Aktuelle Infomationen zum Stadtteil Betzenhausen

Taxistände in der Sundgauallee am Bischofskreuz

Macht das wirklich Sinn?

Im Nov. 2018 wurden an der Sundgauallee (Höhe Platz am Bischofskreuz, gegenüber der VAG Haltestelle) zwei reservierte Taxi-Parkplätze ausgezeichnet. Und das, obwohl auf dem Platz am Bischofskreuz doch häufig Parkplätze für Kurzzeit-Besucher fehlen. Der Bürgerverein fand die Idee des Garten- und Tiefbauamtes (GuT) von Anfang an nicht gut. Das waren wohl die Gedanken dahinter:

(1) den Platz am Bischofskreuz von Falschparkern / Fehlnutzern zu entlasten.

(2) Ein Wunsch der Taxi-Vereinigung, solche Anfahrplätze zu haben (nicht gedacht als Taxi-Dauerstandplätze, sondern zum Aussteigen von Gästen).

Im Laufe des vergangenen Jahres bestätigt sicher immer mehr: die beiden Plätze werden auch von Taxis kaum genutzt und sind dadurch eher eine Vergeudung öffentlicher Parkfläche. Anwohner berichten von einem Taxi je Monat, das kurzzeitig gesehen wird. Erfahrungsgemäß warten Taxen eher direkt auf dem Platz auf ihre Gäste.

Der Bürgerverein hat das GuT schon Mitte 2019 auf diese merkwürdige Situation hingewiesen und jetzt Anfang 2020 erneut. Verbunden mit der Bitte, das alles rückgängig zu machen. Dort hat man in Aussicht gestellt, die Situation zu überprüfen und will auch die Taxivereinigung um Stellungnahme bitten.

Wir bleiben dran…

Max-Mayer-Haus

Bericht im Bürgerblättle 260 (Febr. 2020).


Kennen Sie das Max-Mayer-Haus in der Thannhauserstraße 16?

Die ockerbraune Fassade fällt einem vielleicht ins Auge, wenn man die Thannhausertraße entlanggeht. Ein ganz normales sechsstöckiges Wohnhaus in der Bischofslinde, denkt man sich.

Bei näherem Hinsehen steckt jedoch mehr dahinter. Ein Haus, das 70 älteren Menschen günstige, öffentlich geförderte Wohnungen mit Betreuung bietet.  Träger des „Wohnens mit Betreuung für ältere Menschen“ ist seit über 30 Jahren die Heiliggeistspitalstiftung Freiburg, die mit ihren Diensten und Angeboten 1.000 ältere Menschen in Freiburg täglich versorgt und betreut. Seit dem 13. Jahrhundert verfolgt die Heiliggeistspitalstiftung ihren Stiftungszweck, sich um ältere Menschen in Freiburg zu kümmern.

Die Mieter/innen im Max-Mayer-Haus wohnen selbständig und bekommen bei Bedarf Unterstützung und Hilfe. Veranstaltungen wie Kaffeenachmittage oder Feiern wie das Oktoberfest (siehe Foto) können die Hausbewohner/innen Gemeinschaft erleben und nachbarschaftliche Kontakte knüpfen. Dieses Gemeinschaftsprogramm gestaltet der Hausleiter Jörg Buchholz (Diplom-Sozial-arbeiter/FH) in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen und Haustechniker Gerd Neumann.

Ein weiterer Baustein der Betreuung ist die Sozialberatung durch Herrn Buchholz, wenn es um Wohngeldanträge oder Beantragung von Pflegegraden geht. Haustechniker Neumann sorgt nicht nur für eine innen und außen gepflegte Wohnanlage, sondern hilft auch bei den kleinen und großen Problemen im Alltag zu Hause. Die Ausstattung jeder Wohnung mit einem Hausnotrufgerät runden das Betreuungspaket im Max-Mayer-Haus in puncto Sicherheit ab.

