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Ausstellung “Blickpunkt Mooswald”

Die Fotoausstellung “Blickpunkt Mooswald” ist vom 29. August bis zum 26. September in der Sparkasse Mooswald zu sehen (Elsässer Straße 54).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist eine eindrucksvolle Sammlung an Fotos, die Helmut Schiemann zusammengestellt, um die Vielfalt und Schönheit des Mooswalds zu zeigen.

Geschichte der Gaskugel

Die Gaskugel gehört zum Stadtbild von Freiburg; es ist ein Wahrzeichen von Betzenhausen bzw. des gesamten Freiburger Westens. Zitat Joachim Röderer (BZ): „Wenn man nach Urlaubsreisen und langer Rückfahrt heimkehrt, ist man gefühlt erst dann wirklich wieder zurück in Freiburg, wenn man die Gaskugel passiert hat.“

Bauphase

Anfang der 1960-er Jahre sah die Stadt Freiburg, dass der Übergang zum Gas als Energie-Träger ein gewisses Speichervolumen vorort erfordert. Das Gas selbst kam ja durch überregionale Druckleitungen vom Rheintal nach Freiburg: insofern schien das heutige Gelände an der Dreisam ideal für den Zwischenspeicher. Allerdings war das Gebiet eigentlich als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen: also gab es kurzfristig Anpassung im Gemeinderat.  Schon aus diesem Grunde fühlten sich die Betzenhausener überrumpelt von den Planungen der Stadt. Auch der damalige Ortsverein Betzenhausen als Vorgänger des Bürgervereins war wenig begeistert.

Vor allem gab es auch Ängste, welche Gefahren von diesem “Ungetüm” ausgehen könnten: in Zeiten des kalten Krieges waren es vor allem die Auswirkungen eines Bombenangriffs, die man fürchtete. Folglich galt es als “Zumutung, dass die Bewohner von Betzenhausen den Gasgeruch einatmen oder in einem Katastrophenfall elendiglich zugrunden gehen müssen”.

Aber am Ende wurde doch gebaut. Im Oktober 1964 war Einweihung durch den damaligen Oberbürgermeister Dr. Eugen Keidel. Er taufte das Bauwerk auf den Namen “Gaskugel Freiburg”. Technische Merkmale: die Kugel hat eine Spannweite von 32 Metern, die Aussenwand ist 3 cm dick. Das Bauwerk ist insgesamt 35 Meter hoch und kann 20.000 m3 Gas aufnehmen. Direkt neben der Gaskugel ist ein Übergabestation, welche u.a. den Gasdruck so absenkt, wie es für Lieferung an Endverbraucher (z.B. Haus-Gasheizung) erforderlich ist.

Weitere Hintergründe und Bilder, insbesondere auch zum Bau, beschreibt Nico Bischler in der Festschrift zu „100 Jahre Betzenhausen bei Freiburg 1908 – 2008“ (siehe www.kuge-freiburg.de/gaskugel-betzenhausen)

Betrieb über 54 Jahre

Sowohl der Gasspeicher (die sichtbare Kugel) als auch die Gasdruckregelanlage fielen unter den Anwendungsbereich der Störfallverordnung, regelmäßigen Prüfungen durch technische Sachverständige waren also vorgeschrieben (in diesem Fall TÜV Süd). Für Details siehe zugehörige Sicherheitshinweise von bnNETZE für die Anwohner (dort aufgeführt sind auch viele techn. Hintergründe).

Aber die Kugel (bzw. das enthaltene Gas) wurde in dieser Zeit von den Anwohner sicher nicht als ständige Gefahr betrachtet. Es konnte dort sogar gefeiert werden, zuletzt im Okt. 2017 bei einem Familiennachmittag mit Infos zur Anlage und Führungen. Wer Lust hatte, durfte per Hubsteiger sogar von oben einen Blick auf die fast 40 Meter hohe Kugel werfen (“Gaskugel zum Anfassen”, siehe Bürgerblättle 246 mit historischen Bildern zum Bau).

Betriebsende Juli 2019

Im Juli 2019 das Betriebsende: die Bedeutung als Reservespeicher für Freiburg war im Laufe der Jahre immer weiter zurück gegangen, da Erdgasnetze heute überregional miteinander verbunden sind und darüber auch Spitzen abgefangen werden. Die Menge an Gas in der Kugel wäre im Bedarfsfall in weniger Stunden aufgebraucht worden (stattdessen nutzt man heute Gasreserven in grossen, unterirdischen Lagern). Letztendlich war ein wirtschaftlicher Betrieb laut Badenova Tochter bnNETZE nicht mehr gegeben.

Gas ist also zukünftig dort nicht mehr gespeichert. Die Gasdruck-Regel- und Messanlage im Gebäude neben der Kugel bleibt aber erhalten und wird in diesem Zuge erneuert (ab 2020).

Laut Perspektivplan liegt die Gaskugel in einer Entwicklungsfläche J, die nur für Sport, Gärtnern und Naherholung vorgesehen ist. Im Umfeld gibt es Schrebergärten und die letzten Streuobstwiesen von Betzenhausen.

Seit Dezember 2019 steht die Gaskugel als Industrie-Wahrzeichen unter Denkmalschutz.

Die Zukunft der Gaskugel

Gleich nach Betriebsende hat sich in Betzenhausen eine Initiative gegründet, die sich für den Erhalt der Gaskugel einsetzt (beteiligt sind u.a. der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde e.V., der Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Stadtbild e.V.). Innerhalb kürzester Zeit fanden sich viele Unterstützer für die Initiative.

