Enthüllung des Gallus-Bär bei Heimbach

Enthüllung des Gallus-Bären auf dem Blumberg bei Heimbach

Um der Enthüllung des neuen Gallus-Bären beizuwohnen  trafen sich am 17. Oktober 2020 um 15:00 Uhr Bürger aus Heimbach, Besucher aus der Umgebung und aus Betzenhausen.

Frau Götz, Vorsitzende vom Heimbacher Geschichtsverein begrüßte die Gäste und bedauerte, dass in diesem Jahr die Kilwi nicht in gewohnter Weise stattfinden kann. Maske tragen und Abstand halten, lassen normalerweise keine richtige Feierstimmung aufkommen, trotz dem hatte das Gallus-Fest auch wegen des schönen Herbstwetters etwas besonders feierliches.

Frau Götz bedankte sich bei Markus Mößner, Forstwirt und Holzkünstler, der den Bären im letzten Jahr bei der Kilwi geschnitten hatte.

Zwei Jungen aus Heimbach, Sebastian und Matti, enthüllten den neuen Bären.

Pfarrer Joachim Greulich nahm die Segnung des Bären vor und wünschte, dass viele Wanderer sich an diesem gelungenen Bären erfreuen. Außerdem wies er auf die gemeinsame Schöpfung von Mensch und Tier hin und hob die Verantwortung die wir Menschen gegenüber der Tierwelt haben hervor. Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker sprach über den in die Jahre gekommenen alten Gallus-Bären und betonte die Notwendigkeit, ihn zu erneuern.

Ortsvorsteher Ulrich Lutz trug die Legende vom Gallus-Bär vor und erinnerte an die Eröffnung des Gallus-Weges im Jahr 2009.

Zum Schluss bedankte sich Frau Götz bei den Rednern, den beiden Jungen und bei allen, die geholfen hatten das Gallus-Fest mitzugestalten und lud die Anwesenden zu einem Umtrunk ein.


Die Legende vom Gallus-Bär

(St. Gallus, * um 550 in Irland oder im Raum Vogesen-Elsass; † 16. Oktober 640)

Die Legende: St. Gallus hatte bei einer Wanderung mit dem Diakon Hiltibold ein Nachtlager errichtet und während Hiltibold schon schlief, kam ein Bär vorbei. Der Bär war wohl sehr hungrig und deshalb bat St.Gallus ihn, für sein Essen zu arbeiten und Holz für das Lagerfeuer zu holen. Der Bär trottete los und kam nach einiger Zeit mit Holz zurück und legte es ins Feuer. Daraufhin gab St.Gallus dem Bären Brot und sagte ihm, dass er jetzt gehen soll, und dass er nie wieder ins Tal zurückkehren soll. Hiltibold, der erwacht war und Zeuge dieser Geschichte wurde, war sehr erstaunt, dass St.Gallus Macht über die Tiere besaß.

Das Tier ist auch Gallus’ wichtigstes Insignium, er wird fast immer mit einem Bären an seiner Seite dargestellt.

Helmut Schiemann


Bericht aus Bürgerblättle 264 (Dez. 2020)

Termine / Veranstaltungen Teningen

Aktuelle Informationen zu unserer Partner-Gemeinde sind auf der Homepage der Gemeinde Teningen zu finden.

Im Bürgerblättle sind regelmäßig Berichte aus unserer Partner Gemeinde zu finden, sowie aktuelle Veranstaltungstermine. Hier ein Auszug:

