Beiträge aus Bereich Soziales

Lehen: 50 Jahre Eingemeindung

Es gibt viel Gemeinsames in der Geschichte von Lehen und Betzenhausen: zwei Dörfer, die nach früheren Verhältnissen nah beieinander lagen aber weit weg waren von Freiburg. So gab es z.B. über lange Zeit eine gemeinsame Schule und auch an den Bundschuh-Aufstand im Jahr 1513 wurde 500 Jahre später gemeinsam erinnert (siehe Beitrag hier).

Betzenhausen wurde schon 1908 ein Stadteil von Freiburg und ermöglichte dadurch der Stadt eine weite Ausdehnung in Richtung Westen. Am 1. Sept. 1971 folgte die selbstständige Ortschaft Lehen, die seither zu Freiburg gehört. Heinz Scherer als damalige Lehener Bürgermeister und Freiburgs Oberbürgermeister Eugen Keidel unterzeichneten im neuen Ratssaal der Stadt den Eingemeindungsvertrag. Die Ortschaftsverfassung schrieb fest, dass wichtige Teile der Verwaltung in der Gemeinde verbleiben und der Ortsvorsteher im Freiburger Gemeinderat ein Mitspracherecht hat.

Lehen ist gleichzeitig Stadtteil und Bezirk, hat einen zwölfköpfigen Ortschaftsrat und eine eigene Ortsverwaltung. Und Lehen konnte sich bis heute als Randbezirk der Stadt seinen dörflichen Charakter bewahren:  Einfamilien- und Reihenhäuser mit Gärten prägen den Ortsteil. Sport und Freizeitmöglichkeiten bieten das Hallenbad Lehen, die Naherholungsgebiete Lehener Bergle und Bereiche des Stadtwalds sowie zahlreiche Vereine – einer der bekanntesten davon ist der Bundschuh zu Lehen e. V.

Heute (2021) hat Lehen ca. 2500 Einwohnerinnen und Einwohner. Bald dürften es mehr werden, denn nach langer Vorbereitungszeit wird in den nächsten Jahren das Baugebiet Zinklern realisiert (siehe unseren Beitrag dazu).

Siehe ausführlichen Bericht in der Ausgabe Nummer 798 des Freiburger Amtsblattes.

Quartiersarbeit in Betzenhausen

Was ist Quartiersarbeit?

Die Quartiersarbeiterinnen vor dem Stadtteiltreff, v.l.n.r. Hanna Brockmann und Katharina Becker

Die hauptamtlich Mitarbeitenden sammeln die Anliegen und Ideen der Bewohnerinnen und Bewohner, vernetzen bestehende Angebote und entwickeln sie gemeinsam mit den Ehrenamtlichen und sozialen Akteurinnen und Akteuren weiter. Dabei bietet das Quartiersbüro außerdem eine Anlaufstelle für allgemeine (Erst-)Beratung und Unterstützung mit einem besonderen Schwerpunkt auf niederschwelligen Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Seniorinnen und Senioren und deren Angehörige.
Quartiersarbeit will im Grundsatz die Teilhabe und Beteiligung aller Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil sicherstellen und die Lebensbedingungen im Stadtteil verbessern.

Ihre Anlaufstelle im Quartier:

Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde,  Am Bischofskreuz 4 (siehe Flyer)

Leitung: Katharina Becker, Telefon Telefon (07 61) 89 75 83 15,  stadtteiltreff-bb@caritas-freiburg.de

Sprechzeiten im Stadtteiltreff:

  • Montag 10–13 Uhr (mit Katharina Becker)
  • Dienstag 14–18 Uhr (mit Hanna Brockmann)
  • Donnerstag 9–12 Uhr (mit Katharina Becker)
  • oder nach Vereinbarung

Die Quartiersarbeiterinnen stellen sich vor

Katharina Becker

Seit Januar 2020 leite ich den Stadtteiltreff am Bischofskreuz. Meinen Start in der Quartiersarbeit hatte ich bereits im Studium. Während meines Studiums der Sozialen Arbeit an der Dualen Hochschule arbeitete ich in der Quartiersarbeit der Stadt Kehl. Meine Freude an diesem Tätigkeitsfeld behielt ich auch während meines Masterstudiums an der Evangelischen Hochschule in Freiburg, sodass ich im März 2019 als Quartiersarbeiterin im Nachbarschaftstreff Zehntsteinweg des Caritasverbands Freiburg-Stadt e.V. anfing. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem damaligen Quartiersarbeiter im Stadtteiltreff, war mir der Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde schon sehr vertraut.

Daher freue ich mich sehr, dass ich seit dem 01.01.2020 Ihre Ansprechperson hier im Stadtteil sein darf. Die Bewohnerinnen und Bewohner und der ganze Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde sind mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen.

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen. Kommen Sie mich doch gerne mal in meinen Sprechzeiten am Montag 10-13 oder am Donnerstag 9-12 Uhr im Stadtteiltreff besuchen. Auch telefonisch oder per Mail bin ich natürlich gerne für Sie da.

Hanna Brockmann

Ich freue mich, dass ich seit dem 01.03.2021 im Stadtteiltreff am Bischofskreuz, des Caritasverbands Freiburg Stadt e.V. beschäftigt bin. Zusammen mit Katharina Becker bin ich dort ihre Ansprechpartnerin für alle Anliegen, Wünsche und Ideen, die Betzenhausen-Bischofslinde betreffen.

Ich bin ursprünglich Gymnasiallehrerin und habe sowohl mit Kindern und Jugendlichen als auch in der Betreuung von Seniorinnen und Senioren Berufserfahrung sammeln dürfen. Zuletzt habe ich in meiner Elternzeit ein längeres Praktikum in der Quartiersarbeit in Freiburg-Haslach absolviert. Berufsbegleitend studiere ich Soziale Arbeit.

Mir ist es besonders wichtig, dass es im Stadtteil ein Miteinander und ein füreinander Dasein gibt. Ich lade Sie herzlich ein, dienstags in meiner Sprechstunde zwischen 14 und 18 Uhr vorbeizukommen und auch telefonisch oder per Mail bin ich gerne für Sie da.

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen!


Generelle Angebote im Stadtteiltreff

  • Erstberatung bei persönlichen Anliegen oder Problemen
  • Beratung zu ehrenamtlichem Engagement im Stadtteil
  • Suche-Biete Börse, z.B. gemeinsame Walking Gruppe, Nachhilfe etc.
  • Ausgabe der Freiburger Familien-Card
  • Ausgabe von Gelben Säcken
  • Ausgabe von diversem Infomaterial zu Unterstützungsangeboten
  • Notfalldosen gegen kleine Spende für den Stadtseniorenrat erhältlich
  • Annahme alter Handys, Brillen (ohne Etuis), Hörgeräte, Tintenpatronen, Tonerkartuschen, und Weinkorken aus Kork für einen guten Zweck
  • Anmeldestelle für „Kulturwunsch Freiburg“, der kostenfreie Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen für Menschen mit geringen Einkommen ermöglicht
  • Aktivitäten, Angebote, Termine werden regelmäßig im Bürgerblättle veröffentlicht und sind auch im Aushang beim Stadtteiltreff zu finden.

