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Generationen im Gespräch

Wir möchten an dieser Stelle auf eine Veranstaltung hinweise, die es jetzt zum zweiten Mal in Freiburg gibt.


Bei “Generationen im Gespräch” treffen ca. 30 Jugendliche zwischen 16 – 24 Jahren auf 30 Menschen ab circa 65 Jahren, um zu aktuellen Themen und Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam neue Ideen für ein zukunftsfähiges Miteinander zu entwickeln. Die Veranstaltung findet statt am:

Donnerstag, den 26.03.2020, 09.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Im Humboldtsaal in Freiburg      

Eine telefonische Anmeldung ist unter 030 610 81 44 68 möglich. Ansprechpartnerin bei der Stadt Freiburg ist Gerhard Rieger, telefonisch erreichbar unter 0761 201 30 52. Eine Anmeldung ist bis zum 18. März möglich. Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.wirmuessenreden.net/freiburg

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und für Verpflegung ist gesorgt.

Hier geht es zum Programmblauf_am Freiburg_26.März.

 

StuSie-Hochhaus mit Nistkasten für Turmfalken

Bericht aus Bürgerblättle 261, April/Mai 2020


Im Winter 2019/2020 gab es eine sehr erfreuliche Zusammenarbeit des AK Natur mit dem Freiburger Studierendenwerk und der Fachgruppe Wanderfalkenschutz aus Freiburg. Auf Initiative von Kerstin Geigenbauer wurde auf einem Bestandshochhaus in der Stusie im Februar 2020 ein Nistkasten für Turmfalken aufgehängt, der freundlicherweise vom Ornithologen Matthias Schmidt gespendet wurde.

Bereits im November 2019 gab es ein „Sondierungstreffen“, bei dem ein geeigneter Standort ausgewählt wurde. Zunächst war ein Kasten für den noch selteneren Wanderfalken angedacht. Für diese Art, die bisher in Südbaden noch kein Gebäude besiedelt hat sondern meist in Felswänden brütet, war jedoch kein geeigneter Standort zu finden.

Doch auch für den kleineren Vetter, den Turmfalken, lohnt es sich, Nisthilfen anzubringen. Der Turmfalke fängt Mäuse und benötigt für seine Brut Nischen in Gebäuden, die durch Sanierungen und „Taubenabwehrmaßnahmen“ (Verschließen von Öffnungen und Hohlräumen an der Fassade, Anbringen von Stacheln auf Simsen und Vorsprüngen) den Vögeln praktisch nicht mehr zur Verfügung stehen.

Im Februar wurde es dann Ernst: in schwindelerregender Höhe wurde der Kasten an einem Aufbau auf dem westlichsten Altbau mit Sicht nach Norden aufgehängt. Der zukünftige Bewohner und seine Nachkommen werden nun eine wunderbare Aussicht haben. Mit dabei beim Aufhängen waren Matthias Schmidt von der AG Wanderfalkenschutz, Gerd Hohwiehler von der StuSie, Thomas Wehrle, Architekt des Studierendenwerkes sowie Kerstin Geigenbauer vom AK Natur des Bürgervereins. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für die rasche, unkomplizierte Umsetzung dieser sinnvollen Artenschutzmaßnahme. Die Turmfalken haben den Kasten schon entdeckt, nun warten wir auf eine Besiedlung.

Gaskugel auf Baden TV

Das ist schon eine kleine Erwähnung wert: in einem kurzen Fernsehbeitrags hat Baden TV zum aktuellen Stand der Gaskugel berichtet. Der Sendebeitrag wurde am 21. Febr. ausgestrahlt und ist wahrscheinlich für drei Monate online verfügbar.

Siehe hier: www.baden-tv-sued.com/neue-nutzung-der-gaskugel-wird-wohl-realistischer/

Alle weiteren Hintergründe gibt es wie bisher schon in unserem Beitrag hier: www.betzenhausen-bischofslinde.de/gaskugel/

Freiluft-Konzerte 2020 auf der Seebühne

Aktualisierung der Stadt Freiburg 15.4.2020: Das städtische Kulturamt sagt alle „Konzerte im Freien“ im Mai ab. Wann die Konzertreihe starten kann, hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Epidemie ab.