Februar 2020

08.02. Kinderfasnet und Brauchtumsabend Waldteufel, Heimbach (Anton-Götz-Halle Heimbach)

15.02. Kinderfasnacht und Zunftabend Däninger Dübbaggeischder, Teningen (Ludwig-Jahn-Halle Teningen)

16.02. Kinderfasnacht Waldteufel Heimbach, (Anton-Götz-Halle Heimbach)

20.02. Hemdglunkerumzug und Hemdglunkerball Däninger Seegrasrupfer (Ludwig-Jahn-Halle / Schapfe Stube Teningen)

20.02. Hemdglunkerumzug Vereinsgemeinschaft Heimbach (Anton-Götz-Halle Heimbach)

22.02. Große Narrensitzung Vereinsgemeinschaft Heimbach (Anton-Götz-Halle Heimbach)

22.02. Dorffasnacht Vereinsgemeinschaft Köndringen (Sport- und Winzerhalle Köndringen)

22.02. Kinderfasnet Nimburger Felse-Trieber (Nimberghalle Nimburg)

25.02. Narrenbaumfällen Däninger Seegrasrupfer (Rathausplatz oder Kronenplatz Teningen)

25.02. Großer Narrenumzug Waldteufel Heimbach (Anton-Götz-Halle Heimbach)

26.02. Frauenrecht im Burgcafé Verein zur Pflege des Brauchtums in Landeck (Burgcafé Landeck Landeck)

29.02. Scheibenschlagen (Köndringen, Landeck, Heimbach)

März 2020

01.03. Scheibenschlagen (Köndringen, Landeck, Heimbach)

07.03. Scheibenschlagen Verein zur Förderung der Feuerwehr Teningen – Abteilung Teningen (Teningen)

08.03. Musical „CONNY“ KiGa St. Franziskus (Ludwig-Jahn-Halle Teningen)

14.03. Steinbruch-Exkursion Geschichts- und Bürgerverein Heimbach (Heimbach)

15.03. Musikcafé Gesangverein Köndringen (Sport- und Winzerhalle Köndringen)

21.03. Frühjahrskonzert Akkordeonspielgemeinschaft Teningen (Sport- und Winzerhalle Köndringen)

28.03. Festbankett Männerchor Heimbach (Anton-Götz-Halle Heimbach)

28.03. Enthüllung St.Gallus-Bär, Geschichts- und Bürgerverein Heimbach (Blumberg, Heimbach

 

Weihnachtskonzert St. Thomas Kirche

Drei Chöre sorgten gemeinsam für Weihnachtsstimmung in der St. Thomas Kirche, Betzenhausen, am Sa. 14. Dezember, 17:00 Uhr

Im Rahmen der Stadt-Land Partnerschaft zwischen Betzenhausen-Bischofslinde und der Gemeinde Teningen hatte der Bürgerverein in die St. Thomas Kirche eingeladen.

Das Motto des Abends: Ein Stern geht auf – Lieder (nicht nur) zum Advent

Gleich drei Chöre hatten sich vorgenommen, gemeinsam einen besinnlichen und auch vergnüglichen Abend zu gestalten:

Die „Vokalisatoren“ sind ein weit über die lokalen Grenzen hinaus bekanntes A-capella-Männerdoppelquartett, das sich dem modernen, klassischen und auch ironischem Chorgesang verschrieben hat.

Unter Leitung von Katharina Roser war ein facettenreiches Programm geboten: heiter und doch auch besinnlich.

 

 

Der Chor „Kalinka“ aus Freiburg singt mit Begeisterung seit 15 Jahren russische Volkslieder, geistliche Literatur und Lieder von russischen Komponisten. Also stimmte der Chor einige russische Weihnachtslieder-Lieder an; Melodien für die Seele.

Hier waren gleich drei Generationen im Chor vertreten.

 

Der „Gemischte Chor Nimburg“ hat eine große Tradition; das Repertoire umfasst weltliche und geistliche Chorliteratur von überwiegend zeitgenössischen Komponisten. Er präsentierte überwiegend Lieder zur Weihnachtszeit in einem modernen Gewand.

Da Nadja Schell sowohl den Chor Kalinka, als auch den Gemischten Chor Nimburg leitet, konnten die Besetzungen und Aufführungen fließend ineinander übergehen.

Der Bürgerverein möchte sich ganz herzlich bei den vielen Besuchern bedanken.  Auch die Musiker waren begeistert und werden sicher wieder kommen. Das “Kleinod” St. Thomas Kirche“ war genau der richtige Rahmen für diesen vorweihnachtlichen Nachmittag.

 

 

 

Fackelwanderung am 28. Dez. 2019, 16:00 Uhr

Eine schöne Veranstaltung in unser Partnergemeinde: die jährliche Fackelwanderung der WG Köndringen mit anschließender Glühweinparty im beheizten Festzelt.