Besondere Angebote darüber hinaus im Stadtteiltreff

  • Sozialsprechstunde für Senioren und Angehörige
    • 1x im Monat bietet Frau Hasler von der Projektstelle „Älter werden im Nordwesten“ älteren Menschen und deren Angehörigen eine individuelle Informationsmöglichkeit über sämtliche Hilfen im Alter (ambulant, teilstationär, stationär)
    • Sie berät zu individuellen Lebenssituationen, über Finanzierungsmöglichkeiten (sozialrechtliche Leistungen) und bietet Begleitung durch Gesprächsangebote, Hilfe bei Antragsstellung und deren Durchsetzung.
    • Die Beratung ist kostenlos, konfessionsunabhängig, und unterliegt der Schweigepflicht
  • Begegnungscafé
    • Jeden Donnerstag von 15-17 Uhr im Stadtteiltreff
    • Es gibt Kaffee, Kuchen und Gespräche
  • Mittagstisch
    • Mittwochs von 12 – 14 Uhr
    • Das frisch gekochte Essen wird vom St. Anna Stift geliefert und kostet 5,50€. Anmeldung ist nicht erforderlich. Es gibt jedoch eine begrenzte Anzahl an Menüs.
    • Nähere Informationen werden im Schaufenster ausgehängt oder können telefonisch erfragt werden.
  • Nähwerkstatt des Mosaik-Netzwerks
    Jeden zweiten Montagnachmittag treffen sich die Teilnehmenden der Nähwerkstatt im Stadtteiltreff zum gemeinsamen Nähen und Miteinander ins Gespräch kommen.
  • Wechselnde Vortragsreihen
  • Gemeinschaftsgarten im Quartier Zehntsteinweg/Runzmattenweg
  • Mosaik-Netzwerk
    • Projekte zur Integration in den Stadtteil
    • Raum für Kontakt, Gespräche und Zeit um Deutsch zu lernen.
    • Mosaik am Mittwoch:
      Begegnungcafé  mit Geflüchteten, Mittwochs von 16-18 Uhr im Haus Albert, Sundgauallee 9. Zeit für Kontakt, Gespräch, Nachhilfe-Unterricht, Musik, Ausflüge planen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
    • Weitere Angebote und Projekte:
      Freizeitgruppe, Nähwerkstatt, Kulturpatenschaften und die Wandergruppe (in Kooperation mit den NaturFreunden Freiburg)
  • Runder Tisch Umwelt in Betzenhausen-Bischofslinde:
    • Austauschgremium zu Umwelt- und Naturfragen im direkten Wohnumfeld.
    • Es nehmen verschiedene Institutionen und Privatpersonen aus dem Stadtteil teil

Über wechselnde Angebote und Projekte informieren wir u.a. über unser Schaufenster oder im „Bürgerblättle“. Gerne können Sie sich auch immer persönlich oder telefonisch bei uns über aktuelle Angebote informieren.

Corona-Hinweis: Aufgrund des wechselnden Infektionsgeschehens bitten wir Sie, sich jeweils aktuell im Stadtteiltreff zu erkundigen, welche Angebote stattfinden können.

Historie des Stadtteiltreffs von Betzenhausen-Bischofslinde

Die Quartiersarbeit hat sich seit ihrem Start 2013 in Betzenhausen etabliert. Damals noch an einem anderen Standort. Denn bis 2019 hatte der Stadtteiltreff seinen Platz in den Räumlichkeiten der katholischen Pfarrgemeinde St. Albert an der Sundgauallee (siehe Bericht zur Eröffnung).

Seit Mitte 2019 ist der Stadtteiltreff in seinen neuen Räumlichkeiten, ganz zentral, am Bischofskreuz 4 zuhause und ist jetzt mittendrin – umgeben von Geschäften und Wohnungen!(siehe Bericht zum Umzug).

Seit Januar 2020 sind wir außerdem, dank eines höheren Stellendeputats, nun zu zweit im Stadtteiltreff und freuen uns, jetzt noch mehr Zeit für Sie zu haben!

Entfernen von Graffiti

Juni 2021 Update: Leider gab es nur wenig Rückmeldungen bezüglich Graffiti auf Hauswänden.

Glücklicherweise wurde vom Verein Sicheres Freiburg e. V. trotz des Haushaltbeschlusses des Gemeinderates beschlossen, das Solidarmodell auch zukünftig stattfinden zu lassen, da die Arbeit als solches durch die Maler/innen ehrenamtlich durchgeführt wird, und der Verein lediglich die Kosten für die Farbe übernimmt.


Mai 2021: Aufgrund des Haushaltbeschlusses Ende April wird es dieses Jahr zum letzten Mal die Möglichkeit geben, dass private Eigentümer illegales Graffiti kostenlos von ihren Häusern entfernen lassen.

Illegale Graffiti stellen eine Sachbeschädigung dar, schädigen das Image der Stadt und verursachen hohe Kosten.  Durch das Entfernen von illegalen Graffiti kann das Erscheinungsbild des Stadtteiles verbessert werden. Deswegen organisiert der Verein Sicheres Freiburg e.V. seit 2007 zusammen mit verschiedenen Betrieben der Malerinnung Freiburg-Müllheim das Entfernen von Graffiti: Gefördert durch den „Fördertopf legale und illegale Graffiti“ der Stadt wird die Farbe bezahlt mit der die Maler*innen ehrenamtlich und deswegen für die Hausbesitzer kostenlos illegale Graffiti überstreichen.

Leider hat der Gemeinderat Ende April mit dem Beschluss des Doppelhaushalt 2021/22 entschieden die Förderung zu streichen, um Geld zu sparen. Private Eigentümer, die kostenlos illegale Graffiti von ihren Häusern entfernt haben möchten, sollen sich deshalb zur Koordination der Aktion bis zum 15. Juni beim Bürgerverein melden.

Weitere Informationen über die Aktion können unter www.sicheres-freiburg.de gefunden werden.

 


Rückblick 2019

Anti-Graffiti Aktion in Betzenhausen-Bischofslinde: Am 11.05.2019 fand zum 15.ten Mal der Aktionstag  Solidarmodell „Anti-Graffiti“ in Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde statt.

An 15 Objekten wurden bei der diesjährigen Aktion Illegale Graffiti im Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde durch ehrenamtliches Engagement der Malerbetriebe entfernt. Die Federführung hatte wieder der Verein Sicheres Freiburg e. V. der den Aktionstag gemeinsam mit dem Bürgerverein Betzenhausen – Bischofslinde, der Malerinnung Freiburg/ Müllheim, der Polizei, der Jugendhilfe im Strafverfahren, der VAG und vielen weiteren Akteuren organisierte.

Farbschmierereien verursachen nicht nur einen hohen wirtschaftlichen Schaden, sie sind auch ein Straftatbestand. Sie verärgern ebenso Hauseigentümer, Mieter und häufig auch Besucher, die ihr Bedauern ausdrücken über die negative Veränderung des Stadtbildes. Die Folge: Man fühlt sich im eigenen Stadtteil zunehmend unwohl und im schlimmsten Fall sogar bedroht, da das subjektive Sicherheitsgefühl dann oftmals beeinträchtigt ist. Nach der Reinigung und dem neuen Anstrich wirken die Zu- und Abgänge freundlicher und heller.

Dank der guten Zusammenarbeit aller Kooperationspartner konnten nach der Begrüßung und Eröffnung der Aktion durch den Ersten Bürgermeister Herrn von Kirchbach in diesem Jahr wieder viele Objekte, deren Eigentümer der Reinigung zugestimmt haben, in diesem Stadtteil gereinigt werden.

Auch die VAG, die den Aktionstag seit Anbeginn unterstützt, beteiligte sich mit der Reinigung ihrer Haltestellen in dem Stadtteil.

Es wurden auch umfangreiche Reinigungen in Abstimmung mit dem Garten- und Tiefbauamt durch die gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH unter anderem im Seepark durchgeführt. Auch hier wirkt alles viel heller, gepflegter und freundlicher. Das subjektive Sicherheitsgefühl wir dadurch gestärkt und es entsteht eine positive Wahrnehmung aller Besucher, sei es aus Freiburg oder dem Ausland.

Trotz schlechter Wetterprognose konnten alle Arbeiten im Trockenen erledigt werden. Unser Dank gilt allen Akteuren, die durch ihr großes, ehrenamtliches Engagement diesen Aktionstag ermöglichten.

Für alle an diesem Aktionstag gereinigten Flächen gibt der Verein Sicheres Freiburg e.V. eine 3-monatige Nachstreich Garantie: Sollte in den nächsten drei Monaten an den gereinigten Flächen Sachbeschädigungen durch Beschmierungen auftreten, werden diese umgehend beseitigt. Dazu bitte einfach eine formlose Meldung, am besten per Mail an diese Adresse:

Kontakt: Sicheres Freiburg e.V., Mark Bottke, Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg, Tel.: 0761 2927 2098, eMail: info@sicheres-freiburg.de

Hier die ausführliche Pressemitteilung zum Solidarmodell von Sicheres Freiburg mit Bildern aus unserem Stadtteil. Konzept und Fotos der letzten Aktionstage finden Sie auf der Homepage des Vereins unter www.sicheres-freiburg.de.