Wie in jedem Jahr bietet die Stadt Freiburg auch in diesem Sommer wieder regelmäßig Open Air – Konzerte auf der Seebühne im Seepark mit Freiburger Musikvereinen.

Alle Konzerte sind jeweils sonntags, sie sind kostenlos und gehen üblicherweise von 15:00 bis 16:15 Uhr. Hier eine Übersicht:

  • 10.05.2020: Soulfamily, Leitung von Dirigent Joel Da Silva (abgesagt)
  • 17.05.2020: Musikverein Freiburg-Hochdorf, Leitung Marlon Zickgraf (abgesagt)
  • 24.5.2020: Skyline Big Band Musikverein Landwasser, Leitung Thomas Bauser (abgesagt)
  • 14.06.2020: Musikverein Freiburg-Zähringen, Leitung Thierry Abramovici
  • 21.06.2020: Skyline Big Band Musikverein Landwasser, Leitung Thomas Bauser
  • 28.06.2020: Freizeitmusikkorps der Polizei, Leitung Susanne Lavori
  • 19.07.2020: Gamelangruppe Anggur Jaya, Leitung Martin Winter
  • 09.08.2020: Rathausmusik Freiburg, Leitung Arcadie Romaniuc
  • 13.09.2020: Freiburger Blasorchester e. V., Leitung Johannes Stert
  • 27.09.2020: Musikverein Freiburg-Waltershofen, Leitung Christian Baier
  • 11.10.2020: Musikverein Freiburg-Zähringen, Leitung Thierry Abramovici

Kann sein, dass es in diesem Jahr besondere “Freiluft-Konzerte” werden: Sturm Sabine hat ja leider im Februar das Dach der Seebühne hinweggefegt.


Hier eine Kurzvorstellung der Musikvereine, die in diesem Jahr auftreten:

Soulfamily ist ein Ensemble von Sängerinnen und Sängern aus Freiburg, die unter der Leitung von Joel Da Silva brasilianischen Soul, Pop, Bossa Nova und Gospel präsentieren. Hier die Facebook-Seite von Soulfamily.

Der Musikverein Freiburg-Hochdorf hat eine lange Tradition und ist regelmäßig auf Veranstaltungen in Freiburg zu sehen; siehe Homepage www.mvhochdorf.de .

Auch die Skyline Big Band Musikverein Landwasser kommt seit Jahren regelmäßig auf die Seebühne. Die Big Band wurde 1990 durch den Musikverein Freiburg-Landwasser e.V. gegründet. Etwa 20 Musiker und Musikerinnen mit Saxophon-, Posaunen-, Trompetensatz und Rhythmusgruppe bilden eine typische, klassische Big Band Besetzung. Zum 30. Geburtstag der Band im Mai 2020 haben wir die Musiker auch im Bürgerblättle vorgestellt (Ausgabe 261). iehe auch www.skylinebigband.de.

Im Musikverein Freiburg-Zähringen spielen ca. 55 Musikerinnen und Musiker Originalkompositionen für Blasmusik. Im Laufe der Jahre gab es mehrmals Zusammenarbeit mit internationalen Jazzmusikern. Auf www.musikverein-zähringen.de gibt es mehr dazu.

Zum Freizeitmusikkorps der Polizei siehe www.polizeimusik-freiburg.de

Die Gamelangruppe Anggur Jaya spielt balinesische Gamelan-Musik. Siehe auch www.gamelan-freiburg.de .

Die Rathausmusik Freiburg wurde 1998 gegründet; heue besteht Blaskapelle aus 25 Musiker. Im Programm sind z. B. Polka,Walzer, Marsch u.a.

Das Freiburger Blasorchester e. V.   stellt sich vor unter  www.freiburger-blasorchester.de .

Der Musikverein Freiburg-Waltershofen stellt sich vor unter www.mvfrw.de


Weitere Freiluft-Konzerte gibt es am Waldsee und im Stadtgarten (Musikpavillon), siehe ausführliche Liste auf www.freiburg.de.

