Neujahrsempfang 2011
Rekordbesuch beim Neujahrsempfang im Bürgerhaus: Eine DVD der Gerhart-Hauptmann-Schule hatte viele Gäste angelockt.
Erstmals durften alle Gäste beim Neujahrsempfang des Bürgervereins im großen Saal Platz nehmen. Der Grund, so der Vorsitzende des Bürgervereins, Thomas Hammerich, bei seinen Grußworten, sei ein Film, den Schüler(innen) der Gerhart-Hauptmann-Schule zum 100-jährigen Bestehen der Schule im letzten Jahr unter der Leitung der Lehrerin Caroline Braun aufgenommen hatten. Diesen sollten die Besucher auf bequemen Stühlen genießen! Zuvor hatte Thomas Hammerich neben MdL Bernhard Schätzle einige Stadträte/-innen aus den Nachbarstadtteilen, die langjährige Ortschaftsratsvorsitzende von Lehen, Sigrun Löwisch, die beiden Pfarrer des Stadtteils sowie einige Ehrenmitglieder begrüßen können.
In seiner Ansprache konnte sich der Vorsitzende auf wenige wichtige Ereignisse im Stadtteil beschränken. Das endlich neu bezogene Jugendzentrum »Chummy« in den unteren Räumen der Matthäuskirche war besonders hervorzuheben. Inzwischen werde dieses gut angenommen. Kritisch erwähnen wollte Hammerich jedoch noch einmal den langen Zeitraum, dessen es bedurfte,
dieses seit Ende der Siebzigerjahre(!) angestrebte Vorhaben auf den Weg zu bringen.
Einen gewissen Optimismus könne man beim Zentrenaktivierungskonzept im Stadtteil haben. Es scheine so, als ob die Dringlichkeit der Modernisierung bei den Behörden angekommen ist. Verärgert zeigte sich Hammerich über fehlende Initiativen der VAG zur Behebung der nach wie vor bestehenden Sicherheitsmängel an der Haltestelle Betzenhauser Torplatz nach dem tödlichen
Unfall eines jungen Mädchens.
Unermüdlich gehe der Kampf für eine Wiedereröffnung des West-Freibades weiter. Ein Freundeskreis Freibad West habe sich zusammengefunden, um dieses Anliegen verstärkt voranzubringen.
Aufmerksamkeit verdiene die geplante Bebauung des ehemaligen Pleugergeländes und die mögliche Zusammenfassung der Polizeiposten Betzenhausen/Bischofslinde und Landwasser im Stadtteil Mooswald. Hammerich bedankte sich bei den Mitbürgern vom Bebauungsgebiet Tränkematten für die raschen Informationen. Möglicherweise, so Hammerich, gehe die Stadt neue Wege bei der Bürgerinformation und bei Baubeteiligungen: Zur Bebauung des Pleugergeländes habe der neue Baubürgermeister Martin Haag von sich aus den Bürgerverein angerufen und zu einem Gespräch eingeladen.
Grußworte gab es von den Nachbarstadtteilen durch Ortsvorsteher Bernhard Schätzle (Lehen) und Stadtrat Horst Bergamelli (Mooswald). Beide betonten das bewährte gemeinsame Vorgehen bei wichtigen Anliegen und die stets gepflegte gute Zusammenarbeit.
Nicolai Bischler hob als Vorsitzender des Freundskreises Freibad West für die über 50 000 Menschen im Westen die Dringlichkeit einer Wiedereröffnung des Freibades hervor. Mit vielen Mitglieder könne der Freundeskreis wirkungsvoll auftreten.
In der gut 30 Minuten dauernden DVD über die Gerhart-Hauptmann-Schule, die auf eine Großleinwand projiziert wurde, kamen neben wichtigen Zeitzeugen auch viele Schüler und Schulklassen ins Bild, die heutiges Schulleben zeigten. Die Szenen waren aber immer wieder durchsetzt mit Einblendungen aus den früheren Jahren der 1909 gegründeten Volksschule, die in der Nazizeit Schlageterschule hieß und seit 1963 auf Anregung der schlesischen Landsmannschaft den Namen des Dichters Gerhart Hauptmann trägt. In moderner filmischer Gestaltung wurden 100 bewegte Jahre des Stadtteils und seiner Bewohner mit all den wechselnden Schülern und Lehrern und Lehrmethoden lebendig. Es gab sehr viel Beifall, und auch im sich anschließenden geselligen Teil bei einem guten Tröpfchen und feinem gefüllten Hefezopf wurden der Videofilm und andere Stadtteilthemen noch lange diskutiert.
Text: Harald Albiker, Fotos: Matthias Wölke
Beitrag aus Bürgerblättle 206, Febr./März 2011





Beata Veres-Nonnenmacher, Dirigentin des Gesangvereins Liederkranz, erfreute das Publikum mit ihren Sängerinnen und Sängern durch schöne Lieder und Choräle, wobei sie selbst virtuos und mit viel Schwung am Klavier begleitete. Auf diese Weise herrschte im Saal eine beschwingte Atmosphäre.
Thomas Hammerich, Vorsitzender des Bürgervereins, durfte danach im Saal viele prominente Gäste, darunter die Landtagsabgeordneten Margot Queitsch und Bernhard Schätzle, Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, viele Stadträte/innen und Vertreter von Vereinen und Organisationen begrüßen.
Am 24. Oktober musste die mächtige Kastanie auf dem Friedhof gefällt worden. Sie war vor etwa 150 Jahren gepflanzt worden und hatte sich zu einem imposanten Baum entwickelt. Leider brachen jedoch in den letzten Jahren große Äste ab, und eine Untersuchung ergab, dass der Baum wegen Fäulnis nicht mehr standfest war.
Im nachfolgenden Heft dann der Hinweis: Neue Kastanie auf dem Betzenhauser Friedhof gesetzt.





Die Gaskugel – einst ein vieldiskutiertes Projekt – heute ein weithin sichtbares Wahrzeichen in Betzenhausen
Unser Titelbild im Bürgerblättle zeigt die Masken der beiden noch recht jungen Narrenzünfte aus Betzenhausen und Lehen. Die Wetterhexen, 1988 gegründet und ursprünglich im Gasthaus „Zur Armbrust“ im Freiburger Osten beheimatet, entstanden aus der Initiative von acht Gründungsmitgliedern. Die ersten Zunftvögte waren Manfred Hirth und Karl-Heinz Schillinger. Auf Vorschlag von Guido Hilberer wählte man den passende Namen Wetterhexen. Das „Häs“ wurde gemeinsam gefunden und Schnitzer Rieder aus Kenzingen als Maskenschnitzer gewonnen. Die Farben Rot, Ocker und Schwarz stehen für die Sonne, den Blitz und die Gewitterwolken. Am 3. September 1988 konnte das erste Häs bei einem Sommerfest vorgestellt werden. Die eingängigen Verse „Hagel, Blitz und Donnerschlag, d’Wetterhexi am liebschde mag“ wurden als Hexenruf rasch bekannt.