Aktuelle Infomationen zum Stadtteil Betzenhausen

Gefahr durch Asiatische Tigermücke

Die Asiatische Tigermücke ist bei uns eigentlich nicht heimisch und sie ist sehr aggressiv. Seit dem Jahr 2015 gibt es Populationen in Freiburg (im Sommers 2018 auch im Nachbarstadtteil Mooswald gemeldet).

Weibchen der Asiatischen Tigermücke auf einem Ligusterzweig sitzend

Der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zu Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS e.V.) angegliederte Institut für Dipterologie (ID) wurde von der Stadt Freiburg beauftragt, diese Populationen zu bekämpfen und zu eliminieren.

Geeignete Brutstätten der Asiatischen Tigermücke sind jegliche Behältnisse natürlicher oder künstlicher Art, in denen über mehrere Tage hinweg Wasser stehen kann.

Im ersten Schritt ist es wichtig, vorhandenen Populationen zu melden, alle relevanten Informationen zur Meldung sind unten dem nachfolgendne Link zu finden:  www.freiburg.tigermuecke.info.

 

Anti-Graffiti Aktion in Betzenhausen-Bischofslinde

Am 11.05.2019 fand zum 15.ten Mal der Aktionstag  Solidarmodell „Anti-Graffiti“ in Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde statt.

An 15 Objekten wurden bei der diesjährigen Aktion Illegale Graffiti im Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde durch ehrenamtliches Engagement der Malerbetriebe entfernt. Die Federführung hatte wieder der Verein Sicheres Freiburg e. V. der den Aktionstag gemeinsam mit dem Bürgerverein Betzenhausen – Bischofslinde, der Malerinnung Freiburg/ Müllheim, der Polizei, der Jugendhilfe im Strafverfahren, der VAG und vielen weiteren Akteuren organisierte.

Farbschmierereien verursachen nicht nur einen hohen wirtschaftlichen Schaden, sie sind auch ein Straftatbestand. Sie verärgern ebenso Hauseigentümer, Mieter und häufig auch Besucher, die ihr Bedauern ausdrücken über die negative Veränderung des Stadtbildes. Die Folge: Man fühlt sich im eigenen Stadtteil zunehmend unwohl und im schlimmsten Fall sogar bedroht, da das subjektive Sicherheitsgefühl dann oftmals beeinträchtigt ist. Nach der Reinigung und dem neuen Anstrich wirken die Zu- und Abgänge freundlicher und heller.

Dank der guten Zusammenarbeit aller Kooperationspartner konnten nach der Begrüßung und Eröffnung der Aktion durch den Ersten Bürgermeister Herrn von Kirchbach in diesem Jahr wieder viele Objekte, deren Eigentümer der Reinigung zugestimmt haben, in diesem Stadtteil gereinigt werden.

Auch die VAG, die den Aktionstag seit Anbeginn unterstützt, beteiligte sich mit der Reinigung ihrer Haltestellen in dem Stadtteil.

Es wurden auch umfangreiche Reinigungen in Abstimmung mit dem Garten- und Tiefbauamt durch die gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH unter anderem im Seepark durchgeführt. Auch hier wirkt alles viel heller, gepflegter und freundlicher. Das subjektive Sicherheitsgefühl wir dadurch gestärkt und es entsteht eine positive Wahrnehmung aller Besucher, sei es aus Freiburg oder dem Ausland.

Trotz schlechter Wetterprognose konnten alle Arbeiten im Trockenen erledigt werden. Unser Dank gilt allen Akteuren, die durch ihr großes, ehrenamtliches Engagement diesen Aktionstag ermöglichten.

Für alle an diesem Aktionstag gereinigten Flächen gibt der Verein Sicheres Freiburg e.V. eine 3-monatige Nachstreich Garantie: Sollte in den nächsten drei Monaten an den gereinigten Flächen Sachbeschädigungen durch Beschmierungen auftreten, werden diese umgehend beseitigt. Dazu bitte einfach eine formlose Meldung, am besten per Mail an diese Adresse:

Kontakt: Sicheres Freiburg e.V., Mark Bottke, Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg, Tel.: 0761 2927 2098, eMail: info@sicheres-freiburg.de

Hier die ausführliche Pressemitteilung zum Solidarmodell von Sicheres Freiburg mit Bildern aus unserem Stadtteil. Konzept und Fotos der letzten Aktionstage finden Sie auf der Homepage des Vereins unter www.sicheres-freiburg.de.


Grundsätzliches zur Beseitigung illegaler Graffiti

Private Eigentümer/innen, die Graffiti an ihren Gebäuden fachmännisch durch Ansprechpartner der Malerinnung entfernen lassen, erhalten die Absicherung, dass innerhalb eines halben Jahres die Kosten zur Beseitigung einer erneuten Sachbeschädigung durch Graffiti bis zu zwei Mal durch die Stadt Freiburg übernommen werden. Seit 2018 hilft der Verein Sicheres Freiburg im Auftrag der Stadt Freiburg den betroffenen, privaten Eigentümern.

Hierbei übernimmt der Verein unter bestimmten Bedingungen die Kosten zur Beseitigung illegaler Graffiti. Weitere Informationen finden Sie hier: Anti-Graffiti-Kostenübernahme


Legale Graffiti

Der Verein “Sicheres Freiburg e. V.”  fördert auch legale Street-Art- und Kunstprojekte. Auf der Homepage unter www.freiburg.de/graffiti sind diejenigen Orte in Freiburg aufgeführt, an denen Farbe erlaubt ist, und welche Regeln dabei zu beachten sind. Freigegebene Flächen sind in Betzenhausen z.B. die Unterführung Berliner Allee bei den Schrebergärten, aber auch die drei Unterführungen unterhalb der Sundgaualle.