30 Jahre Japanische Garten

Der Japanische Garten am Seepark ist ein Geschenk der Partnerstadt Matsuyama an die Freiburger Bevölkerung. Er wurde geplant vom japanischen Gartenarchitekten Yoshinori Tokumoto, der ab Herbst 1989 mit drei japanischen Gärtnern an dem Garten arbeitete. Von Freiburger Seite halfen damals bis zu zehn Gärtner, die bei der Gelegenheit die spezielle Technik der Garten-Pflege erlernten (z.B. Schneiden, Schienen und Binden der Gehölze). Der Garten hat eine Größe von 3.500 m² und wurde am  05. Mai 1990 feierlich eröffnet (also haben wir jetzt einen runden Geburtstag).

Zum Hintergrund: Matsuyama ist seit Oktober 1988 Partnerstadt von Freiburg. Eine Stadt im Süden Japans, mit einer halben Millionen Einwohnern, touristisch attraktiv wie Freiburg: vielleicht sogar die Wiege der Japanischen Bade-Kultur. Mit dieser Partnerschaft entstanden regelmäßige Austauschprojekte zwischen beiden Städten: Bürgerreisen ca. alle zwei Jahre, gemeinsame Musik-Veranstaltungen, Schüleraustausch (etwa beim Goethegymnasium) und auch der SC Freiburg hat einen Freundschaftsvertrag mit dem FC Ehime dort. Und auch in Fragen des Umweltschutzes ist man in fruchtbarem Austausch, denn Matsuyama soll nach der Katastrophe von Fukushima als Modellstadt für erneuerbare Energien und Umweltschutz werden. Und noch eine Gemeinsamkeit: in Matsuyama gibt es den  Freiburger-Garten mit einer Element, das an die Spitze vom Freiburger Münster erinnern soll (ein Geschenk aus Freiburg).

Japanische Gärten können sehr unterschiedlich sein und Regionen Japans haben sogar eigene Stile: naheliegend, dass der Garten in Freiburg stark dem Matsuyama-Stil entspricht. Typisch für einen Japanischen Garten ist, dass Szenen einer Landschaft zusammengefasst werden auf kleiner Fläche. In Freiburg ist es ein Wasserlauf, der von der Quelle in den Bergen über einen Wasserfall und Fluss zum Meer fliest (hier Flückigersee). Alles genauestens geplant: nichts überlässt der Architekt dem Zufall. Ein Japanische Garten lebt von den Formen der Steine, der Pflanzen, den Wasserstrukturen, aber auch von der Ruhe und Beschaulichkeit als wesentliches Element.

Auf uns wirkt diese Garten-Kultur manchmal wie eine zu groß geratene “Bonsai-Landschaft”: ist doch diese Art des Schneidens von Bäumen der europäischer Garten-Welt eher fremd. Aber gerade diese Fremdartigkeit läd auch wieder ein zu Besinnlichkeit und stiller Meditation (gut dass es einen aufregenden Kinder-Spielplatz schon einige Hundert Meter weiter gibt).

Sicher ist die Pflege dieses Gartens teurer als die einer normalen Gartenanlage, aber im Sinne der Partnerschaft mit Matsuyama wird es hoffentlich weiter gelingen, das Geschenk gut zu behandeln. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Mitarbeiter des GuT, die mit Engagement versuchen, die Ideen des Gartens wach zu halten. Wahrscheinlich ist es der am besten gepflegte städtische Park in Freiburg. Aber leider gab es auch immer wieder Vandalismus: die BZ berichtete schon vor Jahren darüber, auch wir haben im letzten Jahr zu mehr Achtsamkeit aufgerufen im Bürgerblättle. Und leider plätscherte auch das Wasser in den vergangenen Jahren nicht immer über die Granitblöcke: für die Sommersaison wird regelmäßig ein Sponsor gesucht, der die Kosten z.B. für die Umwälzpumpe trägt.

Herr Tokumoto (er ist inzwischen verstorben) kam anfangs einige Male zurück nach Freiburg, um sein Kunstwerk wieder zu sehen und dann und wann auch wieder Rat zu erteilen, wie und wann Bäume oder Sträucher zu schneiden sind. Gelegentlich waren auch Freiburger Baumschulgärtner in Japan, um in sich in der Kunst weiter zu bilden und Anregungen mitzunehmen.