Ziel: „Wir wollen die Gaskugel als Industriedenkmal erhalten, sie aber nicht einfach leer stehen lassen, sondern neu nutzen“, sagt die Vorsitzende des Bürgervereins, Beate Diezemann. Die drei Institutionen haben einen Arbeitskreis gegründet und ein „sanftes“ Nutzungskonzept entwickelt, wie sie erläutert. Es sieht vor, dass die Gaskugel als solche erhalten bleibt, ebenso der Park mit dem alten Baumbestand. „Wir wünschen uns hier einen lebendigen Treffpunkt für alle Freiburger/innen, mit einem Gartencafé, das an die Kugel angedockt werden könnte.“

Ein solcher Treffpunkt fehlt bislang im Freiburger Westen, obwohl die Gaskugel inmitten des beliebten Naherholungsgebietes an der Dreisam und gegenüber dem Dietenbachsee liegt. Hier führen gleich drei überregionale Radwege vorbei. Die Arbeitsgemeinschaft wünscht sich ein niedrigschwelliges und familienfreundliches Gartencafé, das zur Dreisam hin ausgerichtet ist und v. a. Spaziergänger/innen und Fahrradfahrer/innen anlocken soll. Schließlich befindet sich die Gaskugel an der Schnittstelle von vier Stadtteilen und ist von diesen fußläufig zu erreichen: Sie steht im Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde, grenzt im Norden an Lehen, im Westen an Rieselfeld bzw. den neuen Stadtteil Dietenbach und im Süden an Weingarten.

„Die Kugel ist in ihrer einmaligen Lage, mit ihrer markanten Form, ihrer Größe und ihrer Geschichte für ein Ausflugsziel geradezu prädestiniert“, resümiert die Kunsthistorikerin Dr. Heike Piehler, die das Konzept verfasst hat. „Aber es wäre bedauerlich, ein solch grandioses Kugel-Bauwerk nicht auch von innen erleben zu können. Wir würden sie gern zugänglich machen, zumindest für kleinere Besuchergruppen und zu Zeiten, in denen es klimatisch möglich ist.“ Gedacht ist an ein möglichst pures Raumerlebnis, mit Licht- und Toninszenierungen und verschiedenen kleineren Veranstaltungsformaten, die dem besonderen Raum Rechnung tragen können. Denn in der Kugel eröffnet sich eine spektakuläre Klangwelt mit einer einzigartigen Akustik – ganz ohne technische Ausstattung.

Der aktuelle Stand zu diesem Projekt ist hier zu finden.

 

St. Thomas Kirche

Es ist vermutlich das älteste noch erhaltene Gebäude in Betzenhausen: die schöne Barockkirche St. Thomas. Eine Betzenhauser Ortskirche wird erstmals 1447 erwähnt. Sie dürfte aber noch nicht viel mit dem heutigen Bau zu tun gehabt haben; der ist vermutlich um 1600 entstanden und urkundlich erwähnt bereits 1608.  Seit 1768 hat die Kirche ihre heute bekannte Gestalt und Größe (eine Arbeit von Johann Baptist Häring).

Bei der Bombadierung 1944 erlitt die Kirche grossen Schaden: offensichtlich gab es sogar die Meinung, ein Abriß sei die richtige Lösung. Es ist zu einem großen Teil das Verdienst von Stadtpfarrer, Konrad Fuchs, dass es zum Wiederaufbau in kleinen Schritten kam (zwischen 1954 und 1969). Eine zweite Phase der Renovierung begann 1978, die dann zur Landesgartenschau 1986 abgeschlossen werden konnten.

Eine große Aufwertung erhielt die Kirche 1977, als es gelang einen vorher kaum noch beachteten Hochaltar zu erwerben, der früher zum Benediktinerkloster Schuttern gehörte. Vor allem dieser Altar aus Stuckmamor mit Skagliola-Arbeiten gibt der Kirche heute ihren barocken Glanz.

Die Orgel in der Kirche ist eine der ältesten in Freiburg (gebaut Anfang des 19. Jahrhunderts vom Hugstetter Orgelbauer E. Stadtmüller).

Der Brunnen vor der Kirche ist ein Geschenk der Stadt Freiburg aus Anlass der Eingemeindung von Betzenhausen im Jahr 1908 und ist Zeichen für den damaligen Wunsch, Anschluss an die Wasserversorgung von Freiburg zu erhalten.

Der Platz vor der Kirche wurde im Jahr 1984 neu gestaltet (z.B. mit Kopfsteinpflaster) und bekam auch da erst seinen Namen “St. Thomas-Platz“. Der Platz rund um die Linde – zusammen mit der Kirche und dem umgebenden Friedhof – prägt seither den Dorfkern von Alt-Betzenhausen. Durch Fertigstellung der Westrandstrasse (Paduaallee) war damit endgültig die Dietenbachstr. vom Durchgangsverkehr befreit. Die Neueröffnung wurde mit einem besonderen Bürgerhock gefeiert unter Beteiligung des Bürgervereins und vieler anderer Vereine im Stadtteil (so der Bericht im Bürgerblättle Aug. 1984). Der Bürgerhock wurde auch in vielen nachfolgenden Jahren hier gefeiert, später dann auf dem Betzenhauser Torplatz.

Die Kirchengemeinde Hl. Familie begann 2015 (trotz knapper Kassen) die Fassade des Kirchenschiffs von St. Thomas zu sanieren. Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde entschloss sich, die Kirchengemeinde zu unterstützen, da die Kirche wesentlich dem Ortsbild von Alt-Betzenhausen zugute kommt. Zur Unterstützung gab es Konzerte, es wurde ein Kalender gedruckt und Unterstützer konnten “ein Stück” St. Thomas auch mit nach Hause nehmen in Form eine Dachziegels (letztendlich kamen 15.000 Euro zusammen).

Der Turm der Kirche – vermutlich der älteste erhaltene Teil der Kirche – beherbergt sein Jahrzehnten ein Storchennest, das vom Bürgerverein instand gehalten wird.

Eine ausführliche Darstellung zur Geschichte der Kirche ist im Bürgerblättle 229 zu finden (Dez. 2014 / Jan. 2015) und siehe auch Angaben in Wikipedia.