Seit 1995 hat das Haus auch einen Namen. Mit dem Namen „Max-Mayer-Haus“ gedenkt die Heiliggeistspitalstiftung des jüdischen Kaufmanns und Stadtverordneten (1873-1962), der von den Nationalsozialisten enteignet und deportiert wurde. Nach seiner Emigration in die USA kehrte er nach dem Tod seiner Frau in seine Heimat Freiburg zurück. Er verbrachte seine letzten Lebensjahre im Heiliggeiststift, damals ein Pflegeheim der Heiliggeistspitalstiftung, und verstarb dort im Jahre 1962. Mit seinem Namen wird mahnend an die Zeit der Verfolgung, aber auch an einen außergewöhnlichen Freiburger Mitbürger erinnert. Wer mehr über Max-Mayer erfahren möchte, dem sei das Buch seiner Tochter Lotte Paepcke „Ein kleiner Händler, der mein Vater war“ empfohlen, das noch antiquarisch zu erwerben ist.

Das Max-Mayer-Haus heute bietet Menschen ab 60 Jahren mit geringem Einkommen die Möglichkeit, das Älterwerden in einer Gemeinschaft zu erleben, in der man sich gegenseitig hilft und in der Lebensfreude erfahrbar werden kann.

Falls dieser Artikel Ihr Interesse geweckt hat, das Max-Mayer-Haus kennenzulernen, freue ich mich über eine Kontaktaufnahme unter der Telefonnummer (0761-8963100) oder per E-Mail an buchholz.j@sv-fr.de .

(Jörg Buchholz)

Quartiersarbeit im Stadtteiltreff wird aufgestockt

Seit 1.1.2020 wird die Quartiersarbeit  in Betzenhausen-Bischofslinde personell aufgestockt. Die Trägerschaft bleibt weiterhin beim Caritasverband Freiburg-Stadt e.V.. Markus Fugmann, der bisherige Leiter des StadtteilTreffs, wird seinen Schwerpunkt in den Nachbarstadtteil verlegen, um die Quartiersarbeit im Mooswald aufzubauen. Dafür wird Katharina Becker, die in der Quartiersarbeit in Betzenhausen bereits durch ihre Tätigkeit im Nachbarschaftstreff Zehntsteinweg 4 aktiv ist, nun zusätzlich  im Stadtteiltreff präsent sein. Hinzu kommt eine neue Mitarbeiterin des Caritasverbands, Frau Nicoletta Orizaris, die sich Ihnen nachfolgend kurz vorstellen wird, sowie ein weiterer Kollege, der das Team bald ergänzen wird.

So starten wir mit frischem Wind und mehr personellen Kapazitäten ins neue Jahr. Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns zu unseren Sprechzeiten oder Veranstaltungen besuchen und wir miteinander über unseren Stadtteil ins Gespräch kommen.

Abschied von Markus Fugmann:

Nach 5 Jahren im Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde werde ich ab Januar die Quartiersarbeit im Nachbarstadtteil Mooswald aufbauen. Ich blicke zurück auf 5 Jahre, in denen ich beruflich sehr viel gelernt habe, tolle Menschen kennenlernen durfte und wir einiges bewegen konnten, dank der tatkräftigen Unterstützung vieler engagierter Menschen hier im Stadtteil.

Für Vieles hat mir die Zeit gefehlt. Deshalb bin ich sehr froh, dass die Quartiersarbeit ab diesem Jahr personell besser aufgestellt ist und ich meine Arbeit in gute Hände übergeben kann.

Neue Mitarbeiterin Nicoletta Orizaris:

Liebe Stadtteilbewohnerinnen und Stadtteilbewohner,

mein Name ist Nicoletta Orizaris und seit dem 01. Januar 2020 bin ich im Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde tätig. Nach meinem Studium als Sozialarbeiterin freue ich mich, beim Caritasverband anzufangen und nun, Ihre Ansprechperson im Stadtteil zu sein.
Ich möchte Sie herzlich in unsere Sprechstunden einladen, um Sie kennenzulernen und von Ihren Anliegen und Ideen für den Stadtteil zu erfahren! Ich freue mich darauf, mit Ihnen zusammen das Zusammenleben in Betzenhausen-Bischofslinde zu gestalten.

Solidaritätsplattform #SCFreiburghilft

Das Stadtteil-Turnier am Sonntag, 24. Mai,  entfällt wegen Coronavirus!

Stattdessen hier ein Hinweis auf  die Sport-Club Solidaritätsplattform #SCFreiburghilft

Die Corona-Pandemie bringt eine Vielzahl von Unternehmen, Gastronomen und Selbstständige in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Diesen Einrichtungen will der SC Freiburg mit seiner Reichweite helfen und hat dafür die Solidaritätsplattform #SCFreiburghilft ins Leben gerufen.

