Beiträge aus Bereich Soziales

Naturnaher Park Obergrün

Der Erfolg bisheriger Bemühungen um den Naturschutz im Obergrün zeigt sich u.a. durch Beobachtungen zur Artenvielfalt Mitte 2021 (Kerstin Geigenbauer, Diplom-Biologin):

Artenvielfalt im Obergrün

Das Artensterben beschäftigt Biologen und andere Wissenschaftler schon seit vielen Jahrzehnten. Endlich ist es in den gesamtgesellschaftlichen Fokus gerückt. Deshalb möchte ich als Ornithologin allein auf die weitere Vogelvielfalt eingehen (Fledermäuse und Insekten wären ebenso interessant), die ich bei unseren Aktivitäten nebenher im Gewann Obergrün beobachte (wohlgemerkt nur im überplanten Bereich, drumherum gibt es noch andere Reviere).

Ich sehe sowohl das Männchen als auch das Weibchen des Neuntöters regelmäßig aber nicht täglich beim Schafe auf die Weide stellen, sie sind gerade sehr heimlich. Gestern waren beide Elterntiere futtertragend. Der vermutete Neststandort liegt wie schon in den vergangenen Jahren in der Brombeer- und Haselnusshecke gegenüber der neuen Bank innerhalb der überplanten Fläche. Wir haben in dem Bereich ein Info-Schild aufgestellt.

Das Grünland und weitere Brombeerhecken und Obstbäume innerhalb des im Flächennutzungsplan als mögliche Baufläche aufgestellten Bereichs werden aktuell von dutzenden Haussperlingen und Staren mit ihren Jungvögeln als Nahrungshabitat und Schlafplatz genutzt. Gestern waren es ca. 60 Stare, die sich erst zur Futtersuche auf den Weiden sammelten und dann in die Gehölze flogen. Der Haussperling und der Star sind wegen Lebensraumverlust sowohl auf der Roten Liste Deutschlands (Star als gefährdet, Haussperling auf der Vorwarnliste) als auch in Baden-Württemberg geführt (Haussperling Vorwarnliste). Schlafplätze werden in Planungen oft nicht aufgenommen bzw. übersehen, da die Kartierungen meist tagsüber durchgeführt werden. Diese Strukturen sind jedoch besonders wichtig und auch geschützt.

Auch das Thema Nahrungsflächen wird oft zu wenig berücksichtigt. Dieses Jahr hat wieder mindestens eine Waldohreule im Gebiet gebrütet (die nach BNatG wie alle Eulen streng geschützt ist), vermutlich ein Brutpaar in der Lichtenbergstraße und eines im Sportpark Sonnland. Das Gewann Obergrün ist für deren Futtersuche essentiell. Die lauten Bettelrufe haben die Bürger in den letzten Wochen ordentlich auf Trab gehalten. Schon in den letzten Jahren habe ich darauf hingewiesen, dass das Gewann Obergrün im Bereich des geplanten Baugebiets darüber hinaus ein wichtiges Nahrungshabitat für die Mehlschwalben (Rote Liste Deutschland 3 und Baden-Württemberg Vorwarnliste) und Mauersegler (RL BW Vorwarnliste) ist, die erfreulicherweise in der Bischofslinde brüten, ebenso für den  Turmfalken (Vorwarnliste Baden-Württemberg).

Nicht zu vergessen ist die Bedeutung des Winterschlafplatzes des Bluthänflings in den Hecken innerhalb der aktuell überplanten Fläche. Ich habe die Beobachtung letztes Jahr auch dem Umweltschutzamts mitgeteilt. Vor dem Schneefall waren es zeitweise über hundert Tiere, die sich in der Dämmerung in den Hecken niedergelassen haben, danach weniger, ca. 20-40 Tiere bis zum Ende des Winters. Der Bluthänfling ist wegen Lebensraumverlust auf der Roten Liste Deutschlands als gefährdet (3) und in Baden-Württemberg als stark gefährdet (2) geführt. Als Gründe werden Siedlungstätigkeiten in strukturreichen Ortsrändern und die intensive Landwirtschaft angegeben.

Dies sind nur die planungsrelevanten Arten. Es brüten darüber hinaus im Planungsbereich Girlitze, Stieglitze, Blaumeisen, Kohlmeisen, Amseln, Rotkehlchen, Zaunkönige, Mönchsgrasmücken, Gartengrasmücke, Rabenkrähen, Elstern, ohne Anspruch auf Vollständigkeit….

Bei Umsetzung des geplanten Baugebiets wird also mit nur der Neuntöter Lebensraum verlieren. Das Gewann Obergrün ist ein Beispiel dafür, wie durch die ungebremste Bautätigkeiten die Lebensraum-Mosaiksteinchen, die die verschiedenen Vogelpopulationen zum Überleben brauchen (Rastplätze, Winterhabitate, Schlafplätze, Bruthabitate, Nahrungshabitate) schwinden, oft unbemerkt. Wenn das Gewann Obergrün bebaut wird, verschwindet für alle oben genannten (Wohlgemerkt nur Vogel-) Arten entweder ein ganzes Revier oder überlebensnotwendige Bestandteile davon bzw. essentielle Habitate zur Zugzeit.

Die Stadt Freiburg hat sich nun höhere Ziele beim Biodiversitätsschutz gesetzt! Es ist löblich und dringend notwendig, dass bisher gemulchte Rasenflächen in Blühwiesen umgewandelt werden. Aber- ist es dabei nicht am sinnvollsten diejenigen Flächen, die ohnehin schon artenreich sind, als solche zu erhalten und zu entwickeln?

Wir laden erneut alle Interessierten herzlich zu einem biologischen Rundgang ins Gewann-Obergrün ein.

Kerstin Geigenbauer im Namen des Teams von Bauernhoftiere für Stadtkinder e.V. (Kerstin Geigenbauer)

Bewertung durch die angrenzenden Anne-Frank-Schule im Juni 2021 (Karoline Schiafone, Schulleiterin):

Pädagogische Aspekte zu Obergrün

Wir als zukünftige gebundene Ganztagesschule (Anne-Frank-Grundschule) schließen uns dem Anliegen des Vereins für Bauernhoftiere mit Nachdruck an! Die Flächen im Gewann Obergrün sind nicht nur aus naturschutzrechtlichen Gründen absolut schützens – und erhaltenswert, sondern auch aus pädagogischen Gründen.

Gerade jetzt – da die Schulen wieder Stück für Stück öffnen – merken wir, wie sehr den Kindern die Erfahrungen und Erlebnisse aus „erster Hand“ fehlen und wie das Naturerleben eine Basis für alles andere Lernen bildet. In der Natur können die Kinder Selbstvertrauen, Gleichgewichtssinn, Geschicklichkeit und eine Forscherhaltung entwickeln. Außerdem kann nur über die direkte Naturerfahrung ein Verständnis für Nachhaltigkeit angelegt werden. Dieses Anliegen  kann weder über Filme, noch  über  sonstige – noch so ansprechende  – Lernmaterial oder Projekte erreicht werden.

Aus vielen Gründen machen wir uns im Moment nicht nur über die Lernlücken der Kinder Sorgen, die Corona bedingt entstanden sind, sondern ganz stark auch über die Gesundheit – sowohl die körperliche als auch die seelische Gesundheit der Kinder. Wie können wir die Gesundheit der Kinder besser stärken, als indem wir hinaus in die Flächen hinter der Schule gehen, mit den Bauernhoftieren arbeiten, einen Schulgarten und einen Schulacker anlegen, oder im Biotop forschen und klettern?

Die Fläche des „Gewann Obergrün“ und die Kooperation mit dem Verein Bauernhoftiere e.V. sind zwei ganz zentrale Standbeine unserer zukünftigen Ganztagesschule. Und nur wenn die Flächen bestehen bleiben und der Verein genug Raum behält, können unsere pädagogischen Ziele umgesetzt werden.

Insofern schließen wir uns dem Anliegen des Vereins Bauernhoftiere mit Nachdruck an und hoffen, dass Sie alle uns in diesem Anliegen nachhaltig unterstützen!

Karoline Schiafone


Ein Bericht aus der Anfangszeit (Bürgerblättle 211, Dez. 2011):

Ein »Naturnaher Park Obergrün« für Mensch und Natur in Betzenhausen-Bischofslinde.

