900 Jahre Freiburg

Mai 2020: 900 Jahre Freiburg – 900 blühende Baumbeete

Mit einigen Monaten Verzug laden die Freiburger Bürgerstiftung und die Ökostation jetzt dazu dazu ein, Baumscheiben aufblühen zu lassen für das Stadtjubiläum. Lassen Sie sich begeistern und werden Sie Baumpatin/Baumpate bei uns im Stadtteil. Alles weitere bei 900 Jahre – 900 blühende Baumbeete bzw. hier ein der der zugehörigen Flyer von Freiburg packt an. Siehe auch Hinweis im Amtsblatt vom 22. Mai:

“Viele Baumbeete oder Baumscheiben können mit blühenden Samenmischungen und duftenden Kräutern bepflanzt werden. Bereits bestehende Baumscheiben werden aufgefrischt und mit neuen Sorten bereichert. Angemeldet sind in Freiburg etwa 500 Baumscheiben – weitere können noch dazu kommen.Die Baumpatenschaften können ab sofort bei „Freiburg packt an“ per E-Mail an fpa@stadt.freiburg.de oder telefonisch unter 201-4712 angemeldet werden. Ein passendes Starterset zur Bepflanzung bietet die Ökostation in der Falkenbergstraße 21b kostenlos an.”


März 2020

Die ursprüngliche Idee der Seite hier: eigentlich sollte 2020 mit dem Stadtjübiläum ein besonderes Jahr werden mit vielen Festen. Doch durch den Corona-Virus kam es erst mal ganz anders. Die vielen geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt, oder werden sich vielleicht nachholen lassen (siehe zugehörige Seite der Stadt Freiburg). An dieser Stelle wollten wir eigentlich Themen des Jubiläums hervorheben, insbesondere wenn sie Bezug zu unserem Stadtteil haben.

Sonderausstellung ab November 2019 : freiburg.archäologie – 900 Jahre Leben in der Stadt

Im Zuge der 900-Jahr Feier erhält der Spielkrater im Seepark ein neues Gesicht.

Die Falko Traber Hochseilshow wird vom 23.-31. Mai 2020 im Seepark zu sehen sein (inzwischen abgesagt)

Der SC Freiburg veranstaltet am Sonntag, den 24. Mai 2020, ein Fußball-Turnier für Mannschaften aus den Freiburger Stadtteilen. Rund um den Rasen wird es ein buntes Rahmenprogramm für Familien geben. Wer Lust hat, im „Team Betzenhausen“ mitzuspielen, möge sich bitte melden. Siehe Details hier. (inzwischen abgesagt)

Straßenbahn Dietenbach

AFB und die Stadtbahn-Ringverbindung

Quelle: K9 Architekten

Hintergründe

Der neue Stadtteil Dietenbach soll nach bisherigen Planungen über eine Verlängerung der „Rieselfeldlinie“ an das Stadtbahnnetz der VAG angebunden werden, wobei die Strecke in einer Wendeschleife endet. Schon mehrfach in den vergangenen Jahren wurde bemängelt, dass dies längerfristig gedacht eine wirkliche Sackgasse darstellt. Als echte Alternative steht eine Weiterführung der Rieselfeldlinie über die Dreisam im Raum, die eine Verbindung in Richtung  Lehen/Betzenhausen/Landwasser öffnet: es wäre ein Anschluss an die bisherige Strassenbahnhaltestelle “Paduaallee”. Diese Alternative wird allgemein als “Ringschluss” bezeichnet. Der Korridor für die Strecke in Richtung Zubringer/Dreisam wird auch in den heutigen Planungen für Dietenbach und Lehen/Zinklern schon als sog. “Vorhaltetrasse” berücksichtigt (dies war insbesondere ein Wunsch der Grünen). OB Horn bezeichnete schon 2018 in seinem Wahlkampf den Ringschluss als „eine historische Chance“.

Aus aktuellem Anlass hat nun die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) das Thema erneut aufgegriffen und einen Arbeitskreis dafür gebildet. Dort hat sich auch Hans Bogel eingebracht, der über viele Jahre bei der VAG als Prokurist für Fragen der Infrastruktur zuständig war. Ergebnis: der bisher geplante Anschluss des neuen Stadtteils als Verlängerung der Rieselfeldlinie bietet keine sinnvolle Perspektive; weder für die zukünftigen Bewohner (Fahrgäste), noch für das Stadtbahnnetz der VAG. Vielmehr sollte die Anbindung des neuen Stadtteils Dietenbach der Anlass für eine generelle Zukunftsplanung des Freiburger Stadtbahnnetzes sein und dazu sollte von Beginn an der Ringschluss gehören.

Die zentralen Aussagen im zugehörigen Positionspapier:

  1. Die Stadtbahnringverbindung vom Rieselfeld über Dietenbach nach Lehen zur Paduaallee erlaubt eine echte Zukunftsperpektive, denn diese Trasse kann mittelfristig weiter entwickelt werden in Richtung Norden, mit Zielen wie SC Stadion, Messe und Industriegebiet Nord. Sinnvoll ist in diesem Zuge der Gedanke an einen zweite Abstellanlage der VAG.
  2. Diese Verbindung sollte nicht irgendwann gebaut werden, sondern direkt zusammen mit dem neuen Stadtteil Dietenbach, was am Ende günstiger wäre, als Umsetzung in den heute angedachten Teilschritten.

Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde unterstützt diesen Vorschlag, da er wirkliche Perspektiven für die Zukunft bietet (nicht zu vergessen, auch in die umgekehrte Richtung Haid, St. Georgen und Vauban).

Der AFB hat sein Positionspapier den Beteiligten der Stadtverwaltung und VAG, sowie den Franktionen im Gemeinderat zur Verfügung gestellt. Letztere haben inzwischen Interesse an einer Prüfung zum Ausdruck gebracht (Stand 20. Mai 2020, siehe auch Presse-Berichte weiter unten).

Wichtig: für den AFB steht das Positionspapier keinesfalls im Wettbewerb mit anderen Ausbau-Maßnahmen, welche die Stadt Freiburg bzw. die VAG zur Erweiterung des Straßenbahnnetzes in den kommenden Jahren geplant hat (siehe auch Presse Hinweise weiter unten); es ist vielmehr die ideale Ergänzung. Im Folgenden wollen wir die nach unserer Ansicht wichtigsten (und teilweise auch neuen, oder zu wenig beachteten) Argumente nennen.


Die Perspektive (Vision)

Heute sind im Grunde alle Straßenbahn-Verbindungen sternförmig auf die Innenstadt ausgerichtet; die drohenden oder schon vorhandenen Überlastungen sind bekannt. Spätestens mit Dietenbach hat Freiburg eine Größe, bei der eine Ringlinie sinnvoll wird. Zusätzlich sollten Stadtbahnlinien ja auch ein verbindendes Element zwischen Stadtteilen untereinander sein.

Ab Paduaallee kann es mittelfristig zur Elsässer Straße gehen mit Anschluss in der Berliner Allee zur Stadtbahn Messe und danach auch in Richtung Industriegebiet Nord. Langfristig ist Ausbau bis Endhaltestelle Zähringen (Gundelfingen) denkbar. Für die Stadtbahn Messe besteht ohnehin schon die Option in Richtung Möbelhäuser und Gewerbegebiet Hochdorf. Verkehrstechnisch ergäbe sich auch eine gute Erschließung für das neue Stadions (zwei Linien aus unterschiedlichen Richtungen).

Die VAG hat heute nur einen Betriebshof und dessen Kapazitätsgrenzen dürfte bald erreicht sein. Wehe wenn die Zufahrt mal blockiert ist. Vorschlag wäre neue Betriebsanlage Industriegebiet Nord.

Warum gleichzeitig mit Dietenbach umsetzen?

Vermeindung von Kosten

Zu nennen sind erst mal Kosten, die nicht auftreten oder geringer sind, wenn der Ringschluss ohne Übergangslösung erfolgt. Beispiele:

  • Was heute in Dietenbach als Abzweig und Wendeplatz geplant ist, wird später mit hoher Sicherheit ein totes Gleis werden. Auch der Bau einer Wendeschleife könnte komplett entfallen. Beides sind (längerfristig gedacht) also schlicht Fehlinvestitionen.
  • Bei Verzicht auf dieses Gleis, kann der zugehörige Bereich mit einem anderen Charakter und Nutzen gesplant werden. Also höhere Qualität für den Stadtteil.
  • Einen Bedarf für neue Bus-Anschlüsse (ein Argument für die jetzige Steckenführung mit Wendeschleife) sieht der AFB nicht: die bereits vorhandenen Busanschlüsse (Rieselfeld, Haid und Lehen) dürften auch für den neuen Stadtteil Dietenbach ausreichen.
  • In den aktuellen Plänen ist als Verbindung nach Lehen nur eine Fuß- und Fahrradbrücke über den Autobahnzubringer vorgesehen: danach geht es auf Umwegen weiter über die Dreisam (Brücke an der Gaskugel). Eigentlich wäre auch eine weitere Brücke über die Dreisam sinnvoll und ist ja auch im zweiten Schritt vorgesehen. Beide Brücken gleichzeitig und kombiniert mit StraBa wäre sicher günstiger als zeitversetzt.
  • Bautätigkeiten im freien Gelände sind immer einfacher auszuführen und damit kostengünstiger. Speziell für die erforderlichen Brücken ist viel Erdmaterial erforderlich und das ist im Zuge der Aufschüttung des gesamten Geländes ganz sicher kostengünstiger zu bekommen als später.
  • Neben der Brücke über den Zubringer ist ein Parkhaus mit großem unterirdischen Energiespeicher geplant. Ein Brückenbau an der Stelle würde zu einem späteren Zeitpunkt besondere Schutzmaßnahmen erfordern (also Zusatzkosten).