 

Die Verkehrsanbindung Betzenhausen – Freiburg

Bus und Strassenbahn

Es war ein elementarer Teil der Vereinbarung von 1908 zur Eingemeindung von Betzenhausen in Freiburg: dass der 5-km Weg nach Freiburg weniger beschwerlich werde. Denn es war u.a. der Markt in Freiburg von großer Bedeutung, auf dem Betzenhausener Landwirte mehrmals in der Woche vertreten waren. Bis dahin ein Weg zu Fuß, mit dem Rad oder dem Pferde-Karren über die damalige “Lehener Strasse”. Insofern wenig überraschend, dass schon in der Eingemeindungs-Urkunde die Stassenbahn ein Thema war.

Im September 1926 wurde zumindest schon mal ein direkte Busverbindung eingerichtet; die allerdings am Ende des Krieges auch wieder teilweise zusammenbrach.

1978 begannen die Bauarbeiten für eine Strassenbahnverbindung von der Paduaallee in die Innenstadt auf dem Mittelstreifen der Sundgauallee. Die Eröffnung 1983 war ein großes Fest: der Vorstand des Bürgervereins erschien in Kleidung der Jahrhundertwende und Spruchband: “Schon 1908 versprochen, heut’ wird’s endlich wahr, die Stadtbahn fährt nach Westen, ist das nicht wunderbar!”. Heute ist es die am meisten genutzte Linie der VAG. Davor lag ein langer Weg und so manche zwischenzeitliche Planungsidee wirkt heute eher skurril, z.B. zur Querung des Bahnhofs mittels Tunnel oder Hochbahn. Schon 1980 – also während der Umsetzungsphase – gab es im Bürgerblättle eine Artikelserie zur Entwicklung dieser Stadtbahn in den Westen.

Im Juni 1985 wurde dann auch die Verlängerung der Linie 1 nach Landwasser fertiggestellt. Gleichzeitig ging die Wendeschleife Bissierstrasse in Betrieb zur Anbindung des “Behördenzentrums” an der Berliner Allee (incl. Park&Ride); ein Kreuzungspunkt auch für mehrere Buslinien.

Die Sundgauallee

Die historische Lehener Strasse war zentrales Element der Ost-/West-Verbindung und führte von Freiburg bis nach Lehen (was der Strassen-Name ja auch nahelegt). Das Dorf Betzenhausen befand sich an der Kreuzung von Lehener Strasse und Dietenbachstrasse (letztere also wichtiger Teil einer Nord-/Süd-Verbindung). Bereits Ende der 1920-er Jahren war insbesondere die Lehener Straße so stark befahren, das ein Verbreiterung in Angriff genommen wurde.

Wer direkt den Unterschied zwischen 1929 und heute sehen möchte: Joachim Scheck von Vistatour History Tour hat zwei Bilder übereinander gelegt (siehe hier).

Leider war es auch ein Ergebnis der Bombennacht von 1944, dass viele von Betzenhausen’s damaligen Gebäuden zerstört wurden. So ergab sich für die Stadtverwaltung nach dem Krieg die Gelegenheit, über eine neue (fortschrittliche) Gestaltung nachzudenken; und die sollte natürlich Auto-orientiert sein. Dieses Neu-Denken führte letztendlich zu der breiten Sundgauallee, wie wir sie heute kennen. Sie wird heute durchaus auch als ein trennendes Element im Stadtteil empfunden.

An den Rändern der Sundgauallee entstand ab der 1960-er Jahre der neue Bezirk Bischofslinde. Parallel sollte am westlichen Ende auch das dörflichen Alt-Betzenhausen städtisches Flair erhalten: Hochhäuser für damals höchst attraktive Urbanität, die Sundgauallee als “Boulevard des Westens”.

Damals erwartete Verkehrszahlen für die Sundgauallee wurden nie erreicht: was letztendlich auch durch die parallel entstandenen Planungen für den Zubringer Mitte begründet ist.

Ca. ab dem Jahr 2000 enstanden erste Ideen für eine Auffrischung der Sundgauallee bzw. einem Rückbau der breiten Fahrbahn zugunsten von Rad-/Fußwegen entsprechend dem wirklichen Bedarf (und vor allem auch mit der Ziel einer verbesserten Aufenthaltsqualität). Ein neues Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe gab zusätzlichen Anschub für diese Ideen. Daraus wurde das ZAK = ZentrenAktivierungsKonzept. Erste Umbaumaßnahmen erfolgten ab 2012 auf dem Platz am Bischofskreuz und an der Haltestelle Betzenhauser Torplatz.

Eine Episode: das “Esso Motor Hotel”

Die Sundgauallee also neue zentrale Verbindung von Freiburg in den Westen (und damit z.B. auch zur Autobahn) lockte Mitte der 1960 Jahre auch Esso an diese Strasse. Die Tankstelle gibt es noch heute, anfangs war sie aber auf beiden Seiten der Strasse zu finden (heute sind dort StuSie-Gebäude). Und anfangs wurde im Gebäude neben der heutigen Tankstelle zusätzlich ein „Esso Motor Hotel“ betrieben, von denen es insgesamt nur drei Deutschland gab. Für etwa 10 Jahre auch ein beliebtes Restaurant im Stadtteil. Ausführliche Infos zum Konzept sind in Wikipedia zu finden.

Zumindest einmal (im Jahre 1970) waren dort prominente Fußballer zu Gast: die Bundesliga-Mannschaft des SF Schalke 04. Anlass war ein Spiel gegen die Kicker von Eintracht Freiburg: natürlich ein Großereignis für die Eintracht. Einige Namen der Schalke-Spieler dürften heute noch bekannt sein: Rolf Rüssmann, Torwart Norbert Nigbur, oder die Kremers-Zwillinge. Trainiert wurde Schalke damals von Trainer-Legende Rudi Gutendorf. Ein Ergebnis hatte das Spiel auch: 2:5 für Schalke; die Eintracht hat sich also durchaus wacker gehalten.