Start ist um 16:00 Uhr mit einem Sektempfang. Die Wanderung geht über eine leichte Strecke über den Hungerberg. Während der Fackelwanderung, gibt es eine Weinprobe und eine Überraschung. Ab 20:00 Uhr dann im Festzelt eine Verlosung.

Die Teilnahme an der Wanderung, inklusive Sektempfang, Weinprobe und Verlosung beträgt pro Person 15,- €.  Bitte anmelden auf der Homepage der WG unter www.wg-koendringen.de oder per Email info@wg-koendringen.de .

10-Jahre St. Gallus-Rundweg in Teningen-Heimbach

Der St. Gallus-Rundweg wird 10-Jahre jung: bei der Jubiläumsveranstaltung am Sonntag, 8. Sept. 2019, waren auch Vertreter des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde dabei (eingeladen vom Geschichts- und Bürgerverein Heimbach e.V.).

Konzipiert wurde der Wanderweg anlässlich des Dorfjubiläums „1250 Jahre Heimbach“ mit Eröffnung im Okt. 2009. Die Wegführung bietet die schönsten Ein- und Ausblicke in die Landschaften des Schwarzwaldes, der Vogesen und des Kaiserstuhls (siehe Infos unten).

Leider war das Wetter nicht so, wie man es sich gewünscht hätte. Trotzdem waren einige Wanderer dabei, um unter der Leitung von Werner Kunkler einen Teil der Rundweg zu gehen. Start war am Alten Schlossplatz in Heimbach, vorbei am Steinbruch, Galgen und Auswandererstein.

Zur eigentlich geplanten ausführlichen Steinbruchführung mit Vorführung historischer Werkzeuge kam es aufgrund des Wetters dann nicht mehr (Wanderstrecke: ca. 2,5 km
, Wanderzeit: ca. 2,5 h, Wander- und Steinbruchführer: Werner Hänsle u. Siegfried Lehr)

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Bewirtung durch den
 Geschichts- & Bürgerverein Heimbach e.V. auf dem Alten Schlossplatz. Hier der Flyer 10 Jahr Gallus-Rundweg zur Veranstaltung mit weiteren Details.

Trotz Regen an diesem Tag bleibt die Erkenntnis: der Gallus Rundweg Heimbach ist wunderschön und abwechslungsreich. Also einfach mal für den nächsten Wanderausflug in Betracht ziehen!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Christa Götz, der Vorsitzenden Geschichts- und Bürgerverein Heimbach e.V.


Mit dem St. Gallus-Rundweg ist nicht nur Heimbach im Jahr 2009 um eine touristische Attraktion reicher geworden, sondern auch der Naherholungswert erfuhr einen gehörigen Wertzuwachs.

Am Anfang stand die Idee des Bürgervereinsvorsitzenden Werner Schulz, etwas zu schaffen, das an die 1.250-Jahr-Feier im Jahr 2009 erinnert. Das Ergebnis ist ein interessant gestalteter Rundwanderweg, der dem ambitionierten Wanderer ebenso Entfaltungsmöglichkeiten bietet wie dem Gelegenheitswanderer. Der gelungene Spagat zwischen Naturerlebnis und Landschaftsschutz findet zudem bei den Fachgremien hohe Anerkennung.

Der fast 14 Kilometer lange Rundwanderweg soll dem Wanderfreund Geschichte, Natur und Landschaft von Heimbach näher bringen. Hier gibt es weitere Infos zum Gallus Rundweg Heimbach.

 


Einladung zur Wanderung auf dem Bundschuhpfad (Lehen)

Am 21. September 2019 findet eine geführte Wanderung auf dem Bundschuhpfad in Lehen statt. Dazu sind alle interessierten Mitglieder des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde (Mitglieder werden bevorzugt) und Gäste aus unserer Partnergemeinde Teningen eingeladen.

Die Wanderung dauert ca. 2 bis 2,5 Stunden. Treffpunkt ist 16:00 Uhr an der Haltestelle Paduaallee. Hier befindet sich auch ein Park & Ride Platz. Nach der Wanderung Einkehr im Schützen.

Zur Geschichte: Nach der blutigen Niederschlagung eines Bundschuhaufstandes (Bauernkrieg) 1502 bei Bruchsal konnte Jos Fritz, einer der Anführer, untertauchen. Um 1512 wurde er in Lehen als Bannwart angestellt und, da es auch hier den Bauern sehr schlecht ging, wurde er der Anführer einer weiteren Bundschuh Verschwörung.