Der Verein Bauernhoftiere für Stadtkinder e.V. möchte gemeinsam mit dem Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde an die Stadtplaner der Stadt Freiburg appellieren, die Grünfläche Obergrün hinter der Anne-Frank-Grundschule in ihrer derzeitigen Größe mit ihrem Rundlaufweg als offiziellen Park auszuweisen, um sie damit für die BürgerInnen von Betzenhausen-Bischofslinde und die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Konkret wird vorgeschlagen, das Gelände, welches momentan einen weißen Fleck in der Stadtkarte darstellt, mit dem Namen »Naturnaher Park Obergrün« zu versehen und im Stadtplan zu kennzeichnen.

Das für die Lebensqualität im Stadtteil bedeutende Obergrün muss aus allen baulichen Nutzungsplänen gestrichen werden. Das Gewann Obergrün liegt südwestlich der Kinder- und Jugendeinrichtungen Anne-Frank-Grundschule, Kinderhaus Fang die Maus und dem Verein Bauernhoftiere für Stadtkinder e.V. und ist eine der letzten unverbauten und frei zugänglichen Grünflächen. Natürliche Erlebnisräume sind elementar für die kindliche Entwicklung und schwinden in allen Städten rasant. Das reizvolle Gewann stellt mit den Pleuger-Wiesen den letzten Rest des ländlichen Dreisamvorlandes in der Bischofslinde dar und ist eine grüne Insel zwischen dem Zubringer West und der dichten Bebauung. Zudem beherbergt das Obergrün seltene und geschützte Tierarten wie Zauneidechse und Gottesanbeterin.

Insgesamt ist das Gewann Obergrün nicht einfach nur eine Baulücke, sondern birgt ein hohes sozio-ökologisches Potential und ist für die pädagogische Arbeit von Bauernhoftiere für Stadtkinder e.V. und die Lebensqualität der BürgerInnen von Betzenhausen-Bischofslinde von großer Bedeutung. In Zeiten der  Klimaerwärmung kann der stark nachverdichtete Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde auf seine »grüne Lunge« am Ortsrand nicht verzichten!

Die Idee des »Naturnahen Parks Obergrün« stellt ein innovatives Projekt dar, welches der »Green-City« Freiburg wie auf den Leib geschneidert ist. Die Idee in Kürze: „„

  • Ein naturnaher Park mit ländlichem Charme, großem Artenreichtum und hohem Erholungswert, in dem Naturpädagogik und tiergestützte Pädagogik mit Landschaftspflege und Artenschutz verbunden werden.
  • Die halboffene Wiesenlandschaft wird für die Stadt und andere Eigentümer kostenneutral sowohl durch die Beweidung mit Ziegen und Schafen offengehalten als auch durch pädagogisch begleitete Landschaftspflegemaßnahmen gepflegt. „„
  • Sowohl ein wertvoller Erlebnisraum für Kinder und Erwachsene als auch ein artenreicher Lebensraum bleiben erhalten.
  • „Auf Schautafeln werden ökologische Zusammenhänge erläutert und Lebensräume im Obergrün beschrieben (Bedeutung der Beweidung, Lebensraum Feuchtbiotop, Bachlauf, Viehweide, Magere Flachlandmähwiese, Grasbrache, Gebüsche, Vorwaldstadien etc.). „„
  • Bänke und Mülleimer werden wieder aufgestellt (aktuell blieben eine Bank und ein privater, ehrenamtlich(!) geleerter Mülleimer stehen).

Es werden keinesfalls Pflanzungen oder die Anlage eines Parkes im normalen Sinne mit Rasen etc. gefordert. Der ländliche, wilde Charme des Geländes soll vielmehr innerhalb pädagogischer Projekte des Vereins Bauernhoftiere für Stadtkinder e.V. mit Kindern des Stadtteils erhalten und entwickelt werden. Es entstehen so gut wie keine Kosten für die Stadt Freiburg.

Auch die Anne-Frank-Grundschule, das Kinderhaus Fang die Maus und der St.-Albert-Kindergarten wollen den Naturnahen Park Obergrün.

Unterstützen auch Sie den Naturnahen Park Obergrün mit ihrer Unterschrift! Es wird Infostände jeweils an den Einkaufzentren Am Bischofskreuz (10.12.) und am Betzenhausener Torplatz (17.12.) geben. Kommen Sie vorbei, informieren Sie sich und setzen Sie Ihr Zeichen für den Naturnahen Park Obergrün. Setzen Sie sich ein für die Lebenqualität in Betzenhausen-Bischofslinde!

Cora Geigenbauer


Für weitere Infos siehe auch www.bauernhoftiere-fuer-stadtkinder.de .

Im Herbst 2021 gründete sich eine Interessengemeinschaft für den Erhalt von Obergrün, siehe www.igobergruen.de.

Entfernen von Graffiti

Juni 2021 Update: Leider gab es nur wenig Rückmeldungen bezüglich Graffiti auf Hauswänden.

Glücklicherweise wurde vom Verein Sicheres Freiburg e. V. trotz des Haushaltbeschlusses des Gemeinderates beschlossen, das Solidarmodell auch zukünftig stattfinden zu lassen, da die Arbeit als solches durch die Maler/innen ehrenamtlich durchgeführt wird, und der Verein lediglich die Kosten für die Farbe übernimmt.


Mai 2021: Aufgrund des Haushaltbeschlusses Ende April wird es dieses Jahr zum letzten Mal die Möglichkeit geben, dass private Eigentümer illegales Graffiti kostenlos von ihren Häusern entfernen lassen.

Illegale Graffiti stellen eine Sachbeschädigung dar, schädigen das Image der Stadt und verursachen hohe Kosten.  Durch das Entfernen von illegalen Graffiti kann das Erscheinungsbild des Stadtteiles verbessert werden. Deswegen organisiert der Verein Sicheres Freiburg e.V. seit 2007 zusammen mit verschiedenen Betrieben der Malerinnung Freiburg-Müllheim das Entfernen von Graffiti: Gefördert durch den „Fördertopf legale und illegale Graffiti“ der Stadt wird die Farbe bezahlt mit der die Maler*innen ehrenamtlich und deswegen für die Hausbesitzer kostenlos illegale Graffiti überstreichen.

 

Leider hat der Gemeinderat Ende April mit dem Beschluss des Doppelhaushalt 2021/22 entschieden die Förderung zu streichen, um Geld zu sparen. Private Eigentümer, die kostenlos illegale Graffiti von ihren Häusern entfernt haben möchten, sollen sich deshalb zur Koordination der Aktion bis zum 15. Juni beim Bürgerverein melden.

Weitere Informationen über die Aktion können unter www.sicheres-freiburg.de gefunden werden.


Rückblick 2019

Anti-Graffiti Aktion in Betzenhausen-Bischofslinde: Am 11.05.2019 fand zum 15.ten Mal der Aktionstag  Solidarmodell „Anti-Graffiti“ in Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde statt.

An 15 Objekten wurden bei der diesjährigen Aktion Illegale Graffiti im Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde durch ehrenamtliches Engagement der Malerbetriebe entfernt. Die Federführung hatte wieder der Verein Sicheres Freiburg e. V. der den Aktionstag gemeinsam mit dem Bürgerverein Betzenhausen – Bischofslinde, der Malerinnung Freiburg/ Müllheim, der Polizei, der Jugendhilfe im Strafverfahren, der VAG und vielen weiteren Akteuren organisierte.

Farbschmierereien verursachen nicht nur einen hohen wirtschaftlichen Schaden, sie sind auch ein Straftatbestand. Sie verärgern ebenso Hauseigentümer, Mieter und häufig auch Besucher, die ihr Bedauern ausdrücken über die negative Veränderung des Stadtbildes. Die Folge: Man fühlt sich im eigenen Stadtteil zunehmend unwohl und im schlimmsten Fall sogar bedroht, da das subjektive Sicherheitsgefühl dann oftmals beeinträchtigt ist. Nach der Reinigung und dem neuen Anstrich wirken die Zu- und Abgänge freundlicher und heller.