Das betroffene Gebäude an der Tankstelle kennen wir heute als Ärztehaus und Verwaltungsgebäude.

Dietenbachstrasse und Paduaallee

Die Dietenbachstrasse war früher wichtiger Teil einer Nord-/Süd-Verbindung. In den 1960-er Jahren wurde klar, dass mit wachsendem Verkehr eine West-Umgehung erforderlich wird (heute die Verbindung zwischen Gundelfingen und St. Georgen).  Das Projekt “Westrandstraße” wurde geboren. Man begann mit Erstellung der Mooswaldallee.

Für den heutigen Teil der Paduaallee wurde anfangs eine abenteuerliche Lösung vorgeschlagen (und sogar vom Gemeinderat 1971 mit knapper Mehrheit gebilligt): demnach sollte die Paduaallee auf einer Art Damm verlaufen mit fast 8 Metern Höhe, dessen Ausläufer dann über die Dreisam führt. Der Anschluss an Betzenhausen/Lehen und die Sundgauallee wäre Autobahn-ähnlich gewesen mit Strassenführung bis fast vor die St. Thomas Kirche. Dagegen bildete sich eine Bürgerinitiative mit Bürgern beteiligter Stadtteile (gegründet vom Ortsverein Betzenhausen). Aus dieser Initiative entstand der Gegenvorschlag mit einer tiefergelegten Paduaallee wie wir sie heute kennen, der letztendlich (mit Umweg über die Landesregierung in Stuttgart) auch vom Freiburger Gemeinderat genehmigt wurde. Ähnliche Varianten waren vorher aus Kostengründen verworfen worden. So konnte der Damm als große “Mauer” zwischen Betzenhausen und Lehen von aktiven Bürgern vermieden werden!

Doch der Bau der Gesamtverbindung brauchte seine Zeit: zwischenzeitlicher Verkehr musste über vorhandenen Strassen geleitet werden. Sehr zum Leidwesen vor allem der Anwohner in der Hofacker- und Dietenbachstraße: an deren Ende ging es über die (zunächst) einspurige Dreisambrücke nach Weingarten. Lange Staus waren die Folge: im Jahr 1970 wurden auf der Dietenbachstraße an einem Tag 4.700 Fahrzeuge (incl. LKW) gezählt; 10 Jahre später waren es unglaubliche 12.300 Fahrzeuge (an einem Tag!). Mit Fertigstellung der Weststrasse dann endlich Endspannung: 1982 dann die Sperrung der Dietenbachstraße für den Durchgangsverkehr (ein wichtiges Anliegen für den damaligen Bürgerverein).

Die heutige vierspurige Brücke zur Überquerung der Dreisam als Teil der Paduaallee wurde 1988 fertiggestellt.

Geschichte zum Bezirk Bischofslinde

Vorgeschichte

Der Bezirk Bischofslinde lag schon früher auf den Gemarkungsgrenzen des Dorfes Betzenhausen.

Auf diesem Gelände fand 1299 ein bemerkenswertes Gefecht statt, beim der kriegerische Bischof von Straßburg (Konrad von Lichtenberg) in einer Schlacht um Freiburg durch einen Freiburger Metzger names Hauri verletzt wurde und später daran verstarb. Die beteiligten Soldaten stellten darauf den Kampf ein, so dass mit dem Tod des Bischofs auch die Schlacht um Freiburg damit beendet war. Zum Gedenken an dieses besondere Ereignis wurde ein Steinkreuz aufgestellt (das Bischofskreuz), nebem dem über Jahrhunderte eine Linde wuchs (folglich “Bischofslinde” genannt).

An die Bürger von Freiburg, die ihre Stadt dort verteidigt hatten, hat man offensichtlich weniger gedacht oder zumindest nicht direkt. Indirekt wurde das Bischofskreuz auch zum Zeichen wachsender Eigenständigkeit städtischer Gemeinschaften (z.B. über die Zünfte) als Gegenpol zu den Adligen jener Zeit.  Mit der gewonnen Schlacht gab es erst mal Ruhe: allerdings mussten die zugehörigen Felder der Betzenhausener Felder im weiteren Verlauf der Geschichte noch häufiger als Aufmarschgebiet herhalten

Andererseits war der “Schotterboden” auch nicht besonders fruchtbar: so wurden mit zunehmender Bautätigkeit in Freiburg Sand- und Kiesgruben in diesem Gebiet angelegt. Aus dem letzten und größten Baggerloch ist dann der Flückiger See entstanden.

Entstehungsgeschichte Bezirk Bischofslinde

Bereits im Bebauungsplan von 1956 wurde das Gebiet des heutigen Bezirks Bischofslinde erstmals als Erweiterungsfläche für Wochnungsbau erwähnt. Ab 1963 erstellte die Städtische Wohnungsbaugesellschaft im Zehnsteinweg eine Wohnsiedlung für über 300 Familien, das größte soziale Wohnbauprojekt in Freiburg nach dem Krieg. Es sollte auch Heimat werden für Flüchtlinge, Rückkehrer und auch Obdachlose. Gleichzeitig sollte ein neues Zentrum für Behörden im Westen entstehen.

Damit wurde auch der Grundstein gelegt für den Bezirk Bischofslinde: Namengeber sollte eine historische Bischofslinde sein, die über Jahrhunderte neben dem Bischofskreuz stand und in den 1940-er Jahren einem Sturm zum Opfer gefallen war. Symbolisch für den Aufbruch pflanzte OB Dr. Keidel am 29. Mai 1963 am selben Ort eine neue Linde, die heute wieder eine stattlich Größe aufweist. Der Name dieses Stadtbezirks ist also gleichzeitig Geschichte.

