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Besser kicken am Seepark

Der Bolzplatz am Ost-Ufer des Seeparks in Richtung Mooswald wird saniert und umgestaltet. Aus dem bisher überbreiten Platz sollen drei Kickplätze mit neuen Toren und schattenspendenden Bäumen entstehen. Auch der Rasen wird erneuert in der Hoffnung, dass er in Zukunft besser durch den Sommer kommt.

Sanierung und Umbau sind ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Freiburg mit dem SC Freiburg, der als „Bolzplatz Förderer“ über die Hälfte der Kosten übernimmt.

Baubeginn ist am Mittwoch, 3. März. Die Arbeiten dauern etwa drei Wochen. Gespielt werden kann auf den neuen Plätzen aber wohl erst im Juni wieder. Damit ein dichtes Grün entsteht, braucht der Rasen Zeit, um neu anzuwachsen. Zudem muss er regelmäßig gemäht werden. Bis dahin bleibt der Platz gesperrt.

Hintergründe zum Bolzplatz

Der Platz am Seepark ist bei vielen Sportlerinnen und Sportlern sehr beliebt. Doch die intensive Nutzung und die trockenen Sommer hinterlassen ihre Spuren: Der Rasen ist stark strapaziert, der Platz zudem in die Jahre gekommen.

Das Garten- und Tiefbauamt wird den Bolzplatz in den kommenden Wochen deshalb grundlegend erneuern. Bei einem neuen Rasen wird es jedoch nicht bleiben – der ganze Platz wird aufgewertet: Der vorhandene Ballfangzaun wird erweitert, außerdem werden neue Tore aufgebaut. Die größte Veränderung wird allerdings eine neue Aufteilung sein, so dass in Zukunft drei Bolzplätze zum Kicken einladen. Der jetzige Bolzplatz ist groß, erinnert von den Proportionen aber nicht an einen Fußballplatz. Dafür ist er deutlich zu breit. Mit dem neuen Konzept ändert sich das. Er wird schmaler gemacht – und neben der neuen Außenlinie entstehen zwei kleinere eigene Bolzplätze. Heißt: Aus eins mach drei. So können mehr Gruppen gleichzeitig Spaß haben.

Neben der sportlichen gibt es auch eine klimatische Aufwertung. Die Umgestaltung trägt das Motto „11 neue Klimafreunde“, deshalb werden elf großkronige Bäume um den Platz gepflanzt. Sieben Linden bilden künftig die natürliche Grenze zwischen dem großen und den beiden kleineren Plätzen. Neben den kleinen Plätzen stehen bereits Ahornbäume, hier werden vier weitere gepflanzt. Die grüne Elf spendet Schatten, damit sich die Sporttreibenden künftig auf neuen Sitzbalken ausruhen können. Auch der Rasen bekommt durch die Bäume mehr Verschnaufpausen und kann länger grün bleiben. Denn er wird durch Sonneneinstrahlung und Hitze strapaziert, Schatten und verbessertes Kleinklima kommen ihm künftig zugute.

 „Bolzplatz-Förderer“ SC Freiburg

Beim Hinrundenspiel gegen den FSV Mainz 05 liefen die Bundesligaprofis dafür mit einem Sondertrikot und der Aufschrift „Bolzplatz-Förderer“ auf. Möglich war das Projekt, da SC-Hauptsponsor Schwarzwaldmilch und Ärmelpartner Rose Bikes bei diesem Spiel auf ihre Werbepräsenz verzichtet hatten. Zudem konnten sich Mitglieder des Fördervereins Freiburger Fußballschule auf dem Sondertrikot verewigen – ein Anreiz für viele Mitglieder und Fans, dieses besondere Trikot zu erwerben. Dessen Verkauf nutzte der SC Freiburg für die Sanierung und Aufwertung des Bolzplatzes am Seepark. Nun übernimmt er über die Hälfte der Gesamtkosten des Projekts, die sich auf 75.000 Euro belaufen.

„Wir wollen die Sportbegeisterung bei allen Menschen in Freiburg und der Region entwickeln und fördern. Hierzu passt die Sanierung des Bolzplatzes am Seepark. Wir freuen uns, dass wir so Jung und Alt bessere Möglichkeiten zum Kicken ermöglichen können“, sagt Tobias Rauber, Leiter Gesellschaftliches Engagement des SC Freiburg. Dabei bringt sich der Sport-Club auch inhaltlich ins Projekt ein.

Zur Eröffnung der neuen Bolzplätze ist (sofern es die Pandemie zulässt) ein Training mit dem SC Freiburg geplant. Zu den Details werden Sport-Club und Stadt Freiburg gesondert informieren.

„Die Zusammenarbeit von Stadt und Sport-Club schafft im Seepark einen tollen Ort für die großen und kleinen Fußballfreunde der Stadt. Ein großes sportliches Danke an den SC für sein Engagement”, so Baubürgermeister Martin Haag. Die Stadt ist weiter auf der Suche nach Freundinnen und Freunden von Bolzplätzen. Um möglichst viele Kickplätze aufzuwerten, sind Interessierte eingeladen, den Ball anzunehmen, den der SC Freiburg ins Rollen gebracht hat. So könnten aus den „11 Klimafreunden“ im Laufe der Jahre „11 Freiburger Bolzplätze“ werden.

Die Redaktion (mit Auszügen aus einer Pressemitteilung der Stadt Freiburg 1.3.2021)

Aussenbecken Westbad (Freibad)


Aktueller Stand:

Eigentlich waren die städtischen Mittel für das Freibad West mit Aussenbecken schon fest eingeplant und die ersten Umsetzungsschritte getan (siehe Ausführungen weiter hinten). Doch jetzt leider die Corona-bedingte Enttäuschung: im Entwurf des Haushaltsplans 2021/2022 ist das Freibad West nicht mehr enthalten. Wir sind aber der Meinung, dass gerade in der jetzigen Zeit diese Freizeitmöglichkeit in unserem dicht besiedelten Stadtteil dringend benötigt wird und das Projekt weiter geführt werden sollte. Deshalb unser Apell an die Stadt Freiburg und unseren dortigen Vertretern*innen, alle Möglichkeiten dafür zu prüfen.

Siehe Pressemitteilung des Bürgervereins vom 22. Jan. 2021, sowie Beitrag vom Freundeskreis im Bürgerblättle 265 vom Febr./März 2021.

Am 1. Febr. haben sich die Vorsitzenden der Bürgervereine von Betzenhausen-Bischofslinde, Brühl- Beurbarung, Landwasser, Stühlinger und Mooswald in einem gemeinsamen Brief an Herrn Oberbürgermeister Horn und die Stadträtinnen und Stadträte des Freiburger Gemeinderates gewand. Nachzulesen auf Mooswald.org. Vorher hatte sich schon die Dachorganisation der Freiburger Bürgervereine (AFB) für das Projekt ausgesprochen.

Am Beteiligungshaushalt 2021/2022 (geöffnet bis 27.Jan.2021) haben sich viele für den Bürgervorschlag zum Westbad ausgesprochen. Das Ziel sollte sein “Weiterbauen – Kein Stopp beim Westbad-Freibecken”. Alles Weitere zum Freiburger Haushalt und den nächsten Schritten der Abstimmung siehe auch www.freiburg.de/haushalt


Hintergründe und Zusammenfassung

Im Jahre 1969 wurde das Außenbecken am Rande des Flückigersees gebaut (noch vor dem Hallenbad, das erst 1977 folget): das Bild hier stammt aus den 1970-ger Jahren. Heute verbindet man mit Westbad fast nur noch das Hallenbad West: es ist das größte Hallenbad in Freiburg und wurde insbesondere für die Ausrichtung von Sport-Wettkämpfen ausgelegt.

Im Jahre 2003 dann das Ende für das Freibad: im Zuge von Haushaltskonsolidierung wurde das Aussenbecken geschlossen um damit insbesondere auch die Kosten der Bademeisteraufsicht einzusparen. Sehr schnell bildete sich eine Initiative “Pro Freibad im Westbad”, die also erste Aktion Unterschriften für die Wiederöffnung sammelte (siehe Bericht im Bürgerblättle 165, Juli 2003).

Verfallenes Schwimmbecken

Doch das Bad blieb auch in den Folgejahren geschlossen und von Jahr zu Jahr war es mehr dem Verfall ausgeliefert. In Folge dessen bildete sich 2009 eine “Aktionsgemeinschaft Hallen- und Freibad West, die schon im Juli 2009 eine erste Liste mit 4500 Unterschriften zur Erhaltung von Freibad West an OB Salomon übergeben konnte. Aus dieser Initiative entstand 2011 der Verein “Freundeskreis Freibad West e.V.” mit dem Ziel, dass dieses Freibad seinen ursprünglichen Sinn wieder erhält (erreichbar über Westbad-Verein@email.de)

Parallel dazu bemühte sich der Freundeskreis auch um eine Sanierung des Kinderbeckens im Außenbereich des Westbades: 2013 konnte nach vielen Gesprächen und Verhandlungen mit der Stadt ein Sanierungs-und Finanzierungkonzept dafür vorgestellt werden (mit Eröffnung dann 2014).

Im Bürgerblättle haben wir im Laufe der Jahre mehrfach über das gesamte Vorhaben berichtet. Vorgeschlagen vom Freundeskreis wurde 2016 u.a. ein Naturbad mit biologischer Wasseraufbereitung, da das aktuelle Becken und die zugehörige Infrastruktur ohnehin kaum sinnvoll verwendbar ist. Es gab viele Argumente dafür: die Herstellung eines Naturbeckens wäre kostengünstiger und die laufenden Betriebskosten sind deutlich geringer als bei einem konventionellen Freibad (sicher auch eine Bereicherung passende zu Green-City).

Im Jahr 2019 schien dann der Durchbruch gekommen zu sein: der Gemeinderat billigte Gelder, drei Architekturbüros machten Vorschläge zur Gestaltung incl. Kostenschätzung. Bau-Ausschuss und Gemeinderat stimmten für den Vorschlag des Büros Architekturbüros Lehmann aus Offenburg

In diesem Zusammenhang könnte es auch von Bedeutung sein, dass landesweit das Thema Schwimmbäder in den letzten Jahren eine neue Bedeutung gewonnen hat. Initiativen der Schwimmsportverbände und des Städtetages Baden-Württemberg haben das Ziel, die Sanierung von Bädern in die Landes-Förderkulisse zum kommunalen Sportstättenbau aufzunehmen. In 2019 gibt es z.B. auch eine Umfrage des Kultusministeriums zum Schwimmunterricht an Grundschulen.