Unter #SCFreiburghilft haben SC-Fans und Freiburger auf der neuen Website www.mehr-als-fussball.de die Möglichkeit, ihren Freiburger „Lieblingsplätzle“ einen Geldbetrag ihrer Wahl zukommen zu lassen, den sie sonst an einem „echten“ Spieltag im Schwarzwald-Stadion für Bratwurst und Bier ausgegeben hätten.

Ein Lieblingsplätzle kann sowohl eine Eckkneipe, ein Restaurant, ein Kiosk im Schwarzwald-Stadion oder ein Café in der Stadt sein. Selbstverständlich können aber auch in Not geratene kleine Läden, Selbstständige oder Kultur-, Freizeit- oder Sozialeinrichtungen unterstützt werden. Auch der SC Freiburg wird sich an #SCFreiburghilft finanziell beteiligen.

Der Sport-Club kooperiert bei seiner Solidarisierungsaktion mit der Crowdfundingplattform „GoFoundMe“, über die die Geldflüsse und Registrierungen laufen. Damit das Geld einem „Lieblingsplätzle“ zur Verfügung gestellt werden kann, muss sich der jeweilige Pächter, Betreiber oder Eigentümer eigenständig unter folgendem Link registrieren: gofundme.com/sign-up. 2

Los geht es mit der Aktion am Ostersamstag, ab 15.30 Uhr im Rahmen eines digitalen Spieltags, der mehrere Wochen läuft. Getreu dem Motto „Helfen statt Kicken“ ruft der Sport-Club seine Fans und alle Freiburger dabei nicht nur auf, ihren „Lieblingsplätzle“ finanziell unter die Arme zu greifen, sondern die Aktion #SCFreiburghilft auch auf allen digitalen Kanälen zu verbreiten.

Alle Informationen zu #SCFreiburghilft inklusive aller registrierten „Lieblingsplätzle“ auf einem speziell dafür angefertigten „Kärdle“ (Map) finden Sie unter: www.mehr-als-fussball.de


Die vorherige Ankündigung zum Fußball Stadtteil-Turnier 2020

Zum 900-jährigen Jubiläum der Stadt Freiburg veranstaltet der SC Freiburg am Sonntag, 24. Mai 2020 (ca. 9:00 bis 19:00), ein Fußball-Turnier für Mannschaften aus den Freiburger Stadtteilen. Jetzt sind Mitspieler_innen gesucht für das „Team Betzenhausen“. Rund um den Rasen wird es ein buntes Rahmenprogramm für Familien geben.

Bei diesem Turnier soll die alte Tradition der einzelnen Stadtteile wiederbelebt werden. Es geht uns hierbei jedoch nicht darum, dass die Stadtteile, die einen Fußballverein besitzen mit ihrer Fußballmannschaft auflaufen, sondern dass alle Bewohner des Stadtteils, die Möglichkeit bekommen Teil dieses Teams zu werden und bei Spaß an der Bewegung zusammenkommen.

Es können Freiburger Bürger ab 16 Jahren gemeinsam im Team für ihren Stadtteil spielen. Es gilt Turnier-Modus auf Kleinfeldern mit einem Torhüter und fünf Feldspielern. Gespielt wird vermutlich in der Freiburger Fußballschule oder im Schwarzwald-Stadion.

Ziel ist eine Mannschaft pro Stadtteil mit (siehe auch Infos beim SC-Freiburg):

  • Maximal 12 Spieler pro Team
  • Die Spieler müssen ihren Wohnsitz im Stadtteil haben, für den sie spielen.
  • Es müssen mindestens zwei Frauen pro Team gemeldet werden.
  • Die Spieler müssen über 16 Jahre alt sein (Stichtag: 24. Mai 2004).
  • Es dürfen maximal drei aktive Vereinsfußballer pro Team (gilt auch für AH-Spieler) mitspielen.

Wer Interesse hat im „Team Betzenhausen“ mitzuspielen möge sich bitte melden bei: Tanita Müller, E-Mail tanita.mueller89@gmail.com

Bitte angeben: Vor- und Zunamen, Alter, Adresse, Telefonnummer und Mailadresse. Aktive Vereinsspieler mögen dies bitte angeben!