Nachtrag Juli 2019: Neue Initiative „Graffiti-Alarm – Für ein schönes Stadtbild“.

Hintergrund: Viele Kommunen kämpfen mit illegalen Graffiti, laut einer Studie des Deutschen Städtetags summieren sie sich bundesweit alljährlich auf 200 Millionen Euro. In Freiburg hat die Stadt 2018 rund 238.000 Euro für die Beseitigung der Schäden allein auf eigenen Objekten ausgegeben.

Bei einer Info-Veranstalltung der Stadtverwaltung zur illegalen Graffiti haben sich sich 15 Freiburger Institutionen zur neuen Initiative „Graffiti-Alarm – Für ein schönes Stadtbild“ zusammengeschlossen, um verstärkt gegen illegale Graffiti vorzugehen und sich künftig mit Erfahrungs- und Fachwissen gegenseitig zu unterstützen. Ziel der Initiative: Das Stadtbild soll verbessert werden. Aktuell beteiligt sind u.a.: Justiz, Polizei, FWTM, Verband Haus & Grund Freiburg, Wohnungsunternehmen (z.B. Bauverein Breisgau eG, Freiburger Stadtbau GmbH, Heimbau Breisgau eG, Vonovia), VAG, Stiftungen der Erzdiözese Freiburg, Evangelische Kirche, Amt für Vermögen- und Bau BW (Universitäts- und Landesgebäude).

Hier ist die vollständige Pressemitteilung “Graffiti Alarm” zu finden.

Stadtteiltreff in neuen Räumen

Eröffnung der neuen Räume des Stadtteiltreffs am Samstag, den 11. Mai 2019

Die Quartiersarbeit Betzenhausen-Bischofslinde des Caritasverbandes Freiburg Stadt e. V. ist umgezogen. In zentraler Lage, Am Bischofskreuz 4, bietet der Stadtteiltreff Bürgersprechstunden, Beratungs- und soziokulturelle Angebote und ist Treffpunkt von Selbsthilfegruppen. Eine Übersicht zur Quartiersarbeit Betzenhausen Bischofslinde ist zu finden unten www.quartiersarbeit-bb.de.

Die neuen Räumlichkeiten eigenen sich für Vorträge und Veranstaltungen, ein Stadtteil-Schaufenster informiert über Aktuelles im Quartier.

Die Eröffnungsveranstaltung am Samstag, den 11. Mai 2019, ab 11 Uhr kamen viele Besuche (Einladung siehe hier).  Der Tag wurde eröffnet von Dr. Rainer Gantert, Vorstand des Caritasverbandes Freiburg-Stadt e. V., der die Geschichte und Erfolge in der Quartiersarbeit schilderte. Es folgten Grussworte von Boris Gourdial, dem Leiter des Amtes für Soziales und Senioren Freiburg, und Werner Hertleif als Vetreter des Bürgervereins.

Viel Sonne (es regente erst nach Ende der Feier), Zauberer, Kinderschminken und musikalische Beiträge rundeten das Rahmenprogramm der Eröffnungsfeier ab.

Jetzt ist das Stadtteilbüro also direkt am Platz am Bischofkreuz zu finden. Auch der Bürgerverein wird diese Räume zukünftig nutzen können für Treffen, zur Unterbringung des Archivs, aber auch ganz einfach als postalische Adresse.

Hier der ausführliche Bericht in der Badischen Zeitung.


Nachtrag Juli 2019:  Der Bauverein fördert Stadtteiltreff vom Caritasverband – Positives Zwischenfazit zwei Monate nach der Eröffnung des Stadtteiltreffs

Exakt zwei Monate nach der Eröffnung des Stadtteiltreffs Betzenhausen-Bischofslinde ziehen der Caritasverband Freiburg-Stadt e.V. und die Bauverein Breisgau eG ein positives Zwischenfazit. „Bereits seit den ersten Tagen nehmen die Bürgerinnen und Bürger den Stadtteiltreff an und beleben das Miteinander“ berichtet Dr. Rainer Gantert, Vorstand Caritasverband Freiburg-Stadt e.V.. Die Bauverein Breisgau eG hat die Räume des Stadtteiltreffs Am Bischofskreuz 4 an den Caritasverband Freiburg-Stadt e.V. vermietet. Die Genossenschaft fördert mit 500 Euro die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements.

Jörg Straub, Vorstand Bauverein Breisgau eG verdeutlicht: „Das Engagement des Caritasverbands ist vorbildlich und ermöglicht ein selbstbestimmtes Wohnen auch für Menschen mit Einschränkung. In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein entsteht hier ein engmaschiges Netzwerk.“ … Hier die zugehörige Pressemitteilung vom 15. Juli auf Regiotrends.

 

 

 

Wetterhexen und Aufstellen Narrenbaum

Inzwischen ist es eine schöne Tradition: seit 2012 eröffnen die Wetterhexen e.V. Freiburg ihre heisse Phase der Fasnet mit einem Hexentanz und Hexentaufe auf dem Betzenhauser Torplatz. Und dabei natürlich auch das Aufstellen des Narrenbaums, der dann für kurze Zeit die Kunstwerke auf dem Torplatz überragt.

Zum diesjährigen Narrenbaumaufstellen am  20. Febr. 2020 ab 19:11 (Schmutzige Dunnschdig) möchten wir alle Bürger_innen von Betzenhausen-Bischofslinde ganz herzlich einladen. Der Bürgerverein ist mit einem kleinen Stand vertreten und schenkt gern ein Glas Sekt aus (oder auch Getränke ohne Alkohol).