Entwicklung der letzten Jahre

Febr. 2021

Am Beteiligungshaushalt 2021/2022 (geöffnet im Jan. 2021) haben sich viele für den Bürgervorschlag zum Westbad ausgesprochen. Das Ziel sollte sein “Weiterbauen – Kein Stopp beim Westbad-Freibecken”. Inzwischen haben wir als Bürgerverein eine Pressemitteilung für die Weiterführung des Projektes herausgegeben. Parallel dazu haben alle Bürgervereine in der Nachbarschaft des Westbades einen gemeinsamen Brief an den OB bzw. die Fraktionen verfasst. Auch die Dachorganisation der Freiburger Bürgervereine (AFB) für das Projekt ausgesprochen, was auch die Badische Zeitung zum Anlass nahm für einen Beitrag (evtl. eingeschränkter Zugriff).

Dez. 2020

Jetzt schlägt Corona auch beim der Investion für das Freibad West zu: mit dem Haushaltsplan 2021/2022, den OB Horn und Finanzbürgermeister Breiter am 7. Dez. 2020 vorgestellt haben, wurden verschiedene Positionen, die bisher vorgesehen waren, verschoben oder gestrichen. Dazu gehören leider auch die Mittel für das Freibad West. Im Sommer war ja schon die Eishalle dem Rotstift zum Opfer geworden: dort steht aber inzwischen ein Projekt mit Investoren im Raum.

Dez. 2019

Im Doppelhaushaltes 2019/2020 sind Mittel in Höhe von 1,0 Mio. € eingestellt für das Jahr 2020, die für weitere Schritte der Objektplanung und ein europaweites Vergabeverfahren vorgesehen sind. Gesucht wird ein Generalplaner: ein Ergebnis wird für 2020 erwartet. Wir gehen davon aus, dass die Realisierung bis zur Bade-Saison 2022 abgeschlossen sind.

Zu den Realisisierungsschritten hier eine Pressemitteilung zum Freibad West der Stadt Freiburg vom Okt. 2019. Auch Martin Horn bestätigt bei “OB vor Ort” am 16.12.2019, dass der Neubau planmäßig kommen wird Aktuell sei “kein Grund für Verzögerungen zu erkennen. Eine europaweite Ausschreibung ist z.Z. in Arbeit.”

Aug. 2019

Jetzt mitten im Sommer 2019 freut man sich natürlich besonders darüber: das Freibad West wird kommen. So müssen wir die Entwicklungen der letzten Monate verstehen. Im jetzigen Haushaltsplan der Stadt Freiburg ist für 2020 ein Betrag von 1 Million Euro als Startinvestition angesetzt. Das ist natürlich nur ein Teil der Gesamtkosten von 8,2 Mio. Euro, die im Raum stehen: aber es ist eine gute Basis für die weitere Detailplanung und europaweite Ausschreibung, die offensichtlich verpflichtend ist. Natürlich hätten wir den Betrag lieber früher gesehen: aber Planung braucht ja auch Zeit.

Die Finanzierungen wird aktuell nicht mehr in Frage gestellt:

  • ” Das Westbad Außenbecken ist finanziert und wird im Sommer 2022 eröffnet.” (Finanzbürgermeister Stefan Breiter, Stadtmagazin Chilli, 27.05.2019).
  • „Hier entsteht in den nächsten Jahren nicht nur ein einfaches Becken, sondern ein vollwertiges Freibad, mit vielen verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten, vor allem auch für Familien.“ (Berthold Bock, sportpolitische Sprecher der CDU, Pressemitteilung 18.1.2019)

Wir bedanken uns ganz herzlich beim “Freundeskreis Freibad West e.V.”, der über viele Jahre auf dieses Ziel zugearbeitet hat. Und auch ein besonderer Dank an diejenigen politischen Vertreter, die sich für diese Initiative eingesetzt haben und letztendlich auch im Gemeinderat diese Entscheidungen getroffen haben.

Dez. 2017

Auch im Entwurf den Doppelhaushaltes 2017/2018 war eine Sanierung des Freibades West nicht vorgesehen. Doch beim zugehörigen Beteiligungshaushalt stand die Wiedereröffnung des Freibades ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Daraufhin wurden erstmals Mittel für erste Planungschritte vom Gemeinderat genehmigt (200.000 €). In diesem Zuge wurden 3 Architekturbüros um ein Konzept mit Kostenschätzung gebeten. Eine Jury der Regio Bäder GmbH priorisierte daraufhin den Vorschlag von Architekturbüros Lehmann aus Offenburg.

Der Entwurf hat ein Gesamtvolumen von ca. 8 Mio. € und hat Febr. 2019 auch den Sportausschuß überzeugt. Für mehr Details zum Siegerentwurf siehe zugehörige Unterlagen im Ratsinformationssystem der Stadt Freiburg (dort ist vor allem die Anlage zur Drucksache SP-19/002 relevant).

Dez. 2014

Der Freundeskreis Freibad West bringt ein Naturbad als Alternative ins Spiel und verweisst z.B. auf die sehr guten Erfahrungen, die man mit dem Naturerlebnisbad in Murg gesammelt hat. Siehe Bericht im Bürgerblättle 229 Dez. 2014 (PDF). Bei einigen Fraktionen im Gemeinderat fand die Idee Anklang und wurde offen unterstützt. In einem interfraktionellen Antrag wurde die Verwaltung gebeten, den Vorschlag zu prüfen. In den nachfolgenden Jahren tendierte der Gemeinderat – trotz höherer Kosten – aber dann doch zu einer konventionellen Lösung.

Dez. 2011

Aus der Initiative bildet sich der “Freundeskreis Freibad West e-V.”. Vorsitzender vom Freundeskreis ist zunächst Nico Bischler (zu der Zeit parallel auch Vorsitzender vom Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde); ihm folgte 2017 Joachim Kerrmann.

Juli 2009

Bad blieb blieb in den Folgejahren geschlossen und war von Jahr zu Jahr mehr dem Verfall ausgeliefert. Eine neue Initiative “Aktionsgemeinschaft Hallen- und Freibad West” bildet sich und kann im Juli 2009 eine erste Liste mit 4500 Unterschriften zur Erhaltung von Freibads an OB Salomon übergeben.

Frühjahr 2003

Das Aussenbecken des Westbads war in die Jahre gekommen; eine kurzfristige Sanierung zumindest der Technik erschien erforderlich (geschätzte Kosten bei 700.000 Euro). Aber auch weitere Investitionen z.B. für Umkleidekabinen standen im Raum. Beides fand keine Mehrheit im Gemeinderat. Stattdessen wurde im Zuge von Haushaltskonsolidierung das Freibad geschlossen (gedacht war an eine vorübergehende Schließung): insbesondere auch, um damit laufende Kosten wie bei der Bademeisteraufsicht einzusparen. Einzelne Fraktionen empfahlen, statt Freibad einen direkten Zugang zum See zu schaffen, also ein Seebad, wie es in früheren Zeiten auch schon war (z.B. mit Zugang über Holzstege). Der Uferrundweg wäre dadurch weggefallen. Eine Mehrheit fand der Vorschlag nicht, zumal auch das Wasser des Sees zu jener Zeit wegen hoher Phosphat-Belastung im Gespräch war (“Bürgerprojekt Flückiger See”): als Ursache vermutet wurde Trümmerschutt aus dem zweiten Weltkrieg, der in der Nähe abgeladen worden war und wohl auch Reste von Phosphorbomben in sich trug. Eine Initiative “Pro Freibad im Westbad” bildet sich.

Neugestaltung Spielplatz Wiechertstrasse

Akueller Stand und Zusammenfassung:

Der Spielplatz Wiechertstrasse liegt etwas unscheinbar im „im Hinterhof“ und ist deshalb auch eher wenig bekannt. Und er ist in die Jahre gekommen. Deshalb hat das Garten und Tiefbauamt (GuT) angeboten, diesen Spielplatz neu zu gestalten.

Nach einer ersten Termin zur Bürgerbeteiligung hat das GuT einen Gestaltungsvorschlag erarbeitet, der auch die gegebenen Rahmenbedingungen berücksichtigt (wie z.B. Feuerwehrzufahrt). Siehe auch Beitrag im Bürgerblättle April/Mai 2021.

Hier die zugehörige Projekt-Seite beim Garten und Tiefbauamt der Stadt Freiburg.


Nachfolgend die Ausführungen des GuT zum Gestaltungsentwurf:

SPIELPLATZ WIECHERTSTRASSE – ENTWURFSVORSTELLUNG

Die anhaltenden Pandemiebeschränkungen erlauben es leider immer noch nicht, die bei Spielplatzumgestaltungen sonst üblichen Beteiligungstermine mit Treffen vor Ort stattfinden zu lassen. Doch allmählich muss es mit dem Spielplatzprojekt „Wiechertstraße“ weiter gehen – und Ihre Meinung ist uns dabei weiterhin wichtig! Daher wählen heute diesen Weg, um unseren Planungsprozess transparent zu machen.

Aufgrund der langen Lieferzeiten für Spielgeräte ist geplant, die Umbauarbeiten voraussichtlich im 4. Quartal des Jahres durchzuführen. Konstruktive Anmerkungen zum nachfolgend beschriebenen Gestaltungskonzept können Sie gerne bis zum 15. April 2021 per mail an das Garten und Tiefbauamt (GuT@stadt.freiburg.de) senden. Wir prüfen dann, inwiefern diese im Rahmen der fachlichen und verfügbaren Möglichkeiten berücksichtigt werden können.

AUSGANGSSITUATION

In den vergangenen 40 Jahren hat sich auf dem Spielplatz Wiechertstraße kaum etwas verändert. Die Fläche ist mit Betonpflaster und Fallschutzplatten aus Kunststoff fast vollständig versiegelt, ein grüner Rahmen aus Kastanienbäumen „verhockt“ in allzu kleinen, hochbeetartigen Baumscheiben. Das einzige Spielelement ist ein Oktogon aus Stahl mit integriertem Kletternetz, das nach all den Jahren jedoch abgespielt ist. Die alten Fallschutzplatten haben die erforderliche Elastizität verloren und biegen sich, so dass problematische Stolperstellen entstehen. Auch die vorhandenen Sitzbänke und der Abfallbehälter am Rand der Fläche haben schon bessere Zeiten gesehen.