Wie die Sache ausging, und warum die Bauern durch 2 Maler aus Freiburg verraten wurden, was das für Folgen hatte und warum es den Bundschuhpfad gibt, wird uns Herr Edgar Müller erzählen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb bitten wir um Anmeldungen durch eine Email an bund.schuh@web.de oder auch per Telefon 0761 892382

Helmut Schiemann

Nach Nimburg mit dem Rad

Nimburg – das Tor zum Kaiserstuhl – ist ein Ortsteil unserer Partnergemeinde Teningen und hat eine schöne Gemeinsamkeit mit Betzenhausen: die Nähe zur Dreisam. Also ist es naheliegend, einfach mal mit dem Rad entlang der Dreisam nach Nimburg zu fahren (flussabwärts): nach etwa 13 km ist man schon am Ziel.

Idealer Startpunkt in Betzenhausen ist die Gaskugel (wie könnte es anders sein): im ersten Teilstück bis auf Höhe Umkirch folgt man dem Dreisam-Uferradweg (FR1), aber auch danach ist Fahrt direkt am Ufer ohne Problem möglich (je nach Geschmack auf der linken oder rechten Uferseite).

Auch wenn Ingenieur Tulla hier vor fast 200 Jahren sehr auf Gradlinigkeit Wert gelegt hat, es gibt doch viel zu entdecken an der Strecke: wobei eine Herde Schafe mit Nachwuchs in den Tagen um Ostern natürlich besonders passt (hier ein kleines Video zu dieser Begegnung, bitte mit Ton anschauen, denn vor allem die Lämmer haben viel zu sagen…).

Nimburg hat eine lange Geschichte (erwähnt schon im Jahr 977) und ist seit 1974 Ortsteil von Teningen. Das Wein-Dorf hat heute knapp 2200 Einwohnern (zusammen mit Bottingen): im Ortskern findet man eine Reihe schöner Fachwerkhäuser, es lohnt sich also, einfach mal durch den Ort zu bummeln. Von der kleinen Anhöhe “Beckebirgle” aus hat man einen fantastischen Rundblick über die Oberrheinebene und Kaiserstuhl: verständlich, dass dort früher die Grafen von Nimburg ihre Burg erbauen liessen. Von der östlichen Seite Nimburgs ist es nicht mehr weit zum Nimburger Bagger-/Badesee, der natürlich vor allem im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Südlich von Nimburg liegt der Nimberg, wobei “Berg” eher etwas übertrieben ist für Höhen bis zu 70 Metern. Aber dieser kleine Höhenzug ist aus vielen Gründen erwähnenswert: zum ersten ist er das Zentrum des Wein-Anbaus von Nimburg. Genutzt werden ca. 60 ha, überwiegend in kleinteiligen Terrassen. Die Winzergenossenschaft Nimburg-Bottingen ist dem Badischen Winzerkeller angeschlossen. Am Nimberg liegt auch die Bergkirche (ca. 2 km entfernt von Nimburg): sie geht zurück auf ein ehemaliges Kloster und ist mit wunderbaren Fresken und beeindruckender Orgel ausgestattet. Auch wegen der besonderen Akustik gibt es hier gelegentlich Konzerte.

Den Nimberg zu Fuß zu erkunden geht am besten über den Nimbergpfad: ein Rundweg insbesondere für Wanderer, die Weitblick lieben (auf Kaiserstuhl, Schwarzwald, Vogesen u.s.w.). Man ist überwiegend unterwegs durch Weinberge, Obstwiesen, Hohlgassen und kommt auch an der erwähnten Bergkirche vorbei. Der Rundweg wurde 2008 eingeweiht (Länge 7.5 km): idealer Startpunkt ist das (ehemalige) Rathaus von Nimburg, denn dort findet man auch gleich eine passende Info-Tafel (und dann weitere Themen-Tafeln am Weg).

Rückweg

Für den Weg zurück nach Freiburg gibt es mehrere Optionen: z.B. die Breisgau S-Bahn, die am Bahnhof von Nimburg hält (etwas ausserhalb des Ortes). Mit dem Rad wieder zurück entlang der Dreisam geht natürlich auch.