Grundsätzliches zur Beseitigung illegaler Graffiti

Private Eigentümer/innen, die Graffiti an ihren Gebäuden fachmännisch durch Ansprechpartner der Malerinnung entfernen lassen, erhalten die Absicherung, dass innerhalb eines halben Jahres die Kosten zur Beseitigung einer erneuten Sachbeschädigung durch Graffiti bis zu zwei Mal durch die Stadt Freiburg übernommen werden. Seit 2018 hilft der Verein Sicheres Freiburg im Auftrag der Stadt Freiburg den betroffenen, privaten Eigentümern.

Hierbei übernimmt der Verein unter bestimmten Bedingungen die Kosten zur Beseitigung illegaler Graffiti. Weitere Informationen finden Sie hier: Anti-Graffiti-Kostenübernahme


Legale Graffiti

Der Verein “Sicheres Freiburg e. V.”  fördert auch legale Street-Art- und Kunstprojekte. Auf der Homepage unter www.freiburg.de/graffiti sind diejenigen Orte in Freiburg aufgeführt, an denen Farbe erlaubt ist, und welche Regeln dabei zu beachten sind. Freigegebene Flächen sind in Betzenhausen z.B. die Unterführung Berliner Allee bei den Schrebergärten, aber auch die drei Unterführungen unterhalb der Sundgaualle.


Juli 2019: Neue Initiative „Graffiti-Alarm – Für ein schönes Stadtbild“.

Hintergrund: Viele Kommunen kämpfen mit illegalen Graffiti, laut einer Studie des Deutschen Städtetags summieren sie sich bundesweit alljährlich auf 200 Millionen Euro. In Freiburg hat die Stadt 2018 rund 238.000 Euro für die Beseitigung der Schäden allein auf eigenen Objekten ausgegeben.

Bei einer Info-Veranstalltung der Stadtverwaltung zur illegalen Graffiti haben sich sich 15 Freiburger Institutionen zur neuen Initiative „Graffiti-Alarm – Für ein schönes Stadtbild“ zusammengeschlossen, um verstärkt gegen illegale Graffiti vorzugehen und sich künftig mit Erfahrungs- und Fachwissen gegenseitig zu unterstützen. Ziel der Initiative: Das Stadtbild soll verbessert werden. Aktuell beteiligt sind u.a.: Justiz, Polizei, FWTM, Verband Haus & Grund Freiburg, Wohnungsunternehmen (z.B. Bauverein Breisgau eG, Freiburger Stadtbau GmbH, Heimbau Breisgau eG, Vonovia), VAG, Stiftungen der Erzdiözese Freiburg, Evangelische Kirche, Amt für Vermögen- und Bau BW (Universitäts- und Landesgebäude).

Hier ist die vollständige Pressemitteilung “Graffiti Alarm” zu finden.

2. Rainforest Run Freiburg

Seepark 11.06.2021- 20.06.2021: Der Leichtathletik Club Freiburg veranstaltet zusammen mit Studierenden der Universität Freiburg im Juni einen Spendenlauf für den Amazonas-Regenwald. Oberbürgermeister Martin Horn ist Schirmherr des 2. Rainforest Run Freiburg. Alles weitere unter : www.rainforestrun-freiburg.de


Laufen und die artenreichsten Wälder dieser Erde schützen?

Unter dem Motto „Running for future“ lädt der Rainforest Run Freiburg zum Laufen, Walken und zum Engagement für den Regenwald- und Klimaschutz ein.

Zurzeit fallen viele Sportveranstaltungen aus. Eine Abwechslung im Alltag und einen Anreiz zum Sporttreiben bietet der coronakonforme Freiburger Spendenlauf im Seepark.

Bereits im vergangenen Jahr sind über 370 Läuferinnen und Läufer für die Erhaltung des Regenwaldes in Sumatra an den Start gegangen. Dieses Jahr sollen Startgelder und Spenden nach Bolivien gehen. Der Wald in der Region Bajo Paragua, Lebensraum zahlreicher Tierarten sowie der indigenen Guarasug‘we-Gemeinde, ist zunehmend von Abholzung und Feuer bedroht. Um weitere Zerstörung zu verhindern, will die Regenwaldstiftung Rainforest Trust, gemeinsam mit lokalen Organisationen und indigenen Gemeinden, Schutzgebiete schaffen, damit der Wald erhalten werden kann. Das Team des Rainforest Run Freiburg möchte ebenfalls einen Beitrag leisten und freut sich über zahlreiche Teilnehmer/innen.

Die Strecke verläuft einmal um den Flückigersee. Läuferinnen und Läufer können selbst wählen, ob sie nur eine halbe Runde (1,1 km) laufen oder den See mehrmals umrunden möchten – bis zu 8,8 km sind möglich. Auf der Strecke sind feste Zeitnahmepunkte installiert. Die Zeiten werden automatisch erfasst und direkt in die Online-Ergebnisliste hochgeladen, wo sie live mitverfolgt werden können.

Wer nicht in Freiburg ist, kann trotzdem teilnehmen. Bei der Option „Lieblingsstrecke“ erfolgt der Upload der Zeiten selbstständig und manuell. Der Lauf kann einfach mit der Smartwatch, dem Smartphone oder per Hand getrackt werden. Die Ergebnisse werden dann über einen Link, den die Läuferinnen und Läufer bei der Anmeldung erhalten, hochgeladen.

Ob alleine oder als Team, ob walken, gehen oder laufen – für alle ist etwas dabei. Das Anmeldeportal ist bis zum 18. Juni geöffnet. (Anmeldungen unter https://www.rainforestrun-freiburg.de/) Die Startgelder kommen dem Schutz des Amazonas-Regenwaldes zugute. Zusätzliche Spenden sind ebenfalls möglich. Mit nur 2,40 € kann ein Hektar Tropenwald geschützt werden!

Rebecca Roßberg und das Team vom Rainforest Run Freiburg,E-mail: rainforestrun-freiburg@gmx.de


Ein Beitrag aus Bürgerblättle 267 Juni/Juli 2021

Siehe auch Beitrag bei fudder.de: der Rainforest Run sammelt dieses Jahr Spenden für Bolivien

Neugestaltung Spielplatz Wiechertstrasse

Akueller Stand Mai 2021:  SO WIRD ES NUN

In den vergangenen Wochen gab es einige Rückmeldungen auf die Entwurfsvorstellung des Spielplatzes Wiechertstraße. Soweit möglich haben die Mitarbeiter_innen des Garten- und Tiefbauamtes  diese aufgegriffen und das Konzept in Teilen angepasst. Der grundsätzliche Planungsgedanke der Flächenentsiegelung mit Quartierskommunikation und Trampolinen wurde von den Nutzer_innen positiv bewertet und bleibt daher erhalten: siehe finaler Plan Spielplatz Wiechertstraße (pdf).

Nach intensiver Prüfung hat sich indes bestätigt, dass das über 40 Jahre alte Kletteroktogon trotz aller „Verteidigung“ aus sicherheitstechnischen Gründen nicht erhalten werden kann. Um den Forderungen nach Erhalt des Spielangebotes dennoch Rechnung zu tragen, wird es anstelle der ursprünglich angedachten Calisthenics-Kletteranlage durch eine gestalterisch ähnliche – jedoch sicherheitstechnisch aktuelle, deutlich modernere und vielfältigere – Kletterkugel ersetzt. Gebogene Rohre aus Edelstahl dienen zusätzlich zum Kletterkubus als „Geländer- Rutschen“, eine „Feuerwehrstange“ ermöglicht einen weiteren, kletterfreien Abgang. Zwischenpodeste aus Gummimatten ermöglichen bei Bedarf auch motorisch eingeschränkten Kindern das Spiel innerhalb des für sie sonst nur schwer wahrnehmbaren Seilkubus und bringen zusätzliche Abwechslung in die Kletterrunde.

Um auch generationsübergreifende Kommunikation zu ermöglichen, werden künftig 2 „richtige“ Bänke zum gemeinschaftlichen Verweilen einladen. Das platzsparende Konzept der Sitzbalken, die gleichzeitig die als gefährlich empfundenen Steinkanten der vorhandenen Hochbeete entschärfen werden, bleibt parallel dazu erhalten.

