Wie geht es weiter mit der Gaskugel?

Alte Fotografien, Dokumente oder Fundstücke?

Wir sind auf der Suche nach alten Fotografien, Dokumenten oder Fundstücken aller Art rund um das Thema der Gasnutzung und Gasversorgung oder direkt zur Gaskugel in Freiburg.

Bitte melden bei Dr. Heike Piehler, E-Mail: arbeitskreis-gaskugel@posteo.de, Tel. 01577 / 5739569

Aktueller Stand und kurze Zusammenfassung:

Die Gaskugel in Betzenhausen

Der „Arbeitskreis Gaskugel“ hat jetzt auch fachkundige Unterstützung durch Dipl. Ing. Richard Funk, den ehemaligen Technischen Vorstand der FEW – Freiburger Energie- und Wasserversorgung AG.

Die Stiftung BauKulturerbe gGmbH in Freiburg hat Interesse, die Gaskugel zu übernehmen. Eine entsprechende Anfrage liegt inzwischen bei der Badenova (bzw. bnNETZE) und der Stadt Freiburg. Erklärtes Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist es, historische Gebäude und die besonders schützens- und erhaltenswerte Bausubstanz in Freiburg und darüber hinaus zu bewahren.

Seit Sept. 2020 ist die Arbeitsgruppe zur Erhaltung der Gaskugel unter einer eigenen Web-Adresse zu finden; siehe www.gaskugel-freiburg.de . Dort führen Links zahlreichen Presse- und TV-Beiträgen; aktuellen Meldungen sind chronologisch in einem eigenen Blog versammelt.

Das Landesamt für Denkmalpflege hat das Industriewahrzeichen von Betzenhausen unter Denkmalschutz gestellt. So konnte es Martin Horn als “OB vor Ort” am 16. Dez. im Bürgerhaus verkünden. Die vielen anwesenden Bürger von Betzenhausen hat es gefreut. Denn das war eine wichtige Weichenstellung.

Im Juli 2019 wurde die Gaskugel – ein Erkennungszeichen von Betzenhausen – außer Betrieb genommen. Hier gibt es Hintergründe zur Geschichte der Gaskugel.

Ein Arbeitskreis für das Wahrzeichen von Betzenhausen.

Schon im August 2019, also kurz nach Betriebsende, hat sich in Betzenhausen eine Initiative gegründet, die sich für den Erhalt der Gaskugel als Wahrzeichen des Freiburger Westens einsetzt. Beteiligt sind der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V., der Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild e.V.

„Wir wollen die Gaskugel als Industriedenkmal erhalten, sie aber nicht einfach leer stehen lassen, sondern neu nutzen“, sagt die Vorsitzende des Bürgervereins, Beate Diezemann. Die drei Institutionen haben im Arbeitskreis ein „sanftes“ Nutzungskonzept entwickelt. Es sieht vor, dass die Gaskugel als solche erhalten bleibt, ebenso der Park mit dem alten Baumbestand. „Wir wünschen uns hier einen lebendigen Treffpunkt für alle Freiburger/innen, mit einem Gartencafé, das an die Kugel angedockt werden könnte.“ Ein solcher Treffpunkt fehlt bislang im Freiburger Westen, obwohl die Gaskugel inmitten des beliebten Naherholungsgebietes an der Dreisam und gegenüber dem Dietenbachsee liegt. Hier führen gleich drei überregionale Radwege vorbei.

Dr. Heike Piehler, Projektleiterin

Die Arbeitsgemeinschaft wünscht sich ein niedrigschwelliges und familienfreundliches Gartencafé, das zur Dreisam hin ausgerichtet ist und v. a. Spaziergänger/innen und Fahrradfahrer/innen anlocken soll. Schließlich befindet sich die Gaskugel an der Schnittstelle von vier Stadtteilen und ist von diesen fußläufig zu erreichen: Sie steht im Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde, grenzt im Norden an Lehen, im Westen an Rieselfeld bzw. den neuen Stadtteil Dietenbach und im Süden an Weingarten.

Weitere Informationen und Newsletter-Abonnement unter www.gaskugel-freiburg.de.

Kontakt:


Nachfolgenden die wichtigsten Schritte seit Sommer 2019 in zeitlicher Reihenfolge.

2019 Juli: Die Gaskugel wird stillgelegt

Im Juli 2019 wurde die Gaskugel – ein Erkennungszeichen von Betzenhausen – außer Betrieb genommen: nach 54 Jahren Betrieb als Reservespeicher für Freiburg und die Region. Siehe Pressemitteilung Badenova . Herzlichen Dank auch ans “Friburger Bobbele” für das nette Video zum Ruhestand der Gaskugel. Das Betriebsende war inzwischen auch mehrfach Thema in der Badischen Zeitung; siehe z.B. Berichte am 28. Juni, 26. Aug., 7. Sept. und 18.Dez.2019. Den Denkmalschutz nahm auch das Magazin Chili zum Anlass für einen Bericht im Dez. 2019.

Kurz nach Ende der Nutzung als Gas-Vorratsbehälter gründet sich eine Projektgruppe zur Erhaltung des Wahrzeichens.

2019 Nov.: Konzept zur weiteren Nutzung der Gaskugel

Unsere ausführliches Konzept zur weiteren Nutzung der Gaskugel ist jetzt verfügbar.

Innerhalb kürzester Zeit fanden sich viele Unterstützer für die Initiative. Eine Auswahl: adfc Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (Kreisverband Freiburg / Emmendingen / Breisgau-Hochschwarzwald),  AFB Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine, Architekturforum Freiburg e.V., Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Institut für Neue Musik, Hochschule für Musik Freiburg, O.-Studio – KlangObjekt-Studio Freiburg, mehrklang Gesellschaft für Neue Musik Freiburg e.V., NaturFreunde Freiburg e.V., Obertonchor Freiburg & Experimentalchor Freiburg, Partnergemeinde Teningen, VDI Verein Deutscher Ingenieure (Bezirksverein Schwarzwald e.V.), und andere.

Dass eine solche Nutzung sorgfältige Planungen, Investitionen und viel Rückhalt erfordert, ist dem sechsköpfigen Arbeitskreis bewusst. Neben Beate Diezemann und Dr. Heike Piehler arbeiten hier auch Jürgen Schmitteckert (Vorstand Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V.), Dr. Diana Wiedemann (ARGE Freiburger Stadtbild e.V.) sowie Dr. Stefan und Renate Grugel (Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde e.V.) mit. „Wir wollen etwas anschieben – wohl wissend, dass ein solches Vorhaben Zeit, Geduld und Energie braucht. Es gibt wenige Projekte im Freiburger Westen und vielleicht auch in ganz Freiburg, die spontan so große Unterstützung finden“, erklärt Beate Diezemann, die für Ideen und Rückmeldungen immer ein offenes Ohr hat.

Weitere Details siehe hier: Konzept zur weiteren Nutzung der Gaskugel (pdf).