Bei den Planungen zum Bezirk Bischofslinde wurde vier Siedlungsbereiche identifiziert:

  • Das Runzmattenviertel, in dem auch Gewerbe vorgesehen war
  • Das Seeparkviertel mit den Schwerpunkten Studentensiedlung (StuSie, ab 1965) und Idinger Hof (gebaut 1976)
  • Das Behördenzentrum mit zentralen Objekten wie Polizeidirektion und Regierungspräsidium,
  • Das “Kernland”von Bischofslinde mit dem Platz am Bischofskreuz als Nahversorgungsbereich, sowie Anne-Frank-Schulen und Kirchen St. Albert / Matthäus als zentrale Stellen.

Das Seeparkviertel

Der Bau der Studenten-Siedlung (StuSie) begann und bestand aus 3 Wohnhäuser unterschiedlicher Höhe mit gemeinsamen Hofraum. Im Juni 1966 wurde dieser erste Teil der StuSie feierlich eröffnet: dabei waren u.a. Ministerpräsident K.G. Kiesinger und Magnifizenz Prof. Helmut Baitsch. Einige der weiteren Hochhäuser wurden mit Unterstützung der Max-Kade-Stiftung erstellt. Nach Ende der ersten großen Bauphase bestand die StuSie aus ca. 20 Häusern mit etwas 1.5000 Plätzen und wurde so zum größten Studentendorf in Freiburg.

Der Idinger Hof mit seinem eher ungewöhnlichen Klinker wurde 1976 errichtet und ist ein zweiter makanter Punkt im Seeparkviertel.

Zentrales Element des Seeparkviertels ist natürlich der Seepark selbst. der erst zur Landesgartenschau 1986 die heute Gestalt erhielt (nebenbei eine der erfolgreichsten Landesgartenschauen in Deutschland bisher). Der Seepark enhält eine Reihe markanter Bauwerke als Überbleibsel der Ausstellung; z.B. das Forsthaus,  der Aussichtsturm, das aus Sandstein gebaute Wassertürmchen sowie der Bacchus. Am Rande des Seeparks befindet sich das Hallenbad West, Freiburgs größtes Schwimmbad. Noch früher (ab 1968) gab es dort auch ein Freibad, das hoffendlichin 2022 wieder eröffnet wird.

Das Behördenzentrum

Erster Behördenbau war 1966 das Flurbereiningungsamt, es folgten u. a. das Landespolizeipräsidium (1973/74), die Oberpostdirektion (1975), das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt (2000) und das Regierungspräsidium (2001-2004).

Sieht man von der Wohnbebauung an der Bissierstrasse ab, dann bildet die ab 1962 geplante Berliner-Allee die Trennlinie zwischen dem Behördenzentrum und dem Wohnquartier Bischofslinde.

Das “Kernland”von Bischofslinde

ist geprägt durch den Platz am Bischofskreuz als Nahversorgungsbereich, der Anne-Frank-Schulen und den beiden Kirchen St. Albert / Matthäus als zentrale Stellen. Dieser Bereich entstand zeitgleich mit dem Bau der Studentensiedlung auf der gegenüberliegenden Seite der Sundgauallee; maßgeblich beteiligt am Wohnungsbau waren die Genossenschaften „Wohnstättenbau“ und „Familienheim“.

Die vierspurige Sundgauallee wurde mit Hochhäusern eingefasst, wobei die Höhe der Häuser jeweils in Richtung Dreisam und Flückigersee abnimmt. Letztendlich ergab sich daraus auch ein Mix aus unterschiedlichen Baustile: Geschoßwohnungsbau der Genossenschaften, Eigentumswohnungen, Reihenhäuser und auch Einzelwohnhäuser. Abseits der Sundgauallee sind die Wohnbereiche über Sackgassen oder Schlaufenstrassen erschlossen, so dass hinter den Hochhäusern eher ruhige Wohngebiete entstanden.

Besondere Architektur

Zahlreiche Gebäude in Betzenhausen-Bischofslinde sind über Architektenwettbewerbe entstanden und mit Auszeichnungen versehen als typische Vertreter  einer gehobenen Nachkriegsarchitektur. Beispiele dazu: der 1976 errichtete Idingerhof, eine Wohnanlage mit über 200 Wohneinheiten in fünf- bis siebengeschossigen Häusern, deren besonderes Kennzeichen eine Klinkerfassade ist (war für Freiburger Verhältnisse eher ungewöhnlich ist). Und doch zeigt sich nur wenige hundert Meter entfernt an der Ecke Berliner Allee / Sundgauallee die ehemaligen OPD (Oberpostdirektion) ebenfalls als imposanter Klinkerbau. Desweiteren zur nennen ist das Bürgerhaus im Seepark, die Wohnanlage Gruberhof (“Wiehre des Westens”) und auch die Wohngruppe Tränkematten (realisiert von den ersten Baugruppen in Freiburg). Diese Gebäude sind Fixpunkte und nicht nur prägend für den Stadtteil.

Nicht vergessen wollen wir die den kühne Kirchenrundbau der Kirchengemeinde St. Albert (1968/69): gebaut in Form einer überdimensionalen Krone aus Betonfertigteilen und Buntglasfenstern. Zum 50 jähringen Jubilärum (2019) wurde die Kirche ausgezeichnet als eine von zwölf Kirchenbauten der Nachkriegszeit ausgezeichnet und steht seither unter Denkmalschutz.

Auch das noch…

Verkehrsanbindung: Zur Nachkriegsarchitektur gehört wie selbstverständlich auch das Auto als prägendes Element im Städtebau: Ergebnis dieses Denkens ist die Sundgauallee, anfangs auch als „Boulevard des Westens“ beschrieben. Sie war geplant als Verbindungsschnellstrasse zwischen Westumfahrung (Paduaallee) und Friedrichring. Daran erinnert auch die heutige ESSO-Tankstelle, die anfangs ursprünglich auf beiden Seiten der Sundgauallee existierte (seit neuestems ist gegenüberliegende Gelände Teil der Studentensiedlung). Seit 1983 fährt auf dem Mittelstreifen der Sundgauallee die Straßenbanklinie 1: heute die meistgenutzt Linie in Freiburg. Darüber hinaus ist Behördenbereich durch die Linien in Richtung Weingarten/Rieselfeld bestens an die Innenstadt angebunden.