Im Anschluss an die nun anstehenden, technischen Detailplanung, Ausschreibung und Lieferzeit der Spielgeräte ist die Umsetzung für den kommenden Herbst/Winter vorgesehen.


Zusammenfassung

Der Spielplatz Wiechertstrasse liegt etwas unscheinbar im „im Hinterhof“ und ist deshalb auch eher wenig bekannt. Und er ist in die Jahre gekommen. Deshalb hat das Garten und Tiefbauamt (GuT) angeboten, diesen Spielplatz neu zu gestalten.

Nach einer ersten Termin zur Bürgerbeteiligung hat das GuT einen Gestaltungsvorschlag erarbeitet, der auch die gegebenen Rahmenbedingungen berücksichtigt (wie z.B. Feuerwehrzufahrt). Siehe auch Beitrag im Bürgerblättle April/Mai 2021.

Hier die zugehörige Projekt-Seite beim Garten und Tiefbauamt der Stadt Freiburg.


Stand März 2021: Vorstellung Gestaltungsentwurf

Nachfolgend die Ausführungen des GuT zu SPIELPLATZ WIECHERTSTRASSE – ENTWURFSVORSTELLUNG

Die anhaltenden Pandemiebeschränkungen erlauben es leider immer noch nicht, die bei Spielplatzumgestaltungen sonst üblichen Beteiligungstermine mit Treffen vor Ort stattfinden zu lassen. Doch allmählich muss es mit dem Spielplatzprojekt „Wiechertstraße“ weiter gehen – und Ihre Meinung ist uns dabei weiterhin wichtig! Daher wählen heute diesen Weg, um unseren Planungsprozess transparent zu machen.

Aufgrund der langen Lieferzeiten für Spielgeräte ist geplant, die Umbauarbeiten voraussichtlich im 4. Quartal des Jahres durchzuführen. Konstruktive Anmerkungen zum nachfolgend beschriebenen Gestaltungskonzept können Sie gerne bis zum 15. April 2021 per mail an das Garten und Tiefbauamt (GuT@stadt.freiburg.de) senden. Wir prüfen dann, inwiefern diese im Rahmen der fachlichen und verfügbaren Möglichkeiten berücksichtigt werden können.

AUSGANGSSITUATION

In den vergangenen 40 Jahren hat sich auf dem Spielplatz Wiechertstraße kaum etwas verändert. Die Fläche ist mit Betonpflaster und Fallschutzplatten aus Kunststoff fast vollständig versiegelt, ein grüner Rahmen aus Kastanienbäumen „verhockt“ in allzu kleinen, hochbeetartigen Baumscheiben. Das einzige Spielelement ist ein Oktogon aus Stahl mit integriertem Kletternetz, das nach all den Jahren jedoch abgespielt ist. Die alten Fallschutzplatten haben die erforderliche Elastizität verloren und biegen sich, so dass problematische Stolperstellen entstehen. Auch die vorhandenen Sitzbänke und der Abfallbehälter am Rand der Fläche haben schon bessere Zeiten gesehen.

Um auf dem Platz wieder eine zeitgemäße Gestaltung zu ermöglichen, wurde die Fläche in das Vorhaben „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier (SIQ) – Sanierungsgebiet Betzenhausen- Bischofslinde“ aufgenommen und wird nun von Bund und Land mit Städtebaufördermitteln unterstützt. Im Herbst 2020 fand vor Ort ein erster Bürgerbeteiligungstermin statt, zu dem mit mails, Plakaten und Wurfzetteln großräumig eingeladen wurde. Im Anschluss daran konnten noch einige Wochen lang Anregungen zur Umgestaltng im Wunschbriefkasten hinterlassen werden. Da der Platz eher unscheinbar „im Hinterhof“ liegt, wurde er aber im Viertel bisher offenbar kaum wahrgenommen, denn die Anzahl der Rückmeldungen war leider eher gering. Dennoch ließen sich Tendenzen ablesen. Neben einer Bemerkung wie „lassen Sie es wie es ist“ zeigte sich vor allem, dass im nahen Umfeld bereits ausreichend viele Angebote für kleine Kinder bestehen. Stattdessen wurden eher Bewegungsangebote für „Größere“ angefragt. Aber auch die Themen Kommunikation und Ökologie waren den Teilnehmer_innen wichtig.

KONZEPT

Die gestalterischen Möglichkeiten auf der eher kleinen Fläche sind dank einer frei zu haltenden Feuerwehrzufahrt und der vorhandenen Bäume begrenzt. Trotzdem haben die Planer_innen des Garten- und Tiefbauamtes ein Konzept entwickelt, in dem viele Anregungen des Beteiligungsverfahrens berücksichtigt werden konnten.

Die geometrische Formensprache des Platzes wurde beibehalten und mit Motorikangeboten für Nutzer_innen unterschiedlicher Altersgruppen ergänzt. Zahlreiche Balken aus Holz gliedern künftig die Flächen, „entschärfen“ die als problematisch empfundenen Steinkanten an den alten Baumscheiben und laden zum Verweilen oder zu nachbarschaftlichen Gesprächen ein. In Teilbereichen werden vorhandene Höhensprünge zwischen Gehweg und Platzfläche ausgeglichen, so dass ein künftig ein stufenloser  Zugang zur Fläche möglich sein wird.

Ein Erhalt der alten Kletteranlage ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Stattdessen bietet künftig eine Calisthenicsanlage mit (gewünschten) Holzpfosten vielfältige Bewegungs- und Sportanreize.  Ein langer Federwippbalken, eine Reckstange sowie ein verdrehtes Kletternetz ergänzen das Bewegungsangebot auch für die etwas jüngeren Besucher_innen, so dass das Thema Spiel bei aller Sportbegeisterung nicht zu kurz kommen wird. Ein großer Spaß für alle Altersklassen wird sicher die Reihe aus 3 kleinen Bodentrampolinen, die es so auf öffentlichen Spielplätzen in Freiburg bisher noch nicht gibt. Auf die Themen Kleinkindspiel und Sand wird wunschgemäß verzichtet, da dieser Schwerpunkt bereits auf den Spielplätzen im näheren Umfeld vielfältig vorhanden ist.

Im Bereich der Feuerwehrzufahrt bleibt die zum Inliner- oder Rollerfahren beliebte Pflasterfläche teilweise erhalten. Durch die Beseitigung von Unebenheiten im angrenzenden Gehwegbereich können künftig aber auch diese Flächen wieder problemlos für ähnliche Aktivitäten genutzt werden. Der Fallschutzbereich der Motorikkombination wird aus ökologischen Gründen entsiegelt. Künftig sorgen (wie auf den meisten Spielplätzen im Stadtgebiet) Holzhackschnitzel für die erforderliche Sicherheit.

Durch die großflächige Entsiegelung  werden nicht zuletzt die Standortbedingungen der vorhandenen Bäume nachhaltig verbessert. Eine zusätzliche Verbesserung bzw. ökologische Aufwertung der Fläche soll durch die deutliche Vergrößerung der bisher sehr beengenden Baumscheiben erfolgen. Auch das innerstädtische Kleinklima wird dadurch in diesem bisher „überhitzten“ Bereich nachhaltig verbessert. In den neu entstehenden Grünflächen bieten verschiedene, mittelhohe Blütenpflanzen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Insekten und werten die Fläche zudem optisch auf.


Stand Sept. 2020: Einladung zum Projektstart am Dienstag, 29.09. 2020.

Es war schon vor einiger Zeit angekündigt worden: jetzt kann endlich die Umgestaltung des über 40 Jahre alten Spielplatzes “Wiechertstraße” beginnen. Die Fläche ist zwar nur klein und mit allerlei Zwangspunkten belegt, aber trotzdem möchte das Garten- und Tiefbauamt (GuT) eine Neugestaltung erreichen, in der sich möglichst viele Nutzer*innen positiv wiederfinden können.

Erstes Treffen ist am Dienstag, 29.09. 2020 um 15.30 Uhr auf dem Spielplatz, um den Spielplatz gemeinsam anzuschauen (unter Beachtung der aktuellen Coronaregeln).

