Entfernen von Graffiti

Juni 2021 Update: Leider gab es nur wenig Rückmeldungen bezüglich Graffiti auf Hauswänden.

Glücklicherweise wurde vom Verein Sicheres Freiburg e. V. trotz des Haushaltbeschlusses des Gemeinderates beschlossen, das Solidarmodell auch zukünftig stattfinden zu lassen, da die Arbeit als solches durch die Maler/innen ehrenamtlich durchgeführt wird, und der Verein lediglich die Kosten für die Farbe übernimmt.


Mai 2021: Aufgrund des Haushaltbeschlusses Ende April wird es dieses Jahr zum letzten Mal die Möglichkeit geben, dass private Eigentümer illegales Graffiti kostenlos von ihren Häusern entfernen lassen.

Illegale Graffiti stellen eine Sachbeschädigung dar, schädigen das Image der Stadt und verursachen hohe Kosten.  Durch das Entfernen von illegalen Graffiti kann das Erscheinungsbild des Stadtteiles verbessert werden. Deswegen organisiert der Verein Sicheres Freiburg e.V. seit 2007 zusammen mit verschiedenen Betrieben der Malerinnung Freiburg-Müllheim das Entfernen von Graffiti: Gefördert durch den „Fördertopf legale und illegale Graffiti“ der Stadt wird die Farbe bezahlt mit der die Maler*innen ehrenamtlich und deswegen für die Hausbesitzer kostenlos illegale Graffiti überstreichen.

Leider hat der Gemeinderat Ende April mit dem Beschluss des Doppelhaushalt 2021/22 entschieden die Förderung zu streichen, um Geld zu sparen. Private Eigentümer, die kostenlos illegale Graffiti von ihren Häusern entfernt haben möchten, sollen sich deshalb zur Koordination der Aktion bis zum 15. Juni beim Bürgerverein melden.

Weitere Informationen über die Aktion können unter www.sicheres-freiburg.de gefunden werden.

 


Rückblick 2019

Anti-Graffiti Aktion in Betzenhausen-Bischofslinde: Am 11.05.2019 fand zum 15.ten Mal der Aktionstag  Solidarmodell „Anti-Graffiti“ in Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde statt.

An 15 Objekten wurden bei der diesjährigen Aktion Illegale Graffiti im Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde durch ehrenamtliches Engagement der Malerbetriebe entfernt. Die Federführung hatte wieder der Verein Sicheres Freiburg e. V. der den Aktionstag gemeinsam mit dem Bürgerverein Betzenhausen – Bischofslinde, der Malerinnung Freiburg/ Müllheim, der Polizei, der Jugendhilfe im Strafverfahren, der VAG und vielen weiteren Akteuren organisierte.

Farbschmierereien verursachen nicht nur einen hohen wirtschaftlichen Schaden, sie sind auch ein Straftatbestand. Sie verärgern ebenso Hauseigentümer, Mieter und häufig auch Besucher, die ihr Bedauern ausdrücken über die negative Veränderung des Stadtbildes. Die Folge: Man fühlt sich im eigenen Stadtteil zunehmend unwohl und im schlimmsten Fall sogar bedroht, da das subjektive Sicherheitsgefühl dann oftmals beeinträchtigt ist. Nach der Reinigung und dem neuen Anstrich wirken die Zu- und Abgänge freundlicher und heller.

Dank der guten Zusammenarbeit aller Kooperationspartner konnten nach der Begrüßung und Eröffnung der Aktion durch den Ersten Bürgermeister Herrn von Kirchbach in diesem Jahr wieder viele Objekte, deren Eigentümer der Reinigung zugestimmt haben, in diesem Stadtteil gereinigt werden.

Auch die VAG, die den Aktionstag seit Anbeginn unterstützt, beteiligte sich mit der Reinigung ihrer Haltestellen in dem Stadtteil.

Es wurden auch umfangreiche Reinigungen in Abstimmung mit dem Garten- und Tiefbauamt durch die gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH unter anderem im Seepark durchgeführt. Auch hier wirkt alles viel heller, gepflegter und freundlicher. Das subjektive Sicherheitsgefühl wir dadurch gestärkt und es entsteht eine positive Wahrnehmung aller Besucher, sei es aus Freiburg oder dem Ausland.

Trotz schlechter Wetterprognose konnten alle Arbeiten im Trockenen erledigt werden. Unser Dank gilt allen Akteuren, die durch ihr großes, ehrenamtliches Engagement diesen Aktionstag ermöglichten.

Für alle an diesem Aktionstag gereinigten Flächen gibt der Verein Sicheres Freiburg e.V. eine 3-monatige Nachstreich Garantie: Sollte in den nächsten drei Monaten an den gereinigten Flächen Sachbeschädigungen durch Beschmierungen auftreten, werden diese umgehend beseitigt. Dazu bitte einfach eine formlose Meldung, am besten per Mail an diese Adresse:

Kontakt: Sicheres Freiburg e.V., Mark Bottke, Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg, Tel.: 0761 2927 2098, eMail: info@sicheres-freiburg.de

Hier die ausführliche Pressemitteilung zum Solidarmodell von Sicheres Freiburg mit Bildern aus unserem Stadtteil. Konzept und Fotos der letzten Aktionstage finden Sie auf der Homepage des Vereins unter www.sicheres-freiburg.de.


Grundsätzliches zur Beseitigung illegaler Graffiti

Private Eigentümer/innen, die Graffiti an ihren Gebäuden fachmännisch durch Ansprechpartner der Malerinnung entfernen lassen, erhalten die Absicherung, dass innerhalb eines halben Jahres die Kosten zur Beseitigung einer erneuten Sachbeschädigung durch Graffiti bis zu zwei Mal durch die Stadt Freiburg übernommen werden. Seit 2018 hilft der Verein Sicheres Freiburg im Auftrag der Stadt Freiburg den betroffenen, privaten Eigentümern.

Hierbei übernimmt der Verein unter bestimmten Bedingungen die Kosten zur Beseitigung illegaler Graffiti. Weitere Informationen finden Sie hier: Anti-Graffiti-Kostenübernahme


Legale Graffiti

Der Verein “Sicheres Freiburg e. V.”  fördert auch legale Street-Art- und Kunstprojekte. Auf der Homepage unter www.freiburg.de/graffiti sind diejenigen Orte in Freiburg aufgeführt, an denen Farbe erlaubt ist, und welche Regeln dabei zu beachten sind. Freigegebene Flächen sind in Betzenhausen z.B. die Unterführung Berliner Allee bei den Schrebergärten, aber auch die drei Unterführungen unterhalb der Sundgaualle.


Juli 2019: Neue Initiative „Graffiti-Alarm – Für ein schönes Stadtbild“.

Hintergrund: Viele Kommunen kämpfen mit illegalen Graffiti, laut einer Studie des Deutschen Städtetags summieren sie sich bundesweit alljährlich auf 200 Millionen Euro. In Freiburg hat die Stadt 2018 rund 238.000 Euro für die Beseitigung der Schäden allein auf eigenen Objekten ausgegeben.

Bei einer Info-Veranstalltung der Stadtverwaltung zur illegalen Graffiti haben sich sich 15 Freiburger Institutionen zur neuen Initiative „Graffiti-Alarm – Für ein schönes Stadtbild“ zusammengeschlossen, um verstärkt gegen illegale Graffiti vorzugehen und sich künftig mit Erfahrungs- und Fachwissen gegenseitig zu unterstützen. Ziel der Initiative: Das Stadtbild soll verbessert werden. Aktuell beteiligt sind u.a.: Justiz, Polizei, FWTM, Verband Haus & Grund Freiburg, Wohnungsunternehmen (z.B. Bauverein Breisgau eG, Freiburger Stadtbau GmbH, Heimbau Breisgau eG, Vonovia), VAG, Stiftungen der Erzdiözese Freiburg, Evangelische Kirche, Amt für Vermögen- und Bau BW (Universitäts- und Landesgebäude).

Hier ist die vollständige Pressemitteilung “Graffiti Alarm” zu finden.

Baugebiet Obergrün

Aktueller Stand und Zusammenfassung:

Mai 2021: ein Bericht zum aktuellen Stand in der Badischen Zeitung vom 22.5.2021 (evtl. mit Einschränkungen beim Zugriff).

Im Frühjahr 2020 wurde ein Entwurf vorgelegt, der nochmals eine höhere Bebauung vorsieht als zuvor. Jetzt sind es 43 Wohneinheiten, aufgeteilt auf 26 Reihenhäuser und 3 Mehrfamilienhäuser. Geförderten Wohnungsbau soll es auf 20% des Baulandes geben.  Dazu 55 Tiefgaragenplätzen und 14 oberirdische Stellplätze. Die Abstände zu Nachbarbauten und Grundstücken sind bei dieser Bebauung weiterhin gering.

Der Bürgerverein hatte im Juni die Möglichkeit im Bauausschuss Stellung zu nehmen. Unsere Bedenken konnten nicht überzeugen: weder den Bauausschuss, noch den Gemeinderat, der Ende Juni dem Entwurf fast einstimmig zugestimmte.

Im Herbst wurde ein Geruchsgutachten erstellt,  um einen sinnvollen Abstand zwischen Wohnhäusern und dem angrenzenden Verein “Bauerhof für Tiere” zu ermitteln. Offensichtlich mit dem Ergebnis, dass eine Häuserzeile wegfallen müsste. Jetzt kommt von der Stadt bzw. Mitgliedern des Gemeindesrates aber die Idee, stattdessen das Gelände des Vereins umzusiedeln. Dagegen sprechen viele Gründe; wir betrachten dies aktuell also nicht als eine sinnvolle Lösung.

Der Verein Bauerhof für Tiere hat alle Fraktionen des Gemeinderates eingeladen, sich die Situation vorort erläutern zu lassen. Wir unterstützen dieser Vorgehen ausdrücklich und gehen davon aus, das ein Kompromiss gefunden werden kann. Es gibt auch erste Fraktions-Vetreter, die der Einladung gefolgt sind. Einen ausführlichen Bericht vom Verein Bauerhof für Tiere zur Situation gibt es auch im Bürgerblättle 264 vom Dez. 2020.

Überhaupt fragen wir uns, ob sich für dieses kleine Baugebiet nicht ein Baustil empfehlen würde, der zum ländlich anmutenden Park passt. Vielleicht sogar mit Menschen, die gern in einem Umfeld mit Tieren wohnen würden. Also einfach mal etwas Besonderes versuchen, statt 08.15-Bauweise. Bauen mit Holz könnte dabei doch z.B. ein Ansatz sein.


Bebauungsplan „Obergrün“, Plan-Nr. 5-112 (Betzenhausen-Bischofslinde)

Im Dezember 2015 hatte der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans Obergrün im Stadtteil Betzenhausen beschlossen (Plan-Nr. 5-112). Vorgesehen war eine aufgelockerte Bebauung entsprechend dem bisherigen Umfeld (Entwürfe mit max. 26 Wohneinheiten). Anfang 2019 konnte sich die Treubau mit den Eigentümerinnen und Eigentümern über eine mögliche Entwicklung des Areals einigen.

Ein Entwurf im Frühjahr 2019 enhielt dann 35 Reihenhäuser (also weit mehr als in den anfänglichen Überlegungen 2015) und durchgängige Tiefgarage. Der Entwurf folgt damit einer Linie, die offensichtlich vom Bauausschuss vorgegeben wurde. Siehe auch Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 9.4.2019. Hier ein Link auf die zugehörigen Bebauungspläne im Verfahren Obergrün.

Vom 15. April bis 17. Mai 2019 war der vorläufige städtebauliche Entwurf im technischeen Rathaus zur Einsicht ausgelegt. Mehrere Anwohner haben die Möglichkeit genutzt, um ihre Einwendungen zur formulieren.

Das Baugebiet liegt in direkter Nachbarschaft zum Verein „Bauernhoftiere für Stadtkinder“: gedacht ist an einen Abstand von fünf bis neun Metern plus Gartenzone.

Heutige Anwohner beklagen u.a. die stark erhöhte Baudichte, die zu erwartene Verkehrssituation, die unmittelbare Nähe zur Tiefgaragen-Einfahrt und gleichzeitig fehlende Besucherparkplätze.

Das Baugebiet führt nach heutiger Planung auch zu einer Änderung vorhandener Rad- und Gehwege.

Im Sommer 2020 dann ein Entwurf, bei dem kritische Punkte leicht geändert wurden und eine neue Aufteilung gefunden wurde: jetzt sind es 26 Reihenhäuser und 3 Mehrfamilienhäuser. Geförderten Wohnungsbau soll es auf 20% des Baulandes geben. Die Begeisterung der Anwohner hielt sich sehr in Grenzen. Der Bürgerverein konnte eine kritische Stellungnahmen vor dem Bauausschuss abgeben; aber wohl wenig bewirken.

Wir werden versuchen, kritsche Punkte in die weiteren Diskussionen mit der Stadt einzubringen.


Zusammenfassung der Entwicklung seit Anfang 2019

Stand Juni 2019: Stellungnahme Bürgerverein

Auch die AG Bauen des Bürgervereins hat sich mit dem Baugebiet beschäftigt. Wir wollen nicht bezweifeln, dass eine Bebauung von Obergrün in Abwägung mit dem dringenden Bedarf an Wohnraum in Freiburg vertretbar ist. Wir sehen aber eine Reihe kritischer Punkte, die sich vor allem aus der geplanten Dichte der Bebauung ergeben. Hier eine Zusammenfassung der Stellungnahme, die wir gegenüber dem Stadtplanungsamt abgegeben haben.

