Zur Geschichte des Bürgerblättle

Das Stadtteil-Magazin des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde

Mitglieder des Bürgervereins (bzw. des vorherigen Ortsvereins) konnten in früheren Zeiten nur durch Rundschreiben vom Vorstand informiert werden. Um diese Situation zu verbesseren, entstanden in den 1950-ger Jahren die Lokalnachrichten von Freiburg – West, denen sich auch der Ortsverein Betzenhausen anschloss. Unter dem Namen „Lokalnachrichten  aus Freiburg- West und Betzenhausen“ wurden regelmäßig Themen aus Betzenhausen angesprochen (bekannt ist z.B. ein Bericht zur Einweihung der Gedenkstätte für Gefallene an der St. Thomas Kirche).

Im Jahr 1975 begannen Überlegungen, ob ein eigenes Blatt nicht besser den wachsenden Erfordernissen gerecht wird. Die Umsetzung dieser Idee in die Tat ging dann recht schnell: zum Neujahrsempfang Januar 1976 durfte der damalige Vorsitzende Willy Kapp das erste Exemplar des „Bürgerblättle“ für Betzenhausen-Bischofslinde vorstellen (siehe Abbildung). Zitat aus seinem Einleitungstext:

Ziel und Zweck eines solchen Blattes soll es sein, die beiden Ortsteile enger miteinander zu verbinden, daß sie mit der Zeit zusammenwachsen mögen und so die Zusammenhörigkeit vertieft wird. Da das Gebiet Betzenhausen-Bischofslinde heute ca. 2400 Wohnungen umfaßt, wäre es nach Ansicht des Bürgervereins an der Zeit, unseren Mitbürgern mit zeitnahen Beiträgen aus dem Ortsgeschehen und aus den Vereinen und kirchlichen Institutionen, die in unserem Gebiet ansässig sind, zu informieren.
Die Herausgabe des Bürgerblättle ist nur mit Unterstützung der Betriebe und Firmen möglich, die durch ihre Inserate die Kosten finanzieren. Wir bitten Sie daher, liebe Mitbürger, diesen Geschäften Ihre Aufmerksamkeit zu schenken und sie bei Ihren Einkäufen zu berücksichtigen.“

Zur vierten Ausgabe gab es dann schon ein kleines ‚Resümee‘ von Bernhard Wolk, der anfangs die Redaktion übernommen hatte:

„Die ersten drei Ausgaben fanden vielfach freundliche Zustimmung, wofür gedankt wird. Es gibt, wenn auch wenige, kritische Äußerungen, vor allem dreierlei:
(1) Das „Bürgerblättle“ enthalte zu viele Annoncen.
(2) Das „Bürgerblättle“ enthalte zu wenig Berichte aus dem Stadtteil Bischofslinde.
(3) Auf ein gelegentliches süffiziantes Lächeln über den Titel „Bürgerblättle“ braucht wohl nicht näher eingegangen zu werden.

Vor allem der letzte Punkt hat uns wohl die ganzen Jahres begleitet.

Dar Bürgerblättle erschien in den ersten Jahren monatlich und hatte meistens 8 Seiten. Nach sechs Jahren dann eine kritische Phase und Pause: „Aus verschiedenen Gründen ist das Bürgerblättle seit Januar 1982 nicht mehr erschienen, was vielfach als Mangel empfunden wurde.“ schrieb Willy Kapp im September 1983 aus Anlass des Wiedererscheinens. „Dem Bürgerblättle wünscht der Vorstand viel Erfolg“. Diese guten Wünsche haben geholfen, wie wir heute wissen.

Bis 1985 führte Bernhard Wolk die Redaktion weiter, gefolgt von Elisabeth Schumann, die diese anspruchsvolle Aufgabe auch wieder ehrenamtlich übernahm (wie auch alle Nachfolgenden). In den 1990-Jahren wurde das Bürgerblättle umfangreicher und zeitweise umgestellt auf eine Ausgabe je Quartal. Ab 1995 folgte Nico Bischler in der Redaktion: in der Zeit war das Bürgerblättle immer noch „schwarz/weiss“ und das Layout wurde noch geklebt.  Aber Rolf Abendschein als damaliger Vorsitzender gab „grünes Licht“, für eine Erneuerung und zeitgemäße Gestaltung. Gleichzeitig wurde der Computer zum zentralen Werkzeug der Redaktion.

In letzten beiden Jahrzehnten haben verschiedene  engagierte Bürger verantwortlich für das Bürgerblättle gearbeitet, z.B. Matthias Woelke, Roland Kreutner, Harald und Christian Albiker, Dr. Thomas Hammerich, sowie Nico Schulze.  Heute ist Cathrin Caspari verantwortlich für das Layout. Sie alle haben das Bürgerblättle geprägt und weiterentwickelt.

In dieser Zeit gab es mehrmals Anlass für Sonderausgaben, z.B. zum Stadtteiltag der Landesgartenschau im Juni 1986, zum Jubiläum „25 Jahre Bischofslinde“ und „100 Jahre Lokalverein Betzenhausen“. Sehr viele Inhalte lieferte dazu Harald Albiker sowie der Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde.

Das Bürgerblättle hat heute durchschnittlich 32 Seiten und eine Auflage von 7.500 mit durchgängig farbiger Gestaltung. Es erscheint alle zwei Monate. Im Sommer 2018 erschien die 250-te Ausgabe (wobei die Ausgaben der ersten Jahre bei der Nummerierung vermutlich übersehen wurden).

Herausgeber des Bürgerblättle ist bis heute der Bürgerverein: von dessen Arbeit zu berichten ist nach wie vor ein zentrales Anliegen. Das Bürgerblättle bietet aber darüber hinaus auch anderen Vereinen, Institutionen und Kirchen im Stadtteil, die Möglichkeit ihre Anliegen zu beschreiben und z.B. auch über Termine und Veranstaltungen zu informieren. Trotz Internet scheint diese Form der Kommunikation immer noch wichtig zu sein.

Redaktionelle Aufgaben und die Betreuung der Anzeige-Kunden sowie Werbegestaltung sind heute in getrennten Händen (Werbe-Kunden wenden sich bitte an die Agentur Klaus Faist).

Seit etwa 10 Jahren steht neben der gedruckten Ausgabe des Bürgerblättle auch eine PDF Version zur Verfügung. In unserem Online-Archiv sind diese Ausgaben abrufbar.

Die jeweils aktuelle Ausgabe kann man auch direkt online lesen.