2019 Dez.: Die Gaskugel steht jetzt unter Denkmalschutz!

Bei seinem Besuch am 16.Dez. in Betzenhausen als “OB vor Ort” konnte Martin Horn die gute Nachricht verkünden: das Landesamt für Denkmalpflege hat das Industriewahrzeichen von Betzenhausen unter Denkmalschutz gestellt. Die Besucher beim Bürgergespräch hat es sehr gefreut. Nach dieser wichtigen Weichenstellung ist ein Abriß keine Option mehr. Welche weiteren Rahmenbedingungen sich ansonsten ergeben, will die Badenova im Januar abklären. Auf die Zukunft der Gaskugeln angesprochen, erklärt OB Martin Horn, auch er würde sich freuen, “wenn wir da perspektivisch etwas hinbekommen. Wir sind erst am Anfang eines Prozesses.”

Es ist nebenbei das erste Industriedenkmal, das in Freiburg unter Denkmalschutz gestellt wurde. Weitere Details siehe hier: Die Gaskugel steht unter Denkmalschutz.


2020 Febr.: Fernsehbeitrag Baden TV

ein schöner Fernsehbeitrag von Baden TV zum aktuellen Stand der Gaskugel (Ausstrahlung war 21. Febr. 2020); der Beitrag wird vermutlich 3 Monate online verfügbar sein.

In Lahr ist es anders gekommen, denn dort wird die Gaskugel (Baujahr 1974) bald verschwunden sein: sie ging schon 2018 ausser Betrieb und wird aktuell zurück gebaut bzw. zerlegt. Hier der Bericht in der Lahrer Zeitung.


2020 Aug. – Okt.: Ausstellung

Seit dem 3. Aug. ist die Ausstellung “Dark Side of the Moon” (Vier Entwürfe für die Kugel) im Stadtteiltreff geöffnet. Gezeigt werden Ideen von vier Architekturstudenten der Hochschule für Technik Stuttgart, die sie im Rahmen ihrer Masterabschlüsse entwickelten.

Auch Baden-TV berichtete am 7.Aug.2020 über die Ausstellung. Der Fernsehbeitrag ist online verfügbar.


2020 Sept.: Eigene Web-Adresse

Die Projektgruppe zur Gaskugel ist jetzt unter einer eigenen Web-Adresse erreichbar, siehe www.gaskugel-freiburg.de

2020 Nov.: Stiftung BauKulturerbe möchte die Gaskugel übernehmen

Siehe Bericht im Bürgerblättle 264 Dez. 2020 / Jan. 2021

Klaus Grundmann, Geschäftsführer der Stiftung

Die Stiftung BauKulturerbe wurde 2019 als gemeinnützige GmbH in Freiburg gegründet mit dem Ziel, historische Gebäude und die besonders schützens- und erhaltenswerte Bausubstanz in Freiburg und darüber hinaus zu bewahren. Dabei möchte sie sich nicht nur ideell, sondern auch konkret praktisch für unser Baukulturerbe einsetzen. Als Nonprofit-Unternehmen versteht sie sich als unabhängige Plattform zur Vernetzung von Akteuren und Organisationen. Die Stiftung verfolgt satzungsgemäß die Zielsetzung, unser Baukulturerbe zu erhalten, das allgemeine Bewusstsein für dieses Baukulturerbe zu schärfen, einen adäquaten Umgang mit alter Bausubstanz zu vermitteln und das gesellschaftliche und bürgerliche Engagement für Baukultur zu stärken.

Die Stiftung BauKulturerbe ist im Sommer dem „Arbeitskreis Gaskugel“ beigetreten, der sich 2019 um den Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V. formiert hat. Die Stiftung hat unser bürgerschaftliches Engagement und die Entwicklung unseres Nutzungskonzepts von Beginn an mitverfolgt und mitgeprägt. Nun geht es um dessen Umsetzung: Wir wollen, wie berichtet, die Gaskugel als Kulturdenkmal würdigen, sie begehbar machen und mit dem sie umgebenden Areal einer „sanften“ Nutzung zuführen. Wir wünschen uns hier einen lebendigen Treffpunkt mit einem Gartencafé, das an die Kugel angedockt und zur Dreisam hin ausgerichtet sein könnte, niedrigschwellig und familienfreundlich, vor allem für die vielen Spaziergänger/innen und Fahrradfahrer/innen.

Die entsprechenden Anfragen der Stiftung liegen der Badenova bzw. bnNETZE und der Stadt Freiburg vor. Nun geht es darum, ob und zu welchen Konditionen eine Übernahme der Gaskugel und eine nachhaltige zukünftige Betreiberschaft möglich und sinnvoll wäre. Es könnte alles passen! (Dr. Heike Piehler)


2021 Jan.: neuer Seniorpartner im Gaskugel-Team

Dipl. Ing. Richard Funk

Der „Arbeitskreis Gaskugel“ bekommt fachkundige Unterstützung durch Dipl. Ing. Richard Funk, den ehemaligen Technischen Vorstand der FEW – Freiburger Energie- und Wasserversorgung AG. Der Wahl-Freiburger, der in Zähringen zuhause ist, begleitet unsere Initiative für den Erhalt und eine neue Nutzung der Gaskugel mit großem Interesse und stellt uns dankenswerterweise sein Wissen zur Verfügung. Richard Funk war von 1964 bis zu seinem Ruhestand 1994 für die Freiburger Gasversorgung und Wasserversorgung verantwortlich und damit auch für die Umstellung von der Gaseigenerzeugung aus Kohle auf den Bezug von Ferngas / Erdgas, was auch den Bau der Freiburger Gaskugel 1964/65 umfasste.

Siehe Bericht im Bürgerblättle 265 Febr./März 2021


 

Eishalle / Eisstadion

Aktueller Stand Okt. 2020: Insbesondere aufgrund der Corona-Auswirkungen geht die Stadt Freiburg inzwischen davon aus, dass ein Neubau einer Eishalle bis Ende der Betriebsgenehmigung (30. Juni 2024) nicht finanzierbar ist. Die bsiherige Kostenschätzung geht von 45 Millionen Euro aus. Zitat OB Horn: “Es tut uns allen wirklich weh. Aber angesichts der Kosten und der aktuell sehr angespannten Haushaltssituation ist ein Neubau im nächsten Doppelhaushalt nicht darstellbar. Doch wir wollen und werden nicht aufgeben, um den Eissport in Freiburg zu retten.” Siehe Details auf der Seite der Stadt Freiburg.

Als Alternative steht inzwischen ein Projekt mit Investoren im Raum: Ziel wäre dabei eine Multifunktionshalle, die auch für Veranstaltungen geöffnet werden könnte (wobei Eissport weiterhin Hauptnutzung bleiben soll). Nach wie vor erscheint das Messe-Gelände beste Standort.


Betrieb der Eishalle

Die Eishalle trägt heute (seit 2019) den offiziellen Namen “Echte-Helden-Arena” in Anlehnung an die bekannte Initiative zur Unterstützung der Kinder- und Jugendklinik Freiburg.

Es ist die Heimspielstätte des EHC Freiburg (den “Freiburger Wölfen”, siehe Spielplan), steht aber auch Breitensport also öffentliches Eislaufen zur Verfügung (seit 2019 sogar ganzjährig). Die Halle war anfangs eine der größten Hallen in Baden-Württemberg, ist aber aktuell nur noch für 3500 Zuschauer zugelassen. Auch Wikipedia widmet der Sporthalle einen eigenen Beitrag.