Ausgangslage und mögliche Beeinträchtigungen

Das Gewann Obergrün ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Bürgerinnen und Bürger von Betzenhausen-Bischofslinde. Es ist insbesonders wegen seiner landschaftlichen Vielfalt und des ländlichen Charakters sehr beliebt (Wiesen, Weiden, Hecken, verschiedene Einzelbäume, Mühlbach, Tiere). Das Gebiet ist sehr artenreich (eine Auflistung ist in unserer Stellungnahme enthalten). Es ist damit ideal geeignet um Kindern die Themen Artenvielfalt und Naturschutz mitten in der Stadt nahezubringen. Dafür spricht auch die Nähe zur Anne Frank Schule.

Das Baugebiet liegt in direkter Nachbarschaft zum Verein „Bauernhoftiere für Stadtkinder“, der die bisherigen Fläche schonend beweidet u. a. mit Ziegen und Schafen. Für den Verein geht wertvolles Weideland ohne adäquaten Ersatz verloren.

Für die direkten Anwohner kritisch sind Zufahrt zur Tiefgarage, Organisation der Müllabführ und auch die Anzahl geeigneter Standorte von Besucherstellplätzen. Wir haben auch Zweifel, dass die Thannhauser Str. das weitere Verkehrsaufkommen tragen kann.

Angemessene Bebauung

Im heutigen Entwurf sind 35 Reihenhäuser vorgesehen, also weit mehr als in den anfänglichen Überlegungen aus dem Jahr 2015: damals gab es 3 Entwürfe zwischen 20 und max. 26 Wohneinheiten. Eine Dichte von 35 Wohneinheiten auf der kleinen Fläche stellt einen Fremdkörper dar, der sich nicht in das umgebende Gebiet einfügt, das einen insgesamt ländlichen Charakter hat, Bebauung mit Satteldächern etc.

Die Dichte erfordert offensichtlich eine Tiefgarage mit einer kritischer Einfahrt, fehlenden sonstigen Parkmöglichkeiten u.a. Es werden also den bisherigen Anwohnern unverhältnismäßige Beeinträchtigungen zugemutet. Durch die hohe Dichte sind auch die Abstände zu den Nachbargrundstücken durchweg zu gering: sowohl zur bisherigen Wohnbebauung, als auch gegenüber Bauernhoftiere für Stadtkinder mit den spezifischen Aktivitäten sowie Tiergerüchen und -geräuschen.

Alternativentwurf

Da sich kritische Punkte vor allem aus der hohen Dichter ergeben, erscheint der Planaufstellungsbeschluss aus dem Jahr 2015 weit angemessener als der heutige Ansatz.

Zusätzlich hat die AG Bauen des Bürgervereins eine Kompromisslösung auf Basis des aktuellen städtebauliche Entwurf vorgelegt: die Alternative enthält eine Bebauung des Gebiets mit 27 anstelle der diskutieren 35 Wohneinheiten. Eine aufgelockerte Bebauung ermöglicht oberirdische Stellplätze und gemeinschaftliche Anlagen wie allgemeine Freiflächen, Mülleimer etc., die dann nicht mehr an den Rand zu den Nachbarn gedrängt werden müssten, sondern innerhalb des geplanten Baugebiets Platz fänden. Sogar vorhandener Baumbestand könnte  erhalten bleiben.


Hier eine Anfrage zum Baugebiet durch “Freiburg Lebenswert” am 4.7.2019 bei Oberbürgermeister Horn: Anfrage Obergrün


Stand Juli 2019: Informationsveranstaltung organisiert vom Stadtplanungsamt

Die Veranstaltungen am 22. Juli 2019 im Margarethe-Ruckmich-Haus mit über 100 Teilnehmern sehr gut besucht (19:00 bis 21:00). Aus Seite des Stadplangsamtes anwesend waren Herr Jerusalem und Herr Fabian, sowie weitere Sachbearbeiter. Mit der Info-Veranstaltung wollte das Amt über den aktuellen Verfahrensstand informieren, obwohl eine solche öffentliche Veranstaltung im beschleunigten Verfahren eigentlich nicht notwendig gewesen wäre: zeigt aber nach Worten von Herrn Jerusalem die Bereitschaft, über die weitere Schritte im Dialog zu bleiben.

Das Projekt wurde von Herrn Fabian in den bisherigen Planungen vorgestellt. Auch mit den Varianten aus 2015. Die höhere Dichte ist nach Worten von Herrn Jerusalem auf zwei Punkte zurück zu führen: zum einen war anfangs auch das Gelände der heutigen Gärtnerei eingeschlossen, zum anderen gab es zwischenzeitlich einen Beschluss im Bauausschuss, der in Anbetracht der Freiburger Wohnsituation eine höhere Dichte forderte . Die Treubau habe unter diesen Umständen versucht, einen dazu passenden Entwurf zu erstellen (z.B. mit Tiefgarage, die 2015 noch nicht vorgesehen war).

Die beteiligten Nachbarn/Anwohner konnten ihre Ansichten vorbringen (etwa die Themen, die auch oben erwähnt sind). Teilweise wurde es eine durchaus emotionale Diskussion. Anwalt Werner stellte sich vor als Vertreter einer Anwohnergemeinschaft. Als klare Linie war zu erkennen: die Entwürfe von 2015 würden Zustimmung finden; der heutige Entwurf findet unter den Anwesenden nur Ablehnung. Diese Nachricht sollte auch bei den Vertretern des Stadtplanungsamtes angekommen sein. Herr Jerusalem versprach, über die weitere Schritte zu informieren.

Ansprechpartner im Stadtplanungsamt ist Herr Fabian: E-Mail: stadtplanungsamt@stadt.freiburg.de, Tel. 0761/201-4150, www.freiburg.de/stadtplanung

Bedauerlicherweise war vom Bauausschuss niemand anwesend: nach unseren Kenntnissen hatten z.B. Frau Buchen und Herrn Friebis vor einigen Monaten für die stärkere Verdichtung  votiert. Wäre also gut, sie würden sich auch einwenig mit den Konsequenzen beschäftigen.


Stand Dezember 2019: OB vor Ort

Die Pläne werden aktuell überarbeitet und in unterschiedlichen Varianten dem Bauausschuß bzw. Gemeinderat neu zur Diskussion vorgelegt. OB Horn ließ erkennen, dass die kritisierte dichte Bebauung auf eine Initiative im früheren Bauausschuß zurück ging (also nicht aus der Verwaltung kam und auch dort kritisch gesehen werde).  Ausserdem würden aktuell die letzten Gutachten erstellt, die dann Basis sein sollen für die weitere Bewertung und Anzahl möglicher Wohneinheiten.


Stand Juni 2020: Sitzungen Bauausschuss und Gemeinderat

Alle, die gehofft hatten, dass es bei dem Konzept vielleicht doch noch Änderungen in gewünschter Richtung geben könnte, wurden inzwischen enttäuscht. Es gibt neue Pläne, die laut Stadt auch auf Eingaben der Anwohner eingehen würden (z.B. leicht zurückgezogene und überdachte Tiefgarageneinfahrt, ein Privatweg, auf dem evtl. ein Durchgang “möglich sein könnte” …), grundlegend hat sich aber an der Dichte nichts geändert. Es hat sich die Situation eher noch verschäft, denn der aktuelle Entwurf besteht jetzt aus 43 Wohneinheiten, aufgeteilt auf 26 Reihenhäuser und 3 Mehrfamilienhäuser. Geförderten Wohnungsbau soll es auf 20% des Baulandes geben.  Dazu 55 Tiefgaragenplätzen und 14 oberirdische Stellplätze. Die Abstände zu Nachbarbauten und Grundstücken sind bei dieser Bebauung weiterhin gering.

Der Bürgerverein hatte im Juni die Möglichkeit im Bauausschuss Stellung zu nehmen zur Bebauung. Leider konnte sich niemand im Bauausschuss unseren Bedenken anschliessen: Dichte und Tiefgarage entsprechen nach Ansicht der Mitglieder den heutigen Erfordernissen in Anbetracht der Wohnungssitution. Ende Juni hat dann auch der Gemeinderat dem Entwurf fast einstimmig zugestimmt: lediglich Herr Winkler von Freiburg Lebenswert zeigte Verständnis für die Argumente der Anwohner und des Bürgervereins und hat dies auch im Gemeinderat so vorgetragen. Seine wichtigsten Punkte sind auch im Amtsblatt vom 3. Juli als Fraktionsbeitrag von Freiburg Lebenswert nachzulesen. Für diese Unterstützung möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken!

Die politischen Gremien haben klar entschieden, bleibt also die Frage, wie es weiter geht, denn im Jahr 2021 soll Realisierung erfolgen. Einer der nächsten Schritte ist die Offenlage zum aktuellen Entwurf. Die wird vermutlich Anfang 2021 sein und wir werden auch darauf hinweisen. Dann sind wieder Eingaben von Bürger*innnen möglich.

Zur Info hier zusätzlich auch noch Hinweis auf den zugehörigen Bericht der Badischen Zeitung vom 3. Juli 2020 (evtl. mit Einschränkungen beim Zugriff).

Stand Nov. 2020: Geruchsgutachten und Abstand

Inzwischen wurde ein Geruchsgutachten erstellt,  um einen sinnvollen Abstand zwischen Wohnhäusern und dem angrenzenden Verein “Bauerhof für Tiere” zu ermitteln. Offensichtlich mit dem Ergebnis, dass eine Häuserzeile wegfallen müsste. Jetzt kommt von der Stadt bzw. Mitgliedern des Gemeindesrates aber die Idee, stattdessen das Gelände des Vereins umzusiedeln. Dagegen sprechen viele Gründe; wir betrachten dies aktuell also nicht als eine sinnvolle Lösung.

Der Verein Bauerhof für Tiere hat alle Fraktionen des Gemeinderates eingeladen, sich die Situation vorort erläutern zu lassen. Wir unterstützen dieser Vorgehen ausdrücklich und gehen davon aus, das ein Kompromiss gefunden werden kann. Es gibt auch erste Fraktions-Vetreter, die der Einladung gefolgt sind. Einen ausführlichen Bericht vom Verein Bauerhof für Tiere zur Situation gibt es auch im Bürgerblättle 264 vom Dez. 2020.

Mai 2021: Bauernhoftiere in Freiburg werden von Neubauten bedrängt

Hier ein Bericht zum aktuellen Stand in der Badischen Zeitung. (evtl. mit Einschränkungen beim Zugriff).


Neugestaltung Spielplatz Wiechertstrasse

Akueller Stand Mai 2021:  SO WIRD ES NUN

In den vergangenen Wochen gab es einige Rückmeldungen auf die Entwurfsvorstellung des Spielplatzes Wiechertstraße. Soweit möglich haben die Mitarbeiter_innen des Garten- und Tiefbauamtes  diese aufgegriffen und das Konzept in Teilen angepasst. Der grundsätzliche Planungsgedanke der Flächenentsiegelung mit Quartierskommunikation und Trampolinen wurde von den Nutzer_innen positiv bewertet und bleibt daher erhalten: siehe finaler Plan Spielplatz Wiechertstraße (pdf).

Nach intensiver Prüfung hat sich indes bestätigt, dass das über 40 Jahre alte Kletteroktogon trotz aller „Verteidigung“ aus sicherheitstechnischen Gründen nicht erhalten werden kann. Um den Forderungen nach Erhalt des Spielangebotes dennoch Rechnung zu tragen, wird es anstelle der ursprünglich angedachten Calisthenics-Kletteranlage durch eine gestalterisch ähnliche – jedoch sicherheitstechnisch aktuelle, deutlich modernere und vielfältigere – Kletterkugel ersetzt. Gebogene Rohre aus Edelstahl dienen zusätzlich zum Kletterkubus als „Geländer- Rutschen“, eine „Feuerwehrstange“ ermöglicht einen weiteren, kletterfreien Abgang. Zwischenpodeste aus Gummimatten ermöglichen bei Bedarf auch motorisch eingeschränkten Kindern das Spiel innerhalb des für sie sonst nur schwer wahrnehmbaren Seilkubus und bringen zusätzliche Abwechslung in die Kletterrunde.

Um auch generationsübergreifende Kommunikation zu ermöglichen, werden künftig 2 „richtige“ Bänke zum gemeinschaftlichen Verweilen einladen. Das platzsparende Konzept der Sitzbalken, die gleichzeitig die als gefährlich empfundenen Steinkanten der vorhandenen Hochbeete entschärfen werden, bleibt parallel dazu erhalten.

Im Anschluss an die nun anstehenden, technischen Detailplanung, Ausschreibung und Lieferzeit der Spielgeräte ist die Umsetzung für den kommenden Herbst/Winter vorgesehen.


Zusammenfassung

Der Spielplatz Wiechertstrasse liegt etwas unscheinbar im „im Hinterhof“ und ist deshalb auch eher wenig bekannt. Und er ist in die Jahre gekommen. Deshalb hat das Garten und Tiefbauamt (GuT) angeboten, diesen Spielplatz neu zu gestalten.

