Bürgerhock Betzenhausen-Bischofslinde (1973 – 2011)

Eigentlich hatte der Bürgerhock Betzenhausen-Bischofslinde eine lange Tradition: Ausgangspunkt für ein erster großes gemeinsames Fest war die 1000-Jahrfeier von Alt-Betzenhausen im Jahr 1973. In den Folgejahren organisierte der Bürgerverein zusammen mit anderen Vereinen jährlich einen Hock, der immer über ein komplettes Wochenende ging: bis 2001 wurde auf dem Platz vor der St. Thomaskirche gefeiert, bis zum Ende 2012 dann auf dem Betzenhauser Torplatz.

Einen besonderen Bürgerhock gab es Jahr 1984, nachdem der Platz vor der St. Thomas Kirche mit der Linde im Zentrum neu gestaltet worden war (z.B. mit Kopfsteinpflaster). Der Platz bekam auch erst da seinen Namen “St. Thomas-Platz“ und er prägt – zusammen mit der Kirche und dem umgebenden Friedhof – seither den Dorfkern von Alt-Betzenhausen. Durch Fertigstellung der Westrandstrasse (Paduaallee) war damit endgültig die Dietenbachstr. vom Durchgangsverkehr befreit. Die Neueröffnung wurde mit einem besonderen Bürgerhock gefeiert unter Beteiligung des Bürgervereins und vieler anderer Vereine im Stadtteil (so der Bericht im Bürgerblättle Aug. 1984).

Um einen Eindruck zu gewinnen, im folgenden der Bericht über den letzen Hock 2012, wobei zu dem Zeitpunkt nicht klar war, dass es das – vorerst – letzte Fest in dieser Form war.


Bericht aus Bürgerblättle 215 Aug./Sept. 2012.

Das Wetter setzte dem Bürgerhock nach zwei tollen Tages ein vorzeitiges Ende.

Der Bürgerhock ist ein Stadtteilfest, das allen Besuchern richtig Spaß macht. Die Vereinsgemeinschaft der beiden Musikvereine Betzenhausen-Bischofslinde und Freiburg-Mooswald, von Sportbund Sonnland, Jugendzentrum Chummy, Liederkranz und dem Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde hatte sich zum Bürgerhock am Betzenhauser Torplatz einiges einfallen lassen.

Zum Fassanstich durch Baubürgermeister Martin Haag hatte der Bürgerverein den Teninger Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker eingeladen. In diesem Jahr wird die Partnerschaft unseres Stadtteils mit der Stadt Teningen offiziell besiegelt werden. Mit Freibier und einem Gläschen Sekt wurde der Bürgerhock eröffnet und die Partnerschaft konnte so schon einmal gemeinsam gefeiert werden.

Nach dem gekonnten Fassanstich verwöhnte der Eisenbahner-Musikverein mit bekannten und abwechslungsreichen Melodien die zahlreichen Hockbesucher. Am frühen  Samstagabend hatten die BächleSörfer die Besucher wieder schnell auf ihrer Seite. Jürgen Hack und Günther Gassenbauer sorgten für tolle Stimmung, und immer mehr Besucher schwangen das Tanzbein. Bis in den späten Abend herrschte auf dem vollbesetzten Festplatz eine ausgelassene Stimmung. Gegen 23 Uhr setzten dann Regen und Sturm dem Bürgerhock leider ein jähes Ende.

Die Vereinsgemeinschaft verwöhnte kulinarisch mit einem reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken. Im Weinstand gab es eine große Auswahl von Sekt und Weinen vom Weingut Schätzle, der in diesem Jahr seinen Weinstand erstmals beim Bürgerhock aufgestellt hatte. Es fanden sich so Gelegenheiten zur einem Plausch – ob am Bierstand oder am Weinstand.

Am Sonntag bot der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde schon zur Mittagszeit an der Kuchentheke ein reichhaltigen Angebot von selbstgemachten Kuchen und Torten an. Der Sonntag sollte ganz im Zeichen der Blasmusik stehen. Der Wettergott hatte mit dem Bürgerhock aber leider kein Einsehen und sorgte am Sonntag mit Dauerregen dafür, dass der dritte Bürgerhock-Tag komplett ins Wasser fiel. Das war für die Vereine, aber auch für die Hockbesucher recht schade. Der Bürgerhock war zumindestens zwei Tage lang ein Fest für die ganze Familie.

Die Vereinsgemeinschaft war mit dem verregneten Bürgerhock natürlich nicht zufrieden und dankt besonders der Metzgerei Goldschmidt für ihre vielfältige Unterstützung. Dank geht an die vielen Besucher aus nah und fern, aber auch an die Anwohner für ihr Verständnis, dass drei Tage Bürgerhock vor ihrer Haustüre stattgefunden haben. So endete der Bürgerhock in diesem Jahr mit dem vorzeitigen Abbau ab 18 Uhr.

Abschließend noch ein herzliches Dankeschön an immerhin über 100 Besucher, die sich am Sonntagmittag trotz Dauerregen nicht abhalten ließen, einige gemütliche Stunden im »Musikerzelt« zu verbringen.

„„Michael Kott