Eintracht Sportzentrum Tränkestrasse
Im Jahr 2020 konnten wir auf 100 Jahre Fußball in Betzenhausen zurückblicken. Über Beiträge in unserem Stadtteil-Magazin „Bürgerblättle“ haben wir Einzelthemen aus dieser Zeit aufgegriffen. Hier ein Rückblick auf das Sportzentrum Tränkestrasse im Bürgerblättle 264 (Dez. 2020).
Seit 100 Jahren rollt der Fussball in Betzenhausen!
Als im April 1911 ein Verein Namens „Hertha Freiburg“ gegründet wurde, war damit der Grundstein für Vereinsfussball im Freiburger Westen gelegt. Danach zog sich die Fussballgeschichte im Freiburger Westen über Nachfolgevereine, Neugründungen und Zusammenschlüsse bis zu dem hin, was wir heute kennen, nämlich den 2004 neu entstandenen Sportfreunden Eintracht Freiburg, die mit Blick auf ihre Uroma Hertha 2011 die „100 Jahre Sport im Freiburger Westen“ gebührend feiern konnten.
Wir vom Bürgerblättle möchten daran anknüpfen, die Geschichte aber mit dem Jahr 1920 beginnen lassen, als fußballbegeisterte Betzenhausener zur Gründung des „FC Betzenhausen“ zusammenkamen. Doch wo sollte man das tun, wofür man den Verein gegründet hatte, wo konnte auf der Betzenhäuser Gemarkung der Ball rollen? Zunächst nirgendwo, so dass man sich zum Kicken „auswärts“ treffen musste, nämlich auf dem Gelände des Flugplatzes.
Erinnerungen an das Sportzentrum Tränkestrasse
So weit weg von Betzenhausen, dass konnte jedoch keine Dauerlösung sein und so fand sich eine Wiese an der Tränkestrasse, wo ab 1928 Torschreie zu hören waren.
Durch die Wirren des zweiten Weltkriegs war 19 Jahre später erst mal Schluss mit Fußball. Bis 1955 – also ein Jahr nach dem “Wunder von Bern” – die Neugründung als “SV Lehen-Betzenhausen” mit einer Herren- und einer Jugend-Mannschaft begann. Zunächst weiterhin ohne echte „Platzheimat“, denn gekickt wurde zwar teilweise auch an der Tränkestrasse, das Vereinslokal mit Umkleidemöglichkeiten war jedoch das Gasthaus Schützen in Lehen (immerhin 10 Minuten Fußweg, die Paduaallee gab es ja noch nicht).
Eine Jugendmannschaft auf dem Platz an der Tränkestrasse, das Vereinsheim im Hintergrund (vermutlich 1969, damals noch ein Rasenplatz)
In den 1960-ger Jahren entstand dann an der Tränkestrasse ein modernes Fussballgelände einschließlich eines schmucken Vereinsheims mit integrierter Gaststätte. Modern war dies auch deswegen, weil der Platz in den 1970-ger Jahren zu einem exakt planierten Hartplatz aufgerüstet wurde, was aus damaliger Sicht ein echter Fortschritt gegenüber den bisherigen „Buckelmatten“ war.
Mit der Inbetriebnahme erhielt der Fußball in Betzenhausen einen beispiellosen Aufstieg. Insbesondere mit ihrer Vielzahl an Fußball-Jugendmannschaften wurde der fortan in „Eintracht Freiburg “ umbenannte Verein führend in Freiburg und der ganzen südbadischen Region. Also auch kein Zufall, dass unser Bundestrainer Jogi Löw in Betzenhausen seine Karriere als Jugendspieler begann und in der Saison 1977/78 mit der A-Jugend Vizemeister in Südbaden wurde.
Vieles weitere gäbe es noch zu erzählen: z.B. über das Spiel der Eintracht im Jahr 1970 (da waren es 50 Jahre Fußball in Betzenhausen), als an der Tränkestrasse gegen die Bundesligamannschaft von Schalke 04 mit dem legendären Trainer Rudi Gutendorf gekämpft wurde. Zum Schluss stand es 2:5 für Schalke: die Eintracht hat sich also wacker geschlagen.
Aber nicht nur dem Vereinsfussball diente das Sportzentrum an der Tränkestrasse. Vielmehr war dies auch sozialer Treffpunkt für Jung und Alt. So tummelten sich auf dem Hartplatz Kinder und Jugendliche zu jeder Tageszeit, wohlwollend beobachtet von den älteren Semestern, die es sich auf der Außenterrasse der Vereinsgaststätte bei Weizenbier oder Weinschorle gemütlich gemacht hatten. Insofern auch verständlich und symbolisch, dass dieses Gebäude über zwei Jahrzehnte als Titelbild der Eintracht-Nachrichten zu sehen war (bis 1989).
Die Geschichte des Sportzentrums endete 2005: jetzt befinden sich auf dem Gelände schmucke Reihenhäuser, die sich um einen grünen Innenhof reihen. Eine Veränderung, die mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu kommentieren ist. Einerseits ging mit der Neubebauung ein Stück Fußball- und Freizeitkultur unter, andererseits wurde so der Betzenhauser Fussballgeschichte eine Zukunft gegeben. Mit dem Verkauf des Geländes an der Tränkestrasse war die Fusion der beiden Westvereine Eintracht und Sportfreunde verbunden. Das in die Jahre gekommene Weststadion an der Grenzstrasse konnte auf Vordermann gebracht und somit gesichert werden, dass auch nach hundert Jahren in Betzenhausen weiterhin der „Ball rollt“.
Wir möchten an dieser Stelle Respekt und Dank den Personen aussprechen, die sich in der hundertjährigen Geschichte rund um den Fußball und seiner Infrastruktur ehrenamtlich engagiert haben. Insbesondere auch dafür, dass sie Generationen von fußballbegeisterten jungen Menschen begleitet haben.
Nicht nur die Tränkestrasse, sondern auch das idyllisch gelegene Fußball Areal an der Gaskugel ist eng mit der Fußball Geschichte von Betzenhausen verbunden. Wie es dazu kam und was das Gelände heute noch für den Betzenhauser Fußball bedeutet, dazu möchten wir in der nächsten Ausgabe noch etwas schreiben.
(Beitrag aus Bürgerblättle 264, Dez. 2020).