Im ersten Quartal (also bis Ende März) sammeln wir die Rückmeldungen. Schöne wäre eine Mannschaft mit Spielern unterschiedlichen Alters. Wir freuen uns auf Rückmeldungen (je früher, desto besser).

Neujahrsempfang 2020

Über 150 Besucher_innen waren am 14. Januar zu unserem traditionellen Neujahrsempfang ins Bürgerhaus gekommen. Erfreulicherweise auch wieder einige Vertreter aus Nachbarstadtteilen, Gemeinderäte u.a.

Zu Gast waren in gewisser Weise auch Mozart, Schubert und Händel: wunderschön gespielt von drei Musikerinnen der Oberlin Musikschule (10,12 und 14 Jahre). Ihre Beiträge gaben diesem Neujahrsempfang einen besonders festlichen Rahmen. Dafür gab es viel Lob vom Publikum. Ganz herzlichen Dank auch auf diesem Wege an Madeleine, Lotta und Lina!

Beate Diezemann begrüßte die Besucher_innen und begann mit einem Vortrag über aktuelle Themen im Stadtteil; einige ihrer Themen: Dichte im Baugebiet Obergrün, Gaskugel, ZAK und der ungeliebte Rückbau der Sundgauallee im Stühlinger, Betzenhauser Torplatz Umbau, der verbesserte Übergang über die Strassenbahn Haltestelle dort, Freibad West u.a.

Bürgermeister Stefan Breiter war als Vertreter der Stadt Freiburg gekommen und berichtete u.a. von seiner Jugend und den damaligen Erlegnissen am Flückigersee, er erwähnte die Bundesgartenschau 1986 und auch problematische Situationen im heutigen Seepark. Grußworte überbrachten auch Ingrid Wickler (Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine) und Berthold Disch (Lehen).

Eine ganz besondere Freude war es, unserem Pfarrer Joachim Koffler zuzuhören, denn er hatte wieder etwas gedichtet bzw. gereimt. Schöner lassen sich die Themen des Abends kaum zusammenfassen; deshalb hier seine Wünsche für 2020 zum Nachlesen:

Ich wünsche Ihnen, euch und allen – ein Jahr mit ganz viel Wohlgefallen,
ein Jahr, in dem uns viel gelingt, – das Staunen und viel Neues bringt.
Ich wünsch im Hirn uns reichlich Grütze, – die unsrem Klima sinnvoll nütze.
Ich wünsch, dass Fremdenhass verschwindet, – der Trump den roten Knopf nicht findet,
dass wir im Seepark fröhlich brunchen – und irgendwann im Freibad plantschen.
Ich wünsch, dass weiter Blumen blühn – und es noch grünt im Obergrün!
Die Gaskugel, die tut uns kund, – in Betzenhausen geht es rund.
Das soll man auch in Zukunft sehn, – drum bleibt als Wahrzeichen sie stehn.
Ich wünsch uns allen mit Komfort – nen Platz am Betzenhauser Tor,
der irgendwie nicht nur vergammelt – die Leute zum Verweilen sammelt.
Und gerne würden wir genießen; – wenn einmal dort die Brünnlein fließen.
Ich wünsch uns allen frische Luft, – dass Einfallsreichtum nicht verpufft,
dass Freiburgs Freiheit wird bewundert – in Jahren weitren 9 x 100,
dass unser Horizont wird weiter – und unsre Mittel immer „Breiter“!
Dass Alt und Jung zusammenhalten – und solidarisch Welt gestalten
im Dialog der Konfessionen, – und auch verschiedner Religionen,
mit allen, die den Frieden lieben, – und nicht die Schuld auf andre schieben.
Ich wünsch Gesundheit, Freude, Trost, – für jeden, was er braucht. Und: Prost!

Zum anschliessenden Stehempfang sind fast alle Teilnehmen geblieten, es kam zu vielen Gesprächen und sicher sind auch viele neue Kontakte entstanden.


Hier der ausführliche Bericht zum NJE in der Badischen Zeitung vom 16. Januar 2020 , aufgegriffen wird insbesondere der Vorschlag von Herrn Breiter zur Neuauflage einer Gartenschau.

Die Gaskugel steht unter Denkmalschutz

Zum Jahresausklang gab es Anlass zur Freude: Das Landesamt für Denkmalpflege hat die stillgelegte Freiburger Gaskugel unter Denkmalschutz gestellt. Sie ist nun als Kulturdenkmal gemäß § 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG) anerkannt. Damit ist die Sorge, dass das Wahrzeichen des Freiburger Westens abgerissen werden könnte, vom Tisch.

