Ausgabe 248:  Febr./März 2018

Einzelne Themen:

  • Letztes Intro Nico Bischler
  • Bericht vom Neujahrsempfang 2018
  • Nachverdichtung StuSie
  • Mit dem Laufbus in die Anne Frank Schule …

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Jahreshauptversammlung 2018

Entsprechend guter Tradition fand die Jahreshauptversammlung des Bürgervereins wieder im Bürgerhaus Seepark statt (15. März). Wichtigstes Thema war sicher die Wahl eines neuen Vorsitzenden.

Der Saal war mit über 90 Personen besonders gut gefüllt, so dass einige Tische und Stühle zusätzlich hineingebracht werden mussten. Der Grund liegt auf der Hand: Es war die letzte Sitzung mit dem bisherigen Vorsitzenden Nicolai Bischler und die Wahl eines neuen Vorsitzenden stand an. Nicolai Bischler ist seit Dezember letzten Jahres Bürgermeister in Steinach im Kinzigtal; bisher führte er parallel dazu auch die Aufgaben im Bürgerverein fort.

Wie üblich wurde der Abend eröffnet durch einen Rückblick auf Arbeitsschwerpunkte des vergangenen Jahres und mit Berichten verschiedener Arbeitskreise. Acht Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft im Verein wurden ausgesprochen.

Natürlich war der Abend vor allem geprägt von der Verabschiedung des bisherigen Vorsitzenden.  Weggefährten aus den Nachbarstadtteilen und Bürgermeister Hagenacker aus Teningen berichteten über die Zusammenarbeit und sparten nicht mit Lob über diese Zeit. Beate Diezemann als stellvertretende Vorsitzende erinnerte im Namen des Vorstands an die großartige Arbeit der vergangenen Jahre. Als kleines Abschiedsgeschenk, als Dankeschön für diese Arbeit und zur Unterstützung seiner neuen Tätigkeit in Steinach überreichte sie einen schönen Kugelschreiber und ein „Handbuch für Bürgermeister“. Nicolai Bischler wurde schließlich als besondere Würdigung seiner Arbeit mit einer Urkunde zum Ehrenvorsitzenden des Bürgervereins ernannt.

Einstimmig und ohne Gegenkandidat wurde Rolf Baiker zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er lebt seit Mitte der 1980er Jahre im Stadtteil und hat sich vor der Wahl persönlich vorgestellt (siehe auch Intro zum aktuellen Bürgerblättle, das bereits von Rolf Baiker verfasst wurde).
Hier ein paar Bilder.

Text: Werner Hertleif (Bürgerverein),

Bilder vom Neujahrsempfang 2018

Ein paar Impressionen (Fotos: Helmut Schiemann)

Rückblick auf Neujahrsempfang 2018

Neujahrsempfang Betzenhausen-Bischofslinde mit den Vokalisatoren aus Nimburg (Fotos … von Helmut Schiemann).

Wie im letzten Jahr begrüßte der Vorsitzende des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde, Nicolai Bischler , alle anwesenden Gäste gemeinsam. Eine kleine Ausnahme musste der dennoch machen:  mit Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon, Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker und der Landtagsabgeordneten Gaby Rolland, begrüßte er Gäste, die in diesen Tagen  regelrecht einen „Neujahrsempfangsmarathon“ ablieferten.

Die Themen, die Bischler ansprach waren vielseitig.

Der Betzenhauser-Torplatz war in der Tat das Schwerpunktthema im Jahr 2017. Hier war der Bürgerverein bei den Planungen und Gesprächen beteiligt.

Aber Bischler sprach auch die Probleme aus Sicht des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde an: massive Probleme gibt es auf dem NKD-Platz und auf dem Platz am Bischofskreuz: Beide Plätze werden immer öfter als Parkmöglichkeit und Wendeplatte mißbraucht.

„Und da muss man sich schon fragen, was nützen die schönsten Plätze, wenn sie zweckentfremdet und nicht richtig genutzt werden können?“, so Bischler. Hier wünscht sich der Bürgerverein  deutlich mehr Unterstützung von Seiten der Stadtverwaltung, insbesondere vom GVD, denn sonst läuft das Zentren-Aktivierungs-Konzept an seinen Zielen vorbei.

Der versprochene barrierefreie Übergang  an der Haltestelle des Betzenhausertor-Platzes entspricht absolut nicht unseren Vorstellungen.
Die Stufen zum VAG-Gleiskörper hin bedeuten für viele Rolli-FahrerInnen ein großes Hindernis. Trotz aller bestehenden DIN-Normen sollten die Verantwortlichen diese Situation noch einmal genauestens überprüfen, um allen Menschen mit Handicap eine akzeptable Lösung bieten zu können, forderte Bischler, der auch auf die Unterschriftenaktion des Rings der Körperbehinderten  hinwies.