Die „Deutsch-Japanische Gesellschaft Freiburg Matsuyama e. V.“ feiert jährlich im Mai ihr Frühlingsfest „Kodomonohi“ am Garten bzw. im Bürgerhaus. Vorführungen, Ausstellungen und Workshops bieten Gelegenheit, Einblick in die japanische Kultur zu nehmen. In diesem Jahr soll das Fest am 3. Mai stattfinden; für mehr Infos siehe: www.djg-freiburg.de.

Schon gewusst? Im Japanischen Garten wurde vor wenigen Jahren einen Bank aus Bambusholz aufgestellt, die in Matsuyama gefertigt worden war. Und auch weitere Partnerstädte sind mit Bänken in ihren jeweils eigenen Stil vertreten (Besançon, Guildford, Innsbruck): diese Bänke stehen vor dem Eingang zum Bürgerhaus.

Haben Sie vielleicht Lust auf eine 360 Grad Aufnahme vom Japanischen Garten? (aber auch das kann einen eigenen Besuch nicht ersetzen…).

 

 

 

Taxistände in der Sundgauallee am Bischofskreuz

Macht das wirklich Sinn?

Im Nov. 2018 wurden an der Sundgauallee (Höhe Platz am Bischofskreuz, gegenüber der VAG Haltestelle) zwei reservierte Taxi-Parkplätze ausgezeichnet. Und das, obwohl auf dem Platz am Bischofskreuz doch häufig Parkplätze für Kurzzeit-Besucher fehlen. Der Bürgerverein fand die Idee des Garten- und Tiefbauamtes (GuT) von Anfang an nicht gut. Das waren wohl die Gedanken dahinter:

(1) den Platz am Bischofskreuz von Falschparkern / Fehlnutzern zu entlasten.

(2) Ein Wunsch der Taxi-Vereinigung, solche Anfahrplätze zu haben (nicht gedacht als Taxi-Dauerstandplätze, sondern zum Aussteigen von Gästen).

Im Laufe des vergangenen Jahres bestätigt sicher immer mehr: die beiden Plätze werden auch von Taxis kaum genutzt und sind dadurch eher eine Vergeudung öffentlicher Parkfläche. Anwohner berichten von einem Taxi je Monat, das kurzzeitig gesehen wird. Erfahrungsgemäß warten Taxen eher direkt auf dem Platz auf ihre Gäste.

Der Bürgerverein hat das GuT schon Mitte 2019 auf diese merkwürdige Situation hingewiesen und jetzt Anfang 2020 erneut. Verbunden mit der Bitte, das alles rückgängig zu machen. Dort hat man in Aussicht gestellt, die Situation zu überprüfen und will auch die Taxivereinigung um Stellungnahme bitten.

Wir bleiben dran…

Jahreshauptversammlung 2020

Bericht im Bürgerblättle 261 (April 2020)

Trotz stürmischer Wetterlage und Virus-Diskussion kamen doch etwa 60 Besucher zur jährlichen Jahreshauptversammlung des Bürgervereins in das Bürgerhaus Seepark (5. März 2020).

Zur Eröffnung erinnerte Beate Diezemann an das Ende des zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren und die vorherige Zerstörung Freiburgs durch den Fliegerangriff im November 1944. Aus diesem Anlass war der „Der Freiburger Tümmerexpress“ zu sehen: ein Kurzfilm, der vor wenigen Jahren am Friedrich Gymnasium in einem Seminarkurs entstanden ist und den Landespreis für Heimatförderung gewann. Hintergrund ist eine Bahnstrecke, die in den Jahren 1947 bis 1949 für den Abtransport von Trümmern aus der Freiburger Innenstadt zum früheren Baggersee nach Betzenhausen sorgte: also etwa dahin, wo heute der Rosengarten bzw. Grenzstrasse liegen, fast bis ans östliche Seeufer des jetzigen Sees.