Der Erhalt des 1964/65 erbauten Hochdruck-Kugelgasbehälters liegt fortan „aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse“, wie das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart mitteilte. In der Begründung werden die besondere Bauweise und die moderne Speichertechnik, aber auch der gute Erhaltungszustand gewürdigt:

[…] Für die Konstruktion des Freiburger Kugelgasbehälters wurde die Meridianaufteilung (Zoneneinteilung) gewählt, da man so beim Bau leichter die durch die Horizontalschnitte gegebenen Kreise nachmessen konnte. […] Gleichzeitig veranschaulicht er die modernere Form der Kugelgasbehälter, die aufgrund weiter entwickelter Schweißtechniken auf genietete Konstruktionen verzichteten. Er ist ein Dokument für die Geschichte der Energieversorgung der Stadt Freiburg in den 1960er Jahren, als man den Schritt vollzog, auf eine eigene Gasproduktion zu verzichten und sich dem Ferngasnetz anzuschließen.

Der Hochdruck-Kugelgasbehälter hat Zeugniswert für die Geschichte der Gasversorgung der Stadt Freiburg und allgemein für die Gasversorgung der 1960er Jahre — vielerorts haben die nicht mehr zeitgemäßen Hochdruck-Kugelgasbehälter ausgedient und werden bereits deutschlandweit abgebrochen. Das öffentliche Erhaltungsinteresse besteht zudem wegen seiner Originalität und Integrität, die sich in der guten Überlieferung des ursprünglichen Baubestandes zeigt, der im Laufe der Jahrzehnte sorgfältig instand gehalten wurde, ohne das ursprüngliche konstruktive und formale Konzept zu beeinträchtigen. Formalen Anspruch zeigt der Kugelgasbehälter nicht zuletzt durch die V-förmigen Doppelstützen.“

Offiziell verkündet wurde die Neuigkeit von OB Martin Horn beim Bürgergespräch am 16. Dezember im Bürgerhaus am Seepark, was ihm spontanen Applaus einbrachte. Mit dem Denkmalschutz ist ein wichtiges Etappenziel erreicht. Bis zu einer „sanften“, denkmalverträglichen Nutzung der Kugel und des dortigen Naturraums, wie sie das vom Arbeitskreis entwickelte Konzept vorsieht, ist es allerdings noch ein weiter Weg. Vor der Weihnachtspause haben wir einen entsprechenden Appell an knapp 80 Adressaten aus Politik und Verwaltung sowie an den Betreiber, die bnNETZE und die Badenova, gerichtet. Dr. Roland Weis, Pressesprecher der Badenova, bestätigte: „Wenn die Politik entsprechende Ziele verfolgt und planungsrechtlich möglich macht, ist bnNETZE bereit, Kugel mitsamt Grundstück zu veräußern.“ Wir sind guten Mutes!

Dr. Heike Piehler


Einen schönen Fernsehbeitrag von Baden TV zum aktuellen Stand der Gaskugel wurde am 21. Febr. 2020 ausgestrahlt; der Beitrag wird vermutlich 3 Monate online verfügbar sein.

Einen Bericht zum Denkmalschutz gibt es z.B. auch bei www.industrie-kultur.de.

Hintergründe zur Gaskugel in Betzenhausen haben wir hier zusammengestellt: Die Gaskugel hat ausgedient. Wie geht es weiter?

OB vor Ort: Bürgergespräch mit Martin Horn

Als “OB vor Ort” war Martin Horn am Montag, 16. Dez. im Bürgerhaus am Seepark. Etwa 150 Bürger waren gekommen um an dieser Möglichkeit zum Gedankenaustausch teilzunehmen und ihre Fragen zu stellen. Und der OB hatte auch einige gute Nachrichten dabei:

