Abschied von Harald Albiker

Beitrag aus Bürgerblättle 241 / Dez. 2016


Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde trauert um sein Ehrenmitglied Harald Albiker (12.1934 – 11.2016).

Ich glaube, es gibt fast niemanden im Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde, der so nachhaltig das Geschehen und die Entwicklung des Stadtteils Betzenhausen-Bischofslinde mitgeprägt hat wie er!

1969 kam Harald Albiker an die Gerhart-Hauptmann-Schule, zunächst als Konrektor, später als Rektor der Schule, die er bis 1998 leitete. Die aufmerksamen Zeitungsleser der Lokalseiten kannten ihn natürlich unter seinem Kürzel „HA“. Es gab keine Ortschaftsratsitzung oder Mitgliederversammlung der Vereine im Stadtteil, die er nicht besuchte, um danach darüber zu berichten. Für den Sportverein, die heutige „Sportfreunde Eintracht“, war er jahrzehntelang für die Berichterstattung zuständig, sei es im vereinseigenen Mitteilungsblatt oder im Bürgerblättle des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde.

Sein Einsatz für den Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde:

Harald Albiker wurde gleich nach seinem Umzug aus Tunsel Mitglied im Bürgerverein und die damaligen Vorsitzenden erkannten schnell sein Potential. Sein erster Job, 1972, war natürlich, der des Pressereferenten, dann Beisitzer im Vorstand und von 1987 bis 2005 zweiter Vorsitzender des Bürgervereins.

In seine Amtszeit fielen die Vorbereitung und Durchführung der Landesgartenschau, der Bau des Bürgerhauses, Einsatz für einen besseren Lärmschutz, der Einsatz für ein Jugendzentrum im Stadtteil, und die redaktionelle Betreuung des Bürgerblättles. Erreicht wurden wesentliche Verbesserungen innerhalb des Stadtteils zum Beispiel der Bebauungsplan Alt-Betzenhausen und Eintrachtgelände, sowie Lösungen von Verkehrsproblemen.

Für Harald war es nicht in erster Linie wichtig, die Nummer 1 des Vereins zu sein. Ihm war wichtig, sich für das Wohl der Menschen im Stadtteil einzusetzen. Und das tat er auch. Meist sehr diplomatisch, er konnte aber auch deutliche Worte gegenüber Vertretern der Stadtverwaltung oder Gemeinderäten sprechen! Es konnte aber schon vorkommen, dass er, sollte es in einer Vorstandssitzung einmal durcheinander gehen, alle wieder zum Thema zurückführte – aber eben in seiner ganz eigenen, freundlichen und diplomatischen
Art.

Ich selbst durfte viele Jahre mit ihm zusammenarbeiten und konnte in dieser Zeit viel von ihm lernen, so dass er auch ganz persönlich ein Vorbild für mich war. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand war er seinen Nachfolgern immer wieder eine große Hilfe – sein Archiv und sein Wissen um die Geschichte des Stadtteils, des Bürgervereins und der Menschen, waren legendär.

Es tut weh, einen so engagierten, liebenswerten Menschen zu verlieren und wir wünschen den Angehörigen in diesen Tagen viel Kraft und Trost. In großer Dankbarkeit werden wir ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.

Für den Vorstand des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde
Nicolai Bischler