Einladung zur Wanderung auf dem Bundschuhpfad (Lehen)

Am 21. September 2019 findet eine geführte Wanderung auf dem Bundschuhpfad in Lehen statt. Dazu sind alle interessierten Mitglieder des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde (Mitglieder werden bevorzugt) und Gäste aus unserer Partnergemeinde Teningen eingeladen.

Die Wanderung dauert ca. 2 bis 2,5 Stunden. Treffpunkt ist 16:00 Uhr an der Haltestelle Paduaallee. Hier befindet sich auch ein Park & Ride Platz. Nach der Wanderung Einkehr im Schützen.

Zur Geschichte: Nach der blutigen Niederschlagung eines Bundschuhaufstandes (Bauernkrieg) 1502 bei Bruchsal konnte Jos Fritz, einer der Anführer, untertauchen. Um 1512 wurde er in Lehen als Bannwart angestellt und, da es auch hier den Bauern sehr schlecht ging, wurde er der Anführer einer weiteren Bundschuh Verschwörung.

Wie die Sache ausging, und warum die Bauern durch 2 Maler aus Freiburg verraten wurden, was das für Folgen hatte und warum es den Bundschuhpfad gibt, wird uns Herr Edgar Müller erzählen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb bitten wir um Anmeldungen durch eine Email an bund.schuh@web.de oder auch per Telefon 0761 892382

Helmut Schiemann

Die Gaskugel hat ausgedient

Im Juli 2019 wird die Gaskugel – ein Erkennungszeichen von Betzenhausen – außer Betrieb genommen: nach 54 Jahren Betrieb als Reservespeicher für Freiburg und die Region.

Die Gaskugel wurde 1965 errichtet. Ihre Bedeutung ging aber im Laufe der Jahre immer weiter zurück, da Erdgasnetze heute überregional miteinander verbunden sind und darüber Spitzen abgefangen werden. Bei Bedarf erfolgt Zugriff auf Gasreserven in grossen, unterirdischen Lagern. Letztendlich war ein wirtschaftlicher Betrieb laut Badenova Tochter bnNETZE nicht mehr gegeben.

Gas ist also zukünftig dort nicht mehr gespeichert. Die Gasdruck-Regel- und Messanlage im Gebäude neben der Kugel bleibt aber erhalten und wird in diesem Zuge erneuert (ab 2020).

Laut Perspektivplan liegt die Gaskugel in einer Entwicklungsfläche J, die nur für Sport, Gärtnern und Naherholung vorgesehen ist. Im Umfeld gibt es Schrebergärten und die letzten Streuobstwiesen von Betzenhausen.

Was mit dem Bauwerk selbst passiert, ist laut Badenova noch offen. Es gibt sicher gute Argumente, die für die Erhaltung der Gaskugel als Industriedenkmal sprechen, und auch als Wahrzeichen von Betzenhausen bzw. des gesamten Freiburger Westens.

Zitat Joachim Röderer (BZ): „Wenn man nach Urlaubsreisen und langer Rückfahrt heimkehrt, ist man gefühlt erst dann wirklich wieder zurück in Freiburg, wenn man die Gaskugel passiert hat.“

Siehe Pressemitteilung Badenova  bzw. Hinweise hier bei den Regiotrends. Der ausführlicher Bericht in der Badischen Zeitung erschien am 28. Juni 2019. Herzlichen Dank auch ans „Friburger Bobbele“ für das nette Video zum Ruhestand der Gaskugel.

Weitere Hintergründe zur Gaskugel und insbesondere auch zum Bau beschreibt Nico Bischler in „100 Jahre Betzenhausen bei Freiburg 1908 – 2008“ ( https://www.kuge-freiburg.de/gaskugel-betzenhausen/ )


Was wird aus Betzenhausens Wahrzeichen?

Der Bürgerverein wird sich zusammen mit dem Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde e.V. (KuGe) dieses Themas annehmen; siehe auch Mitteilung im Bürgerblättle Aug./Sept. 2019:

Die Gaskugel geht vom Netz – wie in der Badischen Zeitung vom 28. Juni 2019 zu lesen war. Seit 1965 ist sie Bestandteil und das Erkennungszeichen von Betzenhausen. Sie gehört als Wahrzeichen zum Stadtteil. Ihre Zukunft ist allerdings ungewiss.
Unterstützen Sie den Erhalt? Dann schreiben Sie uns unter kuge-freiburg@web.de oder per Post an den Kultur- und Geschichtskreis Betzenhausen-Bischofslinde e.V., Stockmattenweg 7b, 79114 Freiburg.