Jubiläum: ein erstes richtiges Jubiläum gab es dann 25 Jahre nach der Grundsteinlegung (also im Jahre 1988): Anlaß für den damaligen Bürgerverein zu einem ersten Rückblick. Von der zugehörigen Festschrift mit vielen Informationen zum Werden des Bezirks Bischofslinde gibt es nur noch wenige Exemplare; deshalb haben wir die wichtigsten Teile eingescannt zum Nachlesen (“25 Jahre Bischofslinde“).

Sonstige Infos: viele Informationen zur Bevölkerungsstruktur, Verkehr, Wohnen und auch Wahlergebnissen im heutigen Stadtbezirk stellt wie üblich die Stadt Freiburg über das FR.ITZ-Portal zur Verfügung; hier der letzte Bezirksatlas-Betzenhausen-Bischofslinde (pdf) aus dem Jahr 2018.

 

 

 

 

 

Die Eishalle

Die Eishalle trägt heute (seit 2019) den offiziellen Namen “Echte-Helden-Arena” in Anlehnung an die bekannte Initiative zur Unterstützung der Kinder- und Jugendklinik Freiburg.

Es ist die Heimspielstätte des EHC Freiburg (den “Freiburger Wölfen”, siehe Spielplan), steht aber auch Breitensport also öffentliches Eislaufen zur Verfügung (seit 2019 sogar ganzjährig). Die Halle war anfangs eine der größten Hallen in Baden-Württemberg, ist aber aktuell nur noch für 3500 Zuschauer zugelassen (anfangs waren es mehr). Auch Wikipedia widmet der Sporthalle einen eigenen Beitrag.

Zusammen mit Seepark, Westbad und Weststation ist die Eishalle ein Teil der “Sportmeile” im Freiburger Westen.

Betrieb der Eishalle

Die Eishalle an der Ensisheimer Strasse wurde Ende 1960-er Jahre vom ERC gebaut, dem Vorläufer des heutigen EHC. Vorsitzenden des ERC war damal Franz Siegel, dessen Namen die Halle auch bis 2018 trug. Anfangs war es eine offene Eisfläche, denn das Dach und damit die Umgestaltung zur Halle folgte erst in den 1970-er Jahren. Wegen finanzieller Probleme des ERC gelangte die Halle 1982 in die Hände der Stadt, die später Nutzungsrechte an den EHC vergab.

Nebenbei: etwa zeitgleich Bau der Eishalle entstand auch das Aussenbecken des Westbades (das leider heute leider nicht mehr in Betrieb ist).

Seit 2009 beurteilen Statiker den Zustand der Halle kritisch, insbesondere für den Fall, dass Schneemassen auf dem Dach liegen. Schon 2013 sprach sich Gemeinderat für einen kompletten Neubau aus (siehe Diskussion hier).  Über temporäte Sanierungsmassnahmen konnte als Übergangslösung zumindest eine Betriebsgenehmigung bis Mitte 2024 erreicht werden.

Der geplante Neubau

Für die Zukunft angedacht ist ein Neubau mit 2 Eisflächen. Eine Machbarkeitsstudie ist Arbeit, der Ort für einen solchen Neubau scheint aber noch sehr unklar, oft priorisiert wird Nähe zum neuen SC-Stadion. Das bisherige Gelände wäre damit frei z.B. für Wohnungsbau.

In unmittelbarer Nähe des bisherigen Eisstadions liegt das Weststadion der Sport-Freunde-Eintracht (SFE): nach Ansicht des Bürgervereins sollte Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Nutzung des Stadions gesichert bleibt, insbesondere auch der notwendige Fussball-Trainingsbetrieb.

Stadtteiltreff in neuen Räumen

Eröffnung der neuen Räume des Stadtteiltreffs am Samstag, den 11. Mai 2019

Die Quartiersarbeit Betzenhausen-Bischofslinde des Caritasverbandes Freiburg Stadt e. V. ist umgezogen. In zentraler Lage, Am Bischofskreuz 4, bietet der Stadtteiltreff Bürgersprechstunden, Beratungs- und soziokulturelle Angebote und ist Treffpunkt von Selbsthilfegruppen. Eine Übersicht zur Quartiersarbeit Betzenhausen Bischofslinde ist zu finden unten www.quartiersarbeit-bb.de.

Die neuen Räumlichkeiten eigenen sich für Vorträge und Veranstaltungen, ein Stadtteil-Schaufenster informiert über Aktuelles im Quartier.

Die Eröffnungsveranstaltung am Samstag, den 11. Mai 2019, ab 11 Uhr kamen viele Besuche (Einladung siehe hier).  Der Tag wurde eröffnet von Dr. Rainer Gantert, Vorstand des Caritasverbandes Freiburg-Stadt e. V., der die Geschichte und Erfolge in der Quartiersarbeit schilderte. Es folgten Grussworte von Boris Gourdial, dem Leiter des Amtes für Soziales und Senioren Freiburg, und Werner Hertleif als Vetreter des Bürgervereins.

Viel Sonne (es regente erst nach Ende der Feier), Zauberer, Kinderschminken und musikalische Beiträge rundeten das Rahmenprogramm der Eröffnungsfeier ab.

Jetzt ist das Stadtteilbüro also direkt am Platz am Bischofkreuz zu finden. Auch der Bürgerverein wird diese Räume zukünftig nutzen können für Treffen, zur Unterbringung des Archivs, aber auch ganz einfach als postalische Adresse.