Um auf dem Platz wieder eine zeitgemäße Gestaltung zu ermöglichen, wurde die Fläche in das Vorhaben „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier (SIQ) – Sanierungsgebiet Betzenhausen- Bischofslinde“ aufgenommen und wird nun von Bund und Land mit Städtebaufördermitteln unterstützt. Im Herbst 2020 fand vor Ort ein erster Bürgerbeteiligungstermin statt, zu dem mit mails, Plakaten und Wurfzetteln großräumig eingeladen wurde. Im Anschluss daran konnten noch einige Wochen lang Anregungen zur Umgestaltng im Wunschbriefkasten hinterlassen werden. Da der Platz eher unscheinbar „im Hinterhof“ liegt, wurde er aber im Viertel bisher offenbar kaum wahrgenommen, denn die Anzahl der Rückmeldungen war leider eher gering. Dennoch ließen sich Tendenzen ablesen. Neben einer Bemerkung wie „lassen Sie es wie es ist“ zeigte sich vor allem, dass im nahen Umfeld bereits ausreichend viele Angebote für kleine Kinder bestehen. Stattdessen wurden eher Bewegungsangebote für „Größere“ angefragt. Aber auch die Themen Kommunikation und Ökologie waren den Teilnehmer_innen wichtig.

KONZEPT

Die gestalterischen Möglichkeiten auf der eher kleinen Fläche sind dank einer frei zu haltenden Feuerwehrzufahrt und der vorhandenen Bäume begrenzt. Trotzdem haben die Planer_innen des Garten- und Tiefbauamtes ein Konzept entwickelt, in dem viele Anregungen des Beteiligungsverfahrens berücksichtigt werden konnten.

Die geometrische Formensprache des Platzes wurde beibehalten und mit Motorikangeboten für Nutzer_innen unterschiedlicher Altersgruppen ergänzt. Zahlreiche Balken aus Holz gliedern künftig die Flächen, „entschärfen“ die als problematisch empfundenen Steinkanten an den alten Baumscheiben und laden zum Verweilen oder zu nachbarschaftlichen Gesprächen ein. In Teilbereichen werden vorhandene Höhensprünge zwischen Gehweg und Platzfläche ausgeglichen, so dass ein künftig ein stufenloser  Zugang zur Fläche möglich sein wird.

Ein Erhalt der alten Kletteranlage ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Stattdessen bietet künftig eine Calisthenicsanlage mit (gewünschten) Holzpfosten vielfältige Bewegungs- und Sportanreize.  Ein langer Federwippbalken, eine Reckstange sowie ein verdrehtes Kletternetz ergänzen das Bewegungsangebot auch für die etwas jüngeren Besucher_innen, so dass das Thema Spiel bei aller Sportbegeisterung nicht zu kurz kommen wird. Ein großer Spaß für alle Altersklassen wird sicher die Reihe aus 3 kleinen Bodentrampolinen, die es so auf öffentlichen Spielplätzen in Freiburg bisher noch nicht gibt. Auf die Themen Kleinkindspiel und Sand wird wunschgemäß verzichtet, da dieser Schwerpunkt bereits auf den Spielplätzen im näheren Umfeld vielfältig vorhanden ist.

Im Bereich der Feuerwehrzufahrt bleibt die zum Inliner- oder Rollerfahren beliebte Pflasterfläche teilweise erhalten. Durch die Beseitigung von Unebenheiten im angrenzenden Gehwegbereich können künftig aber auch diese Flächen wieder problemlos für ähnliche Aktivitäten genutzt werden. Der Fallschutzbereich der Motorikkombination wird aus ökologischen Gründen entsiegelt. Künftig sorgen (wie auf den meisten Spielplätzen im Stadtgebiet) Holzhackschnitzel für die erforderliche Sicherheit.

Durch die großflächige Entsiegelung  werden nicht zuletzt die Standortbedingungen der vorhandenen Bäume nachhaltig verbessert. Eine zusätzliche Verbesserung bzw. ökologische Aufwertung der Fläche soll durch die deutliche Vergrößerung der bisher sehr beengenden Baumscheiben erfolgen. Auch das innerstädtische Kleinklima wird dadurch in diesem bisher „überhitzten“ Bereich nachhaltig verbessert. In den neu entstehenden Grünflächen bieten verschiedene, mittelhohe Blütenpflanzen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Insekten und werten die Fläche zudem optisch auf.


Stand Sept. 2020: Einladung zum Projektstart am Dienstag, 29.09. 2020.

Es war schon vor einiger Zeit angekündigt worden: jetzt kann endlich die Umgestaltung des über 40 Jahre alten Spielplatzes “Wiechertstraße” beginnen. Die Fläche ist zwar nur klein und mit allerlei Zwangspunkten belegt, aber trotzdem möchte das Garten- und Tiefbauamt (GuT) eine Neugestaltung erreichen, in der sich möglichst viele Nutzer*innen positiv wiederfinden können.

Erstes Treffen ist am Dienstag, 29.09. 2020 um 15.30 Uhr auf dem Spielplatz, um den Spielplatz gemeinsam anzuschauen (unter Beachtung der aktuellen Coronaregeln).

Dabei wird auch ein Wunschbriefkasten montiert: wer keine Zeit hat am Dienstag, kann in aller Ruhe in den darauffolgenden 3 Wochen seine Anregungen und Wünsche dort hinterlassen. Die Mitarbeiter*innen vom Garten- und Tiefbauamt sind neugierig was das kommt und leeren den Kasten regelmäßig…

Hier die zugehörige Projekt-Seite bei der Stadt Freiburg.

 

 

 

Erweiterung Anne-Frank-Schule und Kita Fang-die-Maus

Aktueller Stand und Zusammenfassung:

Seit Frühjahr 2019 wird am Erweiterungsbau gearbeitet (geplantes Ende für das Gesamtprojekt ist 2024). Stand Febr. 2021 ist der Anbau auf der Südseite der Anne-Frank Schule in Richtung Obergrün-Park fertiggestellt. Jetzt wird die Schule abschnittsweise saniert. Teil des 2. Bauabschnittes wird auch ein kleiner eingeschossiger Anbau auf der Haupteingangsseite sein, in dem der Verwaltungsbereich und das Lehrerzimmer untergebracht werden.

Einen ausführlichen Bericht darüber gibt es im Freiburger Amtsblatt vom 26. Febr. 2021. Auch die Badische Zeitung berichtete am 13. Febr. 2021 ausführlich darüber (Online Ausgabe evtl. nur eingeschränkt abrufbar).

Auch Bürgermeister Martin Haag freut sich, dass der Erweiterungsbau „in Betrieb“ gehen kann, sobald die Schulen pandemie-bedingt wieder öffnen können. „Besonders gefällt mir die ansprechende Holzfassade, die sich im Endausbau an den Gebäudeteilen entlangziehen wird. Ich freue mich auch, dass der Zeit- und Kostenrahmen bisher eingehalten werden konnte.” Siehe passend dazu eine aktuelle Pressemitteilung (12.2.2021) der Stadt Freiburg.

Bei der Gelegenheit: eine angemessene Bebauung mit Holz haben wir uns ja auch kürzlich für das Baugebiet Obergrün gewünscht.


Mai 2019: Spatenstich Erweiterung Anne-Frank-Schule und Kita Fang-die-Maus

Am 28. Mai 2019 war Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung von Schule und Kita an der Wilmersdorfer Straße. Jetzt folgt rege Bautätigkeit, die mehrere Jahre dauern wird.  Im Herbst 2024 soll das anno 1971 errichtete Gebäude dann optisch, baulich und energetisch den aktuellen Ansprüchen entsprechen. Die Schule wird um Unterrichtsräume und Ganztagesräume umfangreich erweitert. Am Ende wird es auch eine große Mensa geben, und Kreativräume, einen Forscherraum, einen Ruheraum, Spielezimmer und mehr. Aus der zweigruppigen Kita „Fang die Maus“ wird eine sechsgruppige Einrichtung werden.

Beim Spatenstich anwesend waren u.a. Baubürgermeister Martin Haag und Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, sowie Vertreter aus Bauverwaltung, Schulverwaltung, Schulleitung, Bürgerverein und Lokalpolitik. Architekt Cornell Fuchs vom Waldkircher Büro fuchs.maucher.architekten.bda erläuterte seinen Entwurf, mit dem er 2017 die europaweite Ausschreibung gewonnen hatte.  Die dreigeschossige Erweiterung in Richtung Süden wird unmittelbar an den Bestand der Schule angebaut. Somit reicht ein Aufzug, um beide Gebäudeteile barrierefrei zu machen.

An die Nordseite des Bestandsbaus wird der Verwaltungsbereich der Schule angebaut und an die Westseite der größte neue Bauteil: die Cafeteria, der zweigeschossige Ganztagesbereich der Schule und die dann auf sechs Gruppen erweiterte Kita Fang die Maus. Da die Schule und die Kita seit jeher eng zusammen arbeiten, ist es sinnvoll, neben jenen Bereichen, die notwendigerweise optisch und akustisch zu trennen sind, auch gemeinsam nutzbare Bereiche einzurichten.

Auf dem Gelände der Schule fallen der Betrachterin gleich der reiche Baumbestand und die schützenswerte Blumenwiese auf. Allerdings wird es notwendig sein, einige Bäume zu fällen, auch um die rückwärtig liegende, besonders schützenswerte Wiese zu schonen. Ende 2020 wird das Gebäudemanagement hier einige Großbäume umpflanzen; und die Ersatzpflanzungen für die gefällten Bäume kommen allesamt wieder auf das Gelände der Schule.

Die Gesamtkosten für dieses Bauprojekt betragen rund 27,6 Millionen Euro (ohne Ausstattung). Davon entfallen 15,2 Millionen auf die Schulerweiterung, 6,4 Millionen auf die Schulsanierung und 6 Millionen auf den Kita-Neubau.


Eine Bitte von Frau K. Schiafone, Rektorin der Anne-Frank-Schule (Bürgerblättle 257, Aug./Sept. 2019):

Die Baujahre werden natürlich auch mit Lärm und Gefahren verbunden sein. Die Baustellen-Zufahrt wurde auf der Seite „Am Bischofskreuz“ eingerichtet. Jede Baustellenzufahrt ist natürlich auch eine Gefahrenzone. Natürlich weisen wir Eltern und Kinder immer wieder auf diese Gefahrenstelle hin.

Gerne würden wir aber zu den Hauptzeiten, an denen die Kinder kommen und gehen, ehrenamtliche Verkehrshelfer einsetzen, die mit dafür Sorge tragen, dass die Laster und Bagger und die Kinder heil aneinander vorbei kommen.