Nach einer ersten Termin zur Bürgerbeteiligung hat das GuT einen Gestaltungsvorschlag erarbeitet, der auch die gegebenen Rahmenbedingungen berücksichtigt (wie z.B. Feuerwehrzufahrt). Siehe auch Beitrag im Bürgerblättle April/Mai 2021.

Hier die zugehörige Projekt-Seite beim Garten und Tiefbauamt der Stadt Freiburg.


Stand März 2021: Vorstellung Gestaltungsentwurf

Nachfolgend die Ausführungen des GuT zu SPIELPLATZ WIECHERTSTRASSE – ENTWURFSVORSTELLUNG

Die anhaltenden Pandemiebeschränkungen erlauben es leider immer noch nicht, die bei Spielplatzumgestaltungen sonst üblichen Beteiligungstermine mit Treffen vor Ort stattfinden zu lassen. Doch allmählich muss es mit dem Spielplatzprojekt „Wiechertstraße“ weiter gehen – und Ihre Meinung ist uns dabei weiterhin wichtig! Daher wählen heute diesen Weg, um unseren Planungsprozess transparent zu machen.

Aufgrund der langen Lieferzeiten für Spielgeräte ist geplant, die Umbauarbeiten voraussichtlich im 4. Quartal des Jahres durchzuführen. Konstruktive Anmerkungen zum nachfolgend beschriebenen Gestaltungskonzept können Sie gerne bis zum 15. April 2021 per mail an das Garten und Tiefbauamt (GuT@stadt.freiburg.de) senden. Wir prüfen dann, inwiefern diese im Rahmen der fachlichen und verfügbaren Möglichkeiten berücksichtigt werden können.

AUSGANGSSITUATION

In den vergangenen 40 Jahren hat sich auf dem Spielplatz Wiechertstraße kaum etwas verändert. Die Fläche ist mit Betonpflaster und Fallschutzplatten aus Kunststoff fast vollständig versiegelt, ein grüner Rahmen aus Kastanienbäumen „verhockt“ in allzu kleinen, hochbeetartigen Baumscheiben. Das einzige Spielelement ist ein Oktogon aus Stahl mit integriertem Kletternetz, das nach all den Jahren jedoch abgespielt ist. Die alten Fallschutzplatten haben die erforderliche Elastizität verloren und biegen sich, so dass problematische Stolperstellen entstehen. Auch die vorhandenen Sitzbänke und der Abfallbehälter am Rand der Fläche haben schon bessere Zeiten gesehen.

Um auf dem Platz wieder eine zeitgemäße Gestaltung zu ermöglichen, wurde die Fläche in das Vorhaben „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier (SIQ) – Sanierungsgebiet Betzenhausen- Bischofslinde“ aufgenommen und wird nun von Bund und Land mit Städtebaufördermitteln unterstützt. Im Herbst 2020 fand vor Ort ein erster Bürgerbeteiligungstermin statt, zu dem mit mails, Plakaten und Wurfzetteln großräumig eingeladen wurde. Im Anschluss daran konnten noch einige Wochen lang Anregungen zur Umgestaltng im Wunschbriefkasten hinterlassen werden. Da der Platz eher unscheinbar „im Hinterhof“ liegt, wurde er aber im Viertel bisher offenbar kaum wahrgenommen, denn die Anzahl der Rückmeldungen war leider eher gering. Dennoch ließen sich Tendenzen ablesen. Neben einer Bemerkung wie „lassen Sie es wie es ist“ zeigte sich vor allem, dass im nahen Umfeld bereits ausreichend viele Angebote für kleine Kinder bestehen. Stattdessen wurden eher Bewegungsangebote für „Größere“ angefragt. Aber auch die Themen Kommunikation und Ökologie waren den Teilnehmer_innen wichtig.

KONZEPT

Die gestalterischen Möglichkeiten auf der eher kleinen Fläche sind dank einer frei zu haltenden Feuerwehrzufahrt und der vorhandenen Bäume begrenzt. Trotzdem haben die Planer_innen des Garten- und Tiefbauamtes ein Konzept entwickelt, in dem viele Anregungen des Beteiligungsverfahrens berücksichtigt werden konnten.

Die geometrische Formensprache des Platzes wurde beibehalten und mit Motorikangeboten für Nutzer_innen unterschiedlicher Altersgruppen ergänzt. Zahlreiche Balken aus Holz gliedern künftig die Flächen, „entschärfen“ die als problematisch empfundenen Steinkanten an den alten Baumscheiben und laden zum Verweilen oder zu nachbarschaftlichen Gesprächen ein. In Teilbereichen werden vorhandene Höhensprünge zwischen Gehweg und Platzfläche ausgeglichen, so dass ein künftig ein stufenloser  Zugang zur Fläche möglich sein wird.

Ein Erhalt der alten Kletteranlage ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Stattdessen bietet künftig eine Calisthenicsanlage mit (gewünschten) Holzpfosten vielfältige Bewegungs- und Sportanreize.  Ein langer Federwippbalken, eine Reckstange sowie ein verdrehtes Kletternetz ergänzen das Bewegungsangebot auch für die etwas jüngeren Besucher_innen, so dass das Thema Spiel bei aller Sportbegeisterung nicht zu kurz kommen wird. Ein großer Spaß für alle Altersklassen wird sicher die Reihe aus 3 kleinen Bodentrampolinen, die es so auf öffentlichen Spielplätzen in Freiburg bisher noch nicht gibt. Auf die Themen Kleinkindspiel und Sand wird wunschgemäß verzichtet, da dieser Schwerpunkt bereits auf den Spielplätzen im näheren Umfeld vielfältig vorhanden ist.

Im Bereich der Feuerwehrzufahrt bleibt die zum Inliner- oder Rollerfahren beliebte Pflasterfläche teilweise erhalten. Durch die Beseitigung von Unebenheiten im angrenzenden Gehwegbereich können künftig aber auch diese Flächen wieder problemlos für ähnliche Aktivitäten genutzt werden. Der Fallschutzbereich der Motorikkombination wird aus ökologischen Gründen entsiegelt. Künftig sorgen (wie auf den meisten Spielplätzen im Stadtgebiet) Holzhackschnitzel für die erforderliche Sicherheit.

Durch die großflächige Entsiegelung  werden nicht zuletzt die Standortbedingungen der vorhandenen Bäume nachhaltig verbessert. Eine zusätzliche Verbesserung bzw. ökologische Aufwertung der Fläche soll durch die deutliche Vergrößerung der bisher sehr beengenden Baumscheiben erfolgen. Auch das innerstädtische Kleinklima wird dadurch in diesem bisher „überhitzten“ Bereich nachhaltig verbessert. In den neu entstehenden Grünflächen bieten verschiedene, mittelhohe Blütenpflanzen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Insekten und werten die Fläche zudem optisch auf.


Stand Sept. 2020: Einladung zum Projektstart am Dienstag, 29.09. 2020.

Es war schon vor einiger Zeit angekündigt worden: jetzt kann endlich die Umgestaltung des über 40 Jahre alten Spielplatzes “Wiechertstraße” beginnen. Die Fläche ist zwar nur klein und mit allerlei Zwangspunkten belegt, aber trotzdem möchte das Garten- und Tiefbauamt (GuT) eine Neugestaltung erreichen, in der sich möglichst viele Nutzer*innen positiv wiederfinden können.

Erstes Treffen ist am Dienstag, 29.09. 2020 um 15.30 Uhr auf dem Spielplatz, um den Spielplatz gemeinsam anzuschauen (unter Beachtung der aktuellen Coronaregeln).

Dabei wird auch ein Wunschbriefkasten montiert: wer keine Zeit hat am Dienstag, kann in aller Ruhe in den darauffolgenden 3 Wochen seine Anregungen und Wünsche dort hinterlassen. Die Mitarbeiter*innen vom Garten- und Tiefbauamt sind neugierig was das kommt und leeren den Kasten regelmäßig…

Hier die zugehörige Projekt-Seite bei der Stadt Freiburg.

 

 

 

Aussenbecken Westbad (Freibad)


Stand April 2021

Leider wurden im Zuge der aktuellen Haushaltsberatungen 2021 alle Mittel für das Freibad West gestrichen. Ob und wie weiter gehen kann, ist aktuell unklar. Wir bedauern sehr, dass dieses Projekt im 18-ten Jahr nach Schliessung des alten Beckens wieder gestoppt wurde; unsere Argumente also nicht überzeugen konnten.


Eigentlich waren die städtischen Mittel für das Freibad West mit Aussenbecken schon fest eingeplant und die ersten Umsetzungsschritte getan (siehe Ausführungen weiter hinten). Doch jetzt leider die Corona-bedingte Enttäuschung: im Entwurf des Haushaltsplans 2021/2022 ist das Freibad West nicht mehr enthalten. Wir sind aber der Meinung, dass gerade in der jetzigen Zeit diese Freizeitmöglichkeit in unserem dicht besiedelten Stadtteil dringend benötigt wird und das Projekt weiter geführt werden sollte. Deshalb unser Apell an die Stadt Freiburg und unseren dortigen Vertretern*innen, alle Möglichkeiten dafür zu prüfen.

Siehe Pressemitteilung des Bürgervereins vom 22. Jan. 2021, sowie Beitrag vom Freundeskreis im Bürgerblättle 265 vom Febr./März 2021.

Am 1. Febr. haben sich die Vorsitzenden der Bürgervereine von Betzenhausen-Bischofslinde, Brühl- Beurbarung, Landwasser, Stühlinger und Mooswald in einem gemeinsamen Brief an Herrn Oberbürgermeister Horn und die Stadträtinnen und Stadträte des Freiburger Gemeinderates gewand. Nachzulesen auf Mooswald.org. Vorher hatte sich schon die Dachorganisation der Freiburger Bürgervereine (AFB) für das Projekt ausgesprochen.

Am Beteiligungshaushalt 2021/2022 (geöffnet bis 27.Jan.2021) haben sich viele für den Bürgervorschlag zum Westbad ausgesprochen. Das Ziel sollte sein “Weiterbauen – Kein Stopp beim Westbad-Freibecken”. Alles Weitere zum Freiburger Haushalt und den nächsten Schritten der Abstimmung siehe auch www.freiburg.de/haushalt


Hintergründe und Zusammenfassung

Im Jahre 1969 wurde das Außenbecken am Rande des Flückigersees gebaut (noch vor dem Hallenbad, das erst 1977 folget): das Bild hier stammt aus den 1970-ger Jahren. Heute verbindet man mit Westbad fast nur noch das Hallenbad West: es ist das größte Hallenbad in Freiburg und wurde insbesondere für die Ausrichtung von Sport-Wettkämpfen ausgelegt.

Im Jahre 2003 dann das Ende für das Freibad: im Zuge von Haushaltskonsolidierung wurde das Aussenbecken geschlossen um damit insbesondere auch die Kosten der Bademeisteraufsicht einzusparen. Sehr schnell bildete sich eine Initiative “Pro Freibad im Westbad”, die also erste Aktion Unterschriften für die Wiederöffnung sammelte (siehe Bericht im Bürgerblättle 165, Juli 2003).

Verfallenes Schwimmbecken

Doch das Bad blieb auch in den Folgejahren geschlossen und von Jahr zu Jahr war es mehr dem Verfall ausgeliefert. In Folge dessen bildete sich 2009 eine “Aktionsgemeinschaft Hallen- und Freibad West, die schon im Juli 2009 eine erste Liste mit 4500 Unterschriften zur Erhaltung von Freibad West an OB Salomon übergeben konnte. Aus dieser Initiative entstand 2011 der Verein “Freundeskreis Freibad West e.V.” mit dem Ziel, dass dieses Freibad seinen ursprünglichen Sinn wieder erhält (erreichbar über Westbad-Verein@email.de)

Parallel dazu bemühte sich der Freundeskreis auch um eine Sanierung des Kinderbeckens im Außenbereich des Westbades: 2013 konnte nach vielen Gesprächen und Verhandlungen mit der Stadt ein Sanierungs-und Finanzierungkonzept dafür vorgestellt werden (mit Eröffnung dann 2014).

Im Bürgerblättle haben wir im Laufe der Jahre mehrfach über das gesamte Vorhaben berichtet. Vorgeschlagen vom Freundeskreis wurde 2016 u.a. ein Naturbad mit biologischer Wasseraufbereitung, da das aktuelle Becken und die zugehörige Infrastruktur ohnehin kaum sinnvoll verwendbar ist. Es gab viele Argumente dafür: die Herstellung eines Naturbeckens wäre kostengünstiger und die laufenden Betriebskosten sind deutlich geringer als bei einem konventionellen Freibad (sicher auch eine Bereicherung passende zu Green-City).

Im Jahr 2019 schien dann der Durchbruch gekommen zu sein: der Gemeinderat billigte Gelder, drei Architekturbüros machten Vorschläge zur Gestaltung incl. Kostenschätzung. Bau-Ausschuss und Gemeinderat stimmten für den Vorschlag des Büros Architekturbüros Lehmann aus Offenburg

In diesem Zusammenhang könnte es auch von Bedeutung sein, dass landesweit das Thema Schwimmbäder in den letzten Jahren eine neue Bedeutung gewonnen hat. Initiativen der Schwimmsportverbände und des Städtetages Baden-Württemberg haben das Ziel, die Sanierung von Bädern in die Landes-Förderkulisse zum kommunalen Sportstättenbau aufzunehmen. In 2019 gibt es z.B. auch eine Umfrage des Kultusministeriums zum Schwimmunterricht an Grundschulen.