Dank der guten Zusammenarbeit aller Kooperationspartner konnten nach der Begrüßung und Eröffnung der Aktion durch den Ersten Bürgermeister Herrn von Kirchbach in diesem Jahr wieder viele Objekte, deren Eigentümer der Reinigung zugestimmt haben, in diesem Stadtteil gereinigt werden.

Auch die VAG, die den Aktionstag seit Anbeginn unterstützt, beteiligte sich mit der Reinigung ihrer Haltestellen in dem Stadtteil.

Es wurden auch umfangreiche Reinigungen in Abstimmung mit dem Garten- und Tiefbauamt durch die gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH unter anderem im Seepark durchgeführt. Auch hier wirkt alles viel heller, gepflegter und freundlicher. Das subjektive Sicherheitsgefühl wir dadurch gestärkt und es entsteht eine positive Wahrnehmung aller Besucher, sei es aus Freiburg oder dem Ausland.

Trotz schlechter Wetterprognose konnten alle Arbeiten im Trockenen erledigt werden. Unser Dank gilt allen Akteuren, die durch ihr großes, ehrenamtliches Engagement diesen Aktionstag ermöglichten.

Für alle an diesem Aktionstag gereinigten Flächen gibt der Verein Sicheres Freiburg e.V. eine 3-monatige Nachstreich Garantie: Sollte in den nächsten drei Monaten an den gereinigten Flächen Sachbeschädigungen durch Beschmierungen auftreten, werden diese umgehend beseitigt. Dazu bitte einfach eine formlose Meldung, am besten per Mail an diese Adresse:

Kontakt: Sicheres Freiburg e.V., Mark Bottke, Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg, Tel.: 0761 2927 2098, eMail: info@sicheres-freiburg.de

Hier die ausführliche Pressemitteilung zum Solidarmodell von Sicheres Freiburg mit Bildern aus unserem Stadtteil. Konzept und Fotos der letzten Aktionstage finden Sie auf der Homepage des Vereins unter www.sicheres-freiburg.de.


Grundsätzliches zur Beseitigung illegaler Graffiti

Private Eigentümer/innen, die Graffiti an ihren Gebäuden fachmännisch durch Ansprechpartner der Malerinnung entfernen lassen, erhalten die Absicherung, dass innerhalb eines halben Jahres die Kosten zur Beseitigung einer erneuten Sachbeschädigung durch Graffiti bis zu zwei Mal durch die Stadt Freiburg übernommen werden. Seit 2018 hilft der Verein Sicheres Freiburg im Auftrag der Stadt Freiburg den betroffenen, privaten Eigentümern.

Hierbei übernimmt der Verein unter bestimmten Bedingungen die Kosten zur Beseitigung illegaler Graffiti. Weitere Informationen finden Sie hier: Anti-Graffiti-Kostenübernahme


Legale Graffiti

Der Verein “Sicheres Freiburg e. V.”  fördert auch legale Street-Art- und Kunstprojekte. Auf der Homepage unter www.freiburg.de/graffiti sind diejenigen Orte in Freiburg aufgeführt, an denen Farbe erlaubt ist, und welche Regeln dabei zu beachten sind. Freigegebene Flächen sind in Betzenhausen z.B. die Unterführung Berliner Allee bei den Schrebergärten, aber auch die drei Unterführungen unterhalb der Sundgaualle.


Juli 2019: Neue Initiative „Graffiti-Alarm – Für ein schönes Stadtbild“.

Hintergrund: Viele Kommunen kämpfen mit illegalen Graffiti, laut einer Studie des Deutschen Städtetags summieren sie sich bundesweit alljährlich auf 200 Millionen Euro. In Freiburg hat die Stadt 2018 rund 238.000 Euro für die Beseitigung der Schäden allein auf eigenen Objekten ausgegeben.

Bei einer Info-Veranstalltung der Stadtverwaltung zur illegalen Graffiti haben sich sich 15 Freiburger Institutionen zur neuen Initiative „Graffiti-Alarm – Für ein schönes Stadtbild“ zusammengeschlossen, um verstärkt gegen illegale Graffiti vorzugehen und sich künftig mit Erfahrungs- und Fachwissen gegenseitig zu unterstützen. Ziel der Initiative: Das Stadtbild soll verbessert werden. Aktuell beteiligt sind u.a.: Justiz, Polizei, FWTM, Verband Haus & Grund Freiburg, Wohnungsunternehmen (z.B. Bauverein Breisgau eG, Freiburger Stadtbau GmbH, Heimbau Breisgau eG, Vonovia), VAG, Stiftungen der Erzdiözese Freiburg, Evangelische Kirche, Amt für Vermögen- und Bau BW (Universitäts- und Landesgebäude).

Hier ist die vollständige Pressemitteilung “Graffiti Alarm” zu finden.

2. Rainforest Run Freiburg

Seepark 11.06.2021- 20.06.2021: Der Leichtathletik Club Freiburg veranstaltet zusammen mit Studierenden der Universität Freiburg im Juni einen Spendenlauf für den Amazonas-Regenwald. Oberbürgermeister Martin Horn ist Schirmherr des 2. Rainforest Run Freiburg. Alles weitere unter : www.rainforestrun-freiburg.de


Laufen und die artenreichsten Wälder dieser Erde schützen?

Unter dem Motto „Running for future“ lädt der Rainforest Run Freiburg zum Laufen, Walken und zum Engagement für den Regenwald- und Klimaschutz ein.

Zurzeit fallen viele Sportveranstaltungen aus. Eine Abwechslung im Alltag und einen Anreiz zum Sporttreiben bietet der coronakonforme Freiburger Spendenlauf im Seepark.

Bereits im vergangenen Jahr sind über 370 Läuferinnen und Läufer für die Erhaltung des Regenwaldes in Sumatra an den Start gegangen. Dieses Jahr sollen Startgelder und Spenden nach Bolivien gehen. Der Wald in der Region Bajo Paragua, Lebensraum zahlreicher Tierarten sowie der indigenen Guarasug‘we-Gemeinde, ist zunehmend von Abholzung und Feuer bedroht. Um weitere Zerstörung zu verhindern, will die Regenwaldstiftung Rainforest Trust, gemeinsam mit lokalen Organisationen und indigenen Gemeinden, Schutzgebiete schaffen, damit der Wald erhalten werden kann. Das Team des Rainforest Run Freiburg möchte ebenfalls einen Beitrag leisten und freut sich über zahlreiche Teilnehmer/innen.

Die Strecke verläuft einmal um den Flückigersee. Läuferinnen und Läufer können selbst wählen, ob sie nur eine halbe Runde (1,1 km) laufen oder den See mehrmals umrunden möchten – bis zu 8,8 km sind möglich. Auf der Strecke sind feste Zeitnahmepunkte installiert. Die Zeiten werden automatisch erfasst und direkt in die Online-Ergebnisliste hochgeladen, wo sie live mitverfolgt werden können.

Wer nicht in Freiburg ist, kann trotzdem teilnehmen. Bei der Option „Lieblingsstrecke“ erfolgt der Upload der Zeiten selbstständig und manuell. Der Lauf kann einfach mit der Smartwatch, dem Smartphone oder per Hand getrackt werden. Die Ergebnisse werden dann über einen Link, den die Läuferinnen und Läufer bei der Anmeldung erhalten, hochgeladen.

Ob alleine oder als Team, ob walken, gehen oder laufen – für alle ist etwas dabei. Das Anmeldeportal ist bis zum 18. Juni geöffnet. (Anmeldungen unter https://www.rainforestrun-freiburg.de/) Die Startgelder kommen dem Schutz des Amazonas-Regenwaldes zugute. Zusätzliche Spenden sind ebenfalls möglich. Mit nur 2,40 € kann ein Hektar Tropenwald geschützt werden!

Rebecca Roßberg und das Team vom Rainforest Run Freiburg,E-mail: rainforestrun-freiburg@gmx.de


Ein Beitrag aus Bürgerblättle 267 Juni/Juli 2021

Siehe auch Beitrag bei fudder.de: der Rainforest Run sammelt dieses Jahr Spenden für Bolivien

Nachbarschaftspost

Ein Aktion vom Stadtteiltreff, die wir unbedingt weiter empfehlen möchten. Schicken Sie einen netten Gruß (Karte, Brief, Selbstgebasteltes oder Selbstgemaltes) bis Montag den 24. Mai an den Stadtteiltreff am Bischofskreuz oder geben Sie einfach den Briefumschlag dort ab. Alles weitere hier im Plakat:

Kommunaler Vollzugsdienst (VD)

Nachtrag: dass es wohl doch nicht die richtige Entscheidung des Gemeindesrates war, zeigt sich ja auch an den Problemen, die z.B. im Seepark mit Verschmutzung und (nächtlicher) Ruhestörung auftreten. Siehe unseren Beitrag Lärm und Müll im Seepark.