Verbesserung Finanzierung durch Novellierung des GVFG

Der sofortige Bau vermeidet Kosten; gleichzeitig steigen seit Anfang des Jahres die Aussichten, eine stärkere finanzielle Unterstützung vom Bund zu erhalten. Denn der Bundestag hat am 30.01.2020 für das Gemeindeverkehrsfinanzierungesetz (GFVG) und das Regionalisierungsgesetz umfangreiche Aufstockungen der Bundesmittel beschlossen für Infrastrukturprojekte und den Betrieb des ÖPNV. Einzelne Punkte:

  • Bundesmittel zur Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs (GFVG) im Jahr 2020 verdoppelt gegenüber vorher, für 2021 ist weitere Erhöhung vorgesehen.
  • Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 werden ab 2025 die Mittel 2 Milliarden Euro jährlich betragen.
  • Neben dem Fördersatz, mit dem der Bund sich beteiligt, steigt auch die Größenordnung der unterstützten Infrastrukturprojekte.

Für Details siehe z.B. Dokumentation beim Bundesamt für Verkehr und Infrastruktur BMVI . Es ist zu erwarten, dass für den Ringschluss einige dieser Änderungen anwendbar werden.


In der Presse

Die bisherigen Ausbaupläne zum Straba-Netz bis 2030 in Freiburg sind ausführlich auf auf Freiburg.de bzw. im Amtsblatt vom 22. Mai 2020.

Quelle “Zeitung am Sonntag”

Unter dem Titel “Ende der Wendeschleife” berichtete die “Zeitung am Sonntag” über das AFB Positionspapier (17. Mai 2020, Seite 2). Zuvor war es auch schon Thema in der Badischen Zeitung, siehe dort auch Kommentar “Ringschluss-Idee: Keine Angst vor Visionen” (beides 15. Mai 2020).

Eine erste Reaktion auf das AFB-Positionspapier beschreibt die BZ am 20. Mai 2020  unter “Ringschluss prüfen“: Freiburger Fraktionen wollen Tram-Verlängerung bis Lehen prüfen.

Als Ergänzung frühere Artikel der Badischen Zeitung zum Thema:

Bitte beachten: für die BZ Berichte gibt es evtl. Einschränkungen beim Online-Zugriff.

 

 

 

 

 

Störche in Betzenhausen

Jetzt sind unsere Gäste auf dem Turm der St. Thomaskirche wieder live zu erleben über unsere Storchenkamera/WebCam. Vielleicht ja auch schön anzuschauen für Kinder, die jetzt durch die Corona-Krise zuhause bleiben müssen.

Um die Bilder der Störche zu erhalten, mussten wir die Kamera neu befestigen und mit einem stabilen Gehäuse versehen. Denn letztes Jahr hatten die Storch-Eltern unsere damalige Befestigung der Kamera bzw. das Regenschutzblech als Stehplatz entdeckt: so war am Ende alles verbogen. Hoffen wir mal, dass unsere neue Konstruktion den “Belastungen” in dieser Saison 2020 standhält.


Hintergründe

Mitte der 70er Jahre gab es in Baden-Württemberg nur noch 15 Weißstorch-Paare, der Bestand war seit Beginn der 50er Jahre kontinuierlich zurück gegangen. Im Jahr 2002 wurden aber dann schon wieder rund 200 Brutpaare gezählt, was etwa dem Stand der 50er Jahre entsprach. Heute sind es im ganzen Land über 600 Brutpaare.

Zu dieser schönen Entwicklung hat auch das Nest auf dem Turm der St. Thomas Kirche in Alt-Betzenhausen seinen kleinen Beitrag geleistet, siehe hier.

Alle weiteren Informationen, speziell über die Entwicklung im Breisgau, liefert der Verein Weissstorch Breisgau e.V..

Im Frühjahr und Sommer zeigt unsere Storchenkamera das Leben auf dem Turm der St. Thomas Kirche. Schauen Sie selbst….

Als Trost für die Herbst- und Wintermonate gibt es hier ein paar Impressionen aus den letzten Jahren.

10 Jahre Jugendzentrum CHUMMY

Seit in den 1960er Jahren der Stadtteil Bischofslinde gegründet wurde, gab es Bestrebungen aus der Bürgerschaft auch einen Treffpunkt für die Kinder und Jugendlichen zu gestalten. Zu Beginn wurden Jugendräume im Kellergeschoß des neugebauten Gemeindehauses von St. Albert angedacht. Mitte/Ende der 1970er Jahre gab es beim Bau der Matthäuskirche einen zweiten Anlauf, Räume für ein Jugendzentrum zu schaffen. Beide Vorhaben kamen zum damaligen Zeitpunkt jedoch leider nicht zustande.

So gab es vor etwa 20 Jahren, zum Zeitpunkt des ersten Freiburger Jugendrates, keine Einrichtung für die Jugend des Freiburger Stadtteils Betzenhausen-Bischofslinde. Sebastian Hammerich machte, als damaliger Jugendrat aus dem Stadtteil, gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Frau Petzold auf den großen Bedarf für ein Jugendzentrum aufmerksam.