  • Es war die schöne Überraschung des Abends: die Gaskugel steht ab sofort unter Denkmalschutz. Die vielen anwesenden Bürger von Betzenhausen hat es gefreut. Denn das ist eine wichtige Weichenstellung; ein Abriß steht also nicht mehr ins Haus. Alles weitere zur Gaskugel gibt es hier…
  • Freibad West: Es gab die erneute Zusicherung, dass der Neubau planmäßig kommen wird (Eröffnung zur Bade-Saison 2022 ist der Plan, siehe Hintergründe hier…). Aktuell ist kein Grund für Verzögerungen zu erkennen. Eine europaweite Ausschreibung ist z.Z. in Arbeit.
  • Baugebiet Obergrün: im letzten Entwurf waren 35 Reihenhäuser mit Tiefgarage vorgesehen; also weit mehr als in den anfänglichen Überlegungen. Das führte im zu Ende gehenden Jahr zu viel Verärgerung bei den bisherigen Anwohnern, z.B. wegen Verkehrsführung, Tiefgaragen-Ausfahrt, Müllabfuhr und auch Nähe zum Bauernhof für Stadtkinder. Jetzt aber eine durchaus positive Rückmeldung: die Kritik scheint angekommen zu sein; die Pläne werden überarbeitet und in unterschiedlichen Varianten dem Bauausschuss bzw. Gemeinderat neu zur Diskussion vorgelegt. OB Horn ließ erkennen, dass die kritisierte dichte Bebauung auf eine Initiative im früheren Bauausschuss zurück ging (also nicht aus der Verwaltung kam und auch dort kritisch gesehen werde).  Ausserdem würden aktuell die letzten Gutachten erstellt, die dann Basis sein sollen für die Bewertung und Anzahl möglicher Wohneinheiten. Weitere Hintergründe zu dem Projekt siehe hier…
  • Zugesicherte Perspektive für den Verein “Bauernhoftiere Stadtkinder”: Stadtverwaltung und Verein haben sich auf einen Pachtvertrag geeinigt. Aus Kerstin Geigenbauer vom Verein äusserte sich sehr positiv über die daraus entstehenden Perspektiven: und sie machte den OB direkt auf das nächste Ziel aufmerksam, den Status als naturnaher Park (hier gibt es weitere Infos zum Verein…)
  • Zentrenaktivierungskonzept / Umbau Betzenhauser Torplatz: viel Lob gab es von Bürgern für die bisherigen Umbauten, insbesondere bei der Haltestelle Betzenhauser Torplatz. OB Horn kündigte an, dass im nächsten Schritt der Betzenhauser Torplatz angegangen wird mit Start Baumaßnahmen im nächsten Herbst (Okt. 2020).
  • Kritik kam von mehreren Bürgern zu Radfahr-Situation insbesondere der Erreichbarkeit des Westens: es fehlt die durchgängige Wegeführung, und dann sind es auch noch “Buckelpisten”. OB Horn verwies auf die hohe Priorität des Radverkehrs und 70 Radprojekte, die aktuell in Bearbeitung sind.
  • Mehrfach wurde der OB auf die weitere Baumaßnahmen und Verdichtung im Stadtteil angesprochen und sprach in Folgen dessen von “Grenzen der Innenentwicklung“.

Zuvor hatte Herr der OB einen bewusst kleinen Kreis zum Akteursgespräch in das neue Stadtteiltreff eingeladen (Platz am Bischofskreuz). Ca. 25 Vertretern von Vereinen und Institutionen (Schulen, Kirchen, Jugendarbeit, Polizei…) waren beteiligt: mit Lob, manchmal auch Tadel und Wünschen.

In Stichworten und zufälliger Reihenfolge einige Themen, die oben nicht noch nicht aufgeführt sind: Sporthallen-Belegung, Mülleimer im Stadtteil, Streetworker, Schulhofgestaltung GHS, Sicherheit Seepark u.a. / Einbrüche, möglicher Umbau/Erweiterungsbau St. Albert als Pflegeeinrichtung, Säule am Torplatz, Gedeckelte Mieten, Erschwerter Einstieg in StaBa für Menschen mit Rollstuhl, Auswirkungen der Kappung Sundgauallee im Stühlinger, StuSie Begrünung / Solar, Öffentliche Toiletten im Seepark, Alkoholverkauf nach 22:00 Uhr, Mietkosten bei Umzug in kleinere Wohnungen, Lärm Zubringer, Forst-Pavilion / Forsthaus am Seepark (Verwahrlosung, Nutzung),…

Der Bürgerverein bedankt sich ganz herzlich bei allen Teilnehmern für den offenen Gedankenaustausch.


Hier ergänzend der Bericht im Freiburger Amtsblatt, Ausgabe 759 vom 17. Januar 2020.