Stand 27. April 2021: Leider hat der Gemeinderat mit 27 zu 19 Stimmen eine Kürzung des Vorzugsdienstes beschlossen (nach unserer Kenntnis mit den Stimmen der Grünen, Eine Stadt für alle, JUPI und Teilen der SPD/Kulturliste).  OB Martin Horn hatte sich dafür eingesetzt, den Vollzugsdienst in der bisherigen Stärke zu belassen und sieht es weiterhin kritisch: “Ich werde es umsetzen und mit dem Land verhandeln. Ich denke aber, dass uns das auf die Füße fallen wird.” Siehe auch Bericht der Badischen-Zeitung (ggf. nur mit eingeschränktem Zugriff).


Stand 13. April 2021: bei fünf Freiburger Bürgervereinen ist eine Frau erste Vorsitzende. In einem gemeinsamen Brief an den OB und die Fraktionen des Gemeinderates haben diese Frauen nun noch einmal Stellung bezogen zur geplanten Kürzung des Vollzugsdienstes.

Sehr geehrter Herr  Oberbürgermeister Horn, sehr geehrte Damen und Herren des Freiburger Gemeinderates,

angesichts der Abstimmung im GR am 27.04.2021 über die künftige personelle Ausstattung des VD übersenden wir Ihnen im Anhang aus den Stadtteilen, die am meisten unter einer Reduzierung des Vollzugsdienstes leiden würden (die Innenstadt, der Stühlinger und rund um den Seepark) unsere dringende letztmalige Bitte, von einer Kürzung abzusehen. Über alle Stadtteilgrenzen hinweg sehen die Unterzeichnerinnen, bei einer personellen Reduzierung um ein Drittel des jetzt schon personell dünnsten VD im Lande die Gefahr, auch die nächliche Sicherheit für Frauen zu erheblich zu schwächen. Deshalb bitten wir vor allem die Gemeinderätinnen, unser Engagement für Frauensicherheit zu unterstützen und keiner Kürzung zuzustimmen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Anca Rosler-Koslar, Lokalverein Innenstadt Freiburg i.Br. e.V.
Ingrid Winkler, Vorsitzende AFB
Daniela Ullrich, Vorsitzende BV Stühlinger
Beate Diezemann, Vorsitzende BV Betzenhausen-Bischofslinde
Ursula Jautz, Vorsitzende BV Mooswald

Hier geht es zum Frauenbrief gegen Kürzung VD (PDF) .


Beitrag aus Bürgerblättle 266 April / Mai 2021:

Mit Unverständnis und großer Enttäuschung haben wir zur Kenntnis genommen, dass einzelne Fraktionen den kommunalen Vollzugsdienst (VZ) von 17 auf 11 Mitarbeitende kürzen wollen; insbesondere würden dadurch wohl auch nächtliche Kontrollgänge, speziell an Wochenenden und Feiertagen wegfallen. Gerade an diesen Tagen wird aber vermehrte Bestreifung benötigt.

Bild: Polizeipräsidium Freiburg

Nach unserer Ansicht hat die Aufstockung des VD das Sicherheitsgefühl in Freiburg in den letzten Jahren wesentlich verbessert. Eine Aufstockung, die nach dem Mord an der Dreisam nicht nur von uns sehr begrüßt wurde, brachte auch eine merkliche Entlastung der Polizei, die sich hierdurch um andere Probleme kümmern können. Die verstärkte Bestreifung unseres Stadtteils, insbesondere des Seeparks konnte hierdurch besser erfüllt werden.

Gerade in jüngster Vergangenheit häufen sich wieder Störungsmeldungen im Seepark. Selbst in dem jungen Jahr sind wir als Bürgerverein bereits wieder mehrfach in die Thematik Ruhestörung etc. einbezogen. In den kommenden wärmeren Monaten wird es sicher noch mehr werden, das zeigen die Erfahrungen des letzten Jahres.

Vor etwa 20 Jahren gab es sogenannte „Seepark Ranger“: eine sehr sinnvolle und effektive Prävention, deren positive Auswirkungen man nicht unterschätzen und schon gar nicht aufgeben sollte. Jede nicht durchgeführte Straftat/Ruhestörung fördert das ruhige und entspannte Miteinander.

Das individuelle Gefühl der Sicherheit, das durch die Präsenz des Vollzugsdienstes vermittelt wird, wiegt sicherlich schwerer als nicht exakt greifbare Kostenaspekte. Wir sind überzeugt, dass eine Reduzierung viel Unverständnis bei der Bevölkerung hervorrufen würde und wir bitten unsere Vertreter*innen im Gemeinderat, sich für die Beibehaltung des Vollzugsdienstes in der bisherigen Stellenanzahl einzusetzen.

Beate Diezemann (erste Vorsitzende)


Weitere Hintergründe

Der Vollzugsdienst geht auf eine Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Freiburg im März 2017 zurück und nahme seine Tätigkeit im Okt. 2017 auf. Hier die damalige Pressemitteilung der Stadt Freiburg. Eine erste Zwischenbilanz der Stadt dann im Sommer 2018. Mit einem klaren Votum wurde diese Sicherheitspartnerschaft zwischen Land und Stadt im Jahr 2019 vom Gemeinderat bestätigt und dabei sogar ausgebaut um weitere Stellen.

OB Horn hat sich bei den Haushaltsberatungen 2021 trotz der allgemein kritischen Situation klar für den VD in jetziger Form und gegen eine Kürzung ausgesprochen. Siehe zugehörige Pressemitteilung der Stadt Freiburg.

Bauen mit Holz im Obergrün?

Aktuell März 2021: neue Beiträge auch wieder in der Badischen Zeitung mit den Themen Holzbau und bezahlbares Wohnen und Große Holzbauten sind noch die Ausnahme (siehe Hinweise weiter unten im Text)

———————————

Holzbau hat Zukunft!

Eigentlich sieht das auch die Stadt Freiburg so und bietet darum seit Anf. 2020 ein recht einmaliges Förderprogramm. Fachkundige Handwerksbetriebe haben wir viele in der Regio; passendes Holz ohnehin. Dazu noch der Naturpark Obergrün in direkter Nachbarschaft: da sollte sich doch ein Baustil empfehlen, der diesem Umfeld angemessen wäre!  Wenn Holz nicht hier, wo dann?

Holz steht für umweltfreudliches und nachhaltiges Bauen; aber hier noch einige weitere Vorteile in Stichworten (es gäbe viel mehr zu berichten):

  • Stabilität: in Wuchsrichtung ist Holz sogar tragfähiger als Mauerwerk und das bei weit geringerem Gewicht.
  • Holzbauten sind brandsicher; es gelten die gleichen Regeln wie bei “normalen” Gebäuden.
  • Schallschutz: das war vielleicht früher ein Thema, aber dank vieler Innovationen in den letzten Jahrzehnten sind die Anforderungen an erhöhten Schallschutz heute durchgängig erfüllt.
  • Holzhäuser lassen sich bestens vorfertigen; also ist die Baustelle schneller fertig und es gibt dort weniger Dreck und Lkw-Verkehr.
  • Ein Holzbau hat ein wunderbares Raumklima und Wohngefühl.

Holz = Schwarzwaldhaus ? Das gilt schon lange nicht mehr. Die Übersicht Holzbau-Projekte in Freiburg (PDF) der Architektenkammer Freiburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg zeigt eine Auswahl an Ideen. Im Mooswald hat z.B. Familienheim Freiburg 2018 ein modernes Mehrfamilienhaus als Holzbau errichtet (siehe zugehörige Presse-Mitteilung). In Freiburg Weingarten entsteht z.Z. ein 8 stöckiges Hochhaus aus Holz (für die Stadt Freiburg sicher auch ein Prestige-Objekt) und auf einem Parkhaus im Zentrum soll mit Holz aufgestockt werden (sicher eine gute Idee ).