Daraufhin machte der Bürgerverein die Einrichtung eines Jugendtreffs zu seinem Thema: Mit Vertreter_Innen aller für dieses Vorhaben relevanten Institutionen im Stadtteil wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, um einen geeigneten Standort zu finden und eine Konzeption zu entwickeln. Ende der 1990er Jahre wurde schließlich ein eigener Trägerverein gegründet und mittels eines Wettbewerbes an der Anne-Frank-Grundschule der Name „Chummy“ gefunden.

Der „Trägerverein von Chummy Jugendzentrum in Betzenhausen-Bischofslinde e.V.“, unter seinem damaligen Vorsitzenden Thomas Hammerich, organisierte in angemieteten Räumen der katholischen Kirchengemeinde St. Albert und der evangelischen Matthäus-Gemeinde die ersten Anfänge einer nicht kirchlichen, nicht gebundenen Jugendarbeit im Stadtteil. Die angebotene Tanzgruppe und die Offenen Treffs fanden rasch regen Anklang unter der jungen Zielgruppe. Diese „Übergangsphase“ dauerte schlussendlich jedoch fast 10 Jahre.

Einweihung Chummy am 23.07.2010

Erst als der Ältestenrat der Matthäusgemeinde sich dafür entschied, die Kellerräume der Matthäuskirche langfristig an den Chummy-Trägerverein zu vermieten, konnte das Chummy im Jahr 2009 dort einziehen und die Räume im Juli 2010 offiziell eröffnen (siehe Bild).

Spätestens seitdem ist das Chummy Jugendzentrum offizieller Teil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Freiburg und bietet Kindern und Jugendlichen, aus dem Stadtteil aber auch stadtweit, an fünf Tagen in der Woche eine Anlaufstelle und einen Treffpunkt.

Neben der Offenen Tür und geschlechterspezifischen Gruppenangeboten werden Tagesausflüge gemacht, Ferienbetreuungen angeboten und Ferienfreizeiten bzw. Hüttenwochenenden durchgeführt. Längst lässt sich nicht alles was bisher an Projekten und Aktionen durchgeführt wurde hier in Kürze wiedergeben. Wichtig ist jedoch:

Kindertreff kreativ

Bei alldem sollte und soll weder der Spaß noch die (informelle) Bildung zu kurz kommen! Genau das macht die Offene Kinder- und Jugendarbeit und mit ihr das Chummy zu etwas besonderem. Denn das Jugendhaus bietet eine Lern- und Erfahrungswelt, wie sie Kinder und Jugendliche heutzutage nur noch selten finden. Es gibt wenig vorgegebenen Inhalt, Regeln und Pflichten werden mit den Besucherinnen und Besuchern gemeinsam ausgearbeitet. So werden selbstbestimmte Möglichkeiten für die Persönlichkeitsentwicklung geschaffen.

Wer sich genauer über die pädagogische Arbeit und die dahinterstehenden Konzepte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit informieren möchte, kann dies auf der Website der AG OKJA (Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Freiburg) www.okja-freiburg.de  oder der AGJF (Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Baden-Württemberg) www.agjf.de  tun.

Nicht zuletzt bedarf es für eine gelingende Jugendarbeit oftmals einer Kooperation mit anderen Vereinen und Institutionen aber auch einzelnen Mitbürgern (aus dem Stadtteil). Daher möchten wir uns an dieser Stelle bei all denen bedanken, die uns in den vergangenen 10 Jahren in unterschiedlichster Art und Weise unterstützt haben und hoffen auch in den nächsten 10 Jahren auf so viele tolle Menschen zu treffen.

Michael Muschiol (Chummy Hausleitung)


Mehr über die Arbeit im Jugendzentrum ist auf der Homepage des Chummy zu finden, siehe www.chummy-jugendzentrum.de; oder einfach mal vorbeischauen in der Sundgauallee 31.

Hier zwei kleine Erinnerungen an die Umbau-Maßnahmen im Jahr 2010:

Gestaltung Aussenbereich

Streichaktion Thekenbereich

 

 

 

 

 

 

 

Und hier noch Eindrücke von den Räumen im Innenbereich heute.

Billiard-Raum

Hauptraum mit Theke

 

Corona-Virus

Die Entwicklungen zur Ausbreitung des Corona-Virus haben sich in den letzten Wochen überschlagen. Deshalb hier kurze Hinweise mit Bezug auf Betzenhausen.

Quartiersarbeit: Besonders Menschen, die zu einer der Corona-Risikogruppen gehören, müssen geschützt werden. Deshalb haben die Mitarbeiterinnen im Stadtteiltreff Angebote der Nachbarschaftshilfe zusammengestellt, die z.B. Einkäufe und weitere Besorgungen für diese Personengruppen übernehmen. Auch Einzelhändler aus Betzenhausen-Bischofslinde, die Lieferdienste anbieten, werden dort geführt. Bitte auf das Schaufenster des Stadtteiltreffs achten oder telefonisch nach dem aktuellen Stand fragen (Tel. 0761/89 75 83 15).