Was die Sicherheit im Freiburger West betrifft, so konnte der Vorsitzende des Bürgervereins nur lobende Worte finde: zum einen für die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Freiburg Mooswald aber auch dem Polizeiposten Weststadt. Die gemeinsamen runden Tische sind sehr effizient und auch weiterhin erfolgsversprechend. Der Stadtteil Landwasser hat sich dem Tisch bereits angeschlossen und auch das Stadtteil Lehen wird beim nächsten runden Tisch vertreten sein.

Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde wird sich auch weiter für den Erhalt des Mosswaldes einsetzen und die Zusammenarbeit mit der AG Mosswald pflegen. Hier dankte Bischler dem Freiburger Oberbürgermeister für seinen Einsatz des Erhalts des Mosswaldes.

Diesen Einsatz wünschte er sich auch für die Wiedereröffnung des Freibades West!

„Aus unserer Sicht aber absolut kein Thema ist der Rückbau der Sundgauallee im Stühlinger. Man kann über vieles nachdenken und diskutieren, aber nicht über das einfache verschwinden lassen der Sundgauallee“, so Bischler, wenn er das Jahr 2018 ins Visier nimmt.

Im weiteren gabe er einen Überblick über die Themen, die den Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde im Jahr 2018 beschäftigen werden:  die Nachverdichtung der Studentensiedlung, die Zusammenarbeit mit dem Stadtteiltreff mit dem „Café und mehr“ . Auch in der  Partnerschaft mit Teningen möchte der Bürgerverein neue Wege gehen.

Für musikalische Unterhaltung sorgten die VOKALISATOREN unter der Leitung von Katharina Roser. Nimburgs kleinster, aber sicher auch bekanntester Männerchor  beschäftigte sich in seinen Liedern musikalisch intensivst mit der unerschöpflichen Thematik der Beziehung zwischen Frau und Mann.

In seinem Grußwort ging Oberbürgermeister Dieter Salomon auf die verschiedenen Probleme im Stadtteil ein. „Ich bin sicher dass das Freibad im nächsten Jahr kommen wird“, so der OB.

Zum Thema ZAK sicherte der OB seine Unterstützung zu, insbesondere bei der FRage der Beparkung der Plätze im Stadtteil.

Teningens Bürgermeister, Heinz-Rudolf Hagenacker, freute sich über die gute Zusammenarbeit im Rahmen der Stadt-Land-Partnerschaft und sagte zu, diese auch weiterhin zu unterstützen.

Beste Wünsche für das Neue Jahr überbrachten Pfarrer Rüdiger Fett für die evangelische und katholische Kirche, Lehens Ortsvorsteher Bernhard Schätzle und Ernst Lavori vom Bürgerverein Freiburg Mooswald.

Fotos: Helmut Schiemann

 

 

Nachverdichtung Studentensiedlung (StuSie)

Bürgerblättle Ausgabe 247 – Dez. 2017/Jan 2018, Bericht des Architekten Jochen Gerlach vom Studierendenwerk Freiburg

Das Problem des Wohnungsmangels in Freiburg trifft die Studierenden in besonderem Maß – sie haben ja in der Regel wenig Einkommen und müssen einen großen Teil davon für die Miete aufwenden. Aus diesem Grund arbeitet das Studierendenwerk Freiburg (SWFR) intensiv an der Schaffung zusätzlicher Wohnmöglichkeiten zu sozial verträglichen Preisen. Was für die Studierenden gut ist nutzt in der Folge auch den nichtstudierenden Bürgern: Alle, die beim SWFR unterkommen, beziehen keine Wohnung auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt oder geben eine Wohnung frei.
Die Studierendensiedlung Sundgauallee wurde in den 60-er Jahren gegründet. Die städtebauliche Leitidee aus dieser Zeit war die offene Stadtlandschaft, das Wohnen im Park in Gruppen von Einzelhäusern. Aus dieser Zeit stammen auch die prägenden Dreiergruppen: Ein 9- geschossiges Hochhaus im Norden und davorgestellt zwei 3- geschossige Gebäude. Diese Dreiergruppen prägen auch heute noch das Gesicht der Siedlung, wenn auch über die Jahrzehnte einige Gebäude hinzukamen, die im Stil ihres Baujahres errichtet wurden. Zur Sundgauallee wird die Siedlung durch einen inzwischen stark begrünten Erdwall begrenzt. Im Inneren der Siedlung sind insbesondere Richtung Seepark sehr großzügige Grünflächen zwischen den Häusern vorhanden, die zu Spaziergängen einladen und von den Bewohnern
der Siedlung in der Freizeit intensiv genutzt werden.
Trotz einiger Hochhäuser ist die Studierendensiedlung baulich deutlich geringer genutzt als dies der Situation in der wachsenden Stadt Freiburg angemessen wäre. Auch lässt der bestehende Bebauungsplan die Schaffung von deutlich mehr Wohnflächen zu. Gleichzeitig verfügt die Studierendensiedlung bereits jetzt über ein sehr großes Angebot an sozialer Infrastruktur, insbesondere im Gemeinschaftshaus Nr. 36.