Dabei wird auch ein Wunschbriefkasten montiert: wer keine Zeit hat am Dienstag, kann in aller Ruhe in den darauffolgenden 3 Wochen seine Anregungen und Wünsche dort hinterlassen. Die Mitarbeiter*innen vom Garten- und Tiefbauamt sind neugierig was das kommt und leeren den Kasten regelmäßig…

Hier die zugehörige Projekt-Seite bei der Stadt Freiburg.

 

 

 

Nachbarschaftspost

Ein Aktion vom Stadtteiltreff, die wir unbedingt weiter empfehlen möchten. Schicken Sie einen netten Gruß (Karte, Brief, Selbstgebasteltes oder Selbstgemaltes) bis Montag den 24. Mai an den Stadtteiltreff am Bischofskreuz oder geben Sie einfach den Briefumschlag dort ab. Alles weitere hier im Plakat:

Kommunaler Vollzugsdienst (VD)

Stand 27. April 2021: Leider hat der Gemeinderat mit 27 zu 19 Stimmen eine Kürzung des Vorzugsdienstes beschlossen (nach unserer Kenntnis mit den Stimmen der Grünen, Eine Stadt für alle, JUPI und Teilen der SPD/Kulturliste).  OB Martin Horn hatte sich dafür eingesetzt, den Vollzugsdienst in der bisherigen Stärke zu belassen und sieht es weiterhin kritisch: “Ich werde es umsetzen und mit dem Land verhandeln. Ich denke aber, dass uns das auf die Füße fallen wird.

Siehe auch Bericht der Badischen-Zeitung (ggf. nur mit eingeschränktem Zugriff).


Stand 13. April 2021: bei fünf Freiburger Bürgervereinen ist eine Frau erste Vorsitzende. In einem gemeinsamen Brief an den OB und die Fraktionen des Gemeinderates haben diese Frauen nun noch einmal Stellung bezogen zur geplanten Kürzung des Vollzugsdienstes.

Sehr geehrter Herr  Oberbürgermeister Horn, sehr geehrte Damen und Herren des Freiburger Gemeinderates,

angesichts der Abstimmung im GR am 27.04.2021 über die künftige personelle Ausstattung des VD übersenden wir Ihnen im Anhang aus den Stadtteilen, die am meisten unter einer Reduzierung des Vollzugsdienstes leiden würden (die Innenstadt, der Stühlinger und rund um den Seepark) unsere dringende letztmalige Bitte, von einer Kürzung abzusehen. Über alle Stadtteilgrenzen hinweg sehen die Unterzeichnerinnen, bei einer personellen Reduzierung um ein Drittel des jetzt schon personell dünnsten VD im Lande die Gefahr, auch die nächliche Sicherheit für Frauen zu erheblich zu schwächen. Deshalb bitten wir vor allem die Gemeinderätinnen, unser Engagement für Frauensicherheit zu unterstützen und keiner Kürzung zuzustimmen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Anca Rosler-Koslar, Lokalverein Innenstadt Freiburg i.Br. e.V.
Ingrid Winkler, Vorsitzende AFB
Daniela Ullrich, Vorsitzende BV Stühlinger
Beate Diezemann, Vorsitzende BV Betzenhausen-Bischofslinde
Ursula Jautz, Vorsitzende BV Mooswald

Hier geht es zum Frauenbrief gegen Kürzung VD (PDF) .


Beitrag aus Bürgerblättle 266 April / Mai 2021:

Mit Unverständnis und großer Enttäuschung haben wir zur Kenntnis genommen, dass einzelne Fraktionen den kommunalen Vollzugsdienst (VZ) von 17 auf 11 Mitarbeitende kürzen wollen; insbesondere würden dadurch wohl auch nächtliche Kontrollgänge, speziell an Wochenenden und Feiertagen wegfallen. Gerade an diesen Tagen wird aber vermehrte Bestreifung benötigt.

Bild: Polizeipräsidium Freiburg

Nach unserer Ansicht hat die Aufstockung des VD das Sicherheitsgefühl in Freiburg in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Eine Aufstockung, die nach dem Mord an der Dreisam nicht nur von uns sehr begrüßt wurde, brachte auch eine merkliche Entlastung der Polizei, die sich hierdurch um andere Probleme kümmern können. Die verstärkte Bestreifung unseres Stadtteils, insbesondere des Seeparks konnte hierdurch besser erfüllt werden.

Gerade in jüngster Vergangenheit häufen sich wieder Störungsmeldungen im Seepark. Selbst in dem jungen Jahr sind wir als Bürgerverein bereits wieder mehrfach in die Thematik Ruhestörung etc. einbezogen. In den kommenden wärmeren Monaten wird es sicher noch mehr werden, das zeigen die Erfahrungen des letzten Jahres.

Vor etwa 20 Jahren gab es sogenannte „Seepark Ranger“: eine sehr sinnvolle und effektive Prävention, deren positive Auswirkungen man nicht unterschätzen und schon gar nicht aufgeben sollte. Jede nicht durchgeführte Straftat/Ruhestörung fördert das ruhige und entspannte Miteinander.

Das individuelle Gefühl der Sicherheit, das durch die Präsenz des Vollzugsdienstes vermittelt wird, wiegt sicherlich schwerer als nicht exakt greifbare Kostenaspekte. Wir sind überzeugt, dass eine Reduzierung viel Unverständnis bei der Bevölkerung hervorrufen würde und wir bitten unsere Vertreter*innen im Gemeinderat, sich für die Beibehaltung des Vollzugsdienstes in der bisherigen Stellenanzahl einzusetzen.

Beate Diezemann (erste Vorsitzende)


Weitere Hintergründe

Der Vollzugsdienst geht auf eine Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Freiburg im März 2017 zurück und nahme seine Tätigkeit im Okt. 2017 auf. Hier die damalige Pressemitteilung der Stadt Freiburg. Eine erste Zwischenbilanz der Stadt dann im Sommer 2018. Mit einem klaren Votum wurde diese Sicherheitspartnerschaft zwischen Land und Stadt im Jahr 2019 vom Gemeinderat bestätigt und dabei sogar ausgebaut um weitere Stellen.

OB Horn hat sich bei den Haushaltsberatungen 2021 trotz der allgemein kritischen Situation klar für den VD in jetziger Form und gegen eine Kürzung ausgesprochen. Siehe zugehörige Pressemitteilung der Stadt Freiburg.

Bauen mit Holz im Obergrün?

Aktuell März 2021: neue Beiträge auch wieder in der Badischen Zeitung mit den Themen Holzbau und bezahlbares Wohnen und Große Holzbauten sind noch die Ausnahme (siehe Hinweise weiter unten im Text)

———————————

Holzbau hat Zukunft! Eigentlich sieht das auch die Stadt Freiburg so und bietet darum seit Anf. 2020 ein recht einmaliges Förderprogramm. Fachkundige Handwerksbetriebe haben wir viele in der Regio; passendes Holz ohnehin. Dazu noch der Naturpark Obergrün in direkter Nachbarschaft: da sollte sich doch ein Baustil empfehlen, der diesem Umfeld angemessen wäre!  Wenn Holz nicht hier, wo dann?

Holz steht für umweltfreudliches und nachhaltiges Bauen; aber hier noch einige weitere Vorteile in Stichworten (es gäbe viel mehr zu berichten):

  • Stabilität: in Wuchsrichtung ist Holz sogar tragfähiger als Mauerwerk und das bei weit geringerem Gewicht.
  • Holzbauten sind brandsicher; es gelten die gleichen Regeln wie bei “normalen” Gebäuden.
  • Schallschutz: das war vielleicht früher ein Thema, aber dank vieler Innovationen in den letzten Jahrzehnten sind die Anforderungen an erhöhten Schallschutz heute durchgängig erfüllt.
  • Holzhäuser lassen sich bestens vorfertigen; also ist die Baustelle schneller fertig und es gibt dort weniger Dreck und Lkw-Verkehr.
  • Ein Holzbau hat ein wunderbares Raumklima und Wohngefühl.