Entwicklung der letzten Jahre

Febr. 2021

Am Beteiligungshaushalt 2021/2022 (geöffnet im Jan. 2021) haben sich viele für den Bürgervorschlag zum Westbad ausgesprochen. Das Ziel sollte sein “Weiterbauen – Kein Stopp beim Westbad-Freibecken”. Inzwischen haben wir als Bürgerverein eine Pressemitteilung für die Weiterführung des Projektes herausgegeben. Parallel dazu haben alle Bürgervereine in der Nachbarschaft des Westbades einen gemeinsamen Brief an den OB bzw. die Fraktionen verfasst. Auch die Dachorganisation der Freiburger Bürgervereine (AFB) für das Projekt ausgesprochen, was auch die Badische Zeitung zum Anlass nahm für einen Beitrag (evtl. eingeschränkter Zugriff).

Dez. 2020

Jetzt schlägt Corona auch beim der Investion für das Freibad West zu: mit dem Haushaltsplan 2021/2022, den OB Horn und Finanzbürgermeister Breiter am 7. Dez. 2020 vorgestellt haben, wurden verschiedene Positionen, die bisher vorgesehen waren, verschoben oder gestrichen. Dazu gehören leider auch die Mittel für das Freibad West. Im Sommer war ja schon die Eishalle dem Rotstift zum Opfer geworden: dort steht aber inzwischen ein Projekt mit Investoren im Raum.

Dez. 2019

Im Doppelhaushaltes 2019/2020 sind Mittel in Höhe von 1,0 Mio. € eingestellt für das Jahr 2020, die für weitere Schritte der Objektplanung und ein europaweites Vergabeverfahren vorgesehen sind. Gesucht wird ein Generalplaner: ein Ergebnis wird für 2020 erwartet. Wir gehen davon aus, dass die Realisierung bis zur Bade-Saison 2022 abgeschlossen sind.

Zu den Realisisierungsschritten hier eine Pressemitteilung zum Freibad West der Stadt Freiburg vom Okt. 2019. Auch Martin Horn bestätigt bei “OB vor Ort” am 16.12.2019, dass der Neubau planmäßig kommen wird Aktuell sei “kein Grund für Verzögerungen zu erkennen. Eine europaweite Ausschreibung ist z.Z. in Arbeit.”

Aug. 2019

Jetzt mitten im Sommer 2019 freut man sich natürlich besonders darüber: das Freibad West wird kommen. So müssen wir die Entwicklungen der letzten Monate verstehen. Im jetzigen Haushaltsplan der Stadt Freiburg ist für 2020 ein Betrag von 1 Million Euro als Startinvestition angesetzt. Das ist natürlich nur ein Teil der Gesamtkosten von 8,2 Mio. Euro, die im Raum stehen: aber es ist eine gute Basis für die weitere Detailplanung und europaweite Ausschreibung, die offensichtlich verpflichtend ist. Natürlich hätten wir den Betrag lieber früher gesehen: aber Planung braucht ja auch Zeit.

Die Finanzierungen wird aktuell nicht mehr in Frage gestellt:

  • ” Das Westbad Außenbecken ist finanziert und wird im Sommer 2022 eröffnet.” (Finanzbürgermeister Stefan Breiter, Stadtmagazin Chilli, 27.05.2019).
  • „Hier entsteht in den nächsten Jahren nicht nur ein einfaches Becken, sondern ein vollwertiges Freibad, mit vielen verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten, vor allem auch für Familien.“ (Berthold Bock, sportpolitische Sprecher der CDU, Pressemitteilung 18.1.2019)

Wir bedanken uns ganz herzlich beim “Freundeskreis Freibad West e.V.”, der über viele Jahre auf dieses Ziel zugearbeitet hat. Und auch ein besonderer Dank an diejenigen politischen Vertreter, die sich für diese Initiative eingesetzt haben und letztendlich auch im Gemeinderat diese Entscheidungen getroffen haben.

Dez. 2017

Auch im Entwurf den Doppelhaushaltes 2017/2018 war eine Sanierung des Freibades West nicht vorgesehen. Doch beim zugehörigen Beteiligungshaushalt stand die Wiedereröffnung des Freibades ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Daraufhin wurden erstmals Mittel für erste Planungschritte vom Gemeinderat genehmigt (200.000 €). In diesem Zuge wurden 3 Architekturbüros um ein Konzept mit Kostenschätzung gebeten. Eine Jury der Regio Bäder GmbH priorisierte daraufhin den Vorschlag von Architekturbüros Lehmann aus Offenburg.

Der Entwurf hat ein Gesamtvolumen von ca. 8 Mio. € und hat Febr. 2019 auch den Sportausschuß überzeugt. Für mehr Details zum Siegerentwurf siehe zugehörige Unterlagen im Ratsinformationssystem der Stadt Freiburg (dort ist vor allem die Anlage zur Drucksache SP-19/002 relevant).

Dez. 2014

Der Freundeskreis Freibad West bringt ein Naturbad als Alternative ins Spiel und verweisst z.B. auf die sehr guten Erfahrungen, die man mit dem Naturerlebnisbad in Murg gesammelt hat. Siehe Bericht im Bürgerblättle 229 Dez. 2014 (PDF). Bei einigen Fraktionen im Gemeinderat fand die Idee Anklang und wurde offen unterstützt. In einem interfraktionellen Antrag wurde die Verwaltung gebeten, den Vorschlag zu prüfen. In den nachfolgenden Jahren tendierte der Gemeinderat – trotz höherer Kosten – aber dann doch zu einer konventionellen Lösung.

Dez. 2011

Aus der Initiative bildet sich der “Freundeskreis Freibad West e-V.”. Vorsitzender vom Freundeskreis ist zunächst Nico Bischler (zu der Zeit parallel auch Vorsitzender vom Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde); ihm folgte 2017 Joachim Kerrmann.

Juli 2009

Bad blieb blieb in den Folgejahren geschlossen und war von Jahr zu Jahr mehr dem Verfall ausgeliefert. Eine neue Initiative “Aktionsgemeinschaft Hallen- und Freibad West” bildet sich und kann im Juli 2009 eine erste Liste mit 4500 Unterschriften zur Erhaltung von Freibads an OB Salomon übergeben.

Frühjahr 2003

Das Aussenbecken des Westbads war in die Jahre gekommen; eine kurzfristige Sanierung zumindest der Technik erschien erforderlich (geschätzte Kosten bei 700.000 Euro). Aber auch weitere Investitionen z.B. für Umkleidekabinen standen im Raum. Beides fand keine Mehrheit im Gemeinderat. Stattdessen wurde im Zuge von Haushaltskonsolidierung das Freibad geschlossen (gedacht war an eine vorübergehende Schließung): insbesondere auch, um damit laufende Kosten wie bei der Bademeisteraufsicht einzusparen. Einzelne Fraktionen empfahlen, statt Freibad einen direkten Zugang zum See zu schaffen, also ein Seebad, wie es in früheren Zeiten auch schon war (z.B. mit Zugang über Holzstege). Der Uferrundweg wäre dadurch weggefallen. Eine Mehrheit fand der Vorschlag nicht, zumal auch das Wasser des Sees zu jener Zeit wegen hoher Phosphat-Belastung im Gespräch war (“Bürgerprojekt Flückiger See”): als Ursache vermutet wurde Trümmerschutt aus dem zweiten Weltkrieg, der in der Nähe abgeladen worden war und wohl auch Reste von Phosphorbomben in sich trug. Eine Initiative “Pro Freibad im Westbad” bildet sich.

Neugestaltung Betzenhauser Torplatz

Blick auf den neugestalteten Torplatz

Aktueller Stand April 2021:  Anfang März wurde der Torplatz fertig, etwa einen Monat danach auch der gegenüberliegende Platz vor dem NKD.  Gleich die ersten Tage haben viele Bewohner die Gelegenheit genutzt um einwenig in der Sonne zu sitzen. Die “Einweihungsfeier” war Corona-bedingt sehr klein: Baubürgermeister Martin Haag kam als Vertreter der Stadt um zusammen Beate Diezemann und Ralf Ulrich am 20.4. einen kleinen Spaziergang über den neuen Platz zu machen (Erinnerungsfoto inklusive).

Der Platz wurde deutlich aufgewertet und bei den Planungen wurden die Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibenden von Beginn an mit einbezogen. Es entsteht ein attraktiver öffentlicher Raum und die Nahversorgung wird gestärkt. Der Umbau schafft damit einen großen Mehrwert für den Stadtteil“, sagt Baubürgermeister Martin Haag. Siehe auch offizielle Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 26. April 2021.

Einen abschliessenden Bericht gab es auch in der Badischen Zeitung (ggf. mit Zugriffs-Einschränkungen). Natürlich werden wir auch im nächsten Bürgerblättle noch etwas darauf eingehen.


Hintergründe

Die Umgestaltung des Betzenhauser Torplatzes ist ein Teilabschnitt im Zentrenaktivierungskonzept (ZAK) für Betzenhausen-Bischofslinde (siehe auch Dokumentation zum Torplatz und ZAK bei der Stadt Freiburg).

Holzinstallationen 1986 von Hans Dieter Schaal

Eine Besonderheit sind hier bisher die bisherigen Holzkunstwerke, die im Rahmen der Landesgartenschau 1986 entstanden sind, aber eigentlich auch nur als temp. Installation gedacht waren (auch für den Architekten und Künstler Hans Dieter Schaal, der sie zu damaliger Zeit entworfen hatte). Da die mächtigen Holz-Installationen aber nicht wieder abgebaut wurden, entwickelte sie sich zu einem charakterischen Merkmal für den Stadtteil Betzenhausen. Nachteil: der Torplatz selbst wurde kaum noch als Platz wahrgenommen und im Laufe der Jahre verfielen die Holz-Installationen auch zusehens (hier ein Rückblick mit zusätzlichen Bildern).

Anregungen durch den Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde und Untersuchungen des Verkehrsplanungsbüros Dr. Baier  legten nahe, den Betzenhauser Torplatz gestalterisch besser mit der gegenüberliegenden Straßenseite zu verknüpfen. Insbesondere auch, um die trennende Wirkung der Sundgauallee zu verringern und gleichzeitig eine attaktive Platzsituation mit Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Visualisierung Betzenhauser Torplatz (aus APS Drucksache BA-18/007)

Die Umbauten an der Stadtbahnhaltestellen Betzenhauser Torplatz, die beidseitige Reduzierung der Auto-Fahrspuren von vier auf zwei Fahrspuren waren dafür die ersten Schritte (siehe Freigabe Sundgauallee im Jahr 2016).

Blieb als zusätzliche Aufgabe, den Platz selbst auch neu zu gestalten, zusammen mit der gegenüberliegende Nord-Seite mit dem Platz vor dem NKD. Es wurden verschiedene Varianten erarbeitet, wobei auch immer zu berücksichtigen war, dass der Platz als südlicher Haupteingang zum Seeparkgelände eine wichtige Verbindungsfunktion erfüllt.

Die Erarbeitung der Varianten in Workshops und resultierenden Ideen vom Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS) wurden am 26.09.2017 im Bürgerhaus am Seepark vorgestellt, siehe Dokumentation zur Bürgerveranstaltung(PDF). Letztendlich wird ohne die bisherigen Holzkunstwerke ein offener Platz entstehen, der zur neu gestalteten Straßenbahnhaltestelle passt und auch den vorhandenen Baumbestand weit besser zur Geltung kommen läßt.


Rückblick auf die Entwicklung des Projektes in den letzten Jahren

Mai 1997

Jetzt gibt es einen Bauernmark auf dem Betzenhauser Torplatz. Und doch wird der Platz auf der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins im Folgejahr als “Sorgenkind” bezeichnet, da sich die großen Kunstobjekte in einem wenig attraktiven Zustand befänden (also schon gut 10 Jahre nach der Errichtung).

Sept. 1998

Einige schadhafte Stellen des Kunstwerks wurden von der Stadt ausgetauscht. Aber insgesamt werden die Kunstwerke als “trist und verwahrlost” empfunden, wie es die BZ berichtet. So kam die Idee auf, die Kunstwerke mit einem neuen Anstrich zu versehen. Allerdings ergab Rücksprache mit dem Künstler Dieter Schaal, dass dies nicht seinem Wunsch entspricht: eher sei der Verwitterungsprozess Bestandteil seiner Arbeit.

Juli  2002

Der Betzenhauser Torplatz soll die Menschen von Betzenhausen zusammenführen. Deshalb findet der traditionelle Bürgerhock jetzt erstmal auf dem Torplatz statt (bisher auf dem Platz vor der St. Thomas Kirche). Für einige Jahre ist das auch gelungen; siehe Bericht hier.

Okt. 2004

Schon im Bürgerblättle März/Juni 2004 stellte der Bürgerverein fest: “Einst war dies … ein ansehnliches Kunstwerk… Doch heute, und dies schon seit einigen Jahren, ist es eher ein Schandfleck geworden.”