Zusammen mit Seepark, Westbad und Weststation ist die Eishalle ein Teil der “Sportmeile” im Freiburger Westen.

Zur Geschichte der der Eishalle

Die Eishalle an der Ensisheimer Strasse wurde Ende 1960-er Jahre vom ERC gebaut, dem Vorläufer des heutigen EHC. Vorsitzenden des ERC war damals Franz Siegel, dessen Namen die Halle auch bis 2018 trug. Anfangs war es eine offene Eisfläche, denn das Dach und damit die Umgestaltung zur Halle folgte erst in den 1970-er Jahren. Wegen finanzieller Probleme des ERC gelangte die Halle 1982 in die Hände der Stadt, die später Nutzungsrechte an den EHC vergab.

Nebenbei: etwa zeitgleich zum Bau der Eishalle entstand auch das Aussenbecken des Westbades, das leider heute leider nicht mehr in Betrieb ist (aber wir hoffen, das wird sich ändern, siehe Beitrag hier).

Seit 2009 beurteilen Statiker den Zustand der Halle kritisch, insbesondere für den Fall, dass Schneemassen auf dem Dach liegen. Schon 2013 sprach sich Gemeinderat für einen kompletten Neubau aus (siehe Diskussion hier).  Über temporäre Sanierungsmassnahmen konnte als Übergangslösung zumindest eine Betriebsgenehmigung bis Mitte 2024 erreicht werden.

Der geplante Neubau

Für die Zukunft angedacht ist ein Neubau mit 2 Eisflächen. Eine Machbarkeitsstudie ist Arbeit, der Ort für einen solchen Neubau scheint aber noch sehr unklar, oft priorisiert wird Nähe zum neuen SC-Stadion (also beim Messplatz). Das bisherige Gelände wäre damit frei z.B. für Wohnungsbau.

In unmittelbarer Nähe des bisherigen Eisstadions liegt das Weststadion der Sport-Freunde-Eintracht (SFE): nach Ansicht des Bürgervereins sollte Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit auch bei geänderter Bebauung die Nutzung des Stadions gesichert bleibt, insbesondere auch der notwendige Fussball-Trainingsbetrieb.

Laut Bericht der Zeitschrift “Chili” im Aug. 2020 ist inzwischen eine Machbarkeitsstudie fertig, die einen Standort auf dem Messplatz priorisiert (konzipiert als Multifunktionshalle).

Stand Okt. 2020:

Insbesondere aufgrund der Corona-Auswirkungen geht die Stadt Freiburg inzwischen davon aus, dass ein Neubau einer Eishalle bis Ende der Betriebsgenehmigung (30. Juni 2024) nicht finanzierbar ist. Die bsiherige Kostenschätzung geht von 45 Millionen Euro aus. Zitat OB Horn: “Es tut uns allen wirklich weh. Aber angesichts der Kosten und der aktuell sehr angespannten Haushaltssituation ist ein Neubau im nächsten Doppelhaushalt nicht darstellbar. Doch wir wollen und werden nicht aufgeben, um den Eissport in Freiburg zu retten.” Siehe Details auf der Seite der Stadt Freiburg.

Als Alternative steht inzwischen ein Projekt mit Investoren im Raum: Ziel wäre dabei eine Multifunktionshalle, die auch für Veranstaltungen geöffnet werden könnte (wobei Eissport weiterhin Hauptnutzung bleiben soll). Nach wie vor erscheint das Messe-Gelände beste Standort.

Nachverdichtung Studentensiedlung (StuSie)

Aktueller Stand:

Studierendenwerk und Bürgerverein hatten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Aug. 2020 zu einem Spaziergang durch die Siedlung eingeladen. Bei dem Rundgang wurden verschiedene Gebäude und Einrichtungen besichtigt, u.a. die Außenanlagen, die regenerative Energiezentrale und das Gemeinschaftshaus (TIK).  Und vor allem auch das neue Haus 28, das dann voll möbliert ist und kurz vor der Übergabe an die Bewohner stand. Siehe auch unseren ausführlichen Bericht dazu.

Nachfolgend Berichte über den Stand der Bauarbeiten, über die wir auch regelmäßig im Bürgerblättle informieren.


Bericht im Bürgerblättle 258, Okt./Nov. 2019 zum Stand der Bauarbeiten

Inzwischen schreitet die Umsetzung deutlich sichtbar voran. Hier ein Zwischenbericht mit Hinweisen auf die nächsten Schritte von Architekt Jochen Gerlach (Studierendenwerk Freiburg).

Die auf dem Areal der Autovermietung Kurier entstandene Dreier- Gruppe steht kurz vor der Fertigstellung. Der rückwärtige 8- Geschosser ist bereits seit Jahresbeginn von 91 Studierenden bezogen. Der 5- Geschosser zur Straße hin wird gerade von 72 Personen bezogen, und zum Jahreswechsel folgt der Bezug des 11- Geschossers direkt an der Sundgauallee mit 130 Zimmern. Unter der 3- Gruppe wurde eine Tiefgarage mit 48 Stellplätzen errichtet. Da die meisten Studierenden kein Auto haben, dafür aber mindestens 1 Fahrrad wurden in den drei Neubauten rund 300 Fahrradstellplätze in den Erdgeschossen gebaut.

Seit einigen Monaten geht es mit der Nachverdichtung im Zentrum der Siedlung weiter: Das dreigeschossige Haus 28 nahe dem Gemeinschaftshaus (TIK) wurde bereits abgerissen. An seiner Stelle entsteht derzeit ein 11- geschossiges Wohnheim mit 130 Zimmern. Es wird im April 2020 bezugsfertig sein. Im weiteren Verlauf werden die dreigeschossigen Altbauten hinter dem begrünten Erdwall zur Sundgauallee abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Insgesamt bleibt das Thema der Siedlung, die Dreiergruppen von Häusern um einen Innenhof erhalten. Die vorhandenen 9- geschossigen Häuser im Hintergrund bleiben bestehen, die beiden 3- Geschosser aus den 60-er Jahren werden durch einen 5- bzw. 11- geschossigen Neubau ersetzt. Insgesamt werden die 10 Gebäude aller drei Teilbauabschnitte bis ins Jahr 2022 fertiggestellt sein.

Alle Neubauten auf dem Areal der StuSie sind Ersatzbauten, es wurden keine bisherigen Grünflächen in Anspruch genommen. Der parkähnliche Charakter der Siedlung aus den 60-er Jahren bleibt dadurch erhalten. Auch bleibt trotz der intensiven Baumaßnahmen ca. 90 % des Baumbestands erhalten. Für die unvermeidbaren Fällungen werden zahlreiche Bäume neu gepflanzt.