Kurze Vorstellung der Wetterhexen

Die Narrenzunft der “Wetterhexen e.V. Freiburg” wurde im März 1988 gegründet im Gasthaus “Zur Armbrust” am Waldsee. Ein Jahr später zog es sie nach Betzenhausen ins damalige Vereinsheim der Eintracht Freiburg in der Tränkestrasse. In den Jahren darauf gab am Schmutzige Dunnschdig einen Fackelumzug und Hexentanz an der Gaststätte. Teilweise begleitet vom Musikverein Betzenhausen.

Nach Schließung der Eintracht-Gaststätte 2003 konnte zunächst kein Ersatz in Betzenhausen gefunden werden; also gingen die Wetterhexen für einige Jahre nach St. Georgen. Aber seit 2012 sind sie zurück: insbesondere zum Narrenbaumstellen am Schmutzige Dunnschdig (jeweils 19:11 Uhr), jetzt auf dem Betzenhauser Torplatz. Mit einem beeindruckenden Hexentanz wird üblicherweise eine Wetterhexe »ausgegraben«.

Eine Besonderheit ist sicher die Holzmaske mit echten Roßhaarsträhnen und das Häs, das mit seinen bunten Flicken ein Sinnbild für das Wetter sein soll. Die Wetterhexen haben es sich zur Aufgabe gemacht, das alemannische Fasnet-Brauchtum zu pflegen. Ganz besonders haben sie sich der Jugendarbeit verschrieben und sind dabei mit sonstigen gemeinsamen Unternehmungen über das ganze Jahr aktiv, nicht nur während der Fasnet.

Kontakt: Narrenzunft Wetterhexen Freiburg e.V., Zunftvogt Uwe Stasch, www.wetterhexen-freiburg.de


Über einen früheren, gelungenen Abend hier der Bericht im Bürgerblättle 255 (April 2019): Hexentanz am Betzenhauser Torplatz

Wir kennen sie schon: Auf dem Titelbild des Bürgerblättles im März haben sich die Freiburger Wetterhexen in voller Pracht vorgestellt – mit Narrensamen im Vordergrund.

Am Schmutzige Dunschdig war nun großer Auflauf am Betzenhauser Torplatz: Wetterhexen mit der furchteinflößenden Hexenmaske und ihrem eindruckvollen schwarz-rot-ockerfarbigen Narrenhäs rücken mit Zunftvogt Uwe Stasch und dem schwarz gekleideten Teufel an, um in Betzenhausen die folgenden närrischen Tage „zünftig“ zu eröffnen. Aus Lehen sind einige Ammonshörner mit ihrem „Hörnletrunk“ dabei. Und der Bürgerverein hat einen Tisch mit Sekt und anderen Getränken aufgebaut. Auch Publikum aus dem Stadtteil in Fasnetsstimmung und teilweise närrisch gekleidet ist gekommen.

Pünktlich um 19:11 Uhr geht es los. Alle warten gespannt auf die 11 starken Wetterhexen mit dem 11 Meter hohen Narrenbaum. Sie haben im Seepark alles heimlich vorbereitet. Das ist professionelle Arbeit, wie die Wetterhexen den Baum unter lautem „Narri -“ und dem Wetterhexen-Ruf kerzengerade aufstellen. Oben an der Spitze ist unser Weihnachtsbaum aus der Advents- und Weihnachtszeit befestigt. Eine Wetterhexe hält sich am Tannenbaum fest und wird die nächsten Tage auf das Treiben da unten schauen. Dann kommt als Hexentanz ein kleines Theaterstück unter großem Beifall zur Vorführung, bevor vier Junghexen in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Die Wetterhexen haben erkannt, dass es in Betzenhausen dieses Jahr ein närrisches Jubiläum gibt.

Seit 111 Jahren gehört Betzenhausen zur Stadt Freiburg. Dafür beschenken sie den Bürgerverein mit einem tollen Schmuckteller zum 111-Jubiläum und mit dem Jahresorden 2019 der Breisgauer Narrenzunft e.V.

Seit 1990 sind die Wetterhexen am Schmutzige Dunnschdig in unserem Stadtteil aktiv und seit 2012 auf dem Betzenhauser Torplatz. Ein großartiger Abend war das. Herzlichen Dank an alle Wetterhexen mit ihrem eifrigen Nachwuchs und mit dem Zunftvogt an der Spitze, und auch an die Ammonshörner für deren Besuch. Alle freuen sich auf das Wiedersehen beim Fasnetmendig-Umzug in der Freiburger Innenstadt.

Nach ausgiebigem Umtrieb mit viel Musik hört man zum Schluss erneut den Wetterhexen-Ruf: „Hagel, Blitz und Donnerschlag – d’ Wetterhex am liebschte mag!“

Rolf Baiker


Siehe auch Bericht Wetterhexen und Ammonshoerner in Ausgabe 164 des Bürgerblättle (März 2003).

Ergänzend ein paar Impressionen aus vergangenen Jahren:

 

30 Jahre Bürgerhaus am Seepark

Seit April 1989 gibt es das Bürgerhaus in der heutigen Form: einige Jahre zuvor bei der Landesgartenschau 1986 war es zum großen Teil eine Blumenhalle bzw. wurde gleichzeitig genutzt als zentrale Infostelle des Landes. Es ist ein Ort für vielfälltige gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen (z.B. Neujahrsempfang, Gesundheitstage, Varieté, Hobbybasar…). Hier ein paar Hintergründe.

Nutzung während der Landesgartenschau

Zur Landesgartenschau 1986 war das Gebäude zum großen Teil eine Blumenhalle. Zusätzlich genutzt wurde es als zentrale Infostelle “Treffpund Baden-Württemberg” und für Veranstaltungen. Siehe unser Beitrag zum Seepark mit Rückblick auf die Landesgartenschau 1986.