Im Oktober berichtet sogar die BZ darüber, dass der Zustand des Platzes und insbesondere der Kunstwerke von Dieter Schaal “in den letzten Jahren viel Kritik geerntet” hat. Es wurden zwar immer wieder faulende Holzteile ausgewechselt, die Gesamtsituation hat das aber kaum verändert. Aus diesem Grunde hat sich jetzt ein Initiative gebildet (u.a. mit Beteiligung der Bürgervereins), die den Platz attraktiver machen will, damit er von den Bürgern gern angenommen wird. Erster Schritt war ein Putzaktion und ein neuer Abfalleimer.


Juni 2014: Bürger-Workshop in den Räumen von St. Albert

Die Neugestaltung des Betzenhauser Torplatzes ist Teil des ZAK geworden. Zentrale Ziele: stadträumliche und gestalterische Aufwertung des Platzraums, Erhöhung der Aufenthaltsqualität und vielfältige und flexible Nutzung (im Alltag, an Markttagen und auch für Stadtteilfeste).

Im Febr. 2014 hatte es im Bürgerhaus eine Veranstaltung zu den Planungen für die Sundgauallee und die Haltestelle am Torplatz gegeben, die ja im ersten Schritt realisiert werden sollten (siehe Bericht dazu). Dabei wurden wurden aber auch erste Ideen gesammelt für die Gestaltung des Platzes selbst. Der Bürgerverein schlug vor, diese Ideenfindung in einem eigenen Workshop fortzusetzen.

So kam es im Juni 2014 zu parallelen Workshops mit den Einzel-Themen: Plastiken, Funktion des Platzes und zukünftige Gestaltung. Siehe Protokolle Workshop-Ziele , Präsentation zum Workshop und Bericht im Bürgerblättle 227. Auch nach den Workshops gab es weitere Abstimmungen (z.B. mit Jugendlichen vom Chummy).

Sept. 2017: Vorstellung der Pläne zur Umgestaltung

Bürgerveranstaltung mit Präsentation der Ergebnisse aus den bisherigen Workshops durch das Büro Henne Korn im Bürgerhaus am Seepark; siehe Dokumentation(PDF). Letztendlich soll ohne die bisherigen Holzkunstwerke ein offener Platz entstehen, der zur neu gestalteten Straßenbahnhaltestelle passt und auch den vorhandenen Baumbestand weit besser zur Geltung kommen läßt.

März 2018 Bau-Ausschuss

Vorstellung der Umgestaltungspläne im Bau-Ausschuss (siehe Informationsvorlage).

Nov. 2018: Umgestaltung des Betzenhauser Torplatzes verzögert sich

Die bisher angedachte Umgestaltung am Betzenhauser Torplatz ist leider nicht wie geplant möglich. Hintergrund ist der Umstand, dass rund ein Drittel der Fläche des Platzes im Privatbesitz ist, in diesem Fall in Händern einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Seit 2012 hatte das Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS) mit der Wohnungseigentümergemeinschaft verhandelt. Aber das APS konnte keine Zustimmung der Eigentümergemeinschaft zur Umgestaltung erzielen (was auch immer die Gründe einzelner Bewohner waren). Dabei wären die zur Umgestaltung anfallenden Kosten von Bund, Land und Stadt übernommen worden.

Der Bürgerverein wird sich zusammen mit dem Markverein beim Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS) dafür einsetzen, dass zumindest für den Rest-Platz ein Lösung gefunden wird, die z.B. auch für den (bisher) kleinen Bauernmarkt eine Zukunfts-Perspektive bietet (Fertigstellung bis Frühjahr 2021 scheint nach aktuellen Planungen möglich).


Mai 2020: Der vorgesehene Termin Do, 14. Mai, um 17 Uhr entfällt wegen Coronavirus!

Anlässlich des diesjährigen Tages der Städtebauförderung war ein öffentlicher Rundgang über den Betzenhauser Torplatz angekündigt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung wollten die aktuellen Planungen zur Umgestaltung des Platzes vorstellen, Fragen beantworten und informieren über das weitere Vorgehen informieren.

Rückblick: Das Sanierungsgebiet Betzenhausen-Bischofslinde wurde 2012 in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Seither hat die Stadt im Rahmen ihres Zentren-Aktivierungs-Konzepts (ZAK) Teile der Sundgauallee und den Platz am Bischofskreuz neu gestaltet. Dies geschah mit Unterstützung durch Fördermittel von Bund und Land. Nach Zustimmung des Gemeinderates beginnt noch diesen Herbst die Umgestaltung des Betzenhauser Torplatzes. Bei zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen des ZAK konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger bereits ihre Ideen einbringen.

Mehr zum Tag der Städtebauförderung steht auf www.tag-der-staedtebaufoerderung.de.

Autor: Stadt Freiburg


Juni 2020: Der Gemeinderat hat in seinen Sitzungen vom 26. und 27. Mai 2020 der Umgestaltung Betzenhauser Torplatzes zugestimmt. Damit liegen die Planungen im aktuellen Zeitplan: vorraussichtlich können im letzten Quartal 2020 die Umbauarbeiten beginnen. Neben dem Torplatz ist ja auch die gegenüberliegende Seite betroffen (Platz vor dem NKD), also Nord- und Südseite. Die Umbauten werden wahrscheinlich zeitlich entkoppelt, d.h. nacheinander erfolgen.

Aus dem Protokoll: “Ohne Debatte beschlossen hat der Rat, den Betzenhauser Torplatz umzugestalten. Das Projekt ist ein Baustein des schon seit dem Jahr 2012 laufenden Zentren-Aktivierungs-Konzept Betzenhausen-Bischofslinde und soll den Platz attraktiver machen. Verzögert worden ist die Planung dadurch, dass nicht der gesamte Bereich des Platzes öffentliches Gelände ist, wodurch auch nur dieser Teil umgestaltet werden kann. Die Holzplastiken werden zurückgebaut, zur Sundgauallee hin wird ein größerer Solitärbaum gepflanzt und Sitzbänke installiert. Die Kosten der Umgestaltung liegen bei rund 600.000 Euro, ein Teil der Kosten wird von Bund und Land getragen.”

Hier geht es zu den Unterlagen der Beschlussvorlage und weiteren Details inklusive dem Entwurf (PDF)  zur Umgestaltung. Grundlage dies Entwurfs sind die Überlegungen, die anfangs für die Gesamtgestaltung des Platzes vorgesehen waren. Es gilt also annähernd die Visualisierung, wie sie weiter unten auf dieser Seite abgebildet ist, wobei der Privat-Bereich erhalten bleibt und der öffentliche Bereich so gestaltet wird, dass keine optischen Brüche entstehen (z.B. beim Pflaster und im bisher schon vorhandenen Baumbereich). Auch deshalb hat der aktuelle Entwurf Abweichungen gegenüber der Animation unten.

Sehr erfreulich aus Sicht des Bürgervereins ist, dass auch besondere Details in die Planung aufgenommen wurden: z.B. Barrierefreiheit, Trinkwassersäule wie auf dem Platz der Alte Synagoge, günstige Stelle für Christ-/Narrenbaum, neu konzipierte Beleuchtung zur Vermeidung von Angsträumen u.a. Etwas Besonderes sind auch die modernen technischen Lösungen für Strom- und Wasserversorgung als Unterflurelemente. Der zukünftigen Nutzung im Rahmen von Bauernmarkt oder Stadtteil-bezogenen Veranstaltungen steht also nichts mehr im Wege.

Okt. 2020: Die Umgestaltungsarbeiten am Betzenhauser Torplatz haben begonnen (siehe auch Beitrag im Bürgerblättle Aug./Sept. 2020). Zunächst erfolgte  der Umbau des Torplatzes nördlich der Sundgauallee (Anfang März abgeschlossen, danach wird südlich der Sundgauallee gearbeitet). Der Wochenmarkt wurde im ersten Bauabschnitt auf die Südseite der Sundgauallee verlegt (vor den NKD) und wird danach wieder auf die  bisherige Seite unmittelbar vor den Kastanienplatz zurückkehren (also auch etwas näher an die Sundgauallee als vorher).

Im Rahmen der Baumaßnahme werden die vorhandenen hölzernen Kunstwerke abgebaut. Der Bodenbelag und die angrenzenden Grünflächen werden erneuert, bleiben in der Höhenlage aber größtenteils bestehen. Im südlichen Bereich werden zudem Poller den neugestalteten Platz vor unerlaubtem Befahren sichern. Bei dem neuen Belag handelt es sich vorwiegend um Beton- und Natursteinpflaster, einzelne Bereiche werden aber auch als wassergebundene Wegefläche sowie als Pflanz- und Rasenflächen hergestellt. Weiterhin werden zwei bepflanzte Sitzelemente aus Betonfertigteilen angebracht. Die vorhandenen Bäume bleiben bestehen.” (Stadt Freiburg)

April 2021: im März war der Torplatz fertig, etwa einen Monat danach auch der gegenüberliegende Platz vor dem NKD.  Gleich am ersten Tag haben viele Bewohner die Gelegenheit genutzt um einwenig in der Sonne zu sitzen. Die “Einweihungsfeier” war Corona-bedingt sehr klein: Baubürgermeister Martin Haag kam vorbei um zusammen mit Beate Diezemann und Ralf Ulrich am 20.4. einen kleinen Spaziergang über den neuen Platz zu machen (Erinnerungsfoto inklusive).

Wochenmarkt Betzenhauser Torplatz

Zweimal in der Woche haben wir auf dem Betzenhauser Torplatz einen kleinen Bauernmarkt/Wochenmarkt: jeweils Dienstags und Freitags 8:00 bis 13:00 Uhr.

Den Wochenmarkt gibt es seit Mai 1997. Er ist entstanden nach Gesprächen zwischen dem Bürgerverein, interessierten Geschäftsleuten und Händlern mit dem Ziel, den bereits vorher bestehenden Händlermarkt in der Sundgaupassage auszuweiten und vor allem die andere Straßenseite mit dem Betzenhausener Torplatz durch einen Markt zu beleben und für die Kundschaft interessanter zu gestalten.

Wir hoffen, dass nach Umbau des Platzes im März 2021 auch der Markt weiter entwickelt.


Treffpunkt Wochenmarkt.

Beitrag aus Bürgerblättle April/Mai 2021:

Der Wochenmarkt ist eine der ältesten Handelsformen überhaupt. Das gilt ganz besonders auch für Freiburg, wo man im Jahr 1120 das Marktrecht erhielt als eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung in den nachfolgenden 900 Jahren (deren Feier ja eigentlich im Mittelpunkt des letzten Jahres stehen sollte). Heute haben wir in Freiburg sogar ein bewusst gefördertes Märktekonzept, was sicher auch dazu beigetragen hat, das die Attraktivität der Wochenmärkte in Freiburg nochmal zugenommen hat.

Da kann man sich schon mal fragen, was heute den Reiz eigentlich ausmacht. Hier also ein paar Stichworte:

  • Aus der Region – für die Region! Wir schätzen frische, hochwertige Produkte, engagiert und kompetent angeboten. Ein Einkauf, auch getragen vom persönlichen Kontakt zu den Marktbeschickern; nicht selten Familienunternehmen, die seit Generationen auf Märkten vertreten sind.
  • Der Bauernmarkt bietet ein gelungenes Miteinander von Freizeit und Konsum. Denn hier geht es nicht nur um den Versorgungs-Aspekt, nicht nur um den Pflichteinkauf. Ein „Einkaufserlebnis“ im sehr positiven Sinne.
  • Der Wochenmarkt, ein Ort mit besonderer Aufenthaltsqualität und damit auch als sozialer Treffpunkt. Man begegnet immer wieder Bekannten, schon deshalb, weil ein Wochenmarkt an festgelegen Wochentagen stattfindet. Passendes Wetter vorausgesetzt, bleibt man auch gern mal länger, kann sich „treiben lassen“. Vielleicht sogar noch Straßenmusikern zuhören.
  • Menschen prägen den Markt; Besucher und Anbieter. Vom lebendigen Wochenmarkt profitiert auch das Umfeld; dann prägt der Markt als Treffpunkt auch den Stadtteil. Märkte können sogar wie Magneten wirken (als „Institution des urbanen Lebens“ würde wohl die Fachwelt sagen).

In den genannten Punkten spiegelt sich eine Atmosphäre wider, mit der sich die allgemein große Wertschätzung für Wochenmärkte erklären lässt. Vielfalt ist dabei wichtig: bei den Waren, den Anbietern, aber auch bei den einkaufenden Menschen. Hinzu kommt die Nähe zur Natur unter freiem Himmel und mit besonderem Flair.

Natürlich ist diese Atmosphäre ein gewisses Ideal, das nur wirklich gelungene Märkte erfüllen: der traditionelle Freiburger Markt auf dem Münsterplatz gehört sicher dazu. Aber gelungene Märkte gibt es auch in einzelnen Stadtteilen. Hier in Betzenhausen haben wir es mit unserem kleinen Markt nur teilweise geschafft. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Die Öffnungszeiten sind wie bisher: Dienstag und Freitag 8:00 bis 13:00 Uhr.

Für viele Jahrhunderte in der Geschichte von Betzenhausen war es der Markt in Freiburg, auf dem die Bauern und Handwerker ihre Waren anbieten konnten. Es war also dieser Markt, der ihnen Teile vom Lebensunterhalt sicherte. Ein weiter, beschwerlicher Weg führte dorthin: zu Fuß oder mit dem Pferdekarren;  nicht zu vergleichen mit zehn Minuten Straßenbahn heute. In der vorletzten Ausgabe des Bürgerblättle hatten wir einen Beitrag vom Kultur- und Geschichtskreis über einen Handkarren, der noch recht lange ins Zentrum von Freiburg gezogen wurde.