Gerade hier in Betzenhausen (nur einige hundert Meter entfernt vom Obergrün) wurde schon vor 30 Jahre eine Formation mit innovativen Holzhäusern gebaut, die bundesweit Beachtung fand: vom Deutschen Bauherrenpreis 1992 (pdf) bis “Schöner Wohnen”. Jahre vor der Stadtteil-Entwicklung im Vauban waren es die ersten Baugruppen in Freiburg, anfangs auch gern als “Oeko-Siedlung” bezeichnet: hier das ursprüngliche Projektblatt bzw. ein Bericht im Bürgerblättle 133 von 1995 (pdf). Mit ähnlichem Konzept und den gewonnenen Erfahrungen folgten später Holz-Projekte in anderen Ortsteilen wie  Opfingen und Au.

In Berlin soll bald das größe Holzbauviertel weltweit entstehen. Im Obergrün könnte Freiburg – bzw. der verantwortliche Bauträger – in kleinem Maßstab zeigen, dass man es auch hier “drauf hat”! Und dabei vielleicht auch weg kommen von 08-15-Architektur. Was würde wohl der Freiburger Gestaltungsbeirat zu einer solchen naturnahen Bauweise am Park Obergrün sagen?

Klimaschutz ist ein zentraler Punkt, der für Holz spricht: es war sicher auch der entscheidene Grund für das bereits erwähnte Förderprogramm der Stadt Freiburg. Man schätzt, dass ca. 11% der weltweiten CO2 Emmissionen durch die Bauindustriee und deren aktuelle Werkstoffe verursacht werden (z.B. durch hohen Energie-Verbrauch bri der Herstellung von Zement / Beton). Bäume dagegen entziehen der Atmosphäre CO2 und unser Ziel muss es sein, dass dieses CO2 über lange Zeit im Holz gebunden bleibt.

Abschliessend noch eine andere Perspektive: der heimische (Schwarz-)Wald hat in den letzten Jahren sehr gelitten, denn Sturmschäden und trockene Sommer lassen inzwischen ein wirkliches Waldsterben befürchten; siehe Waldzustandbericht 2020 (pdf)). Als Vorbote gibt es seit Jahren ein Überangebot an Holz, insbesondere Schadholz, das aus dem Wald gebracht werden muss. Andernfalls würde der Borkenkäfers noch unkontrollierter wüten: durch die warmen Winter fühlt er sich ohnehin immer wohler hier. Der Holzpreis ist teilweise so sehr in den Keller geraten, dass sogar Export auf internationale Märkte zum Mittel der Wahl wurde (wobei Corona das zeitweise wieder verhindert hat). In dieser schwierigen Lage ist eigentlich die nachhaltige Holzverwertung (z.B. durch lokalen Holzbau!) ein Gebot der Stunde: zur Unterstützung der heimischen Forstwirtschaft und damit letztendlich auch zur Erhaltung des Waldes.


Nehmen wir doch unsere politischen Vertreter beim Wort…

Eine Stadt Für Alle (Gregor Mohlberg): “Dem Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen muss mehr und mehr die Zukunft gehören. Neben dem Verkehr ist der Bereich Bauen und Wohnen einer der wesentlichen Eintragsmomente für CO2 seitens privater Haushalte.”
Weiter zum vollständigen Beitrag im Gemeinderat am 22.10.2019.

SPD Fraktion ( Ernst Lavori ): “Wir möchten aber einen echten Anreiz schaffen für mehr Holz und mehr Klimaschutz durch Holzverwendung. Andere Städte wie Hamburg oder München machen uns das schon seit längerem vor“.
Weiter zum vollständigen Beitrag im Amtsblatt-Artikel Nr. 737 vom 15.02.2019

Die Grünen (Dr. Maria Hehn): „Mehr verbautes Holz, das bedeutet mehr gespeichertes CO2. Das ist die richtige Antwort auf die aktuelle Herausforderung, möglichst viel CO2 langfristig zu binden.
Weiter zur Pressemitteilung vom 18.10.2019

Freiburg Lebenswert (Dr. Wolf-Dieter Winkler): “Die Baumeister vergangener Jahrhunderte haben sich nicht nur bei Gebäuden aus Stein wie dem Freiburger Münster, sondern auch im Holzbau ein phänomenales Wissen angeeignet, das einen nur ehrfürchtig werden lassen kann. Diese Gebäude werden Jahrhunderte alt. Es ist daher völlig unverständlich, dass dieses Wissen weitgehend verloren ging bzw. einem architektonischen Verständnis Platz machen musste, das einen grausen lässt.”
Weiter zum vollständigen Beitrag im Gemeinederat am 23.10.2018.

JUPI Fraktion (Lukas Mörchen):  “Es gibt ein Potential an Bauvorhaben, die mit einer nennenswerten Holzverwendung umgesetzt werden können Deshalb müssen wir die Verwendung von Holz bei allen Bauvorhaben fördern, um ernsthafte Schritte zum Erreichen unserer Klimaschutzziele zu machen“.
Weiter zum vollständigen Beitrag im Gemeinderat am 5.2.2019

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: “Holz als Baustoff ist eine der effektivsten, ökonomisch sinnvollsten und rasch wirksamsten Varianten zur CO2-Minderung. Durch diese gute Öko-Bilanz hat der Holzbau eine große Bedeutung für den Klimaschutz. Deshalb setzt sich die Landesregierung entschlossen dafür ein, den Anteil der Holzverwendung im Bauwesen weiter zu steigern.”
Aus dem Vorwort zum 5. Holzbau-Forum in Donaueschingen, Mai 2020.


Beiträge in der lokalen Presse (eine Auswahl)

Große Holzbauten sind noch die Ausnahme:  “Naturpark Südschwarzwald wirbt für Mehrfamilienhäuser aus Holz, doch die sind noch die Ausnahme. Eigentlich müsste der Bau von Häusern aus Holz boomen. Denn nicht nur im Schwarzwald wartet wegen der Borkenkäferplage viel Holz auf eine nachhaltige Verwertung….” (weiterlesen Badische Zeitung vom 19. März 2021)

Holzbau und bezahlbares Wohnen muss kein Wiederspruch sein: “In Staufen entsteht in einem Modellprojekt erschwinglicher und nachhaltiger Wohnraum / Erste Wohnungen dieses Jahr fertig. Eine der drängendsten Fragen der Zeit ist neben der Energiewende nach wie vor der Bau bezahlbarer Wohnungen. Eine Antwort auf beide Fragen gelingt in Staufen… Energiekonzept entlastet Mieter: Auch hier lohnt ein Blick auf die Ökobilanz…”(weiterlesen Badische Zeitung 17. März 2021)

Interview mit Dipl. Ing. Rainer Probst mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Architektenkammer im Bezirk Freiburg/Südbaden Tenor: insbesondere die Freiburger Architektenkammer ist von den Möglichkeiten überzeugt, die der Holzbau ermöglicht (weiterlesen  Badische Zeitung vom 8. Dez. 2020). (siehe auch Hinweis unten auf Muster-Projekte der Kammer).

In Freiburg Weingarten entsteht im Jahr 2020 ein 8 stöckiges Prestige-Objekt aus Holz (weiterlesen Badische Zeitung vom 8. Dez. 2020).

Wald, Forstwirtschaft, Holzbau im (Klima)Wandel: “Der dritte trockene Sommer in Folge hat seine Spuren im Wald hinterlassen. Im Zusammenspiel mit Borkenkäfer und Coronapandemie hat sich die Situation dieses Jahr extrem zugespitzt….” (weiterlesen bei Wirtschaft im Südwesten Okt. 2020).

Infos rund um Holz und Holzbau

“Bauwerk Schwarzwald” heißt ein vom Land Baden-Württemberg geförderte Netzwerk zur Erforschung der besonderen schwarzwaldspezifischen Baukultur, zur Beratung zukunftsweisenden Gestaltung und zur Unterstützung von Aus- und Weiterbildung. Auch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit gehören zu den Zielen, für die “Bauwerk Schwarzwald” mit Kammern, Verbänden, Einzelinitiativen und Privatpersonen kooperiert.  siehe www.bauwerk-schwarzwald.de

Die Übersicht Holzbau-Projekte in Freiburg (PDF) der Architektenkammer Freiburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg zeigt einige Ideen.