Hier der ausführliche Bericht in der Badischen Zeitung.


Nachtrag Juli 2019:  Der Bauverein fördert Stadtteiltreff vom Caritasverband – Positives Zwischenfazit zwei Monate nach der Eröffnung des Stadtteiltreffs

Exakt zwei Monate nach der Eröffnung des Stadtteiltreffs Betzenhausen-Bischofslinde ziehen der Caritasverband Freiburg-Stadt e.V. und die Bauverein Breisgau eG ein positives Zwischenfazit. „Bereits seit den ersten Tagen nehmen die Bürgerinnen und Bürger den Stadtteiltreff an und beleben das Miteinander“ berichtet Dr. Rainer Gantert, Vorstand Caritasverband Freiburg-Stadt e.V.. Die Bauverein Breisgau eG hat die Räume des Stadtteiltreffs Am Bischofskreuz 4 an den Caritasverband Freiburg-Stadt e.V. vermietet. Die Genossenschaft fördert mit 500 Euro die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements.

Jörg Straub, Vorstand Bauverein Breisgau eG verdeutlicht: „Das Engagement des Caritasverbands ist vorbildlich und ermöglicht ein selbstbestimmtes Wohnen auch für Menschen mit Einschränkung. In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein entsteht hier ein engmaschiges Netzwerk.“ … Hier die zugehörige Pressemitteilung vom 15. Juli auf Regiotrends.

 

 

 

Juni 2020 + mehr

So 14.06., 15:00 bis 16:15
Musikverein Freiburg-Zähringen
Seebühne im Seepark

Mi 17.06., 8:00-9:30
Wegweiser Bildung
Kostenlose Beratung zu Schule, Studium, Ausbildung u.a.
Kindergarten St. Albert, Sundgaualle 9a

Do 18.06., 17:00–19:00
Lebensspuren – Treffpunkt für Trauernde
Offenes Wohnzimmer, St. Albert, Sundgauallee 9

So 21.06., 15:00 bis 16:15
Skyline Big Band Landwasser
Seebühne im Seepark

So 28.06., 15:00 bis 16:15
Freizeitmusikkorps der Polizei
Seebühne im Seepark

Mi 01.07., 8:00-9:30
Wegweiser Bildung
Kostenlose Beratung zu Schule, Studium, Ausbildung u.a.
Kindergarten St. Albert, Sundgaualle 9a

Do 09.07., 17:00–19:00
Lebensspuren – Treffpunkt für Trauernde
Offenes Wohnzimmer, St. Albert, Sundgauallee 9

So 19.07, 15:00 bis 16:15
Gamelangruppe Anggur Jaya
Seebühne im Seepark

Fr 24.07., ab 18:00 bis So. 26.07.
Freiburger Seefest
Seepark

So 09.08, 15:00 bis 16:15
Rathausmusik Freiburg
Seebühne im Seepark

So 13.09., 15:00 bis 16:15
Freiburger Blasorchester e. V
Seebühne im Seepark

So 27.09., 15:00 bis 16:15
Musikverein Freiburg-Waltershofen
Seebühne im Seepark

So 11.10., 15:00 bis 16:15
Musikverein Freiburg-Zähringen
Seebühne im Seepark

Mo 23.11. ab 19:00
Fairer Handel – faires Klima – Was tun?
Workshop mit “eine welt forum freiburg e.V.”
Gemeindezentrum Matthäus

weitere Termine folgen..

Mai 2020

So 03.05., 11:00 bis 17:00
Kodomonohi – japanisches Frühlingsfest 2020
Bürgerhaus im Seepark

Mo 04.05. ab 10:00
Montagsfrühstück
Kosten: 4,00€, mit Anmeldung (0761/ 892146)
Begegnungszentrum, Freytagstr. 6

Mo 04.05. 14:30- 17:30
Nähtreff vom Mosaik
Stadtteiltreff, Am Bischofskreuz 4

Mo 04.05. ab 15:00
Selbsthilfegruppe für Frauen nach Krebs
Begegnungszentrum, Freytagstr. 6

Mo 04.05., 15:00-17:30
Singen und Musizieren mit Lambert Utz
und Anwohnercafé
Nachbarschaftstreff Zehntsteinweg 4

Mi 06.05., 19:0
Im Familienalltag Ruhe finden
Workshop, Referentin Sylvia Tag.
Anmeldung bis 4. Mai (Telefon: 276642)
Gemeindezentrum Matthäus

Sa 09.05., 10:00-14:00
An die Töpfe, fertig, los!
Kochen mit Kindern macht Spaß
Anmeldung bis 07.05. Tel 276642
Gemeindezentrum Matthäus

So 10.05., 15:00 bis 16:15
Soulfamily (brasilianische Musik)
Seebühne im Seepark

Mo 11.05., 17:00-18:30
Wegbegleiter – offener Treff für pflegende Angehörige
Haus Albert, Sundgauallee 9

Di 12.05., 20:00
POPULISMUS in Zeiten der Verunsicherung
Dr. Ulrich Eith, Professor für Politikwissenschaft, Universität Freiburg
Pfarrei St. Albert, Sundgauallee 9

Mi 13.05. von 14:30 bis 19:30
Blut-Spende-Aktion vom DRK
(zum Dank gibt es ein üppiges Vesper)
Gemeindesaal St. Albert, Sundgauallee 9

Mi 13.05. um 15:00
Volkslieder – Singkreis
Anmeldung erforderlich (0761/892146)
Begegnungszentrum, Freytagstr. 6

Do 14.05., 15:00-17:00
Mit-Mach-Garten »MiMa« mit Café
Was blüht denn da?“
Gemeindezentrum Matthäus

Do 14.05., 17:00–19:00
Lebensspuren – Treffpunkt für Trauernde
Offenes Wohnzimmer, St. Albert, Sundgauallee 9