Betzenhausen hat also eine lange Markt-Tradition: früher als Marktbeschicker, das ist sicher ein großer Unterschied zu heute. Aber es gehört zur Geschichte. Lassen Sie uns daran arbeiten, dass aus unserem Wochenmarkt eine Institution mit vielen der Wohlfühl-Eigenschaften wird, die wir oben genannt haben. Wir wissen, das braucht Zeit und sicher auch Geduld: aber jetzt nach der Neugestaltung des Betzenhauser Torplatzes ist es die richtige Zeit. Heute hat Betzenhausen fast 15 Tausend Einwohner; also genug Potential bei Jung und Alt. Nebenbei hat Corona manche Werte wieder stärker in den Vordergrund gerückt und z.B. auch Zuspruch bei Freiburgs Wochenmärkten nochmal verstärkt (wobei jetzt natürlich noch die Abstand-Regeln u.a. einzuhalten sind).

Marktverein und Bürgerverein sind aktiv, um weitere Anbieter zu motivieren, nach Betzenhausen zu kommen. Natürlich geht es nicht nur um das Angebot, sondern auch um die Nachfrage. Sagen Sie uns, was Ihnen im Angebot noch gefallen würde, was Sie besonders vermissen. E-Mail oder gern auch anrufen 82240 (Beate Diezemann).

Die Redaktion


Gundelfinger Metzgermeister Uwe Rückert jetzt auf dem Markt in Freiburg-Betzenhausen

Bericht der Badischen Zeitung vom 10. April 2019

Der Gundelfinger Uwe Rückert stammt aus einer Metzgerfamilie. Obwohl es schwer sei, qualifiziertes Personal zu finden, geht er mit einem neuen Verkaufswagen in Betzenhausen an den Start. Der Traditionsbetrieb mit mehr als 100 Jahren Firmengeschichte hat seit 1977 sein Hauptgeschäft in Gundelfingen. Uwe Rückert folgt damit auf Kurt Binder, der zuvor viele Jahre auf dem Markt präsent war.

BZ Beitrag weiterlesen (evtl. eingeschänkter Zugriff), siehe auch BZ Beitrag in der Serie “Baden essen trinken leben geniessen” (pdf).


Bei Ukulele-Klängen Gemüse in Betzenhausen kaufen

Bericht der Badischen Zeitung am Sa, 23. September 2017 : “Märkte in Freiburg”

Hinter dem Tor-Kunstgebilde am Betzenhauser Torplatz sind dienstags und freitags immer Marktstände.

BETZENHAUSEN. Es ist Herbst – das ist auf dem “Betzenhausener Wochenmarkt” nicht zu übersehen: Neben Kürbissen zum Essen und als Schmuck gibt’s Trauben, Äpfel und Birnen. Besser wahrzunehmen wären die leuchtenden Herbstfrüchte und alles andere, wenn die Stände nicht hinter dem Tor-Kunstwerk am Betzenhauser Torplatz verborgen wären. Die Marktleute hoffen, dass sich das bei der Neugestaltung des Platzes ändert. Ansonsten mögen sie den Platz, den sie seit Anfang 2016 nutzen, davor war der Markt rund um die Passage an der Sundgauallee 55.

BZ Beitrag weiterlesen (evtl. eingeschänkter Zugriff).


Auf dem Wochenmarkt 1997

Wochenmarkt seit 1997 auf dem Torplatz.

Der Markt war entstanden nach Gesprächen zwischen dem Bürgerverein, interessierten Geschäftsleuten und Händlern mit dem Ziel, den bereits vorher bestehenden Händlermarkt in der Sundgaupassage auszuweiten und vor allem die andere Straßenseite mit dem Betzenhausener Torplatz durch einen Markt zu beleben und für die Kundschaft interessanter zu gestalten.

Hier ein Beitrag über die Eröffung im Bürgerblättle 141 (PDF) im Jahr 1997 .



Erweiterung Anne-Frank-Schule und Kita Fang-die-Maus

Aktueller Stand und Zusammenfassung:

Seit Frühjahr 2019 wird am Erweiterungsbau gearbeitet (geplantes Ende für das Gesamtprojekt ist 2024). Stand Febr. 2021 ist der Anbau auf der Südseite der Anne-Frank Schule in Richtung Obergrün-Park fertiggestellt. Jetzt wird die Schule abschnittsweise saniert. Teil des 2. Bauabschnittes wird auch ein kleiner eingeschossiger Anbau auf der Haupteingangsseite sein, in dem der Verwaltungsbereich und das Lehrerzimmer untergebracht werden.

Einen ausführlichen Bericht darüber gibt es im Freiburger Amtsblatt vom 26. Febr. 2021. Auch die Badische Zeitung berichtete am 13. Febr. 2021 ausführlich darüber (Online Ausgabe evtl. nur eingeschränkt abrufbar).

Auch Bürgermeister Martin Haag freut sich, dass der Erweiterungsbau „in Betrieb“ gehen kann, sobald die Schulen pandemie-bedingt wieder öffnen können. „Besonders gefällt mir die ansprechende Holzfassade, die sich im Endausbau an den Gebäudeteilen entlangziehen wird. Ich freue mich auch, dass der Zeit- und Kostenrahmen bisher eingehalten werden konnte.” Siehe passend dazu eine aktuelle Pressemitteilung (12.2.2021) der Stadt Freiburg.

Bei der Gelegenheit: eine angemessene Bebauung mit Holz haben wir uns ja auch kürzlich für das Baugebiet Obergrün gewünscht.


Mai 2019: Spatenstich Erweiterung Anne-Frank-Schule und Kita Fang-die-Maus

Am 28. Mai 2019 war Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung von Schule und Kita an der Wilmersdorfer Straße. Jetzt folgt rege Bautätigkeit, die mehrere Jahre dauern wird.  Im Herbst 2024 soll das anno 1971 errichtete Gebäude dann optisch, baulich und energetisch den aktuellen Ansprüchen entsprechen. Die Schule wird um Unterrichtsräume und Ganztagesräume umfangreich erweitert. Am Ende wird es auch eine große Mensa geben, und Kreativräume, einen Forscherraum, einen Ruheraum, Spielezimmer und mehr. Aus der zweigruppigen Kita „Fang die Maus“ wird eine sechsgruppige Einrichtung werden.

Beim Spatenstich anwesend waren u.a. Baubürgermeister Martin Haag und Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, sowie Vertreter aus Bauverwaltung, Schulverwaltung, Schulleitung, Bürgerverein und Lokalpolitik. Architekt Cornell Fuchs vom Waldkircher Büro fuchs.maucher.architekten.bda erläuterte seinen Entwurf, mit dem er 2017 die europaweite Ausschreibung gewonnen hatte.  Die dreigeschossige Erweiterung in Richtung Süden wird unmittelbar an den Bestand der Schule angebaut. Somit reicht ein Aufzug, um beide Gebäudeteile barrierefrei zu machen.

An die Nordseite des Bestandsbaus wird der Verwaltungsbereich der Schule angebaut und an die Westseite der größte neue Bauteil: die Cafeteria, der zweigeschossige Ganztagesbereich der Schule und die dann auf sechs Gruppen erweiterte Kita Fang die Maus. Da die Schule und die Kita seit jeher eng zusammen arbeiten, ist es sinnvoll, neben jenen Bereichen, die notwendigerweise optisch und akustisch zu trennen sind, auch gemeinsam nutzbare Bereiche einzurichten.

Auf dem Gelände der Schule fallen der Betrachterin gleich der reiche Baumbestand und die schützenswerte Blumenwiese auf. Allerdings wird es notwendig sein, einige Bäume zu fällen, auch um die rückwärtig liegende, besonders schützenswerte Wiese zu schonen. Ende 2020 wird das Gebäudemanagement hier einige Großbäume umpflanzen; und die Ersatzpflanzungen für die gefällten Bäume kommen allesamt wieder auf das Gelände der Schule.

Die Gesamtkosten für dieses Bauprojekt betragen rund 27,6 Millionen Euro (ohne Ausstattung). Davon entfallen 15,2 Millionen auf die Schulerweiterung, 6,4 Millionen auf die Schulsanierung und 6 Millionen auf den Kita-Neubau.


Eine Bitte von Frau K. Schiafone, Rektorin der Anne-Frank-Schule (Bürgerblättle 257, Aug./Sept. 2019):

Die Baujahre werden natürlich auch mit Lärm und Gefahren verbunden sein. Die Baustellen-Zufahrt wurde auf der Seite „Am Bischofskreuz“ eingerichtet. Jede Baustellenzufahrt ist natürlich auch eine Gefahrenzone. Natürlich weisen wir Eltern und Kinder immer wieder auf diese Gefahrenstelle hin.

Gerne würden wir aber zu den Hauptzeiten, an denen die Kinder kommen und gehen, ehrenamtliche Verkehrshelfer einsetzen, die mit dafür Sorge tragen, dass die Laster und Bagger und die Kinder heil aneinander vorbei kommen.

Wer hätte Lust morgens zwischen 7.30 und 8.00 Uhr und / oder mittags zwischen 12.55 und 13.20 Uhr einen Einsatz als Verkehrshelfer bei uns zu machen?

Die Stadt Freiburg wäre bereit, für ein solches Engagement eine Aufwandsentschädigung zur Verfügung zu stellen.

Bei Interesse können Sie sich im Sekretariat melden (Tel. 201-7508 oder Mail sekretariat.afsvn@freiburger-schulen.bwl.de).


Die Anne-Frank-Schule

Im Sommer 1971 wurde die Schule fertiggestellt. Eingezogen sind damals zunächst neun Grundschulklassen und zusätzlich sieben Gymnasialklassen (letztere wechselten nach einem Jahr zum Schulzentrum West, dem heutigen “Wentzinger-Gymnasium”).

Inhaltlich entwickelte sich die Schule ab den 1980 Jahren immer mehr in Richtung Reformpädagogik; entsprechend diesem Konzept wurden z.B. ab Mitte der 1990er Jahre die ersten jahrgangsübergreifenden Familienklassen gebildet. Gleichzeitig wurde aber in dieser Zeit auch der Platz bereits knapp: Abhilfe konnten zusätzliche Pavillonräume schaffen.

Seit den 1990er-Jahren wird der Schulbetrieb durch eine Kernzeitbetreuung ergänzt: anfangs ein Angebot der Caritas, inzwischen betreut von einem privaten Trägerverein AUB. Wenig später wurde das schulische Angebot durch eine Hausaufgabenbetreuung ergänzt.

Im Jahr 2001 suchte das Schulamt eine Schule, die bereit war, gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung durchzuführen. Entsprechend dem Konzept der Reformpädagogik fanden sich an der Anne-Frank-Schule wieder Lehrer*innen, die bereit waren, diese ersten Gedanken an Inklusion aufzunehmen.

Die Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten war der Schule in all den Jahren seit Gründung besonders wichtig. Zum Ausdruck kam dies auch im Umbau des Schulhofs im Jahr 2008/09, der vorher eher ein tristes Dasein fristete und jetzt eine “Bewegungslandschaft” mit vielen Spielgeräten bietet.

Seit vielen Jahren gibt es eine schöne Kooperation mit dem benachbarten Verein “Bauernhoftiere für Stadtkinder“. Hinter der Anne-Frank-Schule wurde Ende der 1980-Jahre am Mühlbach ein Feuchtbiotop angelegt, für das die Anne-Frank-Schule ab 1998 eine Bachpatenschaft übernommen hat (siehe Bericht zur Übergabe der Urkunde im Bürgerblättle 148). Gemeinsam mit den Freiburger Bachpaten und fleißigen Eltern wird das “Schulbiotop” regelmäßig gepflegt (siehe z.B. Bericht im Bürgerblättle 183 vom April 2007).

Die Erweiterung der Anne-Frank-Schule – zusammen mit dem Kindergarten “Fang die Maus” – ist eine konsequente Fortsetzung der bisherige Geschichte.

Für mehr Informationen siehe www.annefrankgrundschule.de

Die Kita “Fang die Maus”

Die Kindertagesstätte (Kita) „Fang die Maus“ ist einen Einrichtung der “Freiburger Kinderhausinitiative”.

Seit Gründung im 1989 ist sie Containern neben der Anne-Frank-Schule untergebracht; wunderschön umgeben von einem großen, mit vielen Bäumen und Sträuchern bewachsenes Außengelände (siehe Fotogalerie der Kita). Im Gebäude gibt es 2 Gruppenräume, mehrere Funktionsräume und Aktionsbereiche, die zum pädagogischen Konzept gehören (zusätzlich auch eine Küche). Das Team besteht aus ca. 8 pädagogischen Fachkräften.

Für mehr Informationen siehe Kita “Fang die Maus”.

Nachverdichtung Studentensiedlung (StuSie)

Aktueller Stand:

Studierendenwerk und Bürgerverein hatten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Aug. 2020 zu einem Spaziergang durch die Siedlung eingeladen. Bei dem Rundgang wurden verschiedene Gebäude und Einrichtungen besichtigt, u.a. die Außenanlagen, die regenerative Energiezentrale und das Gemeinschaftshaus (TIK).  Und vor allem auch das neue Haus 28, das dann voll möbliert ist und kurz vor der Übergabe an die Bewohner stand. Siehe auch unseren ausführlichen Bericht dazu.