Das dezentrale Bürgerhauskonzept

Über viele Jahre hatte die Stadt Freiburg eine dezentrales Konzept entwickelt, das rund um das neue Konzerthaus Freiburg auch für Veranstaltungen mittlere Größe den passenden Platz bieten sollte. Und zusätzlich “Räume schaffen für bürgerschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Begegnungen”: so schrieb OB Böhme in seinen Grußwort zu Eröffnung.

Das Bürgerhaus am Seepark sollte in diesem Konzept der erste Baustein der Umsetzung sein. Kurze Zeit später folgte das Bürgerhaus in Zähringen und Tiengen. Parallel dazu und näher an der Innenstadt kam der Friedrichsbau hinzu. OB Böhme nannte alles zusammen ein “Kulturfimament”.

Der Umbau nach Ende der Landesgartenschau 1986 dauerte mehrere Jahre. Zeit für den Umbau selbst, aber auch gefüllt mit Diskussionen zur Nutzung. Bürgerverein und andere lokale Vereine wollte das Bürgerhaus natürlich auch entsprechend ihren eigenen Anforderungen nutzen. Aus gleichem Grunde hatten man schon mehrere Jahre zuvor ein Haus der Vereine eingerichtet in den Tränkematten, dessen Nutzung mit dem Bürgerhaus aber zu Ende gehen sollte. In der Diskussion ging es insbesondere über die Aufteilung in unterschiedliche Raumgrößen. Man stimmte sich ab mit den Kollegen im Mooswald und fragte die beteiligten Vereine nach ihrem Bedarf (am Ende war es vor allem der Wunsch nach kleinen Räumen für Treffen bzw. Proben statt nur einer grossen Halle).

Eröffnung als Bürgerhaus

Offizielle Eröffnung dann am Samstag, den 15. April 1989: fast genau drei Jahre nach Eröffnung der Landesgartenschau (das war am 18. April 1986). Morgens der offizielle Teil mit viel Prominenz, angeführt natürlich von OB Rolf Böhme. Ein “Schmuckkästchen” sei das Gebäude im Freiburger Westen und es solle in Zukunft für das Aufblühen kulturellen Lebens in Betzenhausen-Bischofslinde und Mooswald sorgen, so seine Hoffnung. Der OB hatte das Konzept immer unterstützt und erhielt zum Dank auch noch eine schöne Bleistiftzeichnung von Hartman Litschel, einem Betzenhausener Architekten und Künstler. Zwischen den offiziellen Programmpunkte und Grußworten sorgten Schüler der Gerhard Hauptmann Schule und der Wentzinger Schulen für musikalische Abwechslung.

Am Abend wurde es dann erstmals richtig voll im Bürgerhaus: Die Bürgervereine von Betzenhausen-Bischofslinde und Mooswald hatten gemeinsam eingeladen und diverse lokale Vereine sorgten für ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. So ging es am Sonntag auch weiter: Tausende zog es zum Seepark und insbesondere zum “Tag der offenen Tür” ins  neue Gebäude. Dort und auf der Seebühne war ein fast durchgängiges Programm von den beiden Bürgervereinen organisiert worden.

Architektur

Für die Gestaltung des Geländes für die Landesgartenschau hatte es 1983 einen Wettbewerb gegeben. Gewonnen hatten die Gartenarchitekten Harbauer zusammen mit der Werkgruppe Lahr: schon in diesem Entwurf war die Grundform des späteren Bürgerhauses enthalten. Darauf konnte man aufbauen.

Auch heute – über 30 Jahre nach der Eröffnung – wirkt die Architektur locker und keinesfalls veraltet: das hat sicher auch mit der gelungenen Konstruktion aus Holz im Inneren und viel Glas nach außen zu tun. Zentrales Element ist natürlich der große Saal, der je nach Nutzung per Trennwand aufgeteilt werden kann. Eine weitere Trennwand separiert auf Wunsch das Foyer: alles zusammen ergibt etwa 800 qm Fläche mit bis zu 600 Plätzen. Mit wenigen Handgriffen läßt sich eine Verbindung vom Saal oder einzelnen Teilen zum Seepark-Gelände herstellen.

Im Obergeschoß befinden sicher mehrere Gruppenräume: zu nutzen für kleinere Versammlungen, Konzerte oder auch einfach als Proberäume (insgesamt 155 qm). Hier hatte man schon bei der Planung auf die Akustik geachtet.

Heutige Nutzung

Die Lage ist natürlich erst mal ein Faktor an sich: direkt am Seepark und bestens zu erreichen über die Linie 1. Beim Kulturamt Freiburg werden die Termine zur Nutzung vergeben entsprechend den städtischen Richtlinien.

Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde nutzt das Bürgerhaus jährlich für den Neujahrsempfang und die Jahreshauptversammlung (wie einige andere Vereine auch). Das Bürgerhaus ist insbesondere auch die “Heimat” der Orchestergemeinschaft, die hier probt und mehrfach im Jahr große Konzerte gibt bzw. Veranstaltungen organisiert. Es gibt Vorträge bzw. Vortragsreihen (z.B. der Ärztekammer), Floh- und Weihnachtsmarkt, Konzerte u.a.