Wer hätte Lust morgens zwischen 7.30 und 8.00 Uhr und / oder mittags zwischen 12.55 und 13.20 Uhr einen Einsatz als Verkehrshelfer bei uns zu machen?

Die Stadt Freiburg wäre bereit, für ein solches Engagement eine Aufwandsentschädigung zur Verfügung zu stellen.

Bei Interesse können Sie sich im Sekretariat melden (Tel. 201-7508 oder Mail sekretariat.afsvn@freiburger-schulen.bwl.de).


Die Anne-Frank-Schule

Im Sommer 1971 wurde die Schule fertiggestellt. Eingezogen sind damals zunächst neun Grundschulklassen und zusätzlich sieben Gymnasialklassen (letztere wechselten nach einem Jahr zum Schulzentrum West, dem heutigen “Wentzinger-Gymnasium”).

Inhaltlich entwickelte sich die Schule ab den 1980 Jahren immer mehr in Richtung Reformpädagogik; entsprechend diesem Konzept wurden z.B. ab Mitte der 1990er Jahre die ersten jahrgangsübergreifenden Familienklassen gebildet. Gleichzeitig wurde aber in dieser Zeit auch der Platz bereits knapp: Abhilfe konnten zusätzliche Pavillonräume schaffen.

Seit den 1990er-Jahren wird der Schulbetrieb durch eine Kernzeitbetreuung ergänzt: anfangs ein Angebot der Caritas, inzwischen betreut von einem privaten Trägerverein AUB. Wenig später wurde das schulische Angebot durch eine Hausaufgabenbetreuung ergänzt.

Im Jahr 2001 suchte das Schulamt eine Schule, die bereit war, gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung durchzuführen. Entsprechend dem Konzept der Reformpädagogik fanden sich an der Anne-Frank-Schule wieder Lehrer*innen, die bereit waren, diese ersten Gedanken an Inklusion aufzunehmen.

Die Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten war der Schule in all den Jahren seit Gründung besonders wichtig. Zum Ausdruck kam dies auch im Umbau des Schulhofs im Jahr 2008/09, der vorher eher ein tristes Dasein fristete und jetzt eine “Bewegungslandschaft” mit vielen Spielgeräten bietet.

Seit vielen Jahren gibt es eine schöne Kooperation mit dem benachbarten Verein “Bauernhoftiere für Stadtkinder“. Hinter der Anne-Frank-Schule wurde Ende der 1980-Jahre am Mühlbach ein Feuchtbiotop angelegt, für das die Anne-Frank-Schule ab 1998 eine Bachpatenschaft übernommen hat (siehe Bericht zur Übergabe der Urkunde im Bürgerblättle 148). Gemeinsam mit den Freiburger Bachpaten und fleißigen Eltern wird das “Schulbiotop” regelmäßig gepflegt (siehe z.B. Bericht im Bürgerblättle 183 vom April 2007).

Die Erweiterung der Anne-Frank-Schule – zusammen mit dem Kindergarten “Fang die Maus” – ist eine konsequente Fortsetzung der bisherige Geschichte.

Für mehr Informationen siehe www.annefrankgrundschule.de

Die Kita “Fang die Maus”

Die Kindertagesstätte (Kita) „Fang die Maus“ ist einen Einrichtung der “Freiburger Kinderhausinitiative”.

Seit Gründung im 1989 ist sie Containern neben der Anne-Frank-Schule untergebracht; wunderschön umgeben von einem großen, mit vielen Bäumen und Sträuchern bewachsenes Außengelände (siehe Fotogalerie der Kita). Im Gebäude gibt es 2 Gruppenräume, mehrere Funktionsräume und Aktionsbereiche, die zum pädagogischen Konzept gehören (zusätzlich auch eine Küche). Das Team besteht aus ca. 8 pädagogischen Fachkräften.

Für mehr Informationen siehe Kita “Fang die Maus”.

Wie geht es weiter mit der Gaskugel?

Alte Fotografien, Dokumente oder Fundstücke?

Wir sind auf der Suche nach alten Fotografien, Dokumenten oder Fundstücken aller Art rund um das Thema der Gasnutzung und Gasversorgung oder direkt zur Gaskugel in Freiburg.

Bitte melden bei Dr. Heike Piehler, E-Mail: arbeitskreis-gaskugel@posteo.de, Tel. 01577 / 5739569

Aktueller Stand und kurze Zusammenfassung:

Die Gaskugel in Betzenhausen

Der „Arbeitskreis Gaskugel“ hat jetzt auch fachkundige Unterstützung durch Dipl. Ing. Richard Funk, den ehemaligen Technischen Vorstand der FEW – Freiburger Energie- und Wasserversorgung AG.

Die Stiftung BauKulturerbe gGmbH in Freiburg hat Interesse, die Gaskugel zu übernehmen. Eine entsprechende Anfrage liegt inzwischen bei der Badenova (bzw. bnNETZE) und der Stadt Freiburg. Erklärtes Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist es, historische Gebäude und die besonders schützens- und erhaltenswerte Bausubstanz in Freiburg und darüber hinaus zu bewahren.

Seit Sept. 2020 ist die Arbeitsgruppe zur Erhaltung der Gaskugel unter einer eigenen Web-Adresse zu finden; siehe www.gaskugel-freiburg.de . Dort führen Links zahlreichen Presse- und TV-Beiträgen; aktuellen Meldungen sind chronologisch in einem eigenen Blog versammelt.

Das Landesamt für Denkmalpflege hat das Industriewahrzeichen von Betzenhausen unter Denkmalschutz gestellt. So konnte es Martin Horn als “OB vor Ort” am 16. Dez. 2019 im Bürgerhaus am Seepark verkünden. Die vielen anwesenden Bürger von Betzenhausen hat es gefreut. Denn das war eine wichtige Weichenstellung.

Im Juli 2019 wurde die Gaskugel – ein Erkennungszeichen von Betzenhausen und ganz Freiburg – außer Betrieb genommen. Hier gibt es Hintergründe zur Geschichte der Gaskugel.

Ein Arbeitskreis für das Wahrzeichen von Betzenhausen.

Schon im August 2019, also kurz nach Betriebsende, hat sich in Betzenhausen eine Initiative gegründet, die sich für den Erhalt der Gaskugel als Wahrzeichen des Freiburger Westens einsetzt. Beteiligt sind der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V., der Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild e.V.

„Wir wollen die Gaskugel als Industriedenkmal erhalten, sie aber nicht einfach leer stehen lassen, sondern neu nutzen“, sagt die Vorsitzende des Bürgervereins, Beate Diezemann. Die drei Institutionen haben im Arbeitskreis ein „sanftes“ Nutzungskonzept entwickelt. Es sieht vor, dass die Gaskugel als solche erhalten bleibt, ebenso der Park mit dem alten Baumbestand. „Wir wünschen uns hier einen lebendigen Treffpunkt für alle Freiburger/innen, mit einem Gartencafé, das an die Kugel angedockt werden könnte.“ Ein solcher Treffpunkt fehlt bislang im Freiburger Westen, obwohl die Gaskugel inmitten des beliebten Naherholungsgebietes an der Dreisam und gegenüber dem Dietenbachsee liegt. Hier führen gleich drei überregionale Radwege vorbei.

Dr. Heike Piehler, Projektleiterin

Die Arbeitsgemeinschaft wünscht sich ein niedrigschwelliges und familienfreundliches Gartencafé, das zur Dreisam hin ausgerichtet ist und v. a. Spaziergänger/innen und Fahrradfahrer/innen anlocken soll. Schließlich befindet sich die Gaskugel an der Schnittstelle von vier Stadtteilen und ist von diesen fußläufig zu erreichen: Sie steht im Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde, grenzt im Norden an Lehen, im Westen an Rieselfeld bzw. den neuen Stadtteil Dietenbach und im Süden an Weingarten.

Weitere Informationen und Newsletter-Abonnement unter www.gaskugel-freiburg.de.

Kontakt:


Nachfolgenden die wichtigsten Schritte seit Sommer 2019 in zeitlicher Reihenfolge.

2019 Juli: Die Gaskugel wird stillgelegt

Im Juli 2019 wurde die Gaskugel – ein Erkennungszeichen von Betzenhausen – außer Betrieb genommen: nach 54 Jahren Betrieb als Reservespeicher für Freiburg und die Region. Siehe Pressemitteilung Badenova . Herzlichen Dank auch ans “Friburger Bobbele” für das nette Video zum Ruhestand der Gaskugel. Das Betriebsende war inzwischen auch mehrfach Thema in der Badischen Zeitung; siehe z.B. Berichte am 28. Juni, 26. Aug., 7. Sept. und 18.Dez.2019. Den Denkmalschutz nahm auch das Magazin Chili zum Anlass für einen Bericht im Dez. 2019.

Kurz nach Ende der Nutzung als Gas-Vorratsbehälter gründet sich eine Projektgruppe zur Erhaltung des Wahrzeichens.

2019 Nov.: Konzept zur weiteren Nutzung der Gaskugel

Unsere ausführliches Konzept zur weiteren Nutzung der Gaskugel ist jetzt verfügbar.

Innerhalb kürzester Zeit fanden sich viele Unterstützer für die Initiative. Eine Auswahl: adfc Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (Kreisverband Freiburg / Emmendingen / Breisgau-Hochschwarzwald),  AFB Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine, Architekturforum Freiburg e.V., Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Institut für Neue Musik, Hochschule für Musik Freiburg, O.-Studio – KlangObjekt-Studio Freiburg, mehrklang Gesellschaft für Neue Musik Freiburg e.V., NaturFreunde Freiburg e.V., Obertonchor Freiburg & Experimentalchor Freiburg, Partnergemeinde Teningen, VDI Verein Deutscher Ingenieure (Bezirksverein Schwarzwald e.V.), und andere.

Dass eine solche Nutzung sorgfältige Planungen, Investitionen und viel Rückhalt erfordert, ist dem sechsköpfigen Arbeitskreis bewusst. Neben Beate Diezemann und Dr. Heike Piehler arbeiten hier auch Jürgen Schmitteckert (Vorstand Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V.), Dr. Diana Wiedemann (ARGE Freiburger Stadtbild e.V.) sowie Dr. Stefan und Renate Grugel (Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde e.V.) mit. „Wir wollen etwas anschieben – wohl wissend, dass ein solches Vorhaben Zeit, Geduld und Energie braucht. Es gibt wenige Projekte im Freiburger Westen und vielleicht auch in ganz Freiburg, die spontan so große Unterstützung finden“, erklärt Beate Diezemann, die für Ideen und Rückmeldungen immer ein offenes Ohr hat.