Der Runde Tisch “Umwelt”

Als ein Ergebnis der Stadtteilkonferenz im November 2019 ist in Betzenhausen ein Runder Tisch “Umwelt” entstanden; nächstes Treffen ist am Mi. 12.02.2020 von 18:30 – 20:30 Uhr im Stadtteiltreff
Bei diesem Runden Tisch treffen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie verschiedene Institutionen des Stadtteils um sich für mehr Artenvielfalt und ein höheres Umweltbewusstsein in Betzenhausen-Bischofslinde einzusetzen. Schritte, die ins Auge gefasst werden:
  • Information der Öffentlichkeit, z.B. über Bürgerblättle (Tipp des Monats), Musterbalkon im Stadtteilschaufenster usw.
  • Praktische Umwelt-Projekte: Nistkästen, Blumenstreifen,…
  • Erstellung Überblick über bestehende Angebote und Akteure (im Themenfeld) im Stadtteil
  • u.a.
Interessierte im Stadtteil sind herzlich eingeladen, sich einzubringen und z.B. an regelmäßigen Treffen teilzunehmen.

Das nächste Treffen des Runden Tisch “Umwelt”: Mi. 12.02.2020 von 18:30 – 20:30 Uhr, Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde am Bischofskreuz 4.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Über eine Rückmeldung an stadtteiltreff-bb@caritas-freiburg.de würden wir uns jedoch freuen.

Damit es im Stadtteil piepst und zwitschert – Spendenaufruf für den Vogelschutz

Das bundesweite Artensterben und der Vogelrückgang beschäftigten im vergangenen Jahr auch den Bürgerverein-Betzenhausen Bischofslinde. Mit dem neu gegründeten „Runden Tisch Umwelt“ wollen wir tätig werden und durch das Anbringen von Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse an Bäumen auf öffentlichen Grünflächen die hiesigen Populationen fördern. Davon profitieren zum Beispiel Haussperling und Kohlmeise, aber auch Hausrotschwanz, Kleiber, Zwergfledermaus und viele mehr!

Zudem möchte der Bürgerverein in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Freiburg und hiesigen Vogelexperten den Turmfalken im StuSie-Gelände fördern. Hierfür sollen zwei Nistkästen für den eleganten Mäusejäger an den Hochhäusern angebracht werden. Ein Kasten wird freundlicherweise von Matthias Schmidt von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz zur Verfügung gestellt. Dies Kosten für den zweiten Kasten wird der Bürgerverein übernehmen.

Aber weitere Nistkästen für Singvögel und Fledermäuse brauchen Ihre Unterstützung. Wir bitten um Spenden auf das Konto des Bürgervereins.

Wir möchten uns im Namen der Vögel und auch der Bürger schon im Voraus bedanken, denn: Artenvielfalt bereichert unser aller Lebensqualität!

Kerstin Geigenbauer (Runder Tisch Natur)

50 Jahre St. Albert Kirche

Im Normalfall kümmert sich der AK Bauen und Wohnen eher um laufende Projekte. Zum besondere Jubiläum der St. Albert Kirche wollen wir aber doch auch mal zurückschauen.

Hand aufs Herz: Welche Bilder, welche Begriffe fallen Ihnen ein, wenn Sie an den Kirchenbau der 1960er und 1970er Jahre denken? Wenig schmeichelhafte? Höchste Zeit, das zu ändern!“. So beginnt ein Prospekttext zur Wander-Ausstellung “Zwölf Kirchenbauten”, die im Januar 2020 in der St. Albert Kirche zu sehen ist.

Die Ausstellung entstand mit den Projektpartnern der evangelischen und katholischen Landeskirchen, unterstützt von der Wüstenrot-Stiftung. Von Juli 2019 bis Juni 2020 tourt sie quer durchs Land und wird nacheinander in allen zwölf Kirchen gezeigt. So wird auch St. Albert zu einem „begehbaren Kunstwerk“. Die anderen elf Bauten können die Besucher/innen in der Kirche auf vier Tischen in Form von 3D-Drucken, virtuellen 360°-Panoramen und historischem Bildmaterial entdecken.

ZWÖLF – Kirchenbauten der Nachkriegsmoderne in Baden-Württemberg:
Ausstellung in der Kirche St. Albert, 04. – 30. Januar 2020, tägl. 9:00 – 17:00 Uhr geöffnet, Eintritt frei.