Wer in Freiburg ein Gebäude aus Holz baut,  oder mit Holz aufstockt, kann einen Zuschuss der Stadt bekommen. Freiburg scheint die erste Stadt im Land mit einem solchen Fördertopf zu sein: zeigt es doch auch die Priorität, die der Holzbau in Freiburg eigentlich hat. Das zugehörige Förderprogramm gibt es seit Jan. 2020.

Alle drei Jahre vergibt das Land Baden-Württemberg diverse Preise für besonders gelungene Architektur und Innovationen; siehe www.holzbaupreis-bw.de.

Viele Hintergründe zum Bauen mit Holz in unserer Region bietet www.pro-holz-schwarzwald.com. u.a. mit Beispielen unterschiedlicher Holzbauen. Als download zu finden ist hier auch die Broschüre “Holzbauten in Südbaden. 100 ausgewählte Projekte“.

Auf dem ehemaligen Flughafen Tegel soll in den nächsten Jahren das größte Holzbauviertel  weltweit entstehen; siehe Bericht bei rbb24.

Dass “andere Städte wie Hamburg und Berlin schon weiter sind” wurde oben schon zitiert; hier also z.B. ein Fernsehbeitrag des NDR.

Der Waldzustandbericht 2020 (pdf) für Baden-Württemberg.


Sonstige Quellen zum Holzbau

Waldbesitzerinformationen bei www.waldgenossenschaftdtw.de/aktuelles

Der aktuelle Holzmarkt bei www.fbg-kleines-wiesental.de

Die Holzbauoffensive Baden-Württemberg hier www.holzbauoffensivebw.de/de

Forstpraxis: “Am Holz führt kein Weg vorbei”, siehe www.forstpraxis.de

 

10 Jahre Jugendzentrum CHUMMY

Ein Fest zum Jubiläum hat Corona in diesen Jahr leider verhindert. Aber jetzt zum Jahresende haben die Chummy-Mitarbeiter:innen noch ein schönes Jubiläumsheft erstellt (weiter zum PDF-Download).

 

Seit in den 1960er Jahren der Stadtteil Bischofslinde gegründet wurde, gab es Bestrebungen aus der Bürgerschaft auch einen Treffpunkt für die Kinder und Jugendlichen zu gestalten. Zu Beginn wurden Jugendräume im Kellergeschoß des neugebauten Gemeindehauses von St. Albert angedacht. Mitte/Ende der 1970er Jahre gab es beim Bau der Matthäuskirche einen zweiten Anlauf, Räume für ein Jugendzentrum zu schaffen. Beide Vorhaben kamen zum damaligen Zeitpunkt jedoch leider nicht zustande.

So gab es vor etwa 20 Jahren, zum Zeitpunkt des ersten Freiburger Jugendrates, keine Einrichtung für die Jugend des Freiburger Stadtteils Betzenhausen-Bischofslinde. Sebastian Hammerich machte, als damaliger Jugendrat aus dem Stadtteil, gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Frau Petzold auf den großen Bedarf für ein Jugendzentrum aufmerksam.

Daraufhin machte der Bürgerverein die Einrichtung eines Jugendtreffs zu seinem Thema: Mit Vertreter_Innen aller für dieses Vorhaben relevanten Institutionen im Stadtteil wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, um einen geeigneten Standort zu finden und eine Konzeption zu entwickeln. Ende der 1990er Jahre wurde schließlich ein eigener Trägerverein gegründet und mittels eines Wettbewerbes an der Anne-Frank-Grundschule der Name „Chummy“ gefunden.

Der „Trägerverein von Chummy Jugendzentrum in Betzenhausen-Bischofslinde e.V.“, unter seinem damaligen Vorsitzenden Thomas Hammerich, organisierte in angemieteten Räumen der katholischen Kirchengemeinde St. Albert und der evangelischen Matthäus-Gemeinde die ersten Anfänge einer nicht kirchlichen, nicht gebundenen Jugendarbeit im Stadtteil. Die angebotene Tanzgruppe und die Offenen Treffs fanden rasch regen Anklang unter der jungen Zielgruppe. Diese „Übergangsphase“ dauerte schlussendlich jedoch fast 10 Jahre.

Einweihung Chummy am 23.07.2010

Erst als der Ältestenrat der Matthäusgemeinde sich dafür entschied, die Kellerräume der Matthäuskirche langfristig an den Chummy-Trägerverein zu vermieten, konnte das Chummy im Jahr 2009 dort einziehen und die Räume im Juli 2010 offiziell eröffnen (siehe Bild).

Spätestens seitdem ist das Chummy Jugendzentrum offizieller Teil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Freiburg und bietet Kindern und Jugendlichen, aus dem Stadtteil aber auch stadtweit, an fünf Tagen in der Woche eine Anlaufstelle und einen Treffpunkt.

Neben der Offenen Tür und geschlechterspezifischen Gruppenangeboten werden Tagesausflüge gemacht, Ferienbetreuungen angeboten und Ferienfreizeiten bzw. Hüttenwochenenden durchgeführt. Längst lässt sich nicht alles was bisher an Projekten und Aktionen durchgeführt wurde hier in Kürze wiedergeben. Wichtig ist jedoch:

Kindertreff kreativ

Bei alldem sollte und soll weder der Spaß noch die (informelle) Bildung zu kurz kommen! Genau das macht die Offene Kinder- und Jugendarbeit und mit ihr das Chummy zu etwas besonderem. Denn das Jugendhaus bietet eine Lern- und Erfahrungswelt, wie sie Kinder und Jugendliche heutzutage nur noch selten finden. Es gibt wenig vorgegebenen Inhalt, Regeln und Pflichten werden mit den Besucherinnen und Besuchern gemeinsam ausgearbeitet. So werden selbstbestimmte Möglichkeiten für die Persönlichkeitsentwicklung geschaffen.

Wer sich genauer über die pädagogische Arbeit und die dahinterstehenden Konzepte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit informieren möchte, kann dies auf der Website der AG OKJA (Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Freiburg) www.okja-freiburg.de  oder der AGJF (Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Baden-Württemberg) www.agjf.de  tun.

Nicht zuletzt bedarf es für eine gelingende Jugendarbeit oftmals einer Kooperation mit anderen Vereinen und Institutionen aber auch einzelnen Mitbürgern (aus dem Stadtteil). Daher möchten wir uns an dieser Stelle bei all denen bedanken, die uns in den vergangenen 10 Jahren in unterschiedlichster Art und Weise unterstützt haben und hoffen auch in den nächsten 10 Jahren auf so viele tolle Menschen zu treffen.

Michael Muschiol (Chummy Hausleitung)

Beitrag im Bürgerblätte 263, Okt 2020


Mehr über die Arbeit im Jugendzentrum ist auf der Homepage des Chummy zu finden, siehe www.chummy-jugendzentrum.de; oder einfach mal vorbeischauen in der Sundgauallee 31.

Hier zwei kleine Erinnerungen an die Umbau-Maßnahmen im Jahr 2010:

Gestaltung Aussenbereich

Streichaktion Thekenbereich

 

 

 

 

 

 

 

Und hier noch Eindrücke von den Räumen im Innenbereich heute.

Billiard-Raum

Hauptraum mit Theke

 

Wohnen für Hilfe

Update Nov. 2020: Frau Nicole Krause ist Leiterin des Projektes Wohnen für Hilfe beim Studierendenwerk Freiburg. Sie konnte die Ideen und ihre Arbeit kürzlich auch im ARD-Büffet vorstellen (gleich in den ersten 10 Minuten der Sendung).

Hier als Hintergrund ein Beitrag von Beate Diezemann im Bürgerblättle 255, April / Mai 2019


Bei meiner Mitarbeit im Nachbarschaftstreff Zehnsteinweg des Caritasverbandes und durch die Thematik allgemeiner Wohnungsnot (nicht nur) der Studierenden habe ich mich an das Programm „Wohnen für Hilfe“ erinnert.