Weitere Details siehe www.gaskugel-freiburg.de/nutzungskonzept.


2019 Dez.: Die Gaskugel steht jetzt unter Denkmalschutz!

Bei seinem Besuch am 16.Dez. in Betzenhausen als “OB vor Ort” konnte Martin Horn die gute Nachricht verkünden: das Landesamt für Denkmalpflege hat das Industriewahrzeichen von Betzenhausen unter Denkmalschutz gestellt. Die Besucher beim Bürgergespräch hat es sehr gefreut. Nach dieser wichtigen Weichenstellung ist ein Abriß keine Option mehr. Welche weiteren Rahmenbedingungen sich ansonsten ergeben, will die Badenova im Januar abklären. Auf die Zukunft der Gaskugeln angesprochen, erklärt OB Martin Horn, auch er würde sich freuen, “wenn wir da perspektivisch etwas hinbekommen. Wir sind erst am Anfang eines Prozesses.”

Es ist nebenbei das erste Industriedenkmal, das in Freiburg unter Denkmalschutz gestellt wurde. Weitere Details siehe hier: Die Gaskugel steht unter Denkmalschutz.


2020 Febr.: Fernsehbeitrag Baden TV

ein schöner Fernsehbeitrag von Baden TV zum aktuellen Stand der Gaskugel (Ausstrahlung war 21. Febr. 2020); der Beitrag wird vermutlich 3 Monate online verfügbar sein.

In Lahr ist es anders gekommen, denn dort wird die Gaskugel (Baujahr 1974) bald verschwunden sein: sie ging schon 2018 ausser Betrieb und wird aktuell zurück gebaut bzw. zerlegt. Hier der Bericht in der Lahrer Zeitung.


2020 Aug. – Okt.: Ausstellung

Seit dem 3. Aug. ist die Ausstellung “Dark Side of the Moon” (Vier Entwürfe für die Kugel) im Stadtteiltreff geöffnet. Gezeigt werden Ideen von vier Architekturstudenten der Hochschule für Technik Stuttgart, die sie im Rahmen ihrer Masterabschlüsse entwickelten.

Auch Baden-TV berichtete am 7.Aug.2020 über die Ausstellung. Der Fernsehbeitrag ist online verfügbar.


2020 Sept.: Eigene Web-Adresse

Die Projektgruppe zur Gaskugel ist jetzt unter einer eigenen Web-Adresse erreichbar, siehe www.gaskugel-freiburg.de

2020 Nov.: Stiftung BauKulturerbe möchte die Gaskugel übernehmen

Siehe Bericht im Bürgerblättle 264 Dez. 2020 / Jan. 2021

Klaus Grundmann, Geschäftsführer der Stiftung

Die Stiftung BauKulturerbe wurde 2019 als gemeinnützige GmbH in Freiburg gegründet mit dem Ziel, historische Gebäude und die besonders schützens- und erhaltenswerte Bausubstanz in Freiburg und darüber hinaus zu bewahren. Dabei möchte sie sich nicht nur ideell, sondern auch konkret praktisch für unser Baukulturerbe einsetzen. Als Nonprofit-Unternehmen versteht sie sich als unabhängige Plattform zur Vernetzung von Akteuren und Organisationen. Die Stiftung verfolgt satzungsgemäß die Zielsetzung, unser Baukulturerbe zu erhalten, das allgemeine Bewusstsein für dieses Baukulturerbe zu schärfen, einen adäquaten Umgang mit alter Bausubstanz zu vermitteln und das gesellschaftliche und bürgerliche Engagement für Baukultur zu stärken.

Die Stiftung BauKulturerbe ist im Sommer dem „Arbeitskreis Gaskugel“ beigetreten, der sich 2019 um den Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V. formiert hat. Die Stiftung hat unser bürgerschaftliches Engagement und die Entwicklung unseres Nutzungskonzepts von Beginn an mitverfolgt und mitgeprägt. Nun geht es um dessen Umsetzung: Wir wollen, wie berichtet, die Gaskugel als Kulturdenkmal würdigen, sie begehbar machen und mit dem sie umgebenden Areal einer „sanften“ Nutzung zuführen. Wir wünschen uns hier einen lebendigen Treffpunkt mit einem Gartencafé, das an die Kugel angedockt und zur Dreisam hin ausgerichtet sein könnte, niedrigschwellig und familienfreundlich, vor allem für die vielen Spaziergänger/innen und Fahrradfahrer/innen.

Die entsprechenden Anfragen der Stiftung liegen der Badenova bzw. bnNETZE und der Stadt Freiburg vor. Nun geht es darum, ob und zu welchen Konditionen eine Übernahme der Gaskugel und eine nachhaltige zukünftige Betreiberschaft möglich und sinnvoll wäre. Es könnte alles passen! (Dr. Heike Piehler)


2021 Jan.: neuer Seniorpartner im Gaskugel-Team

Dipl. Ing. Richard Funk

Der „Arbeitskreis Gaskugel“ bekommt fachkundige Unterstützung durch Dipl. Ing. Richard Funk, den ehemaligen Technischen Vorstand der FEW – Freiburger Energie- und Wasserversorgung AG. Der Wahl-Freiburger, der in Zähringen zuhause ist, begleitet unsere Initiative für den Erhalt und eine neue Nutzung der Gaskugel mit großem Interesse und stellt uns dankenswerterweise sein Wissen zur Verfügung. Richard Funk war von 1964 bis zu seinem Ruhestand 1994 für die Freiburger Gasversorgung und Wasserversorgung verantwortlich und damit auch für die Umstellung von der Gaseigenerzeugung aus Kohle auf den Bezug von Ferngas / Erdgas, was auch den Bau der Freiburger Gaskugel 1964/65 umfasste.

Siehe Bericht im Bürgerblättle 265 Febr./März 2021


 

40 Jahre Stadtteilbibliothek Mooswald

Seit 1. Febr. 1981 gibt es die Stadtteilbibliothek Mooswald, die leicht erreichbar in der benachbarten Wentzingerschule zu finden ist. Im Febr. 2021 gibt es also 40 Jahre zu feiern!

Historischer Bus als Fahrbibliothek (Archiv der Stadtbibliothek)

Davor gab es eine Fahrbibliothek mit Haltestelle an der Gerhart-Hauptmann-Schule (siehe Bild vom historischen Bücherbus).

Aus Anlaß des Jubiläums sind jetzt Menschen gesucht, die in diesen vier Jahrzehnten dabei waren: teilen Sie mit uns Ihr kuriosestes Erlebnis, Ihre netteste Begegnung, kleine Anekdoten …

  • Welche Lieblingsbücher hatten Sie früher?
  • Waren Sie als Kind schon in der Bibliothek?
  • Was hat Ihnen besonders gefallen?
  • Wer hat den ältesten Leseausweis?
  • Kennen Sie noch den Bücherbus oder haben Sie alte Fotos?

Zum Jubiläum im Februar 2021 möchte die Stadtteilbibliothek Mooswald eine kleine Broschüre herausgeben und Ihre Kommentare auf der Homepage veröffentlichen. Wenn Sie noch eine kleine Erinnerung an den Bücherbus oder die Stadtteilbibliothek früher und heute mitteilen möchten, melden Sie sich bitte bis zu den Weihnachtsferien.

Schreiben Sie uns ein paar Zeilen an stadtbibliothek-mooswald@stadt.freiburg.de oder rufen Sie an 0761/201-2280

Das Team der Stadtteilbibliothek Mooswald: Gerlinde Muckenhirn, Elke Gerdesmeier, Barbara Waller

Hier schon mal eine Auswahl von Rückmeldungen vorab:

  • Der Bücherbus hielt an der Elsässerstraße/Almendweg auf der Tour nach Landwasser. Wir haben immer gewartet, bis er kam. 50 Pfennig pro Monat für Kinder hab ich mir vom Taschengeld abgespart und erst später meiner Mama gebeichtet. Mein Lieblingsbuch war „Die Welt in meiner Hand“ von Irene Rodrian. Vielleicht wurde ich deshalb Krankenschwester. Nach meinem eigenen Schlaganfall half mir Gabi Kösters Hörbuch „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“. Zum 80. Geburtstag bekam meine Mama einen Tolino, weil die Augen nachließen. Sie war die älteste Leserin der Bibliothek.“
  • „Ich bin als Kind auf Karl May gestoßen und habe mich festgelesen…“
  • „Mit 3 Kindern ist die Büchertasche immer voll! Vorlesestunden für Kinder und zufällige Treffen mit anderen Familien sind schön“
  • „Mein magischer Moment war der Besuch einer Grundschulklasse, die spontan zur Ruhe gekommen ist, als ein Kind angefangen hat, leise ein Weihnachtslied zu summen“

Hintergrund: in unserem Stadtteil-Magazin Bürgerblättle berichten wir regelmäßig über Neuerungen in der Stadtteilbibliothek Mooswald, die leicht erreichbar in der benachbarten Wentzingerschulen zu finden ist. Hier eine allgemeine Vorstellung als Beitrag in Bürgerblättle 245 (Aug. 2017).

 

 

 

Infos der Stadt Freiburg

Hier finden Sie allgemeine Infos der Stadt, die uns wichtig oder hilfreich erscheinen: insbesondere dann, wenn Sie auch einen Bezug zu Betzenhausen haben.


GreenCity Freiburg (Febr. 2021)

Den Begriff GreenCity verbindet man gern mit unserer Stadt. Auch wir nehmen gelegentlich darauf Bezug, z.B. wenn wir auf den Naturpark Obergrün hinweisen und auch eine angemessene  Gestaltung für das neue Baugebiet Obergrün dort zum Thema machen.

Doch woran macht sich der Begriff überhaupt fest? Die Stadt versucht Klarheit zu schaffen mit einem neuen Portal, siehe www.greencity.freiburg.de.


Beteiligungshaushalt 2021/22.

Vom 4. bis 27. Jan. 2021 hattenn Bürger*innen von Freiburg die Möglickeit, Stellung zu nehmen zum Haushalt der Stadt. In Zeiten von Corona und dessen wirtschaftliche Auswirkungen eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe. So ist z.B. das Aussenbecken zum Freibad West im bisher vorgelegten Entwurf der Stadt nicht mehr vorgesehen: für uns im Westen ganz besonders schmerzlich!