Die Evangelische Pfarrgemeinde West hat eine Telefon-Nummer eingerichtet für Mitbürger, die Unterstützung benötigen (z.B. ältere Menschen oder Menschen in Quarantäne), Telefon 0761/276642.

Der Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde ist seit dem 13. März für Besucher geschlossen; vorerst entfallen ALLE Veranstaltungen. Weitere Informationen werden im Schaufenster des Stadtteiltreffs ausgehängt (Am Bischofskreuz 4). Telefonisch und per Mail sind die Mitarbeiterinnen aber weiterhin zu erreichen: insbesondere auch zu den Sprechzeiten (Tel. 0761/89 75 83 15).

Auch Gruppen können die Räume des Stadtteiltreffs NICHT mehr nutzen. Das gilt auch für den Bürgerverein: insbesondere die Einladung zum Gespräch am 1. Samstag eines Monats entfällt bis auf weiteres.

Cafe und mehr” am Dienstagnachmittag findet vorerst nicht mehr statt.

Veranstaltungen / Termine auf unserer Homepage und im letzten Bürgerblätte sind NICHT auf die aktuellen Entwicklungen zur Eindämmung des neuen Virus-Typs abgestimmt. Aufgrund der aktuellen Versammlungsverbote gehen wird davon aus, dass keine der genannten Veranstaltungen stattfindet.

Zentrale Absagen:

  • Vorstellung der Umbaumaßnahmen Betzenhauser Torplatz (14. Mai) enfällt
  • Das Stadtteil-Fußball-Turnier des SC Freiburg (24. Mai) entfällt

Generelle Informationen

Die Stadt Freiburg hat das Portal www.freiburghaeltzusammen.de ins Leben gerufen als neues Stadtnetzwerk #fhz. ins Leben gerufen. Es soll insbesondere in der Corona Nachbarschaftshilfe helfen und vermitteln: hier können Helfende und Hilfesuchende zueinander finden (gegliedert nach Stadtteilen, es liegt also insbesondere Priorität auf der lokalen Ebene).

Aktuelle Informationen zur Gesamt-Situation in Freiburg (z.B. zu Verhaltensregeln, Absage von Veranstaltungen, Schulschliessungen) gibt es auf der Homepage der Stadt-Freiburg. Die Badische Zeitung hat einen frei zugänglichen Newsblog eingerichtet, in dem neuesten Nachrichten zu Corona verfügbar sind. Und hier gibt es die aktuellen Informationen der Bundesregierung. Die häufigsten Fragen zum Coronavirus (COVID-19) und zugehörige Anworten finden sich beim Robert Koch Institut.

Der AGJ-Freiburg hat ein gutes Papier zum Thema Elternwissen in Zeiten von Corona veröffentlich; im folgenden link gibt es mehr dazu.

Warnung der Polizei

Die Corona Krise bringt es leider mit sich, dass auch Betrüger versuchen werden, hilfsbedürftige und schwache Menschen im „Windschatten“ der Krise zu betrügen. Aus diesem Grunde hier im Anhang einige Hinweise der Polzei für Hilfesuchende: Nachbarschaftshilfe, Hilfe annehmen? Aber sicher!

 

 

 

 

 

 

 

Abschied von Rolf Abendschein

Abschied von Rolf Abendschein 1934 – 2020

Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde trauert um seinen langjährigen
Ersten Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Rolf Abendschein.

Abendschein, Rolf

Für die bisher längste Zeit als erster Vorsitzender, nämlich 18 Jahre, war Rolf Abendschein im Bürgerverein für die Belange der Bürgerschaft in unserem Stadtteil ehrenamtlich tätig.

Eine so lange Amtszeit als erster Vorsitzender ehrenamtlich zu bewältigen, gebührt unserer aller Respekt. Während dieser langen Zeit als Vorsitzender hat Rolf Abendschein die Entwicklung des Stadtteils entscheidend mitgeprägt.

1934 in Stockach geboren, zog er mit seinen Eltern während des Krieges nach Bernau und später nach Hugstetten.

1964 zog Rolf Abendschein in unseren Stadtteil, wo er als einer der ersten im Stockmattenweg gemeinsam mit seiner Frau ein Haus baute.

Zwei Jahre nach seinem Zuzug in den im Aufbruch befindliche Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde, wurde er 1966 Mitglied unseres Vereins bis zu seinem Tod. Rolf Abendschein hat durch seinen Beruf als gelernter Zimmermann, Dipl.-Ing. (FH) und Architekt die besten Voraussetzungen mitgebracht, um den Bürgerverein mit seinem Fachwissen zu unterstützen und zu leiten.

1987, ein Jahr nach der Landesgartenschau am Seepark, wurde er als Nachfolger von Herrn Willy Kapp als Erster Vorsitzender gewählt. Rolf Abendschein war somit bereits sehr intensiv mit den Vorbereitungen und der Durchführung dieses stadtteilprägenden Großereignisses tätig.