Es folgte ein Rückblick auf Arbeitsschwerpunkte des Bürgervereins im vergangenen Jahr. Erwähnt wurden u.a. aktuelle Entwicklungen bei Bürgerblättle und Homepage, die regelmäßigen Treffen im Verein und diverse Einzelveranstaltungen von Neujahrsempfang bis „OB vor Ort“. Ausführlich beschrieb Beate Diezemann die Anti-Graffiti-Aktion, Umzug und Erweiterung Stadtteilbüro, Baugebiet Obergrün und StuSie, Schmücken der Weihnachtsbäume und das Weihnachtskonzert in St. Thomas.

Als Themen des laufenden Jahres wurden u.a. genannt: Umgestaltung Betzenhauser Torplatz, Nachverdichtung StuSie, Umsetzung Freibad West, Baugebiet Obergrün und Naturpark Obergrün, sowie ganz allgemein auch das soziale Miteinander im Stadtteil. Natürlich werde auch die Gaskugel Thema bleiben: an diesem Punkt berichtete Frau Dr. Heike Piehler über die Ideen im Projekt und den letzten Stand der Entwicklungen. Es folgte der Bericht des Kassenwartes Arnold Löffler.

Insgesamt 17 Mitgliedern erhielten eine Urkunde für langjährige Mitgliedschaft. Hervorheben möchten wir an dieser Stelle die 50 Jahre Mitgliedschaft von Bernhard Wolk, der viele Jahre im Bürgerverein aktiv war und insbesondere in den Jahren 1976 bis 1985 die Redaktion des Bürgerblättle betreute: dafür auch an dieser Stelle einen ganz besonderen Dank (die aktuelle Serie „Das Bürgerblättle vor 40 Jahren“ fällt ja auch in diesen Zeitraum).

Bericht im Bürgerblättle 261 (April 2020)

Auch die Badische Zeitung berichtetet am 7. März darüber (Lese-Möglichkeit evtl. eingeschränkt).


Zum Bericht im Bürgerblättle hier noch kleine Ergänzungen.

Hier gibt es mehr zur Zerstörung von Betzenhausen und dem Trümmerexpress (inkl. Link auf den Film und die Dokumentation vom Friedrich Gymnasium Freiburg).

Wir möchten auch noch explizit den Bildhauer Hans-Peter Wernet erwähnen, der eine Urkunde für 35 Jahre Mitgliedschaft im Bürgerverein überreicht bekam. Kunstwerke von ihm stehen an verschiedenen Stellen im Freiburger Westen (z.B. Brunnen vor der St. Albert-Kirche, Hahn in Lehen).

Von Herrn Wernet stammt auch der Sandsteinbrunnen, der auf dem Platz am Bischofskreuz steht. Und grad zeitgleich hat dieser Brunnen seinen 40. Geburtstag: die BZ berichtete am 2. März 1980 über die Aufstellung des Brunnens. Markant für den Brunnen ist die Säule mit vier Wasserspeiern. An der Spitze zu erkennen ist eine Bischofsmütze umgeben von vier Pferdeköpfen: eine Erinnerung an die legendäre Schlacht von 1299, die in der Nähe stattgefunden hat. Die Köpfe unten sollen an die Krieger erinnern, die von damaligen Geschen berichten: mit dem sprudelden Wasser als “Redefluß” (siehe Historisches zu Bischofslinde).

Das Bürgerblättle vor 40 Jahren (1980)

Das Bürgerblättle erschien in den ersten Jahren monatlich und hatte meistens 8 Seiten (siehe Details zur Geschichte des Bürgerblättle hier). Im Jahr 2020 haben wir dann in einer Serie mal 40 Jahre zurück geschaut, und die wichtigsten Themen des Jahres 1980 in Stichworten zusammengefasst (denn PDF gab es zu der Zeit ja wirklich noch nicht).

Ja, unser kleines Stadtteil-Magazin gibt es wirklich schon so lange. Um es exakt zu sagen: Januar 1976 war Erstausgabe. Anfangs erschien es monatlich mit jeweils acht Seiten


Es gab also auch zwei Ausgaben an der Jahreswende 1979/1980.