Zeitgleich zum Neubau der Wohnheime wurde die Technikzentrale grundlegend überarbeitet. Ziel war den Anteil der regenerativen Energienutzung deutlich zu erhöhen. Dabei wurde der bisherige Holzkessel durch einen deutlichen größeren Kessel mit einer Leistung von 1.500 kW ersetzt, in Verbindung mit einer hocheffizienten Abgasreinigungsanlage. Sichtbarstes Zeichen dafür ist der neue Schornstein. Betrieben wird der Holzkessel mit naturbelassenen Holzhackschnitzel aus regionaler Waldwirtschaft. Ergänzt wird die Energieerzeugung durch zwei Blockheizkraftwerke die Strom und Wärme gleichzeitig produzieren und Solarstromanlagen auf allen Dächern der 8- bzw. 11- geschossigen Gebäude. Durch die Kombination der verschiedenen Maßnahmen wird der CO2 Ausstoß der Studentensiedlung um ca. 80% reduziert.

Architekt Jochen Gerlach vom Studierendenwerk Freiburg


Bericht im Bürgerblättle Ausgabe 247 – Dez. 2017/Jan 2018

Das Problem des Wohnungsmangels in Freiburg trifft die Studierenden in besonderem Maß – sie haben ja in der Regel wenig Einkommen und müssen einen großen Teil davon für die Miete aufwenden. Aus diesem Grund arbeitet das Studierendenwerk Freiburg (SWFR) intensiv an der Schaffung zusätzlicher Wohnmöglichkeiten zu sozial verträglichen Preisen. Was für die Studierenden gut ist nutzt in der Folge auch den nichtstudierenden Bürgern: Alle, die beim SWFR unterkommen, beziehen keine Wohnung auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt oder geben eine Wohnung frei.

Die Studierendensiedlung Sundgauallee wurde in den 60-er Jahren gegründet. Die städtebauliche Leitidee aus dieser Zeit war die offene Stadtlandschaft, das Wohnen im Park in Gruppen von Einzelhäusern. Aus dieser Zeit stammen auch die prägenden Dreiergruppen: Ein 9- geschossiges Hochhaus im Norden und davorgestellt zwei 3- geschossige Gebäude. Diese Dreiergruppen prägen auch heute noch das Gesicht der Siedlung, wenn auch über die Jahrzehnte einige Gebäude hinzukamen, die im Stil ihres Baujahres errichtet wurden. Zur Sundgauallee wird die Siedlung durch einen inzwischen stark begrünten Erdwall begrenzt. Im Inneren der Siedlung sind insbesondere Richtung Seepark sehr großzügige Grünflächen zwischen den Häusern vorhanden, die zu Spaziergängen einladen und von den Bewohnern der Siedlung in der Freizeit intensiv genutzt werden.

Trotz einiger Hochhäuser ist die Studierendensiedlung baulich deutlich geringer genutzt als dies der Situation in der wachsenden Stadt Freiburg angemessen wäre. Auch lässt der bestehende Bebauungsplan die Schaffung von deutlich mehr Wohnflächen zu. Gleichzeitig verfügt die Studierendensiedlung bereits jetzt über ein sehr großes Angebot an sozialer Infrastruktur, insbesondere im Gemeinschaftshaus Nr. 36.

Aus diesem Grund will das Studierendenwerk gerade hier deutlich mehr Wohnmöglichkeiten schaffen. Wichtigstes Ziel bei der anstehenden Nachverdichtung war neben der Schaffung zusätzlicher Wohnflächen immer der Erhalt der hohen städtebaulichen Qualität der Siedlung. Aus diesem Grund wurde durch einen städtebaulichen Wettbewerb ein Masterplan für die Nachverdichtung erarbeitet. Bei diesem Wettbewerbsverfahren waren neben der Stadtverwaltung auch der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde und die Bewohner der Siedlung eingebunden. Nach diesem Masterplan bleiben die bestehenden Grünflächen weitestgehend erhalten. Auch werden außer auf dem ehemaligen Areal der Autovermietung bzw. früheren Tankstelle keine zusätzlichen Häuser gebaut. Anstelle der bereits abgerissenen Tankstellengebäude entsteht eine neue Dreiergruppe, mit einem 8- geschossiges Haus nach Norden und zur Straße orientiert ein 11- und ein 3- geschossiges Haus. Die vorhandenen Parkplätze und weitere Stellplätze für die Neubauten kommen in einer großen Tiefgarage unter. Richtung Innenstadt werden in den folgenden Bauabschnitten jeweils die beiden 3- geschossigen Altbauten ersetzt durch jeweils ein 11-geschossiges und ein 5- geschossiges Haus. In Zukunft werden also immer ein 9- geschossiger Altbau und der 11- und 5- geschossige Neubau eine Häusergruppe bilden.

So könnte die StuSie nach dem Ausbau aussehen

Es wird entlang der Sundgauallee ein Rhythmus aus 5- und 11- geschossigen Häusern entstehen. Der Erdwall zur Sundgauallee mit den vielen Bäumen und Büschen bleibt weitgehend unangetastet und wird die Siedlung auch weiterhin zur Sundgauallee begrenzen. Insgesamt entstehen in drei Bauabschnitten 875 zusätzliche Zimmer, überwiegend in Wohngemeinschaften für 4 Personen, in untergeordneter Zahl aber auch in 2-er WGs und in kleinen Apartments.

Die zusätzlichen Bewohner werden, auch da sie zumeist nicht über ein Auto verfügen, die in der Sundgauallee vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten nutzen und damit zu einer Sicherung des Einzelhandels beitragen. Die Gestaltung der einzelnen Häuser wird sich an den bestehenden Gebäuden orientieren um der Siedlung einen architektonischen Zusammenhalt zu geben. Die Häuser erhalten eine Fassade aus unterschiedlich eingefärbtem und strukturiertem Sichtbeton, so wie die bereits in 2012 errichteten Häuser Sundgauallee 16 und 38.

Der Baubeginn war Anfang 2018. In einem weiteren Bauabschnitt nach dem Jahr 2022 sind zwei weitere Neubauten auf dem jetzigen Parkplatz am Eingang der Siedlung und ein weiterer Ersatzbau geplant. Für die Realisierung dieser Häuser muss jedoch vorher eine Änderung des Bebauungsplans durchgeführt werden.

Architekt Jochen Gerlach vom Studierendenwerk Freiburg


Sichtbarstes Zeichen des Umbaus ist ja auch der neue Schornstein (die Höhe war teilweise ja auch in der Kritik). Schon seine Errichtung war eine logistische Leistung. Wer es verpasst hat, den Aufbau zu beobachten: hier ein passendes Video dazu von Bernd Wißler auf Youtube.

Auf einem der Bestandshochhäuser wurde im Februar 2020 ein Nistkasten für Turmfalken aufgehängt, freundlicherweise gespendet vom Ornithologen Matthias Schmidt.

Im Sommer 2020 wird das Studierendenwerk alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Spaziergang durch die Siedlung einladen. Bei diesem Rundgang können je nach Interesse können verschiedene Gebäude und Einrichtungen besichtigt werden: Die Außenanlagen, die regenerative Energiezentrale und das Gemeinschaftshaus (TIK).  Und vor allem auch das neue Haus 28, das dann voll möbliert ist und kurz vor der Übergabe an die Bewohner steht.