Holz = Schwarzwaldhaus ? Das gilt schon lange nicht mehr. Die Übersicht Holzbau-Projekte in Freiburg (PDF) der Architektenkammer Freiburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg zeigt eine Auswahl an Ideen. Im Mooswald hat z.B. Familienheim Freiburg 2018 ein modernes Mehrfamilienhaus als Holzbau errichtet (siehe zugehörige Presse-Mitteilung). In Freiburg Weingarten entsteht z.Z. ein 8 stöckiges Hochhaus aus Holz (für die Stadt Freiburg sicher auch ein Prestige-Objekt) und auf einem Parkhaus im Zentrum soll mit Holz aufgestockt werden (sicher eine gute Idee ).

Gerade hier in Betzenhausen (nur einige hundert Meter entfernt vom Obergrün) wurde schon vor 30 Jahre eine Formation mit innovativen Holzhäusern gebaut, die bundesweit Beachtung fand: vom Deutschen Bauherrenpreis 1992 (pdf) bis “Schöner Wohnen”. Jahre vor der Stadtteil-Entwicklung im Vauban waren es die ersten Baugruppen in Freiburg, anfangs auch gern als “Oeko-Siedlung” bezeichnet: hier das ursprüngliche Projektblatt bzw. ein Bericht im Bürgerblättle 133 von 1995 (pdf). Mit ähnlichem Konzept und den gewonnenen Erfahrungen folgten später Holz-Projekte in anderen Ortsteilen wie  Opfingen und Au.

In Berlin soll bald das größe Holzbauviertel weltweit entstehen. Im Obergrün könnte Freiburg – bzw. der verantwortliche Bauträger – in kleinem Maßstab zeigen, dass man es auch hier “drauf hat”! Und dabei vielleicht auch weg kommen von 08-15-Architektur. Was würde wohl der Freiburger Gestaltungsbeirat zu einer solchen naturnahen Bauweise am Park Obergrün sagen?

Klimaschutz ist ein zentraler Punkt, der für Holz spricht: es war sicher auch der entscheidene Grund für das bereits erwähnte Förderprogramm der Stadt Freiburg. Man schätzt, dass ca. 11% der weltweiten CO2 Emmissionen durch die Bauindustriee und deren aktuelle Werkstoffe verursacht werden (z.B. durch hohen Energie-Verbrauch bri der Herstellung von Zement / Beton). Bäume dagegen entziehen der Atmosphäre CO2 und unser Ziel muss es sein, dass dieses CO2 über lange Zeit im Holz gebunden bleibt.

Abschliessend noch eine andere Perspektive: der heimische (Schwarz-)Wald hat in den letzten Jahren sehr gelitten, denn Sturmschäden und trockene Sommer lassen inzwischen ein wirkliches Waldsterben befürchten; siehe Waldzustandbericht 2020 (pdf)). Als Vorbote gibt es seit Jahren ein Überangebot an Holz, insbesondere Schadholz, das aus dem Wald gebracht werden muss. Andernfalls würde der Borkenkäfers noch unkontrollierter wüten: durch die warmen Winter fühlt er sich ohnehin immer wohler hier. Der Holzpreis ist teilweise so sehr in den Keller geraten, dass sogar Export auf internationale Märkte zum Mittel der Wahl wurde (wobei Corona das zeitweise wieder verhindert hat). In dieser schwierigen Lage ist eigentlich die nachhaltige Holzverwertung (z.B. durch lokalen Holzbau!) ein Gebot der Stunde: zur Unterstützung der heimischen Forstwirtschaft und damit letztendlich auch zur Erhaltung des Waldes.


Nehmen wir doch unsere politischen Vertreter beim Wort…

Eine Stadt Für Alle (Gregor Mohlberg): “Dem Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen muss mehr und mehr die Zukunft gehören. Neben dem Verkehr ist der Bereich Bauen und Wohnen einer der wesentlichen Eintragsmomente für CO2 seitens privater Haushalte.”
Weiter zum vollständigen Beitrag im Gemeinderat am 22.10.2019.

SPD Fraktion ( Ernst Lavori ): “Wir möchten aber einen echten Anreiz schaffen für mehr Holz und mehr Klimaschutz durch Holzverwendung. Andere Städte wie Hamburg oder München machen uns das schon seit längerem vor“.
Weiter zum vollständigen Beitrag im Amtsblatt-Artikel Nr. 737 vom 15.02.2019

Die Grünen (Dr. Maria Hehn): „Mehr verbautes Holz, das bedeutet mehr gespeichertes CO2. Das ist die richtige Antwort auf die aktuelle Herausforderung, möglichst viel CO2 langfristig zu binden.
Weiter zur Pressemitteilung vom 18.10.2019

Freiburg Lebenswert (Dr. Wolf-Dieter Winkler): “Die Baumeister vergangener Jahrhunderte haben sich nicht nur bei Gebäuden aus Stein wie dem Freiburger Münster, sondern auch im Holzbau ein phänomenales Wissen angeeignet, das einen nur ehrfürchtig werden lassen kann. Diese Gebäude werden Jahrhunderte alt. Es ist daher völlig unverständlich, dass dieses Wissen weitgehend verloren ging bzw. einem architektonischen Verständnis Platz machen musste, das einen grausen lässt.”
Weiter zum vollständigen Beitrag im Gemeinederat am 23.10.2018.

JUPI Fraktion (Lukas Mörchen):  “Es gibt ein Potential an Bauvorhaben, die mit einer nennenswerten Holzverwendung umgesetzt werden können Deshalb müssen wir die Verwendung von Holz bei allen Bauvorhaben fördern, um ernsthafte Schritte zum Erreichen unserer Klimaschutzziele zu machen“.
Weiter zum vollständigen Beitrag im Gemeinderat am 5.2.2019

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: “Holz als Baustoff ist eine der effektivsten, ökonomisch sinnvollsten und rasch wirksamsten Varianten zur CO2-Minderung. Durch diese gute Öko-Bilanz hat der Holzbau eine große Bedeutung für den Klimaschutz. Deshalb setzt sich die Landesregierung entschlossen dafür ein, den Anteil der Holzverwendung im Bauwesen weiter zu steigern.”
Aus dem Vorwort zum 5. Holzbau-Forum in Donaueschingen, Mai 2020.


Beiträge in der lokalen Presse (eine Auswahl)

Große Holzbauten sind noch die Ausnahme:  “Naturpark Südschwarzwald wirbt für Mehrfamilienhäuser aus Holz, doch die sind noch die Ausnahme. Eigentlich müsste der Bau von Häusern aus Holz boomen. Denn nicht nur im Schwarzwald wartet wegen der Borkenkäferplage viel Holz auf eine nachhaltige Verwertung….” (weiterlesen Badische Zeitung vom 19. März 2021)

Holzbau und bezahlbares Wohnen muss kein Wiederspruch sein: “In Staufen entsteht in einem Modellprojekt erschwinglicher und nachhaltiger Wohnraum / Erste Wohnungen dieses Jahr fertig. Eine der drängendsten Fragen der Zeit ist neben der Energiewende nach wie vor der Bau bezahlbarer Wohnungen. Eine Antwort auf beide Fragen gelingt in Staufen… Energiekonzept entlastet Mieter: Auch hier lohnt ein Blick auf die Ökobilanz…”(weiterlesen Badische Zeitung 17. März 2021)

Interview mit Dipl. Ing. Rainer Probst mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Architektenkammer im Bezirk Freiburg/Südbaden Tenor: insbesondere die Freiburger Architektenkammer ist von den Möglichkeiten überzeugt, die der Holzbau ermöglicht (weiterlesen  Badische Zeitung vom 8. Dez. 2020). (siehe auch Hinweis unten auf Muster-Projekte der Kammer).

In Freiburg Weingarten entsteht im Jahr 2020 ein 8 stöckiges Prestige-Objekt aus Holz (weiterlesen Badische Zeitung vom 8. Dez. 2020).

Wald, Forstwirtschaft, Holzbau im (Klima)Wandel: “Der dritte trockene Sommer in Folge hat seine Spuren im Wald hinterlassen. Im Zusammenspiel mit Borkenkäfer und Coronapandemie hat sich die Situation dieses Jahr extrem zugespitzt….” (weiterlesen bei Wirtschaft im Südwesten Okt. 2020).