Aber es ist absolut lohnenswert, einen anderen Weg einzuschlagen: denn der oben genannte Nimberg liegt ohnehin südlich von Nimburg, also genau in Richtung Heimweg. Die leichte Steigung sollte man nicht scheuen: zur Belohnung folgt logischerweise die Abfahrt beim Ortsteil Bottingen. Der Radweg führt teilweise durch Löss-geprägte Hohlgassen, wie man sie typischerweise vom Kaiserstuhl kennt. Einer dieser Gassen ist ein sehr alter Verkehrsweg von Nimburg in die March (und damit Richtung Freiburg).

Hinter dem Nimberg folgt – wie schon erwähnt – der kleine Ort Bottingen: schon lange ein Teil von Nimburg und damit auch heute im Gebiet von Teningen. Auch Bottingen ist vom Wein geprägt und hat auch etwas gemeinsam mit Betzenhausen: ein schönes Storchennest.

Am Ausgang von Bottingen schlagen wir vor, der Dorfstrasse zu folgen, denn dann geht es ausserhalb des Ortes an schönen Bächen entlang in Richtung March: zuerst dem Schobbach, dann später dem Mühlbach, der letztendlich nach Holzhausen führt oder man fährt alternativ über Buchheim. Die vielfältigen Möglichkeiten, von dort nach Betzenhausen zu kommen, dürften bekannt sein.

Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis für Leser aus Nimburg: die Tour ist genauso schön anders herum für den nächsten Besuch in Betzenhausen.


Auch in früheren Zeiten war der Weg nach Teningen etwas besonderes, erst recht wenn die Reise mit dem Boot erfolgte. Zum Nachlesen hier ein kleiner Bericht, den wir 2018 im Bürgerblättle abgedruckt haben.

 

Auf dem Wasserweg von Freiburg nach Teningen

Seit September 2012 besteht die Stadt-Land-Partnerschaft des Freiburger Stadtteils Betzenhausen-Bischoflinde mit der Gemeinde Teningen. Dass es allerdings auch vorher schon Anziehungspunkte zwischen den beiden Orten gab, soll diese kleine Geschichte belegen.
Erinnerung an frühere Zeiten … wer hat diese nicht. Und besonders schön, wenn sich auf diese Weise zeigt, dass schon sehr viel früher die Beziehungen zu Teningen entstanden sind. Lustig zu wissen wäre, wie sich unsere heutigen jungen Menschen mit unserer Nachbargemeinde treffen. Mit Spannung erwarten wir gerne „junge“ Berichte, die wir dann auch gene veröffentlichen.

Auf dem Wasserweg von Freiburg nach Teningen

Wer in meiner Jugendzeit eine Maid verehrt hat, der war auch bemüht, irgendwie angenehm aufzufallen, etwas besonderes zu leisten oder eben zu imponieren. Finanzielle Mittel standen dabei nur recht wenig zur Verfügung. Doch Ideen muss man haben oder – wie in diesem Fall – ein Faltboot. Das Hochwasser auf der Dreisam im Frühjahr bot sich an, darauf von Freiburg nach Riegel zu paddeln. Rasch war das Boot aufgebaut und über die Schwellen ruhigeres Wasser unterhalb der Stadtgrenze erreicht.

Die Brauerei war bald zu erkennen und es dauerte nicht lange, hatte man auch die Mündung der Elz erreicht. In weiser Voraussicht lag ein langes Seil an Bord, das nun zum Einsatz kam. Band man nämlich das Boot vorne und hinten an und hielt die Leine im richtigen Winkel, treidelte man so ohne große Anstrengung flussaufwärts. Das Ziel war Teningen, Heimat der oben erwähnten Maid.

Geduldig wurde bis zum Feierabend gewartet, der bei der Strumpffabrik BAHNER in Mundingen um 17 Uhr war. Es kann sich sicher jedermann vorstellen, dass die Heimfahrt ab dort mit dem Fahrrad bis Teningen sehr rasch hinter sich gebracht wurde, zumal die Aussicht bestand, mit einen Faltboot auf der Elz weiter stromabwärts zu fahren. Auf heimatlichen Gewässern paddeln zu können, machte irgendwie etwas stolz. In Riegel wurde auf die ALTE ELZ übergesetzt. Zwischen Feldern und Wiesen fuhr man nach Kenzingen. Das Boot war nach dieser Fahrt bald zusammen gelegt. Auf einem Faltbootwagen transportierte man es an den Bahnhof und benutzte den Zug für die Heimfahrt nach Teningen und Freiburg.