Nachfolgend Berichte über den Stand der Bauarbeiten, über die wir auch regelmäßig im Bürgerblättle informieren.


Bericht im Bürgerblättle 258, Okt./Nov. 2019 zum Stand der Bauarbeiten

Inzwischen schreitet die Umsetzung deutlich sichtbar voran. Hier ein Zwischenbericht mit Hinweisen auf die nächsten Schritte von Architekt Jochen Gerlach (Studierendenwerk Freiburg).

Die auf dem Areal der Autovermietung Kurier entstandene Dreier- Gruppe steht kurz vor der Fertigstellung. Der rückwärtige 8- Geschosser ist bereits seit Jahresbeginn von 91 Studierenden bezogen. Der 5- Geschosser zur Straße hin wird gerade von 72 Personen bezogen, und zum Jahreswechsel folgt der Bezug des 11- Geschossers direkt an der Sundgauallee mit 130 Zimmern. Unter der 3- Gruppe wurde eine Tiefgarage mit 48 Stellplätzen errichtet. Da die meisten Studierenden kein Auto haben, dafür aber mindestens 1 Fahrrad wurden in den drei Neubauten rund 300 Fahrradstellplätze in den Erdgeschossen gebaut.

Seit einigen Monaten geht es mit der Nachverdichtung im Zentrum der Siedlung weiter: Das dreigeschossige Haus 28 nahe dem Gemeinschaftshaus (TIK) wurde bereits abgerissen. An seiner Stelle entsteht derzeit ein 11- geschossiges Wohnheim mit 130 Zimmern. Es wird im April 2020 bezugsfertig sein. Im weiteren Verlauf werden die dreigeschossigen Altbauten hinter dem begrünten Erdwall zur Sundgauallee abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Insgesamt bleibt das Thema der Siedlung, die Dreiergruppen von Häusern um einen Innenhof erhalten. Die vorhandenen 9- geschossigen Häuser im Hintergrund bleiben bestehen, die beiden 3- Geschosser aus den 60-er Jahren werden durch einen 5- bzw. 11- geschossigen Neubau ersetzt. Insgesamt werden die 10 Gebäude aller drei Teilbauabschnitte bis ins Jahr 2022 fertiggestellt sein.

Alle Neubauten auf dem Areal der StuSie sind Ersatzbauten, es wurden keine bisherigen Grünflächen in Anspruch genommen. Der parkähnliche Charakter der Siedlung aus den 60-er Jahren bleibt dadurch erhalten. Auch bleibt trotz der intensiven Baumaßnahmen ca. 90 % des Baumbestands erhalten. Für die unvermeidbaren Fällungen werden zahlreiche Bäume neu gepflanzt.

Zeitgleich zum Neubau der Wohnheime wurde die Technikzentrale grundlegend überarbeitet. Ziel war den Anteil der regenerativen Energienutzung deutlich zu erhöhen. Dabei wurde der bisherige Holzkessel durch einen deutlichen größeren Kessel mit einer Leistung von 1.500 kW ersetzt, in Verbindung mit einer hocheffizienten Abgasreinigungsanlage. Sichtbarstes Zeichen dafür ist der neue Schornstein. Betrieben wird der Holzkessel mit naturbelassenen Holzhackschnitzel aus regionaler Waldwirtschaft. Ergänzt wird die Energieerzeugung durch zwei Blockheizkraftwerke die Strom und Wärme gleichzeitig produzieren und Solarstromanlagen auf allen Dächern der 8- bzw. 11- geschossigen Gebäude. Durch die Kombination der verschiedenen Maßnahmen wird der CO2 Ausstoß der Studentensiedlung um ca. 80% reduziert.

Architekt Jochen Gerlach vom Studierendenwerk Freiburg


Bericht im Bürgerblättle Ausgabe 247 – Dez. 2017/Jan 2018

Das Problem des Wohnungsmangels in Freiburg trifft die Studierenden in besonderem Maß – sie haben ja in der Regel wenig Einkommen und müssen einen großen Teil davon für die Miete aufwenden. Aus diesem Grund arbeitet das Studierendenwerk Freiburg (SWFR) intensiv an der Schaffung zusätzlicher Wohnmöglichkeiten zu sozial verträglichen Preisen. Was für die Studierenden gut ist nutzt in der Folge auch den nichtstudierenden Bürgern: Alle, die beim SWFR unterkommen, beziehen keine Wohnung auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt oder geben eine Wohnung frei.

Die Studierendensiedlung Sundgauallee wurde in den 60-er Jahren gegründet. Die städtebauliche Leitidee aus dieser Zeit war die offene Stadtlandschaft, das Wohnen im Park in Gruppen von Einzelhäusern. Aus dieser Zeit stammen auch die prägenden Dreiergruppen: Ein 9- geschossiges Hochhaus im Norden und davorgestellt zwei 3- geschossige Gebäude. Diese Dreiergruppen prägen auch heute noch das Gesicht der Siedlung, wenn auch über die Jahrzehnte einige Gebäude hinzukamen, die im Stil ihres Baujahres errichtet wurden. Zur Sundgauallee wird die Siedlung durch einen inzwischen stark begrünten Erdwall begrenzt. Im Inneren der Siedlung sind insbesondere Richtung Seepark sehr großzügige Grünflächen zwischen den Häusern vorhanden, die zu Spaziergängen einladen und von den Bewohnern der Siedlung in der Freizeit intensiv genutzt werden.

Trotz einiger Hochhäuser ist die Studierendensiedlung baulich deutlich geringer genutzt als dies der Situation in der wachsenden Stadt Freiburg angemessen wäre. Auch lässt der bestehende Bebauungsplan die Schaffung von deutlich mehr Wohnflächen zu. Gleichzeitig verfügt die Studierendensiedlung bereits jetzt über ein sehr großes Angebot an sozialer Infrastruktur, insbesondere im Gemeinschaftshaus Nr. 36.

Aus diesem Grund will das Studierendenwerk gerade hier deutlich mehr Wohnmöglichkeiten schaffen. Wichtigstes Ziel bei der anstehenden Nachverdichtung war neben der Schaffung zusätzlicher Wohnflächen immer der Erhalt der hohen städtebaulichen Qualität der Siedlung. Aus diesem Grund wurde durch einen städtebaulichen Wettbewerb ein Masterplan für die Nachverdichtung erarbeitet. Bei diesem Wettbewerbsverfahren waren neben der Stadtverwaltung auch der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde und die Bewohner der Siedlung eingebunden. Nach diesem Masterplan bleiben die bestehenden Grünflächen weitestgehend erhalten. Auch werden außer auf dem ehemaligen Areal der Autovermietung bzw. früheren Tankstelle keine zusätzlichen Häuser gebaut. Anstelle der bereits abgerissenen Tankstellengebäude entsteht eine neue Dreiergruppe, mit einem 8- geschossiges Haus nach Norden und zur Straße orientiert ein 11- und ein 3- geschossiges Haus. Die vorhandenen Parkplätze und weitere Stellplätze für die Neubauten kommen in einer großen Tiefgarage unter. Richtung Innenstadt werden in den folgenden Bauabschnitten jeweils die beiden 3- geschossigen Altbauten ersetzt durch jeweils ein 11-geschossiges und ein 5- geschossiges Haus. In Zukunft werden also immer ein 9- geschossiger Altbau und der 11- und 5- geschossige Neubau eine Häusergruppe bilden.

So könnte die StuSie nach dem Ausbau aussehen

Es wird entlang der Sundgauallee ein Rhythmus aus 5- und 11- geschossigen Häusern entstehen. Der Erdwall zur Sundgauallee mit den vielen Bäumen und Büschen bleibt weitgehend unangetastet und wird die Siedlung auch weiterhin zur Sundgauallee begrenzen. Insgesamt entstehen in drei Bauabschnitten 875 zusätzliche Zimmer, überwiegend in Wohngemeinschaften für 4 Personen, in untergeordneter Zahl aber auch in 2-er WGs und in kleinen Apartments.

Die zusätzlichen Bewohner werden, auch da sie zumeist nicht über ein Auto verfügen, die in der Sundgauallee vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten nutzen und damit zu einer Sicherung des Einzelhandels beitragen. Die Gestaltung der einzelnen Häuser wird sich an den bestehenden Gebäuden orientieren um der Siedlung einen architektonischen Zusammenhalt zu geben. Die Häuser erhalten eine Fassade aus unterschiedlich eingefärbtem und strukturiertem Sichtbeton, so wie die bereits in 2012 errichteten Häuser Sundgauallee 16 und 38.

Der Baubeginn war Anfang 2018. In einem weiteren Bauabschnitt nach dem Jahr 2022 sind zwei weitere Neubauten auf dem jetzigen Parkplatz am Eingang der Siedlung und ein weiterer Ersatzbau geplant. Für die Realisierung dieser Häuser muss jedoch vorher eine Änderung des Bebauungsplans durchgeführt werden.

Architekt Jochen Gerlach vom Studierendenwerk Freiburg


Sichtbarstes Zeichen des Umbaus ist ja auch der neue Schornstein (die Höhe war teilweise ja auch in der Kritik). Schon seine Errichtung war eine logistische Leistung. Wer es verpasst hat, den Aufbau zu beobachten: hier ein passendes Video dazu von Bernd Wißler auf Youtube.

Auf einem der Bestandshochhäuser wurde im Februar 2020 ein Nistkasten für Turmfalken aufgehängt, freundlicherweise gespendet vom Ornithologen Matthias Schmidt.

Im Sommer 2020 wird das Studierendenwerk alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Spaziergang durch die Siedlung einladen. Bei diesem Rundgang können je nach Interesse können verschiedene Gebäude und Einrichtungen besichtigt werden: Die Außenanlagen, die regenerative Energiezentrale und das Gemeinschaftshaus (TIK).  Und vor allem auch das neue Haus 28, das dann voll möbliert ist und kurz vor der Übergabe an die Bewohner steht.


Siehe auch ausführlichen Bericht in “Der Sonntag” vom 24.12.2017

Großes Nachverdichtungsprojekt auf privatem Areal: Die Studentensiedlung stockt auf.

Weil Freiburg kaum wachsen kann, ist Nachverdichtung angesagt. Eines der größten Projekte betrifft ein ganzes Viertel und beginnt bald: In der Studierendensiedlung am Seepark sollen nach Umbauten für 70 Millionen Euro fast 1 000 Menschen mehr als bislang unterkommen. Gebaut wird vor allem in die Höhe. Die Skyline der “Stusie” gehört fest zur Optik des Seeparkgeländes … [ Bericht “Der Sonntag” ]


Sonstige Berichte:

Bürgerblättle Ausgabe 248 – Feb./März 2018, Fortsetzung zum Bericht im BBL 247
Bürgerblättle Ausgabe 249 – Apr/Mai 2018, Rundgang durch die StuSie. Organisiert vom BV + Studierendenwerk
Bürgerblättle Ausgabe 255 – Apr/Mai 2019, Studentensiedlung: Erneuerung der Heizungsanlage
Bürgerblättle Ausgabe 258 – Okt/Nov 2019, Nachverdichtung der Studentensiedlung
Bürgerblättle Ausgabe 261 – AprilMai 2020, Update zur Nachverdichtung

BZ 30.03.2016: “Die StuSie soll ordentlich wachsen”
BZ 12.01.2018: “Studierendenwerk erweitert StuSie für 70 Millionen Euro”
BZ 05.04.2018: “Hochhäuser für die StuSie
BZ 12.09.2019: “Entlastung für den Wohnungsmarkt”


Etwas zur Geschichte der Studentensiedlung haben wir hier zusammengefasst.

Straßenbahn Dietenbach

AFB und die Stadtbahn-Ringverbindung

Quelle: K9 Architekten

Hintergründe

Der neue Stadtteil Dietenbach soll nach bisherigen Planungen über eine Verlängerung der „Rieselfeldlinie“ an das Stadtbahnnetz der VAG angebunden werden, wobei die Strecke in einer Wendeschleife endet. Schon mehrfach in den vergangenen Jahren wurde bemängelt, dass dies längerfristig gedacht eine wirkliche Sackgasse darstellt. Als echte Alternative steht eine Weiterführung der Rieselfeldlinie über die Dreisam im Raum, die eine Verbindung in Richtung  Lehen/Betzenhausen/Landwasser öffnet: es wäre ein Anschluss an die bisherige Strassenbahnhaltestelle “Paduaallee”. Diese Alternative wird allgemein als “Ringschluss” bezeichnet. Der Korridor für die Strecke in Richtung Zubringer/Dreisam wird auch in den heutigen Planungen für Dietenbach und Lehen/Zinklern schon als sog. “Vorhaltetrasse” berücksichtigt (dies war insbesondere ein Wunsch der Grünen). OB Horn bezeichnete schon 2018 in seinem Wahlkampf den Ringschluss als „eine historische Chance“.