Grundlegende Informationen und Hintergründe zum Doppelhaushalt stehen zur Verfügung unter www.freiburg.de/haushalt.


Freiburg Umfrage 2020 (Dez. 2020)

Etwa alle zwei Jahre seit 2007 fragt das Amt in der Freiburg-Umfrage (bis 2018 unter dem Namen Bürgerumfrage) die Bürgerschaft, welche Prioritäten sie beim Ausgeben und Einsparen im städtischen Haushalt setzen würde. Diese Ergebnisse sind Teil des Freiburger Beteiligungshaushalts und fließen in die Haushaltsberatungen des Gemeinderats ein.

Der 182-seitige Bericht mit zahlreichen weiteren Analysen kann kostenlos auf der Seite des Amts für Bürgerservice und Informationsmanagement heruntergeladen werden: www.freiburg.de/statistischeveroeffentlichungen.


Statistisches Jahrbuch 2020 (Nov. 2020)

Unter www.freiburg.de/statistischeveroeffentlichungen steht das Statistische Jahrbuch 2020 als Download zur Verfügung (pdf mit 256 Seiten). Die Daten gelten überwiegend zum 31.12.2019. Die Angaben erfolgen hier nach Bezirken (im pdf ggf. suchen nach “Betzh” um alle Fundstellen für Betzenhausen zu sehen).

Alternativ steht natürlich weiterhin das Online-Portal FR.ITZ zur Verfügung, um Tabellen und Grafiken für zahlreiche Themengebiete nach den eigenen Wünschen zusammenzustellen.


Zukunftsszenarien zur Stadtentwicklung (Nov. 2020)

Wie soll sich Freiburg weiter entwickeln bis zum Jahr 2040 ? Die Projektgruppe FNP 2040 im Stadtplanungsamt hat dies als Thema und hat ihr Projekt in vier Phasen unterteilt. Zum Auftakt ging es darum, weltweite Zukunftstrends zu betrachten und ihre Bedeutung für Freiburg zu diskutieren. Dazu gab es fünf sehr gut besuchte Veranstaltungen im Konzerthaus. Die Ergebnisse der ersten Phase wurden inzwischen in sechs Zukunftsszenarien gebündelt.

Für weitere Infos siehe www.freiburg.de/uebermorgen und www.mitmachen.freiburg.de. Ein Onlinebeteiligung, be der Bürgerinnen und Bürger die Szenarien kommentieren und bewerten konnten, leif bis zum 7. Dez. 2020.


Online Übersicht zur Sporthallen-Belegung (Sept. 2020)

An dieser Übersicht wurde lange gearbeitet. Jetzt ist es endlich soweit!

Hintergrund: das städtische Gebäudemanagement ist für die Vermietung und Überlassung von Schulräumen und Sporthallen für außerschulische Nutzungen verantwortlich. Auf der neuen Online-Plattform  www.freiburg.de/hallenbelegung können jetzt alle Vereine und Interessierte die aktuelle Belegungsplanung der städtischen Sporthallen einsehen: auf der genannten Seite bitte “Sportstättenverwaltung – Online Belegungsplan” anwählen um auf die eigentlich Seite mit einer grafischen Übersicht zu gelangen (siehe Beispiel im Bildschirmausschnitt rechts). Auf dieser Seite bitte Gebäude (z.B. Anne Frank Schule) auswählen und gewünschtes Datum rechts oben.

Zum einen ist zu sehen, zu welchen Zeiten die städtischen Sporthallen für den regelmäßigen Trainingsbetrieb und für Wochenendnutzungen zur Verfügung stehen. Zusätzlich kann man nach freien Hallenzeiten suchen (und ggf. auch gleich beantragen). Hinweis der Redaktion nach erster Suche im Sept. 2020: entweder ist grad wirklich alles belegt oder die Suche hat noch einen kleinen Softwarefehler.

Bitte auch die Hinweise beachten zur Nutzung oder Sperrung von Hallen. Bei der Belegung von Schulsporthallen werden vorrangig anerkannte Freiburger Sportvereine sowie gemeinnützige Vereine und Institutionen berücksichtigt. Für Informationen zu den Sporthallen, Tarifen und Belegungszeiten sind Tel.-Nummer und Mail-Adresse genannt.

Siehe auch unseren früheren Hinweis auf “Sportangebote in Freiburg suchen” weiter unten.


Zentrale Bauprojekte mit Bürgerbeteiligung (Sept 2020)

Die Internetseite mitmachen.freiburg.de informiert über die wichtigsten, aktuellen Bauvorhaben, um eine bessere Bürgerbeteiligung zu ermöglichen.  Es gibt Filter über Themen, Stadtteile und dem Stand der Beteiligung. Die Vorhabenliste gibt es seit 2017, ab Sept. 2020 neu im digitalen Beteiligungsportal (vorgestellt im Amtsblatt). Zu den Bauprojekten gibt es Infos über Ziele, Kosten und Beteiligungsmöglichkeiten (z.B. mit Hinweisen auf Beteiligungsveranstaltungen und Online-Mitmachgelegenheiten).


Freiburg hält zusammen (Mai 2020)

Die Stadt Freiburg hat das Portal www.freiburghaeltzusammen.de ins Leben gerufen und als neues Stadtnetzwerk #fhz. ins Leben gerufen. Es soll insbesondere in der Corona Nachbarschaftshilfe helfen und vermitteln: hier können Helfende und Hilfesuchende zueinander finden (gegliedert nach Stadtteilen, es liegt also insbesondere Priorität auf der lokalen Ebene).


Defekte Strassenlampen (Nov. 2019)

In den Wintermonaten fällt es besonders auf, wenn eine Strassenlampe ausgefallen ist: unter www.bnnetze.de/strassenlaterne-melden können Sie ausgefallene Lampen sehr einfach melden.
Dort sind alle Straßenleuchten Freiburgs auf einer Karte eingetragen.
Man kann in diesem Stadtplan einen Standort suchen und melden: das geht direkt an bnNETZE GmbH und eine Reparatur innerhalb einer Woche ist in Aussicht gestellt.
Staßenleuchten, die schon jemand anderes gemeldet hat, sind leicht zu erkennen.
Nebenbei:
der hinterlegte Stadtplan mit allen Straßenleuchten liefert auch mal eine ganz andere Sicht auf die Stadt bzw. den Stadtteil. Wie im Ausschnitt hier.
Wer den traditionellen Weg bevorzugt: ein Anruf geht natürlich auch (0800-276 77 67) und ist kostenlos.

Der neue Gemeinderat (Mai 2019)

Das ist der neu gewählte Gemeinderat: 21 Frauen und 25 Männer, Durchschnittsalter 46 Jahre, zwischen dem Jüngsten und der Ältesten liegen 50 Jahre.

Zwei Mitglieder des Gemeinderates – Jan Otto und Stefan Schillinger – wohnen in Betzenhausen.


Sportangebote in Freiburg suchen

Über das Sportportal unter www.sportportal.freiburg.de findet man Sportangebote der Freiburger Vereine gefiltert nach Sportart, Wochentag/Zeitbereich, Zielgruppe (Altersbereiche) und auch nach Stadtteil. Vorgeschlagen werden Angebote zum aktuellen Tagesdatum, ein Kalenderfunktion ermöglich Wechsel auf anderes Datum. Über den Bereich “Die nächsten Sportangebote” lässt sich die Liste auch komplett ohne Datumseinschränkung erzeugen.


Spielplätze

Wissen Sie, wo es Spielplätze in Betzenhausen oder gleich in ganz Freiburg gibt?


Dinge verloren? (Fundbüro)

Sie haben etwas verloren oder gefunden? Das Fundbüro ist inzwischen im Neuen Rathaus im Stühlinger. Ergänzend gibt es eine komfortable Online-Suche nach Fundstücken über Kategorien, Gebiet, Datum u.a.


Bürgerservice

Ämter, Formulare und vieles andere im Bürgerservicezentrum der Stadt Freiburg (Rathaus im Stühlinger, Fehrenbachallee 12, 79106 Freiburg).


Gestaltungsbeirat

Seit 2014 gibt es in Freiburg einen Gestaltungsbeirat, welcher der Stadt bei wichtigen Bau-Projekten beratend zur Seite steht: ausgewählt werden vor allem Projekte, die aus verschiedenen Gründen eine besondere Bedeutung für das Stadtbild haben. Der Gestaltungsbeirat besteht aus einem fünfköpfige Gremium mit Vertretern aus Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur und soll eine offene Diskussionskultur über Architektur und Städtebau fördern.

Unter dem Link www.freiburg.de/gestaltungsbeirat findet man die aktuellen Mitglieder, bisherige Projekte und vor allem auch Termine für die nächsten Treffen. Die Sitzungen sind öffentlich und den Besuch möchten wir an dieser Stelle empfehlen.


Geo-Informationsportal Freiburg

FreiGis heisst das Geo-Informationsportal für Freiburg und damit auch für Betzenhausen; siehe geoportal.freiburg.de/freigis

In verschiedenen Rubriken sind viele unterschiedliche Informationen als Eintrag in Karten abrufbar;

Beispiele zu “Fachdaten”:

  • “Ponts of Intereset” von Ämtern der Stadtverwaltung, Krankenhäuser, Grillstellen bis hin zu Windkrafträdern.
  • “Planen und Bauen” zeigt u.a. aktuelle Bebauungspläne
  • “Natur und Umwelt” enthält z.B. eine Lärmkartierung; Wasserdaten und auch einfach Anzeige der Freiburger Bächle.

Von Interesse sind sicher auch die “Hintergrundkarten”:

  • Dort lassen sich verschiedenen Darstellungsformen übereinander legen (Stadtplan, Topografisch…)
  • Schön zu anzusehen sind auch historisches Karten, die über heutigen Plänen positioniert werden (z.B. inkl. Betzenhausen im Jahr 1937)

Statistische Daten Freiburg

Die Stadt Freiburg veröffentlicht regelmäßig statistische Grunddaten als Jahrbuch sowie einzelne Analysen und Dokumentationen zu aktuellen Themen der Stadt wie Soziales, Bürgerumfragen, Bevölkerungsprognosen etc.. Darüber hinaus wird zu jeder Wahl eine ausführliche Dokumentation und Wahlanalyse veröffentlicht.