Heinz Gutzweiler

(Ein Beitrag aus dem Bürgerblättle 252 Okt./Nov. 2018)

Wanderung zur Eröffnung der Kaiserstuhltage in Nimburg

Bericht im Bürgerblättle 240, Okt. 2016


Am Wochenende 16./17. Juli waren die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Betzenhausen/Bischofslinde zu den Kaiserstuhltagen eingeladen, die ihre Partnergemeinde Teningen im Ortsteil Nimburg ausrichtete.

Die Wanderung wurde bereichert durch viele Geschichten, die sich im Teninger Allmend ereignet haben.  Herr Armbruster hat mir dankenswerter Weise seinen Bericht zu dieser Wanderung überlassen. Die Wanderung führte uns auf überwiegend schattigen Waldwegen nach Nimburg. Hier der Bericht von Herrn Kurt Armbruster:

D’Teninger Allmend: Ein Wald mit vielen Geheimnissen

Fast jeder kennt die Teninger Allmend, doch nur wenige wissen, was es dort an Geschichte und Natur zu entdecken gibt. Der Wunsch, das alles zu erfahren und sich dabei zu bewegen hat bei schönstem Sommerwetter eine stattliche Anzahl von Wanderern in die Teninger Allmend gelockt. Geführt von Kurt Armbruster, Kaiserstühler Gästeführer lernten sie den heimischen Wald näher kennen. Die Teninger Allmend ist das größte zusammenhängende Auenwaldgebiet zwischen Basel und Karlsruhe. Die Geschichte zur Allmend erklärte Armbruster den Teilnehmern beim Teninger Trimm-dich-Pfad.

Bis  1787  war er komplett im Besitz des Markgrafen von Baden, der damals Teile der Allmend den Gemeinden als Nutzwald überließ. Das Innere als „Filetstück“ blieb in seinem Besitz, bis er aufgrund politischer Veränderungen zum Staatswald wurde. 1400 Hektar – also in etwa 1600 Fußballfelder! – umfasst die Allmend-Fläche, doch sie schrumpft von Jahr zu Jahr. „An allen Seiten wird geknappert“, berichtet Kurt Armbruster. “In den vergangenen 100 Jahren gingen in der Allmend 200 Hektar Wald durch Neubaugebiete, Straßen, Gewerbe und Industrie verloren“, erklärte er weiter. Das letzte große derartige Projekt war die Erweiterung der Firma Graf an der Autobahn zwischen Teningen und Nimburg. Doch es ist inzwischen gelungen, abgeholzte Flächen vollständig durch Wiederaufforstung auszugleichen.

Was Flora und Fauna betrifft, so besitzt der Wald einen große Anteil an Baumarten wie Eichen, Erlen, Eschen und Buchen, bedrohte Arten wie Hirschkäfer oder Fledermaus sind im Teninger Allmendwald ebenso zu Hause. Beim ersten Stopp wurde auf die Trinkwasserversorgung  der Gemeinde eingegangen. Aus zwei Tiefbrunnen wird das  Wasser ausschließlich aus dem Muschelkalk, ab einer Tiefe von 80 bis 107 Metern entnommen. Die Wasserversorgung unserer Bürger ist mit einwandfreiem Trinkwasser gewährleistet.

Einige Wanderer wollten über das Seegrasrupfen mehr erfahren und Armbruster ging gerne darauf ein. Das „Seegrasrupfen“ war in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein traditioneller Nebenerwerb in Teningen. Aus der im Allmendwald wachsenden langblättrigen, zähen Grasart wurden u.a. Seile für Getreidegarben und für den häuslichen Gebrauch wurden Strohschuhe, in Kriegszeiten, so auch während des 2. Weltkrieges wurden Matratzen für Lazarette und Truppenunterkünfte hergestellt.