Bemerkenswert ist natürlich das “Variete am Seepark”: seit 1991 im Bürgerhaus und organisiert vom Ehepaar Adelheid Hetzel-Mack und Sebastian Mack. Über mehrere Tage treffen sich Akrobatik, Jonglage, Tanz, Musik und Magie auf der Bühne. Siehe aktuelles Programm unter www.variete-am-seepark.de

Im Bürgerhaus am Seepark haben auch besonders erfolgreiche Veranstaltungsreihen ihren Ausgang genommen, die durch den Erfolg weiter ziehen mussten:

  • Schon kurz nach der Eröffnung – im April 1989 – öffnete die “1. Kultur Börse Freiburg”. Daraus geworden ist die “Internationale Kulturbörse Freiburg (IKF)”:  eine Veranstaltung, die Künstler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum anspricht und jedes Jahr im Januar mehrere Hallen auf dem Freiburger Messegelände füllt (siehe www.kulturboerse-freiburg.de).
  • Im Bürgerhaus startete im Januar 2004 auch die erste Mundologia, damals mit ca. 3000 Besuchern. Heute bietet das Festival Foto-Reportagen in Veranstaltungshallen zwischen Waldshut-Tiengen und Rastatt. Die zentrale Veranstaltung mit Vorträgen, Workshops und einer Messe findet inzwischen im Konzerthaus Freiburg statt. Allein dort gibt es regelmäßig über 20.000 Besucher: die Mundologia ist damit wohl das größte Festival dieser Art in Europa (siehe www.mundologia.de).

Und noch etwas andere Kultur: im gleichen Gebäude wie das Bürgerhaus gibt es ein Ausflugslokal mit ca. 100 Plätzen und zusätzlichem Aussenbereich (mit Seeblick, siehe www.lago.de). Und als ideale Ergänzung am anderen Ende des Gebäudes – aber unabhängig vom Bürgerhaus – der schöne Biergarten direkt neben der Seebühne (siehe www.biergartenseepark-freiburg.de)

Hilfe für unsere Schwalben – Machen Sie mit!

Jedes Jahr im April kehren die Mehlschwalben von ihrer Reise nach Afrika zu uns zurück. Früher waren die hübschen Zugvögel in allen Städten häufig, inzwischen sind sie in ihrem Bestand bedroht. Auch in Betzenhausen-Bischofslinde sind sie in den letzten Jahren immer seltener geworden. Eine Begehung des Stadtteils im Frühjar 2018 brachte ernüchternde
Ergebnisse: Naturnester waren im vergangenen Jahr im Stadtteil überhaupt keine mehr zu finden.

Der Bürgerverein, der Nabu Freiburg und Bauernhoftiere für Stadtkinder e.V. machen sich seit 2018 gemeinsam für die Mehlschwalben im Stadtteil stark (siehe auch Bericht im Bürgerblättle 255, April/Mai 2019).

Um den Bestand der Mehlschwalbe in Betzenhausen-Bischofslinde langfristig konstant zu halten oder zu vergrößern, ist es dringend notwendig, Grünflächen zu erhalten, offene Erdbereiche anzubieten und weitere Nisthilfen anzubringen. Für letzteren Punkt bedarf es der Mithilfe der Bürger. Angebracht werden Nisthilfen unter dem Dachtrauf. Geeignet sind wetterabgewandte Hauswände (Ost oder West) ab zwei Meter Höhe.

Der Nabu würdigt Naturfreunde, die Schwalbennester an Ihren Gebäuden erhalten mit einer Plakette und einer Urkunde. Sind bei Ihnen Mehlschwalben willkommen? Lassen Sie ihr Haus durch den Nabu auszeichnen!

Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich bitte unter: kerstin.geigenbauer@gmx.de oder 0761/4893181.


Zur weiteren Info hier Auszüger aus einem Bericht im Bürgerblättle 213, April / Mai 2012.

Hilfe für die gefiederten Glücksbringer

Die Mehlschwalbe bei der Aufnahme von Nistmaterial. Mit freundlicher Genehmigung von Markus König (www.koenig-naturfotografie.com).

Die Mehlschwalbe (Delichon urbicum) ist ein hübscher Sommervogel Mitteleuropas mit blauschwarzer Ober- und hellweißer Unterseite. Im Flug sieht man den weißen Bürzel. Ein bisschen sieht sie aus, als wäre sie im Mehl gelandet, daher rührt vermutlich auch der Name.

Den Winter verbringt die Mehlschwalbe im fernen Afrika, ab April/Mai kann mit der Rückkehr des wendigen Fliegers gerechnet werden. Ihr Erscheinen nach der kalten Jahreszeit und ihre Eigenschaft als emsiger Insektenfresser (Nützling) haben ihr den Ruf als Frühlingsbote und sogar Glücksbringer beschert.

Mehlschwalben brüten in Kolonien an Hauswänden unter dem Dachtrauf in selbst erbauten, kugeligen Nestern aus Lehm. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten waren die Vögel in Dörfern und sogar Städten so häufig, dass sie auch als Stadtschwalben bezeichnet wurden. In letzter Zeit nehmen die Bestände allerdings besorgniserregend ab. Schuld daran sind der Schwund von Nahrungsflächen durch die Industrialisierung der Landwirtschaft und vermehrten Siedlungsbau und die unbeabsichtigte oder beabsichtigte Zerstörung von Nestern durch die Renovierung von Gebäuden oder aus »ästhetischen Gründen«. Außerdem ist die zunehmende Flächenversiegelung ein großes Problem, da die Vögel kaum mehr offene Bodenstellen, wie z. B. an Ufern unbegradigter Flüsse und Bäche, finden, um geeignetes Nistmaterial für ihre Nester heranzuschaffen.

Frau Hensler aus der Lichtenbergstraße 36 kennt das Problem. Bei ihr versuchten zwei Paare am Haus Naturnester zu errichten, doch: »Die Nester brachen immer wieder ab.« Deshalb hat die Familie vier »Wohnheime«, künstliche Schwalbennester angebracht. Diese sind jedes Jahr besetzt; Wenn Mehlschwalben einen Neststandort einmal angenommen haben, bleiben sie ihm über Generationen treu.