Sa 16.05 10:00-13:00
Kindersachenmarkt Hl. Familie
Pfarrgemeindehaus Hl. Familie, Hofackerstr. 29

So 17.05., 15:00 bis 16:15
Musikverein Freiburg-Hochdorf
Seebühne im Seepark

So 17.05., 14:00 bis 15:15
Artenvielfalt der Bäume im Seepark
Anmeldung unbedingt erforderlich!
Oekostation

Mo 18.05. 14:30- 17:30
Nähtreff vom Mosaik
Stadtteiltreff, Am Bischofskreuz 4

Mo 18.05. ab 19:00
Der historische Jesus und was man von ihm wissen kann
Vortrag Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Gehrke
Gemeindezentrum Matthäus

Mo 18.05. + Di 19.05, 19:30
Frühlingskonzerte Mittel-/Oberstufen AG
Aula des Wentzinger Gymnasiums

Mi 20.05., 8:00-9:30
Wegweiser Bildung
Kostenlose Beratung zu Schule, Studium, Ausbildung u.a.
Kindergarten St. Albert, Sundgaualle 9a

Sa 23.05. – So. 31.05.
Falko Traber Hochseilshow
900 Jahre Freiburg, Seepark

So 24.05., 15:00 bis 16:15
Skyline Big Band Landwasser
Seebühne im Seepark

Di 26.05. 17:00-19:00
Müsli selbst herstellen
Um Anmeldung wird gebeten
Nachbarschafstreff Zehntsteinweg 4

Studentensiedlung (StuSie)

Die Studentensiedlung am Seepark (StuSie) ist das größte Studentenwohnheim in Freiburg und bietet Platz für rund 1.500 Studierenden. In den 21 Häusern gibt es Apartments, kleine Wohngemeinschaften mit 2 bis 6 Studierenden und Stockwerksgemeinschaften mit bis zu 12 Studierenden (jeweils mit gemeinschaftlich genutze Küche und sanitären Einrichtungen).

Für Familien mit Wohnberechtigungsschein stehen einige 2- und 3-Zimmer-Wohnungen zur Verfügung.

Geschichte

Die StuSie wurde Mitte der 1960er Jahre nach Plänen der Stuttgarter Architekten Wolf Irion, Reiner Graf und Wolf Maier errichtet und sollte Platz für ca. 1300 Studierende bieten.

Einweihung war im Juli 1966: mit dabei war auch Kurt Georg Kiesinger, der damaligen Ministerpräsident des Landes. Er wurde Ende des gleichen Jahres zum Bundeskanzler gewählt.

Man beachte: die StuSie wurde schon 20 Jahre vor der Landesgartenschau 1986 gebaut. Einen Seepark, wie wir ihn heute kennen, gab es also noch nicht: der Flückigersee war in diesen Jahren noch ein Baggersee und das Gelände um den See noch weitgehend unbebaut; lediglich das Aussenbecken des Westbads entstand schon 1968.

Viele der Gebäude aus den 1960-er Jahren wurden im Laufe der Jahre saniert: häufig wurde dabei auch große Wohneinheiten in kleinere aufgeteilt. Einzelne Gebäude kamen hinzu, so dass Stand 2018 ca. 1.600 Studierende hier Platz finden.

Erweiterung 2018-2023

Die aktuelle Erweiterung der StuSie für ca. 850 weitere Bewohner ist der größte Umbau seit Einweihung vor ca. 50 Jahren. Hier ein ausführlicher Bericht dazu.

Studentensiedlung am Seepark (StuSie) im Freiburger Westen ist bereits heute – mit rund 1.500 Studierenden und 21 Häusern – Freiburgs größte Wohnanlage für Studierende. Bei diesem Bauprojekt liegt der Fokus auf nachhaltigem Bauen: bemerkenswert ist, dass zwar knapp 60% mehr an Wohnraum geschaffen werden, jedoch nur 20% der Fläche zusätzlich bebaut wird. Möglich ist das natürlcih nur, indem man in die Höhe geht: alle neuen Gebäude werden anstelle von bestehenden Gebäuden oder auf bisherigen Parkplätzen errichtet (keine Neubauten auf bisherigen Grünflächen).

Freizeitgestaltung

Die StuSie-Bar ist legendär, daneben gibt es viele Tutorate, Freizeitangebote und Sportmöglichkeiten. Alle Zimmer haben Internet-Zugang. oder die Universität in ca. zehn Minuten erreichbar.

Es gibt viele Freizeitmöglichkeiten auf dem Gelände, z.B. T.I.K Club auch einen Beachvolleyballplatz und einen Basketballplatz, welcher gleichzeitig auch als Fußballplatz fungiert.

Im T.I.K Club (= Tanz im Glück) gibt es Partys auf mehreren Floors, auf denen unterschiedliche Musik gespielt wird. Im Keller kann man sich auch Räume mit Klavier mieten, falls man musikalisch unterwegs ist. Zum Programm siehe www.tik-club.de

Studentische Belange werden von der StuSie e.V. vertreten, siehe www.studentensiedlung.de.

Einmal im Somme gibt es auf dem Gelände eine gr0ße StuSie Party, zu der auch Mitbürger/innern aus Betzenhausen immer herzlich eingeladen sind (siehe Hinweis z.B. im Bürgerblättle).

“Sammel-Unterkünfte” zu Semesterbeginn

Eine Wohnung in Freiburg zu finden ist seit Jahren schwierig. Das gilt insbesondere für Studienanfänger im Herbst, die neu nach Freiburg kommen und vorher keine Unterkunft organisieren konnten. Damit die Betreffenden wenigsten “ein Dach über dem Kopf haben”, bietet die StuSie mehrere Räume als Sammelstellen (Zimmer mit Mehrfachbetten) für geringe Übernachtungsgebühr. Nach einigen Wochen entspannt sich fast immer die Situation.