In den Jahren um 1850 sollen jährlich 3000 bis 4000 Zentner gesammelt, zu Zöpfen verarbeitet und verkauft worden sein. So durfte um 1900 nur unter Aufsicht eine Waldhüters (heute Förster) gesammelt, zudem nicht gesichelt sondern nur gerupft werden. Von großem Interesse war die Geschichte  um das Bäckermaidli (Bäckermädchen).

1758 war ein Bäckermaidli von Nimburg nach Emmendingen unterwegs um Backwaren auszuliefern. Der Weg führte durch die Allmend. Aber es gab Räuber in diesem Waldstück und schon Tage vorher hatte man zwei fremde Reiter gesehen. Das Maidli hatte den Erlös der Backwaren gut unter ihrem Hut versteckt. Auf dem Rückweg wurde sie überfallen und ausgeraubt. Am anderen Tag wurde die Bäckermaid gefunden. Der Kopf war abgeschlagen und der Hut fehlte. An der Stelle, wo man das Mädchen fand steht ein alter Gedenkstein. Die Mörder wurden nie gefasst und die beiden Reiter nie mehr gesehen- so der Volksglaube.

Weiter gings auf labyrintischen Wegen, bei dem der eine oder andere schon einmal den Überblick verlor. Gut nur, dass Wanderführer Armbruster sich hier bestens auskennt. Einige Wege waren unzugänglich und die Teilnehmer wurden in eine richtige Auenlandschaft versetzt. Die Allmend sah im 18. Jahrhundert so aus – sie war deshalb nur schwer zugänglich und wurde entwässert. Weil der Grundwasserspiegel sank, werden heute die ehemaligen Entwässerungskanäle als Bewässerung genutzt.

Im Namen des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde bedankten sich Helmut Schiemann und Beate Diezemann im Namen der Wandergruppe bei Kurt Armbruster für die gelungene Führung.

Helmut Schiemann

Wanderung zu den Heimbacher Steinbrüchen

Bericht Bürgerblättle 221, Aug./Sept. 2013


Im Rahmen der Stadt-Land-Partnerschaft der Gemeinde Teningen mit dem Freiburger Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde fand am 9. Juni eine Wanderung des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde zu den Heimbacher Steinbrüchen statt. Von Köndringen aus ging es über die Weinberge in Richtung Heimbach. Neben Mitgliedern des Bürgervereins und seinem Vorsitzenden Nicolai Bischler, sowie Helmut Schiemann und Dieter Linß, die die Wanderung vorbereitet hatten, war auch Teningens Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker mit von der Partie.

Am Kreuz auf dem Blumberg, über den Dächern von Heimbach, wurde die Gruppe von Mitgliedern der Freunde der Geschichte Heimbachs und ihrer Vorsitzenden Christa Götz erwartet. Siegfried Lehr und Werner Hänsle vom Geschichtsverein übernahmen ab hier die Führung zu den Steinbrüchen. Nach einem Blick auf das idyllisch im Tal gelegene Heimbach und einführenden Informationen zum Dorf, das 2009 sein 1.250-jähriges Jubiläum feierte, ging es auf der Höhe weiter durch die Rebberge in Richtung Steinbrüche. Neben der üppigen Natur konnte man hier Ausblicke in die Rheinebene, zu Kaiserstuhl und Vogesen, zum Schwarzwald und auf Heimbach genießen.

Heimbach, dessen Geschichte eng mit dem Sandstein verbunden ist, ist reich an Kleindenkmalen. So führte der Weg beispielsweise vorbei am Galgen, der vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts an einer vom Dorf aus gut sichtbaren Stelle errichtet wurde. Er diente allerdings nur zur Abschreckung, denn ein Querbalken war nie vorhanden. Weiter ging es über den Erdenlöcherweg, dessen Name bis heute auf die Löcher hinweist, die hier früher zur Tongewinnung gegraben wurden. Nach einem Brief von Pfarrer Gretter vom Anfang des 19. Jahrhunderts war die »weiße Erde« aus Heimbach »vorzüglich« und wurde bis in die Schweiz, nach Schwaben, in den Schwarzwald und nach Karlsruhe geliefert.