In seine Amtszeit fielen viele große weitere Themen, wie der Bau des Bürgerhauses und deren anschließenden Verwendung. Der Auftakt zu den alljährlichen Seenachtsfesten, bei denen in den Anfangszeiten die angrenzenden Bürgervereine involviert waren und der Bau der Paduaallee mit seinem Einsatz für einen besseren Lärmschutz. Während seiner Amtszeit wurde das Projekt für ein Jugendzentrum (= Chummy) und die Fusion der „Eintracht“ mit den „Sportfreunden“ initiiert und begleitet.

Durch seinen beruflichen Hintergrund verstand er es, bei der Stadtverwaltung die stadtteilbezogenen Themen zu unserem Wohl vorzubringen und deren Umsetzung zu betreiben. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und seiner hervorragenden Verbindungen war er auch in der Stadtverwaltung ein angesehener Gesprächspartner.

Es gibt nur noch wenige Vorstandsmitglieder, die gemeinsam mit Rolf Abendschein im Vorstand gearbeitet haben. Trotz allem ist uns „Neulingen“ der Name ROLF ABENDSCHEIN ein Begriff. Er hat den Bürgerverein und das Geschehen im Stadtteil während seiner Amtszeit entscheidend mitgestaltet.

Nach Vollendung seines 70. Lebensjahres wollte Rolf Abendschein sich endgültig zur Ruhe setzten, weshalb er im Jahr 2005 das Amt als langjähriger Erster Vorsitzender übergab. So lange es seine schwere Krankheit zuließ, hat er das Geschehen des Bürgervereins mitverfolgt und kam auch regelmäßig zu allen Veranstaltungen des Vereins.

Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde verliert mit Rolf Abendschein einen engagierten und sympathischen Ehrenvorsitzenden. Wir wünschen seiner Frau, seinen Kindern und den Angehörigen in dieser Zeit des Abschieds viel Kraft und Trost.

In großer Dankbarkeit werden wir ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Für den Vorstand des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde.

Beate Diezemann
Erste Vorsitzende

 

10 Jahre Bauernhoftiere für Stadtkinder

Im Mai 2020 gibt es Bauernhoftiere für Stadtkinder e.V. seit genau zehn Jahren!

Hier der Beitrag aus dem Bürgerblättle 261 Ausgabe April / Mail 2020


Seit 2010 bieten wir qualifizierte tiergestützte Pädagogik und Naturpädagogik für Kinder an, haben viele Kooperationen mit Schulen und Kitas durchgeführt, Kindergruppen angeboten, unzählige Kontakte geknüpft. Vor allem haben wir viele, viele Kinderaugen durch Tierkontakt, Naturerlebnis und die Erfahrung der „Selbstwirksamkeit“ zum Leuchten gebracht und ihre Herzen höher schlagen lassen.

Seit zehn Jahren kämpfen wir unermüdlich für die ökologische Aufwertung und die langfristige Erhaltung des Gewann Obergrüns als Naherholungsgebiet und Naturerlebnisraum, schreiben Briefe, Berichte, Artikel, setzen uns mit Stadtverwaltung und Gemeinderat auseinander.

Begonnen hatte es 2010 alles mit den Ziegen Tiffi und Lorenz und vier zahmen Hühnern. Inzwischen leben sage und schreibe 28 Bauernhoftiere im Gewann Obergrün. Zu den Ziegen kamen 2011 vier Schafe hinzu, inzwischen sind es acht (Molly, Wanda, Susa, Lotte, Lullu, Katja-Vanille, Bella und Pünktchen). Wir begannen einzelne Flurstücke in der verbrachten Wiesenlandschaft zu pachten und diese mit den Ziegen und Schafen zu beweiden. Im Jahre 2012 kam der erste Esel Otto dazu. Bald darauf der zweite, der Esel Jakob.

Wir begannen, mit Unterstützung der Familie Pleuger, unsere Landschaftspflege auf die Wiesen- und Weideflächen Richtung Sonnland auszuweiten. Im Jahre 2013 haben wir dort gemeinsam zum ersten Mal selbst Heu gewonnen. Was für ein Erlebnis für Groß und Klein! Seitdem heuen wir regelmäßig selbst und produzieren wertvolles Futter auf den wertvollen Wiesen direkt vor Ort. Apropos Erlebnis: 2012 wurde der GEO-Tag der Artenvielfalt unter Leitung der Ökostation im Gewann Obergrün durchgeführt. Das hatte der Stadtverwaltung gar nicht gefallen, war doch damals der Tenor aus dem Rathaus, das Obergrün sei keine ökologisch wertvolle Fläche. So war dies bis heute auch der erste und einzige Geo-Tag, an dem kein Freiburger Bürgermeister ein Grußwort sprach. Das machte uns aber nichts. Viele große und kleine Forscher hatten innerhalb weniger Stunden über 600 Tier- und Pflanzenarten gefunden, trotz windigem Wetter. Heute ist die ökologische Wertigkeit der Fläche im Rathaus bekannt. Es gibt hier wertvolle Magere Flachlandmähwiesen, strukturreiche Weiden, Wäldchen, zahllose Insekten, Zauneidechsen und viele Vogelarten. 2019 brütete sogar der Neuntöter hier. Wir haben inzwischen einen Großteil der Flächen gepachtet, werten diese in aufwendiger Wechselweide ökologisch auf und stehen in konstruktivem Austausch mit der Stadtverwaltung.