Infos rund um Holz und Holzbau

“Bauwerk Schwarzwald” heißt ein vom Land Baden-Württemberg geförderte Netzwerk zur Erforschung der besonderen schwarzwaldspezifischen Baukultur, zur Beratung zukunftsweisenden Gestaltung und zur Unterstützung von Aus- und Weiterbildung. Auch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit gehören zu den Zielen, für die “Bauwerk Schwarzwald” mit Kammern, Verbänden, Einzelinitiativen und Privatpersonen kooperiert.  siehe www.bauwerk-schwarzwald.de

Die Übersicht Holzbau-Projekte in Freiburg (PDF) der Architektenkammer Freiburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg zeigt einige Ideen.

Wer in Freiburg ein Gebäude aus Holz baut,  oder mit Holz aufstockt, kann einen Zuschuss der Stadt bekommen. Freiburg scheint die erste Stadt im Land mit einem solchen Fördertopf zu sein: zeigt es doch auch die Priorität, die der Holzbau in Freiburg eigentlich hat. Das zugehörige Förderprogramm gibt es seit Jan. 2020.

Alle drei Jahre vergibt das Land Baden-Württemberg diverse Preise für besonders gelungene Architektur und Innovationen; siehe www.holzbaupreis-bw.de.

Viele Hintergründe zum Bauen mit Holz in unserer Region bietet www.pro-holz-schwarzwald.com. u.a. mit Beispielen unterschiedlicher Holzbauen. Als download zu finden ist hier auch die Broschüre “Holzbauten in Südbaden. 100 ausgewählte Projekte“.

Auf dem ehemaligen Flughafen Tegel soll in den nächsten Jahren das größte Holzbauviertel  weltweit entstehen; siehe Bericht bei rbb24.

Dass “andere Städte wie Hamburg und Berlin schon weiter sind” wurde oben schon zitiert; hier also z.B. ein Fernsehbeitrag des NDR.

Der Waldzustandbericht 2020 (pdf) für Baden-Württemberg.


Sonstige Quellen zum Holzbau

Waldbesitzerinformationen bei www.waldgenossenschaftdtw.de/aktuelles

Der aktuelle Holzmarkt bei www.fbg-kleines-wiesental.de

Die Holzbauoffensive Baden-Württemberg hier www.holzbauoffensivebw.de/de

Forstpraxis: “Am Holz führt kein Weg vorbei”, siehe www.forstpraxis.de

 

Wochenmarkt Betzenhauser Torplatz

Zweimal in der Woche haben wir auf dem Betzenhauser Torplatz einen kleinen Bauernmarkt/Wochenmarkt: jeweils Dienstags und Freitags 8:00 bis 13:00 Uhr.

Den Wochenmarkt gibt es seit Mai 1997. Er ist entstanden nach Gesprächen zwischen dem Bürgerverein, interessierten Geschäftsleuten und Händlern mit dem Ziel, den bereits vorher bestehenden Händlermarkt in der Sundgaupassage auszuweiten und vor allem die andere Straßenseite mit dem Betzenhausener Torplatz durch einen Markt zu beleben und für die Kundschaft interessanter zu gestalten.

Wir hoffen, dass nach Umbau des Platzes im März 2021 auch der Markt weiter entwickelt.


Treffpunkt Wochenmarkt.

Beitrag aus Bürgerblättle April/Mai 2021:

Der Wochenmarkt ist eine der ältesten Handelsformen überhaupt. Das gilt ganz besonders auch für Freiburg, wo man im Jahr 1120 das Marktrecht erhielt als eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung in den nachfolgenden 900 Jahren (deren Feier ja eigentlich im Mittelpunkt des letzten Jahres stehen sollte). Heute haben wir in Freiburg sogar ein bewusst gefördertes Märktekonzept, was sicher auch dazu beigetragen hat, das die Attraktivität der Wochenmärkte in Freiburg nochmal zugenommen hat.

Da kann man sich schon mal fragen, was heute den Reiz eigentlich ausmacht. Hier also ein paar Stichworte:

  • Aus der Region – für die Region! Wir schätzen frische, hochwertige Produkte, engagiert und kompetent angeboten. Ein Einkauf, auch getragen vom persönlichen Kontakt zu den Marktbeschickern; nicht selten Familienunternehmen, die seit Generationen auf Märkten vertreten sind.
  • Der Bauernmarkt bietet ein gelungenes Miteinander von Freizeit und Konsum. Denn hier geht es nicht nur um den Versorgungs-Aspekt, nicht nur um den Pflichteinkauf. Ein „Einkaufserlebnis“ im sehr positiven Sinne.
  • Der Wochenmarkt, ein Ort mit besonderer Aufenthaltsqualität und damit auch als sozialer Treffpunkt. Man begegnet immer wieder Bekannten, schon deshalb, weil ein Wochenmarkt an festgelegen Wochentagen stattfindet. Passendes Wetter vorausgesetzt, bleibt man auch gern mal länger, kann sich „treiben lassen“. Vielleicht sogar noch Straßenmusikern zuhören.
  • Menschen prägen den Markt; Besucher und Anbieter. Vom lebendigen Wochenmarkt profitiert auch das Umfeld; dann prägt der Markt als Treffpunkt auch den Stadtteil. Märkte können sogar wie Magneten wirken (als „Institution des urbanen Lebens“ würde wohl die Fachwelt sagen).

In den genannten Punkten spiegelt sich eine Atmosphäre wider, mit der sich die allgemein große Wertschätzung für Wochenmärkte erklären lässt. Vielfalt ist dabei wichtig: bei den Waren, den Anbietern, aber auch bei den einkaufenden Menschen. Hinzu kommt die Nähe zur Natur unter freiem Himmel und mit besonderem Flair.

Natürlich ist diese Atmosphäre ein gewisses Ideal, das nur wirklich gelungene Märkte erfüllen: der traditionelle Freiburger Markt auf dem Münsterplatz gehört sicher dazu. Aber gelungene Märkte gibt es auch in einzelnen Stadtteilen. Hier in Betzenhausen haben wir es mit unserem kleinen Markt nur teilweise geschafft. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Die Öffnungszeiten sind wie bisher: Dienstag und Freitag 8:00 bis 13:00 Uhr.

Für viele Jahrhunderte in der Geschichte von Betzenhausen war es der Markt in Freiburg, auf dem die Bauern und Handwerker ihre Waren anbieten konnten. Es war also dieser Markt, der ihnen Teile vom Lebensunterhalt sicherte. Ein weiter, beschwerlicher Weg führte dorthin: zu Fuß oder mit dem Pferdekarren;  nicht zu vergleichen mit zehn Minuten Straßenbahn heute. In der vorletzten Ausgabe des Bürgerblättle hatten wir einen Beitrag vom Kultur- und Geschichtskreis über einen Handkarren, der noch recht lange ins Zentrum von Freiburg gezogen wurde.

Betzenhausen hat also eine lange Markt-Tradition: früher als Marktbeschicker, das ist sicher ein großer Unterschied zu heute. Aber es gehört zur Geschichte. Lassen Sie uns daran arbeiten, dass aus unserem Wochenmarkt eine Institution mit vielen der Wohlfühl-Eigenschaften wird, die wir oben genannt haben. Wir wissen, das braucht Zeit und sicher auch Geduld: aber jetzt nach der Neugestaltung des Betzenhauser Torplatzes ist es die richtige Zeit. Heute hat Betzenhausen fast 15 Tausend Einwohner; also genug Potential bei Jung und Alt. Nebenbei hat Corona manche Werte wieder stärker in den Vordergrund gerückt und z.B. auch Zuspruch bei Freiburgs Wochenmärkten nochmal verstärkt (wobei jetzt natürlich noch die Abstand-Regeln u.a. einzuhalten sind).

Marktverein und Bürgerverein sind aktiv, um weitere Anbieter zu motivieren, nach Betzenhausen zu kommen. Natürlich geht es nicht nur um das Angebot, sondern auch um die Nachfrage. Sagen Sie uns, was Ihnen im Angebot noch gefallen würde, was Sie besonders vermissen. E-Mail oder gern auch anrufen 82240 (Beate Diezemann).