Aus diesem Grund will das Studierendenwerk gerade hier deutlich mehr Wohnmöglichkeiten schaffen. Wichtigstes Ziel bei der anstehenden Nachverdichtung war neben der Schaffung zusätzlicher Wohnflächen immer der Erhalt der hohen städtebaulichen Qualität der Siedlung.
Aus diesem Grund wurde durch einen städtebaulichen Wettbewerb ein Masterplan für die Nachverdichtung erarbeitet. Bei diesem Wettbewerbsverfahren waren neben der Stadtverwaltung auch der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde und die Bewohner der Siedlung eingebunden. Nach diesem Masterplan bleiben die bestehenden Grünflächen weitestgehend erhalten. Auch werden außer auf dem ehemaligen Areal der Autovermietung bzw. früheren Tankstelle keine zusätzlichen Häuser gebaut. Anstelle der bereits abgerissenen Tankstellengebäude entsteht eine neue Dreiergruppe, mit einem 8- geschossiges Haus nach Norden und zur Straße orientiert ein 11- und
ein 3- geschossiges Haus. Die vorhandenen Parkplätze und weitere Stellplätze für die Neubauten kommen in einer großen Tiefgarage unter. Richtung Innenstadt werden in den folgenden Bauabschnitten jeweils die beiden 3- geschossigen Altbauten ersetzt durch jeweils ein 11-geschossiges und ein 5- geschossiges Haus. In Zukunft werden also immer ein 9- geschossiger Altbau und der 11- und 5- geschossige Neubau eine Häusergruppe bilden.

Es wird entlang der Sundgauallee ein Rhythmus aus 5- und 11- geschossigen Häusern entstehen. Der Erdwall zur Sundgauallee mit den vielen Bäumen und Büschen bleibt weitgehend unangetastet und wird die Siedlung auch weiterhin zur Sundgauallee begrenzen. Insgesamt entstehen in drei Bauabschnitten 875 zusätzliche Zimmer, überwiegend in Wohngemeinschaften für 4 Personen, in untergeordneter Zahl aber auch in 2-er WGs und in kleinen Apartments.

Die zusätzlichen Bewohner werden, auch da sie zumeist nicht über ein Auto verfügen, die in der Sundgauallee vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten nutzen und damit zu einer Sicherung des Einzelhandels beitragen. Die Gestaltung der einzelnen Häuser wird sich an den bestehenden Gebäuden orientieren um der Siedlung einen architektonischen Zusammenhalt zu geben. Die Häuser erhalten eine Fassade aus unterschiedlich eingefärbtem und strukturiertem Sichtbeton, so wie die bereits in den Jahren 2012 errichteten Häuser Sundgauallee 16
und 38.

Der Baubeginn soll Anfang 2018 erfolgen. In einem weiteren Bauabschnitt nach dem Jahr 2022 sind zwei weitere Neubauten auf dem jetzigen Parkplatz am Eingang der Siedlung und ein weiterer Ersatzbau geplant. Für die Realisierung dieser Häuser muss jedoch vorher eine Änderung des Bebauungsplans durchgeführt werden.


Weiter Berichte in der Presse, z.B. „Der Sonntag“ vom 24.12.2017

Großes Nachverdichtungsprojekt auf privatem Areal: Die Studentensiedlung stockt auf.

Weil Freiburg kaum wachsen kann, ist Nachverdichtung angesagt. Eines der größten Projekte betrifft ein ganzes Viertel und beginnt bald: In der Studierendensiedlung am Seepark sollen nach Umbauten für 70 Millionen Euro fast 1 000 Menschen mehr als bislang unterkommen. Gebaut wird vor allem in die Höhe.

Die Skyline der „Stusie“ gehört fest zur Optik des Seeparkgeländes … [ Bericht „Der Sonntag“ ]

Weitere Berichte:

Bürgerblättle Ausgabe 248 – Feb./März 2018, Fortsetzung zum Bericht im BBL 247
Bürgerblättle Ausgabe 249 – Apr/Mai 2018, Rundgang durch die StuSie. Organisiert vom BV + Studierendenwerk
Bürgerblättle Ausgabe 255 – Apr/Mai 2019, Studentensiedlung: Erneuerung der Heizungsanlage
BZ 30.03.2016: „Die StuSie soll ordentlich wachsen“
BZ 12.01.2018: „Studierendenwerk erweitert StuSie für 70 Millionen Euro“
BZ 05.04.2018: „Hochhäuser für die StuSie