Der Bürgerverein hatte einen langjährigen Vorsitzenden: er hieß Willy Kapp und war schon damals für die einleitenden Worte im Bürgerblättle verantwortlich. Seine zeitlosen Wünsche zum Jahreswechsel möchten wir direkt an unsere heutigen Leser weitergeben (siehe Abdruck der damaligen Titelseite). Spannend sind aber auch die weiteren Themen, die angesprochen wurden. Hier eine Auswahl:

Es gab kurzzeitig die Idee für einen Wochenmarkt im Stadtteil Bischofslinde. In der Ausgabe zuvor hatte es schon eine Umfrage im Bürgerblättle gegeben. Ergebnis: „Die Resonanz war sehr gering. Der Vorstand des Bürgervereins hat deshalb … beschlossen, das Projekt nicht weiter zu verfolgen“. Ein paar Monate später kam das Thema dann doch wieder auf
und es wurde sogar ein Antrag bei der Stadt gestellt. Das fand aber dort erst recht keinen Gefallen, weil es ja auch in Weingarten nicht funktionieren würde…

Auch Gewann Obergrün war ein Thema: „Im Zusammenhang mit einer öffentlichen Fraktionssitzung der CDU… hatte auch der Bürgerverein … Gelegenheit, sich zu der Absicht zu äußern, inwieweit das Gewann Obergrün bebaut werden soll. Der Bürgerverein hat keine Einwendungen dagegen, daß das Obergrün nicht voll verbaut wird, damit auch ausreichende Grünflächen erhalten bleiben“. Kaum zu glauben, dass es
grad heute wieder aktuell ist.

Aus den Neujahrswünschen in der Ausgabe zum Januar 1980: „… den allumfassenden Frieden zu erstreben: diesen Frieden, der noch nie so notwendig war wie in dieser durch die heutigen Vernichtungswaffen gefährdeten Zeit. Wir müssen auch an die Zukunft der nach uns kommenden Generationen denken und ihnen einen lebenswerten Lebensraum überlassen.“ Den Worten von Herrn Kapp ist wohl kaum etwas hinzuzufügen.

Zum Abschluss aber doch noch etwa aus dem Humor-Kästchen. Überschrift „So etwas…“: „Vorhin hat ein Bettler bei uns geklingelt. Ich habe ihm einen Teller Suppe und eine Mark gegeben. – Hat er die Suppe gegessen? – Natürlich! – Dann hat er sich die Mark auch verdient!“


Themen der Ausgabe Febr. und März 1980

Schon zu diesem Zeitpunkt gab es erste Sitzungen zur Idee einer Landesgartenschau: „Die Chancen sind … günstig, daß Freiburg 1986 bzw. innerhalb des Zeitraums von 1986 bis 1990 von der Landesregierung den Zuschlag erhält“ – „Das Gelände der LGS soll als Gebrauchs- und Volkspark konzipiert werden und überwiegend der Erholung, des Sports und der Freizeitgestaltung des Bürgers dienen“.
Es folgte eine äußerst detaillierte Beschreibung von Ideen, die zum großen Teil später auch realisiert wurden. Und es hat auch geklappt mit dem Jahr 1986: die LGS wurde Grundlage für den Seepark, wie wir ihn heute kennen.

Die Padua-Allee war in Bau, aber eine Fußgängerunterführung an der Brücke über die Dreisam war anfangs nicht vorgesehen: „Der Bürgerverein setze sich für eine Fußgängerunterführung im Bereich Padua-Allee/Zinklern ein. Der Bauausschuß des Stadtrats stimmte diesem Wunsch zu, wie die Stadt mit Schreiben vom 4.12.79 mitteilte“. Ausdrückliches Ziel dahinter: „… dass die Padua-Allee Betzenhausen und das Gewann Zinklern nach Fertigstellung des Ausbaus nicht zu stark abtrennt.“

Mit Bezug auf das Gründungsdatum 20. April 1910 wurde an 70 Jahre Bürgerverein Betzenhausen Bischofslinde erinnert: „Im Stadtarchiv Freiburg befindet sich nämlich unter der Nummer C 4 VII/3412 die offizielle Mitteilung der Gründung als Lokalverein, wie der Bürgerverein ursprünglich hieß“. Es folgte der Text des Briefes, den man heute auch auf unserer Homepage nachlesen kann. Die 70 Jahre von damals erinnern auch daran, dass der Bürgerverein heute bei 110 Jahren angekommen ist.

