dez.2019 auf dem Platz am Bischofskreuz (Anne-Frank-Schule) und
Fr. 06.Dez.2019 auf dem Betzenhauser Torplatz (Gerhard-Hauptmann-Schule)

Die Kinder wollten mit diesem etwas ungewöhnlichen Baumschmuck zeigen, dass man auch aus diesen Dingen noch etwas machen kann.

Die schönen Weihnachtslieder, gesungen von den Schulkindern und umrahmt mit Gitarren, Flöten und Ziehharmonika, rundeten die kleinen Feierstunden ab.

Die IG SuBi (Interessengemeinschaft der Geschäfte Sundgauallee/Bischofskreuz) spendete zum Abschluss Weckmänner für die Kinder und übergaben sowohl für die Anne-Frank-Schule wie auch für die Gerhard-Hauptmann-Schule einen Scheck über jeweils € 150,00 für besondere Projekte der Schulen.

Auf dem Betzenhauser Torplatz wurden die Kinder vom Marktverein zusätzlich mit heißen Würstchen im Brot beschenkt, die Herr Metzgermeister Rückert eigenhändig verteilte. Herr Rückert betreibt den Stand auf dem Bauernmarkt.

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Sponsoren Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG und der Volksbank Freiburg, die das Aufstellen der Bäume wieder durch eine großzügige Spende unterstützt haben. Auch die SuBi beteiligte sich mit 500 € an der Aktion, und gab nochmal 150 € ja Schule für individuelle Projekte.

Herzlichen Dank auch an alle, die diese schöne Aktion vor Ort unterstützten: Das sind natürlich die beteiligten Schulen mit Lehrern und Kindern, denen es offensichtlich sehr viel Spaß gemacht hat.

 


Weihnachtsgeschenke für den Stadtteil

Rückblick Dez. 2018: Fast schon traditionell wurde der Weihnachtsbaum am Betzenhauser Torplatz erfreulicherweise wieder vom Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG gesponsert.

Der Weihnachtsbaum am Bischofskreuz wurde erstmalig vom Bauverein Breisgau eG gesponsert. Bei einem kleinen nachbarschaftlichen Treffen gemeinsam mit Mitgliedern des Bauvereins, den Herren Vorständen Ullrich und Straub sowie dem Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde wurde die Einweihung des beleuchteten Weihnachtsbaums mit einem kleinen Umtrunk gefeiert.

Frischemärkte DANNER sponserte hierzu einen heißen Glühwein, was die Gemütlichkeit bei netten Gesprächen vor dem erleuchteten Weihnachtsbaum abrundete. Der Bürgerverein bedankt sich ganz herzlich bei den Baugenossenschaften Familienheim und Bauverein Breisgau sowie bei Frischemärkte Danner für ihre Bereitschaft, den Bürgerverein bei der vorweihnachtlichen Einstimmung unseres Stadtteils finanziell zu unterstützen.


 

100 Jahre Vereinsfußball in Betzenhausen

Seit 100 Jahren rollt der Fussball in Betzenhausen!

Als im April 1911 ein Verein Namens „Hertha Freiburg“ gegründet wurde, war damit der Grundstein für Vereinsfussball im Freiburger Westen gelegt. Danach zog sich die Fussballgeschichte im Freiburger Westen über Nachfolgevereine, Neugründungen und Zusammenschlüsse bis zu dem hin, was wir heute kennen, nämlich den 2004 neu entstandenen Sportfreunden Eintracht Freiburg, die mit Blick auf ihre Uroma Hertha 2011 die „100 Jahre Sport im Freiburger Westen“ gebührend feiern konnten.

Wir vom Bürgerblättle möchten daran anknüpfen, die Geschichte aber mit dem Jahr 1920 beginnen lassen, als fußballbegeisterte Betzenhausener zur Gründung des „FC Betzenhausen“ zusammenkamen. Doch wo sollte man das tun, wofür man den Verein gegründet hatte, wo konnte auf der Betzenhäuser Gemarkung der Ball rollen? Zunächst nirgendwo, so dass man sich zum Kicken „auswärts“ treffen musste, nämlich auf dem Gelände des Flugplatzes.

Erinnerungen an das Sportzentrum Tränkestrasse

So weit weg von Betzenhausen, dass konnte jedoch keine Dauerlösung sein und so fand sich eine Wiese an der Tränkestrasse, wo ab 1928 Torschreie zu hören waren.

Durch die Wirren des zweiten Weltkriegs war 19 Jahre später erst mal Schluss mit Fußball. Bis 1955 – also ein Jahr nach dem “Wunder von Bern” – die Neugründung als “SV Lehen-Betzenhausen” mit einer Herren- und einer Jugend-Mannschaft begann. Zunächst weiterhin ohne echte „Platzheimat“, denn gekickt wurde zwar teilweise auch an der Tränkestrasse, das Vereinslokal mit Umkleidemöglichkeiten war jedoch das Gasthaus Schützen in Lehen (immerhin 10 Minuten Fußweg, die Paduaallee gab es ja noch nicht).

Eine Jugendmannschaft auf dem Platz an der Tränkestrasse, das Vereinsheim im Hintergrund (vermutlich 1969, damals noch ein Rasenplatz)

In den 1960-ger Jahren entstand dann an der Tränkestrasse ein modernes Fussballgelände einschließlich eines schmucken Vereinsheims mit integrierter Gaststätte. Modern war dies auch deswegen, weil der Platz in den 1970-ger Jahren zu einem exakt planierten Hartplatz aufgerüstet wurde, was aus damaliger Sicht ein echter Fortschritt gegenüber den bisherigen „Buckelmatten“ war.

Mit der Inbetriebnahme erhielt der Fußball in Betzenhausen einen beispiellosen Aufstieg. Insbesondere mit ihrer Vielzahl an Fußball-Jugendmannschaften wurde der fortan in  „Eintracht Freiburg “  umbenannte Verein führend in Freiburg und der ganzen südbadischen Region. Also auch kein Zufall, dass unser Bundestrainer Jogi Löw in Betzenhausen seine Karriere als Jugendspieler begann und in der  Saison 1977/78 mit der A-Jugend Vizemeister in Südbaden wurde.

Vieles weitere gäbe es noch zu erzählen: z.B. über das Spiel der Eintracht im Jahr 1970 (da waren es 50 Jahre Fußball in Betzenhausen), als an der Tränkestrasse gegen die Bundesligamannschaft von Schalke 04 mit dem legendären Trainer Rudi Gutendorf gekämpft wurde. Zum Schluss stand es 2:5 für Schalke: die Eintracht hat sich also wacker geschlagen.