In der Lichtenbergstraße haben noch weitere Naturfreunde künstliche Mehlschwalbennester an ihre Häuser angebracht und leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Im Sommer kann man die Mehlschwalben in Betzenhausen-Bischofslinde im Obergrün, an der Dreisam und im Seepark auf der Jagd nach Insekten beobachten. Dabei hört man auch ihren Ruf, ein raues »Tschirpp Tschirrp«. Ihre nahe Verwandte, die Rauchschwalbe (Hirundo rustica), kommt ebenfalls im Stadtteil vor. Sie baut ihre schalenförmigen Lehmnester innerhalb von Gebäuden wie Viehställen, Garagen und auch Carports. Auch die Rauchschwalbe ist bedroht und kann durch das Anbringen von Nisthilfen unterstützt werden. Dabei sollte auf freie Einflugmöglichkeiten z. B. durch ein ständig gekipptes Fenster, geachtet werden.

Jeder kann den Schwalben helfen, indem er künstliche Nester an seinem Haus anbringt. Die speziellen Nisthilfen werden in jedem Baumarkt und größerem Zoogeschäft angeboten. Für Mehlschwalben sollten sie an die wetterabgewandte Seite am Haus unter dem Dach angebracht werden. Besonders leicht werden sie von den geselligen Vögeln angenommen, wenn schon besetzte Nester in der Nachbarschaft existieren. Ansonsten muss man sich meist ein oder zwei Jahre gedulden. Gegen eine Verschmutzung der Fassade kann ein Brett Abhilfe schaffen, dieses sollte allerdings mit genügend Abstand (ca. 50 cm) unter dem Nest angebracht werden, damit die Vögel ungestört anfliegen können.

Helfen Sie mit, Betzenhausen-Bischofslinde zu einem schwalbenfreundlichen Stadtteil zu machen! Bringen Sie jetzt, bevor die sympathischen Weltenbummler aus dem Winterquartier zurückkehren, eine Nisthilfe an. Belohnt werden Sie mit Ihren ganz persönlichen Glücksbringern am Haus. Wenn Sie Fragen zum Anbringen von Nisthilfen allgemein oder speziell an Ihrem Haus haben, können Sie sich gerne an bauernhoftiere-fuer-stadtkinder@gmx.de wenden.

Kerstin Geigenbauer

 

„Klimawandel-Garten“ im Seepark

Das Gesicht des nördlichen Seeparks wird sich verändern: durch den Klimawandel, und vor allem den vergangenen heißen Sommer 2018 wurde das Mammutwäldchen beim Bürgerhaus in der Vergangenheit stark geschädigt.

Die Mammutbäume, die 1984 und 86 gepflanzt wurden, stehen auf einem extrem steinigen, für die Art ungeeigneten Boden und wurden zudem bereits im Hitzesommer 2003 stark geschädigt. Der heiße Sommer 2018 hat sein Übriges getan – viele der stattlichen Bäume waren im vergangenen Herbst völlig oder fast völlig abgestorben, eine Genesung ist bei solch stark geschwächten Bäumen nicht zu erwarten. Deshalb wurden im Dezember 2018 zahlreiche kranke Mammutbäume gefällt.

Doch so kahl soll es nicht bleiben: Das Garten- und Tiefbauamt Freiburg plant in dem Bereich langfristig die Anlage eines „Klimawandel-Gartens“, der auch eine Art Experimentierfeld für künftige Stadtbäume werden soll. Aus hitze- und trockenheitsresistenten, sowohl exotischen als auch einheimischen Baumarten soll eine vielfältige und strukturreiche Parklandschaft mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen, angelehnt an einen „Englischen Landschaftsgarten“. Ziel ist eine natürlich wirkende Pflanzung, bestehend aus großkronigen Schirmbäumen (z.B. Zerr-Eiche), Hecken und Gebüschen.

Noch vitale Mammutbäume werden in das Konzept integriert. Auf den Hinweis des Arbeitskreises Natur und Umwelt des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde hin wurde der Brutplatz der bislang im Mammutwäldchen brütenden Waldohreule im vergangenen Jahr gesucht und gefunden, dieser Brutbaum wird ebenfalls erhalten bleiben.

Wir haben auch vorgeschlagen, dass einige völlig von Efeu eingewachsene Bäume nicht ganz entfernt, sondern aus Verkehrsicherungsgründen eingekürzt werden und stehenbleiben dürfen, um als Lebensraum zumindest für ein paar Jahre erhalten zu bleiben, bis die neu gepflanzten Bäume etwas gewachsen sind. Alte Efeupflanzen haben nämlich einen sehr hohen Wert als Nistplatz für Vögel, liefern Bienen und anderen Insekten im Spätsommer Nektar und Vögeln mit ihren Beeren wertvolle Winternahrung.

Die Stadtverwaltung nahm unsere Vorschläge entgegen und versprach sie zu prüfen. Wenn es hier gelingt, heimische Artenvielfalt mit optisch ansprechenden Exoten geschickt
zu kombinieren, kann unseres Erachtens ein tolles Projekt entstehen, wovon Bürgerschaft und Wildtiere im Stadtteil gleichermaßen profitieren. Die Umgestaltung soll laut Stadtverwaltung, auch aus Kostengründen, in drei Abschnitten von West nach Ost erfolgen.

Siehe ausführlicher Bericht im Bürgerblättle 244, Dez.2018/Jan.2019. Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich bitte unter: kerstin.geigenbauer@gmx.de oder 0761/4893181.


Aktuelle Info zum Stand von Kristina Paleit,  Stadt Freiburg:

Aufgrund der Witterung wird die Baustelle im Seeparkgelände bis voraussichtlich 3.5.2019 in Betrieb sein.