Statistiken zu nahezu allen Bereichen des Lebens in Freiburg bietet darüber hinaus das Informationsportal FR.ITZ (von Arbeitsmarkt bis Veröffentlichungen). Beispiel: eine Zusammenfassung nach Bezirken (also z.B. Alt-Betzenhausen und Betzenhausen-Bischofslinde) gibt es unter “Stadtbezirksatlas – Strukturdaten im Überblick” (als PDF).


Stadtpolitik

Sitzungsinhalte und Protokolle des Gemeinderates sind heute im Ratsinformationssystem der Stadt abrufbar. Wann Themen aus unserem Stadtteil behandelt werden, lässt sich dort über die Recherche-Funktion ermitteln.

Manchmal hilfreich: wer sind die Mitglieder in den Fraktionen und in den Ausschüssen ?

Der Freiburger Haushalt und die jeweilige Vorbereitung (Bürgerbeteiligung etc.) siehe www.freiburg.de/haushalt.

Das Amtsblatt der Stadt Freiburg erscheint alle zwei Wochen und wird auf Wunsch kostenlos zugestellt (hier die aktuelle PDF Version).


Auch wenn es nicht spezifisch zu Freiburg gehört: eine gute Übersicht zu allgemeinen Notfallnummern findet sich nach wie vor bei der Telefonauskunft.

Pressemitteilung Aussenbecken Westbad

Aus gegebenem Anlass nachfolgend eine Presse-Mitteilung des Bürgervereins zum Projekt “Aussenbecken Westbad” vom 22. Jan. 2021.


Mit großer Enttäuschung reagiert der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde darauf, dass die Verwaltung die Wiederherstellung des Außenbeckens im Freiburger Westbad aus dem Entwurf des Doppelhaushalts 2021/2022 gestrichen hat.

„Wenn es dabei bleibt, dass das Freibecken im Westbad nicht in den neuen Haushalt kommt, dann verschiebt sich der Bau des Beckens auf Jahre hinaus“, befürchtet die Bürgervereinsvorsitzende Beate Diezemann.

„Damit werden Familien und Kinder benachteiligt – genau die, die sowieso von der Corona-Pandemie am stärksten betroffen sind“, ärgert sich Beate Diezemann.

Gerade in Corona-Zeiten wäre ein Freibecken im Westbad im Sommer ein wichtiger Beitrag, um gut durch die Krise zu kommen. Wenn man diesen Sommer noch kein Freibad haben könne, dann sei es umso wichtiger, jetzt alle Schritte zu unternehmen, um den Neubau möglichst bald verwirklichen zu können.

Kritisiert wird vom Bürgerverein auch, dass die Verwaltung schon im März 2020 an sich vorgesehene Maßnahmen zur Vorbereitung still und leise gestoppt habe, obwohl hier sicherlich einiges an Kosten schon entstanden sei.

„Es fällt leider immer schwerer, der Verwaltung zu glauben, dass sie die Verwirklichung des Freibads wirklich will“, meint Beate Diezemann.

Der Bürgerverein hat eine klare Botschaft an die Verantwortlichen: „Wir fordern von der Stadt Freiburg und vom Gemeinderat, alles zu tun, um eine schnellstmögliche Umsetzung des dringend benötigten Freibadbaus zu schaffen. Noch eine Verschiebung um Jahre hinaus ist dem Freiburger Westen nicht zuzumuten.“

Beate Diezemann bringt die Forderung des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde auf den Punkt: „Das Freibad muss im Haushalt 2021/2022 bleiben und der Bau ab diesem Jahr umgesetzt werden!“

Ralf Ullrich, Arbeitskreis Bauen und Wohnen.


Ergänzung 1.Febr. 2021:

Die Vorsitzenden der Bürgervereine Betzenhausen-Bischofslinde, Brühl- Beurbarung, Landwasser, Stühlinger und Mooswald wenden sich in einem gemeinsamen Brief an Herrn Oberbürgermeister Horn und die Stadträtinnen und Stadträte des Freiburger Gemeinderates. Nachzulesen auf Mooswald.org.

Vorher hatte sich auch schon die Dachorganisation der Freiburger Bürgervereine (AFB) für das Projekt ausgesprochen.


Für Hintergründe siehe Beitrag Ausssenbecken Westbad. Hier auch ein Beitrag vom Freundeskreis Freibad West im Bürgerblättle 265 Febr./März 2021:

Kein Baustopp beim Westbad-Freibecken 

Aus der Tagespresse mussten wir erfahren, dass die Stadtverwaltung vorschlägt, das neue Freibecken beim Westbad vorerst nicht zu bauen.

Zu den Fakten: Das alte Außenbecken beim Westbad wurde vor über 17 Jahren stillgelegt. Grund war, dass wegen Mittelknappheit die notwendige Sanierung unterblieb. Aus den Bürgervereinen, der Stadtpolitik und über unseren Verein  gab es seitdem viele Vorstöße, eine Wiedereröffnung des Freibads zu erreichen. Auf Antrag mehrerer Fraktionen des Gemeinderats wurde dann endlich vor zwei Jahren der Neubau des Freibads beschlossen und die notwendigen Gelder im Haushalt eingestellt. Vorangegangen waren jahrelange Diskussionen auf allen Ebenen. Unterschiedliche Betriebsmodelle und die Variante „Naturbad“ wurden untersucht, eine Machbarkeitsstudie gefertigt und die Planung des Freibads ausgeschrieben. Alle Argumente und Meinungen sind dabei vielfach gehört und ausgetauscht worden- vermutlich wird es im Freiburger Raum kein Vorhaben  dieser Größenordnung geben, dass derart intensiv erörtert und von allen Seiten durchleuchtet worden ist. Sowohl OB Horn wie auch BM Breiter haben schließlich noch Anfang des Jahres 2020 öffentlich versichert, dass die Massnahme planmäßig vorangeht, in diesem Jahr rd. 1 Mio EUR für die Planung eingesetzt werden und das Bad im Sommer 2022 geöffnet sein wird.

Offensichtlich ist aber nichts vorangegangen. Den lang überfälligen und vom Gemeinderat beauftragten Bau des Freibads jetzt noch kippen zu wollen – mit genau dem gleichen „Kein Geld da“ -Argument wie vor über 17 Jahren – das versteht niemand mehr. Denn: Noch nie war das Freibad so wichtig wie jetzt – das haben wir doch alle spätestens in diesem Sommer lernen dürfen. Weil die Menschen Luft und Licht suchen. Und keinen Platz in den Bädern finden können. Damit Kinder schwimmen lernen. Und Familien wenigstens eine Art von Ersatzurlaub machen können. Und die vermeintliche Alternative Baggersee lebensgefährlich sein kann. Die so vielfach anerkannten und dringenden Bedürfnisse der Menschen müssen jetzt endlich Priorität haben und dürfen nicht wieder unter die Räder kommen. Das Bad nur als Kostenfaktor zu betrachten – das ist komplett verkehrt. In anderen Orten hat man die Bedeutung erkannt: z.B. in Breisach oder in Vogtsburg; dort werden die Freibäder saniert.

Es wird wohl leider keinen anderen Weg geben: Der Gemeinderat muss diesen Einsparvorschlag nochmals korrigieren. Damit die Forderung nach dem Freibad eine breite Basis hat, brauchen wir Ihre Unterstützung: Geben Sie Ihre Stimme oder Meinung unserem gemeinsamen Anliegen. Schreiben Sie einen Leserbrief. Sprechen Sie Mitglieder des Gemeinderats an. Bitte helfen Sie mit, damit wir unser gemeinsames Ziel endlich erreichen.

Joachim Kerrmann, Freundeskreis Freibad West e.V.

 

 

 

 

Die E-Scooter sind da

Inzwischen sind die ersten E-Scooter (E-Roller) auch in Betzenhausen zu sehen. Wohl selten wurde ein neues Verkehrsmittel mit so viel Skepsis “begrüsst” wie diese Fahrzeuge. Deshalb hier ein paar Zeilen zu den neuen “Verkehrsteilnehmern”.

Hintergründe

Aus anderen (Groß-)Städten haben viele schon einen Eindruck mitgenommen: die Scooter stehen “überall” und ungeordnet herum (oder sie sind umgefallen). Auch mit der Gefahr darüber zu stolpern, wenn man grad mal die Augen woanders hat.

Die Scooter wurden ursprünglich als Beitrag zur Verkehrswende gesehen, denn sie könnten den öffentlichen Nahverkehr sinnvoll ergänzen. In der Realität sieht es aber wohl anders aus: häufig scheinen Menschen in anderen deutschen Städten den E-Scooter zu nutzen, die vorher mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs waren (das wäre dann alles andere als Umwelt-freundlich).

E-Scooter fahren

E-Scooter sind als Fahrzeuge seit Juni 2019 für den Verkehr in Deutschland zugelassen. Für das Fahren braucht man keinen Führerschein; man muss aber mindestens 14 Jahre alt sein. Gefahren werden darf nur auf Radwegen, Radfahrstreifen und auf Fahrradstraßen. Wenn das alles nicht vorhanden ist, auch auf der Fahrbahn. E-Scooter dürfen also NICHT auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen gefahren werden: insbesondere auch dann nicht, wenn dort das Schild “Radfahrer frei” hängt. Es gibt keine Helmpflicht (sei aber hier empfohlen) und bzgl. Alkohol gelten die gleichen Regeln wie für Autofahrer (also max. 0,4 Promille).

Leih-Scooter erst jetzt in Freiburg

Nach aktueller Rechtsprechung benötigt das Angebot von Leihsystemen KEINE gesonderte Genehmigung, ist also grundsätzlich zugelassen: allerdings kann eine Stadt Regeln über das “Wie” festlegen. Deshalb hat die Stadt Freiburg Anfang 2020 ein Konzept für den Umgang mit Anbietern erstellt mit dem Ziel “E-Scooter-Leihsysteme verkehrssicher, ökologisch nachhaltig und möglichst störungsfrei in das Mobilitätsangebot der Stadt zu integrieren“. Einzelne Punkte daraus: die Scooter müssen mit Ökostrom betrieben werden. Festangestellten Mitarbeiter*innen müssen für Wartung und Unterhalt der Flotte zur Verfügung stehen. Störende oder defekte E-Scooter müssen kurzfristig entfernt bzw. an andere Stelle gebracht werden. Ein Teil der E-Scooter muss in der Nähe von Haltestellen des ÖPNVs abgestellt werden und sie müssen weiträumig im Stadtgebiet zu finden sein (und nicht nur in der Innenstadt).