Siehe auch ausführlichen Bericht in “Der Sonntag” vom 24.12.2017

Großes Nachverdichtungsprojekt auf privatem Areal: Die Studentensiedlung stockt auf.

Weil Freiburg kaum wachsen kann, ist Nachverdichtung angesagt. Eines der größten Projekte betrifft ein ganzes Viertel und beginnt bald: In der Studierendensiedlung am Seepark sollen nach Umbauten für 70 Millionen Euro fast 1 000 Menschen mehr als bislang unterkommen. Gebaut wird vor allem in die Höhe. Die Skyline der “Stusie” gehört fest zur Optik des Seeparkgeländes … [ Bericht “Der Sonntag” ]


Sonstige Berichte:

Bürgerblättle Ausgabe 248 – Feb./März 2018, Fortsetzung zum Bericht im BBL 247
Bürgerblättle Ausgabe 249 – Apr/Mai 2018, Rundgang durch die StuSie. Organisiert vom BV + Studierendenwerk
Bürgerblättle Ausgabe 255 – Apr/Mai 2019, Studentensiedlung: Erneuerung der Heizungsanlage
Bürgerblättle Ausgabe 258 – Okt/Nov 2019, Nachverdichtung der Studentensiedlung
Bürgerblättle Ausgabe 261 – AprilMai 2020, Update zur Nachverdichtung

BZ 30.03.2016: “Die StuSie soll ordentlich wachsen”
BZ 12.01.2018: “Studierendenwerk erweitert StuSie für 70 Millionen Euro”
BZ 05.04.2018: “Hochhäuser für die StuSie
BZ 12.09.2019: “Entlastung für den Wohnungsmarkt”


Etwas zur Geschichte der Studentensiedlung haben wir hier zusammengefasst.

Die Gaskugel auf Baden TV

Vom 3. Aug. bis 15. Okt. 2020 ist die Ausstellung “Dark Side of the Moon” (Vier Entwürfe für die Kugel) im Stadtteiltreff geöffnet. Baden-TV berichtete am 7.8.2020 darüber. Dieser Fernsehbeitrag ist jetzt auch online verfügbar. Siehe  www.baden-tv-sued.com

Hintergrund:  Die Gaskugel im Freiburger Westen ist ein reizvolles Industriedenkmal. Seit ihrer Abschaltung ist nun eine Debatte um eine Umnutzung des Gebäudes und der dazugehörigen Umgebung am Ufer der Dreisam im Gange. Eine Ausstellung des “Arbeitskreises Gaskugel” und der Hochschule für Technik Stuttgart zeigt die Ideen von vier Architekturstudenten, die sie im Rahmen ihrer Masterabschlüsse entwickelten: Ronny Alber, Julian Kessler, Markus Kienzler und Lukas Tritschler. Kurator der Ausstellung ist Professor Harald Roser.

Im “Arbeitskreis Gaskugel” engagieren sich der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde, der Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde und die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild e.V. für den Erhalt und die Neunutzung der Gaskugel und des sie umgebenden Parks.

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.betzenhausen-bischofslinde.de/vier-entwuerfe-fuer-die-kugel/


Bereits Anfang 2020 hatte Baden-TV in einem Fernsehbeitrag über die Gaskugel berichtet. Der Sendebeitrag wurde am 21. Febr. ausgestrahlt und ist wahrscheinlich für drei Monate online verfügbar. Siehe www.baden-tv-sued.com.


Alle weiteren Hintergründe gibt es wie bisher schon in unserem Beitrag hier: www.betzenhausen-bischofslinde.de/gaskugel/


 

Straßenbahn Dietenbach

AFB und die Stadtbahn-Ringverbindung

Quelle: K9 Architekten

Hintergründe

Der neue Stadtteil Dietenbach soll nach bisherigen Planungen über eine Verlängerung der „Rieselfeldlinie“ an das Stadtbahnnetz der VAG angebunden werden, wobei die Strecke in einer Wendeschleife endet. Schon mehrfach in den vergangenen Jahren wurde bemängelt, dass dies längerfristig gedacht eine wirkliche Sackgasse darstellt. Als echte Alternative steht eine Weiterführung der Rieselfeldlinie über die Dreisam im Raum, die eine Verbindung in Richtung  Lehen/Betzenhausen/Landwasser öffnet: es wäre ein Anschluss an die bisherige Strassenbahnhaltestelle “Paduaallee”. Diese Alternative wird allgemein als “Ringschluss” bezeichnet. Der Korridor für die Strecke in Richtung Zubringer/Dreisam wird auch in den heutigen Planungen für Dietenbach und Lehen/Zinklern schon als sog. “Vorhaltetrasse” berücksichtigt (dies war insbesondere ein Wunsch der Grünen). OB Horn bezeichnete schon 2018 in seinem Wahlkampf den Ringschluss als „eine historische Chance“.

Aus aktuellem Anlass hat nun die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) das Thema erneut aufgegriffen und einen Arbeitskreis dafür gebildet. Dort hat sich auch Hans Bogel eingebracht, der über viele Jahre bei der VAG als Prokurist für Fragen der Infrastruktur zuständig war. Ergebnis: der bisher geplante Anschluss des neuen Stadtteils als Verlängerung der Rieselfeldlinie bietet keine sinnvolle Perspektive; weder für die zukünftigen Bewohner (Fahrgäste), noch für das Stadtbahnnetz der VAG. Vielmehr sollte die Anbindung des neuen Stadtteils Dietenbach der Anlass für eine generelle Zukunftsplanung des Freiburger Stadtbahnnetzes sein und dazu sollte von Beginn an der Ringschluss gehören.

Die zentralen Aussagen im zugehörigen Positionspapier:

  1. Die Stadtbahnringverbindung vom Rieselfeld über Dietenbach nach Lehen zur Paduaallee erlaubt eine echte Zukunftsperpektive, denn diese Trasse kann mittelfristig weiter entwickelt werden in Richtung Norden, mit Zielen wie SC Stadion, Messe und Industriegebiet Nord. Sinnvoll ist in diesem Zuge der Gedanke an einen zweite Abstellanlage der VAG.
  2. Diese Verbindung sollte nicht irgendwann gebaut werden, sondern direkt zusammen mit dem neuen Stadtteil Dietenbach, was am Ende günstiger wäre, als Umsetzung in den heute angedachten Teilschritten.

Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde unterstützt diesen Vorschlag, da er wirkliche Perspektiven für die Zukunft bietet (nicht zu vergessen, auch in die umgekehrte Richtung Haid, St. Georgen und Vauban).

Der AFB hat sein Positionspapier den Beteiligten der Stadtverwaltung und VAG, sowie den Franktionen im Gemeinderat zur Verfügung gestellt. Letztere haben inzwischen Interesse an einer Prüfung zum Ausdruck gebracht (Stand 20. Mai 2020, siehe auch Presse-Berichte weiter unten).

Wichtig: für den AFB steht das Positionspapier keinesfalls im Wettbewerb mit anderen Ausbau-Maßnahmen, welche die Stadt Freiburg bzw. die VAG zur Erweiterung des Straßenbahnnetzes in den kommenden Jahren geplant hat (siehe auch Presse Hinweise weiter unten); es ist vielmehr die ideale Ergänzung. Im Folgenden wollen wir die nach unserer Ansicht wichtigsten (und teilweise auch neuen, oder zu wenig beachteten) Argumente nennen.