Zum Abschluss wieder etwas aus dem damaligen Humor-Kästchen; Überschrift So etwas…: Was ist der Unterschied zwischen Geiz und Sparsamkeit? fragt der Sohn den Vater.„Wenn ich meinen Wintermantel schone, um ihn nächstes Jahr noch tragen zu können, dann bin ich sparsam, aber wenn ich deine Mutter bitte, ihren Wintermantel noch ein weiteres Jahr zu tragen, dann bin ich geizig.“


Themen der Ausgabe April und Mai 1980

Der Titel lässt es schon anklingen: im Zentrum der April Ausgabe stand ein Rückblick auf die Jahreshauptversammlung 1980 des Bürgervereins; damals abgehalten in der Gaststätte der „Eintracht“ (gibt es heute nicht mehr). Erwähnt wurde ein “zügig vorgetragener Rückblick” und (schon damals) ein “Vortrag zur Energieeinsparung”.

Dann im Mai ging es wieder um den Verkehr in der Dietenbachstrasse: Sperrschilder für Lkw und Omnibusse waren auf Drängen des Bürgervereins aufgestellt worden, aber das Fahrverbot wurde nicht ausreichend eingehalten. Zur Erinnerung: die Westrandstrasse war noch im Bau und die Dietenbachstr. fungierte als Durchgangs-Strasse (1970 wurden 4.700 Fahrzeuge am Tag gezählt, 1980 dann schon unglaubliche 12.300).

Dann direkt danach die zeitlose Überschrift Radfahren ist „in mit dem Hinweis: “Die Stadtverwaltung ist an die Bürgervereine herangetreten, Vorschläge zu machen, wo Radwege ausgebaut werden sollten”. Enttäuscht zeigte man sich aber an anderer Stelle darüber, dass es “bei den innerstädtischen Verkehrsstraßen keine Hinweisschilder auf Betzenhausen  gäbe”.

Mit den Ausgaben im Frühjahr 1980 begann eine Serie von Beiträgen zur Entwicklung der „Stadtbahn in den Westen“, die wir heute als Linie 1 kennen (eingeweiht 1983). Enthalten ist einiges, was heute skurril wirkt, insbesondere wenn es um die Querung des Bahnhofs geht: Favorit war für einige Zeit eine Lösung in Hochlage („Stelzenlösung“) über den Bahnhof und auch gleich über die Escholzstraße bis zur Fehrenbachallee. Dieses Vorhaben stieß aber im Stühlinger auf wenig Gegenliebe. So kam die Idee auf, den Bahnhof auf einer Länge von ca. 1 km zu untertunneln (von der Universitätskirche bis Escholzstrasse). Letztendlich waren es dann vor allem finanzielle Gründe, die zum Kompromiß in Form der heutigen Stadtbahnbrücke geführt haben (zum Glück möchte man sagen). Wer mehr wissen möchte: die Beitrags-Serie zur Stadtbahn in den Westen im Bürgerblättle 1980 ist zum Nachlesen hier abgelegt.

Quartiersarbeit im Stadtteiltreff wird aufgestockt

Seit 1.1.2020 wird die Quartiersarbeit  in Betzenhausen-Bischofslinde personell aufgestockt. Die Trägerschaft bleibt weiterhin beim Caritasverband Freiburg-Stadt e.V.. Markus Fugmann, der bisherige Leiter des StadtteilTreffs, wird seinen Schwerpunkt in den Nachbarstadtteil verlegen, um die Quartiersarbeit im Mooswald aufzubauen. Dafür wird Katharina Becker, die in der Quartiersarbeit in Betzenhausen bereits durch ihre Tätigkeit im Nachbarschaftstreff Zehntsteinweg 4 aktiv ist, nun zusätzlich  im Stadtteiltreff präsent sein. Hinzu kommt eine neue Mitarbeiterin des Caritasverbands, Frau Nicoletta Orizaris, die sich Ihnen nachfolgend kurz vorstellen wird, sowie ein weiterer Kollege, der das Team bald ergänzen wird.