Doch zurück zu den Tieren: 2014 wurden die Schweine Nelly und Franz angeschafft, 2015 die Kühe, damals Konrad, Rita und Fridolin. Heute sind noch Rita und Adelheid da. Seit 2016 gibt es wieder Pferde und Ponys im Gewann Obergrün, wie schon früher, als die Familie Pleuger auf den Wiesen ihre Trakehner-Pferde weiden ließ. Es war uns immer wichtig, an Vorhandenes anzuknüpfen. Unsere Großpferde Nando (Freiberger) und Nero (Appaloosa) weiden mit den Shettys Rasputin und Fedor.

Es gab immer auch Wechsel und Abschiede. Vor allem bei den Hühnern und bei den Kaninchen gibt es naturgemäß immer wieder Verluste und Neubeginne. Aktuell lebt bei uns das Deutsche Riesen-Kaninchen Kurt mit dem Widder-Zwergkaninchen Pumpernickel. Unsere Hennen heißen Schneewittchen, Frau Holle, Lovis, Olga und Uschi und werden von dem verschmusten Zwerghahn Gustav begleitet. Er liebt es, von Kinderhänden vorsichtig gestreichelt zu werden.

Es ist so viel geschehen in den vergangenen zehn Jahren, es lässt sich nicht alles niederschreiben. Positives wie Negatives, es gab ruhige und sehr aufregende Jahre. Vor allem die Bautätigkeiten haben uns stets umtrieben und werden dies wohl auch zukünftig. Davon lassen wir uns jedoch nicht unterkriegen. Wir betreiben den Verein hauptsächlich ehrenamtlich neben unseren Berufen und unseren Familien, es ist tatsächlich viel Arbeit. Wir sind aber glücklich und dankbar, in unserem geliebten Stadtteil die Möglichkeit zu haben, in Zeiten von Naturentfremdung und Artensterben tätig sein zu können und etwas an die Gesellschaft und die Natur zurückgeben zu können.

Es lässt sich abschließend sagen, dass unser Verein ebenso wächst und gedeiht wie unser Tierbestand. An dieser Stelle wollen wir uns ganz, ganz herzlich bei unseren Mitgliedern und Mitbürgern bedanken, die uns in der Vergangenheit durch ihre Mitgliedsbeiträge, Geld- oder Sachspenden, Mithilfe bei der Tierversorgung oder Aktionstagen, netten Zaungespräche und positiven Worte unterstützt haben! Ohne Sie und Euch wäre uns dies alles nicht möglich gewesen! Danke! Wir freuen uns auf die nächsten zehn Jahre mit Ihnen und Euch!

Cora Geigenbauer und Kerstin Geigenbauer

Neugestaltung Betzenhauser Torplatz

Der Termin Do, 14. Mai, um 17 Uhr entfällt wegen Coronavirus!

Anlässlich des diesjährigen Tages der Städtebauförderung war ein öffentlicher Rundgang über den Betzenhauser Torplatz angekündigt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung wollten die aktuellen Planungen zur Umgestaltung des Platzes vorstellen, Fragen beantworten und informieren über das weitere Vorgehen informieren.

Rückblick

Das Sanierungsgebiet Betzenhausen-Bischofslinde wurde 2012 in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Seither hat die Stadt im Rahmen ihres Zentren-Aktivierungs-Konzepts (ZAK) Teile der Sundgauallee und den Platz am Bischofskreuz neu gestaltet. Dies geschah mit Unterstützung durch Fördermittel von Bund und Land. Nach Zustimmung des Gemeinderates beginnt noch diesen Herbst die Umgestaltung des Betzenhauser Torplatzes. Bei zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen des ZAK konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger bereits ihre Ideen einbringen.

Mehr zum Tag der Städtebauförderung steht auf www.tag-der-staedtebaufoerderung.de.

Autor: Stadt Freiburg

Gaskugel auf Baden TV

Das ist schon eine kleine Erwähnung wert: in einem kurzen Fernsehbeitrags hat Baden TV zum aktuellen Stand der Gaskugel berichtet. Der Sendebeitrag wurde am 21. Febr. ausgestrahlt und ist wahrscheinlich für drei Monate online verfügbar.

Siehe hier: www.baden-tv-sued.com/neue-nutzung-der-gaskugel-wird-wohl-realistischer/

Alle weiteren Hintergründe gibt es wie bisher schon in unserem Beitrag hier: www.betzenhausen-bischofslinde.de/gaskugel/

30 Jahre Japanische Garten

Der Japanische Garten am Seepark ist ein Geschenk der Partnerstadt Matsuyama an die Freiburger Bevölkerung. Er wurde geplant vom japanischen Gartenarchitekten Yoshinori Tokumoto, der ab Herbst 1989 mit drei japanischen Gärtnern an dem Garten arbeitete. Von Freiburger Seite halfen damals bis zu zehn Gärtner, die bei der Gelegenheit die spezielle Technik der Garten-Pflege erlernten (z.B. Schneiden, Schienen und Binden der Gehölze). Der Garten hat eine Größe von 3.500 m² und wurde am  05. Mai 1990 feierlich eröffnet (also haben wir jetzt einen runden Geburtstag).