Die Bäume sind inzwischen alle gepflanzt, es werden nun noch die Bodenarbeiten ausgeführt.

An Ostern ist die Baustelle nicht in Betrieb. Der Absperrzaun wird nach der Auflösung der Baustelle voraussichtlich noch weitere 8 Wochen verbleiben bis die Ansaaten vollständig aufgelaufen sind

 

Cafe und mehr

Das „Café und mehr“ ist ein offenes Angebot für den ganzen Stadtteil. Wir bieten Menschen im Stadtteil die Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kuchen zu treffen und auszutauschen. Lassen sie sich überraschen über das „MEHR“. Wir, das „Café und mehr”-Team freuen uns auf Sie!

Beate Diezemann, Arbeitskreis Soziales

Wann: Dienstags, jeweils von 15.00 – 17.30 Uhr, In den Schulferien bleibt das Café zu.
Wo: Offenes Wohnzimmer im Haus Albert, Sundgauallee 9 (Eingang neben der Kirche.)


Wir sind eine Kooperation zwischen der Pfarrgemeinde St. Albert und dem Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde.
Am Anfang ein leeres Wohnzimmer in der früheren Pfarrerswohnung und eine Vision von mehr Miteinander und Begegnung.

Ca. acht Jahre später ist der Raum jeden Dienstagnachmittag gefüllt mit Stimmen und Kaffeeduft. Mit Menschen, die spielen, reden, stricken … Die gerne leckeren Kuchen essen und die sich viel zu erzählen haben. Auch die Vision von mehr Kontakt und Begegnung ist Realität geworden.

Nicht immer so, wie wir es uns vorgestellt haben, aber gut. Und es entwickelt sich weiter.

Seit ca. einem Jahr kommen einmal im Monat Kinder der Anne-Frank-Schule. Manchmal bringen sie ein Spiel mit oder etwas zum Basteln. Oder sie nehmen an unserem Programm teil. Beim letzten Besuch saßen die Kinder und ihre Betreuerinnen und wir vom Café hoch konzentriert beim Origami und falteten Blumen und Schmetterlinge.

Wenn beim Spielen Alte und Junge gewinnen wollen, sind die Altersunterschiede wenig spürbar. Und wenn eine Besucherin eines der Kinder erkennt und sie feststellen, dass sie im gleichen Haus wohnen, dann ist neues Miteinander möglich.

Wir sind ein Team von neun Frauen, aus dem Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde, dem Stadtteil und der Gemeinde St. Albert. Wir arbeiten gerne zusammen und freuen uns auf die Begegnungen.

Schauen Sie ruhig einmal rein, genießen sie die netten Menschen und den guten Kuchen. Im Sommer sogar auf der schönen Terrasse.


Siehe auch Beitrag “5 Jahre Café und mehr” im Bürgerblättle 246 (im Okt 217): Interview mit Beate Diezemann (Bürgerverein) und Ulrike Stiebitz-Brünner (Pfarrgemeinde St. Albert).

Neujahrsempfang 2019

Gelungener Neujahrsempfang 2019 am 17. Jan. im Bürgerhaus mit unserem Ersten Bürgermeister Herrn von Kirchbach, dem Bürgermeister unserer Partnergemeinde Teningen Herrn Hagenacker, musikalischen Beiträgen der Orchestergemeinschaft Seepark und vielen Bürgerinnen und Bürgern feierten wir einen gelungenen Start in das neue Jahr. Bleiben Sie uns gewogen!

Bildrechte: BM Hagenacker
Bildrechte: BM Hagenacker
Bildrechte: BM Hagenacker

 

Studentensiedlung (StuSie)

Die Studentensiedlung am Seepark (StuSie) liegt in Freiburgs Stadtteil Betzenhausen: es ist die größte Wohnanlage für Studierende in Freiburg und bietet Platz für rund 1.500 Studierenden. Aber wie ein “Stadtteil im Stadtteil” kennen so manche Bürger die StuSie nur vom Vorbeifahren entlang der Sundgauallee oder aus einem Spaziergang durch die Außenanlagen der Siedlung.

In den 21 Häusern gibt es Apartments, kleine Wohngemeinschaften mit 2 bis 6 Studierenden und Stockwerksgemeinschaften mit bis zu 12 Studierenden (jeweils mit gemeinschaftlich genutze Küche und sanitären Einrichtungen). Für Familien mit Wohnberechtigungsschein stehen einige 2- und 3-Zimmer-Wohnungen zur Verfügung. Für Kinder studierender Eltern gibt es eine kleine Kita.

Die Universität in der Innenstadt von Freiburg ist in gut zehn Minuten erreichbar über Straßenbahn oder per Rad.

Geschichte und Architektur

Die StuSie wurde Mitte der 1960er Jahre nach Plänen der Stuttgarter Architekten Wolf Irion, Reiner Graf und Wolf Maier errichtet und sollte Platz für ca. 1300 Studierende bieten. Einweihung war im Juli 1966: mit dabei war auch Kurt Georg Kiesinger, der damaligen Ministerpräsident des Landes. Er wurde Ende des gleichen Jahres zum Bundeskanzler gewählt.

Die städtebauliche Leitidee aus dieser Zeit war die offene Stadtlandschaft, das Wohnen im Park in Gruppen von Einzelhäusern. Aus dieser Zeit stammen auch die prägenden Dreiergruppen: Ein 9- geschossiges Hochhaus im Norden und davorgestellt zwei 3- geschossige Gebäude. Diese Dreiergruppen prägen auch heute noch das Gesicht der Siedlung, wenn auch über die Jahrzehnte einige Gebäude hinzukamen, die im Stil ihres Baujahres errichtet wurden. Zur Sundgauallee wird die Siedlung durch einen inzwischen stark begrünten Erdwall begrenzt. Im Inneren der Siedlung sind insbesondere Richtung Seepark sehr großzügige Grünflächen zwischen den Häusern vorhanden, die zu Spaziergängen einladen und von den Bewohnern der Siedlung in der Freizeit intensiv genutzt werden.