Ausgangssituation:

  • Ältere Menschen im Stadtteil verfügen, nachdem die Kinder aus dem Haus sind und evtl. ein Partner verstorben ist, oft über sehr viel Wohnraum. Andererseits nehmen dadurch die Vereinsamung und die Beschwerlichkeit im Alltag zu. Diese Menschen möchten verständlicherweise ihre großen Wohnungen/Häuser nicht aufgeben, wobei die Größe sie oft an die Grenze ihrer körperlichen Möglichkeit eines selbständigen Wohnens bringt.
  • Aber auch Familien mit Kindern und Berufstätige können oftmals Hilfe im Haushalt oder bei der Kinderbetreuung gut gebrauchen.
  • Studierende andererseits suchen dringend nach günstigen Wohnmöglichkeiten und wären gerne bereit, hierfür kleinere Hilfeleistungen zu erbringen.

Hier die Idee des Programms: „Wohnen für Hilfe“ des Studierendenwerks Freiburg-Schwarzwald, Wohnpartnerschaften mit Studierenden

Senioren, Familien oder sonstige Interessierte bieten Studierenden ein Zimmer, möglicherweise auch eine Einliegerwohnung. Dazu wird zwischen Vermietern und den Studierenden ein ganz normaler Mietvertrag zu einer vereinbarten reduzierten Miete geschlossen. Die Studierenden erbringen frei vereinbarte und freiwillige Hilfsleistungen für die Vermieterinnen und Vermieter.

Vertragsgestaltung Vertragspartner sind nach erfolgreicher Vermittlung ausschließlich Vermieter und Mieter. Dabei ist hervorzuheben, dass das Studierendenwerk nicht die Vertragsgestaltung übernimmt, sondern lediglich berät.

Vermittlung Ansprechpartner für Mieter/innen und Vermieter/innen ist das Studierendenwerk. Die Vermieterangebote werden beim Studierendenwerk in einer Vermieterliste geführt und geben u. a. Auskunft über:

  • Wohnangebot: Wohnort / Stadtteil, Zimmergröße, Gartennutzung, Badnutzung, Küchennutzung etc.
  • Art und Umfang der gewünschten Hilfe
  • Wünsche des Vermieters an seine/n Mitbewohner/in (Geschlecht / Interesse an Studierenden aus dem Ausland / Interessen und Hobbies)
  • Kontaktdaten der Vermieter bei Interesse nur auf Anfrage!

Ablauf Die Vermittlung der Wohnpartnerschaften erfolgt nach einem bestimmten Konzept: Der persönliche Kontakt, umfassende Information der Interessenten über das Projekt sowie eine intensive Beratung und Betreuung der Studierenden und der Vermieter sind für eine erfolgreiche Vermittlung unerlässlich. Die Mitarbeiterin macht nach Vereinbarung einen persönlichen Gesprächstermin oder einen Hausbesuch bei den Vermietern, erläutert das Programm, klärt anhand einer Checkliste die wichtigsten Fragen und erstellt ein detailliertes Angebotsprofil.

Die Studierenden bewerben sich zunächst mit einem Bewerberbogen unverbindlich für die Teilnahme an Wohnen für Hilfe. Nach Abgabe des Bogens und Prüfung der Kriterien werden die Interessenten in die Datei aufgenommen und erhalten den Zugang zu der Liste mit den Vermieterangeboten. Daraus wählen sie aus, welche Angebote für sie interessant sind und fragen die Kontaktdaten beim Studierendenwerk nach, um dann einen persönlichen Kennenlerntermin mit den Vermietern zu vereinbaren. Parallel wird eine Kopie des Bewerberbogens an die angefragten Vermieter gesendet, um sie zu informieren, wer sich für ihr Angebot interessiert.

Informationen und Kontakt

Studierendenwerk Freiburg, Schreiberstr. 12 – 16, 79098 Freiburg Ansprechpartner für Studierende und Vermieter: Nicole Krauße, Tel. (0761) 2101-353, E-Mail: krausse@swfr.de, Sprechzeiten: Di und Do 9:00-12:00 Uhr und nach Vereinbarung

Der Bürgerverein sieht in diesem seit Jahren bewährten Programm eine von vielen Möglichkeiten der Vereinzelung der Menschen im Stadtteil entgegen zu wirken. Alt und Jung könnten sich auf diese Art gewinnbringend helfen. Aber auch junge Familien könnten für eine familiäre Entlastung und damit mehr Zeit für entspannteres Miteinander schaffen.

Beate Diezemann, Arbeitskreis Soziales


 

100 Jahre Gartenfreunde Freiburg-West

Es ist wohl eine der ältesten Kleingartenvereine in Freiburg: gegründet im Jahre 1920 haben die Gartenfreunde Freiburg-West jetzt im Jahre 2020 das stolze Alter von 100 Jahren erreicht. Eigentlich war die damalige Zeit noch geprägt von Not und Elend: umso erstaunlicher, dass sich einige Idealisten fanden, um einen solchen Verein zu gründen (vielleicht war es aber auch gerade die Not, die einen eigenen Garten sinnvoll erscheinen ließ).

Im Dezember soll vereins-intern auch noch etwas gefeiert werden: hoffen wir mal, dass Corona dem nicht wieder in die Quere kommt.

Der Verein der Gartenfreunde Freiburg-West hat heute fast 700 Mitglieder und betreut ca. 450 Kleingärten. In Betzenhausen sind es in erster Linie die Kleingartenanlagen in der Nähe der VAG Haltestelle Bissierstrasse: das Gebiet “Untermetzgergrün” erstreckt sich von Berliner Allee bis zur Güterbahnlinie. Um in den Stühlinger zu radeln, ist der Weg quer durch das Gelände ideal (und viele Leser werden es kennen). Von der Berliner Allee gut zu sehen ist auch das Vereinsheim, das man Jahrzehnte als “Vogelnest” kannte und in dem heute die Gaststätte “Küchenschelle” ihre Heimat hat (mit schönem Garten!). Eine zweite, aber kleinere Kleingartenanlage ist “Obergrün” hinter der Anne-Frank-Schule (entlang Autobahnzubringer Mitte).

Gartenfreunde West Kleingartenanlage Untermetzgergrün

 

Zum Jubiläum darf natürlich ein kleiner Rückblick auf die Geschichte nicht fehlen, wobei über die ersten Jahrzehnte wohl nicht viel dokumentiert ist. Alles begann 1920 mit wenigen Gartenfreunden, die zunächst ein Gelände im Freiburger Westen bewirtschaften durften, auf dem  sich vorher vor allem Schutthalden angesammelt hatten (Lage nicht ganz klar). Eingetragen wurde ihr Verein als “Kleingartenverein Freiburg-West”. Schon 1931 gestaltete man eine erste Kleingartenordnung, die z.B. den Anbau von Gemüse festlegte und auch die Haltung von Kleintieren regelte.

Kriegsbedingt kam es 1946 zur Neugründung und in den 1970-ger Jahren entschied man sich dann für den heutigen Namen “Verein der Gartenfreunde Freiburg West e.V.”. Anfangs erstreckten sich die Gärten im Untermetzgergrün bis in den Stühlinger, die aber 1976 mit Bau des Berufsschulzentrums aufgegeben werden mussten. Ein Dauerthema: diese Verdrängung durch Bautätigkeiten begleitet unsere Gartenvereine ja bis heute. Ende der 1970-ger Jahre wurde das Vereinsheim an der Bissierstrasse gebaut, in dem heute auch das Vereinslager untergebracht ist. Nebenbei sind alle Mitglieder verpflichtet, sich mehrere Stunden im Jahr an Gemeinschaftsarbeiten zu beteiligen.

Gefeiert wurde natürlich auch immer mal wieder; z.B. im Jahr 1980 das 60-jährige Jubiläum, als gleichzeitig die Wasserversorgung im Gewann Obergrün eingeweiht werden konnte. Auch damals hat das Bürgerblättle schon berichten können.

Die Bedeutung des Vereins für den Stadtteil zeigt sich schon in der Zahl der Kleingärten, die betreut werden; die Bedeutung spiegelt sich aber auch in den Aufgaben wieder, denen sich der Verein stellt. Hier einige Punkte aus der Satzung:

  • Zusammenschluss aller am Kleingartenwesen interessierten Bürgern.
  • Förderung und Erhaltung von Kleingartenanlagen und ihre Ausgestaltung als Bestandteil der Allgemeinheit zugänglichen öffentlichen Grüns ein.
  • Förderung der Kinder und Jugendlichen, insbesondere durch Erziehung zur Naturverbundenheit.
  • Förderung des Natur,-Umwelt-und Landschaftsschutzes

Kleingärten sind beliebt und wer Interesse hat neu einzusteigen, muss auch Geduld mitbringen; es gibt eine Warteliste mit Bewerbern.