Die Perspektive (Vision)

Heute sind im Grunde alle Straßenbahn-Verbindungen sternförmig auf die Innenstadt ausgerichtet; die drohenden oder schon vorhandenen Überlastungen sind bekannt. Spätestens mit Dietenbach hat Freiburg eine Größe, bei der eine Ringlinie sinnvoll wird. Zusätzlich sollten Stadtbahnlinien ja auch ein verbindendes Element zwischen Stadtteilen untereinander sein.

Ab Paduaallee kann es mittelfristig zur Elsässer Straße gehen mit Anschluss in der Berliner Allee zur Stadtbahn Messe und danach auch in Richtung Industriegebiet Nord. Langfristig ist Ausbau bis Endhaltestelle Zähringen (Gundelfingen) denkbar. Für die Stadtbahn Messe besteht ohnehin schon die Option in Richtung Möbelhäuser und Gewerbegebiet Hochdorf. Verkehrstechnisch ergäbe sich auch eine gute Erschließung für das neue Stadions (zwei Linien aus unterschiedlichen Richtungen).

Die VAG hat heute nur einen Betriebshof und dessen Kapazitätsgrenzen dürfte bald erreicht sein. Wehe wenn die Zufahrt mal blockiert ist. Vorschlag wäre neue Betriebsanlage Industriegebiet Nord.

Warum gleichzeitig mit Dietenbach umsetzen?

Vermeindung von Kosten

Zu nennen sind erst mal Kosten, die nicht auftreten oder geringer sind, wenn der Ringschluss ohne Übergangslösung erfolgt. Beispiele:

  • Was heute in Dietenbach als Abzweig und Wendeplatz geplant ist, wird später mit hoher Sicherheit ein totes Gleis werden. Auch der Bau einer Wendeschleife könnte komplett entfallen. Beides sind (längerfristig gedacht) also schlicht Fehlinvestitionen.
  • Bei Verzicht auf dieses Gleis, kann der zugehörige Bereich mit einem anderen Charakter und Nutzen gesplant werden. Also höhere Qualität für den Stadtteil.
  • Einen Bedarf für neue Bus-Anschlüsse (ein Argument für die jetzige Steckenführung mit Wendeschleife) sieht der AFB nicht: die bereits vorhandenen Busanschlüsse (Rieselfeld, Haid und Lehen) dürften auch für den neuen Stadtteil Dietenbach ausreichen.
  • In den aktuellen Plänen ist als Verbindung nach Lehen nur eine Fuß- und Fahrradbrücke über den Autobahnzubringer vorgesehen: danach geht es auf Umwegen weiter über die Dreisam (Brücke an der Gaskugel). Eigentlich wäre auch eine weitere Brücke über die Dreisam sinnvoll und ist ja auch im zweiten Schritt vorgesehen. Beide Brücken gleichzeitig und kombiniert mit StraBa wäre sicher günstiger als zeitversetzt.
  • Bautätigkeiten im freien Gelände sind immer einfacher auszuführen und damit kostengünstiger. Speziell für die erforderlichen Brücken ist viel Erdmaterial erforderlich und das ist im Zuge der Aufschüttung des gesamten Geländes ganz sicher kostengünstiger zu bekommen als später.
  • Neben der Brücke über den Zubringer ist ein Parkhaus mit großem unterirdischen Energiespeicher geplant. Ein Brückenbau an der Stelle würde zu einem späteren Zeitpunkt besondere Schutzmaßnahmen erfordern (also Zusatzkosten).

Verbesserung Finanzierung durch Novellierung des GVFG

Der sofortige Bau vermeidet Kosten; gleichzeitig steigen seit Anfang des Jahres die Aussichten, eine stärkere finanzielle Unterstützung vom Bund zu erhalten. Denn der Bundestag hat am 30.01.2020 für das Gemeindeverkehrsfinanzierungesetz (GFVG) und das Regionalisierungsgesetz umfangreiche Aufstockungen der Bundesmittel beschlossen für Infrastrukturprojekte und den Betrieb des ÖPNV. Einzelne Punkte:

  • Bundesmittel zur Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs (GFVG) im Jahr 2020 verdoppelt gegenüber vorher, für 2021 ist weitere Erhöhung vorgesehen.
  • Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 werden ab 2025 die Mittel 2 Milliarden Euro jährlich betragen.
  • Neben dem Fördersatz, mit dem der Bund sich beteiligt, steigt auch die Größenordnung der unterstützten Infrastrukturprojekte.

Für Details siehe z.B. Dokumentation beim Bundesamt für Verkehr und Infrastruktur BMVI . Es ist zu erwarten, dass für den Ringschluss einige dieser Änderungen anwendbar werden.


In der Presse

Die bisherigen Ausbaupläne zum Straba-Netz bis 2030 in Freiburg sind ausführlich auf auf Freiburg.de bzw. im Amtsblatt vom 22. Mai 2020.

Quelle “Zeitung am Sonntag”

Unter dem Titel “Ende der Wendeschleife” berichtete die “Zeitung am Sonntag” über das AFB Positionspapier (17. Mai 2020, Seite 2). Zuvor war es auch schon Thema in der Badischen Zeitung, siehe dort auch Kommentar “Ringschluss-Idee: Keine Angst vor Visionen” (beides 15. Mai 2020).

Eine erste Reaktion auf das AFB-Positionspapier beschreibt die BZ am 20. Mai 2020  unter “Ringschluss prüfen“: Freiburger Fraktionen wollen Tram-Verlängerung bis Lehen prüfen.

Als Ergänzung frühere Artikel der Badischen Zeitung zum Thema:

Bitte beachten: für die BZ Berichte gibt es evtl. Einschränkungen beim Online-Zugriff.

 

 

 

 

 

Die Gaskugel steht unter Denkmalschutz

Zum Jahresausklang gab es Anlass zur Freude: Das Landesamt für Denkmalpflege hat die stillgelegte Freiburger Gaskugel unter Denkmalschutz gestellt. Sie ist nun als Kulturdenkmal gemäß § 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG) anerkannt. Damit ist die Sorge, dass das Wahrzeichen des Freiburger Westens abgerissen werden könnte, vom Tisch.

Der Erhalt des 1964/65 erbauten Hochdruck-Kugelgasbehälters liegt fortan „aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse“, wie das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart mitteilte. In der Begründung werden die besondere Bauweise und die moderne Speichertechnik, aber auch der gute Erhaltungszustand gewürdigt:

[…] Für die Konstruktion des Freiburger Kugelgasbehälters wurde die Meridianaufteilung (Zoneneinteilung) gewählt, da man so beim Bau leichter die durch die Horizontalschnitte gegebenen Kreise nachmessen konnte. […] Gleichzeitig veranschaulicht er die modernere Form der Kugelgasbehälter, die aufgrund weiter entwickelter Schweißtechniken auf genietete Konstruktionen verzichteten. Er ist ein Dokument für die Geschichte der Energieversorgung der Stadt Freiburg in den 1960er Jahren, als man den Schritt vollzog, auf eine eigene Gasproduktion zu verzichten und sich dem Ferngasnetz anzuschließen.