Die Redaktion


Gundelfinger Metzgermeister Uwe Rückert jetzt auf dem Markt in Freiburg-Betzenhausen

Bericht der Badischen Zeitung vom 10. April 2019

Der Gundelfinger Uwe Rückert stammt aus einer Metzgerfamilie. Obwohl es schwer sei, qualifiziertes Personal zu finden, geht er mit einem neuen Verkaufswagen in Betzenhausen an den Start. Der Traditionsbetrieb mit mehr als 100 Jahren Firmengeschichte hat seit 1977 sein Hauptgeschäft in Gundelfingen. Uwe Rückert folgt damit auf Kurt Binder, der zuvor viele Jahre auf dem Markt präsent war.

BZ Beitrag weiterlesen (evtl. eingeschänkter Zugriff), siehe auch BZ Beitrag in der Serie “Baden essen trinken leben geniessen” (pdf).


Bei Ukulele-Klängen Gemüse in Betzenhausen kaufen

Bericht der Badischen Zeitung am Sa, 23. September 2017 : “Märkte in Freiburg”

Hinter dem Tor-Kunstgebilde am Betzenhauser Torplatz sind dienstags und freitags immer Marktstände.

BETZENHAUSEN. Es ist Herbst – das ist auf dem “Betzenhausener Wochenmarkt” nicht zu übersehen: Neben Kürbissen zum Essen und als Schmuck gibt’s Trauben, Äpfel und Birnen. Besser wahrzunehmen wären die leuchtenden Herbstfrüchte und alles andere, wenn die Stände nicht hinter dem Tor-Kunstwerk am Betzenhauser Torplatz verborgen wären. Die Marktleute hoffen, dass sich das bei der Neugestaltung des Platzes ändert. Ansonsten mögen sie den Platz, den sie seit Anfang 2016 nutzen, davor war der Markt rund um die Passage an der Sundgauallee 55.

BZ Beitrag weiterlesen (evtl. eingeschänkter Zugriff).


Auf dem Wochenmarkt 1997

Wochenmarkt seit 1997 auf dem Torplatz.

Der Markt war entstanden nach Gesprächen zwischen dem Bürgerverein, interessierten Geschäftsleuten und Händlern mit dem Ziel, den bereits vorher bestehenden Händlermarkt in der Sundgaupassage auszuweiten und vor allem die andere Straßenseite mit dem Betzenhausener Torplatz durch einen Markt zu beleben und für die Kundschaft interessanter zu gestalten.

Hier ein Beitrag über die Eröffung im Bürgerblättle 141 (PDF) im Jahr 1997 .



10 Jahre Jugendzentrum CHUMMY

Ein Fest zum Jubiläum hat Corona in diesen Jahr leider verhindert. Aber jetzt zum Jahresende haben die Chummy-Mitarbeiter:innen noch ein schönes Jubiläumsheft erstellt (weiter zum PDF-Download).

 

Seit in den 1960er Jahren der Stadtteil Bischofslinde gegründet wurde, gab es Bestrebungen aus der Bürgerschaft auch einen Treffpunkt für die Kinder und Jugendlichen zu gestalten. Zu Beginn wurden Jugendräume im Kellergeschoß des neugebauten Gemeindehauses von St. Albert angedacht. Mitte/Ende der 1970er Jahre gab es beim Bau der Matthäuskirche einen zweiten Anlauf, Räume für ein Jugendzentrum zu schaffen. Beide Vorhaben kamen zum damaligen Zeitpunkt jedoch leider nicht zustande.

So gab es vor etwa 20 Jahren, zum Zeitpunkt des ersten Freiburger Jugendrates, keine Einrichtung für die Jugend des Freiburger Stadtteils Betzenhausen-Bischofslinde. Sebastian Hammerich machte, als damaliger Jugendrat aus dem Stadtteil, gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Frau Petzold auf den großen Bedarf für ein Jugendzentrum aufmerksam.

Daraufhin machte der Bürgerverein die Einrichtung eines Jugendtreffs zu seinem Thema: Mit Vertreter_Innen aller für dieses Vorhaben relevanten Institutionen im Stadtteil wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, um einen geeigneten Standort zu finden und eine Konzeption zu entwickeln. Ende der 1990er Jahre wurde schließlich ein eigener Trägerverein gegründet und mittels eines Wettbewerbes an der Anne-Frank-Grundschule der Name „Chummy“ gefunden.

Der „Trägerverein von Chummy Jugendzentrum in Betzenhausen-Bischofslinde e.V.“, unter seinem damaligen Vorsitzenden Thomas Hammerich, organisierte in angemieteten Räumen der katholischen Kirchengemeinde St. Albert und der evangelischen Matthäus-Gemeinde die ersten Anfänge einer nicht kirchlichen, nicht gebundenen Jugendarbeit im Stadtteil. Die angebotene Tanzgruppe und die Offenen Treffs fanden rasch regen Anklang unter der jungen Zielgruppe. Diese „Übergangsphase“ dauerte schlussendlich jedoch fast 10 Jahre.

Einweihung Chummy am 23.07.2010

Erst als der Ältestenrat der Matthäusgemeinde sich dafür entschied, die Kellerräume der Matthäuskirche langfristig an den Chummy-Trägerverein zu vermieten, konnte das Chummy im Jahr 2009 dort einziehen und die Räume im Juli 2010 offiziell eröffnen (siehe Bild).

Spätestens seitdem ist das Chummy Jugendzentrum offizieller Teil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Freiburg und bietet Kindern und Jugendlichen, aus dem Stadtteil aber auch stadtweit, an fünf Tagen in der Woche eine Anlaufstelle und einen Treffpunkt.

Neben der Offenen Tür und geschlechterspezifischen Gruppenangeboten werden Tagesausflüge gemacht, Ferienbetreuungen angeboten und Ferienfreizeiten bzw. Hüttenwochenenden durchgeführt. Längst lässt sich nicht alles was bisher an Projekten und Aktionen durchgeführt wurde hier in Kürze wiedergeben. Wichtig ist jedoch:

Kindertreff kreativ

Bei alldem sollte und soll weder der Spaß noch die (informelle) Bildung zu kurz kommen! Genau das macht die Offene Kinder- und Jugendarbeit und mit ihr das Chummy zu etwas besonderem. Denn das Jugendhaus bietet eine Lern- und Erfahrungswelt, wie sie Kinder und Jugendliche heutzutage nur noch selten finden. Es gibt wenig vorgegebenen Inhalt, Regeln und Pflichten werden mit den Besucherinnen und Besuchern gemeinsam ausgearbeitet. So werden selbstbestimmte Möglichkeiten für die Persönlichkeitsentwicklung geschaffen.

Wer sich genauer über die pädagogische Arbeit und die dahinterstehenden Konzepte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit informieren möchte, kann dies auf der Website der AG OKJA (Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Freiburg) www.okja-freiburg.de  oder der AGJF (Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Baden-Württemberg) www.agjf.de  tun.

Nicht zuletzt bedarf es für eine gelingende Jugendarbeit oftmals einer Kooperation mit anderen Vereinen und Institutionen aber auch einzelnen Mitbürgern (aus dem Stadtteil). Daher möchten wir uns an dieser Stelle bei all denen bedanken, die uns in den vergangenen 10 Jahren in unterschiedlichster Art und Weise unterstützt haben und hoffen auch in den nächsten 10 Jahren auf so viele tolle Menschen zu treffen.

Michael Muschiol (Chummy Hausleitung)

Beitrag im Bürgerblätte 263, Okt 2020


Mehr über die Arbeit im Jugendzentrum ist auf der Homepage des Chummy zu finden, siehe www.chummy-jugendzentrum.de; oder einfach mal vorbeischauen in der Sundgauallee 31.

Hier zwei kleine Erinnerungen an die Umbau-Maßnahmen im Jahr 2010:

Gestaltung Aussenbereich

Streichaktion Thekenbereich

 

 

 

 

 

 

 

Und hier noch Eindrücke von den Räumen im Innenbereich heute.

Billiard-Raum

Hauptraum mit Theke