So starten wir mit frischem Wind und mehr personellen Kapazitäten ins neue Jahr. Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns zu unseren Sprechzeiten oder Veranstaltungen besuchen und wir miteinander über unseren Stadtteil ins Gespräch kommen.

Abschied von Markus Fugmann:

Nach 5 Jahren im Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde werde ich ab Januar die Quartiersarbeit im Nachbarstadtteil Mooswald aufbauen. Ich blicke zurück auf 5 Jahre, in denen ich beruflich sehr viel gelernt habe, tolle Menschen kennenlernen durfte und wir einiges bewegen konnten, dank der tatkräftigen Unterstützung vieler engagierter Menschen hier im Stadtteil.

Für Vieles hat mir die Zeit gefehlt. Deshalb bin ich sehr froh, dass die Quartiersarbeit ab diesem Jahr personell besser aufgestellt ist und ich meine Arbeit in gute Hände übergeben kann.

Neue Mitarbeiterin Nicoletta Orizaris:

Liebe Stadtteilbewohnerinnen und Stadtteilbewohner,

mein Name ist Nicoletta Orizaris und seit dem 01. Januar 2020 bin ich im Stadtteiltreff Betzenhausen-Bischofslinde tätig. Nach meinem Studium als Sozialarbeiterin freue ich mich, beim Caritasverband anzufangen und nun, Ihre Ansprechperson im Stadtteil zu sein.
Ich möchte Sie herzlich in unsere Sprechstunden einladen, um Sie kennenzulernen und von Ihren Anliegen und Ideen für den Stadtteil zu erfahren! Ich freue mich darauf, mit Ihnen zusammen das Zusammenleben in Betzenhausen-Bischofslinde zu gestalten.

Die Vogelwelt in Ihren Garten

Jeder kann etwas tun – lassen Sie die Vogelwelt in Ihren Garten

Der Frühling naht! Viele höhlenbrütende Vögel suchen nun verzweifelt nach Nistmöglichkeiten. Ursprünglich fanden Meisen und Co. überall in altem Baumbestand verlassene Specht- oder Fäulnishöhlen, in die sie ihre Kinderstuben anlegen konnten. Heute jedoch werden alternde Bäume mit Totholz und Höhlen aus Verkehrssicherheits- oder ästhetischen Gründen entfernt – sehr zum Leidwesen von Vögeln und Fledermäusen.

Die gute Nachricht: jeder kann etwas gegen diesen Baumhöhlen-Mangel in der Stadt tun!

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt: Bringen Sie einen oder gleich mehrere Nistkästen in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon an!

Die handelsüblichen Kästen sind aus Massivholz oder Holzbeton gefertigt, wobei letzterer eine längere Lebensdauer hat. Sie können in Baumärkten, Raiffeisenmärkten oder Zoogeschäften erworben werden. Kästen mit einem Einflugloch von 32 mm Durchmesser werden unter anderem von Haussperling, Kohlmeise oder sogar dem Wendehals besiedelt. Bei einem Einflugloch von 28 mm haben kleinere Arten wie Blaumeise oder Sumpfmeise eine Chance. Kästen mit einem großen Flugloch von 45 mm werden vom Star angenommen. Manchmal zieht hier sogar ein Eichhörnchen ein. Sogenannte Halbhöhlen-Kästen haben eine halboffene Front und bieten Hausrotschwanz, Rotkehlchen oder sogar dem Zaunkönig Nistplatz und Unterschlupf.

Auch Fledermäuse suchen übrigens verzweifelt nach Höhlen und freuen sich über spezielle Nisthilfen. Hängen Sie die Kästen in mindestens zwei Meter Höhe an Bäume oder die Hauswand. Wichtig ist die geschützte Fluglochausrichtung nach Osten zur wetterabgewandten Seite.

Sie helfen allen Wildtieren auch durch das Pflanzen von Obstbäumen und einheimischen Sträuchern sowie durch die Aussaat von Wildblumen. Letztere haben auch im Balkonkasten Platz.

Mehr Infos zum Vogel- und Fledermausschutz im Garten und auch Bauanleitungen für Nistkästen finden Sie unter: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/.

Diplom-Biologin Kerstin Geigenbauer