Anbieter müssen diesem Konzept zustimmen und das könnte letztendlich auch den “Wildwuchs” vermeiden, der in anderen Städten zu erkennen ist. Vielleicht sind ja die strikten Regeln auch ein Grund, warum sich erst Ende 2020 ein erster Anbieter nach Freiburg traute. Vermutlich gibt es aber auch noch andere Gründe, z.B. das Verbot von Fahrrädern in zentralen Bereichen von Freiburg’s Innenstadt (gilt auch für E-Scooter), der hohe Anteil an Bewohner*Innen, die ohnehin schon ein Fahrrad haben und damit auch fahren. Günstige Rad-Leihsysteme sind sicher auch ein Wettbewerb. Da stellt sich schon die Frage, wie gross die “Marktlücke” noch ist. Corona hat die Einführung vermutlich auch noch etwas gedämpft.

Erster Anbieter “Yoio”

Der erste Anbieter mit Leih-Scootern in Freiburg ist die Firma “Yoio“, die mit 150 Geräten an den Start gegangen ist (auch eine spezifische Freiburger Obergrenze je Anbieter). Yoio kommt aus Göttingen, also einer Stadt mit ähnlicher Struktur wie Freiburg. Bei Yoio wird die Fahrzeit im Minutentakt abgerechnet (19 Cent je Minute) bei 1 Euro Grundgebühr für jede einzelne Fahrt. Es geht mit max. 20 km/h voran: bei einem Unfall hilft die Haftpflichtversicherung der Firma.

In manchen Punkten hat Yoio die Bedingungen für das Fahren sogar noch verschärft, z.B. mit dem Mindestalter von 18 Jahren (bei Anmeldung zu bestätigen) und 0,0 Promille Alkohol .

So funktioniert es bei “Yoio”

Wie heute üblich braucht man eine App auf seinem Smartphone und eine Registrierung bei Yoio und Guthaben in der App (aufzuladen über Kreditkarte). Per GPS zeigt die App fahrbereite Roller in der Umgebung: man geht dorthin, scannt mit der Kamera eine QR-Code auf dem Lenker des Scooters und startet das Fahrzeug von der App aus. Das Fahren selbst sollte man auf jeden Fall erst mal etwas üben: also Ständer einklappen, lostreten und den Go-Schalter vorsichtig drücken, denn der regelt die Geschwindigkeit.

Beendet wird eine Fahrt wieder über die App auf dem Smartphone. Grundsätzlich ist der Abstellplatz recht frei: man darf aber keine Einfahrten, Durchgänge, Gehwege u.a. blockieren. Zusätzlich zeigt die App rote Bereiche, in denen der Scooter NICHT abgestellt werden darf (z.B. nicht im Seepark und auch nicht am Dreisamufer). Den Abstellplatz sollte man am Ende unbedingt fotografieren: auch als Beleg, dass alles ok ist.

Fazit

Seit 2020 werden Unfälle mit E-Scootern getrennt erfasst und es waren in diesem Jahr gut 1500 Unfälle mit Personenen-Schaden (auch leichtere mitgezählt); in ca. 80% der Fälle kamen dabei die Fahrer selbst zu Schaden (zum Vergleich: gut 73 000 Unfälle gab es in gleichen Zeitraum mit Beteiligung von Radfahrer*innen). Das sagt natürlich nichts darüber, wie es in Freiburg aussehen wird.

Wie bei allen Verkehrsmitteln sollte auch hier ein respektvolles Verhalten und Toleranz geboten sein. Während der Fahrt, aber auch die Abstellorte können schnell zum Problem werden. E-Scooter kippen auch leicht um oder werden umgeworfen: das ist eine grosse Gefahr für Menschen, die nicht gut sehen oder eine andere Behinderung haben. Konflikte sind also zu erwarten, aber je mehr dabei die oben genannten Verkehrsregeln eingehalten werden, desto weniger Konflikte dürften es sein.

Gelegentlich haben wir schon darauf hingewiesen, das im neu gestalteten Bereich der Sundgauallee kein Radverkehr auf dem Fußgängerweg erlaubt ist: das Verbot aber nicht funktioniert. Hoffen wir mal, dass sich jetzt nicht auch noch die E-Scooter dorthin verirren.

Passend zum Schluss: der Gemeinderat hat die Verwaltung beauftragt, nach Ablauf von zwei Jahren einen Erfahrungsbericht vorzulegen. Wir sind gespannt, ob und wie es in Green-City-Freiburg funktioniert.


Bericht aus Bürgerblättle 265, Febr./März 2021

Dreisam-Esche als Naturdenkmal?

Seit vielen Jahren gibt es Bemühungen, die markante Esche am Dreisam-Ufer in der Nähe der Gaskugel unter Naturschutz zu stellen. Gleich vorab möchten wir dabei einen besonderen Dank an Helmut Königer richten, Gartenbauexperte und lange Jahre selbst als Baumschutzbeauftragter der Stadt Freiburg tätig. Er hatte schon 2018 im Auftrag weiterer Baum-/und Naturfreunde den Antrag gestellt, diesen Baum als Naturdenkmal unter Schutz zu stellen. Auch danach hat er immer wieder auf den Wert der Esche hingewiesen.

https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/documents_E-446938684/freiburg/daten/bekanntgaben/Naturdenkmale/Karten/151_Foto_Esche_Dreisam.jpg

Foto Stadt Freiburg

Jetzt ist es soweit: die Untere Naturschutzbehörde im Umweltschutzamt der Stadt Freiburg hat die Esche in die Liste vorgesehenen Naturdenkmale aufgenommen, eine Entscheidung ist in den nächsten Monaten zu erwarten. In Anbetracht des aktuellen Eschesterbens auch im Mooswald wird die Einstufung als Naturdenkmal vielleicht auch einen kleine Lebensversicherung.

Ausweisungsgrund: Alter, besonderes Erscheinungsbild, Größe, Seltenheit, Standort Dreisamufer, Sicherung der vom Aussterben der durch das Eschentriebsterben bedrohten Laubbaumart, Biotopverbundfunktion.

Eigenschaften dieser Esche (Fraxinus excelsior): Stammumfang 457 cm, Höhe 20 m, Pflanzjahr 1870

Die Esche als Titelbild Bürgerblättle Dez. 2018

Hintergrund: Gemäß § 28 Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) und § 30 Naturschutzgesetz Baden-Württemberg (NatschG) können Einzelbildungen der Natur – hier Bäume – als Naturdenkmal ausgewiesen werden und so unter besonderen naturschutzrechtlichen Schutz gestellt werden.

Auszug (§1,3) aus dem Entwurf der Naturdenkmalverordnung Freiburg von 2020:

Der wesentliche Schutzzweck der Verordnung ist der Erhalt und die nachhaltige Sicherung der Bäume und ihrer Umgebung aus wissenschaftlichen, ökologischen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Schönheit, Seltenheit oder Eigenart oder ihres das Ortsbild bzw. den Stadtteil prägenden Charakters und wegen ihres mannigfachem Symbolcharakters als ehrwürdiges Naturgebilde sowie zur nachhaltigen Sicherung und Entwicklung von Lebensgemeinschaften oder von Lebensstätten bestimmter dort wild lebender Tierarten.

Zudem erfährt das jeweilige Baumindividuum eine besondere Würdigung und Wertschätzung als gesellschaftsrelevantes Naturobjekt, welches auch symbolisch als besonderer Stellvertreter für Bäume generell damit einen beachtlichen Beitrag für den Erhalt der Biodiversität, den Klimaschutz und die Klimawandelanpassung, und das menschliche Wohlbefinden in der Stadt leistet und förmlich, mit dem grünen Dreiecksschild versehen, diese Qualitäten damit öffentlich ausweist.


Bisher ausgewiesene Naturdenkmale in Freiburg

Auf öffentlichen Flächen innerhalb der Stadt Freiburg stehen etwa 50.000 Bäume; etwa zur Hälfte in Parks, die anderen vor allem an Straßenrändern.  Der aktuelle Bestand beläuft sich auf ca. 100 Naturdenkmale bestehend aus Einzelbäumen oder Baumgruppen, womit über 200 Bäume besonders gewürdigt sind (überwiegend ausgezeichnet in den Jahren 1998 bis 2011).

Vorschläge für Naturdenkmäler kommen im Normalfall von Naturschutzverbänden oder Fachleute der Stadt, oder direkt von Bürger*Innnen. Unter diesen Vorschlägen trifft die Naturschutzbehörde ein Auswahl: aktuell sind es 34 Vorschläge im ganzen Stadtgebiet, wobei die Hälfte davon auf privatem Grund stehen. Jetzt werden Träger öffentlicher Belange und natürlich die Eigentümer der Bäume um Stellungnahme gebeten. Nach Auswertung der Rückmeldungen entscheidet im letzten Schritt der Gemeinderat. Am Ende erhält jedes Naturdenkmal erhält ein grünes Dreieckschildchen zur Kennzeichnung.

Mit der Ausweisung möchte die Stadt nicht nur die jeweiligen einzigartigen Bäume besonders schützen, sondern die Öffentlichkeit gerade in Zeiten des Artenschwundes, lnsektensterbens und Klimawandels auf die besondere ökologisch und stadtbild-prägende wertvolle Rolle von Bäumen (Naturdenkmale als repräsentative Vertreter von Bäumen) aufmerksam machen und die essentiellen Leistungen von besonderen Baumexemplaren für uns Menschen in der Stadt aufzeigen.

Ist ein Baum als Naturdenkmal klassifiziert, so gilt ein weitgehendes Veränderungsverbot. Experten kontrollieren regelmäßig den Zustand, ggf. unterstützt die Stadt notwendige Erhaltungsmaßnahmen. Nebenbei auch eine Aufforderung hier: Schäden bitte melden bei der Naturschutzbehörde melden.


Der Bürgerverein unterstützt die Bemühungen, die Esche unter Naturschutz zu stellen. Wir hoffen, dass der Gemeinderat dem Antrag am Ende zustimmt. Die Esche wurde wohl im Jahr 1870 gepflanzt und ist damit 150 Jahre alt. Die Anerkennung als Naturdenkmal würde also bestens zum 150-er Jubiläum passen.


Weitere Informationen:

Anhörung Naturdenkmale im Dez. 2020 (Online Version) mit Lageplan und weiteren Hintergründen

Bericht in der Badischen Zeitung vom 1.Jan.2021.

Wikipedia mit Liste der bisherigen Naturdenkmale in Freiburg

Bericht im Bürgerblättle 265, Febr./März 2021.