Der Bürgerverein möchte an dieser Stelle ganz herzlich zum Jubiläum gratulieren!

Kontakt: 1. Vorsitzender Herr Wolfgang Fögele
Gartenfreunde Freiburg West e.V., Bissierstr. 2a, 79114 Freiburg,  Tel. (07 61) 8 35 55
www.gartenfreunde-freiburg-west.de


Bericht aus Bürgerblättle 264, Dez. 2020 / Jan. 2021

Jubiläumsspielplatz ‚Seekrater‘ im Seepark

In Anwesenheit der Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und Martin Haag wurde am 20. Aug. 2020 der neue Mehrgenerationen-Spielplatz mit Wasserspielplatz und Kletterparcour eröffnet. Auch wenn aktuell verschiedene Bäume und Sträucher noch fehlen: die kommen ab Herbst, also außerhalb der Vegetationszeit. Aber darauf wollte man nicht warten, denn so ergibt sich schon jetzt ein vielfältiges Angebot für Familien, die z.B. wegen Corona ihren Urlaub zu Hause verbringen.

Das Ergebnis des Umbaus kann sich sicher sehen lassen: um den Spielplatz wieder stärker mit dem Park zu verbinden, wurde der ehemals tiefe Krater zum Park hin geöffnet (barrierefrei). Der Aufbau hat Züge eines Amphitheaters mit Natursteinblöcken für Aufenthaltsbereiche und mit Holzdecks (z.B. für Picknick). Es gibt Sitzmauern und Stufen, und natürlich mehrere Spielbereiche wie Wasserspielplatz, Balancierhölzer, Naschgarten oder Kletterparcour. Als besonderes Inklusions-Element zählt eine Nestschaukel mit Fallschutz.

Der Kletterparcour soll in der Silhouette einige markante Freiburger Gebäude nachstellen und dürfte schon bald zum Erkennungsmerkmal des neuen Spielplatzes werden. Ein Highlight ist sicher der Wasserspielplatz mit einer Kombination aus Pumpen und Wasserleitrinnen. Auch früher gab es schon einen Bachlauf, der durch den angrenzenden Rhododendron-Busch verläuft: er konnte mit neuer Technik und Zuleitungen reaktiviert werden.

Bei der Eröffnungsveranstaltung anwesend war auch Renate Sick-Glaser als Vertreterin der “Renate und Waltraut Sick Stiftung“, die den Umbau des Spielplatzes mit einer großzügigen Spende von 100.000 Euro unterstützt hatte. Ihre Worte: “Mit meiner Jubiläumsspende für die Spielplätze im Dietenbachpark und Seepark möchte ich ganz im Sinne meiner Renate und Waltraut Sick Stiftung ein Zeichen für mehr Inklusion in Freiburg setzen. Menschen aller Altersgruppen und mit unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten können sich hier begegnen und sich entsprechend ihren Möglichkeiten bewegen. Ich wünsche uns allen, dass dieser inklusive Spielplatz hier im Seepark von Jung und Alt rege angenommen wird. Mein Jubiläumsgeschenk soll vielen Menschen hier in Freiburg viel Spaß und Freude an der Bewegung bringen”. Einen herzlichen Dank dafür auch von Seiten des Bürgervereins.

Nach den Erfahrungen des aktuellen Sommers müssen wir hier allerdings auch Befürchtungen von Anwohnern erwähnen, die den Seepark insbesondere in diesem Sommer häufig als Event-Location erlebt haben. Mit allen Begleiterscheinungen wie viel Unrat und Lärm bis tief in die Nacht. Es gibt Befürchtungen, dass der neue Platz auch dieses Nachtleben anzieht: darauf wird der Ordnungsdienst sehr achten müssen.

Und unserer weiterer Wunsch: grundsätzlich notwendig wäre auch eine öffentliche Toiletten-Anlage am östlichen Ufer des Sees. Das nächste WC befindet sich hinter der Ökostation und ist so manchem Besucher wohl unbekannt oder zu weit weg (und der Weg ins nächste Gebüsch leider näher).

Siehe auch Bericht in der Bad. Zeitung vom 21.Aug.2020 (evtl. mit eingeschränktem Zugriff).


Rückblick auf die Sanierung „Spielkrater“ im Seepark

Im Jahr 2020 feiert die Stadt Freiburg ihr 900 jähriges Stadtjubiläum. Aus diesem Anlass entstand im Frühjahr 2019 der Plan, drei Spielplätze neu zu gestalten (zusätzlich zu den ohnehin vorgesehenen Sanierungen). Die Fertigstellung des Umbaus soll Mitte 2020 abgeschlossen sein. Das Garten- und Tiefbauamt, das für den Unterhalt von Spielplätzen zuständig ist, hat aus der Prioritätenliste die Spielplätze ausgewählt, die dafür in Frage kommen. Einer davon ist der Spielplatz „Spielkrater“ im Seepark (und auch der Spielplatz am Dietenbachpark).

Dieser Spielplatz liegt recht versteckt zwischen der östlichen Spitze des Sees und dem Schongauerweg und dürfte manchem Stadtteil-Bewochner deshalb gar nicht bekannt sein. Der Spielkrater ist darüber hinaus in die Jahre gekommen und soll im Rahmen des Sanierungsprojektes zu einem Mehrgenerationenplatz werden.

Mai 2019: erstes Bürgerbeteiligungsverfahren

Das GuT möchte alle Interessierten mit ihren Wünschen und Vorstellungen einbeziehen. Zu einem ersten Beteiligungs-Treffen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hatte das GuT am Freitag, den 3. Mai 2019 eingeladen, siehe auch Details in Einladung_Seepark_Spielkrater.


Juli 2019: Bei herrlichem Wetter fand am 10. Juli 2019 ein 2. Beteilungsverfahren vor Ort statt.

Leider war die Beteilung sowohl von Kindern wie auch von Jugendlichen und Erwachsenen nicht sehr gut. Doch die Anwesenden waren von der Ausarbeitung des Entwurfs begeistert und können deren Umsetzung kaum erwarten. Es wird für jede Altersgruppe etwas dabei sein, um so einen Mehrgenerationenspielraum zu bieten. Die Öffnung des Spielkraters zur großen Liegewiese am Seepark, wird die jetzige versteckte unsichere Lage entschärfen und den Benutzern noch mehr Bewegungspielraum geben.

Beginn der Bauarbeiten ist für Beginn 2020 angedacht. Fertigstellung wird zum Sommer 2020 zugesagt. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hat gemeinsam mit Herrn Braun vom Büro Ramboll Studio Dreiseitl aus Überlingen eine sehr innovative und schöne Lösung erarbeitet, die auch Kindern mit Behinderung Spielmöglichkeiten bieten wird.

Wenn jetzt die Stadt Freiburg sich noch überlegen würde, ob sie nicht doch eine Toilette in dem Bereich einrichten könnte, wäre vielen Anliegern und freizeitgenießenden Menschen geholfen. Schließlich muss für die Wasserspiele eine Trinkwasserleitung neu verlegt werden. Die nächsten öffentlichen Toiletten sind bei der Öko-Station und dem Bürgerhaus! Es wäre nett, wenn die Verwaltung darüber nachdenken würde. Die „Buschtoiletten“ der Seeparkbenutzer sind eine Zumutung.


Juli 2020: wie fast täglich zu sehen ist, herrscht inzwischen rege Bautätigkeit auf dem Gelände.

Aus dem bisher etwas versteckten Spielplatz wird eine Mehrgenerationenanlage entstehen. Wenn es so weiter geht, dürfte auch die Eröffnung noch im Sommer möglich sein.

Mit der Planung wurde das Ramboll Studio Dreiseitl aus Überlingen beauftragt. Die Ausführung übernahm das Team Grün Furtner GmbH aus Buchenbach bei Freiburg. Die Gesamtfläche umfasst eine Größe von etwa 1.500 Quadratmetern.