Der Hochdruck-Kugelgasbehälter hat Zeugniswert für die Geschichte der Gasversorgung der Stadt Freiburg und allgemein für die Gasversorgung der 1960er Jahre — vielerorts haben die nicht mehr zeitgemäßen Hochdruck-Kugelgasbehälter ausgedient und werden bereits deutschlandweit abgebrochen. Das öffentliche Erhaltungsinteresse besteht zudem wegen seiner Originalität und Integrität, die sich in der guten Überlieferung des ursprünglichen Baubestandes zeigt, der im Laufe der Jahrzehnte sorgfältig instand gehalten wurde, ohne das ursprüngliche konstruktive und formale Konzept zu beeinträchtigen. Formalen Anspruch zeigt der Kugelgasbehälter nicht zuletzt durch die V-förmigen Doppelstützen.“

Offiziell verkündet wurde die Neuigkeit von OB Martin Horn beim Bürgergespräch am 16. Dezember im Bürgerhaus am Seepark, was ihm spontanen Applaus einbrachte. Mit dem Denkmalschutz ist ein wichtiges Etappenziel erreicht. Bis zu einer „sanften“, denkmalverträglichen Nutzung der Kugel und des dortigen Naturraums, wie sie das vom Arbeitskreis entwickelte Konzept vorsieht, ist es allerdings noch ein weiter Weg. Vor der Weihnachtspause haben wir einen entsprechenden Appell an knapp 80 Adressaten aus Politik und Verwaltung sowie an den Betreiber, die bnNETZE und die Badenova, gerichtet. Dr. Roland Weis, Pressesprecher der Badenova, bestätigte: „Wenn die Politik entsprechende Ziele verfolgt und planungsrechtlich möglich macht, ist bnNETZE bereit, Kugel mitsamt Grundstück zu veräußern.“ Wir sind guten Mutes!

Dr. Heike Piehler


Einen schönen Fernsehbeitrag von Baden TV zum aktuellen Stand der Gaskugel wurde am 21. Febr. 2020 ausgestrahlt; der Beitrag wird vermutlich 3 Monate online verfügbar sein.

Einen Bericht zum Denkmalschutz gibt es z.B. auch bei www.industrie-kultur.de.

Hintergründe zur Gaskugel in Betzenhausen haben wir hier zusammengestellt: Die Gaskugel hat ausgedient. Wie geht es weiter?

Radweg-Verbreiterung an der Berliner Allee

Es begann mit einer Meldung der Badischen Zeitung am 18. Okt. 2019: zwischen Berliner Allee und dem Gelände der Sportfreunde Eintracht ist der Geh-/Radweg sehr schmal und soll entsprechend dem Konzept der Stadt Freiburg verbreitert werden. Aktuell ist der Weg kaum  1.5 Meter breit, Standard für einen Gehweg ist eigentlich 2.5 Meter. Und über diesen Weg ist auch noch Radverkehr geführt. Daher die Idee, den Weg  zu verbreitern.

Nachteil: auch wenn die Verbreiterung auf der Seite zum Sportgelände erfolgt und nicht zur Straße (also rechte Seite in unserem Bild), müssten Bäume gefällt werden. Es wären nach ersten Planungen 23 Bäume und zwar überwiegend auf dem bisherigen Sportgelände.

Parallel ist an der Stelle auch der Umbau einer Bushaltestelle vorgesehen, um Barrierefreiheit zu erreichen.

Unabhängig von den Details zur Umsetzung führte das Vorhaben zu vielen spontanen Protesten (z.B. über Leserbriefe). Dann am 18. Nov. 2019 die Meldung in der BZ, dass dieses Vorhaben aufgrund der Proteste gestoppt worden sei. Dies war aber wohl teilweise ein Missverständnis.

Inzwischen scheint klar: das Projekt zur Rad-/Gehweg-Erweiterung wurde aufgeschoben, aber eben nicht aufgehoben. Wie die Lösung für den Konflikt (Weg contra Bäume) letztendlich aussehen kann, ist in Diskussion. Andere Umbau-Maßnahmen an Rad-Wegen haben aber erst einmal höhere Priorität.

BZ-Stadtteilspaziergang mit Beate Diezemann

In dieser Serie über Freiburger Stadtteile war die Badische Zeitung im Sommer 2019 auch in Betzenhausen-Bischofslinde unterwegs:

“FREIBURG-BETZENHAUSEN. Vor genau 111 Jahren wurde das kleine Dorf Betzenhausen rund um die Thomaskirche an der Dietenbachstraße in die Stadt Freiburg eingemeindet. Historische Bausubstanz findet man heute kaum noch im Stadtteil mit mehr als 14 000 Einwohnern . Idyllische Ecken gibt es nach wie vor, doch durch Nachverdichtung und Randbebauung werden diese Idyllen immer wieder angeknabbert. Das ist eins der Themen, die Beate Diezemann, seit März die Vorsitzende des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde, beschäftigen.

Den Überblick über Betzenhausen hat Beate Diezemann jederzeit: Sie wohnt mit ihrem Mann im siebten Stock eines Hochhauses an der Einmündung der Straße Am Bischofskreuz in die zentrale Achse Sundgauallee. Vom Balkon aus ist die Badenova-Gaskugel einer der Orientierungspunkte. Auch wenn diese für die Speicherung das Brennstoffes längst nicht mehr gebraucht wird: “Die Gaskugel muss erhalten bleiben!”, sagt die 67-Jährige. Ideen für eine mögliche künftige Nutzung will der Bürgerverein demnächst dem Energieversorger vortragen.”

Hier der ausführliche Bericht vom 10.8.2019.

 

Taucher holt Müll aus dem Flückigersee

Verschiedene Medien berichteten im Sommer 2019 über Taucher (Freediver) Alex Jaffke, der regelmäßig im Flückinger See taucht, um dort Müll herauszuholen (herzlichen Dank an dieser Stelle an Alex Jaffke für den Einsatz!).


Fudder: Der Flückigersee in Freiburg verspricht im Sommer Abkühlung. Sauber ist er aber lange nicht mehr. Alex Jaffke will das ändern. Bei Freediving-Runden räumt er auf dem Grund des Sees auf. Unser fudder-Autor hat ihn unter die Wasseroberfläche begleitet.

Langsam wird es dunkel. Im Dämmerschein der Abendröte entfaltet der Flückigersee, von manchen liebevoll als “Flücki” bezeichnet, erst seine wahre Pracht – das ist heute jedoch nicht der Fall. Mehrere Wolken nehmen der Sonne die Sicht auf den Seepark; es wird später wohl noch regnen.

Hier geht es weiter mit dem Bericht


SWR Aktuell: Regelmäßig geht Alex Jaffke im Freiburger Flückigersee tauchen – um Müll wegzuräumen. Der innerstädtische See ist eine Freizeit-Oase, er verdreckt deshalb vor allem im Sommer.