Alle zwölf Kirchen zeugen von einer theologischen und architekturgeschichtlichen Umbruchszeit, aber auch von Fortentwicklung: Liturgische Neuordnungen, ein ästhetischer Wandel und ingenieurtechnische Leistungen führten zu virtuosen Raumschöpfungen aus raffinierten Formen und geschickt eingesetzten Materialien. Ein eher selten umgesetzter Lösungsvorschlag war der Zentralbau. Bei St. Albert hat ihn Erwin Heine als sternförmiges, kronenartiges Faltwerk über einem kreisrunden Raum auf quadratischer Basis verwirklicht – die Quadratur des Kreises. St. Albert ist eine Neuinterpretation gotischer Strukturen, konstruktiv und materialtechnisch ganz auf der Höhe der Zeit, denn man arbeitete mit vorproduzierten und auf der Baustelle montierten Beton-Fertigteilen.

Etwa 1.000 Kirchenbauten wurden zwischen 1960 und 1980 in Baden-Württemberg errichtet. Rund 150 Kirchen sind – wie St. Albert – inzwischen denkmalgeschützt.

Stichwort zu Planung/Bau der Kirche St. Albert:

  • 1967 Grundsteinlegung, 1969 Weihe, 1970/71 Kindergarten und Gemeinderäume.
  • Architekt: Erwin Heine; Bauleiter: Rudolf Feßler; Baustatische Berechnungen: Ingenieurbüro G. Holfelder.
  • Beteiligte Künstler: Kurt Frank (Entwurf Betonglasfenster); H. G. Schmidt (Ausführung Betonglasfenster); Bruno Knittel (Tabernakel, Ambo, Altarleuchter); Kemter (Taufbrunnendeckel, Apostelleuchter).

Weitere Informationen: www.zwoelf-kirchen.de und www.se-freiburg-nordwest.de

 

Gedanken zu Zigarettenkippen

Beitrag aus Bürgerblättle 258 (Okt. 2019)


Während unseres Urlaubs wurde ich auf die Möglichkeit einer einfachen Entsorgung/Sammlung dieser lästigen und hochgiftigen Abfallprodukte unserer rauchenden Mitmenschen in einem Naturschutzgebiet hingewiesen.

Das hat mich veranlasst, über diese SONDERMÜLLBELASTUNG nachzulesen. Was ich da erfahren musste, hat mich sehr erschreckt. Als ehemalige Raucherin bin ich mir bewusst, welche Wirkung diese Glimmstängel auf die Gesundheit haben können. Vor fast 40 Jahren hat mich dieser gesundheitliche Aspekt dazu bewogen damit aufzuhören. Dass man als Raucher nicht nur sich selbst, sondern die Mitmenschen durch Passivrauchen schädigt ist mir bekannt.

Doch die toxischen Wirkungen der Zigarettenkippen auf das Grundwasser waren mir in diesem Ausmaß nicht geläufig. Täglich kann man sie x-fach an jeder Ecke und vor allem an den Haltestellen sehen. Achtlos weggeworfen und oft auch direkt in die Abflüsse, oder unsere geliebten Bächle, in denen die Kinder so gerne spielen. Damit werden die giftigen Substanzen noch schneller ausgewaschen. Jeder Regen spült die auf der Straße liegenden Kippen aus und so gelangen die Gifte in unseren Wasserkreislauf. Zigarettenfilter bauen sich sehr langsam über viele Jahre ab. Das bedeutet, dass über die Jahre viele toxische Stoffe an die Umwelt abgegeben werden.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden jährlich etwa 5,6 Billionen Zigaretten geraucht. Davon sollen 4,5 Billionen nicht im Aschenbecher oder in der Mülltonne landen. Ein 680.000 Tonnen großer Müllberg würde lt. WHO-Schätzung daraus entstehen. Dabei wäre es ein für alle vertretbarer Kompromiss, wenn die rauchenden Mitmenschen Ihre Zigarettenstummel in tragbaren Behältern (Taschenaschenbecher/kleine Schachtel) umweltgerecht zuhause entsorgen würden.

Helfen Sie mit auf diese Weise für sauberes Grundwasser und einen sauberen Stadtteil zu sorgen. DANKE!

Beate Diezemann