Zum Hintergrund: Matsuyama ist seit Oktober 1988 Partnerstadt von Freiburg. Eine Stadt im Süden Japans, mit einer halben Millionen Einwohnern, touristisch attraktiv wie Freiburg: vielleicht sogar die Wiege der Japanischen Bade-Kultur. Mit dieser Partnerschaft entstanden regelmäßige Austauschprojekte zwischen beiden Städten: Bürgerreisen ca. alle zwei Jahre, gemeinsame Musik-Veranstaltungen, Schüleraustausch (etwa beim Goethegymnasium) und auch der SC Freiburg hat einen Freundschaftsvertrag mit dem FC Ehime dort. Und auch in Fragen des Umweltschutzes ist man in fruchtbarem Austausch, denn Matsuyama soll nach der Katastrophe von Fukushima als Modellstadt für erneuerbare Energien und Umweltschutz werden. Und noch eine Gemeinsamkeit: in Matsuyama gibt es den  Freiburger-Garten mit einer Element, das an die Spitze vom Freiburger Münster erinnern soll (ein Geschenk aus Freiburg).

Japanische Gärten können sehr unterschiedlich sein und Regionen Japans haben sogar eigene Stile: naheliegend, dass der Garten in Freiburg stark dem Matsuyama-Stil entspricht. Typisch für einen Japanischen Garten ist, dass Szenen einer Landschaft zusammengefasst werden auf kleiner Fläche. In Freiburg ist es ein Wasserlauf, der von der Quelle in den Bergen über einen Wasserfall und Fluss zum Meer fliest (hier Flückigersee). Alles genauestens geplant: nichts überlässt der Architekt dem Zufall. Ein Japanische Garten lebt von den Formen der Steine, der Pflanzen, den Wasserstrukturen, aber auch von der Ruhe und Beschaulichkeit als wesentliches Element.

Auf uns wirkt diese Garten-Kultur manchmal wie eine zu groß geratene “Bonsai-Landschaft”: ist doch diese Art des Schneidens von Bäumen der europäischer Garten-Welt eher fremd. Aber gerade diese Fremdartigkeit läd auch wieder ein zu Besinnlichkeit und stiller Meditation (gut dass es einen aufregenden Kinder-Spielplatz schon einige Hundert Meter weiter gibt).

Sicher ist die Pflege dieses Gartens teurer als die einer normalen Gartenanlage, aber im Sinne der Partnerschaft mit Matsuyama wird es hoffentlich weiter gelingen, das Geschenk gut zu behandeln. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Mitarbeiter des GuT, die mit Engagement versuchen, die Ideen des Gartens wach zu halten. Wahrscheinlich ist es der am besten gepflegte städtische Park in Freiburg. Aber leider gab es auch immer wieder Vandalismus: die BZ berichtete schon vor Jahren darüber, auch wir haben im letzten Jahr zu mehr Achtsamkeit aufgerufen im Bürgerblättle. Und leider plätscherte auch das Wasser in den vergangenen Jahren nicht immer über die Granitblöcke: für die Sommersaison wird regelmäßig ein Sponsor gesucht, der die Kosten z.B. für die Umwälzpumpe trägt.

Herr Tokumoto (er ist inzwischen verstorben) kam anfangs einige Male zurück nach Freiburg, um sein Kunstwerk wieder zu sehen und dann und wann auch wieder Rat zu erteilen, wie und wann Bäume oder Sträucher zu schneiden sind. Gelegentlich waren auch Freiburger Baumschulgärtner in Japan, um in sich in der Kunst weiter zu bilden und Anregungen mitzunehmen.

Die „Deutsch-Japanische Gesellschaft Freiburg Matsuyama e. V.“ feiert jährlich im Mai ihr Frühlingsfest „Kodomonohi“ am Garten bzw. im Bürgerhaus. Vorführungen, Ausstellungen und Workshops bieten Gelegenheit, Einblick in die japanische Kultur zu nehmen. In diesem Jahr soll das Fest am 3. Mai stattfinden; für mehr Infos siehe: www.djg-freiburg.de.

Schon gewusst? Im Japanischen Garten wurde vor wenigen Jahren einen Bank aus Bambusholz aufgestellt, die in Matsuyama gefertigt worden war. Und auch weitere Partnerstädte sind mit Bänken in ihren jeweils eigenen Stil vertreten (Besançon, Guildford, Innsbruck): diese Bänke stehen vor dem Eingang zum Bürgerhaus.

Haben Sie vielleicht Lust auf eine 360 Grad Aufnahme vom Japanischen Garten? (aber auch das kann einen eigenen Besuch nicht ersetzen…).