Müll im See nervt Jaffke, deshalb geht er drei bis vier Mal die Woche früh morgens oder abends zum Mülltauchen. Neben dem “Klassischen Müll”, findet er auch schon mal Handys, Taschen, Schmuckstücke, sogar ein Tischtelefon mit W-Lan-Router war schon dabei.

Hier geht es weiter mit dem Bericht


StadtBESTEN.de: Seit knapp einem Jahr taucht Alexander Jaffke eigenständig durch den Flückiger See im Seepark, um dort Müll, Flaschen und alles, was sich in dem Gewässer noch so verbirgt, zu sammeln. Das Ganze macht er ohne jegliche Taucherausrüstung – als Freediver also, und das nur mit der eigenen Atemluft. Doch wer denkt, das können nur eingeschweißte Profis, liegt falsch: Alex hat sich das Freediving selbst beigebracht.

Hier geht es weiter mit dem Bericht

 

Anti-Graffiti Aktion in Betzenhausen-Bischofslinde

Am 11.05.2019 fand zum 15.ten Mal der Aktionstag  Solidarmodell „Anti-Graffiti“ in Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde statt.

An 15 Objekten wurden bei der diesjährigen Aktion Illegale Graffiti im Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde durch ehrenamtliches Engagement der Malerbetriebe entfernt. Die Federführung hatte wieder der Verein Sicheres Freiburg e. V. der den Aktionstag gemeinsam mit dem Bürgerverein Betzenhausen – Bischofslinde, der Malerinnung Freiburg/ Müllheim, der Polizei, der Jugendhilfe im Strafverfahren, der VAG und vielen weiteren Akteuren organisierte.

Farbschmierereien verursachen nicht nur einen hohen wirtschaftlichen Schaden, sie sind auch ein Straftatbestand. Sie verärgern ebenso Hauseigentümer, Mieter und häufig auch Besucher, die ihr Bedauern ausdrücken über die negative Veränderung des Stadtbildes. Die Folge: Man fühlt sich im eigenen Stadtteil zunehmend unwohl und im schlimmsten Fall sogar bedroht, da das subjektive Sicherheitsgefühl dann oftmals beeinträchtigt ist. Nach der Reinigung und dem neuen Anstrich wirken die Zu- und Abgänge freundlicher und heller.

Dank der guten Zusammenarbeit aller Kooperationspartner konnten nach der Begrüßung und Eröffnung der Aktion durch den Ersten Bürgermeister Herrn von Kirchbach in diesem Jahr wieder viele Objekte, deren Eigentümer der Reinigung zugestimmt haben, in diesem Stadtteil gereinigt werden.

Auch die VAG, die den Aktionstag seit Anbeginn unterstützt, beteiligte sich mit der Reinigung ihrer Haltestellen in dem Stadtteil.

Es wurden auch umfangreiche Reinigungen in Abstimmung mit dem Garten- und Tiefbauamt durch die gemeinnützige Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft mbH unter anderem im Seepark durchgeführt. Auch hier wirkt alles viel heller, gepflegter und freundlicher. Das subjektive Sicherheitsgefühl wir dadurch gestärkt und es entsteht eine positive Wahrnehmung aller Besucher, sei es aus Freiburg oder dem Ausland.

Trotz schlechter Wetterprognose konnten alle Arbeiten im Trockenen erledigt werden. Unser Dank gilt allen Akteuren, die durch ihr großes, ehrenamtliches Engagement diesen Aktionstag ermöglichten.

Für alle an diesem Aktionstag gereinigten Flächen gibt der Verein Sicheres Freiburg e.V. eine 3-monatige Nachstreich Garantie: Sollte in den nächsten drei Monaten an den gereinigten Flächen Sachbeschädigungen durch Beschmierungen auftreten, werden diese umgehend beseitigt. Dazu bitte einfach eine formlose Meldung, am besten per Mail an diese Adresse:

Kontakt: Sicheres Freiburg e.V., Mark Bottke, Rathausplatz 2-4, 79098 Freiburg, Tel.: 0761 2927 2098, eMail: info@sicheres-freiburg.de

Hier die ausführliche Pressemitteilung zum Solidarmodell von Sicheres Freiburg mit Bildern aus unserem Stadtteil. Konzept und Fotos der letzten Aktionstage finden Sie auf der Homepage des Vereins unter www.sicheres-freiburg.de.


Grundsätzliches zur Beseitigung illegaler Graffiti

Private Eigentümer/innen, die Graffiti an ihren Gebäuden fachmännisch durch Ansprechpartner der Malerinnung entfernen lassen, erhalten die Absicherung, dass innerhalb eines halben Jahres die Kosten zur Beseitigung einer erneuten Sachbeschädigung durch Graffiti bis zu zwei Mal durch die Stadt Freiburg übernommen werden. Seit 2018 hilft der Verein Sicheres Freiburg im Auftrag der Stadt Freiburg den betroffenen, privaten Eigentümern.

Hierbei übernimmt der Verein unter bestimmten Bedingungen die Kosten zur Beseitigung illegaler Graffiti. Weitere Informationen finden Sie hier: Anti-Graffiti-Kostenübernahme


Legale Graffiti

Der Verein “Sicheres Freiburg e. V.”  fördert auch legale Street-Art- und Kunstprojekte. Auf der Homepage unter www.freiburg.de/graffiti sind diejenigen Orte in Freiburg aufgeführt, an denen Farbe erlaubt ist, und welche Regeln dabei zu beachten sind. Freigegebene Flächen sind in Betzenhausen z.B. die Unterführung Berliner Allee bei den Schrebergärten, aber auch die drei Unterführungen unterhalb der Sundgaualle.


Nachtrag Juli 2019: Neue Initiative „Graffiti-Alarm – Für ein schönes Stadtbild“.

Hintergrund: Viele Kommunen kämpfen mit illegalen Graffiti, laut einer Studie des Deutschen Städtetags summieren sie sich bundesweit alljährlich auf 200 Millionen Euro. In Freiburg hat die Stadt 2018 rund 238.000 Euro für die Beseitigung der Schäden allein auf eigenen Objekten ausgegeben.

Bei einer Info-Veranstalltung der Stadtverwaltung zur illegalen Graffiti haben sich sich 15 Freiburger Institutionen zur neuen Initiative „Graffiti-Alarm – Für ein schönes Stadtbild“ zusammengeschlossen, um verstärkt gegen illegale Graffiti vorzugehen und sich künftig mit Erfahrungs- und Fachwissen gegenseitig zu unterstützen. Ziel der Initiative: Das Stadtbild soll verbessert werden. Aktuell beteiligt sind u.a.: Justiz, Polizei, FWTM, Verband Haus & Grund Freiburg, Wohnungsunternehmen (z.B. Bauverein Breisgau eG, Freiburger Stadtbau GmbH, Heimbau Breisgau eG, Vonovia), VAG, Stiftungen der Erzdiözese Freiburg, Evangelische Kirche, Amt für Vermögen- und Bau BW (Universitäts- und Landesgebäude).

Hier ist die vollständige Pressemitteilung “Graffiti Alarm” zu finden.