Aus aktuellem Anlass hat nun die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) das Thema erneut aufgegriffen und einen Arbeitskreis dafür gebildet. Dort hat sich auch Hans Bogel eingebracht, der über viele Jahre bei der VAG als Prokurist für Fragen der Infrastruktur zuständig war. Ergebnis: der bisher geplante Anschluss des neuen Stadtteils als Verlängerung der Rieselfeldlinie bietet keine sinnvolle Perspektive; weder für die zukünftigen Bewohner (Fahrgäste), noch für das Stadtbahnnetz der VAG. Vielmehr sollte die Anbindung des neuen Stadtteils Dietenbach der Anlass für eine generelle Zukunftsplanung des Freiburger Stadtbahnnetzes sein und dazu sollte von Beginn an der Ringschluss gehören.

Die zentralen Aussagen im zugehörigen Positionspapier:

  1. Die Stadtbahnringverbindung vom Rieselfeld über Dietenbach nach Lehen zur Paduaallee erlaubt eine echte Zukunftsperpektive, denn diese Trasse kann mittelfristig weiter entwickelt werden in Richtung Norden, mit Zielen wie SC Stadion, Messe und Industriegebiet Nord. Sinnvoll ist in diesem Zuge der Gedanke an einen zweite Abstellanlage der VAG.
  2. Diese Verbindung sollte nicht irgendwann gebaut werden, sondern direkt zusammen mit dem neuen Stadtteil Dietenbach, was am Ende günstiger wäre, als Umsetzung in den heute angedachten Teilschritten.

Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde unterstützt diesen Vorschlag, da er wirkliche Perspektiven für die Zukunft bietet (nicht zu vergessen, auch in die umgekehrte Richtung Haid, St. Georgen und Vauban).

Der AFB hat sein Positionspapier den Beteiligten der Stadtverwaltung und VAG, sowie den Franktionen im Gemeinderat zur Verfügung gestellt. Letztere haben inzwischen Interesse an einer Prüfung zum Ausdruck gebracht (Stand 20. Mai 2020, siehe auch Presse-Berichte weiter unten).

Wichtig: für den AFB steht das Positionspapier keinesfalls im Wettbewerb mit anderen Ausbau-Maßnahmen, welche die Stadt Freiburg bzw. die VAG zur Erweiterung des Straßenbahnnetzes in den kommenden Jahren geplant hat (siehe auch Presse Hinweise weiter unten); es ist vielmehr die ideale Ergänzung. Im Folgenden wollen wir die nach unserer Ansicht wichtigsten (und teilweise auch neuen, oder zu wenig beachteten) Argumente nennen.


Die Perspektive (Vision)

Heute sind im Grunde alle Straßenbahn-Verbindungen sternförmig auf die Innenstadt ausgerichtet; die drohenden oder schon vorhandenen Überlastungen sind bekannt. Spätestens mit Dietenbach hat Freiburg eine Größe, bei der eine Ringlinie sinnvoll wird. Zusätzlich sollten Stadtbahnlinien ja auch ein verbindendes Element zwischen Stadtteilen untereinander sein.

Ab Paduaallee kann es mittelfristig zur Elsässer Straße gehen mit Anschluss in der Berliner Allee zur Stadtbahn Messe und danach auch in Richtung Industriegebiet Nord. Langfristig ist Ausbau bis Endhaltestelle Zähringen (Gundelfingen) denkbar. Für die Stadtbahn Messe besteht ohnehin schon die Option in Richtung Möbelhäuser und Gewerbegebiet Hochdorf. Verkehrstechnisch ergäbe sich auch eine gute Erschließung für das neue Stadions (zwei Linien aus unterschiedlichen Richtungen).

Die VAG hat heute nur einen Betriebshof und dessen Kapazitätsgrenzen dürfte bald erreicht sein. Wehe wenn die Zufahrt mal blockiert ist. Vorschlag wäre neue Betriebsanlage Industriegebiet Nord.

Warum gleichzeitig mit Dietenbach umsetzen?

Vermeindung von Kosten

Zu nennen sind erst mal Kosten, die nicht auftreten oder geringer sind, wenn der Ringschluss ohne Übergangslösung erfolgt. Beispiele:

  • Was heute in Dietenbach als Abzweig und Wendeplatz geplant ist, wird später mit hoher Sicherheit ein totes Gleis werden. Auch der Bau einer Wendeschleife könnte komplett entfallen. Beides sind (längerfristig gedacht) also schlicht Fehlinvestitionen.
  • Bei Verzicht auf dieses Gleis, kann der zugehörige Bereich mit einem anderen Charakter und Nutzen gesplant werden. Also höhere Qualität für den Stadtteil.
  • Einen Bedarf für neue Bus-Anschlüsse (ein Argument für die jetzige Steckenführung mit Wendeschleife) sieht der AFB nicht: die bereits vorhandenen Busanschlüsse (Rieselfeld, Haid und Lehen) dürften auch für den neuen Stadtteil Dietenbach ausreichen.
  • In den aktuellen Plänen ist als Verbindung nach Lehen nur eine Fuß- und Fahrradbrücke über den Autobahnzubringer vorgesehen: danach geht es auf Umwegen weiter über die Dreisam (Brücke an der Gaskugel). Eigentlich wäre auch eine weitere Brücke über die Dreisam sinnvoll und ist ja auch im zweiten Schritt vorgesehen. Beide Brücken gleichzeitig und kombiniert mit StraBa wäre sicher günstiger als zeitversetzt.
  • Bautätigkeiten im freien Gelände sind immer einfacher auszuführen und damit kostengünstiger. Speziell für die erforderlichen Brücken ist viel Erdmaterial erforderlich und das ist im Zuge der Aufschüttung des gesamten Geländes ganz sicher kostengünstiger zu bekommen als später.
  • Neben der Brücke über den Zubringer ist ein Parkhaus mit großem unterirdischen Energiespeicher geplant. Ein Brückenbau an der Stelle würde zu einem späteren Zeitpunkt besondere Schutzmaßnahmen erfordern (also Zusatzkosten).

Verbesserung Finanzierung durch Novellierung des GVFG

Der sofortige Bau vermeidet Kosten; gleichzeitig steigen seit Anfang des Jahres die Aussichten, eine stärkere finanzielle Unterstützung vom Bund zu erhalten. Denn der Bundestag hat am 30.01.2020 für das Gemeindeverkehrsfinanzierungesetz (GFVG) und das Regionalisierungsgesetz umfangreiche Aufstockungen der Bundesmittel beschlossen für Infrastrukturprojekte und den Betrieb des ÖPNV. Einzelne Punkte:

  • Bundesmittel zur Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs (GFVG) im Jahr 2020 verdoppelt gegenüber vorher, für 2021 ist weitere Erhöhung vorgesehen.
  • Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 werden ab 2025 die Mittel 2 Milliarden Euro jährlich betragen.
  • Neben dem Fördersatz, mit dem der Bund sich beteiligt, steigt auch die Größenordnung der unterstützten Infrastrukturprojekte.

Für Details siehe z.B. Dokumentation beim Bundesamt für Verkehr und Infrastruktur BMVI . Es ist zu erwarten, dass für den Ringschluss einige dieser Änderungen anwendbar werden.


In der Presse

Die bisherigen Ausbaupläne zum Straba-Netz bis 2030 in Freiburg sind ausführlich auf auf Freiburg.de bzw. im Amtsblatt vom 22. Mai 2020.

Quelle “Zeitung am Sonntag”

Unter dem Titel “Ende der Wendeschleife” berichtete die “Zeitung am Sonntag” über das AFB Positionspapier (17. Mai 2020, Seite 2). Zuvor war es auch schon Thema in der Badischen Zeitung, siehe dort auch Kommentar “Ringschluss-Idee: Keine Angst vor Visionen” (beides 15. Mai 2020).

Eine erste Reaktion auf das AFB-Positionspapier beschreibt die BZ am 20. Mai 2020  unter “Ringschluss prüfen“: Freiburger Fraktionen wollen Tram-Verlängerung bis Lehen prüfen.

Als Ergänzung frühere Artikel der Badischen Zeitung zum Thema:

Bitte beachten: für die BZ Berichte gibt es evtl. Einschränkungen beim Online-Zugriff.

 

 

 

 

 

30 Jahre Japanische Garten

Der Japanische Garten am Seepark ist ein Geschenk der Partnerstadt Matsuyama an die Freiburger Bevölkerung. Er wurde geplant vom japanischen Gartenarchitekten Yoshinori Tokumoto, der ab Herbst 1989 mit drei japanischen Gärtnern an dem Garten arbeitete. Von Freiburger Seite halfen damals bis zu zehn Gärtner, die bei der Gelegenheit die spezielle Technik der Garten-Pflege erlernten (z.B. Schneiden, Schienen und Binden der Gehölze). Der Garten hat eine Größe von 3.500 m² und wurde am  05. Mai 1990 feierlich eröffnet (also haben wir jetzt einen runden Geburtstag).

Zum Hintergrund: Matsuyama ist seit Oktober 1988 Partnerstadt von Freiburg. Eine Stadt im Süden Japans, mit einer halben Millionen Einwohnern, touristisch attraktiv wie Freiburg: vielleicht sogar die Wiege der Japanischen Bade-Kultur. Mit dieser Partnerschaft entstanden regelmäßige Austauschprojekte zwischen beiden Städten: Bürgerreisen ca. alle zwei Jahre, gemeinsame Musik-Veranstaltungen, Schüleraustausch (etwa beim Goethegymnasium) und auch der SC Freiburg hat einen Freundschaftsvertrag mit dem FC Ehime dort. Und auch in Fragen des Umweltschutzes ist man in fruchtbarem Austausch, denn Matsuyama soll nach der Katastrophe von Fukushima als Modellstadt für erneuerbare Energien und Umweltschutz werden. Und noch eine Gemeinsamkeit: in Matsuyama gibt es den  Freiburger-Garten mit einer Element, das an die Spitze vom Freiburger Münster erinnern soll (ein Geschenk aus Freiburg).

Japanische Gärten können sehr unterschiedlich sein und Regionen Japans haben sogar eigene Stile: naheliegend, dass der Garten in Freiburg stark dem Matsuyama-Stil entspricht. Typisch für einen Japanischen Garten ist, dass Szenen einer Landschaft zusammengefasst werden auf kleiner Fläche. In Freiburg ist es ein Wasserlauf, der von der Quelle in den Bergen über einen Wasserfall und Fluss zum Meer fliest (hier Flückigersee). Alles genauestens geplant: nichts überlässt der Architekt dem Zufall. Ein Japanische Garten lebt von den Formen der Steine, der Pflanzen, den Wasserstrukturen, aber auch von der Ruhe und Beschaulichkeit als wesentliches Element.

Auf uns wirkt diese Garten-Kultur manchmal wie eine zu groß geratene “Bonsai-Landschaft”: ist doch diese Art des Schneidens von Bäumen der europäischer Garten-Welt eher fremd. Aber gerade diese Fremdartigkeit läd auch wieder ein zu Besinnlichkeit und stiller Meditation (gut dass es einen aufregenden Kinder-Spielplatz schon einige Hundert Meter weiter gibt).

Sicher ist die Pflege dieses Gartens teurer als die einer normalen Gartenanlage, aber im Sinne der Partnerschaft mit Matsuyama wird es hoffentlich weiter gelingen, das Geschenk gut zu behandeln. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Mitarbeiter des GuT, die mit Engagement versuchen, die Ideen des Gartens wach zu halten. Wahrscheinlich ist es der am besten gepflegte städtische Park in Freiburg. Aber leider gab es auch immer wieder Vandalismus: die BZ berichtete schon vor Jahren darüber, auch wir haben im letzten Jahr zu mehr Achtsamkeit aufgerufen im Bürgerblättle. Und leider plätscherte auch das Wasser in den vergangenen Jahren nicht immer über die Granitblöcke: für die Sommersaison wird regelmäßig ein Sponsor gesucht, der die Kosten z.B. für die Umwälzpumpe trägt.

Herr Tokumoto (er ist inzwischen verstorben) kam anfangs einige Male zurück nach Freiburg, um sein Kunstwerk wieder zu sehen und dann und wann auch wieder Rat zu erteilen, wie und wann Bäume oder Sträucher zu schneiden sind. Gelegentlich waren auch Freiburger Baumschulgärtner in Japan, um in sich in der Kunst weiter zu bilden und Anregungen mitzunehmen.

Die „Deutsch-Japanische Gesellschaft Freiburg Matsuyama e. V.“ feiert jährlich im Mai ihr Frühlingsfest „Kodomonohi“ am Garten bzw. im Bürgerhaus. Vorführungen, Ausstellungen und Workshops bieten Gelegenheit, Einblick in die japanische Kultur zu nehmen. In diesem Jahr soll das Fest am 3. Mai stattfinden; für mehr Infos siehe: www.djg-freiburg.de.

Schon gewusst? Im Japanischen Garten wurde vor wenigen Jahren einen Bank aus Bambusholz aufgestellt, die in Matsuyama gefertigt worden war. Und auch weitere Partnerstädte sind mit Bänken in ihren jeweils eigenen Stil vertreten (Besançon, Guildford, Innsbruck): diese Bänke stehen vor dem Eingang zum Bürgerhaus.

Haben Sie vielleicht Lust auf eine 360 Grad Aufnahme vom Japanischen Garten im Seepark? (aber auch das kann einen eigenen Besuch nicht ersetzen…).

Nebenbei: einen schönen Japanischen Garten gibt es übrigens auch in Bonndorf.