Die ursprünglichen Häuser hatten Stockwerksgemeinschaften als Konzept, in denen sich alle 12 Bewohner eines Stockwerks eine Küche, zwei WCs und zwei Duschen teilten. Die Zimmergröße lag bei 11 m2 (dort sogar mit Waschbecken, aber nur kaltes Wasser).

Man beachte: die StuSie wurde schon 20 Jahre vor der Landesgartenschau 1986 gebaut. Der Flückigersee war in diesen Jahren noch ein Baggersee und das Gelände um den See noch weitgehend unbebaut; lediglich das Aussenbecken des Westbads entstand schon 1968. Des Seepark, wie wir ihn heute kennen, gab es erst nach der Landesgartenschau im Jahr 1986.

Viele der Gebäude aus den 1960-er Jahren wurden im Laufe der Jahre saniert: häufig wurden dabei auch die großen Wohneinheiten in kleinere aufgeteilt. Einzelne Gebäude kamen hinzu, so dass Stand 2018 ca. 1.600 Studierende hier Platz finden. Dabei baute das Studierendenwerk überwiegend kleinere Wohngemeinschaften, in denen sich vier Personen eine Küche mit Essbereich und zwei kleine Bäder mit Dusche teilen (je WG-Bewohner üblicherweise ein Zimmer mit 13 m2). In wenigen Fällen werden auch Ein-Zimmer-Apartments und Zweier-WGs gebaut. In den 70er bis 90er Jahren kamen Häuser hinzu, die mit Familienwohnungen ausgestattet sind und studierenden Eltern ein Umfeld mit anderen Familien bieten sollen.

Erweiterung 2018-2023

Die aktuelle Erweiterung der StuSie für ca. 850 weitere Bewohner ist der größte Umbau seit Einweihung vor ca. 50 Jahren. Hier ein ausführlicher Bericht dazu.

Bei diesem Bauprojekt liegt der Fokus auf nachhaltigem Bauen: bemerkenswert ist, dass zwar knapp 60% mehr an Wohnraum geschaffen werden, jedoch nur 20% der Fläche zusätzlich bebaut wird. Möglich ist das natürlich nur, wenn man in die Höhe geht: alle neuen Gebäude werden anstelle von bestehenden Gebäuden oder auf bisherigen Parkplätzen errichtet (keine Neubauten auf bisherigen Grünflächen).

Die Architekten haben also ganz bewusst den Entwurf aus den 1960-er Jahren wieder aufgegriffen. Am Ende wird das StuSie-Gelände dadurch weit massiver wirken als vorher: der Bürgerverein drängt darauf, diesem Eindruck über Korrekturen an der Fassade entgegenzuwirken (z.B. über Begrünung oder auch Solarzellen).

Studentisches Leben und Freizeitgestaltung

Sozialer und kultureller Mittelpunkt der StuSie ist das Gemeinschaftshaus 36 mit großem Saal, der StuSie-Lounge, der SansiBar und verschiedene weitere Räume für Musik, Handwerk und Bewegung. Betrieben wird das Gemeinschaftshaus vom Verein StuSie e.V., dessen ehrenamtliche Mitglieder ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen auf die Beine stellen. Die StuSie e.V. vertritt auch viele andere studentische Belange; siehe www.studentensiedlung.de.

Die StuSie-Bar ist legendär, daneben gibt es viele Tutorate, Freizeitangebote und Sportmöglichkeiten, z.B. Kraftraum, Beachvolleyballplatz und es gibt auch einen Basketballplatz, der gleichzeitig auch als Fußballplatz genuzt wird.

Im T.I.K Club (= Tanz im Glück) gibt es Partys auf mehreren Floors, auf denen unterschiedliche Musik gespielt wird. Im Keller kann man sich auch Räume mit Klavier mieten, falls man musikalisch unterwegs ist. Zum Programm siehe www.tik-club.de

Einmal im Somme gibt es auf dem Gelände eine gr0ße StuSie Party, zu der auch Mitbürger/innern aus Betzenhausen immer herzlich eingeladen sind (siehe Hinweis z.B. im Bürgerblättle).

“Sammel-Unterkünfte” zu Semesterbeginn

Eine Wohnung in Freiburg zu finden ist seit Jahren schwierig. Das gilt insbesondere für Studienanfänger im Herbst, die neu nach Freiburg kommen und vorher keine Unterkunft organisieren konnten. Damit die Betreffenden wenigsten “ein Dach über dem Kopf haben”, bietet die StuSie mehrere Räume als Sammelstellen (Zimmer mit Mehrfachbetten) für übergangsweise Nutzung und gegen geringe Übernachtungsgebühr. Nach einigen Wochen entspannt sich fast immer die Situation.


Ein Beitrag zur Serie “Markante Gebäude in Betzenhausen” (einem Stadtteil von Freiburg i. Breisgau). Einige Berichte in unserer Stadtteilzeitung:

Bürgerblättle 249 (April 2018): Die “StuSie” – Stadtteil im Stadtteil

Bürgerblättle 258, Okt./Nov. 2019: Nachverdichtung Studentensiedlung (StuSie)

Bürgerblättle 261, April/Mai 2020: StuSie-Hochhaus mit Nistkasten für Turmfalken

Bürgerblättle 263, Okt./Nov. 2020 (Auszüge):Besichtigung der Studentensiedlung