Durch den Wald und vorbei am ehemaligen Kohlplatz gelangte die Gruppe zum »Oberen Steinbruch«, dem größten und eindrucksvollsten Steinbruch des Ortes. Hier verdeutlichten Werner Hänsle und Siegfried Lehr die Bedeutung und Geschichte der Heimbacher Steinbrüche und zeigten mit Hilfe von altem Werkzeug einige traditionelle Arbeitsweisen. Buntsandstein aus Heimbach ist auf Grund seines hohen Kieselsäuregehalts äußerst hart und widerstandsfähig und wurde deshalb in der Region und im ganzen süddeutschen Raum sehr geschätzt. Gerade diese Eigenschaften des Steins machten den Steinhauern allerdings das Leben schwer: durch die große Härte war die Bearbeitung schwierig und auf Grund der Staubentwicklung erkrankten sie früh an Silikose und hatten eine geringe Lebenserwartung von höchstens 40 Jahren.

Seit dem 14. Jahrhundert, vermutlich sogar schon seit dem 13. Jahrhundert, wurden in Heimbach Steine für das Freiburger Münster gebrochen und dann auf Ochsenkarren in zwei Tagesetappen nach Freiburg transportiert. Der Transport war mühsam und besonders auf den abschüssigen Wegen in der Nähe des Steinbruchs gefährlich. In Freiburg stellte das Kopfsteinpflaster kurz vor dem Ziel eine letzte Herausforderung für die empfindliche Fracht dar.

Eine erste Blüte erlebte der Steinabbau im 16. Jahrhundert, weil Gebäude jetzt vermehrt mit Treppen und Gewänden aus Sandstein gebaut wurden. Eine zweite Blüte folgte im 19. Jahrhundert. Gastarbeiter aus Italien kamen nach Heimbach um im Steinbruch zu arbeiten. In dieser Zeit wurden beispielsweise der Leopoldskanal, die Kirchen in Köndringen und Emmendingen und das Freiburger Rathaus mit Heimbacher Sandstein gebaut.

Insgesamt stieg in Freiburg im 19. Jahrhundert der Bedarf an Steinen aus Heimbach, und um 1870 kam schließlich die Idee auf, eine Bahnlinie von Heimbach nach Köndringen zu bauen, um den Transport zu erleichtern. Sie wurde allerdings nie realisiert. Neue Baumaterialien wie Beton setzten sich durch, und die Nachfrage nach Sandstein ging zurück. In den 1920er Jahren wurden die Steinbrüche weitgehend stillgelegt, lediglich Bruchsteine für den Straßen-Unterbau und Steine für Reparaturen wurden noch bis in die 1950er Jahre gebrochen. Seit 1972 stehen die Heimbacher Steinbrüche als flächenhaftes Naturdenkmal unter Denkmalschutz. Heute erobert sich die Natur das Gebiet zurück. Während der »Obere Steinbruch« früher mit seiner Wandhöhe von 40 Metern weithin sichtbar war, ist er jetzt so zugewachsen, dass man ihn aus der Ferne nur noch mit Kennerblick im Wald ausmachen kann.

Ein Wanderfalkenpaar hat sich an der Steinwand sein Nest gebaut und verkündete den Wanderern lautstark sein Missfallen am Besuch. Die Gruppe machte sich auf über den alten, mit Sandsteinplatten ausgelegten Weg hinab zum »Mühlsteingrüble «, dem Sandsteinbruch mit den härtesten Steinen. Heute ist er ganz zugewachsen und liegt unscheinbar im Wald verborgen. In Heimbach stoßen Sandstein- und Muschelkalkscholle aufeinander. Die Verwerfungslinie verläuft parallel zum Oberrheingraben und quer durch den Ort. So kommt es, dass Heimbach neben den Buntsandsteinbrüchen auch Kalksteinbrüche besitzt, wobei den Sandsteinbrüchen immer die größere Bedeutung zukam.

Der Weg führte weiter hinunter ins Dorf und dort unter anderem vorbei an der Kirche, dem Gasthaus Sternen, neuem und altem Schloss. Der gesellige Abschluss beim Bauernvesper fand auf dem Ramstalhof zwischen Heimbach und Köndringen statt, bevor sich die Wege der Gruppe wieder trennten: In die Stadt und auf das Land.