Kriegsbedingt kam es 1946 zur Neugründung und in den 1970-ger Jahren entschied man sich dann für den heutigen Namen „Verein der Gartenfreunde Freiburg West e.V.“. Anfangs erstreckten sich die Gärten im Untermetzgergrün bis in den Stühlinger, die aber 1976 mit Bau des Berufsschulzentrums aufgegeben werden mussten. Ein Dauerthema: diese Verdrängung durch Bautätigkeiten begleitet unsere Gartenvereine ja bis heute. Ende der 1970-ger Jahre wurde das Vereinsheim an der Bissierstrasse gebaut, in dem heute auch das Vereinslager untergebracht ist. Nebenbei sind alle Mitglieder verpflichtet, sich mehrere Stunden im Jahr an Gemeinschaftsarbeiten zu beteiligen.

Der Titel lässt es schon anklingen: im Zentrum der April Ausgabe stand ein Rückblick auf die Jahreshauptversammlung 1980 des Bürgervereins; damals abgehalten in der Gaststätte der „Eintracht“ (gibt es heute nicht mehr). Erwähnt wurde ein „zügig vorgetragener Rückblick“ und (schon damals) ein „Vortrag zur Energieeinsparung“.
Auf dem Titelbild der Juli Ausgabe findet man ein Bild von Störchen auf dem Turm der St. Thomas Kirche. Also absolut passend zu unserem heutigen Bericht an anderer Stelle. Bemerkenswert aber auch der Text dazu: „Nach vielen Jahren nisten wieder einmal Störche auf dem Betzenhauser Kirchturm. Hoffentlich fühlen sie sich auf dem Hock als „Ehrengäste“ und überstehen ihn, wie sie das Unwetter am 21. Juni überstanden haben.“ Gleichzeitig im Heft natürlich die Einladung zum jährlichen Hock, der von diversen Vereinen aus dem Stadtteil organisiert wurde (später auf dem Betzenhauser Torplatz).
Zentrales Thema im Okt. 1980 waren aufkommende Zweifel, ob die Westrandstrasse wirklich fertiggestellt wird (z.B. fehlte überhaupt noch die Anbindung an den Zubringer). Es gab Kompetenzstreitigkeiten zur weiteren Finanzierung und die Bedenken beim waren so stark, dass man sich zusammen mit anderen Bürgervereinen aus dem Westen über eine Resolution an die zuständigen Stellen wandte, um dem Weiterbau Nachdruck zu verleihen (Landesministerium Verkehr, Regierungspräsidium und Stadt Freiburg).

In Anwesenheit der Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und Martin Haag wurde am 20. Aug. 2020 der neue Mehrgenerationen-Spielplatz mit Wasserspielplatz und Kletterparcour eröffnet. Auch wenn aktuell verschiedene Bäume und Sträucher noch fehlen: die kommen ab Herbst, also außerhalb der Vegetationszeit. Aber darauf wollte man nicht warten, denn so ergibt sich schon jetzt ein vielfältiges Angebot für Familien, die z.B. wegen Corona ihren Urlaub zu Hause verbringen.
Bei der Eröffnungsveranstaltung anwesend war auch Renate Sick-Glaser als Vertreterin der „
der war die Beteilung sowohl von Kindern wie auch von Jugendlichen und Erwachsenen nicht sehr gut. Doch die Anwesenden waren von der Ausarbeitung des Entwurfs begeistert und können deren Umsetzung kaum erwarten. Es wird für jede Altersgruppe etwas dabei sein, um so einen Mehrgenerationenspielraum zu bieten. Die Öffnung des Spielkraters zur großen Liegewiese am Seepark, wird die jetzige versteckte unsichere Lage entschärfen und den Benutzern noch mehr Bewegungspielraum geben.
Juli 2020: wie fast täglich zu sehen ist, herrscht inzwischen rege Bautätigkeit auf dem Gelände.
Aus diesem Grunde möchten wir an dieser Stelle auf das 40-jährige Jubiläum des Spielmobils hinweisen und ganz herzlich gratulieren !